• TypTV-Serie
  • Episoden26 (~)
  • Veröffentlicht21. Jan 2002
  • HauptgenresActiondrama
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonOriginalwerk
  • ZielgruppeMännlich

Anime Beschreibung

Anime: RahXephon
Wir schreiben das Jahr 2012. Die Bevölkerung der Welt beträgt knappe 6 Millionen Menschen. Amerika, Europa, Asien, Afrika, Australien - alle wurden sie ausradiert. Nur Tokio und einige kleinere Teile Japans existieren noch.

Als Tokio überraschend angegriffen wird, ist Kamina Ayato plötzlich auf sich alleine gestellt. Geführt von der mysteriösen Mishima Reika stößt er tief unter Tokio auf einen geheimen Tempel und den Ursprung RahXephons, aber was hat es mit diesem riesigen Mecha auf sich? Was hat gerade Ayato mit ihm zu tun und welche Geheimnisse verbirgt Reika noch?
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Anime Rezensionen

Avatar: Aodhan
V.I.P.
#1
Rahxephon ist ein dramatischer Sci-Fi-Anime, der wie man es von anderen BONES-Anime kennt mehr auf zwischenmenschliche Konflikte als auf Action setzt. Eine interessante Geschichte und gute Charaktere sorgen für beste Unterhaltung.

Die komplexe und geheimnisvolle Handlung des Animes wird überwiegend auf hohem Niveau erzählt und wie bei dem jüngeren Bounen no Xamdou hat man immer das Gefühl, dass so gut wie jede Episode einen Zweck erfüllt, wodurch anders als z.B. bei Eureka Seven kaum Längen auftreten. Es wird öfter mal zu Allegorien und surrealen Szenen gegriffen, wodurch dem Zuschauer schon eine gewisse Aufmerksamkeit abverlangt wird, weil es sonst nicht immer so einfach ist der Handlung zu folgen. Glücklicherweise verliert sich der Anime aber nicht in der Bildhaftigkeit und bleibt die meiste Zeit über recht nachvollziehbar. Nur die Hintergründe bleiben ziemlich im Dunklen, was aber vielleicht auch so beabsichtigt ist, denn bei der etwas zu überhasteten Auflösung werden höchstens einige Andeutungen gemacht. Generell lässt der Anime im späteren Verlauf etwas nach, ohne dass der Gesamteindruck darunter merklich leidet, da die Hintergrundgeschichte sowieso nur die Bühne für die ganzen zwischenmenschlichen Konflikte bietet - dem eigentlichen Sahnestück von Rahxephon. Neben einer ansprechend geschriebenen Handlung besticht der Anime auch durch packend inszenierte und gut animierte Actionszenen, die auf dem ersten Blick zwar nach dem Mecha-of-the-Day-Prinzip ablaufen, aber letztendlich alle eine Bedeutung für die Entwicklung der Figuren haben.

BONES-Anime besitzen häufig eine sehr große Darstellerriege und auch Rahxephon ist da keine Ausnahme. Wie bei Eureka Seven und Bounen no Xamdou sind die Charaktere gut ausgearbeitet und selbst die Nebenrollen haben meistens ihren Platz in der Geschichte, obwohl eine so große Cast natürlich unweigerlich dazu führt, dass nicht alle Figuren im Rampenlicht stehen können. Ein Risiko bei glaubwürdigen und wenig überzeichneten Charakteren ist immer, dass sie schnell unsympathisch werden können, aber das ist bei Rahxephon zum Glück nicht der Fall. Selbst der männliche Hauptcharakter, der eigentlich keinen ausgefallenen Charaktertyp besitzt, ist durch seine Selbstzweifel recht interessant und verliert sich auch nicht wie z.B. Shinji aus Evangelion im Selbstmitleid. Trotzdem sind es vor allem wieder die weiblichen Charaktere, die mir beim Anime am besten gefallen haben.
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Avatar: Pilop
V.I.P.
#2
Evangelions kleiner Bruder. In vielen Punkten ist Rahxephon ein typischer Anime von Bones: Mechas, einiges an Charakterentwicklung und ein guter Schuss Fantasy in den SciFi-Elementen. Was leicht verwirrend beginnt, zeigt schließlich doch sein Potential, nutzt dieses letztlich aber in vielen Punkten nicht ganz aus.


