Casshern Sins (Anime)キャシャーン SINS

  • TypTV-Serie
  • Episoden24 (~)
  • Veröffentlicht02. Okt 2008
  • HauptgenresActiondrama
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonOriginalwerk
  • ZielgruppeMännlich

Anime Beschreibung

Anime: Casshern Sins
Die Welt wird regiert vom mächtigen Anführer der Roboter, Braiking Boss, nachdem die Menschheit von Robotern besiegt wurde. Jene beten ein mysteriöses Mädchen namens Luna an, die die Menschheit von der Geisel der Roboter befreien soll. Dies ruft Braiking auf den Plan, drei seiner fähigsten Cyborgs auszusenden, die Gefahr im Keim zu ersticken. Casshern, einem der drei Cyborgs, gelingt es Luna auszuschalten, was die fortschreitende Vernichtung der gesamten Welt auslöst.

Jahrzehnte später, während die Menschheit kurz vor ihrer völligen Vernichtung steht, erscheint Casshern erneut. Jedoch erinnert er sich weder an die damaligen Vorfälle, noch weiß er, wer er ist. Auf der Suche nach seiner wahren Identität kämpft er sich durch eine trostlose Welt, die sich gegen ihn verschworen hat.
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Anime Rezensionen

Avatar: DeBaer#1
Meine Erwartungen bzgl. "Casshern SINS" hielten sich im Vorfeld recht arg in Grenzen. Ich erwartete nichts anderes als ein technisch, aufgemotztes Remake des 70er-Jahre-Klassikers, dessen Inhalt mit seinem allzu typischen, kernigen "Superheld vs Superbösewicht + Schergen"-Setting, hauptsächlich an ein jüngeres Publikum gerichtet ist und demnach "Anspruch auf höherer Ebene" eher klein schreibt. Um so überraschter war ich als die erste Episode über meinen Blidschirm flimmerte und mir sofort klar machte, dass ich es hier nicht mit einer kitschigen Hero + Weltenretter in Glanz und Gloria-Orgie zu tun bekomme, sondern eher mit dem genauen Gegenteil. Hier gibt es keinen strahlenden Kämpfer für Gerechtigkeit, keine Aufbruchstimmung und auch keine Glücksgefühle die man mit dem Protagonisten nach jedem glorreichen Sieg teilt. Alles was einem hier entgegenschlägt ist Trostlosigkeit, Depression und Verzweiflung, vor einer bedrückenden, kalten und unheimlichen Kulisse die eine derartige Unbehaglichkeit und Tristesse ausstrahlt, das es einem fast Schauer über den Rücken jagt. Hinzu kommt ein absoluter Antiheld der nicht weißt wohin mit sich, nicht weiß wie er mit der schwierigen Situation umgehem muss die sich urplötzlich für ihn ergibt und scheinbar ziellos durch eine Welt schreitet in der es augenscheinlich nichts gibt als Tod und Hoffnunslosigkeit. Das "Casshern SINS" nichts für Leute ist die auf fröhlich, floppige Unterhaltung aus sind, dürfte damit klar sein und auch solche die sich von dieser Serie bombige Action am Fließband versprochen haben, dürfen die Segel mehr oder weniger streichen. Es gibt zwar ein gutes Maß an (wahrlich vortrefflich inszenierten) Action-Szenen, jedoch sind diese weit davon entfernt der zentrale Punkt dieser Serie zu sein. Viel mehr ergänzen sie die effektive Nutzung von Setting und Tragik, sowie die, sich durch die gesamte Serie ziehenden schonungslosen und mit pessimistischer Philosophie gespickten, Dialoge welche der Darstellung der offen gezeigten Gewalt, die mit der Action verbunden ist, zu metaphorischer Bedeutung verhelfen. Es ist wirklich bemerkenswert wie gut und bedächtig die verschiedenen Episoden geschrieben sind und wieviel Symbolik und Metaphorik in so mancher Episode stecken, die nachdenklich stimmen und viel Raum für Interpretation lassen. Am Ende vieler Episoden blieb in mir ein Gefühl der Melancholie zurück und die Dramaturgie des Inhalts schaffte es immer wieder mich unheimlich emotional zu berühren, zusätzlich bedingt durch so manch bewegendes Charakterschicksal welches mich, obwohl die auftretende Figur meist nur für die Dauer einer einzigen Episode präsent ist, mit Betroffenheit zurück ließ. Das alles ist es was diesen Anime interessant macht und trotz einer lange Zeit sehr behäbig voranschreitenden Story mit zu 80% episodischem Verlauf bei der Stange zu halten weiß, was allerdings nur gilt wenn man für anspruchsvolle Kost offen ist und nicht zu den Leuten gehört die auf reine Action fixiert sind und gleich laut aufstöhnen wenn das Geschehen mal einen ruhigeren Gang einlegt und von viel Dialog geprägt ist. Fazit: "Casshern SINS" ist definitiv nicht massentauglich und sollte vor allem von Leuten gemieden werden die legeres Entertainment bevorzugen. Dieser Anime ist für ein erwachsenes Publikum gedacht, welches gerne zwischen den Zeilen liest und Freude an einem Werk hat solange es ihm die Bedeutung seiner tiefgründigen Inhalte überzeugend vermittelt. Das tut "Casshern SINS" auf eine wirklich sehr deprimierende aber zugleich auch sehr involvierende Art und Weise, die bei der angesprochenen Zielgruppe mit Sicherheit für Faszination und große Unterhaltung sorgen wird.

