Shigatsu wa Kimi no Uso: Sekunden in Moll (Anime)Shigatsu wa Kimi no Uso / 四月は君の嘘

  • TypTV-Serie
  • Episoden22 (~)
  • Veröffentlicht10. Okt 2014
  • HauptgenresSentimentales Drama
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonManga
  • ZielgruppeMännlich

Anime Beschreibung

Anime: Shigatsu wa Kimi no Uso: Sekunden in Moll
© 新川直司・講談社/「四月は君の嘘」製作委員会
Kousei Arima war ein weithin bekannter Klavierspieler, doch seine Karriere endete abrupt, als mit dem Tod seiner Mutter und Lehrerin seine Welt zusammenbrach. Aufgrund des Schocks ist er seitdem nicht mehr in der Lage, die Töne oder den Klang seines Klaviers wahrzunehmen. Seine ehemals von Musik geprägte Welt versank in Stille und Dunkelheit.

Auch zwei Jahre später ist Kousei immer noch entschlossen, ein Leben ohne Musik zu führen. Seine Freizeit verbringt er lieber mit seinen Freunden Ryouta Watari und Tsubaki Suwabe. Doch ein Mädchen wirft schließlich seine Vorsätze über den Haufen: Kaori Miyazono, die nicht nur wunderschön ist und eine offenherzige Persönlichkeit besitzt, sondern deren Stil Violine zu spielen einem Abbild dieser positiven Eigenschaften gleicht. Mit ihrer gefühlsbetonten Vortragsweise führt Kaori Kousei wieder hin zur Welt der Musik und zeigt ihm abermals deren Freuden.
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Anime Rezensionen

Avatar: INT#1
Erschreckend reales Meisterwerk.

Ich dachte eigentlich, Shigatsu wa Kimi no Uso wäre ein ganz normaler, gewöhnlicher Slice-of-life-Anime, aber ich hätte nicht gedacht, dass ich mich so irren könnte.

Kousei Arima wird bereits in jungen Jahren in ganz Japan als "menschliches Metronom" der Pianisten bekannt. Durch seine außergewöhnliche Präzision gewinnt er viele Wettbewerbe. Doch eines Tages stirbt seine Mutter und er kann durch den Verlust einfach nicht mehr weiterspielen. Im April seines 15. Lebensjahres trifft er auf die Violinistin Kaori Miyazono, die mit etwas unkonventionellen Methoden versucht, ihn wieder zum Klavierspielen zu überreden. Wird er jemals wieder ein gefeierter Pianist und kann er wieder an damalige Erfolge anknüpfen?

Mich persönlich interessierte die Story von Anfang an. Da ich selbst Klavier und Geige spiele, schien der Anime perfekt für mich zu sein und so entschied ich mich, ihn zu gucken. Und ja, was soll ich sagen - spannend und mitreißend bis zur letzten Minute.
Besonders real und treffend fand ich diese ständigen persönlichen Zwiespalte. Während es bei Arima häufig innere Konflikte bezüglich seiner spielerischen Leistung gibt, kommt ein ganz anderer Aspekt besonders stark hervor: Abschied. Abschied nehmen von dem, was man liebt. Abschied von Freunden nehmen, mit denen man schon Ewigkeiten befreundet ist und sich von seinem alten "Ich" verabschieden, während man erwachsen wird. Und genau das trifft mich besonders, denn ich kann mich eigentlich größtenteils mit Arima identifizieren (ich spiele aber nicht so viel Klavier). Ich bin fast mit meinem Abitur durch und kann förmlich mitfühlen, wie schwer es ist, an die Zukunft zu denken und zu wissen, dass man viele Menschen, die einem heute etwas bedeuten, schon bald verlassen muss. Irgendwie will man, dass alles so bleibt wie jetzt, dass die Zeit nicht vergeht und dass der Augenblick ewig dauert. Abschied bedeutet aber auch Neuanfang, etwas Neues zu erleben und neue Leute kennenzulernen. Für mich persönlich hat der Anime so eine wirklich starke, dramatische Wirkung.