Den Vergleich zum genannten Anime-Klassiker Evangelion will ich ja nicht überstrapazieren und doch bin ich überzeugt, dass es Rahxephon ohne diesen Anime in dieser Form nie gegeben hätte. Von der Art der Mechas und deren Widersacher über den stärkeren Fokus auf der seelischen Balance der Hauptpersonen bis hin zu Ähnlichkeiten bei einzelnen Figuren. Es fällt einfach zu leicht daran erinnert zu werden. Selbst, dass das Ende in seiner Verständlichkeit spürbar unter dem der restlichen Serie liegt, könnte man als Parallele sehen, wäre das nicht schon ein allgemeines Charakteristikum von Bones. Doch es ist keine billige Kopie der Serie, sondern man nimmt nur Anleihen daran, weshalb das noch kein wirklicher Kritikpunkt ist. Schwerer wiegt da, dass man qualitätsmäßig immer unter dem Vergleichsanime bleibt. Die Action ist nicht so mitreißend und die Charaktere nicht annähernd so interessant. Alles spielt sich niveaumäßig eine Stufe niedriger ab. Besonders schade ist das bei den Charakteren, bei denen es gute Ansätze gäbe, die dann aber meist nicht voll ausgenutzt werden und wo einem manche Verhaltensweise mitunter zu befremden vermag.

Aber das alles klingt jetzt schon zu negativ, denn für sich betrachtet kann einem die Serie schon viel bieten. Die ersten zwei Episoden sind vielleicht noch etwas abschreckend (war zumindest bei mir der Fall), aber danach beginnt die Serie eine Struktur zu bekommen und bleibt bis zum Schluss gut unterhaltend. Statt vor allem auf Action zu setzen, wird auch viel Augenmerk auf die Beziehungen der – zahlreichen – Charaktere untereinander gelegt und es fällt angenehm auf, dass man die Figuren für eine Serie dieser Art noch vergleichsweise wenig überzeichnet hat. Der Handlungsverlauf bleibt motivierend, lässt in der Hintergrundgeschichte aber einige Dinge ungeklärt und erinnert gegen Ende immer stärker an Fantasy als an Science Fiction. Die gewisse Unverständlichkeit und Übertreibung zum Schluss ist schon geradezu Bones-typisch, aber wenigstens bekommt man hier dann doch ein befriedigendes Ende serviert.

Fazit:
Eine Serie mit guten Ansätzen, die durch Mängel in ihrer Ausführung dann aber hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt. Besonders die Charaktere können der hier großen Bedeutung des zwischenmenschlichen Handlungsparts nicht ganz gerecht werden. Alles in allem aber eine Serie, die einen – eine gewisse Toleranz für esoterische SciFi vorausgesetzt – bis zum Schluss gut unterhält.
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Avatar: b-s-v#3
Diese Serie verschwendet leider ihr durchaus großes Potenzial.


Bis zur 18. Episode kann man sich Rahxephon durchaus angucken. Man erlebt einen Mystery-Mecha-Anime mit Elementen einer Dementia-Story. Nicht weltbewegend aber nett, auch wenn die Story ständig von einer Richtung in die nächste springt und 90% der Charaktere, Hauptperson mit eingeschlossen, vollkommen unnatürlich in ihrem Tun und ihren Entscheidungen sind. Ab Episode 19 aber, wo Asahina plötzlich wieder auf die Bildfläche tritt, geht die ganze Geschichte einfach mal nur noch komplett den Bach runter. Die mühevoll aufgebauten Romance-Aspekte werden mit einem Schlag zu Nichte gemacht und auf einmal verliert man seine Bindung zu einem Großteil der Personen, die im Allgemeinen leider ziemlich unzureichend ausgebaut wurden.

Hätte im Prinzip wirklich eine hammermäßige Serie werden können, ist sie so wie sie schlussendlich geworden ist aber leider nicht. Dafür fehlt einfach etwas mehr Konzept und Charaktertiefe, was angesicht der Tatsache, dass RahXephon von BONES ist, doch schwer bedauerlich ist.

Wenigsten hat man aber bei den Animationen und am Design nicht gespart und so sieht die Serie rundum gut aus und bewegt sich unter diesen Aspekten auf deutlich gehobenem Niveau.