Animation

Die Optik von "Casshern SINS" ist schlicht überwältigend und zählt definitiv zu den absoluten Highlights der letzten Jahre. Es sind noch nicht einmal die unheimlich gut inszenierten Action-Szenen, die vor Turbulenz nur so strotzen, dabei stets butterweiche Bewegungsabläufe der Kontrahenten bieten und mit einer kolossalen Kameraführung glänzen, die mich begeisterten sondern viel mehr die unvergleichlich, bedrückende Atmosphäre die durch die Optik erzeugt wird. Die Farbpallette umfasst hier so ziemlich alle kalten Farbvariationen die es so gibt und durch die damit ausgefüllten Hintergründe vermittelt die Kulisse stets überzeugend wie trostlos die Welt von "Casshern SINS" ist. Kalte Felswüsten über denen ein leichter Nebelschleier liegt, bläulich-grüner Wüstensand der sich im prasselnden Regen grau verfärbt, bröckelnde Steinwände und auf dem Boden liegende Einzelteile von Robotern bekommen Sprünge und verwittern. Der Verfall ist allgegenwärtig und die Hoffnung schwindet. Der Zuschauer wird damit ständig daran erinnert und schüttelt sich in Unbehagen vor Gänsehaut. Auch die Hervorhebung bedeutungsschwangerer Szenen, in denen das Bild plötzlich von 2 Farben wie z.B. rot oder schwarz eingefärbt wird und die Charaktere nur schemenhaft zeigt, fängt die Stimmung ruckartig ein und lässt inne halten. Hinzu kommen noch etliche andere unheimlich bildgewaltige Momente, die mit dem Spiel mit meist nur wenigen Farben einfach beeindrucken und wunderschöne, sehr kunstvolle Bilder hervorbringen. Beim Charakterdesign dürften sich die Geister wohl scheiden. Es ist nämlich im schlichten Retro-Stil gehalten, mit spitzen Gesichtern und Frisuren sowie großen Augen, was vor allem für diejenigen die den heutig, vorherrschenden Stil stark gewohnt sind recht gewöhnungsbedürftig sein dürfte. Auch die mal dünnen und mal dicken Outlines der Charakterzeichnungen fallen stark auf, sowie die manchmal gestochen scharfen und manchmal verschwommenen Konturen. Dies ist definitiv ein Stilmittel, dürfte aber beim einen oder anderen womöglich für ein wenig Irritation sorgen. Nichts desto Trotz ist die Animationsqualität im Ganzen beeindruckend und sorgt dafür das der Zuschauer komplett in die deppresive Welt von "Casshern SINS" eintaucht und erst wieder heraus kommt wenn die Serie vorbei ist!

Sound

"Auf einem rissigen Hügel, unter einem rostigen Himmel, sind wir wie blaue Blumen die versuchen zu leben. Als wir uns zusammenkauern, sehen wir vergängliche Träume, doch wir wollen noch nicht verwelken" Ein Auszug aus den Lyrics des Openings, der dem Inhalt der Serie nicht besser auf den Leib geschneidert sein könnte. Der Song ist zwar recht rockig, klingt aber dennoch wehmütig und melancholisch. Auch die 2 Endings stehen dem in nichts nach und schließen die Episoden mit bedrückendem aber gleichzeitig auch sanftem, hoffnungsvollen Klang ab. Es sind sehr bewegende Lieder die mir allesamt unheimlich gut gefallen. Auch die BGM hat diesen Touch und fängt die Stimmung mit winselnden Streichern und ruhig, klimperndem Piano gekonnt ein. In vielen Szenen hat die musikalische Untermalung maßgeblichen Anteil das man emotional berührt wird oder gebannt auf den Bildschirm starrt, ist aber auch in der Lage bedrohliche und hektische Momente super zu unterstreichen. Besonders gefallen hat mir auch der Insert-Song "A Path" (übrigens gesungen von Lyuzes Synchronsprecherin), der in Episode 8 sein Debut hat und mich zusammen mit den dort gezeigten Szenen sehr rührte. Negativ ist einzig und allein das manche Stücke sich ein wenig zu oft im Lauf der Serie wiederholen und auch "A Path" gegen Ende an Stellen gespielt wird, wo man den Eindruck hat man möchte damit Dramatik erzwingen. Die Seiyuu-Leistungen sind nicht großartig spektakulär, aber nicht schlecht. Cassherns Sprecher kam mir zu Beginn ein wenig unbeholfen vor und machte den Eindruck er hat sich mit der Rolle noch nicht ganz aklimatisiert. Er steigert sich allerdings kontinuirlich und bringt den tragischen Helden irgendwann nahezu perfekt rüber. Und wie der Mann erst schreien kann... Respekt!

