Anime-Rezensionen

Diese Seite listet alle Anime-Rezensionen unserer Mitglieder in der Reihenfolge auf, in der sie veröffentlicht wurden.

Rezensionen

de Kill Blue

Avatar: mero#1
  • Handlung
  • Charaktere
  • Musik
Die Mischung aus der High-School Story mit ab und zu etwas Action aus seinem ehemaligen Leben als Auftragsmörder hat dem Anime etwas einzigartiges gegeben. Allerdings fällt das nach den ersten beiden Folgen flach. Die Action bleibt zwar formal weiter erhalten, geht aber von Gefahrsituationen über zu belanglosen Wettkämpfen. Beim Schnuller hört's nicht auf, es wird danach noch dümmer.

Der Hauptcharakter und seine Umgebung sind gut gemacht. Er, sein "Bro", die Forscherin, die Klassenkameraden, die Referenzen auf seine Tochter. Den Gegnern ist leider dagegen nichts abzugewinnen, und an diesem Punkt scheitert meiner Meinung nach der Anime.

Richtig top ist dagegen das Opening und Ending, von namhaften KPop-Gruppen, die Produktion hat da wohl ordentlich Geld in die Hand genommen.

Fazit: Der Anime startet richtig gut, wird danach aber viel zu klischeehaft. Viel Potential, leider verschenkt.

Interessant in der aktuellen Saison ist, dass Haibara’s Teenage New Game+ quasi genauso startet (nur ohne Killer-Aspekt), man hat in der ersten Folge das Gefühl, man schaut den gleichen Anime mit zwei Umsetzungen.
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de Dark Moon: The Blood Altar

Avatar: KobrabotKekssammler
Freischalter
#2
  • Handlung
  • Animation
  • Charaktere
Ich habe echt keine Ahnung, warum ich mir das bis zum Ende angeguckt habe, denn es war so überhaupt nicht meins. Objektiv betrachtet ist der Anime vermutlich gar nicht mal so schlecht. Lasst euch also nicht von mir runterziehen und gebt dem Ganzen vielleicht mal eine Chance. Ihr werdet früh genug merken, ob das was für euch ist oder nicht.
Aber fangen wir vorne an: Dark Moon: The Blood Altar ist so etwas wie ein Vampir-Werwolf-Teenie-Drama. Das Kernsetting ist simpel: Wir haben unsere Protagonistin, und alle Vampire und Werwölfe – oder mit anderen Worten alle Männer, die in dem Anime vorkommen – stehen auf sie. Die Geschichte leitet uns dann durch eine Reihe superschnulziger Szenen, bei denen ich gerne in meinen Bildschirm geschlagen hätte. Dazu kommt noch eine etwas seltsame Story, die langsam von Alltagsleben in eine riesige Gefühlsduselei umschwenkt, die ausgetragen wird, während die Charaktere eigentlich gerade kämpfen sollte. Ach ja, und weil das noch nicht genug Drama ist, hasst unsere Protagonistin auch noch Vampire. Deshalb müssen unsere langzähnigen Freunde ihre wahre Identität verheimlichen und sich immer anhören, wie unsere Protagonistin über Vampire herzieht – was überraschenderweise nicht mal ansatzweise so unangenehm beim Zuschauen ist wie einige der romantischen Szenen.

Umsetzung der Handlung

Klar, die Handlung war generell nicht so meins, aber die Umsetzung fand ich stellenweise auch nicht ganz glücklich. Gegen Ende wurde es irgendwann nur noch zäh und alles fühlte sich irgendwie unnötig langatmig an. Es kamen Umwege dazu, die man sich auch echt hätte schenken können. Und dann gab es noch Szenen wie: „Hey, wir müssen jetzt ganz schnell dahin! Okay, aber lass uns erst noch mal zehn Sekunden anhalten, damit ich dir das beschreiben kann, was du auch siehst.“ Das mag vielleicht in einem Buch Sinn ergeben, aber in einem Anime wirkt es einfach nur komisch. Ich habe auch echt keine Ahnung, wie man es geschafft hat, Action-Szenen zu machen, die sich so wenig nach Action anfühlen. Es gibt gegen Ende folgenlange Kämpfe, aber dennoch hatte man nie das Gefühl, dass man das, was gerade passiert, wirklich als Action bezeichnen könnte.

Charaktere

Gott, die waren alle so furchtbar! Stellt euch die klischeehaftesten Charaktere aus einem Otome-Spiel vor, und dann habt ihr genau diesen Cast. Die Charaktere sind kein Stück spannend. Teilweise waren sie sich so ähnlich, dass ich sie verwechselt habe und durcheinandergekommen bin. Zudem waren sie absolut langweilig und ich hätte es echt nicht gemerkt wenn einer Zwischendurch verschwunden wäre. Es gibt sicher Menschen, die so etwas mögen, aber ich gehöre eindeutig nicht dazu.

Fazit

Ja, das klingt alles nicht gut, und ja, ich fand den Anime auch echt schlecht. Aber ich bin mir sehr sicher, dass er zumindest einer meiner Schwestern gefallen würde. Daher schaut vielleicht mal in die erste Folge rein. Wenn die nichts für euch ist, dann brecht ihn einfach ab und wartet nicht darauf, dass es vielleicht besser wird.
Beitrag wurde zuletzt am 20.06.2026 09:44 geändert.
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de Always a Catch!

Avatar: volpone#3
Ein Anime mit Potential, aber leider mit verschwendetem Potential.
Die Handlung ist zerrissen und mit unausgegorenen Nebencharakteren belastet. So ist dieser IRENEO ziemlich verschwendete Zeichenarbeit. Seine Rolle ist mit Gewalt in die Handlung eingebaut, nur um der Königin zu ermöglichen, ein FAN der MIMI, des MC, zu werden. Dazu musste man noch eine unglücklich Verliebte bemühen, um widerum Ireneo seine Existenz zu erlauben. Das ist viel zu dünn und relativ einfallslos.
Dass man die so verschwendete Zeichenzeit besser der Familie von MIMI widmen hätte sollen, daran dachte wohl niemand hier? Vor allem der Papa von Mimi hätte enormes Potential gehabt, um einen Nebenstrang zu begründen, aber nein, es musste ja eine daher erfundene unglückliche Verliebte sein...
Mimi selber ist nett und süss, auch interessant, aber dass man den Hauptcharakter unbedingt mit doppelt so großen Augen wie dem Rest der Crew darstellen muss, ist ebenfalls ein lahmes Instrument, um den MC zu etablieren.
Aida ist ein fader, aber solider Nebencharakter, den man gelten lassen kann. Wie gesagt, Mimis Familie kommt leider zu kurz hier.
Wie auch immer, ich bin müde, und mir fällt grad nix mehr ein.
So wie den Machern dieses Animes scheint's lol..............
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de Oshi no Ko: Mein Star - Season 3

Avatar: El_LaJokerKeksheld
DB-Helfer
#4
  • Handlung
  • Animation
  • Charaktere
  • Musik
Manche Geschichten werden mit jeder neuen Bühne größer — und gleichzeitig persönlicher.

