Anime-Rezensionen

Diese Seite listet alle Anime-Rezensionen unserer Mitglieder in der Reihenfolge auf, in der sie veröffentlicht wurden.

Anime Rezensionen

Fate/Kaleid Liner Prisma Illya

Avatar: Ich&Anime#1
Es hat mich echt Überwindung gekostet, diesen Anime zu schauen. Etwas an dem Genre "Magical-Girls", bzw. eher die Vorurteile gegenüber diesem, haben mich ziemlich abgeschreckt, obwohl ich noch nie etwas aus diesem Genre sah. Ich bin auf jedem Fall froh, dass ich mich überwinden konnte.

Aussehen/Sound
Der Anime hört sich klasse an und sieht auch so aus - vom aussehen her kann er tatsächlich gut mit einigen der "haupt" Fate Reihen mithalten, auch wenn ich den Zeichenstile nicht ganz so mag. Zudem gab es durchaus einige Szenen, wo das Aussehen nicht ganz überzeugen konnte bzw. der Anime einfach merkwürdig, eher falsch aussah. Es fällt mir schwer, das Problem genau zu beschreiben, "merkwürdig" passt wohl am besten.

Handlung
Es ist ein Magical Girl Anime, ich hab mir also erst nicht allzu viel erwartet. Glücklicherweise hatte ich aber bald den Eindruck, dass der Anime nicht wirklich versucht, ein klassischer Magical Girl Anime zu sein. Ich habe tatsächlich noch nie eine Anime dieses Genre gesehen, zumindest bewusst nicht, dennoch existieren wohl bei fast jedem gewisse Vorurteile gegenüber dem Genre, alleine weil sich viele Anime sogar über das Genre lustig machen. Auch Linear Prisma nimmt das Genre nicht wirklich ernst, der Anime wirkt oft wie eine Parodie eines Magical Girl Anime. Das macht den Anime ziemlich lustig, auch wenn es nur wenige Momente gab, die für mehr als ein Schmunzeln reichten.
Ebenfalls wirkt der Anime wie eine Parodie von Fate. Charaktere sind übertrieben dargestellt und auch die "Heldengeister" wirken nicht wirklich seriös. Leider hat der Anime einige Logik Probleme bzw. Sinnes Lücken, von denen manche wohl absichtlich zur Parodie eingefügt wurden, andere waren aber einfach nur dumm. Ein als Parodie gemeinter Logik Fehler könnte z.B. sein, dass in einer Szene Katzenmenschen auftauchen, die allerdings 4 Ohren, 2 Katzen- und 2 Menschen-Ohren, haben.
Allgemein fehlt mir sehr viel Inhalt, viele Fragen bleiben unbeantwortet und wirklich etwas erfahren tuen wir im Anime nicht. Das ist wohl auch die größte Schwäche des Anime, verglichen mit anderen Fate Ablegern: Er ist inhaltlich sehr, sehr schlecht bestückt, während andere Fate Geschichten meist sehr tiefgründig sind.
Was leicht gegen den Parodie Charakter des Anime spricht, ist eine traurigere, tiefgründigere Phase mitten im Anime, die leider maximal langweilig und keineswegs Lustig war.

Charaktere
Die Charaktere sind... ok? Anders als von Fate gewohnt gibt es hier keine Charakterstarken Antagonisten, die Servants sind nichts als eine Leere Hülle und viele Charaktere sehr oberflächlich. Da der Anime versucht lustig zu sein, sind charakterstarke Charaktere aber auch nicht wirklich nötig. Lustig sind viele Charaktere allemal, vor allem die Familie / der Haushalt von Illya schießt jedes mal den Vogel ab und ich liebe diese Charaktere einfach. Nicht weil sie gute Charaktere sind, sondern weil ich ihnen Stundenlang zuschauen und mich kaputt lachen könnte.
Leider tauchen sie nicht wirklich oft auf und die meisten anderen Charaktere, vor allem Illyas Schulkameradinnen, bekommen von mir nur ein "meh".

Fazit
Zusammenfassend hat der Anime mir, wenn man das große Ganze betrachtet, doch ziemlich gefallen. Leider schwächelte er zwischendurch und wurde langweilig und unlustig. Das ich ihn nicht komplett genießen konnte, liegt wohl nicht zuletzt daran, dass ich mir durch AMVs auf Yt schon ein bisschen etwas habe spoilern lassen, dass ich auch gerne gesehen hätte, was aber wohl erst später auftaucht - dementsprechend bin ich wohl irgendwie an den nicht ganz so guten Eindruck schuld.

Komisch finde ich auch die Namen der einzelnen Staffeln, was nicht wirklich zum Review zu Staffel 1 gehört, das ist mir dennoch negativ aufgefallen. Anhand von "Fate/kaleid Liner PRISMA ILLYA 2wei!" und "Fate/kaleid Liner PRISMA ILLYA 2wei Herz!" ist schwer zu sagen, welche zuerst kommt - auch wenn das wohl am Erscheinungsdatum herzuleiten wäre.
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Lupin Sansei: The First

Avatar: Lebbo
V.I.P.
#2

2019 war ein ziemlich bewegendes Jahr für alle Fans des Lupin-Franchise. Kazuhiko Katō, Schöpfer und Mangaka von Lupin. besser bekannt unter seinem Pseudonym "Monkey Punch", ist letztes Jahr verstorben. Als sei das nicht noch schon schlimm genug, kam Ende 2019 dann auch noch der erste 3D-animierte Lupinfilm raus – 2 Jahre vor dem 50. Geburtstag des Franchise. Kann sowas klappen? Wohl eher eine erneute Tragödie, die uns hier bevorsteht und das so kurz hintereinander...dachte ich zunächst! Aber ich sollte mich täuschen, denn: Lupin Sansei: The First konnte doch tatsächlich bei mir punkten.

Denn wenn man den Film nüchtern betrachtet, ist er grundsolide gemacht, technisch einwandfrei und somit durchaus sehenswert. Er unterhält über die gesamte Dauer gut und der Film nutzt die Technik auch so, dass hier auch die ein oder andere optische Spielerei möglich ist. Als gemeiner Fan des Lupinuniversums könnte man kritisieren, dass Lupin hier beim Charakterdesign etwas spitzbübischer und weniger cool als sonst daherkommt. Auch die Nebenfiguren wie Jigen oder Goemon kommen sicherlich etwas zu kurz in diesen 90 Minuten. Aber ansonsten bekommt der Zuschauer hier die üblichen Abläufe eines Lupinfilms präsentiert und es hat so ein paar Handlungselemente von "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug"...und das ist dann wiederum ein gutes Zeichen. Das fängt bei der netten Archäologin als Lupins Partnerin auf der Suche nach der Wahrheit an und hört bei den Nazis als Gegenspieler auf. Wobei erwähnt sein sollte, dass sich gerade Nazis auch bei Lupinfilmen besonders gut als Bösewichte eignen. Hier und da gibt es einen netten Twist mit einem mal wieder sehr expolosiven Finale, das zwar mal wieder etwas zu gehetzt wirkt, aber das letztlich auch wieder nun ein klassisches Problem dieses Franchise darstellt.

Somit reiht sich der Film in eben jene Riege der doch durchaus besseren Filme des Universums ein und gerade weil mich das dann doch überrascht hat, fällt die Wertung dementsprechend etwas höher aus - sogar so hoch, dass ich sagen muss: Gerne nochmal ein 3D-animierter Film...aber bitte nicht nächstes Jahr, denn da kommt hoffentlich nochmal ein richtiger Kracher vom Meisterdieb!

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Nakitai Watashi wa Neko o Kaburu

Avatar: Asane
Redakteur
#3
Warnung: Der folgende Text ist keine Rezension im klassischen Sinne - eher eine Sammlung von Gedanken zu einem Film, dessen Tiefe sich erst auf den zweiten Blick erschließt.


Wenn Erwachsene keine Hilfe sind, machen Kinder manchmal Sachen, die sie weder überblicken noch verantworten können. Wie denn auch? Wenn alle Probleme, die sich in den Weg stellen, speziell familiäre, einfach niedergelächelt werden, und wenn das nichts hilft, Zuflucht gefunden wird in windigen Angeboten freundlich scheinender Dealer (oder Maskenverkäufer) …
Flucht in eine andere, eine Gegenwelt ist ein häufig anzutreffender Lösungssurrogatansatz bei zutiefst verunsicherten Jugendlichen, Suizid sowieso, aber schon das eskapistische Abkapseln sollte registriert und nicht auf die leichte Schulter genommen werden; erst wenn das Kind in den metaphorischen Brunnen gefallen ist, beispielsweise von zu Hause ausgerissen ist, merken manche was, denn dann brennt die ebenso metaphorische Hütte, aber sowas von!