Story

Oberflächlich gesehen ist die Story von "Casshern SINS" nichts großartig besonderes. Einmal mehr hat die Menschheit die Apocalypse ereilt und die Welt vegetiert vor sich hin. Jedoch geht "Casshern SINS" von Anfang an gleich noch einen Schritt weiter und zeigt uns die Apocalypse NACH der Apocalypse. Die Roboter die die Menschheit schon vor längerer Zeit an den Rand des Aussterbens gebracht haben und somit deren Nachfolge als "Herrscher der Erde" antraten, ringen nun ihrerseits mit Tod, Angst und Verzweiflung, da sie durch den, sich wie eine Krankheit auf der Welt ausbreitenden, Verfall ihre Unsterblichkeit einbüßten. Mittendrin Casshern, der eines Tages ohne sich an irgendetwas zu erinnern in der kargen Wüste aufwacht und sich schon kurze Zeit später schwere Anschuldigungen anhören muss, er wäre für die Auslösung des Verfalls verantwortlich. Von dort an verläuft die Story nach einem ziemlich simplen Muster, nämlich das der Protagonist durch die Welt streift, immer wieder auf verschiedene Personen bzw. Roboter trifft die ihm entweder freundlich oder feindlich gesinnt sind und nebenbei Stück für Stück erfährt wieso die ganze Welt ihn beschuldigt und wieso er der einzige Roboter ist der nicht verwittert. Dabei springt ein episodischer "Casshern trifft Charakter des Tages"-Verlauf heraus, der die Hauptstory nur sehr langsam vorankommen lässt und auch in Sachen Antworten auf die aufgeworfenen, spannenden Fragen rund um den Protagonisten den Zuschauer lange auf die Folter spannt. Das dennoch keine Langeweile oder Frustration auftritt, ist der Verdienst der wirklich hervorragenden Skripte der einzelen Episoden, deren Inhalt fast immer eine verschachtelte, tiefgreifende Botschaft mit sich bringt. Das klammern an Hoffnung, die Überwindung von Todesangst, das streben nach Glück und Erlösung, das (u.v.m.) sind die hier behandelten Themen und solange man dazu in der Lage ist die Aussage zu deuten, hat jede dieser Ministories das Potenzial den Betrachter tief zu berühren und nachdenklich zu stimmen. Eine der Hauptfragen die die Story aufwirft ist ob Unsterblichkeit wirklich erstrebenswert ist. "Ist es nicht unsere Sterblichkeit die uns erst menschlich macht? Legen wir mit der Erringung ewigen Lebens Gefühle ab die uns vorher als Menschen definiert haben?" Die Story hat eine unheimlich starke philosophische Ader mit der sie mich über die gesamte Zeit stets auf's neue fasziniert und innerlich aufgewühlt hat. Natürlich kommt die Handlung auch irgendwann mal mit zusammenhängenden Episoden in Fahrt die die Hauptstory schneller voran bringen und kann auch mit ein paar wirklich guten und dramatischen Twists aufwarten. In diesen Phasen verflüchtigt sich die Metaphorik und Symbolik weitestgehend, ist aber immer noch präsent. Man muss diese Geschichte zwangsläufig mit offenem Verstand verfolgen und sich natürlich für ihre anspruchsvolle Thematik begeistern können. Wem das nicht gelingt, der wird sich hier mit Sicherheit über weite Strecken langweilen.