Soundtechnisch hingegen finde ich Rahxephon stellenweise schon etwas überladen, da einfach zu episch für die dürftigen Dramen-Elemente, die man hier zu untermalen sucht. Parallelen mit Eva sehe ich übrigens gar keine, weder vom Design noch von der Story oder den Personen - dummes Gewäsch.

Kurz:
Für zwischendurch vielleicht ganz nett, muss man aber nicht gesehen haben.
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Avatar: dajosch#4
Anspruch:mittel
Action:mittel
Humor:wenig
Spannung:mittel
Atmosphäre:viel
Weiß


Hört man von Rahxephon weiß man zumeist nur eines: es ist ein Anime, der sich sehr stark an Neon Genesis Evangelion orientiert. Und offengestanden ist sehr stark noch untertrieben: wie im Vorbild gibt es hier handfeste Mecha Action gepaart mit psychologischen Charakterstudien und reichlich gewürzt mit einer großen Menge Symbolismus. Das ganze wird dann noch gefüllt durch eine Storyhülse, die eigentlich nur dazu da ist interpretiert zu werden und allzu oft Zusammenhang und Spannung dem Verlangen nach noch mehr Anspielungen und Symbolik opfert.

Eben, genau wie das große Vorbild.

Statt also zu fragen, wie ähnlich Rahxephon zu NGE ist, sollte man sich eher die Frage stellen inwieweit Rahxephon sich überhaupt von NGE unterscheidet. Schafft es dieser Anime genug Eigenständigkeit aufzubauen, um sich von seinem großem Vorbild abzuheben? Kann es die Fehler des Vorbilds vermeiden? Kann es es vielleicht sogar übertreffen?

Kurzgesagt: ja und nein.

Sieht man Bilder in einem Trailer denkt man erstmal, dass die ganze Sache doch eigentlich eindeutig sein muss: dort fliegen riesige statuenhafte Roboter durch die Gegend, die man sich irgendwo zwischen Altes Ägypten/Babylon meets Gundam vorstellen kann dann trifft man auf helle Landschaftsbilder, durchzogen von Sci-Fi, die genauso gut in Star-Trek passen könnten und dann gibts oben drauf noch surreale Traumsequenzen inklusive Schachbrettböden und Bildern von Magritte im Hintergrund. Blöderweise trügt der Schein, denn was auf den ersten Blick noch interessant aussieht oder sich zumindest interessant anhört ist bei näherer Betrachtung eigentlich doch sehr gewöhnlich und weit weniger bahnbrechend als einen das der Anime glauben machen will.

Überhaupt ist dieses mehr an Konventionalität etwas, dass sich nicht nur auf die Bilder beschränkt, sondern sich sowohl in den Charakteren und der Storyline wiederfindet. Statt verstört-psychopathischer Rei, gibts beispielsweise Megumi, die eigentlich recht normal ist, wenn sie nicht das Pech hätte sich in die Liebschaft ihrer Schwester zu verknallen. Statt mutierter Mecha-Zombies die sich gegenseitig aufessen, gibts stramme Roboterkämpfe mit Schwertern, Bögen und Schusswaffen und statt storytechnischer Kernschmelze gibts tatsächlich einen sehr schönen twist plus komplett ausgebautem Ende. Kaum eine Spur also mehr vom tiefenpsychologischen Dampfhammer wie in NGE.

Und eigentlich ist das doch gar nicht mal so schlecht: Rahxephon verzichtet mit diesem Ansatz auf zuviel überheblichen Existenzialismus, wirft eine ganze Menge redundanter Symbolik weg in der NGE geradezu suhlte, und beschäftigt sich sehr viel weniger mit der Philosophie des Drehbuchauthors als mit Beziehungen zwischen im Grunde sehr viel natürlicheren Charakteren und einer stärkeren Story - das sind alles Dinge die mir in NGE immer negativ aufgefallen sind und es spricht sehr für diesen Anime, dass er genau dort angreift.

Das Problem daran ist nur, dass es Rahxephon einfach nicht gelingt, diesen neuen Fokus wirklich so auszunutzen und auszuarbeiten, damit es etwas besseres schafft als NGE. Denn, alles was Rahxephon tut, ist ein viel zu behutsames Spiel mit der Formel, in dem es am Schluss genauso viel verliert wie es gewinnt.

