• TypTV-Serie
  • Episoden26 (~)
  • Veröffentlicht27. Sep 2013
  • HauptgenresRomanze
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonOriginalwerk
  • ZielgruppeMännlich, Weiblich

Anime Beschreibung

Anime: Nagi no Asukara
© Project-118/凪のあすから製作委員会
Hikari, Manaka, Chisaki und Kaname leben als Fischmenschen im Meer. Als jedoch ihre Schule unter Wasser geschlossen wird, sind die vier Freunde auf die Schule an Land angewiesen. Dort begegnen ihnen ihre neuen Klassenkameraden mit Vorurteilen, sodass der erste Streit eigentlich vorprogrammiert ist. Als Manaka, wieder von Mitschülern gehänselt, Reißaus nimmt und im angrenzenden Waldstück eine Böschung hinunterstürzt, wird sie von Tsumugu Kihara gerettet, der ihr schon in der Klasse durch seine andere Art aufgefallen ist. Doch leider ist Manakas Kindheitsfreund Hikari nicht sehr begeistert davon, dass sich Manaka mit einem Menschenjungen anfreunden möchte …
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Anime Rezensionen

Avatar: Aodhan
V.I.P.
#1
Über eine ernste Liebesgeschichte - und Nagi no Asukara ist zweifelsohne eine - sollte man sich eigentlich freuen. Die meisten romantischen Animes sind Romcoms und schon der Abwechslung wegen wäre es nicht schlecht, wenn man auch mal in die andere Richtung gehen würde. Nun ist es aber so, dass ernste Liebesgeschichten auch höhere Ansprüche stellen, was einer der Gründe sein könnte, warum es davon so wenige gibt. Und leider muss ich wie so oft feststellen: Dieser Anime wird meinen Ansprüchen nicht gerecht.

Das hat mehrere Gründe. Der Geschichte fehlt, wie bei fast allen Originalwerken der Drehbuchautorin, der rote Faden, obwohl sie zumindest nicht so bruchstückhaft wie die von Hanasaku Iroha ist. Dabei sollten die ganzen Liebesgeschichten eigentlich genug Zusammenhalt bieten, aber vielleicht ist das Problem gerade, dass es Geschichten sind und nicht nur eine einzige. Außerdem kommt dann noch eine religiös-esoterische Nebenhandlung dazu, die viel unwichtiger ist, als sie zunächst erscheint. Nebenbei gesagt wurde auch das interessant klingende Setting gehörig in den Sand gesetzt, weil die Unterwasserwelt sehr unglaubwürdig ist (die Leute lesen dort z. B. Zeitung, schlafen in Federbetten und schauen auf handelsüblichen Fernsehern fern, im Grunde ist die Welt genauso wie die Oberwelt).

Die Serie wurde aber nicht nur schlecht aufgebaut, sie wird auch schlecht erzählt. Mit der Hälfte der Zeit (und der Charaktere) hätte man die Geschichte ohne weiteres genauso gut erzählen können. Spätestens nach einem gewissen Schlüsselereignis nach der Hälfte der Episoden nähert sich Nagi no Asukara gefährlich dem Stillstand. Das ist auch deswegen nicht so gut, weil sich die Handlung ziemlich stark an japanischen Fernsehdramen orientiert, das heißt dem Zuschauer kommt eine Welle von Kitsch und übetriebener Dramatik entgegen. Weniger davon wäre mehr gewesen.

Normalerweise könnten sympathische Charaktere einige der Schwächen ausgleichen und in dem Bereich waren die anderen Originalwerke von Okada ja sonst noch ganz in Ordnung, doch diesmal sind die Figuren überhaupt nicht gelungen. Das fängt schon mit der Heldin Manaka an, die sich für ihr Alter viel zu kindlich und naiv verhält. So ein Charakter passt vielleicht bei K-On, aber nicht bei einer ernsten Liebesgeschichte. Und die anderen Charaktere geben sich alle Mühe, um jede Sympathie zu zerstören, weil sie in Selbstvorwürfen und -mitleid versinken.
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Avatar: Pilop
V.I.P.
#2
Die Unglücklichen ketten sich so gern aneinander“. Man könnte fast meinen die Produzenten von Nagi no Asukara hätten „Emilia Galotti“ von Lessing gelesen, denn die Serie scheint unter dem zitierten Credo zu stehen. Was durch einen Fokus auf die Charaktere nicht unansprechend beginnt, entpuppt sich im Verlauf leider als forciertes Liebespolygon, in dem die Figuren nur allzu gern in ihrem Unglück zu baden scheinen.