Oshi no Ko erreicht mit der dritten Staffel genau diesen Punkt und schafft es, die Welt rund um ihre Charaktere noch intensiver und emotionaler wirken zu lassen. Die Serie fühlt sich reifer an als zuvor und verbindet Spannung, Drama und Charakterentwicklung auf eine Weise, die einen konstant an die Handlung fesselt.

Story
Die dritte Staffel zieht die Handlung spürbar an und schlägt dabei einen deutlich düstereren Ton ein. Viele Entwicklungen fühlen sich schwerwiegender an und sorgen dafür, dass man permanent mitfiebert. Gerade weil immer mehr Wahrheiten ans Licht kommen und Konflikte eskalieren, entsteht eine konstante Spannung, die sich durch nahezu jede Folge zieht. Der Blick in die Dunkelheit der Vergangenheit ist allgegenwärtig und fesselt total an den Bildschirm.
Besonders gelungen ist, dass diesmal viele Charaktere stärker in den Vordergrund rücken. Die Serie nimmt sich Zeit, ihre Gedanken, Ängste und Beweggründe näher zu beleuchten, wodurch die Figuren wesentlich lebendiger wirken. Dadurch gewinnen nicht nur emotionale Szenen an Gewicht, sondern auch viele Entscheidungen und Konflikte fühlen sich nachvollziehbarer an.
Trotz der ernsteren Atmosphäre bleibt die Staffel unglaublich fesselnd und schafft es immer wieder, emotionale Momente mit überraschenden Wendungen zu verbinden. Viele "Warum?"-Fragen werden fabelhaft im Laufe der Handlung beantwortet.



Charaktere
Die größte Stärke der Staffel liegt für mich eindeutig bei den Charakteren. Viele Figuren, die zuvor eher im Hintergrund standen, bekommen nun deutlich mehr Aufmerksamkeit und entwickeln dadurch eine ganz andere Wirkung. Man versteht ihre Gefühle, ihre Unsicherheiten und ihre Motivationen immer besser, wodurch einem viele Charaktere noch näherkommen.
Während zuvor vor allem Aqua im Mittelpunkt stand, legt die dritte Staffel einen deutlich stärkeren Fokus auf Ruby und zeigt dabei eine Seite von ihr, die man so zunächst kaum erwarten würde. Hinter ihrer fröhlichen, aufgeweckten und stets lächelnden Art verbirgt sich deutlich mehr, als sie nach außen zeigt. Die Staffel macht eindrucksvoll sichtbar, wie sehr das Leben als Idol von Erwartungen, Fassaden und alltäglichen Lügen geprägt ist und wie emotionale Narben das eigene Handeln beeinflussen können.




Musik & Atmosphäre
Was die dritte Staffel besonders hervorhebt, ist ihre audiovisuelle Präsentation. Die Musik trifft emotionale Szenen mit einer unglaublichen Präzision und verstärkt viele Momente so sehr, dass manche Szenen lange nachwirken. Ernste und bedrohliche Momente wirken durch die intensive musikalische Untermalung noch einschüchternder und schwerwiegender, wodurch viele Szenen eine enorme Spannung aufbauen. Gleichzeitig schaffen es die ruhigeren, wunderschönen Melodien in emotionalen Momenten, wirklich das Maximum an Gefühlen aus einer Situation herauszuholen und Szenen teilweise so intensiv wirken zu lassen, dass einem die Emotionen förmlich die Kehle zuschnüren.





Fazit
Nach einem kleinen Abdriften der Story in der 2. Staffel, schafft es die dritte Staffel von Oshi no Ko, die Welt der Serie noch emotionaler und tiefgründiger wirken zu lassen als je zuvor. Durch die stärkere Fokussierung auf die Charaktere, die düstere Entwicklung der Handlung und die hervorragende musikalische Untermalung entsteht eine Staffel, die einen emotional komplett mitreißt.
Vor allem die Mischung aus Spannung, Drama und ehrlichen Charaktermomenten sorgt dafür, dass man jede Folge förmlich aufsaugt. Die Serie versteht es weiterhin meisterhaft, die glänzende Oberfläche des Showbusiness mit den emotionalen Narben dahinter und mit jeder einzelnen darin vorkommenden Figur perfekt zu verbinden — und genau deshalb funktioniert „Oshi no Ko“ so hervorragend. Von meiner Seite aus eine absolute Empfehlung.
Beitrag wurde zuletzt am 20.05.2026 07:37 geändert.
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de Oshi no Ko: Mein Star - Season 2

Avatar: El_LaJokerKeksheld
DB-Helfer
#5
  • Handlung
  • Animation
  • Charaktere
  • Musik
Auch die zweite Staffel von Oshi no Ko bleibt ihrem Stil treu und verbindet eindrucksvolle Inszenierung mit emotionalen Konflikten und den Schattenseiten der Unterhaltungsindustrie. Besonders die hochwertige Animation sorgt erneut dafür, dass viele Szenen visuell herausstechen und die Atmosphäre der Serie hervorragend transportiert wird.

Story
In der zweiten Staffel rückt vor allem die Theaterproduktion rund um das „Tokyo Blade“-Stück stärker in den Mittelpunkt. Dabei werden nicht nur die Rivalitäten und Herausforderungen innerhalb der Schauspielwelt beleuchtet, sondern auch die persönlichen Konflikte der einzelnen Figuren weiter vertieft. Gleichzeitig verfolgt Aqua weiterhin seine eigenen Ziele und versucht, der Wahrheit hinter vergangenen Ereignissen näherzukommen.
Die Handlung bleibt insgesamt sehr unterhaltsam und schafft es erneut, Drama, Charakterentwicklung und die harte Realität des Showbusiness spannend miteinander zu verbinden. Dennoch fehlt der Staffel stellenweise etwas von der Wucht und dem Überraschungsmoment, den die erste Staffel noch deutlich stärker vermittelt hat.

Charaktere
Die Charaktere sorgen auch diesmal wieder für einen hohen Unterhaltungswert und gehören weiterhin zu den größten Stärken der Serie. Besonders interessant bleibt Aqua, dessen kalte und fast schon sterile Art weiterhin stark hervorsticht. Gleichzeitig ist es spannend zu beobachten, wie dieser emotionale „Eisblock“ nach und nach aufzubrechen beginnt. Seine Beweggründe und inneren Konflikte werden deutlich besser entschlüsselt, wodurch sein Verhalten nachvollziehbarer wirkt. Trotzdem überwiegt seine neutrale und distanzierte Art für meinen Geschmack noch etwas zu sehr. Auch die Hintergründe von Arima Kanas Selbstbewusstsein und ihrem inneren Druck werden immer deutlicher, wodurch man sie als Charakter zunehmend ins Herz schließt. Gerade ihre Unsicherheiten und die Art, wie sie versucht, mit Erwartungen und Rückschlägen umzugehen, machen sie besonders menschlich und glaubwürdig. Dasselbe gilt auch für Akane, die mit ihrer herzlichen, fürsorglichen und verständnisvollen Art absolut überzeugt und der Serie emotional sehr viel Wärme verleiht.