Charaktere

Der Cast von "Casshern SINS" besteht aus einer Vielzahl von interessanten Individuen, die alle auf ihre Weise versuchen mit dem scheinbar unausweichlichen Tod den der Verfall bringt umzugehen. Während manche sich ihrem Schicksal fügen und alle Hoffnung fahren lassen, strampeln andere vehement weiter und klammern sich an jeden Strohhalm, wollen ihrem Dasein noch irgendwie einen Sinn geben oder suchen den Tod im Kampf, worin sie die Erfüllung ihres Daseins sehen. Der Hauptcharakter spielt dabei entweder die Rolle des Beobachters, des Züngleins an der Waage oder des groben Störfaktors der aufgrund seines Rufes und dem Gerücht das der Verzehr seines Körpers ewiges Leben schenkt, des öfteren zu verantworten hat das der Werdegang einer Figur eine tragische Wendung nimmt oder aber schon vorher genommen hat. Er ist ein Antiheld wie er im Buche steht und wird im Laufe der Serie förmlich mit schrecklichen Erfahrungen vollgestopft. Momente in denen er verzweifelt und verstört am Boden kauert, sind also nicht selten und selbst die wenigen Hoffnungsschimmer die er erblickt erweisen sich über kurz oder lang als trügerisch. Er ist einer dieser Charaktere der das Potenzial hat viele Zuschauer durch seine angstige Art auf Dauer zu irritieren - so in etwa im Stile eines Shinji Ikari - die jedoch durchaus nachvollziehbar ist wenn man sich vor Augen führt in welcher Situation er sich befindet und sich etwas in ihn hineindenkt. Die Nebencharaktere sind bei weitem nicht solche Nervenbündel, haben aber auch alle ihre Päckchen zu tragen und machen teilweise auch drastische Entwicklungen durch. Vor allem Lyuze ist hier hervorzuheben, deren innerer Konflikt sogar eine gesamte Episode gewidmet wird, welche im Übrigen auch ein Paradebeispiel für die durch und durch gelungene Charakterpräsentation der Serie ist. Nicht nur am Ende dieser Episode, auch zum Zeitpunkt der Verabschiedung der vielen "Charaktere des Tages", hat man so gut wie nie das Gefühl eine Figur wäre zu kurz gekommen. Man wird mit dem befriedigenden Gefühl zurück gelassen, dass es zum betreffenden Charakter nichts mehr zu sagen gibt. Es ist wahrlich bemerkenswert wie rund und stimmig das Profil dieser Figuren trotz ihrer so kurzen Präsenz ausfällt. Nicht minder beeindruckend ist wieviele Variationen des menschlichen Verhaltens in scheinbar hoffnungslosen Situationen man in diesen Charakteren wiederfindet und welchen höchst philosophischen Touch dieser Anime dadurch bekommt, der ebenfalls durch die von den Charakteren geführten Dialoge zum Tragen kommt, die einfach nur großartig geschrieben sind (die Konversation zwischen Casshern und Luna in Episode 23 ist hier als besonders erinnerungswürdig hervorzuheben). Natürlich ist das nicht bei jeder der Figuren der Fall und es gibt auch ein paar deren Einbindung in die Handlung nicht ganz so gut geglückt ist wei bei manch anderen, aber das hält sich in Grenzen und kann den tollen Gesamteindruck den "Casshern SINS" in dieser Kategorie macht kaum trüben.

Wert

"Casshern SINS" ist wie ein Buch von Peter Wust: Für den Großteil der Masse schwer zu schlucken, da zu verschachtelt und vor allem zu ereignislos. Für eine spezifische Zielgruppe hingegen hochinteressant, verblüffend und nachdenklich stimmend. "Casshern SINS" zähle ich persönlich zumindest zu den beeindruckendsten Werken der letzten Jahre und seit langem hat mich kein Anime mehr so eingenommen, fasziniert und deprimiert. Wer nicht gerade zu den Leuten gehört bei denen immer eitel Sonnenschein in einer Serie herrschen muss und auch sonst gerne etwas tiefer blickt als der Druchschnittsgucker, der hat mit diesem Anime ohne jeglichen Zweifel einen Gewinner vor sich!
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Avatar: animus
Administrator
#2
Casshern Sins: Es präsentiert sich hier die nostalgische Neuauflage des verstaubten Vorgängers Shinzo Ningen Casshan.
Um den nostalgischen Wert beizubehalten, schlägt Casshern vom Design her unverbrauchte Richtungen ein. Animationstechnisch hält sich der Anime auf höchstem Niveau, bei einem sehr markanten und skizzenhaften Zeichenstil.


Die Welt geht unter. Casshern, ein junger Mann mit übermenschlichen Kräften, wird für den Tod des Mondes, genannt Luna, verantwortlich gemacht. Durch ihren Tod verdunkelte sich die Welt, die Menschen starben aus und die Roboter beginnen durch Gifte in der Atmosphäre zu verfallen.
Als Zuschauer direkt in den Handlungsverlauf hineingeworfen, wird der Plot sehr mysteriös gehalten und ein wenig Eingewöhnungszeit braucht es, um an Casshern Sins Gefallen zu finden (oder auch nicht).
Nach und nach werden die unter Verschluss gehaltenen Vergangenheitsabschnitte Casshern’s enthüllt. Dieser scheint sich nicht an seine Vergangenheit zu erinnern, er weiß weder wer er ist noch was er angerichtet hat. Nun durchwandert er eine Welt die dem Untergang geweiht ist, begleitet von einer Menge Kampfeinlagen zwischen ihm und seinen Roboter-Kontrahenten, denen ihr baldiger Tod so gar nicht passt. Das Gerücht, der Tod des Verantwortlichen für Luna’s Ableben würde Erlösung bringen, macht unserem Protagonisten somit das Leben ein wenig turbulenter.