Das Ende war, meiner Meinung nach, nicht enttäuschend, sogar ziemlich gelungen, wenn man beachtet, dass hier noch viel mit visuellen Eindrücken (neben den musikalischen, die sowieso immer vorkommen) gespielt wird, wodurch es auch irgendwie hängen bleibt.

Zwar fand ich die Openings/Endings bis jetzt "nur" gut, aber wie von einem Musikanime zu erwarten, sind die "Live-Auftritte" in klassischer Untermalung - auch für mich als Klassikfan - brilliant. Wer sich Chopin, Bach, Saint-Saens, etc. anhören will, sollte sich "Your Lie in April" nicht entgehen lassen. Aber auch die originalen Soundtracks sind einfach nur grandios. Mitreißend, traurig, glücklich, einfach nur schön. Beides zusammen ergibt ein Musikgenuss vom Feinsten den ganzen Anime hindurch.

"Alltagsdrama" als Genre würde ich teilweise schon unterstreichen. Jedoch denkt man nicht, dass dahinter auch eine gut gemacht Romanze und viele Elemente eines sentimentalen Dramas stecken. Teilweise (ich glaube, das liegt auch an der persönlichen Bedeutung für mich) ist der Anime sogar noch trauriger als Clannad. Bei Clannad konnte ich meine Tränen noch zurückhalten, aber hier: Gefühlsachterbahn vom Feinsten. Mitunter finde ich auch den Slice-of-Life-Aspekt sehr gut untergebracht. Zwar geht es eigentlich nur um knapp ein Jahr, jedoch sieht man, wie die Personen in "Your Lie in April" ihr Leben auf die Reihe bekommen - jeder auf seine Art und Weise.
Kitschig wirkt dies allemal, keine Frage. Jedoch sollte man sich einfach mal auf diesen Kitsch einlassen und die Welt der Musik, die hier präsentiert wird, genießen. Der Kitsch ist in SwKnU keineswegs eine Schwäche, sondern eine Stärke, um die Bedeutung der Musik zu verdeutlichen.

Die Animationen waren gut - zwar gab es bei vielen Statistenauftritten und unwichtigen Ereignissen häufig Standbilder. Das machte aber die wirklich wichtigen Szenen, in denen man jede kleine Bewegung am Klavier und jeden Fingerwechsel an der Geige beobachten konnte, umso besser und erstaunlicher. Ich war auch überrascht, dass man so schnell gespielte Stücke so synchron animieren konnte. 
Der eigene Zeichenstil konnte mich ebenfalls überzeugen.

Auch die Charaktere können mit viel Tiefgang beeindrucken. Obwohl die beiden Protagonisten am meisten behandelt werden (auch, wenn man über Kaori nicht viel erfährt), schenkt man jedem im Anime vorkommenden Charakter eine passende und durchdachte Hintergrundgeschichte. Selbst die unwichtig wirkenden Antagonisten können mit persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen punkten. Zwar hat Kousei etwas übertrieben dramatische Szenen, alles in allem bietet der Anime jedoch genügend Glaubwürdigkeit und Tiefgang.

Fazit:
"Erschreckend real" trifft es wohl für mich am besten. Ein Rewatch ist auf jeden Fall in Zukunft geplant, denn so ein gut gemachtes Slice-of-Life Drama sieht man nicht sehr oft. Spannende und mitreißende Handlung, gut gemachte Charaktere und klassische Musik auf Höchstniveau machen den Anime wohl zu einem Unikat.
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Avatar: Lpark
V.I.P.
#2
Wir alle kennen sie: Animes, die klasse anfangen und am Ende noch total den Bach runter gehen oder eben nicht mal ein ordentliches Ende haben. "Shigatsu" entspricht eher dem Gegenteil, ist über die meiste Zeit nur "ganz gut", hat aber eine dermaßen schöne letzte Episode, dass man fast reflexartig die 5 Sterne raushauen möchte, wobei man so jedoch die 20 Episoden vorher außer Acht lassen würde. Animes mit Thema Musik haben bei mir von vornerein schon Pluspunkte, und welche, die sich stark auf die innersten Gefühle der Charaktere konzentrieren, gehören auch zu meinen liebsten. Auch aufgrund der Beliebtheit habe ich sehr gehofft, in dieser Serie einen Favoriten zu finden, was hauptsächlich daran gescheitert ist, dass "Shigatsu" sich inhaltlich nicht auf dem überragenden Niveau seiner Animationen und Musik bewegt.