Fazit
Die zweite Staffel von Oshi no Ko war insgesamt erneut sehr stark und definitiv unterhaltsam. Die hochwertige Animation, die intensive Atmosphäre und die interessanten Charaktere sorgen weiterhin für eine packende Erfahrung. Trotzdem ist meine Begeisterung im Vergleich zur ersten Staffel etwas abgeflacht, da die ganz großen Überraschungsmomente und die emotionale Wucht nicht mehr ganz dieselbe Wirkung entfalten konnten. Nichtsdestotrotz bleibt die Serie weiterhin auf einem sehr hohen Niveau und die Spannung auf die 3. Staffel ist extrem hoch.
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de Yami no Teiou: Kyuuketsuki Dracula

Avatar: GelonidresKekstitan#6
  • Handlung
  • Animation
  • Charaktere
  • Musik
  • Gelonidres
Als aniSearch mir gesagt hat, dieser Dracula-Film sei von einem Comic adaptiert, dachte ich erst, das sei ein Fehler. Aber es stimmt, er basiert nämlich auf der Marvel-Reihe The Tomb of Dracula, die sich ihrerseits der Charaktere aus Bram Stokers Roman von 1897 bedient. Warum dieser Comic nun ausgerechnet von Toei als TV-Film animiert wurde, bleibt eines dieser kuriosen Rätsel, die das Stöbern durch alte Titel spaßig machen.

Die englische Wikipedia verrät dem Leser, der Film sei eine stark kondensierte Version der Vorlage und das merkt man auch. Die zu Beginn auftretenden Hauptcharaktere weichen schnell Dracula selbst, um den ein tragisches Familiendrama gesponnen wird, um das sich der Großteil der Laufzeit dreht. Das ist auch ganz in Ordnung, nur die anderen übernatürlichen Bösewichte und Erscheinungen wollen nicht so recht in die Geschichte passen. Die technische Umsetzung ist unterdurchschnittlich. Einige trashige Hightlights gibt es zwar, allen voran die Actionszenen bei denen der alte Rollstuhlfahrer beteiligt ist, aber die werten den Film nur geringfügig auf.

Fazit: Ein unterdurchschnittlicher Horrostreifen. Nur für Fans der 80er.
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de Oshi no Ko: Mein Star

Avatar: El_LaJokerKeksheld
DB-Helfer
#7
  • Handlung
  • Animation
  • Charaktere
  • Musik
Im Glanz der Bühne lächeln viele Gesichter – doch nur wenige zeigen, was hinter dem Schein wirklich verborgen liegt.

Oshi no Ko hat mich schon in der ersten Folge direkt abgeholt. Die Serie schafft es von Beginn an, eine ganz besondere Atmosphäre aufzubauen, die zwischen Glanz, Illusion und einer unterschwelligen Dunkelheit super balanciert. Dadurch entsteht sofort ein starkes Interesse daran, wie sich diese Welt und ihre Geschichten weiter entfalten werden. Wie viele andere war ich sofort stark in den Bann von Ai gezogen – ihre Ausstrahlung, ihr Charme und ihre Präsenz waren extrem unterhaltsam. Gleichzeitig war ich unglaublich gespannt, wie sich ihre Geschichte entwickeln würde und in welche Richtung die Serie insgesamt gehen würde.

Story
Die Grundidee der Geschichte ist außergewöhnlich gut umgesetzt. „Oshi no Ko“ schafft es, eine komplexe Handlung mit vielen Twists und unerwarteten Wendungen zu erzählen, ohne dabei den roten Faden zu verlieren. Besonders beeindruckend ist die Dramatik, die sich durch die gesamte Handlung zieht.
Ein zentraler Aspekt ist das Show-Business, das hier sehr schonungslos dargestellt wird. Die Serie vermittelt eindrucksvoll, wie hart und kompromisslos diese Welt sein kann. Selbst ohne eigene Berührungspunkte mit der Branche fühlt man sich als Zuschauer so, als würde man mitten im Druck und den Mechanismen der Unterhaltungsindustrie stehen. Diese Atmosphäre wird sehr stark und glaubwürdig transportiert.

Charaktere
Die Charaktere sind eine der größten Stärken der Serie. Besonders Ai Hoshino hat durch ihre charismatische und zugleich tragische Art einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Auch Aqua entwickelt sich im Verlauf der Serie sehr interessant. Anfangs wirkt er durch bestimmte Ereignisse eher kühl, distanziert und verschlossen. Mit der Zeit zeigt sich jedoch, dass er ein hochintelligenter Charakter ist, der sowohl verbissen als auch loyal und unterstützend handeln kann. Seine Schwester Ruby ist ein totaler Sonnenschein, ganz wie Ai strahlt sie eine Fröhlichkeit aus und es macht Spaß, sie auf ihrem Weg zu begleiten. Auch Kana Arima wächst im Verlauf der Handlung besonders ans Herz, da sie sich Schritt für Schritt mehr öffnet und ihre Gefühlswelt dadurch immer greifbarer und nachvollziehbarer wird, was sie zu einem der glaubwürdigsten und emotional zugänglichsten Charaktere der Serie macht.
Darüber hinaus haben auch die anderen Charaktere, ob Haupt- oder Nebenfigur, ihre eigenen Schicksale und Hintergründe, die oft emotional berühren und dafür sorgen, dass man mit ihnen mitfühlt. Jeder Charakter wirkt auf seine eigene Weise bedeutungsvoll für die Gesamtgeschichte.

Fazit
Die erste Staffel von Oshi no Ko hat einen sehr starken Eindruck hinterlassen. Die Mischung aus Drama, überraschenden Wendungen und einer intensiven Darstellung des Show-Business funktioniert hervorragend. Besonders die Charaktere und die emotionale Tiefe der Geschichte stechen hervor.
Für mich steht fest: Die Serie hat einen starken Grundstein für eine potenziell herausragende Gesamtgeschichte gelegt. Ich freue mich sehr auf die kommenden Staffeln und bin gespannt, wie sich alles weiterentwickelt.
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de Zombie Land Saga

Avatar: Mirrormantiz#8
Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die toten Idols eben als Zombies auf die Bühne zurück.


Ach, hat mich die Serie hin- und hergerissen. So vieles hat einfach nicht überzeugt, und doch hab' ich den Titel am Ende irgendwie liebgewonnen. Hier ist mein Erfahrungsbericht.

Worum geht's? Ein emotional unkontrollierbarer, selbsternannter Manager erweckt die bekanntesten verstorbenen Idols wieder zum Leben und vereint sie zu einer neuen Formation. Gemeinsam finden sie als Girlie-Band zusammen, während sie ihr Zombie-Dasein im Alltag zu verstecken versuchen.

Trotz des ungewöhnlichen Settings wirkt die Serie stellenweise so, als könnte sie problemlos im klassischen Nachmittagsprogramm für ein jüngeres Publikum laufen. Das Zombie-Thema wirkt hier eher wie Deko, und damit kommen wir auch zum ersten Kritikpunkt meinerseits. Es muss irgendwie ein Geheimnis daraus gemacht werden, dass die Girls nicht tot sein dürfen und ihre wahre Identität verheimlichen müssen. Wie innovativ wäre denn eine Zombie-Girlie-Band mit vermeintlichem Cosplayzwang gewesen? Das Gegenteil ist der Fall. Hier wird Potenzial verschenkt.