Hier zeigen sich die auffälligen Stärken der Serie. Die Animationen sind überaus flüssig, mir gefällt auch das Charakterdesign, welches sehr schlicht gehalten ist. Die Figuren wurden mit deutlichen schwarzen Konturen versehen, die Hintergründe sind recht detailarm und auch von den Dialogen her bedarf es nicht viel Aufmerksamkeit um die Story verfolgen zu können. Casshern Sins ist schlicht. Und gerade deswegen wohl auch so interessant und abwechslungsreich im Kontrast zum Einheitsbrei anderer Anime.
Von den Screenshots her wird wohl auffallend sein, dass Casshern Sins sehr düster ist. Der einzig helle Punkt der über den Bildschirm flimmert, ist der weiße Anzug des jungen Casshern’s, ansonsten wird hier viel für eine stimmige Atmosphäre getan, indem die Welt karg, dreckig und still dargestellt ist. Somit hält sich auch die BGM stark im Hintergrund.
Die Charaktere sind eher zweitrangig, doch sie besitzen allesamt Persönlichkeit. Unser Held Casshern ist dabei zwar eher blass ausgefallen, es werden allerdings jede Episode neue Personen in seine Reise mit eingeflochten, die eine mehr oder minder tragende Rolle spielen. Zudem gefällt das rockige Opening „Aoi Hana“, die glatte helle Stimme des Interpreten ist meiner Meinung nach passend zum Anime gewählt.
Schwächen hingegen zeigen sich bisher in der Story, die zwar nach und nach die aufgeworfenen Fragen aufdeckt, nach einigen Episoden muss ich jedoch eingestehen, dass dies etwas schleppend verläuft. Das Ganze wirkt schnell unspektakulär und eintönig, ich erhoffe mir hierbei doch noch etwas mehr Abwechslung und einen Twist im Handlungsverlauf.

Ein Anime, der wohl nicht auf die Breite Masse zugeschnitten ist. Casshern Sins kann gefallen, was allerdings aufgrund seiner Andersartigkeit nicht so einfach scheint.
Ein Cyberpunk-Anime in postapokalyptischen Setting mit einem etwas anderen Stil. Ein Anime, der die Waage zwischen reichlich rasanter Action und ruhigeren Momente sucht und gekonnt findet.
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Avatar: Gennosuke#3
Der Mann, der die Sonne mit dem Namen des Mondes tötete: Casshern!

„Casshern Sins“ ist schon ein ziemlich interessanter Anime, der auf seine eigene Art und Weise einzigartig ist. Die Serie schreitet nur langsam voran, aber das ist auch gut so, denn dadurch kam man den Personen näher und konnte deren Handlungen besser verstehen. Darüber hinaus wurde Casshern Sins sehr düster gehalten und örtlich gibt es kaum unterschiede als in der vorherigen Folge. Dies brachte eher ein negatives Milieu in einen. Zudem wurde das ganze durch diese ruhige Stimmung noch mal weiter unterlegt. Was mir auch gefiel waren die vielen mitreißenden und auch philosophischen Dialoge, die der Anime mit sich brachte. Außerdem muss ich noch die brillanten Kämpfe betonen, die sehr gut animiert wurden und zumal auch von guter BGM untermalt wurden. Man dachte von vornherein, dass die Kämpfe nicht in so einer brutalen Ebene umgesetzt, denn schließlich ist es ein Remake. Jedoch lag ich da total falsch. Nicht nur Kämpfe wurden sehr gut umgesetzt. Auch erkennt man hier die Dramatik oder Verzweiflung der Personen, welches sich durchaus mit der trostlosen Atmosphäre perfekt ergänzt. Nicht nur das, auch bringt der Anime von jeder vergangenen Episode mehr Hoffnung und Mut herein. Ein Anime, der durchaus empfehlenswert ist und von der ersten bis zur letzten Episode recht gut bleibt.

Story 9/10

Casshern Sins bietet vor allem einen ziemlich leicht zu verstehenden Plot. Dies liegt auch an den wenigen Dialogen. Die Story stellt hauptsächlich die Personen in den Vordergrund und verleiht manchen Charakteren neue Eigenschaften und Charakterzüge. Die Umsetzung des Ganzen ist ebenfalls ziemlich interessant gestaltet worden und ebenfalls schreitet der Anime nur langsam voran. In den ersten 12 Episoden gab es wirklich nur minimale Fortschritte, in denen man eigentlich neue Charaktere einfügte und diese auch nach der Episode nicht mehr einsetzte. So verlief ca. die Hälfte des Animes. Doch nach einer Schlüsselaktion fing Casshern an immer interessanter zu werden bis es schließlich zum heiß erwarteten Finale kam, welches sehr phänomenal ungesetzt wurde. Das Hauptthema war vor allem die Konfrontation von Leben und Tod, auf das man nicht so schnell kommt. Aber nach der letzten Episode wird alles eindeutig und es lässt keine Fragen mehr für den Zuschauer übrig. Alles in Allem ein sehr langsamer Anime, der besonders viele tiefgründige Episoden zeigt.

Charaktere 9/10

Wie es sich erübrigt werden die meisten Charaktere pro Episode beleuchtet: Casshern ist am Anfang des Anime wie eine leere Seite. Er weiß gar nichts von Seite Zukunft und lebt einfach. In dieser Situation schreitet er voran, um über seine Vergangenheit zu erfahren und seinem Leben einen Sinn zu geben. Diese Ideen wurden sehr überzeugend und interessant dargestellt. Wie auch immer bietet Casshern auch noch Lyuze als einen interessanten Charakter. Diese hatte zunächst nichts anderes im Kopf als Casshern zu töten, weil dieser ihre Schwester zu töten. Mit dieser Überlegung verfolgte sie ihn bis auch sie immer näher zu ihm. Weitere interessante Charaktere sind z.B. der ehemalige Anführer der Welt Braiking Boss oder Oji, die für mich einen sehr großen und wichtigen Platz im Anime einnehmen. Im Großen und Ganzen wurde auch hier große Arbeit geleistet, denn alle Personen im Stück entwickeln sich, während der Anime verläuft.