Manchmal sollte man Erwachsene einfach schlagen - einfach dafür, weil sie erwachsen sind.

MAL ist voll von Usern, die vom Erwachsenenstandpunkt aus ein jederzeit rationales und souveränes Handeln einfordern. Das ist dann natürlich – und nicht nur in diesem Zusammenhang: Thema verfehlt! Da, wo Erfahrung versagt (auch und gerade mangels Vorhandensein), werden Entscheidungen durch Emotionen und spontaner Impulsivität in die Wege geleitet, das ist völlig normal. Gewisse Leute sollten da wirklich mal herunterkommen von ihrem hohen, wohlgezäumten Erwachenenross!



Als Hauptgenre ist "Liebesdrama" eingetragen. Aber dieser Film ist natürlich mehr. Weit, weit mehr! Er vermag dies aber ziemlich gut zu verstecken zwischen lebensfrohen Mädchen und niedlichen Kätzchen. Ein etwas enigmatischer Beginn mündet recht bald in einer heiteren, warmherzigen Liebesgeschichte, die den Blick verstellt für das untergründige Drama, das die beiden Protagonisten, Miyo und Kento, trennt und verbindet - ohne daß sie sich dessen bewusst wären.
Hier präsentiert sich eine vielschichtige* und angenehm bodenständige Geschichte, die nicht nur großes Potential als Parabel hat, sondern auch die richtigen Fragen an das Leben stellt. Und die sind, wie all die Irrungen und Wirrungen zeigen, nicht gerade einfach zu beantworten.

*Der deutsche Titel verkackt es insofern, als er die angedeutete Vielschichtigkeit des Originaltitels auf einen einzigen lustigen Aspekt reduziert. Darin, wie auch in der Unverträglichkeit des Zwei-Welten-Szenarios, liegt natürlich auch eine große Parallele zum anderen Mensch-Katzen-Film: Neko no Ongaeshi.

Indem er gleich mit Miyos komplizierter Familiensituation einsteigt, macht es der Film nicht gerade einfach für den Zuschauer, einen Überblick zu gewinnen, worum es überhaupt geht und warum Miyo so reagiert und waghalsige bis zweifelhafte Entscheidungen trifft, wie sie es auf dem Matsuri tut.
Diese rätselhafte Szene wird alsbald beiseite gewischt und es folgt eine Reihe einzelner, oft unzusammenhängender Szenen, die erst im weiteren Verlauf sowas wie eine Linie bilden und die die Grundstimmung eines heiteren Slice of Life in Verschränkung mit den fast schon zu üblichen Schulromanzen-Topoi vorgeben. Miyos impulsiver und offenbar gnadenlos optimistischer Charakter dominiert das Geschehen, in Kontrast zu ihrem etwas muffeligen und grenzgenervten love interest Kento einerseits und ihrer besten Freundin Yoriko andererseits, die die schöne Gabe hat, Miyos Allüren mit der gebotenen Skepsis zu begegnen und sie in ihrem impulsiven Überschwang etwas am Boden der Realität zu halten. Wie sich das für beste Freundinnen eben so gehört.

Allmählich und einigermaßen unbemerkt verdichten sich diese Momente jedoch – auf beiden Seiten – zu einem kleinen Drama, das jedoch immer mehr Raum greift. Dies geschieht auch relativ unbemerkt, weil "Nakitai watashi" ein Film ist, der in einer Welt angesiedelt ist, in der die Charaktere wie normale Menschen agieren, zumindest grundsätzlich. Im Acting wie in den Dialogen scheint nichts überzogen oder forciert; überhaupt werden die üblichen erwartbaren Tropen nicht überstrapaziert. Auch das Pacing passt sich dem an, wie auch die meist heiter hingetupfte Musik, die die atmosphärische Leichtigkeit gut wie unauffällig unterstreicht, übrigens auch da eine Parallele zu neko no ongeshi.
Miyo selber scheint der Archetyp des genki girl, erweist sich im Verlauf des Geschehens aber als eine sehr vielschichtige Persönlichkeit – und als eine sehr verletzliche. Was alle übersehen – außer ihrer besten Freundin.
Miyo ist nicht nur verspielt wie eine Katze, sondern ebenso neugierig, impulsiv und leichtfertig, was sie gerne mal in knifflige Situationen bringt. Und Kento ist ihr emotionaler Anker in dieser Welt – … bis zu dem Augenblick, in dem ihr alles über den Kopf wächst. Und so, wie sie in ihr Katzendasein flüchtet, ähnelt diese Spielart des Eskapismus dem der Flucht in Drogen. Dies als relevanter Bezug zu einer als aktuell unerträglich empfundenen Realität.

Gerade noch rechtzeitig kriegt Miyo dann die Kurve (was sie allerdings hauptsächlich der Katze ihrer Stiefmutter zu verdanken hat, die erkennt, daß das Gras auf der anderen Seite keinesfalls grüner ist) und der Ort des Geschehens verlagert sich nun zur legendären Katzeninsel, wo sie gemeinsam dem Maskenverkäufer auf die Pelle rücken wollen. Diese Verlagerung des Settings Richtung Fantasy geht einher mit einem schmerzlichen Verlust an Evidenz und Glaubwürdigkeit, denn man bedient sich des schönen Mittels der erzählerischen Übersteigerung (schließlich entfallen die Hemmnisse erdgebundener Logik) in Tateinheit mit vermehrt slapstickhaften Einlagen – auch dies eine weitere ungute Parallele zu neko no ongaeshi.
So driftet es leider am Ende doch enorm ins Übernatürliche und Hochdramatische, was das Gleichgewicht des Filmes etwas durcheinander bringt und Deus-ex-machina-Momenten Tür und Tor öffnet. So mitreißend und überwältigend der Ausflug in die mystisch-märchenhafte Katzenwelt auch sein mag, ist der narrative Bruch kaum zu kitten. Daher versucht man das im Abspann etwas auszugleichen, indem man die Leichtigkeit des Anfangs wieder aufgreift und die Geschichte punktuell weitererzählt. Allerdings in einem Stil, den man eher von Disney/Pixar erwartet hätte.



Man möge dies bitte nicht missverstehen: natürlich ist "nakitai watashi" ein netter, gut unterhaltender Familienfilm, mit glaubhaften, liebenswerten Charakteren! Aber der Blick hinter die Kulissen, die sich insbesondere bei einem Rewatch weit auftun, offenbart die ganze Ambiguität, Reichhaltigkeit und Vielschichtigkeit, die dem Film erst das gewisse Etwas verleihen.
Das Ungewisse, die Suche nach Wegen und Verständnis, ohne zu verstehen, daß man überhaupt sucht, die ganze Zwiespältigkeit, in der es nur gefühlte Wahrheiten gibt, weil sich alles unmittelbarem Verstehen zu entziehen scheint – das ist der Hintergrund der Geschichte, seiner Personen, und letztlich Ursache und Voraussetzung für scheinbar verantwortlungsloses Handeln.
Unsicherheit ist auch das, worum sich der größte Teil des Films dreht, gerade am Anfang. Bei Kento um seine Ausbildung und – damit verbunden – die Zukunft der Werkstatt. Bei Miyo ihr neuer Platz in einer zerrissenen Familie, die sich noch nicht so recht gefunden hat. Und da das meiste auf Gefühl basiert, haben die beiden diese furchtbar vernünftige Sicht der Dinge und überhaupt das Erwachsenengehabe erstmal gründlich satt.

Und abschließend verneige ich mich in aufrichtiger Anerkennung vor einer Regie, die es zuwege bringt, all das ohne jeden Anflug von Moral, pädagogischen Interessen und pedantischer Schulmeisterei auf die Bühne zu bringen. Dieser Film ist schlicht ein Juwel.
Beitrag wurde zuletzt am 29.11.2020 um 16:27 geändert.
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Mary to Majo no Hana

Avatar: Slaughtertrip
Redakteur
#4
Kann viel schiefgehen, wenn an diesem Film mehrere Mitarbeiter des Studios Ghibli beteiligt waren? Ja, natürlich. In diesem Fall aber glücklicherweise nicht.

