Guilty Crown (Anime)ギルティクラウン

  • TypTV-Serie
  • Episoden22 (~)
  • Veröffentlicht14. Okt 2011
  • HauptgenresActiondrama
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonOriginalwerk
  • ZielgruppeMännlich

Anime Beschreibung

Anime: Guilty Crown
© GUILTY CROWN COMMITTEE
Im Jahre 2029 ereignete sich Lost Christmas, ein Vorfall, bei dem das bis dahin unbekannte Apocalypse-Virus ausbrach und seitdem befindet sich Japan, insbesondere Tokio, unter der Kontrolle einer Organisation namens GHQ, die unter harter Führung versucht, eine weitere Seuche zu verhindern.

Zehn Jahre später gerät der ahnungslose Junge Shuu zwischen die Fronten der GHQ und der Undertaker, einer terroristischen Widerstandsgruppe, die scheinbar versucht, die Pläne der Regierung zu vereiteln. Dabei gelangt er zufällig in Besitz des Void Genoms, welches ihm die Fähigkeit verleiht, Waffen, Werkzeuge oder ähnliches, sogenannte Voids, aus anderen Menschen zu extrahieren. Zunächst mit der Situation überfordert, entschließt er sich doch bald, den Undertakern beizutreten, maßgeblich nach dem er das Mädchen Inori trifft, das eine wichtige Position bei den Undertakern innehat.
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Anime Zitate

  • Inori YUZURIHA

    You might be able to do it if you try. But if you don't try, you definitely can't

  • Shuu OUMA

    I was wrong, kindness is pointless.

  • Gai TSUTSUGAMI

    Do you think I can shoulder everyone's lives and not feel any weight?

  • Gai TSUTSUGAMI

    There are two paths in this world; you can wait and be selected out of this world or you adapt and change.

  • Gai TSUTSUGAMI

    If you value your everyday life, go out and protect it. Are you going to move or let life come to a standstill again?

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Anime Rezensionen

Avatar: ZakuAbumi#1
Was GUILTY CROWN, ein Anime, der die "neue Generation seines Mediums" begründen sollte, wurde, ist letzten Endes furchtbar peinlich. Vordergründig ist GC nämlich nicht die prophezeite Revolution, sondern die Gesamtheit seiner vielen populären Versatzstücke, die ohne erforderliches Können und bar jeder Durchdachtheit miteinander kombiniert wurden, was zu einem dementsprechend entarteten Ergebnis führt.


Das fängt bereits mit der gewohnten Formel an: Ouma Shuu, seines Zeichens euer typischer japanischer Oberschüler mit chronisch schwacher Persönlichkeit, trifft eines Tages auf Inori, Idol und staatlich gesuchte Terroristin, die sich prompt bei ihm einquartiert. Folglich geht also nach keinen 2 Episoden bereits die innere Logik zu Bruch, weil es allen Ernstes niemanden schert, dass auch Terroristen zur Schule oder gar an den Strand gehen, beziehungsweise sogar auf dem Pausenhof streng geheime Besprechungen über Terrorakte durchführen.

Und genau darin besteht auch das zugrundeliegende Problem, das GC des nötigen Ernstes und einer dringend nötigen Ordnung beraubt: Der Anime versucht mittels beliebter Elemente beim Publikum zu punkten, rutscht auf qualitativer Ebene jedoch graduell ab. Inori erfüllt beispielsweise als Idol keinen anderen Zweck als das Repertoire der supercell-insert songs zu erweitern und CD-Verkäufe zur Finanzierung des Projekts anzukurbeln. Vielerlei solche verkaufshelfenden Elemente werden geradezu wahllos in die Serie integriert, ohne dass sie etwas mit ihnen anzufangen weiß; und das ist bedenklich.

Inhaltlich tendiert der Anime ergo zwischen bedeutungsschwachen Ereignissen und der völligen Willkür hin und her. Kluges Foreshadowing ist GUILTY CROWN ein Fremdbegriff, von Kohärenz hält es genauso wenig und es ist in gewisser Hinsicht schon bezeichnend, dass äußerst zweifelhafte "Erklärungen" für widersprüchliche Begebenheiten o.Ä. zu guter Letzt vonseiten der Fans ausgehen und nicht vom Werk selbst.