Vielleicht sollte man in Nagi no Asukara ja wirklich eine moderne Form des bürgerlichen Trauerspiels sehen, wie es das zitierte„Emilia Galotti“ darstellt, denn da wie dort wirkt das Drama in einem Gutteil der Fälle schlicht forciert und mehr zum Zweck des Transports einer Botschaft vorhanden. Diese Botschaft wäre in diesem Anime dann wohl „An der ersten Liebe hält man ewig fest, egal wie miserabel es einem dadurch geht“. Dabei beginnt die Serie gar nicht so schlecht und sie war anfangs für mich eine der positiven Überraschungen ihrer Saison. Von Beginn an wird Wert auf die Beziehung zwischen den Figuren gelegt und auch wenn Manaka wieder das typische Modell naives bzw. kindliches, gutherziges Mädchen ist, wirkt der Rest der Hauptfiguren doch eher brauchbar. Die Anlage für eine Geschichte über Konflikte, die durch aufkeimende Liebe innerhalb einer verschworenen Freundesgruppe entstehen, wäre also vorhanden und letztendlich ist es auch so etwas in der Art geworden, nur dass man im weiteren Verlauf vollkommen übers Ziel hinausschießt. Anstatt die Anzahl der Konflikte zu begrenzen, musste hier wirklich jede der Hauptfiguren durch ihre Liebe unglücklich werden und jegliche Auflösung der Misere wurde immer wieder und durch zunehmend abstrusere Mittel hinausgeschoben. Auch ein gravierender Wendepunkt innerhalb der Serie bringt trotz vollkommen naheliegender Lösungsmöglichkeit zumindest mancher der Konflikte keinerlei Besserung, sondern verschlimmert die Lage sogar noch einmal. Das fantasylastige Setting liefert zwar die Rahmenhandlung und etliche Handlungskatalysatoren, bringt aber keine wirklich positiven Aspekte in die Geschichte ein, sondern bleibt ein Mittel zum Zweck, bei dem man sich auch wenig Gedanken um Logik macht, was ich dem Anime jetzt aber noch nicht mal wirklich vorwerfe.

Nagi no Asukara zeigt, wie man ein an sich nicht schlechtes Konzept durch völlige Übertreibung pervertieren kann. Anstatt bei der Darstellung der Liebeskonflikte innerhalb einer Freundesgruppe Gefühl zu zeigen, forciert man großes Drama und tanzt bis zum Schluss einen Reigen des Unglücklichseins, den man als Zuschauer irgendwann nur noch wahlweise belustigt oder mit einem resignierenden Kopfschütteln quittieren kann.
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Avatar: Asaki
V.I.P.
#3
Nagi no Asukara oder kurz NagiAsu, ist ein Anime, der mir gleich von der ersten Folge an, sehr gefallen hat und dies auch immer weiter steigerte.

In NagiAsu geht es halbwegs um den Altag, der vier Freunde Hikari, Manaka, Chisaki und Kaname, die nach Schließung ihrer Schule unter Wassser, nun auf die Schule an Land zurück greifen müssen. Doch schnell zeigen sich die ersten Dramen des Animes, denn der Altag rückt immer mehr in den Hintergrund und die Gefühle der Freunde spielen verrückt, denn jeder liebt jemand anderen. Doch schon bald steht ein anderes Ereigniss bevor, was das Leben der vier Freunde verändern wird.

