Cat’s Eye: Ein Supertrio (2025)

Cat’s Eye (2025) / キャッツ♥アイ (2025)

Rezensionen – Cat’s Eye: Ein Supertrio

Hier findest Du sowohl kurze als auch umfangreichere Rezensionen zum Anime „Cat’s Eye: Ein Supertrio“. Dies ist kein Diskussionsthema! Jeder Beitrag im Thema muss eine für sich alleinstehende, selbst verfasste Rezension sein und muss inhaltlich mindestens die Kerngebiete Handlung und Charaktere sowie ein persönliches Fazit enthalten. Du kannst zu einer vorhandenen Rezension allerdings gern einen Kommentar hinterlassen.
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Avatar: Mimi90#1
Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass "Cat's Eye" ein Remake bekommen hat. Leider habe ich den alten Anime aus den 80ern nie zu Ende gesehen, was sicherlich auch damit zu tun hat, dass dieser mit mehr als 70 Folgen ziemlich lang ist. Das Remake hat nur 12 Folgen und lässt sich somit schnell durchgucken. Und ich bin froh darüber, es getan zu haben, denn ich hatte hier durchaus Spaß!

Story
Kriminalpolizist Toshi Utsumi hat es nicht leicht: Immer wieder versucht er, die Diebesbande "Cat's Eye" zu fassen, die sich auf Kunstgegenstände spezialisiert hat. Doch letztendlich schafft es "Cat's Eye" immer wieder, ihm zu entwischen.
Trost findet der Pechvogel bei seiner Freundin Hitomi Kisugi. Diese arbeitet praktischerweise in einem Café, das sich ganz in der Nähe seiner Arbeitsstelle befindet. Auch mit Hitomis älterer Schwester Nami (ihr gehört das Café) und Hitomis jüngerer Schwester Love, die noch zur Schule geht, versteht er sich blendend.
Was Toshi nicht ahnt: Tatsächlich handelt es sich bei "Cat's Eye" um Hitomi und ihre beiden Schwestern! Und diese stehlen nur Kunstgegenstände, die ihr verschollener Vater erschaffen hat- denn sie erhoffen sich dadurch, herauszufinden, wo er sich befindet.

Die Prämisse von "Cat's Eye" ist durchaus unterhaltsam, wenn auch nicht allzu sinnvoll. Es ist ja verständlich, dass die Schwestern ihren Vater finden wollen, aber deswegen seine Kunstwerke stehlen? Also, da gibt es sicher deutlich einfachere (und noch dazu legale!) Wege...
Man muss auch sagen: Der Anime ist recht repetitiv, da man eh weiß, dass die Kisugi-Schwestern mit ihren Plänen Erfolg haben werden und Toshi am Ende wieder frustriert in die Röhre guckt. Manches ist auch sehr weit hergeholt. So gibt es eine Folge, in der Toshi nach einem Sturz nichts mehr sehen kann und somit auch nicht sieht, dass Hitomi zur Diebesbande gehört. Am Ende der Folge funktionieren seine Augen aber wieder einwandfrei. Na, so ein Zufall!
Dennoch: Diese Mischung aus Krimi, Comedy und Romance hat einfach was. Als jemand, der nun auch nicht mehr superjung ist, fand ich es außerdem schön, dass (abgesehen von Love) mal erwachsene Charaktere, die einen Beruf haben, im Mittelpunkt stehen und nicht wie bei so vielen anderen Animes Schüler.

Apropos Charaktere: Die haben mir wirklich gut gefallen, auch wenn sie nicht allzu tiefgründig sind und hier auch keine Entwicklung stattfindet. Hitomi, Nami und Love sind einfach coole Hauptfiguren. Ich will ihre Taten nicht rechtfertigen (letztendlich sind sie halt Diebinnen), aber ich mochte es, wie raffiniert und charmant die Schwestern waren. In dem Sinne hätte ich ihr Café auch gerne mal besucht.
Ich finde es nur etwas übertrieben, dass Nesthäkchen Love eine Art "Technikgenie" ist und sie ständig irgendwelche Mega-Erfindungen am Start hat, aber gut, ohne diese wären die Kisugi-Schwestern wohl auch sehr schnell im Knast gelandet...
Toshi ist auch ein gelungener Charakter. Er kann mit seiner tollpatschigen Art für einige Lacher sorgen und er tat mir angesichts seiner ständigen Misserfolge wirklich leid. Auch dass er Hitomi so liebt, macht ihn sympathisch. Und es ist für den Zuschauer schon ulkig, dass Toshi als Polizist unwissentlich ausgerechnet mit einer Diebin eine Beziehung führt!
Zumal Toshis Naivität, wenn es um Hitomi geht, absolut verblüffend ist. Ein Beispiel: Es ist dunkel und Toshi redet mit Hitomi, die gerade als Teil von "Cat's Eye" im Einsatz ist. Hä, er erkennt die Stimme seiner eigenen Freundin nicht?

Der Zeichenstil ist nichts allzu Besonderes, aber ganz nett. Die Schwestern sind durchaus hübsch gezeichnet, sodass man schon verstehen kann, warum Toshi so verrückt nach Hitomi ist. Gut fand ich auch, dass die Charaktere immer mal wieder andere Klamotten trugen. Das urbane Setting fand ich auch passend.
Sehr gut gefallen haben mir in der Serie die Kunstgegenstände, denn die Gemälde sahen wirklich oft sehr schön aus.
Also, visuell sicherlich kein zweites "Violet Evergarden", aber passabel.

Die Musik war für mich nicht so auffällig, allerdings ist das Intro "MAGIC" von Ado ein durchaus flotter Song. Das Outro (ebenfalls von Ado) ist "CAT'S EYE", eine Neuauflage von dem Intro des alten Animes. Eine schöne Hommage!

Fazit
Hier sind zwar weder die Geschichte noch die Charaktere weltbewegend, aber es ist einfach unterhaltsam, wenn die Kisugi-Schwestern ihre Diebstähle planen und umsetzen und auch wenn Toshi mal wieder Gift und Galle spuckt, weil er "Cat's Eye " nicht fassen konnte. Die Szenen, in denen es um die Beziehung zwischen Hitomi und Toshi ging, haben mir auch gut gefallen.
Es gibt sicherlich stärkere Animeserien, aber dennoch empfand ich "Cat's Eye" als prima Zeitvertreib!
Eine Sache muss ich aber noch anmerken: Dass das Café der Schwestern ausgerechnet auch "Cat's Eye" heißen muss, finde ich ziemlich dämlich...
Beitrag wurde zuletzt am 18.04.2026 18:36 geändert.
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