Auf Charakterebene findet man in erster Linie nicht viel mehr als die übliche Fetischbedienungen des Zielpublikums vor: Außer Shuu, dem es genug an Persönlichkeit mangelt, damit sich die angesprochene Audienz hervorragend in ihn hineinversetzen kann und Gai, dem klassischen Antipol-Charakter, tut sich hinsichtlich der männlichen Charaktere rein gar nichts. Männliche Charaktere tauchen oft folgenweise gar nicht erst auf, erfüllen abseits konstruierter Zwecke keine großen Rollen und dienen allenfalls dazu, in einer klaren Rollenverteilung entweder die - geistig nicht ganz gesunden - Widersacher zu spielen oder gar die Vergewaltigungsfantasien der Zuschauer zu befriedigen (diese Rolle wird oft den Statisten zugewiesen), wofür sich der vielzählig vorhandene weibliche Cast hervorragend eignet. Inori wandelt beispielsweise meist in etwas, das gut und gerne als Sexspielzeug durchgehen könnte, umher und passt allenfalls gerade deshalb so gut zu Shuu, weil sie genauso langweilig und charakterlos ist wie er: Die Serie versucht stellenweise zwar zu suggerieren, sie wäre ein geeigneter Spezimen für stattfindende Charakterentwicklung, die besteht aber im Grunde genommen nur daraus, dass sie die ersten zehn Folgen als elliptischer Ein-Wort-Automat kontinuierlich "Gai..." wiederholt und die restliche Serie über eben mit "Shuu..." vorlieb nimmt. Dahinter steckt nicht viel mehr Denkansatz als hinter einer Toilettenkritzelei und bei den anderen Charakteren verhält sich das ganz ähnlich: Vom heiterem pedo bait zur sturen Persönlichkeit trotz körperlicher Behinderung bis hin zur MILF sind zahlreiche Stereotypen vertreten und so stark durchstilisiert, dass sie sich in klare Kategorien, welche Vorlieben des Publikums man mit welchem Charakter bedienen möchte, einteilen lassen. Vom englischen Begriff "fleshed out" kann man nun wirklich nicht sprechen.

Optisch fällt der Anime schlechterdings ernüchternd aus: Die Charakterzeichnungen sind zwar überwiegend konsistent gehalten und es besteht kein Zweifel, dass Production I.G zur Gestaltung der Hintergründe sein bestes Menschenmaterial mobilisiert hat, animationstechnisch ist für einen Titel, der sich partiell der Action verschrieben hat, jedoch zu wenig los. Gewaltsame Konflikte sind entgegen des Grundbausteins, der Terrorismus-Thematik, der sich GC leidlich sparsam bedient, vergleichsweise rar aufzufinden und nur in Einzelfällen sonderlich gut - und erst recht nicht mit einem distinktiven Stil oder dergleichen - animiert, greift man als erstes Mittel der Wahl doch gerne auf computeranimierte Mechas zurück, die sich nur sehr unelegant in das Bild einfügen. Inszenatorisch macht der Anime in diesen Belangen (oder aber auch generell) ebenfalls erstaunlich wenig her: Die Dramatik bewusst gesetzter Standbilder zündet in Action-Szenen, die in erster Linie von ihren Animationen leben sollten, nur sehr bedingt, wenn überhaupt.

Alles in allem ist GUILTY CROWN ein bewusst hipp und trendy gestaltetes Desaster, das einmal mehr in der Otaku-Brühe umrührt und sie nicht mit sinnvollen Zusätzen erweitert, sondern lediglich mit verführerisch-erfolgsversprechenden Zutaten, die in ihrer Kombination bei falscher Handhabung etwas Grauenerregendes ergeben, verschlimmbessert. Und der größte Witz von allen ist, dass dieser Anime auf noitaminA anläuft - einer Schiene, die es sich eigentlich zum Ziel gesetzt hat, sich von den Stoffen der meisten late night-Anime zu distanzieren. Bravo, bravissimo. Oder eben auch nicht.
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Avatar: Kaito Hasegawa#2
Guilty Crown