Beispiel Storyline: es ist, genau wie NGE, eine Erzählung von persönlichem Wachstum, über die Selbstfindung des Hauptcharakters, die mit Symbolik gespickt gleichzeitig eine Metapher für den Neubeginn einer ganzen Welt darstellt. Die Story folgt fast demselben Pfad, ist über Weite Strecken sogar langweiliger, da sie weder mit ihren Actionszenen überzeugen noch stilistisch irgendwann so mutig wird wie NGE. Da hilft auch das Ende und der twist nicht, der weit besser funktioniert als das im Vorbild der Fall war. Letzlich ist die Story zwar fokussierter, ihr gelingt es aber nicht so wirklich diesen Gewinn von Fokus in einen großen Spannungsgewinn umzutauschen; Es bleibt dazu schlicht zu sehr NGE und seiner verworrenen Erzählweise verhaftet.

Beispiel Charaktere: so glaubhafter sie sind, so uninteressant und so viele sind sie aber auch. Die Serie verplempert leider einen viel zu großen Teil ihrer Zeit darin in der Masse an Nebencharakteren zu schwimmen, deren Sinn und Zweck einem über weiter Strecken nicht klar wird. Noch schlimmer: dadurch dass sie gewöhnlicher sind, sind gerade die Charaktere auch oft langweiliger und wenn man welche hat, mit denen ein merkwürdiger philosophischer Punkt gemacht werden soll, wirkt das dann auch noch sehr viel deplatzierter als das in NGE der Fall war. Gerade dadurch, dass man in NGE solche im Kern verstörten Persönlichkeiten hatte, die eigentlich nur dazu da waren solche Punkte zu machen wog dieser Punkt nicht so schwer wie hier. Dennoch muss aber gesagt werden, dass die Charaktere zum großen Teil trotzdem sehr gut funktionieren und es der Serie gelingt dort noch einiges interessantes unterzubringen.

Beispiel Artdirection: da hat man so ein wunderbar faszinierendes Vorbild in alten Kulturen und dem Mythos um Mu und ergeht sich zum Teil auch in schön konzeptionalisierten Traumsequenzen, doch so wirklichen Einschlag hat das dann alles doch nicht. Es gibt schlicht keine Szene, die diesen Stil so brutal ausnutzt, wie das teilweise in NGE geschehen ist. Man kann nunmal über Mecha-Zombies sagen was man will, aber wenn einer davon ungemütlich direkt in die Kamera schaut und anfängt zu heulen wie ein antikes Ungeheuer, dann ist das nicht mehr lächerlich sondern nur noch angsteinflößend. So weit kommt Rahxephon schlicht nie.

Letzlich klingt also alles eher nach funktioneller aber nicht wirklich interessanter Kopie, als nach etwas das man irgendwie empfehlen könnte. Jedoch schafft es Rahxephon sich mit einem einzigen Punkt deutlich von NGE abzusetzen:

Dem Ton.

Rahxephon ist nämlich im Grunde soetwas wie ein heller optimistischer Gegenentwurf zum dunklen pessimistischen Neon Genesis. Die Charaktere sind psychologisch verstört, aber sie wissen sich zu verbessern, sie wissen proaktiv zu handeln und nicht in Selbstmitleid zu zerfließen. Die Story spielt nicht mit der Apokalypse, sondern mit der Idee einer positiven Veränderung. Der Hauptcharakter ist kein weinerliches Kind mehr, sondern ein Sinnsuchender, der am Ende diesen Sinn sogar findet. Wo NGE mit bösartigem Existenzialismus um sich wirft, ist Rahxephon also positiv. Es ist proaktiv, zeigt Hoffnung und Stärke, wo man in NGE nur Verzweiflung, Schwäche und eine seltsame Boshaftigkeit und Misanthropie erlebt. Es ist hell, wo NGE dunkel ist - weiß wo NGE schwarz ist.

Und das ist durchaus eine Stimmung, die der Anime versteht zu transportieren - Keine Symbolik wirkt hier wirklich bösartig, sondern nur mysteriös; Kein Charakter wirklich so tief verloren, dass er nicht gerettet werden kann; Kein Storyverlauf so, dass er nicht zu etwas positivem führen kann. Das funktioniert sogar so gut, dass es einen am Ende sogar merkwürdig glücklich zurücklässt - und das hätte man nun wirklich nicht erwartet!