Dann nervte weiterhin, dass anscheinend irgendein Kollektivtrauma mit der Präfektur Saga aufgearbeitet werden soll, weil der selbsternannte Manager diese Präfektur mit den Mädels irgendwie retten oder zu neuem Glanz verhelfen muss. Die Serie zeigt ständig irgendwelche Orte und Leute aus Saga und bindet sie in die Folgen ein, aber es führt einfach zu nichts. Die Folge: Es fühlt sich leer an.

Andere Folgen bestehen aus Flashbacks und Rückblenden und man erfährt, wie ein paar der Mädels zu Zombies wurden. Auch da ist die Qualität eher gemischt und durchwachsen und Sakis Story ist sicherlich die beste.

Kommen wir zum Humor: Also ich weiß ja nicht. Will die Serie wirklich gezielt lustig sein, oder spielt man sich hier wahllos einfach den Ball zu und akzeptiert schlechtes Writing? Die morgendlichen Meetings im Keller wären da so ein sehr gutes Beispiel. Man versucht hier, über den völlig überdrehten Manager Kotaro Humor zu erzeugen, aber seine Reaktionen gehen oft komplett an der Situation vorbei.

Steht dann das erste Mini-Konzert an und man ist gespannt auf sweete Dancemoves und Gesang, trifft der nächste Schlag. Alles zuvor Gezeigte war toll animiert, jetzt müssen es für die Choreo 3 Frames pro Sekunde werden. Die Rede ist von CGI. Autsch. Es sah richtig mies aus und entfremdet die Charaktere, die man gerade so kennenlernt.

Trotz all dem Kritikhagel nimmt die Serie ab der zweiten Hälfte eine gute Wendung. Die Girls wachsen als Einheit zusammen, und ab wird die ganze Serie an sich tragfähiger und unterhaltsamer. Das finale Konzert macht dann auch wirklich Spaß.


Fazit: „Zombieland Saga“ will viel sein, findet aber dafür selten den richtigen Platz. Unterm Strich bleibt eine Serie, die ich ganz gern geschaut habe, zwischendrin aber merklich genervt war. Mal ist sie lustig, mal nicht, mal zieht sie, dann überhaupt nicht. Trotz Rückblenden bleiben die Charaktere blass, und es entsteht halt gar keine übergreifende Tiefe. Ein netter No-Brainer für zwischendurch.
Beitrag wurde zuletzt am 25.05.2026 13:44 geändert.
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de Cat’s Eye: Ein Supertrio

Avatar: Mimi90#9
Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass "Cat's Eye" ein Remake bekommen hat. Leider habe ich den alten Anime aus den 80ern nie zu Ende gesehen, was sicherlich auch damit zu tun hat, dass dieser mit mehr als 70 Folgen ziemlich lang ist. Das Remake hat nur 12 Folgen und lässt sich somit schnell durchgucken. Und ich bin froh darüber, es getan zu haben, denn ich hatte hier durchaus Spaß!

Story
Kriminalpolizist Toshi Utsumi hat es nicht leicht: Immer wieder versucht er, die Diebesbande "Cat's Eye" zu fassen, die sich auf Kunstgegenstände spezialisiert hat. Doch letztendlich schafft es "Cat's Eye" immer wieder, ihm zu entwischen.
Trost findet der Pechvogel bei seiner Freundin Hitomi Kisugi. Diese arbeitet praktischerweise in einem Café, das sich ganz in der Nähe seiner Arbeitsstelle befindet. Auch mit Hitomis älterer Schwester Nami (ihr gehört das Café) und Hitomis jüngerer Schwester Love, die noch zur Schule geht, versteht er sich blendend.
Was Toshi nicht ahnt: Tatsächlich handelt es sich bei "Cat's Eye" um Hitomi und ihre beiden Schwestern! Und diese stehlen nur Kunstgegenstände, die ihr verschollener Vater erschaffen hat- denn sie erhoffen sich dadurch, herauszufinden, wo er sich befindet.

Die Prämisse von "Cat's Eye" ist durchaus unterhaltsam, wenn auch nicht allzu sinnvoll. Es ist ja verständlich, dass die Schwestern ihren Vater finden wollen, aber deswegen seine Kunstwerke stehlen? Also, da gibt es sicher deutlich einfachere (und noch dazu legale!) Wege...
Man muss auch sagen: Der Anime ist recht repetitiv, da man eh weiß, dass die Kisugi-Schwestern mit ihren Plänen Erfolg haben werden und Toshi am Ende wieder frustriert in die Röhre guckt. Manches ist auch sehr weit hergeholt. So gibt es eine Folge, in der Toshi nach einem Sturz nichts mehr sehen kann und somit auch nicht sieht, dass Hitomi zur Diebesbande gehört. Am Ende der Folge funktionieren seine Augen aber wieder einwandfrei. Na, so ein Zufall!
Dennoch: Diese Mischung aus Krimi, Comedy und Romance hat einfach was. Als jemand, der nun auch nicht mehr superjung ist, fand ich es außerdem schön, dass (abgesehen von Love) mal erwachsene Charaktere, die einen Beruf haben, im Mittelpunkt stehen und nicht wie bei so vielen anderen Animes Schüler.

Apropos Charaktere: Die haben mir wirklich gut gefallen, auch wenn sie nicht allzu tiefgründig sind und hier auch keine Entwicklung stattfindet. Hitomi, Nami und Love sind einfach coole Hauptfiguren. Ich will ihre Taten nicht rechtfertigen (letztendlich sind sie halt Diebinnen), aber ich mochte es, wie raffiniert und charmant die Schwestern waren. In dem Sinne hätte ich ihr Café auch gerne mal besucht.
Ich finde es nur etwas übertrieben, dass Nesthäkchen Love eine Art "Technikgenie" ist und sie ständig irgendwelche Mega-Erfindungen am Start hat, aber gut, ohne diese wären die Kisugi-Schwestern wohl auch sehr schnell im Knast gelandet...
Toshi ist auch ein gelungener Charakter. Er kann mit seiner tollpatschigen Art für einige Lacher sorgen und er tat mir angesichts seiner ständigen Misserfolge wirklich leid. Auch dass er Hitomi so liebt, macht ihn sympathisch. Und es ist für den Zuschauer schon ulkig, dass Toshi als Polizist unwissentlich ausgerechnet mit einer Diebin eine Beziehung führt!
Zumal Toshis Naivität, wenn es um Hitomi geht, absolut verblüffend ist. Ein Beispiel: Es ist dunkel und Toshi redet mit Hitomi, die gerade als Teil von "Cat's Eye" im Einsatz ist. Hä, er erkennt die Stimme seiner eigenen Freundin nicht?

Der Zeichenstil ist nichts allzu Besonderes, aber ganz nett. Die Schwestern sind durchaus hübsch gezeichnet, sodass man schon verstehen kann, warum Toshi so verrückt nach Hitomi ist. Gut fand ich auch, dass die Charaktere immer mal wieder andere Klamotten trugen. Das urbane Setting fand ich auch passend.
Sehr gut gefallen haben mir in der Serie die Kunstgegenstände, denn die Gemälde sahen wirklich oft sehr schön aus.
Also, visuell sicherlich kein zweites "Violet Evergarden", aber passabel.