Ein Anime den ich vorher nie auf der Rechung hatte und von dem ich komischer Weise erst kurz vor der Ausstrahlung erfuhr, das er überhaupt existiert. Als ich dann von dem Anime hörte und das er von den selben Schreibern stammt wie Code Geass war ich gespannt und zuversichtlich das sehr gute Unterhaltung auf mich zukommt.
Und die hat mir der Anime auch geboten, wenn auch überhaupt nicht so wie ich mir das anfangs vorgestellt hatte.

Die erste Folge hat mich geflasht.
Ich war überwältigt vom OST, der Optik und eigentlich allem auch wenn das was ich sah an sich eigentlich nichts neues wahr. Die anschließenden Episoden kamen nicht mehr an das Level der ersten Folge heran aber der Anime blieb unterhaltsam auch wenn die Handlung eher gemächlich weiterging. Diese Folgen zeigten aber schon eine der Schwächen des Anime nämlich die Charaktere und deren Darstellung. Kein Charakter ist wirklich ein Sympathieträger und es wird auch kaum auf viele eingegangen ,was sie flach erscheinen lässt. Shu ist ein MC der es einem auf seine Art nicht wirklich leicht macht auch wenn ich ihn nicht in einem Atemzug mit Renton aus Eureka Seven oder Yuki aus Mirai Nikki nennen würde. Wer aber etwas gegen sensible Charaktere hat wird auch ihn nicht mögen.

Handlungstechnisch waren die ersten 10 Folgen zwar sehr gut inszeniert aber auch sehr Ereignislos. Doch dann macht Guilty Crown ab der Hälfte auf einmal eine 180 Grad Wende und aus dem Dreh kommt der Anime bis zum Ende nicht mehr heraus. Die Ruhe der ersten Hälfte verschwindet komplett und alles wird buchstäblich ins Chaos gerissen. So viele Plottwists habe ich seit der zweiten Code Geass Staffel nicht mehr erlebt.
Alles was die ersten Episode gut gemacht hat, nämlich die Inszenierung wurde über Bord geworfen zum Wohle und dafür bekam man ein Fest an Spontanität und Wahnsinn.
Der Anime bemüht sich gewisse Dinge zu erklären, bekommt das aber nicht immer perfekt hin und zwingt den Zuschauer öfters sich gewisse Dinge einfach selbst auszumalen. Der Anime an sich versucht auch Spannend zu sein und das gelingt ihm leider nicht immer, denn wirklich innovativ ist GC nunmal nicht.

Fazit :

Guilty Crown ist ein Anime der es trotz seiner offensichtlichen Schwächen geschafft hat sich in die Riege meiner Lieblingsanime zu schleichen. Und das hat auch seine Gründe. Es sind nicht die Charaktere oder die Handlung die mich zu solch einer positiven Wertung bewogen haben, sondern es ist schlicht und einfach der Unterhaltungswert.
Guilty Crown liefert neben dem starken OST und guten Animationen einfach gute Unterhaltung durch die starke Inszenierung zu Beginn und durch die Plottwists in der zweiten Hälfte.
Der Anime ist nicht der neue Stern am Animehimmel und ich bin mir auch sicher das er das nie sein wollte. Guilty Crown versucht zwar stellenweise ernst zu wirken aber es gibt auch genug Stellen an denen der Anime diese Ernsthaftigkeit bewusst ablegt zum Wohle der Unterhaltung.
Ich empfehle Guilty Crown jedem der Unterhaltung auf klassischem Niveau sucht und sich dabei nicht von Plottwists und einem nicht ganz leicht zu verstehenden Shu verschrecken lässt.
Wer einen packenden Actiontitel voller atemberaubender Effekte oder ein mitreißendes Drama erwartet der ist hier falsch.
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Avatar: Aodhan
V.I.P.
#3
Was am Anfang noch wie ein Action-Anime aussieht, entpuppt sich später als halb gare Mischung aus den üblichen Bauelementen der Late-Night-Animes. Vielleicht hätte mich Guilty Crown besser unterhalten, wenn die Action im Mittelpunkt gestanden hätte, aber da sie das nicht tat, blieb mir nichts anderes übrig, als meine ganz Aufmerksamkeit auf den unausgegorenen Rest zu richten.