Fazit 9/10
Alles in Allem ist „Casshern Sins“ ein fantastischer Anime, der Action-Fans befriedigen würde. Auch würde ich diesen Anime an Fans von Ergo Proxy weiter empfehlen, denn beide Animes bieten ungefähr die gleiche Atmosphäre und auch fast gleiche Charakterumsetzungen. Aber Leute, die auch auf schöne, philosophische Dialoge und eine einfache Story bevorzugen, würden keinen Fehler mit „Casshern Sins“ machen.
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Avatar: Valnes#4
Anspruch:sehr viel
Action:sehr viel
Humor:nichts
Spannung:sehr viel
Erotik:nichts
Casshern Sins. Auf den zweiten Blick hat es gefunkt, dann aber richtig! Habe ich doch noch vergangenen Herbst gedacht, ich bekäme es mit stumpfer Super Power-Gut-gegen-Böse-Klopperei im wannabe Retrolook zu tun, war ich vor ein paar Wochen nach einem zweiten Anlauf völlig perplex und konnte gar nicht verstehen, wie mich Casshern damals so kalt lassen konnte.


Casshern Sins erzählt, wie der Name es bereits andeutet, von Cassherns Sünden.
Kaum eingeschaltet findet man sich auch schon in einer zerrütteten Welt wieder, die langsam aber sicher in sich zerfällt und mit ihr die gesamte Bevölkerung, bestehend aus vorwiegend Robotern und einigen noch lebenden Menschen. Casshern soll Schuld an allem Elend sein und begibt sich auf eine beschwerliche Reise durch eine trostlose, kalte und unheilschwangere Welt voller skuriler und tragischer Figuren, auf der Suche nach sich, seiner Vergangenheit und „der Sonne, die man Mond nannte“...

Ich weiss ehrlich gesagt gar nicht, wo ich mit meiner Lobeshymne auf dieses Meisterwerk anfangen soll, ist dieser Anime im Endzeitgenre doch das Beste, was ich bisher sehen durfte.
Endzeit muss eingentlich noch mit „Actiondrama“ ergänzt werden, denn wer glaub es hier mit reiner Endzeit-Action a´ la Mad Max oder Konsorten zu tun zu bekommen sollte sich auf das depressivste, düsterste und schwermütigste Animewerk seit langer Zeit gefasst machen.
Laufend wird der Zuschauer mit mitreißenden Schicksalen konfrontiert, mit dem Tod und einer langsamen Verwesung als Lebensinhalt der Charaktere, mit einer ständig vorherrschenden Angst und mit herzergreifenden Momenten der Geborgenheit, die im Nu wieder der kalten Leere weichen müssen.
Tatsächlich ist das Gefühlsspektrum, das dieser Anime 24 Folgen lang vermittelt äußerst groß, bewegt sich aber zu jeder Zeit in einem stark negativ geprägtem Teil dieses Spektrums. Ich hätte mir zum Beispiel nie träumen lassen, dass mich eine Szene, in der ein kleines Robotermädchen eine Muschel findet oder eine Blume sieht und sich an solchen „Kleinigkeiten“ erfreut, so bewegen würde. Was in der Nacherzählung kitschig klingen mag ist in diesem Anime unheimlich authentisch inszeniert worden und dürfte wohl jeden mitten ins Herz treffen, der sich dem Begriff „Drama“ nicht gänzlich versperrt. An manchen Stellen zieht einen Casshern Sins wirklich so sehr runter, dass man das Gesehene erstmal ein paar Minuten sacken lassen muss, bevor man wieder anderen Tätigkeiten nachgehen kann, das habe ich in Animes bisher wirklich selten erlebt.
Doch auch die Action kommt niemals zu kurz, so vergeht kaum eine Episode, in der Casshern in seinem Tötungsdrang nicht mindestens eine kleine marodierende Robotertruppe mit artistischen Bewegungen den Gar ausmacht.
Erzähltechnisch gehört diese Serie auch zu den ganz Großen. Nach einer mäßigen Exposition folgt ein bis ins Detail ausgearbeiteter Plot. Die Drehbuchautoren haben nicht nur mit der Hauptstoryline ganze Arbeit geleistet, sondern immer wieder kleine episodische, aber nicht minder bewegende, Einzelgeschichten der Nebencharaktere einfließen lassen. Böse Zungen könnten diese als Filler abstempeln, allerdings wirken sie nie als solche, da die Sidestorys oft auch eine kleine Verschnaufpause von Cassherns blutiger Schnetzellei darstellen und das intensive Erlebnis dieser verkommenen Welt noch weiter ausbauen.
Ein wenig sind mir allerdings die unzähligen Zufallsbegegnungen zwischen Casshern und einigen der Charaktere in der ersten Hälfte der Serie auf den Magen geschlagen, sie lassen die Welt kleiner wirken, als ich sie wohl möglich ist, zumal es das ganze Geschehen ein wenig unglaubwürdig macht.
Das Setting ist hingegen durchweg authentisch und vermittelt schon nach wenigen Minuten eine wahnsinnig bedrohliche und ebenso bedrückende Atmosphäre vor einer Kulisse, die ich so auch noch nirgends gesehen habe: Denn die Welt von Casshern Sins ist wirklich leer, wüst und vollkommen in sich zerfallen. Wer die Welt der Fallout Games schon als „zerstört“ bezeichnet, der hat die von Casshern wohl noch nicht gesehen.