Das ganze Setting von NagiAsu sieht auf den ersten Blick, schon mal sehr vielversprechend aus und das ist es auch, denn es ist interessant zu sehen, wie Menschen unter Wasser leben können und warum normale Menschen dies nicht können. So ist das gesamte Setting des Animes wirklich sehr gelungen und wirklich auch sehr interessant. Doch das ist längst nicht alles, denn in NagiAsu geht es nicht nur um das Leben unter Wasser, sondern auch um die Liebe und so verspricht der Anime hauptsächlich eins, jede Menge Drama. An Drama bietet der Anime wirklich eine ganze Menge, angefangen bei vielen Liebesdramen, der Hauptcharaktere, bis hin zu Dramen die das Leben der Menschen unter Wasser betreffen, aber hauptsächlich sind es Liebesdramen. Doch das finde ich, macht NagiAsu, zu einem sehr schönen Anime, der weiß, wie man Dramen halbwegs glaubwürdig macht, sodass man als Zuschauer gespannt davor sitzt und jede einzelne Minute des Animes genießt. Dabei bleibt die Spannung des Animes kaum stehen und schafft es sogar einige unerwartete Momente einfließen zu lassen, mit dennen man manchmal als Zuschauer gar nicht rechnet. So bleibt NagiAsu überwiegend sehr spannend, ab und an gibt es auch mal ein paar ruhigere Momente, die für etwas Abwechslung sorgen und so den Zuschauer sehr gut unterhalten, sodass es Spaß macht den Anime zu schauen und man gespannt darauf blickt, wie das ganze aus geht.
Nagi no Asukara, hat wirklich eine sehr schöne Story, die spannend und teilweise auch sehr traurig ist, aber trotzdem sehr gelungen.

Die Figuren des Animes, agieren sich eigentlich gut in die Geschichte ein und man kann teilweise auch sehr gut sehen, wie die Charaktere im Laufe der Geschichte wachsen und auch reifer werden, wenn auch nicht bei allen. Sympathie haben alle Charaktere auf jeden fall, bei einigen hält diese Sympathie allerdings nicht an, den bereits ab der zweiten Hälfte, geht es wie ich finde, bei einigen Charas bergab und sie werden weniger sympathisch (keine Namen nennen möchte). Überwiegend sind die Charaktere aber sympathisch und bleiben dies auch über die ganze Serie verteilt, auch wenn einige Eifersuchtsdramen ein bisschen nervig sind, aber das macht NagiAsu eben aus.

Die Animation sollte bei NagiAsu auch mal erwähnt werden, diese ist wie ich finde, recht gut gelungen. Besonders die Szenen unter Wasser sind sehr schön dargestellt, zumindest vor dem großen Ereignis der zweiten hälfte. Aber dennoch sehr schön gemacht.

Fazit:
Nagi no Asukara, ist ein wirklich sehr schöner Anime, mit einer ganze Menge Drama. Bleibt er auch durchgehend spannend und bietet auch sehr schöne Unterhaltung, bei der man gerne bis zum Ende dran bleiben möchte. Mir gefiel Nagi no Asukara wirklich sehr und ich kann ihn herzens empfehlen. Ein sehr schöner Anime.
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Avatar: protator#4
Es ist schon bald eine Genre-Krankheit, dass sich technisch versierte Studios mit Geschichten profilieren möchten, die inhaltlich bereits bei Halbzeit implodieren.

Leider so auch bei "Nagi no Asukara" der Fall. Optisch eine echte Perle, aber in allen anderen Punkten ein Fall von "Hätte,wäre...wenn" und "Was zum Geier...?".


Optik und Sound:

Ich beginne ausnahmsweise mit der Optik, da dieser Punkt theoretisch mit einem Wort abgehandelt ist. Wunderschön.
... Hintergründe, Charaktere, alles ist farbenfroh und mit sehr viel Liebe zum Detail gezeichnet bzw. texturiert und die Animationen und Effekte lassen eigentlich keinen Raum für wirklich substanzielle Kritik.
Auch die Ohren haben mir zu keinem Zeitpunkt geschmerzt. Das Voiceacting war, im Rahmen des Skripts, solide und Soundeffekte sowie BGM waren stimmungsvoll aber nicht aufdringlich.

Charaktere:

Was dem Anime aber bereits sehr früh das Genick bricht, ist unter anderem der Cast.
Von absolut farblos über nervig naiv und kindisch bis zu komplett unsympatisch ... hier wurde wirklich alles vergeigt was möglich war.
Liebe Autorin: Auf welchem Planeten sind Sie aufgewachsen? Welcher Mensch, egal welchen Alters, Geschlechts oder Kulturkreises denkt, redet oder handelt so, wie dieser verquere Haufen?
Eine Otaku-Satire a`la Lucky Star ist um Welten realistischer und trotzdem sympatischer. Und umgekehrt.
Dabei ist "Nagi no Asukara" ein Liebesdrama, bei dem nunmal von Natur aus alles mit der Glaubwürdigkeit der Charaktere steht oder fällt.

Ausgerechnet die zwei zentralen Protagonisten sind die größten Reinfälle.