Die Musik war für mich nicht so auffällig, allerdings ist das Intro "MAGIC" von Ado ein durchaus flotter Song. Das Outro (ebenfalls von Ado) ist "CAT'S EYE", eine Neuauflage von dem Intro des alten Animes. Eine schöne Hommage!

Fazit
Hier sind zwar weder die Geschichte noch die Charaktere weltbewegend, aber es ist einfach unterhaltsam, wenn die Kisugi-Schwestern ihre Diebstähle planen und umsetzen und auch wenn Toshi mal wieder Gift und Galle spuckt, weil er "Cat's Eye " nicht fassen konnte. Die Szenen, in denen es um die Beziehung zwischen Hitomi und Toshi ging, haben mir auch gut gefallen.
Es gibt sicherlich stärkere Animeserien, aber dennoch empfand ich "Cat's Eye" als prima Zeitvertreib!
Eine Sache muss ich aber noch anmerken: Dass das Café der Schwestern ausgerechnet auch "Cat's Eye" heißen muss, finde ich ziemlich dämlich...
Beitrag wurde zuletzt am 18.04.2026 18:36 geändert.
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en One Piece

Avatar: DexterMorgan#10
One Piece raises the one major question on everyone's mind: "Whose D?"

What would happen if someone took every single conspiracy theory in the book and made a story out of it? And you will say, "duh! Of course Naoki Urasawa's Billy Bat!" And you would be right in that assessment. However, One Piece is moving right up there in the same alleyway as well. Just in this case, it's masking itself as an adventure story about pirates, which in itself is a reference to the Skull and Bones Society.

We follow the story of Luffy, whose name is a very commonly used wordplay in anime to represent the phoenetic shortcut Lucy for Lucifer. Our protagonist seeks freedom, making him the perfect spitting image of pirate values in the vast world of One Piece, where a grand pirate age is in the center of the story, and is meticulously, magninomously decorated with details of world building - one of the major strong points of this manga that we will get into first.

World Building
When you hear about One Piece, what will happen E-V-E-R-Y S-I-N-G-L-E T-I-M-E is the following: You will watch the first few episodes, you'll either, from the get-go, take joy in the childlike over-the-top charm of shounen simplicity cause you like zoro's face, nami's smile or luffy's attitude or all of these, OR you'll feel your stomach rumbling with the aches of having wasted your time - BIG time.
Then, the person who recommended it to you will utter the magical words of witchcraft
"it gets better later, trust me! Watch till episode X"
This widespread phemonenon that we in the industry refer to as shit-taste buildup syndrome, does not come by chance. It is a systemic, coldly calculated design pattern applied to One Piece as a piece of writing and illustration.
And that is because One Piece is not primarily story or character centered, but rather invests immense amounts of time to convey atmosphere, lore and details into text and artwork that makes up and puts into context the background the characters are standing in aka the world that the story takes place in, and in the Manga even the covers and the side story panels get extra effort worked into them.
To build up a fantasy world, however, it takes time. And that is precisely why the aforementioned phenomenon occurs.

There are also other reasons the anime gets better over time, namely the animation, the action and the fights, the scale of the action and the stakes being raised, as well as the drama and characterizations just topping themselves. But they all add into the world building so much that the world of One Piece eventually ends up becoming this huge fantasy land to let your imagination and predictions run wild. It becomes a big, lasting factor that carries the viewer throughout the whole journey as an entertainment in its own right, converting all the temporary awesomeness of the character background stories, and the many iconic scenes that bring the hype and adrenaline rush spikes into a long-term investment of one's attention.

The world of One Piece itself is best described as a metaphor for and criticism of the real world that can only be told in such a way that disproportionate body sizes, high fantasy elements, mythological and fairy tail themes need to be mixed up in a gimmicky pirate setting, so as to avoid being censored or banned outright.

Characters
The story you're introduced to in the Intro is crisp, but everything that happens in every episode of One Piece after the Intro passes is all about the characters and their stories. Even the overarching red line, that you follow along figuratively and literally, is nothing but Luffy's personal character quest to become free as king of the pirates and wherein the personal character quests for each of the main crew members is embedded in.

Named characters in One Piece rarely die because they still have parts to play. They will still come up time and again, to play a role on the world stage and to push through with character growth to defy expectations.

Each story arc in One Piece has multiple tearjerker character stories, it introduces new bitches - yes, you heard right - and new mind-boggling ways to show off various male characters' abs and coolness.

The master questions asked in the character section is:
- Is the main character a badass?
- Does the main character go through some crazy-ass character development?
- Are the characters likeable?

But let's be real, just look at the character designs and YOU tell me if it's cool or not. It isn't. It's very original, but it's also a simple case of 'you gotta get over it' to watch.
The main character is a badass, but in a very unique, sometimes really odd, way because the coolness factor that the story tries to attach to the MC often times comes off as forced. This is particularly pronounced in the earlier arcs, where characters sentiments, character quirks and emotional outbursts and reactions rarely feel appropriate and when they do they are expressed through actions that feel awkward and the characters themselves often are defined solely around their quirks.
For example, Sanji, who - like all crew members - gets introduced with a heartbreaking, short background story, but whose entire character for the longest time of the story can be concisely described in one sentence, as a one-dimensional image of the gentleman. He cares about proper etiquette (don't waste food, be proper to ladies etc.). Or with Luffy, who is constantly highlighted as the character with the strongest willpower, but in order to highlight him in such a way, they have to first contrast that, like with Nami as damsel in distress or Usopp's cowardice or antagonists who are more defined by their greed, intellect, resourcefulness, strength or any other defining trait that can be eventually surpassed through Luffy's sheer force of will.

This makes for absolutely bonkers moments of catharsis when Luffy finally gives a lesson on character to those who you've seen behave wilfully harmful to others in buildups of "please hate me" scumbaggery, but it also means you have to let go (of your brain) and let the story take you along with the sentiments that appeal to your emotions, that otherwise you'd not ride along with. In other words, there's a lot of shit you just have to roll with by shutting off your brain - pertaining to the characters, but also the story itself.

Character development is big in One Piece...just not for the main crew. While all of the characters go through immense development in terms of power, and thus even formerly helpless members increasingly step into action, the overall naive and stereotypical simplicity remains constant.
Meanwhile, the tone of the story, which is primarily carried by the relevant characters of each arc, takes itself crazily more and more serious, while the main characters arguably get less and less so for the story itself.
Luffy, who starts out with a down-to-earth ability that requires finesse to make the most out of, increasingly "just" bends reality to his will, expressed through various concepts that get introduced or revealed throughout the series, such as haki or aspects of his powers.
Chopper, who started out as a primary participant of the ongoing fights, eventually decides to just take a seat in the back. Nami, Robin, Sanji and Zoro drive forward much of the story, and action.

It's amazing to see all the side characters they introduce to play important roles on the stage. When you see Buggy or Koby who were introduced from the beginning as absolute pushovers, to show what they made out of themselves over time. Or when you see members of the different factions, the Marines, Pirates, Revolutionaries, or the World Government to switch sides for their ideals.