Auch die Charaktere gehören im weiten Feld des Actiongenres zu den tiefgründigeren. Wo die Bösewichte noch nach den üblichen Dingen, wie ewiges Leben und Schönheit streben, zeigt sich unter Casshern und seinen Begleitern im weiteren Storyverlauf doch so manche Entwicklung, besonders Cassherns tragisches Schicksal ist in diesem Genre eine erfrischende Abwechslung. Dazu kommen Fehlschlüsse, die sich die Charaktere eingestehen, Feindschaften, die zu Freundschaften werden und eine geschickt eingefädelte Enthüllung der Vorgeschichten der Charaktere, die letztlich ihre jeweiligen Beweggründe genauer erläutern. Man könnte die vielen verschiedenen Vorhaben der Charaktere in einem Satz zusammenfassen, da sie alle auf ein Ziel hinsteuern: Eine Suche nach Glück in einer Welt, in der dieses Gefühl schon mit der Roboterbevölkerung zusammen eingerostet ist. Neben den Zielen sind besonders die Ängste der Charaktere das Hauptaugenmerk der Erzählung, die Angst vor dem Tod, Angst vor dem Verlust, obwohl die Protagonisten eigentlich nichts außer sich selbst besitzen, und Angst vor einer Zukunft, die es für viele wohl nie zu geben scheint.
Man kann es nicht oft genug sagen, aber Casshern Sins zieht einen in jeglichen Belangen echt runter und kann einem schonmal die gute Laune mächtig vermiesen.

So gnadenlos, wie die Welt von Casshern ist, ist sie auch animiert worden. Gnadenlos gut, um es präziser auszudrücken, denn die Kämpfe wirken wie aus einem Guss. Brutal, aber trotzdem ästhetisch, nie stockend, sondern vollkommen flüssig und mit einer besonderen künstlerischen Note versehen. Gleiches gilt für den etwas eigenwilligen Zeichenstil, der die trostlose Welt perfekt in Szene setzt. Das Charakterdesign ist absichtlich, wohl als Hommage an die Casshern Klassiker, auf Nostalgie getrimmt, tut dem Erlebnis aber nicht im Geringsten einen Abbruch, sondern verleit dem Gesamtwerk nochmal das gewisse Etwas. Casshern Sins ist wirklich hässlich, ausnahmsweise mal im positiven Sinn, da diese kalte Welt wohl nicht anders dargestellt werden kann, oder sie sogar so dargestellt werden muss, um eine solche Atmosphäre vermitteln zu können.

Musikalisch ist besonders die Backgroundmusik hervorzuheben. Klassische Klänge im Wechsel mit akkustischen Gitarren und epischen Bläsern sorgen immer für eine nahezu perfekte Untermalung. Kritikpunkt ist aus meiner Sicht die Opening- und Endingmusik, die leider nur textlich passt. Statt leichter, fast lockerer Songs hätte ich mir dann doch lieber irgendetwas aus der depri Rock/Emo Sparte gewünscht, die der Gemütslage dann auch wirklich den Rest gibt, aber das wäre vielleicht auch zu viel des Guten gewesen, längere Erholungspausen musste ich ja so schon einlegen.
Die Mängel sind also auch hier marginal.

Im Kurzüberblick:

+ Relativ unverbrauchtes und nahezu perfekt inszeniertes Endzeitsetting
+ Kein Strahlemann sondern das genaue Gegenteil als Protagonist
+ Rührende, tragische und nachdenklich stimmende Episoden, authentisch vermittelt
+ Tiefgründige und interessante (Neben-)Charaktere
+ Grandios animiert, tolle BGM

- In der zweiten Hälfte stellenweise ziemlich langatmig
- Teilweise unglaubwürdige Zufallsbegegnungen
- Musikalisch etwas unpassend gewählte Opening- bzw. Endingsongs


Fazit: Casshern Sins ist, auch wenn ich das erst viel zu spät erkannte, ein Endzeitdrama aller erster Güte. Ein emotionales Feuerwerk nach Innen und ein Actionfest nach Außen. Ein nahezu perfekter Genremix, den ich nicht nur Fans empfehlen würde. Ich bin der lebende Beweis dafür, dass sich auch ein zweiter Blick durchaus auszahlen könnte. Die Dauerdepri-Stimmung ist allerdings auch nicht Jedermanns Sache, eine Chance hat die Serie aber mit Sicherheit verdient!
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Avatar: b-s-v#5
Anspruch:7
Action:7
Charaktere:6
Optik:8
Sound:7
Ergo Proxy auf existenzialistisch... das ist wohl, was die Produzenten hier erschaffen wollten. Ein Paar Schuhe, das sich jedoch als geringfügig zu groß erweist, um von dieser guten aber stellenweise auch recht vorhersehbaren bzw. bedeutungsarmen Serie getragen zu werden.