Wie bei vielen Ghibli-Produktionen ist auch hier die Protagonistin ein kleines Mädchen. Mutig, tollkühn, ein unbeugsamer Wille … all das findet man bei Mary Smith nicht. Stattdessen wird die bei ihrer Großtante lebende Mary zunächst als gelangweiltes und etwas tollpatschiges Mädchen präsentiert. All ihre Vorhaben, die sie mit ihren beiden linken Händen in die Tat umsetzen möchte, sind zum Scheitern verurteilt, was sie zunehmend deprimiert. Und wenn das nicht schon genug wäre, machen ihr auch noch ihre roten Haare* zu schaffen, welche zudem dem Nachbarsjungen Peter Anlass dazu geben, sie als »rotes Äffchen« zu bezeichnen. Das Abenteuer, welches auf sie wartet, könnte die ungeschickte, vom Pech verfolgte Mary jedoch zu einer kleinen Heldin formen. Zumindest ihre Langeweile wird dadurch gewiss vertrieben.
*sind doch eh hübsch

Mehr durch Zufall als durch Können erlangt Mary eine Kraft, von der man nur träumen kann. Und ebenfalls mehr durch Zufall als durch Können wird sie zur Endor-Universität für Hexen transportiert. Ihre Erlebnisse dort wirken fast wie ein Kammerspiel, sind in der großen und lebhaften Universität doch nur die Direktorin Madam Mumblechuuk, der Dozent Dr. Dee und der – keine Ahnung, wie man seinen Job nennt – »Besenbeauftragte« Flanagan aktiv am Geschehen beteiligt. Die beiden Erstgenannten sind von Mary mehr als nur beeindruckt. Von diesen doch viel zu naiven Magiern wird sie aufgrund mehrerer Missverständnisse als Genie hochgepriesen, was Mary, die bei ihrer Großtante ansonsten mehr für Chaos als für Ordnung sorgt, zu Kopf steigt. Anfangs noch etwas zurückhaltend, fängt Mary an, an der Rolle des Wunderkindes Gefallen zu finden. Auch ihre Haarfarbe, welche sie zuvor noch gehasst hatte, scheint ihr – nach der Erkenntnis, dass diese ein Merkmal einer mächtigen Hexe ist – nun doch zu gefallen. Ein paar altbekannte Redewendungen kommen ab hier zum Tragen: »Hochmut kommt vor dem Fall« wäre hier zutreffend.

Ein weiteres Sprichwort – und zwar »zu schön, um wahr zu sein« – findet hier seine Anwendung, sobald Mary merkt, dass sich der Traum zu einem Albtraum entwickelt. Es wird deutlich, wer die Antagonisten sind. Aber auch diese erinnern an bekannte Redewendungen und »kriegen den Hals nicht voll genug«. Mary lernt die wahre Natur der Endor-Universität kennen und kommt den Geheimnissen, die sich hinter verschlossenen Toren abspielen, auf die Schliche. Besonders Tierfreunde werden hier eine Mischung aus Mitleid den Tieren und Wut den Antagonisten gegenüber verspüren. Ein Unheil jagt das nächste und einem bombastischen Finale steht nichts mehr im Weg.

Wenn sich die Geschichte dem Ende entgegen neigt, muss Mary zeigen, was sie in der Endor-Universität gelernt hat. Weniger das Zaubern, das Reiten auf Besen oder das Mischen von Zaubertränken, sondern vielmehr eine Lektion in Bescheidenheit und in der Akzeptanz ihrer selbst.

Dieser Film weist viele Qualitätsmerkmale des Studios Ghibli auf. Auf der technischen Seite gibt es absolut nichts zu bemängeln. Einen Klassikerstatus, welchen viele Ghibli-Filme innehaben, wird dieser Film jedoch vermutlich nicht erreichen; dazu fehlt ihm noch ein kleines Stückchen. Vielleicht fehlt ihm das Überraschungsmoment, vielleicht eine weniger lineare Erzählweise, die ihm eine gewisse Unberechenbarkeit geben hätte können. Vielleicht fehlt dem Plot rund um die armen Tiere eine gewisse Tragik. Es entbehrt wohl nicht einer gewissen Ironie, wenn ich behaupte, dass diesem Film – so bezaubernd die magische Welt auch dargestellt wird – der letzte Zauber fehlt.
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Mahouka Koukou no Rettousei: Raihousha-hen

Avatar: Ich&Anime#5
Eine kurze, unvollständige Review, um meine Gedanken behalten zu können. Ich schreibe nur über die ersten 8 Folgen, eine vollständige Review folgt.

Aussehen/Sound
Ich finde, dass der Anime gut aussieht. Mit der Musik kann ich mich nicht wirklich anfreunden, ich finde sie teilweise unpassend und zu auffällig.

Handlung
Generell macht es zwar sehr viel Spaß die Staffel zu schauen, dennoch habe ich das Gefühl, dass sie sich Inhaltlich stark von der ersten Unterscheidet.
Die erste Staffel ist noch sehr stark darauf eingegangen, wie stark Tatsuya doch eigentlich ist, was er besitzt, was er getan hat, was genau seine Fähigkeiten sind und wie er mit dem Militär kooperiert, fehlt vieles davon vollständige. Tatsuya ist zwar weiterhin sehr stark, dennoch steht dies nicht mehr so im Vordergrund wie in der ersten Staffel.
Auch hatte ich ein paar Verständnis Probleme. Das mag vielleicht daran liegen, dass ich mich nicht mehr an viel aus der ersten Staffel erinnere, dennoch ergibt für mich vieles keinen Sinn, vor allem, was die USNA betrifft.
Ich finde es toll, dass im Anime auf Basis echter Physikalischer Gesetze erklärt und gedacht wird, dadurch wirkt der Anime realistischer. Manchmal ergeben die Ausgaben aber keinen wirklichen Sinn, was dem realistischen Effekt entgegen wirkt.

Charaktere
Bisher gibt es nur wenige neue Charaktere, die ich auch nicht wirklich einschätzen und beurteilen kann, da die Meisten bisher zu wenig auftraten. Von bisherigen Charakteren werden einige kleine Sachen aufgedeckt, allerdings erfährt man über die wenigsten etwas - viele Charaktere und deren Hintergrundgeschichten wurden schließlich schon in der ersten Staffel erklärt. Auch wird der Fokus stark von Tatsuya genommen, auch wenn er immer noch merklich der Hauptcharakter ist. Dennoch hatte ich gleichzeitig das Gefühl, dass viele ehemalig wichtige Charaktere in den Hintergrund rückten.
Zudem hatte ich teilweise das Gefühl, dass sich manche Charaktere dumm stellen. Sie verstehen teilweise die einfachsten Erklärungen nicht, teilweise verständlich, da manche durchaus schwammig waren, meistens handelt es sich bei den Sätzen aber um einfache Aussagen wie "das Schwarze loch störte die Barriere, weshalb die Magie zu uns gelangen konnte" - was soll daran so schwer zu verstehen sein?

Fazit
Ich mag die Staffel bisher, auch wenn ich das Gefühl habe, dass sie sich stark, eher in die negative Richtung, von der Ersten Unterscheidet. Vor meinem Finalen Review werde ich mir diese wohl besser auch noch einmal anschauen, damit ich das ach wirkjlich beurteilen kann.

Edit: Ich habe mir jetzt einen großen Teil der ersten Staffel noch einmal angeschaut und muss sagen, dass die 2. zum einen Technisch besser ist - sowohl dub als auch sub, die ich von der ersten Staffel finden konnte, waren schlecht, der sub sogar katastrophal. In der 2. Staffel fand ich keine Fehler mehr, zudem wurde der Zeichenstyle leicht, kaum merklich, geändert, jedoch finde ich, dass er insgesamt besser aussieht. Allerdings fand ich die erste Staffel (bisher) unterhaltsamer / inhaltlich besser.
Beitrag wurde zuletzt am 30.11.2020 um 21:26 geändert.
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Great Pretender

Avatar: Ich&Anime#6
Great Pretender ist so ein Anime, bei dem es mir schwer fällt zu beurteilen, wie gut ich ihn fand. Denn auch wenn er zum richtigen Zeitpunkt wirklich überzeugen kann, erlaubt er sich teilweise so einige Fehler, die nicht hätten sein müssen.