Das Hauptaugenmerk liegt hier natürlich klar auf dem Drama - und genau da hat mir Vieles nicht so gefallen. Ganz besonders bei der Sache mit Kousei's Mutter hat man wie ich finde viel zu dick aufgetragen - so dick, dass es schon beinahe ins Bizarre abgedriftet ist. Ich halte es auch immer nicht für die interessanteste Art und Weise, wenn Dramen sich rein durch Schicksalsschläge aufbauen. Richtig gute Dramen kommen eher über die Merkmale ihrer Charaktere und führen aus etwaigen Schwächen oder Inkompatibilitäten Konflikte herbei, sodass die Figuren selbst mit Verantwortung für ihre schwierigen Situationen tragen. Wenn dann ein Drama wieder über Unfälle oder Krankheiten kommt, bin ich dem von vornerein immer eher etwas abgeneigt.

Allerdings macht "Shigatsu" daraus doch insgesamt noch oftmals relativ emotionale Situationen, was durch hervorragende Musik und kunstvolle Darstellung dessen, was der Charakter durchlebt, erreicht wird. (Etwa meine ich Kousei's verlorene Fähigkeit sein Klavierspiel zu hören, die durch das Abtauchen auf den Meeresgrund dargestellt wird.) So muss ich klar sagen, war "Shigatsu" für mich durchgängig schön anzusehen und ich habe keinen Hauch von Langeweile gespürt. Speziell die Konzerte waren mir jedes mal erneut eine große Freude. Mein Problem lag aber darin, dass lange ein bestimmtes Niveau an Emotionalität nicht überschritten werden konnte, was sich erst gegen Ende änderte.

Im Folgenden werde ich noch Einiges zu spezifischen Störfaktoren und dem Ende erzählen, weswegen man sich dies auf keinen Fall durchlesen sollte, wenn man den Anime noch nicht gesehen hat.
Störfaktoren

Kousei's Mutter
Um nochmal näher auf die Geschichte mit Kousei's Mutter einzugehen: Zu erst mal ist es Klischee, dass die Mutter ihre eigenen Wünsche auf ihr Kind überträgt und dabei übertreibt. Aber wie sehr diese Mutter übertreibt und zwischen der liebenden Mutter und der, die ihr Kind unter Gewalt zum üben zwingt, schwankt, ist einfach zu viel. Entweder hätte man sich hier dafür entscheiden sollen, komplett darauf zu verzichten, die Mutter überhaupt noch als gut darzustellen oder eben man hätte alles ein bisschen abgemildert und nicht auch noch mit reingenommen, dass sie Kousei schlägt. So wirkte das Ganze viel zu unreal.

Kaoris Krankheit
Dass man das Drama um Kaori dann, eben wie bei der Mutter, auch durch eine Krankheit herbeiführt, war erstmal nichts für mich, allerdings hat das Ende hier viel wieder wett gemacht, da man, wie sich dann noch herausstellte, in der Hinsicht wirklich einem guten Plan gefolgt ist.