Which is to say, the main appeal of the characters in One Piece is really just their stereotypical, predictable behavior. So when you can get behind the characters, you're all set for the journey and if you just don't feel them, that's not going to change along the ride, only the tone of the series does so over time.

Action

It's crazy. Tons of cinematic bombs and tensely inscinated fights with high stakes. The animation mostly lingers around in the mortal realms of mediocre Midgard, before soaring up into the sky out of the blue, melting animation spheres of different dimensions in mid-air somewhere between animation grades of "Dragon Ball Super: Broly", "Fate/Stay Night: Heaven's Feel III" and Bugs Bunny Disney cartoons.

The fights are mostly tactical, where non-stop action is not a staple, but when it comes around, it hits hard.
The combat mechanics slowly introduced over time make these fights captivating experiences, originally making fights fascinating analytics to unravel the powers of the devil fruits, wrapped around the One Piece laws of physics. And later your mind can't even process and break down what's going on amidst the fireworks on the screen anymore and if to assign anything of what's going on remotely to any of their corresponding concepts. What would be a simple throwing of a fist in any other story, then becomes a synaptic gym workout session between the Rokushikis and the Rokuogans, acronyms may fly inside your head shooting at each other like spaceships in a dramatic Star Wars showdown battle, the CoAs and ACoAs shoot at each other with Tekkais while ACoCs fire missiles.
While the mechanics are not nearly as complex as those of Hunter x Hunter's Nen system, it still becomes an entire discussion field on its own.


Final Words

It's a very solid anime, for pretty much all ages. Just like other successful fantasy worlds, like Harry Potter and what not, One Piece has multiple layers of semantics going on, so that when you have parts of the information to understand the meaning, you'll end up with entirely different stories of what One Piece is about, such that it becomes enjoyable for different age groups.
For some it'll be the story of the coming of Jesus, for others it'll be a statement on the government, or a tribute to Odin aka Shanks, and for some it'll simply be an epic adventure, exciting fights or a commentary on how not to be a D.

I rate this anime around 100-, no, 200 bitches out of immeasurable amounts of ill-gotten gains.
Beitrag wurde zuletzt am 21.04.2026 13:29 geändert.
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de Roll Over and Die

Avatar: KobrabotKekssammler
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#11
Roll Over and Die ist eine Geschichte, welche das übliche Banished from the Hero’s Party-Motiv auf eine erfrischend andere Art erzählt. Insbesondere die Kombination von Dark Fantasy und Girls Love empfinde ich – neben den ganzen Harem-Anime – als eine willkommene Abwechslung. Und auch die Entscheidung, dem Ganzen einen leichten Horror-Touch zu geben, hat mir sehr gut gefallen.

Handlung:

Unsere Protagonistin wird als Heldin auserwählt, ist allerdings ziemlich nutzlos, da sie noch nicht weiß, was ihre einzigartige Fähigkeit eigentlich bewirkt. Dennoch wird sie, unter anderem wegen ihrer Kochkünste, vom Großteil ihrer Gruppe geschätzt. Zu ihrem Pech gehört jedoch auch Jean Inteige zur Gruppe. Dieser verkauft sie in die Sklaverei und erzählt dem Rest, sie wäre in ihre Heimat zurückgekehrt.
Da sie so schwach ist, schafft es der Sklavenhändler allerdings nicht, sie zu verkaufen. Schlussendlich beschließt es, sie mit ein paar anderen Sklaven zu seiner Belustigung an einen Ghul zu verfüttern. Zur Verteidigung gibt er ihnen lediglich ein verfluchtes Schwert, dessen Fluch einen in Sekunden qualvoll tötet. Und so beginnt die Geschichte über die Heldin Flum und ihre Begleiterin Milkit – allerdings anders, als man es erwarten würde.
Obwohl unserer Heldin wirklich übel mitgespielt wurde, erwartet uns hier kein klassischer Rache-Plot. Stattdessen will sie sich und Milkit einfach nur ein möglichst schönes Leben ermöglichen. Dabei wird sie jedoch immer wieder Opfer von Intrigen und schlussendlich in eine weltweite Verschwörung hineingezogen, während sie und Milkit sich immer näherkommen.

Charaktere:

Ich mag die Charaktere und finde es besonders gut, dass mir eigentlich alle wichtiger sind als die Protagonistin selbst. Dadurch wirkt es immersiver, wenn diesen etwas passiert und man über ihr Schicksal im Dunkeln gelassen wird. Man kann sich dann besser in die Protagonistin hineinversetzen.
Der Hauptantagonist ist hingegen eine kleine schwäche, denn seine Rolle als Antagonist ist etwas sehr konstruiert. Am Anfang will er unsere Protagonistin aus einem unerklärlichen Grund tot sehen und danach besteht sein ganzes Motiv nur noch daraus, dass er seine Ehre dadurch verletzt sieht, dass sie noch lebt. Dazu kommt, dass er eigentlich zwei Antagonisten in einem ist. Das hat den netten Nebeneffekt, dass man für den „zweiten“ Antagonisten, der einen in die Story einführt, kein Motiv mehr braucht und die Protagonistin auf scheinbar natürliche Weise in die Geschichte verwickelt wird. An sich funktioniert das zwar, ist aber irgendwie etwas unglücklich gelöst.

Ende:

Das Ende ist leider eine ziemliche Enttäuschung, denn es wirkt so, als hätte man einen Anime mit 24 Folgen geplant, am Ende aber nur 12 bekommen. In der letzten Folge wird noch ein neuer Charakter eingeführt und die Story wird zusammengefasst und erklärt, damit man genau versteht, was eigentlich passiert ist. Am Ende funktioniert diese Lösung zwar und bietet einen befriedigenden Abschluss, aber es wäre schöner gewesen, alles auf natürliche Weise herauszufinden, anstatt es nur erklärt zu bekommen.

Audio:

Aus irgendeinem Grund kam ich auf die Idee, der englischen Synchronisation eine Chance zu geben und überraschender weiße denke ich, das war die richtige Entscheidung. Eigentlich schaue ich Animes nie auf Englisch, da die englischen synchros oft nicht wirklich toll sind, aber hier habe ich es einfach mal wieder ausprobiert und bin nicht mehr zum Japanischen zurück gewechselt. Die englische Synchro hat eine geniale Erzählerstimme und spielt sehr mit dem Titel – eine Nuance, die auf Japanisch völlig untergehen würde. Ich habe abschließend noch einmal in die japanische Fassung reingehört und muss sagen: Die englische macht einfach mehr Stimmung. Daher die Empfehlung: Gebt der englischen Synchro ruhig mal eine Chance.

Optik:

Ich mochte den Look, insbesondere das Charakterdesign. Es gab ein paar coole Szenen, aber ansonsten ist mir nichts wirklich Negatives oder Positives aufgefallen. Da ich mir aber generell nicht viel aus der Grafik mache, solltet ihr euch hier vielleicht noch eine andere Meinung suchen, falls euch dieser Punkt wichtig ist. Der Anime könnte sicherlich besser aussehen, aber wirkliche Kritikpunkte habe ich nicht.