Aussehen/Sound
Der Anime ist sowohl Visuell, auch akustisch sehr Modern gehalten. Er sticht mit diesem Style recht deutlich aus der Masse heraus, auch wenn er nicht einzigartig ist. Leider habe ich ein Problem mit der Synchro: Der Anime arbeitet mit Charakteren aus allen möglichen Ländern, die halt auch unterschiedliche Sprachen sprechen. Der Anime wirkt dadurch zwar authentischer, vor allem zum Schluss wurde das aber zum Problem: Viele Szenen waren komplett auf Chinesisch vertont und es gab noch nicht einmal Untertitel, es ging so weit das manche Folgen zu 50% unverständlich waren! Anfangs wurden für solche Szenen, die nicht wirklich oft vorkamen, noch Untertitel eingeblendet, was man zum Schluss aber vergeblich erwartet - obwohl solche Szenen hier keine Seltenheit mehr waren.

Handlung
Der Anime besteht, im Grunde, aus einigen kleineren Geschichten, in welchem jeweils ein Antagonist abgezogen wird. Die erste dieser Geschichten ist auch wirklich gut gelungen, dann schwächelt der Anime aber sehr schnell. Mich erinnerte der Anime total an Brechts epischen Theater - Brecht war ein bedeutender Autor, mit seinem epischen Theater wollte er seine kommunistisch geprägte Ideologie verbreiten. Das mich der Anime an einen berühmten und bedeutenden Autoren erinnert, ist nicht unbedingt ein Kompliment. Im Grunde hat seine Erzählart nur 2 Regeln: 1. Gibt es keine Regeln und 2. Der Inhalt soll leicht verständlich und sehr direkt sein, etwas, was ich an diesem Anime auch feststellen musste. Er ist so einfach gehalten, dass jede Handlung und jeder Plottwist nach den ersten Geschichten vorauszusehen war, zumindest grob. Der Anime hält sich konstant an bestimmte Strukturen und Regeln, zwar heißt es "never Change an running Sytem", aber hier wird es doch recht schnell langweilig, da dadurch halt leicht vorauszusehen ist, was bei den absurden Plänen passieren wird - und ich hatte eigentlich den Eindruck, dass es genau darum geht, den Zuschauer zu überraschen.
Ein weiterer Punkt, der mich sehr stark an Brecht erinnerte, ist der Fakt, dass ich nicht wirklich mitfiebern konnte. Brecht sagte selber einmal, dass er mit seinen Werken die Leser oder Zuschauern NICHT in eine andere Welt entführen und sie dadurch unterhalten wollte. Brechts Werke sind langweilig, voraussehbar und eintönig. Great Pretender verwirrte mich irgendwie. Das ich so verwirrt war lag wohl eher an den Charakteren als an der Handlung, aber spannend fand ich sie trotzdem nicht. Und dadurch, dass jede Geschichte sich irgendwie ähnelte, wurde er zumindest leicht eintönig.
Ein weiteres Problem ist Great Pretenders Struktur. Sie ist nicht nur sehr eintönig und dadurch voraussehbar,
bei jeder Geschichte wird z.B. die Geschichte eines der wichtigen Charaktere aufgedeckt, es kommt ein Charakter vor, der etwas damit zu tun hat, es gibt aufgrund des Charakters von Edamura, dem Protagonisten, irgendein Problem, dass dann aber doch kein Problem war...
ich glaube, ihr könnt diesen Punkt nachvollziehen. Das der Anime leicht voraussehbar ist erwähnte ich aber schon bereits, leider gibt es aber noch viel mehr in der Struktur, was diesen Eindruck befeuert. So ist sie, an vielen Stellen, "Strikt nach Lehrbuch", also so , wie man es einem Anfänger empfehlen würde. Eigentlich macht das einen Anime nicht schlechter - in diesem Fall aber schon, da es zum einen sehr offensichtlich so war und es zum anderen dadurch halt voraussehbarer wurde, was noch geschehen wird. Plottwists, um die es im Anime eigentlich geht, sind zufälliger nicht mehr so Überraschend wie sie es sein könnten, wenn man sie immer vorausahnen kann.

Charaktere
Vielleicht störe ich Manche mit Brecht, es tut mir leid, aber selbst die Charaktere erinnern mich an ihn! Sie sind maximal Stereotypisch und entwickeln sich kein Stück. Fehler werden immer wieder gemacht, der Anime wird wieder voraussehbarer. Charakter A ist mal wieder mit allen Wassern gewaschen und hat diesen Fehler mit bedacht? Mal wieder?! Charakter B tut mal wieder nur so, als wäre sie Tot?! SCHON WIEDER?!
Dazu kommt noch, dass ich die Antagonisten oft viel Sympatischer fand als die Protagonisten. Hört sich vielleicht komisch an, aber wieso wird aus der Abgefuchsten, Gewissenlosen Sklavenhändlerin plötzlich die nette Oma von Nebenan, die den Protagonisten wie einen Sohn behandelt, während seine Mitstreiter ihn, mal wieder, verarschen und hinters Licht führen? Spätestens im Finale tuen einem die Antagonisten fast so Leid, dass man am liebsten die Protagonisten Gruppe richtig hinters Licht führen wollte!

Fazit
Das war jetzt sehr viel Kritik, aber davon hatte ich auch so viel. Der Anime hat durchaus seine Glanzmomente, aber zwischendurch war ich durchaus geneigt einfach abzuschalten, weil er langweilig und unlustig wurde. Ich mag ihn Zwar irgendwie, kann ihn aber, beim besten Willen nicht, besser als durchschnittlich bewerten - ich hatte Phasen in denen ich ihn pausieren musste, um mich auf mein Bett zu legen, an die Decke zu starren und mein Leben zu überdenken, wieso ich mir das antue. Das Finale war dann aber wieder Großartig, weshalb ich mit einem guten Gefühl aus dem Anime entlassen wurde und ihn lieber 3 anstelle von 2,5 Sterne gebe.
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Tasogare Otome x Amnesia

Avatar: Thomas P
V.I.P.
#7
  • Handlung
  • Animation
  • Charaktere
  • Musik
Nachdem ich die 1 Folge beendet hatte habe ich gedacht, das wird nichts.
Doch schon am Ende von folge 2 wahr ich restlos begeistert.
Und umso länger ich weiterschaute desto mehr verliebte ich mich in diesen Anime.

Ein bisschen Comedy hier und da, dann mit ein bisschen Horror und Mystery gewürzt, noch ein bisschen Dramatik drunter gerührt und mit einer Prise Romance on top serviert.
So entfaltete sich nach und nach ein Genre Mix allererster Güte vor meinen Augen den man nicht schöner hätte zeigen können. Die Geschichte ist gut geschrieben und entfaltet sich für mich in einem sehr angenehmen Tempo.

Ich bin zwar kein Experte habe aber an den Animationen absolut nichts auszusetzen.

Was die Charaktere angeht, muss ich leider sagen da wäre viel mehr drin gewesen, denn nicht nur das die 2 wichtigsten neben Charaktere, mehr oder weniger schon ab der Hälfte des Animes praktisch irrelevant für die Handlung sind, so habe auch alle anderen neben Charaktere nicht genug Story seitige Gewichtung, um sie relevant zu bereichern, doch wenn sich das sehr Negativ geklungen hat, mich hat das aber absolut nicht im geringsten gestört.
Ganz im Gegenteil fand ich es angenehm das sich die Geschichte auf die 2 Hauptakteure Fokussierte und man nicht unnötig von andern abgelegt wurde.
Nichtsdestotrotz ist es ein Manko, das ich ansprechen und werten muss, und deshalb kann ich hier auch nur 3 Punkte vergeben.

Doch Musik seitig kann ich nichts Negatives sagen, hier bekommt der Anime von mir die volle Punktezahl. (Kleine Randnotiz das Intro Rockt ja mal voll die Hütte🤘).

Abschließend kann ich nur sagen Ja der Anime hat durchaus seine Fehler, doch sind sie für mich alle verschmerzbar.
Und man bekommt einen der Besten Gerne mixe, die ich kenne, und eine Sehr schöne und runde Geschichte, die mit einem Wunderbahren Ende abgerundet wird. Und eine Bonusfolge gibt's noch obendrauf.