HIKARI ist schlichtweg ein unbeherrschter, hitzköpfiger Idiot, der seine Freunde mies, seinen heimlichen Schwarm noch mieser behandelt und bei Leuten ausserhalb der Gruppe grundsätzlich zuerst die Fäuste sprechen lässt.
Zudem ist er auch vollkommen lern-resisitent. Zwar wird hin und wieder gezeigt, wie er in Anschluß an derartige Aktionen versucht, einen Gedanken zu formen, aber ohne Erfolg.
Seine Verhaltensmuster bleiben absolut gleich und seine Charakterentwicklung ist somit gleich Null.
Bis zur letzten Folge hin einer der unsympatischsten Protagonisten, der mir je untergekommen ist. Selbst ein komplett generischer 0815-Fighting-Shounen-Held inklusive no-comon-sense Attribut wäre hier eine Verbesserung gewesen.

MANAKA, seine Kindheitsfreundin und heimliche Liebe, ist am gegenüberliegenden Ende des Spektrums anzusiedeln, und somit auf ihre Weise genauso schwer zu ertragen.
Lieb, schusselig und naiv, dass sich Balken biegen und Wände verschieben. Sie verhält sich eher wie eine weinerliche Grundschülerin, wobei selbst solche Charaktere in anderen Werken schon glaubwürdig mehr (emotionale) Reife demonstriert haben.
Ein Moe-Fehlschlag in jeder Hinsicht.

TSUMUGU, der einzige Landbewohner der Freundes-Truppe und Drehpunkt des arg aufgesetzt wirkenden Liebensdreiecks, ist auf emotionaler Ebene in etwa so interessant wie ein Backstein.
Er ist fleißig, intelligent und besitzt ein gutes Gespür für die Gefühlslage seiner Mitmenschen, wirkt aber selber eher wie die mißglückte männliche Variante einer Nagato Yuki.
Für einen recht kompetenten, sebstbewußten und eigentlich auch emotionalen Charakter ist er viel zu introvertiert und monoton. Es ist offensichtlich, welcher Typ Mensch hier dargestellt werden sollte, aber aufgrund der unausgeglichenen Charakterisierung ist auch er ein Fehlschlag.

Eine glaubwürdigere Variante dieses Typs stellt Hikaris und Akaris Vater dar. Emotional und vielschichtig, aber dennoch sehr ruhig, bedacht und mit wenig Text. Eine jüngere Version dieses Charakters hätte Tsumugu um einiges aufwerten können.

KANAME ist einfach nur farb- und teilnahmslos. Das ist als solches noch nicht unbedingt unrealistisch oder schlecht, aber es macht ihn komplett überflüssig in Hinblick auf die Rahmenhandlung.
Der einzige Grund für die Existenz dieser Figur ist das zweite, untergeordnete Liebensdreieck innerhalb der Gruppe, für das noch ein weiterer männlicher Charakter geschaffen werden musste.
Ausser einer Liebeserklärung, etwas Gefühlsgedusel und ein paar weiterer Dialoge, die in dieser Form niemals aus dem Mund eines 14jährigen stammen können, hat er der Geschichte nichts beizusteuern.

CHISAKI ist ein kleiner Lichtblick innerhalb der Protag-Truppe, da sie sich anfangs halbwegs normal und mädchenhaft verhält.
Allerdings wird sie leider im Verlauf des Drama-Parts zu dem klischeehaften und gräßlich unrealistischen "Ich-kann-deine-Gefühle-nicht-erwiedern-weil-ich-nicht-das-Recht-habe-als-einzige-glücklich-zu-sein"-Charakter ausgebaut. O...M...G...wie originell.
Schade. Sympatisch, aber ebenfalls mit Vollmaise.

Am besten gefallen hat mir definitiv AKARI, Hikaris große Schwester.
Sowohl ihre Charakterisierung als auch ihre teils nicht leichten Entscheidungen sind das sympatischste bzw. realistischste, was dieser Anime zu bieten hat.
Dass dies bei einer -wenn auch bedeutsamen- Nebenfigur der Fall ist, ist schon tragisch.

Akari hat ein Verhältnis mit einem Landbewohner, was grundsätzlich verboten ist und schwer bestraft wird, idR. mit Verbannung.
Zu ihrem Dilemma kommt hinzu, dass es sich bei diesem Herrn um den Wittwer einer verstorbenen guten Freundin handelt, die neben Ehemann Itaru auch die 9jährige MIURA zurückließ.