Fazit:

Eigentlich ein echt schöner Titel, der eine erfrischende Abwechslung bietet, ohne das Rad völlig neu zu erfinden. Das Ende ist leider etwas naja, aber der Rest hat mir sehr gut gefallen. Ich würde jedem der sich für den Anime interessiert empfehlen, einfach mal reinzuschauen und selbst zu entscheiden ob es was für einen ist oder nicht.
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de In the Clear Moonlit Dusk

Avatar: Lucius#12
Schon nach wenigen Minuten wird klar, dass In the Clear Moonlit Dusk vor allem eines sein möchte: Eine sanfte, romantische Geschichte über zwei Menschen, die sich langsam annähern. Der Anime wirkt angenehm unaufgeregt, fast schon beruhigend, und lebt stark von seiner Atmosphäre. Besonders die Protagonistin sticht sofort hervor – liebenswert, zuckersüß, ohne je ins Naive abzurutschen. Ihr männlicher Gegenpart wird zwar als Bad Boy inszeniert, doch diese Rolle bleibt eher Behauptung als Realität, was der Dynamik zwischen beiden einen etwas weichgespülten Beigeschmack verleiht.

Im Verlauf konzentriert sich die Serie fast ausschließlich auf die Beziehung der beiden. Das hat seinen Reiz, denn man sieht tatsächlich, wie sie miteinander reden, wie kleine Missverständnisse entstehen, wie Gegensätze aufeinanderprallen und wie sich daraus eine glaubhafte Entwicklung formt. Es ist angenehm, dass nicht sofort alles perfekt ist und man nicht das Gefühl hat, zwei Figuren würden sich ohne Grund Hals über Kopf ineinander verlieben. Gleichzeitig führt dieser Fokus aber auch dazu, dass abseits der Hauptfiguren kaum etwas passiert. Eine dritte Figur, die kurzzeitig als potenzieller Störfaktor eingeführt wird, verliert schnell an Bedeutung und wird zur Randnotiz – ein verschenkter Ansatz, der dem Drama gutgetan hätte. Insgesamt erinnert der Anime stark an Kaoru und Rin, nur dass hier die Nebenfiguren weniger tragen und die Hauptfiguren den Großteil der Last schultern. Die romantische Stimmung ist warm und gefühlvoll, aber körperlich bleibt alles sehr zurückhaltend. Obwohl die Charaktere reif und erwachsen wirken, vermutlich der Zielgruppe geschuldet, wagt die Serie kaum größere Schritte. Vieles läuft nach Schema F, und das Ende ist im Grunde von Anfang an absehbar. Konflikte, die die Figuren hätten wachsen lassen, bleiben aus, wodurch die Geschichte zwar angenehm leicht, aber auch etwas spannungsarm bleibt.

Am Ende bleibt ein guter, sympathischer Anime, der vor allem durch seine reizende Hauptfigur und die sanfte Beziehung überzeugt. Er tut niemandem weh, traut sich aber auch wenig. Ein paar mutigere Konflikte oder emotionale Höhepunkte hätten der Serie gutgestanden. Wer eine ruhige, romantische Geschichte sucht, wird dennoch seinen Spaß haben – nur sollte man nicht zu viel Tiefe oder Überraschungen erwarten.
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de Jack-of-All-Trades, Party of None

Avatar: KobrabotKekssammler
Freischalter
#13
  • Handlung
  • Animation
  • Charaktere
Jack-of-All-Trades, Party of None ist ein weiterer Anime, der in die Kategorie Banished from the Hero’s Party fällt. Wem das nichts sagt: Wir haben einen extrem starken (OP) Protagonisten, der aus der Heldenparty geworfen wird, weil diese ihn fälschlicherweise für schwach und nutzlos hält.

Handlung:

So wirklich viel gibt es hier eigentlich nicht zu sagen. Unser Protagonist wird aus der Heldenparty verbannt, wird dann Lehrer für eine Gruppe Anfänger und tritt später auch deren Gilde bei. Dass dabei, bis auf den Helden, jeder zu wissen scheint, wie OP er eigentlich ist, macht das Grundsetting irgendwie ein bisschen idiotisch, aber nun gut. Am Ende bricht der Anime dann noch einfach mitten in der Story ab, sodass nicht wirklich was Sinn ergibt und viel mehr muss man dazu auch wirklich nicht sagen.

Charaktere:

OP-Protagonist, Harem, idiotische Helden. Jeder hat seine Rolle und erfüllt genau diese. Zwar hat man versucht, ein paar Charakteren eine Hintergrundgeschichte zu geben, allerdings hat man diese direkt danach auch wieder vergessen, was zu einigen leicht widersprüchlichen Szenen führt und dafür sorgt, dass die Charaktere einfach flach bleiben.

Fazit:

Alles in allem war der Anime gerade noch so okay, ich würde aber empfehlen, ihn einfach zu skippen. Die Handlung ist nicht gut durchdacht und erzeugt dadurch Widersprüche. Desweitern sind die Charaktere eher flach und irgendetwas Innovatives hat der Anime auch nicht zu bieten. Am Ende gibt es genug Animes, die im Grunde exakt dasselbe sind, sodass man sich diesen Titel echt schenken kann.
Beitrag wurde zuletzt am 11.04.2026 15:12 geändert.
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de Lucy in Australien

Avatar: AsaneKekssammler
V.I.P.
#14
Wie man an den Bewertungen leicht erkennt, erfreuen sich die WMT-Serien [WP] nicht gerade übermäßig großen Zuspruchs. Ausgenommen vielleicht »Heidi«, dem inoffizellen ersten Beitrag dieser Art, der quasi den Stein ins Rollen brachte für die WMT-Shows insgesamt.

Hinzu kommt erschwerend der Umstand, daß hinsichtlich dessen, was als "World Masterpiece" anzusehen sei, öfters recht merkwürdige Ansichten vorherrschen. Das, plus die Screenshots, die einen kindgerechten Wohlfühlanime auf Grundlage der Freundschaft eines Mädchens mit der knuddeligen Fauna des gesamten australischen Kontinents befürchten ließen, hat dann dazu geführt, daß ich den Anime viele Jahre lang links liegen gelassen habe.

Das war ein Fehler. Ich konnte falscher nicht liegen. Obwohl meine getroffene Einschätzung durchaus zutrifft, habe ich mich in der vermuteten Qualität dieser Serie gründlich getäuscht. Schon die Einstiegsfolge, oft die Schwachstelle solcher Serien, ist überraschend frei von Tropen. Das hält der Anime auf hohem Niveau auch bis zum Schluss durch. Auch die Animationsqualität ist sehr ansprechend, die der Hintergründe sowieso, aber auch was die Bewegungen und das Charakterdesign angeht.

Hinsichtlich des Personals hat man eigentlich das Übliche: die liebenswerte Großfamilie, als Protagonisten die Schwestern Kate und Lucy (vlnr), die jedes empfängliche Herz höher schlagen lassen, ansonsten die Guten, die gütig sind, die Bösen, die sich bissig gerieren, und auch die Clowns kommen nicht zu kurz. Wie so oft, fällt auch hier das Acting der erwachsenen Personen unangenehm hölzern aus; sie wirken WMT-typisch indifferent und verhalten sich über Gebühr passiv. Das reißen die beiden unzertrennlichen Schwestern aber wieder raus, und zwar mit links! Hier darf man endlich mal lebensechte Charaktere genießen, deren Verhalten in dieser dramatischen Lebenssituation sehr glaubwürdig und feinfühlig eingefangen worden ist. Das in vielen Fällen behutsame Pacing, welches emotionale wie stille Momente tiefer nachklingen lässt, tut da sicherlich das Seinige dazu.