Ich kann diesen Anime nur jeden empfehlen der mit Mystery, Horror, Comedy, Drama, Romance Mixe was anfangen kann, doch alle anderen sollten einen Blick riskieren, den er ist ihn wert.
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Ninja Collection

Avatar: Slaughtertrip
Redakteur
#8
Bei »Ninja Collection« sollte man am ehesten an »Yami Shibai« denken, damit man einen guten Eindruck davon bekommt, was einen hier erwartet. Die Laufzeit der voneinander unabhängigen Folgen beträgt bei beiden Animes keine fünf Minuten, und für die äußerliche Präsentation entschied man sich für eine Reihe von Quasi-Standbildern, die nur alle paar Sekunden abwechseln. Ganz minimalistische Bewegungen werden erzeugt, indem gewisse Körperteile leicht bewegt werden oder indem in das Bild hinein- oder hinausgezoomt wird. Auch werden Horrorgeschichten erzählt, nur mit dem Unterschied, dass man sich bei »Ninja Collection« einen ungewöhnlichen Aufhänger – eben die Ninja – einfallen lassen hat, um sich von generischen Horrorgeschichten abzuheben. Die Frage ist nur, ob die Geschichten auf diese Weise auch funktionieren. Zu Beginn wirkt das Konstrukt aus Monstern, Dämonen und Youkai, die von Ninja plattgemacht werden, nicht wirklich kohärent, da hier mehr auf Horror und Suspense gesetzt wird als auf Action – einem Genre, in welchem Ninja-Geschichten üblicherweise angesiedelt sind. Aber wie es so oft im Leben ist: Man gewöhnt sich dran.

Die Geschichten selbst sind sehr abwechslungsreich. Natürlich ist auch hier das berühmte »Monster of the Day« vorhanden, jedoch wartet jede Geschichte mit einem Plot twist oder einfach nur mit einer kleinen Überraschung auf, was angesichts der Tatsache, dass die Episoden so kurz sind, eine respektable Leistung ist. Denn »Ninja Collection« ≠ Monster taucht auf und Ninja murkst es ab. So flach sind die Geschichten nun auch wieder nicht. Viele dieser Twists und little surprises lassen sich zwar erahnen, aber mal ganz ehrlich: Wenn eine Geschichte nur drei Minuten lang ist (abzüglich Intro und Abspann), dann denke ich erst gar nicht darüber nach, welche Wendung diese nehmen könnte, sondern lasse mich gerne überraschen und von dem Schockeffekt gruseln.

Die Monster sind genauso abwechslungsreich. Die meisten davon sind Youkai, die ihre Opfer auf ganz unterschiedlichste Weise in den Wahnsinn treiben. Psychischer Terror ist hier dominanter als physischer. Ein paar der Monster haben nicht einmal eine feste Form, so z.B.

Spoiler aus den Episoden 1, 5 und 8

der Menschen in Zombie verwandelnde Rauch; die schwarze Flüssigkeit, die in kürzester Zeit das ganze Zimmer ihres Opfers eingedeckt hatte; oder der dunkle Schatten, der aufgrund seiner bösen Aura die Menschen um ihn herum beeinflusst.
Andere Schreckgestalten wiederum tauchen zuerst in Menschengestalt auf, wobei man sich nie sicher sein kann, wer von den Charakteren nun das Monster ist.

Ähnlich verhält es sich mit den Ninja. Diese tauchen an den verschiedensten Stellen innerhalb der Geschichten auf, und wer von den dort auftretenden Personen der Ninja ist, lässt sich zwar meistens, jedoch nicht immer eindeutig sagen. Auf dem Coverbild sind bereits vier dieser der Toukeshuu zugehörigen Ninja zu sehen. Die meisten von ihnen haben nur in einer Folge einen Auftritt, doch manchen dieser im Schatten agierenden Helden wurde die Ehre zuteil, gleich zweimal auf Monsterjagd gehen zu dürfen.

Wer auf rasante Kämpfe zwischen den Ninja und den übernatürlichen Wesen hofft, wird hier nicht glücklich werden. Das fällt schon alleine aufgrund der wenig vorhandenen Animationen schwer. Doch selbst bei einer gewöhnlichen Animation würde der Durst von Action-Fans nach spannend choreografierten Kunai- und Schwertkämpfen nicht gestillt werden, da die Beseitigung der Monster nur die Konklusion der Geschichten, bei denen eine gruslige Atmosphäre im Vordergrund steht, darstellt.

Bei »Ninja Collection« kann es leicht passieren, dass man etwas erwartet, was man nicht bekommt. Ninja stehen für viele wohl fast schon synonym für jede Menge Action und Kämpfe sowohl mit als auch ohne Waffen – und ebenjenes bekommt man hier nicht. Dieser Anime ist für Fans von kleinen Horrorgeschichten der etwas anderen Sorte.
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Great Pretender

Avatar: Warden#9
  • Handlung
  • Animation
  • Charaktere
  • Musik
Der Anime The Great Pretender stammt aus der Feder des jungen Ryôta Kosawa, welcher vor Great Pretender vor allem für J-Movies wie Always san-chôme no yûhi oder Parasyte bekannt war, denn weniger für Anime oder Mangaka. Doch wer denkt, dass Kosawas Unerfahrenheit mit Medium Anime eine Hürde darstellt, wird mit The Great Pretender eines Besseren belehrt.

Mit "The Great Pretender" setzte er Fuß im Bereich Anime und erschuf eine sehr erfrischende Abwechslung zu vielen anderen Animes, die die Industrie heutzutage fluten. Der Fakt, dass Kosawa viel, oder fast ausschließlich, Erfahrung mit realen Schauspielern hat, erzeugt im Anime lebendige, authentische Charaktere, deren Gestaltung und Dialoge glaubwürdig sind.

The Great Pretender zog einen Teil seiner Inspiration aus zeitlosen Klassikern wie Cowboy Bebop und Lupin. Wo mancheiner mahnend den Finger heben würde, denken andere, dass der Anime dennoch seinen ganz eigenen Stempel und zudem einen großen Wiedererkennungswert hat. Die Musik ist ohne jeden Zweifel von Bebop inspiriert; man hört Einflüsse aus dem Bereich Funk, Hip Hop und Jazz. Auch, wenn die Inspiration kaum abzustreiten ist, wird man die Serie dennoch als gesunde Abswechslung zur heutzutage üblichen Massenproduktion erkennen.


Kleine Spoiler nach der Zeile möglich:

Handlung/Sound/Animation: Folgt
Beitrag wurde zuletzt am 18.11.2020 um 11:49 geändert.
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Human Lost

Avatar: Nova Lunaris#10
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Hat ein Leben ohne Tod überhaupt einen Sinn? Dies ist die zentrale Fragestellung im Film «Human Lost». Eine wie ich finde interessante und vor allem philosophische Frage. Auf die man nur schwerlich eine Antwort geben kann. Also ist es dem Werk gelungen, uns neue Blickweisen aufzuzeigen oder gar eine Lösung zu präsentieren?