MIURA und ihre beste Freundin SAYU sind zunächst nur Nebenfiguren in Form von zwei frechen Grundschülerinnen, werden aber nach einem Zeitsprung in der Erzählung, beide nun ebnfalls 14, in den Kreis der Hauptfiguren aufgenommen.
Natürlich nur für weiteres, unnötiges und an den Haaren herbeiezoges Liebesdrama.
Aber das ist an diesem Punkt der Geschichte eh derart vorhersehbar, dass es dieser auch keinen Schubs mehr in die eine oder andere Richtung gibt.

MIURAs 9jährige Darstellung ist teilweise gelungen, und teilweise auch komplett Banane.
Einerseits ist das freche Gehabe der zwei kleinen Gören schon recht gut dargestellt (obwohl ich die beiden hier eher für 6-7 gehalten hätte, aber seis drum) und auch ihr irrationales Verhalten Akari gegenüber ist, bedenkt man ihr Trauma und die damit verbundenen Verlustängste, schon halbwegs plausibel.
Dass sich dieses kleine Mädchen wenige Szenen später aber selbst analysiert und diese Ängste formuliert ist einfach nur ..... .

Später sind MIURA und SAYU einfach zwei generische, ungleiche beste Freundinnen mit den üblichen Missversständnissen und Liebeskummer.
Die Identität ihrer jeweiligen Herzbuben ist allerdings wieder ... mir fällt nichts
besseres ein: totaler BS .


Eine Gemeinsamkeit teilen sich alle Protagonisten und Support-Figuren leider ebenfalls:
Es wird ständig geflennt, geheult, geschluchzt und wenn genug Zeit ist, auch noch geweint.

Bei einem Liebesdrama sind Tränen nicht unbedigt selten, sicher, aber Häufigkeit und Darstellung sind hier völlig aus dem Ruder gelaufen. Besonders bewegend wurden die jew. Szenen dadurch zudem auch nicht.
Ich bin recht nah am Wasser gebaut. Wenn eine Szene bewegend ist, verschwimmt schonmal meine Optik...und über die Jahre habe ich bei einigen guten Dramen die PauseTaste gedrückt und meine männlichen Tränen bei einer Beruhigungs-Zigarette getrocknet.
Aber hier wollte sich mein Emotionszentrum so gar nicht synchronisieren.

Story:

... recht verworren. Man hat zwar keine großen Probleme, die jeweiligen Nebenhandlungen zu verfolgen, aber vieles lenkt einfach sehr von der Haupthandlung ab und hätte in komprimerterer Form mehr Wirkung erzielt.
Schlecht strukturiert trifft es daher vllt. eher. Der Spannungsbogen ist einfach die reinste Achterbahn.
Um unnötigen Ballast befreit, hätte man die Haupthandlung auch locker in gut strukturierten 12-15 Episoden erzählen können.

Der Anime hat natürlich auch ein paar sehr schöne Szenen zu bieten, sonst hätte ich bei so viel Kritik auch trotz der guten Optik keine drei Sterne mehr gegeben.
Wegen schicker Aufmachung überhypte Blender kann ich nämlich erst recht nicht leiden.

Setting:

Ein Punkt, den ich sonst nicht unbedingt seperat aufführen würde, ...
aber in diesem Fall treffen hier viel Licht und Schatten aufeinander.

Viele der Unterwasser-Szenen gehören zum Besten, was der Anime optisch auftischt, und generell kann ich dieser Welt, in der es Menschen gibt, die in einer idyllischen, aber nicht völlig rückständigen Unterwasser-Welt leben, schon ein paar romantische Qualitäten bescheinigen.
Es gibt kulturelle und religiöse Unterschiede zwischen Land- und Meeresbewohnern, die ihre Konflikte aber eher mit Pöbeleien und kleinen Handgemengen bei gemeinsamen Saufgelagen ausleben. Schön schön ...

Vllt. hätte es Thematik und Rahmenhandlung stark beeinflußt, und dennoch:
mMn ist das Zusammenleben dieser zwei Kulturen zu harmonisch und Konflikt-frei.
Die dargestellten Probleme sollen dem Setting Glaubwürdigkeit verleihen, wirken aber durch ihren winzigen Maßstab eher lächerlich und haben höchstens den entgegengesetzten Effekt.

Entweder eine perfekte, märchenhafte Idylle oder die schonungslose Darstellung unserer menschlichen Schwächen. Alles dazwischen wirkt entweder überflüssig oder zu lasch und unglaubwürdig.