Paradoxerweise ist es am Ende also gerade der Vergleich mit dem Original, die Rahxephon schließlich seine Existenzberechtigung gibt und es zu dem macht was es ist: eine positive und optimistische Neuinterpretation, die sich dem großen Vorbild mutig entgegenstellt. Und das ist durchaus eine Empfehlung wert, finde ich.

Fazit:
Rahxephon ist Neon Genesis Evangelion in weiß. Eine optimistische Neuinterpretation der eigentlich gleichen Geschichte, die aber genug Eigenständigkeit mitbringt um mit dem Vorbild auf Augenhöhe zu reden. Dumm nur, dass es nicht darüber hinauswachsen kann und viel zu behutsam an der bekannten Formel herumdoktort, was das Ganze eigentlich nur verschlimmbessert. Wer jedoch NGE mochte, findet in Rahxephon nicht nur einen ähnlichen Unterhaltungswert, sondern auch einen interessanten Konterpunkt.
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Avatar: Elberet#5
Zusammenfassung:


(Dieser Teil beschreibt den Hintergrund der Story und ist sozusagen eine Zusammenfassung der ersten zwei Episoden der Serie. Wer keine Spoiler mag, möge diesen Teil überspringen, aber die hier aufgeführten Informationen tragen zum Verständnis des Reviews bei und ich habe darauf geachtet, keine kritischen Informationen preiszugeben.)


Wir schreiben das Jahr 2012. Die Bevölkerung der Welt beträgt knappe 6 Millionen Menschen. Amerika, Europa, Asien, Afrika, Australien - alle wurden sie ausradiert. Nur Tokyo und einige Teile Japans existieren noch.

Zumindest glauben das die Bewohner Tokyos, und unter ihnen auch der Hauptcharakter der Serie, Kamina Ayato. (Ich verwende Namen im japanischen Stil - Familienname zuerst.) Die Realität sieht allerdings ein wenig anders aus: Die Welt wurde keineswegs zerstört, jedoch wurde Tokyo von der Außenwelt abgeschnitten - nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich. Außerhalb der Barriere zwischen Tokyo und dem Rest der Welt schreiben wir das Jahr 2025, und die Menschheit befindet sich in einem Krieg mit einem mächtigen Gegner, einer Rasse humanoider Außerirdischer, den "MU".

Ayato, unser Hauptcharakter, hat von alle dem keine Ahnung, bis ihn eines Tages ein Mädchen namens Mishima Reika unter genügend mysteriösen Umständen zu einem geheimen Tempel geleitet. Dort entdeckt Ayato RahXephon, einen gigantischen Roboter, daß er und nur er diesen Roboter kontrollieren kann, daß seine eigene Mutter kein Mensch ist und, im Laufe dieser Ereignisse, daß außerhalb der ihm bekannten Welt eine ganz andere Realität existiert.

Nach diesen eher zufällig wirkenden Ereignissen zu Beginn der Story wird das Anime hauptsächlich durch die Unsicherheit der Charaktere -- Wie wird Ayato in der Außenwelt zurechtkommen? Was sind die MU? Was ist das Geheimnis RahXephons? -- und den vielen, vielen privaten Geheimnissen der zahlreichen, gut ausgearbeiteten Charaktere angetrieben.



Details:


Animation

Mit einem Wort: Fantastisch. Angefangen bei den detaillierten Designs der Mecha, Schiffe, Flugzeuge und anderer Maschinen, bis hin zu den liebevoll gezeichneten Hintergründen ist die Animation durchweg stimmig, sehr atmosphärisch und einfach klasse. Auch die Bewegungen jedes einzelnen Charakters und die Animationen der verschiedenen Maschinen sind flüssig und realistisch, und die Spezialeffekte sind atemberaubend. Einzig das Wasser hätte etwas mehr Aufwand verdient, denn die Schiffe scheinen eher durch Wackelpudding zu fahren denn durch salziges Seewasser.