In diesem Film finden wir uns in einer typischen cyberpunkangehauchten Stadt der Zukunft wieder. Durch die von S.H.E.L.L. entwickelte Nanotechnologie ist es den Menschen möglich, Alter jenseits der 120 Jahre zu erreichen. Außerdem gibt es keine Krankheiten mehr. Niemand kann eines unnatürlichen Todes sterben, selbst ein stehen gebliebenes Herz vermögen die Nanobots wieder zum Schlagen zu bringen. Allerdings ist seit kurzem eine neue Droge im Umlauf, die den, der sie einnimmt, vom System trennt und zu Monstern den sogenannten Lost mutieren lässt. In dieser Welt treffen wir auf die Freunde Yozo Oba und Takeichi, die im Armenviertel des S.H.E.L.L.-Systems leben. Die jungen Männer sind es leid, ihr Ende nicht frei wählen zu dürfen. Deswegen lehnen sie sich gegen das System auf und bekommen Unterstützung vom zwielichtigen Masao Horiki. Dieser gibt den beiden ein merkwürdiges Mittel und die Geschichte nimmt ihren Lauf.
So interessant die Story beginnt, umso ernüchternder ist es, was am Ende dabei raus kommt. Das größte Problem stellt die Kürze des Films dar. Eine zwöflteilige Serie hätte besser zu der Handlung gepasst. So hatte man während des Schauens öfter Probleme mit der Entwicklung der Story und der Charaktere. In der kurzen Zeit wirkte, was einem dort gezeigt wurde unglaubwürdig.
Der melancholische bis depressive Held der Geschichte Yozo Oba, der nebenbei ein toller Maler ist, machte auf mich den Eindruck, als hätte er keine Ahnung, was er während des Films eigentlich anstellt. Er wechselt die Seiten so schnell, dass es einfach unglaubhaft ist. Begleitet wird er von der lebensfrohen Yoshiko Hiragi, deren Vertrauen in die Menschen und in das System unerschütterlich scheint. Genauso wie der Glaube an Yozo, den sie gerade erst kennengelernt hat. Auf der anderen Seite haben wir den mysteriösen Antagonisten in spe Masao Horiki, der versucht die Menschheit vom Joch S.H.E.L.L.’s zu befreien. Er ist der Meinung, dass das System zum Verlust der Menschlichkeit führt. Diese drei sind im Übrigen Übermenschen Applikanten genannt, die aus der Nanotechnologie hervorgingen und eine große Rolle für die Welt spielen.
Animationstechnisch haben wir es hier mit einem gut umgesetzten CGI-Film zu tun. Lediglich die Mimik der Charaktere wirkte bisweilen ein bisschen schräg. Leider war man auch bei den Mundbewegungen etwas knauserig. So stand der Mund manchmal einfach offen, während Worte heraus waberten. Die Kampfszenen waren wie von CGI gewohnt dynamisch und im Allgemeinen spannend umgesetzt. Das Design der Lost gefiel mir ausgesprochen gut. Die Kreaturen wirkten echt gruselig und hätten direkt einem Horrorfilm entsprungen sein können. Die Gestaltung der Applikanten in ihrer, ich nenne es jetzt mal, Lost-Form war ansprechend und hatten ebenfalls einen leichten Gruselfaktor inne. Im Fall der guten Yoshiko fühlte ich mich prompt an Dante’s Inferno im Kreis der Lust erinnert. Kenner können sich wohl denken, was ich meine.
Musikalisch setzt das Werk vor allem auf elektronische Musik, was mir persönlich gefallen hat und im Grunde auch zu einem Science-Fiction-Film passt. Nur in einem Fall fiel der Klang negativ auf. Jedes Mal wenn die Kipprotor-Wandelfugzeuge (gibt es im Deutschen echt kein kürzeres Wort?) durch die Lüfte flogen, gab es da so ein merkwürdiges Geräusch. Ich meine, die meisten haben, denke ich, schon mal einen Helikopter gehört. Hattet ihr den Eindruck, es würde klingen wie das Summen einer Fliege? Nein, ich auch nicht, aber genau das war hier der Fall. Da fragt man sich echt, was haben sich die Macher dabei gedacht. Vor allem weil der Film ansonsten keine klanglichen Fauxpas aufweist.

Fazit
Ein solider Science-Fiction-Film mit einer interessanten Prämisse, von dem man allerdings nicht zu viel erwarten sollte. Lediglich die Kampfszenen wissen zu überzeugen. Die Frage nach dem Sinn eines Lebens ohne Tod, wurde leider nicht wirklich behandelt. Hier hat jeder seinen Standpunkt und Diskussionen darüber finden nur marginal in Form von Kämpfen statt. Am Ende entscheidet man sich in «Human Lost» für keine der Seiten und verbleibt in einem Zustand der Unklarheit. Ich persönlich bin bei diesem Thema derselben Meinung wie der Antagonist Masao. Für mich verliert das Leben seinen Sinn, wenn es den Tod nicht mehr gibt. Denn die Angst vor dem Tod oder vor der Art und Weise, wie er uns holt, ist ein zentraler Teil unseres Daseins. Ich würde ein Leben ohne das Wissen, das es irgendwann zu Ende geht, langweilig finden. Gerade die Vergänglichkeit des Lebens macht es lebenswert. Zumindest dort bietet dieses Werk einen interessanten Ansatz, dem ich zu stimmen kann. Ein Mensch, der nicht sterben kann, ist kein Mensch mehr. In meinen Augen ist Unsterblichkeit etwas, das niemand anstreben sollte.
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Garakuta no Machi

Avatar: Asane
Redakteur
#11
Immer wieder gelingt es dem Studio 4°C, eine potentiell rasante Story in eine kleine, bilderbuchmäßige Geschichte zu transferieren - zum Leidwesen vieler Actionfans, wie man so auf einigen Anime-Sites lesen kann. Auch Junk Town, der Nachzügler unter den "Sweat Punch"-Kurzfilmen, ist ein solches Exemplar.

Und auch hier wird ein altbekannter Topos aufgegriffen, indem das Darwinsche "Fressen und gefressen werden" auf SciFi-Ebene abgehandelt wird. In einer ganz normalen Welt, die sich von unserer nur darin unterscheidet, dass (halb)-autonome Roboter potentiell lästige Arbeiten übernehmen, kommt es zu einem Ereignis, das wohl nicht eingeplant war, das man aber hat kommen sehen und daher für Fälle wie diesen vorgesorgt hat. Soll heißen: Roboter, die irgendwelche ungewünschten Auffälligkeiten zeigen oder keinen Besitzer haben, sind der Polizei zu melden. Diese werden daraufhin stillgelegt und gegebenenfalls verschrottet. Die Parallele zu Autos muss wohl nicht extra erwähnt werden …

Ein kleiner Junge, laut Abspann Kousuke, entdeckt in in einem Seitengässchen einen krabbenähnlichen kleinen Roboter und wird dabei Zeuge eines bizarren, mecha-kannibalischen Vorfalls. Gleichermaßen entsetzt wie fasziniert, freundet er sich mit dem kleinen Gesellen irgendwie an. Als Resultat seiner Fressorgien wächst der Roboter dabei modular in die Länge und zieht einen immer länger werdenden Rattenschwanz an Teilen hinter sich her. Was anfangs noch lustig und putzig aussieht, erweist sich allmählich jedoch als allgemeine Bedrohung, da der Kleine in der Lage ist, diese Module zu größeren Einheiten zu kombinieren und so, zum ausgewachsenen Mecha mutiert, auch technisch überlegene Gerätschaften anzugreifen.
Auf dem Schrottplatz läuft die Sache dann definitiv aus dem Ruder, und die Geschichte kratzt kurz an der Grenze zum großen Drama.

Weil diese Geschichte, allgemein betrachtet, jedoch eher einer Kinderlogik folgt, hat jeder noch so plumpe Robo die integrierte Fähigkeit, menschliche Sprache und Emotionen zu verstehen und zu begreifen; daher bringt denn auch Kousukes eindringliches Flehen und Bitten, sowie auf Seiten des Robos die Angst vor Strafe durch Verschrotten, letztlich die Wende zum Guten.

Dass hier jetzt kein Actiondrama stattfinden wird, zeigen schon die warmen, lichten Farben, in die die Stadt getaucht ist, wie auch das ruhige Pacing und der immer etwas hintergründige Humor des Animes. Stattdessen dominiert unaufgeregtes Slice of Life von Schulkindern, die sich mit den typischen Problemen ihres Alters rumschlagen müssen (Eltern sind doof!), was alles in allem doch auch etwas an Dennou Coil erinnert.

Pädagogische Zeigefinger sind dabei völlig abwesend, und allein die Musik mag unterstreichen, wie die Szene langsam ins Surreale driftet; eine heitere, minimalistische Unterfütterung, die im Verlauf der immer dreisteren Fressaktionen auch immer etwas an Intensität zulegt. Bis zu dem Punkt, an dem es nicht mehr ganz so geheuer zu sein scheint und sie dann gänzlich verstummt. Erst der Kampf auf dem Schrottplatz erweckt sie wieder zum Leben im parodistischen Gewand einer epischen battle music.

Parodistische Momente bietet natürlich auch der Anime selber, denn wer würde angesichts dieser Fressmaschine nicht an die Beißkatze aus Azumanga Daioh denken? Und der Ausklang der Geschichte, als der freche Roboter dem Jungen folgt wie ein Hund seinem Herrchen, zeigt den typischen kreativen Umgang mit Verboten, den auch Kinder beherrschen: Tu das, was verlangt wird, aber ohne auf das zu verzichten, was dir Spaß macht.