Wir befinden uns in einer Zukunft, in der es so gut wie keine Menschen mehr gibt. Ihren Platz haben Roboter eingenommen, die mittlerweise Intelligenz und eigenen Charakter besitzen. Doch auch diese Roboter sehen ihrem Ende entgegen, seit durch den Tod von Luna, man könnte sagen die Verkörperung des Heils der Welt, der allgemeine Verfall einsetzte und nun alles und jeder langsam aber sicher zu Staub und Rost zerfällt. In dieser lebensfeindlichen Welt treffen wir nun auf Casshern, der eben jene Luna vor geraumer Zeit getötet und so das Unheil über das Land gebracht und nebenbei Unsterblichkeit erlangt hat. Dieser hat jedoch keine Erinnerung mehr an das Geschehene und sieht sich aufgrund eines Gerüchtes, nachdem man durch den Verzehr seines Körpers ewiges Leben erlangt, vielen Gefahren und ständigen Angriffen ausgesetzt. Einen dieser Angreifer verkörpert die verbitterte Lyuze, welche ihn allerdings aus anderem Grunde jagd.

Dies ist also die Einleitung und man erkennt, dass es sich hier zumindest zu Beginn mal wieder um einen Dementia Anime mit Actioneinschlag handelt. Die Vergangenheitshäppchen, die Zuschauer und Protagonist vorgeworfen werden sind wohl portioniert und alles bleibt mit Leichtigkeit nachvollziehbar - zu nachvollziehbar. Für meinen Geschmack hätte es auch gerne etwas verworrener und komplexer sein dürfen, denn so brennend sind die sich stellenden Fragen nicht, als dass sie die übrige Tristesse in Handlung und Atmosphäre überschatten würden. Erschwerend kommt hinzu, dass der anfangs aussichtsreiche Cast durch die Bank oberflächlich bleibt. Wenn man schon 24 Episoden und ca. 10 wichtigere Figuren hat, dann sollte man ja wohl erwarten können, wenigstens 2-3 annehmbare Charakterstudien zu Gesicht zu bekommen... Dem ist leider nicht so.

Ich möchte nicht zu viel meckern, vielleicht sind auch vorwiegend meine hohen Erwartungen schuld daran, dass ich die Serie nicht wirklich 'genießen' konnte. Festzuhalten bleibt, dass Casshern Sins eine durchdachte Grundstory mitbringt und eine leichtgängige Erzählgeschwindigkeit an den Tag legt. Es werden genug Figuren und Exkurse eingebracht, um die Odyssee der Hauptfigur zu keinem Zeitpunkt langweilig werden zu lassen und das Kernthema 'Tod und Leben' wird dem Betrachter behutsam näher gebracht, ohne zu deprimieren oder in den Kitsch abzugleiten. Nur dieser eine inhaltliche Makel bleibt unbestritten: Das ganze ist zu simpel gestrickt.

Die technischen Aspekte:

Optisch sticht Casshern mit seinen teils krakeligen Bildern und eigenwilligen Charakterdesigns klar aus der Masse hervor, ebenso wie mit der lückenlos flüssigen Animation. Was man an Details aufgrund des zu Grunde liegenden Zeichenstils nicht bringen konnte, hat man durch Dynamik und künstlerischen Anspruch ohne weiteres ausgeglichen. Unschöne CG sucht man hier vergeblich, die wenigen Szenen, in denen Rechenunterstützung für nötig gehalten wurde, sehen vollkommen einwandfrei aus und alles andere als aufdringlich.

Aus musikalischer Sicht finde ich bedauerlich, dass Opening und Ending so ruhig sind. Dies mag zwar im Nachhinein betrachtet zum Inhalt passen, zur Grundstimmung wie ich sie aufgenommen habe jedoch nicht. Die Clips bestehen ferner zu großen Teilen aus einer müden Slideshow, was von vorne herein ein schlechtes Licht auf die Serie wirft. Die BGM an sich passt hingegen sehr gut zum Gezeigten und ist ca. bis zur Hälfte auch recht abwechslungsreich, im hinteren Teil allerdings wird sie leicht repetitiv. Schade, dass man zum Schluss hin an der Vielfalt gespart hat. Soundeffekte und Synchronsprecher waren wie üblich einwandfrei.

Fazit:
Ich habe es ja schon gesagt... Casshern ist nicht schlecht. Bedauerlicher Weise jedoch gerade auf Seiten der Charaktere zu wenig ausgearbeitet und inhaltlich vielleicht nicht ganz bis zum Ende durchgedacht worden. Meine Meinung in Kürze: Sehenswert, vielleicht aber lieber in kleineren Portionen.
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