Ton

RahXephon baut nicht nur durch die hervorragenden Animationen eine tolle Atmosphäre auf, sondern insbesondere auch durch seinen wunderschönen Soundtrack. Auch nach all der Zeit, seit ich die englische Fassung dieses Reviews geschrieben habe, haben viele der RahXephon Tracks - insbesondere die Songs von Sakamoto Maaya - immernoch einen Stammplatz in meinem CD-Player. Apropops: Sakamoto Maaya singt nicht nur das Opening-Lieg, Hemisphere, sondern ist auch die seiyuu von Misihima Reika und lieh ihre Stimme zuvor schon Kanzaki Hitomi aus Vision of Escaflowne.

Story

Viele Reviews vergleichen RahXephon mit Neon Genesis Evangelion und kommen zu dem Schluß das RahXephon nur ein Remake NGEs sei, aber ich bin da anderer Meinung. Die Parallelitäten zwischen RahXephon und NGE sind rein oberflächlicher Natur. Gigantische Mecha, Teenager als Piloten besagter scheinbar unbesagter Roboter, und eine Reihe eher mysteriöser Nebencharaktere mit unbekannten Motiven und Hintergründen... doch das sind alles nur relativ unwichtige Rahmenbedingungen der eigentlichen Storys, und diese haben kaum irgendwelche Gemeinsamkeiten. Um nur ein paar Unterschiede zu nennen: Hier geht es um Zuneigung statt um Angst, um Selbstbewußtsein statt Selbstachtung, um Mythen und Fiktion statt um Religion und Glauben, Science-Fiction statt Philosophy. RahXephons Story mag dadurch weniger tiefgehend und anregend sein, sie ist dafür aber bedeutend angenehmer nachzuvollziehen, was die Serie besser verständlich und damit interessanter und spannender als NGE macht.

Charaktere

Schon die schiere Anzahl an Charakteren ist beeindruckend. Selbst heute komme ich mit ein wenig Überlegen noch auf stolze 18 Haupt- und Nebencharaktere. Sicher, diese Zahl alleine ist nicht beeindruckend, aber alle Charaktere, die mir einfielen, tragen auf die eine oder andere Weise zur Entwicklung der Story bei, haben ihren individuellen Hintergrund und werden auch gebührend entwickelt. Dazu kommen natürlich noch viele Statisten, die, abgesehen vielleicht von der einen oder anderen Comedy-Einlage, nichts beitragen. Die große Auswahl an Charakteren und ihre unterschiedlichen, originellen Motive, Hintergründe und Emotionen verleihen RahXephons Story eine ungeahnte Tiefe und Ernsthaftigkeit, zumal alle Charaktere glaubhaft entsprechend ihrer Motive handeln. Kein einziger muß auf eines der "üblichen" Klischees zurückgreifen.


Fazit:


RahXephon hat sich eindeutig einen Platz unter meinen Liebligsanimes verdient. All die tiefschürfenden Geheimnisse der Charaktere, die Fragen, die einem die ganze Zeit über unter den Nägeln brennen (zum Beispiel: Wer, oder besser WAS ist eigentlich Mishima !?) und die ernsthafte Art, in der mit den Emotionen der Charaktere umgegangen wird... Nie zuvor habe ich ein Anime gesehen das es schaffte, mir beim Zusehen so viel zu erzählen ohne dabei immer neue Plotelemente aus dem sprichwörtlichen Hut zaubern zu müsen. In meinen Augen machen die vermittelte Botschaft, die Art und Weise, wie diese herübergebracht wird, und RahXephons einzigartige Ansichten das Anime zu einer perfekten 10 (von 10). Andererseits bedeutet das, daß RahXephon gerade kein Anime für zwischendurch ist; der Zuschauer muß sich die Bedeutung des Gesehenen oft mit etwas Hirnschmalz selbst erarbeiten.