Junk Town - eine kleine, heitere Groteske.
Beitrag wurde zuletzt am 28.11.2020 um 03:47 geändert.
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Lily to Kaeru to (Otouto)

Avatar: Asane
Redakteur
#12
Dieser kurze Film macht von Anfang an klar, dass er mehr sein will als nur die Paraphrase eines beliebten Märchentopos, mehr als nur ein pädagogisch wertvoller Beitrag fürs Kinderprogramm. Denn er setzt von vornherein und unübersehbar parodistische Akzente. Beziehungsweise unüberhörbar. Schon die Eingangssequenz bringt zu den üblichen Jahrmarktsattraktionen, die eher (absichtsvoll?) mittelmäßig animiert sind, eine betont anspruchslose, stereotype Rummelplatzmusik, die in ihrer stupenden Banalität deutlich ironische Züge trägt.

Indem die Anpruchslosigkeit hier zum Prinzip erhoben wird, ohne je den Eindruck zu erwecken, dies geschehe aus reinem Unvermögen, bietet sich die Möglichkeit, die Handlung und die einzelnen Story-Elemente immer mit einem gewissen Augenzwinkern zu präsentieren, immer auch mit einer leichten ironischen Brechung der anderweitig bewährten Methode "mehr Schein als Sein".

Diese Erzählhaltung findet ihren deutlichsten Ausdruck im Charakter von Lily, hinter deren Grundskeptizismus und ihrer sarkastischen Ader sich eine tiefe Sehnsucht nach Normalität erahnen lässt. All diese freundlichen Lügen, hinter denen sich die Erwachsenen verstecken, und die nichtssagende Unverbindlichkeit, mit der Lily abgespeist und ruhiggestellt werden soll, hat sie derart maßlos satt, dass sie in ihrer Überreaktion auf dem besten Wege ist, zu einem kleinen, zynischen Arschloch zu mutieren. (Dass dies wahrscheinlich nicht eintreten wird und sie, emotional gesehen, wieder Fuß fasst, auch das erzählt der Verlauf der Geschichte.)

Den Gegenpol dazu bildet wohl der Froschkönig, der in seinem unbekümmerten Laissez-faire einiges an humoristischem Kapital bietet, was im Zusammenspiel mit der Naivität und grenzwertigen Slapstickhaftigkeit des künftigen Bruders zu einigen schönen und witzigen Dialogszenen führt, ohne dass forciert irgendwelche lauwarmen Kalauer eingestreut werden müssten.

Aber am augenfälligsten zeigt sich die parodistische Absicht der Regie in der Präsentation der tierischen Bösewichte. Nicht nur, dass sie äußerst simplifiziert und kindgerecht stereotyp ausgearbeitet sind (speziell das Chamäleon), was doch sehr an Filme wie "Omae Umasou da na" erinnert, unterstreichen sie auch noch ihr Bösesein in (oberflächlich gesehen) ungemein schwachsinnigen Musical-Einlagen: eine schöne und zugleich hintersinnige Verbeugung in Richtung Disney.

Man sollte aber auch nicht übersehen, dass in all den spaßigen Einlagen und Storyverläufen auch im Grunde recht ernste Themen wie nebenbei angeschnitten werden. Diese Kontrastierung des heiteren Drumherums durch plötzlich auftretende traumähnliche Erinnerungsfetzen von Lily an etwas Früheres, Undeutliches unterstreicht die Absicht der Regie, neben der Comedy auch durchaus andere Seiten anzusprechen. Was im Grunde nichts anderes heißt, als dass sie ihre Charaktere ernst nimmt. Visuell findet das seinen Ausdruck beispielsweise darin, dass die Verschwommenheit von Lilys Erinnerungen sich auch in der bildlichen Realisation widerspiegelt: einer Art Aquarell oder Kreidezeichnung auf Pappe.

Da sich der Film jedoch hauptsächlich auf humoristischem Boden bewegt, sollte man so mancher dramatischen Wendung auch eine angemessene Portion Toleranz entgegenbringen. Sowohl bei der Charakterisierung der Gegenspieler wie natürlich auch auf Seiten einiger Aktionen, deren Realitätsgrad sich nur mit dem Stichwort Anime-Physik hinreichend präzise bezeichnen lässt.

Insgesamt gesehen ist dies ein kleiner, feiner Film für Kinder und Erwachsene. Kinder werden ihre Freude daran haben, weil sie nicht so unangenehm pädagogisch an die Hand genommen werden und weil der Humor trotz aller Doppelbödigkeit auch immer sehr kindgerecht ist; Erwachsene werden ihren Spaß damit haben, weil zusätzlich der Film einiges an ironischen Brechungen und parodistischem Potential bietet, und das auf ziemlich vielen Ebenen, beispielsweise auch der Genre-Parodie wie bei dieser Kameraeinstellung, die für sich schon nach Adventure schreit.
Beträchtlichen Anteil daran trägt natürlich auch die Filmmusik, die das ganze generische Sammelsurium an verschiedensten Topoi angemessen fett und kitschig überhöht.

Alles in allem eine nette Märchenparodie für Erwachsene - und gleichzeitig zielgruppenorientiert eine unterhaltsame und schön erzählte Geschichte über einige wichtige Dinge im Leben.
Beitrag wurde zuletzt am 19.11.2020 um 00:28 geändert.
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Mairimashita! Iruma-kun

Avatar: Slaughtertrip
Redakteur
#13
Der nächste Anime, in dem Demon Lords vorkommen. Ich sehe beim Zählen der Schafe zum Einschlafen schon Demon Lords anstelle der flauschigen Schäfchen vor meinem geistigen Auge. Bevor ich nun endgültig ein Trauma bekomme, fange ich lieber mit meiner Rezension an.

Der Plot ist anfangs genauso bekloppt wie meine Behauptung, ich würde Demon Lords beim Einschlafen sehen. Der sympathische Held der Geschichte, Iruma Suzuki, hat furchtbar egoistische und gierige Eltern, die ihn an einen Dämon verkauft haben. Was das Ganze noch schlimmer macht: Dämonen fressen Menschen! Wenn davon das Jugendamt Wind bekommen würde …
So, nun ist Iruma also gefressen worden und der Anime ist zu Ende. Nein, natürlich nicht. Iruma hat Glück, denn sein Käufer, der mächtige Sullivan, möchte ihn nicht essen, sondern großziehen. Genauso wie Kumagorou Saiki aus »Saiki Kusuo no Psi Nan« ist auch Sullivan ein übertrieben fürsorglicher und liebevoller Opa. Doch im Gegensatz zu Kumagorou zeigt er seine überschwängliche Liebe offen und ehrlich. Iruma kann sich also sicher fühlen und wird nicht gefressen. Doch was ist das!? – Oh nein, er wird auf eine Schule voller Dämonen, die Menschen fressen wollen, geschickt! Wenn davon das Jugendamt Wind bekommen würde …
Doch er hat wieder Glück. Sullivan ist der Direktor der Schule und hilft seinem Adoptivenkel in der einen oder anderen Situation aus. Zumindest versucht er das. Für Iruma beginnt ein Versteckspiel, bei dem er zu jeder Sekunde aufpassen muss, seine wahre Identität nicht preiszugeben, denn sonst – ihr wisst es sicher bereits – wird er gefressen.

Zu Beginn wird Irumas Versteckspiel mit einer immerwährenden Aura der Gefahr begleitet. Will man sich vorbildlich verhalten, muss man böse sein. Eine Wand einschlagen? Kein Problem. Und dieses Konzept funktioniert auch ganz hervorragend. Nach ungefähr ein Dutzend Folgen geht diese Aura aber leider verloren. Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass die reale Welt und die Unterwelt nicht allzu verschieden sind. Es gibt sogar Schulklubs – nur werden diese hier »Battler« genannt. So entwickelt sich die Schule von einem auf komödiantische Weise umgesetzten Ort der Furcht und Unsicherheit zu einem Schauplatz für Jugendliche mit spitzen Ohren. Aufgrund des besonders hellen und kräftigen Zeichenstils hätte man aber auch gleich darauf kommen können, dass der Anime nicht so böse ist, wie man vielleicht angenommen hat.

Ein weiterer Handlungsstrang beschäftigt sich mit den Dämonenrängen. Beginnt man sein Schulleben, bekommt man zuallererst einen Rang, wodurch eine Hierarchie unter den Schülern entsteht. Je nachdem wie motiviert man ist, kann man versuchen, die »Karriereleiter« hochzuklettern. Das oberste Ziel ist es, den noch vakanten Thron des Demon Lords zu besetzen. Dass Iruma bereits in der Einleitung der ersten Folge auf diesem Thron sitzend gezeigt wird, nimmt den Verlauf der Geschichte leider etwas vorweg.