In den ersten 12 Episoden ist der Anime noch einigermaßen in Ordnung und manchmal kann sogar die Action überzeugen, doch danach kommt der große Absturz. Aus welchen Gründen auch immer tritt die Action beinahe komplett in den Hintergrund und die wenigen Actionszenen, die übrig bleiben, sind auch noch schlecht animiert. Plötzlich möchte Guilty Crown ein Drama sein, was aber nicht funktioniert, weil die unglaubwürdigen Figuren sich dafür nicht eignen. Außerdem scheint der Autor das Konzept des "plot twists" missverstanden zu haben, denn die Wendungen in dieser Serie sind vollkommen wahllos. Das Problem setzt sich bei den Charakteren fort, die von einer Episode auf die nächste ihre ganze Persönlichkeit ändern, ohne dass es dafür eine plausible Erklärung gibt. Man merkt deutlich, dass hier mit der Brechstange versucht wird, den Zuschauer zu überraschen und die Geschichte mit ziemlich gewagten Kunstgriffen in die richtige Richtung zu lenken. Ab der zweiten Hälfte ist der Anime also erzählerisch eine Katastrophe.

Das wiegt doppelt schwer, weil die Charaktere mir mit wenigen Ausnahmen alle nicht gefallen haben. Vor allem die beiden wichtigsten Figuren - Shu und Inori - sind besonders schlimm. Die Hauptfigur ist durch und durch ein Emo, ähnlich unerträglich wie Renton aus Eureka Seven, aber zusätzlich dazu auch noch inkonsistent. Mit solchen schwachen Charakteren kann ich nicht mitfiebern. Inori wiederum ist eine seelenlose Hülle, deren einzige Funktion es ist niedlich und sexy auszusehen. Ein Charakter wie gemacht für die drei Ks - Kinder, Küche, Kirche - für mich einfach vollkommen unsympathisch. Natürlich wurden die Figuren auch alle nicht wirklich ausgearbeitet, was bei einem Action-Anime nicht so schlimm wäre, aber später will Guilty Crown eben ein Drama sein.
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Avatar: Eliholz
V.I.P.
#4
Anspruch:wenig
Action:mittel
Humor:wenig
Spannung:mittel
Soundtrack:8
Guilty Crown, ein Anime, den ich mir angesehen habe, nur wegen Argumente wie guter Inszenierung, überdurchschnittlicher Animation und tollem Soundtrack. Diese Versprechungen gab man mir nach Episode 5 und diese sollten sich auch bewahrheiten. Guilty Crown legt mit seinem ca. 5 minütigen Prolog wohl einen der eindrucksvollsten Starts im Serienbereich hin. Ich denke, ich übertreibe nicht, wenn ich hier von filmreif spreche. Doch kurz darauf schon die erste Ernüchterung, dass die Charaktere doch zu stereotyp und flach waren. Als dann nach rund der Hälfte der Episoden auch noch die Animationen und die Inszenierung mehr oder weniger einbrachen, schlich sich dann auch die große Langeweile bei mir ein, doch was war geschehen?