Mir selbst gefällt eben dieser Stil sehr, und jedem, der sich diese Mühe machen will, kann ich ein wirklich tolles Anime versprechen und RahXephon nur wärmstens empfehlen, doch auch Fans von viel Action und großen Robotern werden durchaus auf ihre Kosten kommen.
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Anime Kommentare

Avatar: Feuerrolf#1
WOW kann ich nur sagen!
Ein Mechaanime mit einer mystischen Geschichte, deren Melancholie einen unterschwelligen Spannungsbogen aufbaut der schon schmerzhaft ist.
Die Kämpfe sind dem Genre wirklich angemessen, doch erzeugen sie nicht diesen, sonst üblichen, Adrenalinkick. Sie passen sich viel mehr gut in die Gesamtatmosphäre ein, welche den Zuschauer mit einer gelungen Mischung aus Spannung, Romantik, Liebe, Schmerz und mystischen Geheimnissen in ihren Bann schlägt, so dieser es zu lässt. Musik und Sound tun ihr übriges, diesen Effekt zu erreichen.
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Avatar: TheSorrel#2
Als erstes mal das was mir gefallen hat:
Die Animation war durchgehend super und die Serie hat schöne romantische und dramatische Aspekte.

Allerdings: Wer glaubt, dass RahXephon nicht von NGE angekupfert ist sollte sich nochmal NGE ansehen und dann RahXephon gucken. Bei fast jeder Folge grinste alle fünf Minuten und dachte mir "Hey, das gabs auch schon bei Evangelion!" und das waren nicht nur Kleinigkeiten oder Zufälle, teilweise war das Verhalten von Ayato genau wie das von Shinji, nur unbegründeter. Wie zum Beispiel die Folge (Ich glaube 3 oder 4) wo er sich anfangs die ganze Zeit patu weigert zu kämpfen, und 5 Minuten später ohne zu zögern an einem Kampfeinsatz teilnimmt.
Ich hab mir die Serie jetzt nur bis folge 19 angesehen, aber ich denke ich gehe recht in der Annahme
dass der General oder Kommandant von TERRA Ayatos Vater ist.
An was erinnert uns das?
Und ein bisschen habe ich noch zu meckern. An manchen stellen übertreibt es der Anime mit der Dramatik, zwischendurch dachte ich sogar, das tut er um zu verstecken, dass er eine Nachmache ist.

Fazit: Ich halte den Anime in der Tat für einen Abklatsch von Evangelion. Er ist zwar gut, aber nicht besser als das Original.
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Avatar: AniFre4k#3
RahXephon erinnert etwas an NGE, aber dieser Anime ist kein billiger Abklatsch, sondern hat eine mitreißende Story und einen wunderschönen Zeichenstil. Manchmal zieht sich die Story ein wenig hin, aber im Gesamtpaket gut gelungen und schon allein wegen dem Zeichenstil sehenswert.
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Avatar: FeuerballMatschklops#4
Ich stehe total auf Mechas und dieser hier gehört für mich zu den Besten.
Natürlich kommt es hier wieder zu den mechatypischen Handlungssträngen (tolles Wort), aber RahXephon schafft es trotzdem, irgendwie anders zu sein.
Es ist eine der wenigen Serien, die ich mir wirklich mal an einem einzigen Tag komplett angesehen habe (kurze Toiletten- und Essenspausen einbezogen).
Es ist natürlich auch nur halb so lang wie z.B. SEED, aber das tut der Serie auch gut.
Viel länger hätte sie auch nicht sein dürfen, sonst wäre sie wahrscheinlich tief ins Mittelmaß abgerutscht.
So kann sie ,zum Glück, die komplette Länge über die hohe Animations- un d Synchronisationsqualität
halten.
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Avatar: Otherian#5
Ein sehr vielversprechender Anime, welcher einen wirklich guten Eindruck auf mich macht (auf die ersten Folgen bezogen). Nur ein Fakt stört mich und das ist eigentlich auch der Grund meines postens: Die Sprünge zwischen den Episoden!

Bin ich nur zu blöd dazu oder bekomm ich da etwas nicht mit oder was? ... was meine ich genau? -zB. zwischen Episode 4 und 5 ... in Episode 4 kommt es so vor als würde Ayato alle hassen, in Episode 5 ist schon wieder nichts mehr von alledem zu spüren. Oder aber die Tatsache das er sich anfangs patou weigert zu kämpfen und in der nächsten Episode hat er sich einfach damit abgefunden o_o ... all diese Sachen wirken ein wenig komisch, mindern aber dennoch nicht meine gute Meinung ^^ (falls jemand antwort oder so weiß -> PN me ^^)

Die Musikalische Gestaltung gefällt mir, die Animationen sind auch nicht schlecht, die Mechas sind ordentlich gezeichnet -ein positives Gesammtbild bisher ^^
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