Einen Pluspunkt bekommt der Anime von mir aufgrund der doch sehr unerwarteten Wendungen. Denkt man, man weiß, wie eine Szene ihren Abschluss findet, wird man im nächsten Moment von der kreativen Auflösung positiv überrascht.

Iruma ist wahnsinnig liebenswürdig. Für sein eigenes Wohl jedoch viel zu liebenswürdig. Er ist ein typischer »Ja-Sager«. Die Antwort auf die rhetorische Frage »Wie lautet das Zauberwort?« ist bei ihm im wahrsten Sinne des Wortes ein Zauberwort. Braucht jemand Hilfe (oder ist derjenige ein Faulpelz), ist nur ein kleines »Bitte« vonnöten, damit Iruma für ihn alle Hebel in Bewegung setzt und oft Kopf und Kragen riskiert. Dass er dabei noch nicht gestorben ist, verdankt er seiner Fähigkeit, Gefahren auszuweichen, welche er ironischerweise aufgrund der ständigen Konfrontationen mit diesen halsbrecherischen Aktionen erworben hatte.
Wie bei den meisten Komödien gibt es auch hier eine Schar von bizarren Gestalten, die alle ihre Macken haben. Eine davon möchte ich besonders hervorheben, da diese aufgrund ihrer lockeren Schrauben und ihrer fehlenden Tassen im Schrank alle anderen in den Schatten stellt: Valac Clara. Ich denke, mit ihr könnten die Zuseher am ehesten Probleme haben. Ihr hyperaktives Wesen überstrahlt alle anderen so sehr, dass sie fast schon aus einem anderen Anime stammen könnte. Sie kann oft sehr nervig sein, ist aber gleichzeitig für ein paar der lustigsten Gags der Serie verantwortlich. Normalerweise sagt man zu dieser Art von Charakter, dass man sie entweder hasst oder liebt. Bei Valac ist es aber eher so, dass man sie in einer Szene hasst und in einer anderen Szene liebt.
Erwähnenswert wäre vielleicht noch Asmodeus Alice, der zu Beginn einen sehr arroganten Auftritt hatte. Asmodeus forderte Iruma heraus und zog dabei zu seiner Verwunderung den Kürzeren. Er ist jedoch auch ein sehr ehrenwertes Monster, weshalb er nach seiner Niederlage Irumas loyaler Hund Diener wurde.

Um Vergleiche mit westlichen Werken anzustellen: Geht der schwarze Humor am Anfang noch in Richtung »The Addams Family«, verliert dieser in den späteren Folgen jedoch an Biss und wird ein bisschen aufgehellt. Die Atmosphäre wird harmloser und freundlicher, wodurch man mehr an »The Munsters« erinnert wird. Die letzten Episoden sind sogar so schön kawaii, dass »Scooby Doo« im Vergleich dazu wie ein FSK-18-Horrorfilm wirkt. Schade, denn ich mag meinen Humor so schwarz wie die Seele eines Demon Lords.

So, und jetzt hau ich mich aufs Ohr.
Ein Demon Lord, zwei Demon Lords, drei Demon Lords …
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B Gata H Kei

Avatar: Yakiera#14
Wie immer kleine spoiler enthalten und es allein mein eindruck den ik schreibe .

Handlung:

naja grob gefasst Yamada möchte in der High School zeit 100 Männer beglücken den das ist ihr Traum doch kommt es anderst ( zum Glück finde ich ) . Den sie trifft gleich am Anfang einen Jungen Mann der total Unschein bar ist und auch nicht sonderlich gut ausschaut ( also nach ihrer Denkweise ) und verkuckt sich ihn ihn ( auf ersten blick in Love ) was sie aber bis dato noch nicht eingesteht. Somit setzt sie ihren Plan an . Takashi soll ihr erster von 100 werden mit den sie Sex haben will ,da sie denkt es wird ein Kinderspiel. Doch es kommt wie es Kommen musste ,den sie vergaß das sie Selber noch unerfahren ist und sie alles was sie tut Peinlich ist ,aber in Ihren Kopf alles so einfach Klingt ,was die Umsetzung total Kompliziert macht.

Ich muss dazu sagen das der Anime nur bis Chapter 6 vom Manga geht dh lest die restlichen 3 Bände aber sie Lohnen sich voll ( habe sie nach den Anime auch gelesen ) und es gibt ein Ende was für mich Persönlich Das Passende ist.

Eindruck:

Ich persönlich finde diesen Ecchi mega Angenehm zum Schauen er hat viele Witzige Situationen drin die wie im Manga gut rüber gebracht wurden. Auch kommt die Unbeholfenheit der Beiden Mega gut Rüber. Ich finde sogar der Anime ist weniger Ecchi mehr Romantische Komödie. Das macht ihn für mich mega Spass ihn anzusehen und mitzufiebern obs nun was wird mit den beiden oder ob sie an ihren 100 Kerle ins Bett plan bei behält. Auch die Zeichnungen sind recht gut gelungen und ich Persönlich finde die DT syncro mal Gelungen sie passt zumindestens zu den Charaktern.

Musik:

Naja um ehrlich zu sein kaum da aber wenn untermahlen sie die Aktuelle Stimmung gut.

Fazit:

Der Anime ist sehenswert und der Manga hat einen sehr guten Abschluß zu der Reihe . Leider wurde der Manga Kurz nach dem Anime beendet darum gibt es keine 2 Staffel aber ich Hätte mir gewünscht das eine OVA oder 2 den Schluss des Mangas auch als Anime festgehalten hätten aber leider kam der Anime nicht allzu gut an also zum vergleich anderer Ecchi Anime glaube nur 6,24 Punkte. Darum mein Abschluß Guter Anime mit einen Sauberen Manga Abschluß der einen Zufrieden Stellt. Sehenswert.
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Shimoneta to Iu Gainen ga Sonzai Shinai Taikutsu na Sekai

Avatar: Yakiera#15
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WIe immer hier eine Warnung Die Rezension enthält kleinere Spoiler und auch ist das mein Persönlicher Eindruck zu den Anime.

Handlung : Wie immer der Vermerk, der steht in den Kleinen Info kasten oben :P

Eindruck:

Shimoneta: A Boring World Where the Concept of Dirty Jokes Doesn’t Exist ist ein Ecchi der Besonderen Art. In den Sieht man recht wenig Nacktheit so wie in vielen anderen Ecchis sondern Glänzt dieser Anime eher mit Frohwohlen Wörtern.

Dennoch nimmt sich der Anime oft selber nicht Ernst und hat viele doch sehr witzige Momente die einen eher zum Schmunzeln bringen. Ich Persönlich fand den Anime sehr Unterhaltsam aber nicht weil ich diese " schmutzige " Worte Mag sondern weil ich es Mega finde wie sie in den Anime Rübergebracht werden. Vorallem finde ich die Aktionen von Anna recht lustig die eigentlich für Keuschheit Kämpft aber selber so Absön und " Geil " ist das sie es Garnicht mitbekommt was mit ihr Passiert.

Und es sogar für Normal hällt als Kampf ihre Lieber zu Tanukichi . Auch die Charakter sind doch sehr witzig gezeichnet worden und auch einige angespielten aktionen kommen sehr witzig rüber. Was nicht so meins ist sind die "fetische" die einige Haben aber das ist ja nur Persönliche Meinung :D

Zudem habe ich richtung ende des Anime das Gefühl das Ayame gefühle für Tanukichi entwickelt hat und es entweder merkt ( da sie ihn ja laufend in schutz nimmt ) oder es net merkt weil sie net weiß was liebe bedeutet ( obwohl sie es weiß ) ( aber das ist nur mein gefühl )

Musik :

Sie ist eher Minimal aber wenn sie da ist recht passend.

Abschluss:

Ich Persönlich mochte den Anime und ich hoffe das die Gerüchte Stimmen das es eine 2te Staffel geben wird da einer seite die recht Vertrauenswürdig ist meint das er sehr gut in Japan angenommen sei und auch der Manga recht beliebt sei.

Zudem wird auch da Geschrieben das laut Gerüchten die angeblich auch bestätigt sei schon dran gearbeitet wird und man mit 2021 rechnet aber es sind und bleiben erstmal nur Gerüchte. Aber mich Persönlich würde es freuen . Auch mit der DT syncro war ich zufrieden gab schlimmere besonderst bei Ecchis.
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