Es fängt wie gesagt schon bei den Charakteren an. Wir haben den bemitleidenswerten etwas unbeholfenen Protagonisten. Dann wäre da die fast schon willenlose Puppe Inori und der Rebellenführer Gai mit Zügen eines Anti-Helden. Nebencharaktere finden sich hier auch, die aber kaum mehr als Mittel zum Zweck bleiben. Dass die Figuren wenig Tiefgang bieten, ist an sich eigentlich nichts Schlimmes, schließlich unterhält die Action und Charaktere sind auch sympathisch, doch das Problem in dieser Hinsicht ist dann die zweite Hälfte. Ich sprach bereits von einem Animationsabfall. Schlecht werden sie nicht, viel schwerwiegender wäre dann noch der verstärkte Fokus auf ein Drama mit haarspalterischen Persönlichkeitswechseln und Plottwists. Das Verhalten der Charaktere wirkt stellenweise sehr unglaubwürdig und auch die Action - wenn sie denn vorhanden ist - ist meist deutlich schwächer animiert, was sich in den letzten beiden Episoden, vor allem in der letzten, aber wieder bessert. Und an diese Action musste ich mich beim Schauen immerhin klammern, weil mich das Drama nicht mitreißen konnte, zu ungenau wurde auf die meisten Figuren eingegangen, als dass man mit ihnen mitfühlen kann und zu schnell wandeln sie ihre Persönlichkeit.
Auch die allgemeine Hintergrundgeschichte wirkt nicht gut ausgearbeitet, es geht ein mysteriöses Virus um, es gibt mehrere Parteien, die darin involviert sind und all das hat auch noch eine schicksalhafte Vergangenheit. Doch leider werden die Umstände nicht befriedigend aufgeklärt und es kommen auch allerlei interessante Plot Devices zum Vorschein, sodass auch das leider keinen Spaß mehr macht, wenn man nicht drüber hinwegsehen kann. Und das konnte ich nicht, dafür nimmt sich der Anime zu ernst. Da helfen auch die ganzen "Voids" nicht, die, wenn Protagonist Shu sie aus den Herzen der Menschen herauszieht, sich materialsieren und immer schön passenden Nutzen haben. Ist eigentlich ne interessante Sache, aber auch eher Mittel zum Zweck.

Besonders positiv bleibt aber immer noch der Soundtrack, der einige recht schöne Stücke beinhaltet sowie ein gnadenlos fantastischen zweites Opening. Die Hintergrundmusik hält sich zwar hier und da auch mal zurück, aber zu den Höhepunkten ist sie immer voll da, am meisten überzeugt hat mich da Episode #01 und #22.

Empfehlen kann ich Guilty Crown an all diejenigen, die nichts gegen stereotype Charaktere haben und die nichts gegen abrupte Charakterwandel haben, deren einziger Zweck ist, cool wirken zu wollen. Man sollte seinen Spaß an Plottwists haben und den Willen aufbringen, diese selbst zu erklären, oder einem ist diese Erklärung egal.
Anfangs ist die Handlungsdichte nicht sehr hoch, mit der zweiten Hälfte nimmt sie zu, wobei das wegen des Charakterdramas so wirkt, die tatsächliche Handlung geht da genauso schnell voran. Wer all hiermit wenig Probleme hat und einen Anime mit einem gelungenen Design möchte, der greife zu und habe Spaß an Guilty Crown. Ich hatte ihn in Hälfte 2 eher weniger.
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Avatar: Broculi#5
Die Prämisse von Guilty Crown erinnert an große Titel wie Eureka Seven: Psalms of Planets oder Bounen no Xamdou, die mir persönlich sehr gut gefielen. Daher liegt es nahe, diesen Anime als einfache Kopie genannter Werke abzustempeln und ihn keinerlei weiterer Beachtung zu würdigen. In meinen Augen wäre dies ein fataler Fehler.


"There are only two paths you can choose.
Wie bereits eingangs erwähnt ähnelt der Plot anfänglich stark den der genannten Animes. Ein komplett normaler Junge, der ein Dasein im Schatten der Highschool verbringt und von niemanden richtig beachtet wird, trifft plötzlich auf ein Mädchen, die sich als Schlüsselfigur einer im Untergrund agierenden Bewegung, die gegen die momentanen Verhältnisse im Land rebelliert, entpuppt. Wer sich hierbei an Eureka Seven: Psalms of Planets erinnert fühlt, dem geht es genau so wie mir. Dass die einzelnen Charaktere mit ihrer Persönlichkeit und ihrer Konstellation untereinander beinahe genau so aufgestellt sind, verstärkt nur den verdacht.