Ein weiteres Problem ist definitiv die Physik der gezeigten Welt.
Ich habe den Namen der Unterwasser-Stadt schon wieder vergessen, daher nenne ich sie mal
Bikini-Bottom^^
Hier wird unterwasser Zeitung gelesen, in normalen Betten geschlafen und vom Sofa aus der Kurzschluss-freie Ferseher bedient. Gekocht wird ganz normal mit Töpfen und Pfannen am Herd.
Und obwohl sie weder Kälte noch Nässe wirklich spüren, weil ihre Körper eine regenerierende Schutzschicht besitzt, tragen die Meeresbewohner ganz gewöhnliche Kleidung.
Das schön knackige Stück Toastbrot im Mund, auf dem Weg zur Grundschule, wird natürlich auch gezeigt...

Ich bin bestimmt nicht der einzige, dem bei diesem Anblick Schwamm-gelb wird.

Für die Story ist dies theoretisch nicht sonderlich relevant, aber andererseits will die Geschichte ernst genommen werden und dieser Unfug trägt nicht unbedingt zur Glaubwürdigkeit des Gesamtwerkes bei.


Fazit:

Unterm Strich ist "Nagi no Asukara" leider nur durchschnittlich, mit überdurchschnitter Optik, durchschnittlicher Story, im Detail arg schwächelndem Setting und unterirdischen Charakteren.

Aufgrund der tollen Optik hat der Anime einen gewissen Charme, der es einem schwer macht, trotz der schnell offensichtlichen Schwächen, abzubrechen.
Und nach zehn Episoden oder mehr hat man natürlich einiges an Zeit investiert und will zumindest wissen, wie die Sache endet.

Daher besser nur ansehen, wenns Backlog ansonsten leer ist.
Die Bilder sind hübsch, aber inhaltlich versäumt man absolut nichts.
Leider.
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Avatar: Paotto#5
Ein kleiner Hype hatte mich schon gepackt, als klar war, dass Mari Okada, die Autorin von Toradora und Hanasaku Iroha, ein neues Werk präsentiert. Vorweg: Auch wenn es das Niveau der Vorwerke nicht ganz erreicht, die altbekannten Stärken können hier auch ausgespielt werden.

Im Setting dieses Animes gibt es zwei Arten von Menschen: Diejenigen, die im Wasser leben und solche die an Land leben. Vier Jugendliche der Wasserbewohner, die auch an der Luft leben können, wechseln an eine Landschule und lernen die dortigen Bewohner kennen.

Inhaltlich reicht dies vollkommen an Story, da sich in den restlichen Folgen am Setting erst einmal nichts ändert. Die Story dreht sich vornehmlich um die Beziehung zwischen den vier Seemenschen und mehreren Landmenschen. Diverse Liebesdreiecke, eine Art Land- See- Rassismus und eine Sage rund um eine alte Tradition tragen die Story nun voran.

Was sich inhaltlich nun ein wenig träge anhört, entwickelt sich insbesondere in der zweiten Hälfte zu einem rasanten Gefühlschaos der verschiedenen Personen und zu einer ungeahnten Entwicklung und Plottwists. Ganz im Sinne anderer Werke von Mari Okada sind ganz klar die Entwicklung der Charaktere der Vordergrund, hinter dem die Geschichte des Settings nach und nach zurückweicht. Letztlich entpuppt sich Nagi no Asukara entgegen der Erwartung der ersten Folgen nicht als großes Gesellschaftsdrama, sondern ist eine klassische Coming-of-Age Geschichte in einem eher ungewöhnlichen Setting. Dazu liefert P.A. Works grade in den Unterwasserwelten ein grandioses optisches Ereignis.

Als einzigen negativen Punkt muss ich anmerken, dass mir die ersten Folgen ein wenig schwer fielen. Insbesondere Hikari ist, mit seiner Art, am Anfang etwas schwer begreiflich und nervte mich stark. Umso glücklicher war ich, dass er reift und sich sein Verhalten nicht nur ändert, sondern dass er es auch reflektiert. Dadurch wird der Anime, insbesondre in der zweiten Hälfte, zu einem echten Highlight und wenn jemand mit Charakteren, bei denen nicht alles im Leben glatt läuft, mit fiebern kann, dann könnte sich Nagi no Asukara als kleiner Geheimtipp entpuppen.
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