Im Mittelpunkt der Serie steht fraglos die kleine Lucy-May, zu Beginn des Animes sechs Jahre alt und ein lebhaftes Kind mit unkonventionellen Ansichten. Ein kleiner Wildfang, als der sie am liebsten alle Viecher dieser Umgebung mitnehmen und sie mit ihrer unerschöpflichen Liebe überschütten möchte. So spielt sie auch recht gern mit Raupen und Tausendfüßlern und avanciert bald zu den weltbesten Baumkletterern. Inklusive Pantyshot. Grundsätzlich unerschrocken und endlos neugierig ("curiosity killed the cat"), bringt sie sich dadurch immer wieder in heikle Situationen, handelt meist aber instinktiv richtig. Was seitens der Regie und des Skripts auch eindrucksvoll vermittelt wird. Dazuhin glänzt sie mit ihrer eigenwilligen Logik, zum Beispiel beim Rechnen.

Erzählt werden die Geschichten jedoch aus der Perspektive der vier Jahre älteren Schwester Kate, die in ihrer Rolle als Aufpasser alle Hände voll zu tun hat, ihren Schützling vor dem Gröbsten zu bewahren. Wie das eben so ist, zoffen sie sich ziemlich oft (Kate kann als die deutlich Ältere nunmal eher die Konsequenten von Lucys Spontanaktionen einschätzen), halten aber dennoch zusammen wie Pech und Schwefel: wo die eine ist, kann die andere nicht weit sein. Auch wenn Kate die eher Besonnene ist, kennt sie keine Scheu vor Fremden. Zumindest Fremde gleichen Alters, wie bei den verschiedentlich auftretenden N-Wörtern, wo die Verständigung eher holprig verläuft. Schließlich sprechen die dürftig bekleideten Ureinwohner Indigenen nur Aboriginesisch.

Diese Serie verläuft durchgehend und, zumindest für mich, überraschend frei von Drama und ähnlichen forcierten Erzählelementen. Das was episodenseitig als hochdramatisch bis tragisch deklariert wird, ist im Grunde nicht der Rede wert. So kommt man also in den Genuss eines charakterzentrierten Animes mit hohem "Slice of Life"-Faktor und eines Schwesternpaares, dem man endlos lange bei ihrem doing cute things zuschauen könnte. Quasi als Beifang erhält man allerhand Erkenntnisse und Einblicke in die Welt von damals, inklusive mancher abstrusen bis unfreiwillig komischen goofs wie dem erstaunlichen Fassungsvermögen von Ziegeneutern (ecchi!) und dem Umstand, daß im wilden Wald Brennholz stets in handlich zugeschnittener Form zu finden ist.

Die Handlung spielt im Jahre 1837, als die ersten Ansiedler nach Australien kommen, und daher hat die künftige Metropole Adelaide noch nicht ganz das Flair und den Glanz heutiger Tage. Als Einstimmung zwei zeitgenössische Stadtansichten.

Fazit:
Hiroshi Saitou als Experte für Sekai Meisaku Gekijou und andere langlebige Kinderserien hat hier ausgezeichnete Arbeit abgeliefert mit einer Serie, in der die stillen Momente fast mehr beeindrucken als die lebhaften. Es sind die kleinen Gesten und Bewegungen, die gut beobachteten Reaktionen der Kinder, die den Anime so liebenswert machen und echt erscheinen lassen. Und der weniger auf Drama setzt denn auf herzerwärmende Geschichten – zumindest für kleine Herzen. Die auf dem Cover abgebildete innige Verbindung von kleinem Mensch und kleinem Tier kann man dagegen gern als fromme Lüge einordnen. Oder, modern gesprochen, als clickbait. Denn die enge, vertrauliche Verbindung zu einem Koala als lebendem Eukalyptus-Duftbäumchen währt in der Serie selber keine fünf Minuten.
Beitrag wurde zuletzt am 22.05.2026 15:39 geändert.
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de Needy Girl Overdose

Avatar: D3faalKeksnovize#15
Digitaler Fiebertraum oder Geniestreich?
Status: Maximal verwirrt (Bewertung aktuell unmöglich)

Ich bin maximal verwirrt und eine Bewertung ist schlichtweg nicht möglich. Ich musste erstmal nachforschen was Needy Girl Overdose überhaupt ist nachdem ich die erste Folge gesehen hab. Danach wurde mir einiges klar, was absolut nicht heißt das ih einschätzen kann wo das hingehen soll.

Die erste Folge hat sich angefühlt wie ein Fiebertraum mit LSD Trip der Liebe mit einem Glas Alkohol betreibt indem eine Mettwurst schwimmt. Anders ausgedrückt: Was zur Hölle war das gerade!

Die harten Fakten: Denpa & Psychohorror
Was ich herausfinden konnte: Der Anime basiert auf dem Videospiel-Phänomen „Needy Streamer Overload“. Er gehört zum Nischengenre „Denpa“ – ein Medium, das bewusst psychotisch, verstörend und surreal angelegt ist. Wer das Spiel (bekannt durch Streamer wie Gronkh) kennt, weiß: Man schlüpft in die Rolle von P-chan, dem Manager, der versucht, die Streamerin Ame-chan durch den Wahnsinn des Internets zu navigieren.

Die Protagonistin: Kawaii-Fassade vs. Psychose
Die Serie zieht ihre gesamte Energie aus der extremen Zerrissenheit der
Hauptfigur: KAngel: Das zuckersüße „Internet-Angel“ für die Massen.
Ame-chan: Ein emotionales Wrack am Rande des Nervenzusammenbruchs. Dieser harte Cut zwischen „Kawaii-Ästhetik“ und purer Psychose wirkt fast schon bipolar und zeigt ungeschönt die hässliche Seite der Online-Bestätigungssucht.

Visuals:
Gehirn-Fritteuse erster Klasse.
Die Ästhetik von Yostar Pictures ist darauf ausgelegt, den Zuschauer zu überfordern. Glitch-Effekte, 90er-Jahre-Internet-Nostalgie, Neon-Overkill und ultra-schnelle Schnitte. Es fühlt sich an, als würde man 50 TikToks gleichzeitig schauen, während man eine Überdosis Energy-Drinks im Blut hat.

Vorläufiges Fazit: Ekel im Süßen
Es gibt einen gewissen Ekel-Faktor in all dem. Man bekommt bunte Pop-Art präsentiert, aber mittendrin schwimmt etwas „Fleischiges“, Rohes und Unangenehmes – die bittere Realität von toxischer Aufmerksamkeit und psychischer Instabilität. Vor allem wenn man die letzte Szene bedenkt.

Ich habe keine Ahnung, wo diese Reise hingeht, aber mein Interesse (und mein Entsetzen) haben sie definitiv.
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