Doch die Handlung nimmt einen unerwarteten Verlauf und hebt sich dadurch deutlich von seinen Vertretern ab. Ein unerwarteter Twist nach dem anderen hält den Plot spannend und den Zuschauer am Bildschirm. Das futuristische Setting mit einem post-apokalyptischen Japan als Ausgangspunkt jeglicher Handlung dient dabei nicht nur als anschauliche Kulisse, sondern wird in all seinen möglichen Auswirkungen, von nach Macht strebenden Wissenschaftlern bis zu eingeschlossenen und auf sich allein gestellte Schüler, die dem Terror eines schier unumgänglichen Todes versuchen zu entfliehen, intelligent integriert.

Auch die Charaktere werden von den Ereignissen signifikant beeinflusst. Allen voran Protagonist Ouma Shu, der im Laufe der Handlung stets in einer einfach menschlichen Weise handelt und dabei so viele Gesichter an den Tag bringt, dass man Guilty Crown schon beinahe als ein um ihn agierendes Charakter-Drama bezeichnen könnte. Etwas schwächer ist dagegen Inori. Ihre Handlungsweisen sind oftmals mysteriös und entziehen sich anfänglicher Erklärungsversuche. Deren Plausibilität gewinnt gegen Ende jedoch einiges an Substanz. Viele der Nebencharaktere, die eine nicht unwesentlich wichtige Rolle im Anime einnehmen, bleiben leider etwas seicht. So wird zwar durch indirekte und manchmal in kurzen Sequenzen direkte Charakterisierung versucht, ihnen Farbe zu verleihen. Leider reicht es nicht über bloße Anspielungen hinaus.

Das Problem mangelnder Hintergrundinformationen zieht sich dabei durch den kompletten Anime. So tauchen anfänglich immer mehr und mehr Lücken im Plot auf, die allmählich erst gefüllt werden und am Ende erst zu einem vollständigen Bild zusammengefügt werden können. Der anfänglich springende Verlauf in puncto Handlungsorte beleuchtet dabei mehrere Sichtweisen auf das Leben in dieser Welt, die einer Apokalypse beinahe entkam. Dadurch wird einiges an Sympathie für die Protagonisten und die Menschen gewonnen, die meist in einer schier auswegslosen Situation um ihr überleben kämpfen und der Verzweiflung zum Opfer fallen.

Diese vom Plot vorgegebene dunkle Atmosphäre wird meisterlich durch die Gestaltung der Hintergründe hervorgehoben. Es werden nie helle Farben verwendet und wenn, dann sind diese von dunklen Tönen umgeben und dadurch von der Dunkelheit verschlungen. Der meist einzige Lichtblick ist das Void, das in einem weiß gepaart mit blau dargestellt wird. Diese Wahl der Gestaltung ist schon beinahe paradox zu der gesamten Handlung zu sehen und trifft daher den Nagel auf den Kopf. Die Animationsqualität, die vor allem durch den hohen Anteil an Actionszenen besondere Wichtigkeit zukommt, ist meiner Meinung nach auf einem sehr hohen Niveau. Wiederholende Sequenzen oder billige Tricks entgingen meinen Augen und ich bekam ein Feuerwerk actiongeladener Kämpfe zu Augen.

Besonders hervorzuheben ist hierbei noch die musikalische Untermalung von Guilty Crown. Eine solch große Variation an starken, melodischen und abwechslungsreichen Stücken habe ich schon lange nicht mehr in einem Anime zu hören bekommen. Es wird in jeder Episode mindestens ein neues Stück gebracht. Dabei ist aber die große Anzahl nicht hinderlich. Jede musikalisch unterlegte Szene gewinnt eine gewisse Einzigartigkeit durch einen eigenen Soundtrack. In meinen Ohren ist die BGM einer der besten in einem Anime - abwechslungsreich, kraftvoll, schlicht episch.


You can sit quietly and be selected out of this world, or you can adept and change!"
Guilty Crown überzeugt mit einer unerwarteten, von Twists durchzogenen Handlung in einer post-apokalyptischen Welt. Ein sehr starker Protagonist, dessen Charakter sich im Laufe der Handlung erst findet, und ein generell sympathischer Cast eröffnen den Weg für ein bildlich sowie musikalisch perfekt inszeniertes Meisterwerk.

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