Die Liebesbeziehungen
Eigentlich ist von Beginn an jedem klar, auf welche Beziehungen es herausläuft: Die beiden Mädels werden auf Kousei stehen und er selbst auf Kaori. Mich hat es etwas genervt, wie man ständig noch so am vermeintlichen verschleiern war, was bei Tsubaki klein und noch wenig störend anfängt, aber dabei aufhört, dass Kousei einfach nicht mal im Geringsten glaubt, Kaori könnte vielleicht in Wirklichkeit etwas von ihm wollen, obwohl es dafür genug Anzeichen gibt und es, sind wir ehrlich: absolut offensichtlich ist. Auch Wataris alberner Charakter, der ständig hübschen Mädels hinterherrennt, macht hier sicher keine gute Figur als Kousei's Konkurrent, da man nie wirklich das Gefühl bekommt, er liebe Kaori wirklich. Darum war es für mich einfach komisch anzusehen, wie Kousei ständig wieder meinte: "Das Mädchen, das in meinen besten Freund verliebt ist." - Das hat einfach so nicht reingepasst.

Das Ende

Die letzte Episode war unbeschreiblich gut, perfekt inszeniert und hat inhaltlich das Niveau der Serie dann doch noch ziemlich angehoben, weil man die anderen Episoden in einem ganz anderen Licht gesehen hat und alles um einiges sinniger wurde. Ich hatte ja als von der Operation die Rede war schon das schlimmste, nämlich eine plötzliche Wunderheilung, erwartet, aber zum Glück behielt ich nicht Recht. Kousei's Auftritt und sein Abschließen mit Kaori war optisch so wunderschön dargestellt, dass es mich total aus den Socken gehauen hat und dann auch richtig emotional erwischt hat. Dazu kam noch der Brief, der ebenso Vieles geraderückte und die gemeinsame Zeit der Freunde als wundervoll und wertvoll reflektierte, natürlich mit dem sehr bitteren Beigeschmack, dass es nun vorbei ist. Diese eine Episode hat mich wirklich sehr gerührt.

Alles in allem ist "Shigatsu" in jedem Fall für Drama- und Musik-Fans empfehlenswert. Die Inszenierung ist durchgängig überragend, während emotional allerdings erst gegen Ende der Bann gebrochen wird - dafür dann aber richtig.
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Avatar: Asaki
V.I.P.
#3
Shigatsu wa Kimi no Uso, ein Anime, der auf seine Art und Weise, sowohl überzeugend, als auch einfach wunderschön ist. 

Mit Shigatsu ist im letzten Herbst ein Anime gestartet, der am Anfang ein paar schwierigkeiten hatte, vollends zu überzeugen, es aber dann nach und nach doch geschafft hat und uns somit ein recht realitätsnahes Werk geboten hat. Zugegeben am Anfang mag Shigatsu nicht besonders aufregend sein, gerade wegen dem Protagonisten Kousei, der zu Beginn schon ein richtiger Jammerlappen ist und sich ständig über sein Trauma beklagt. Nach einigen Folgen, wird einem aber eigentlich klar, worauf die Serie hinaus möchte und entwickelt sich zu einem doch recht realistischen Drama, was aber manchmal sehr ins Melodramatische abdriftet und ordentlich übertreibt, gerade was die zweite hälfte anbelangt. Nichts desto trotz, kann die Handlung aber weitgehend sehr gut unterhalten, wobei es so gar mehr ist als das, denn teilweise kann man mit den Charakteren gut mitfühlen, gerade weil die Emotionen wie bereits schon erwähnt, die meiste Zeit glaubwürdig bleiben. Was Shigatsu ebenfalls sehr gut auszeichnet, ist der Einsatz musikalischer Elemente, gerade Kenner Klassischer Musik Werke und deren Komponisten, werden sicher einiges an den verwendeten Stücken, die gespielt werden wieder erkennen. So ist Shigatsu wa Kimo no Uso nicht nur optisch ein kleiner Hingucker, der mit schönen Animationen und Charakterdesign punkten kann, sondern auch musikalisch ebenfalls zu empfehlen ist und das auch nicht nur wegen der Klassischen Musikstücke.

Die Charaktere der Serie, sind soweit eigentlich von Anfang recht sympathisch, auch wenn es in der zweiten hälfte teilweise etwas schlecht aussieht, da Kousei nach und nach immer mehr in den Vordergrund gerückt wird und andere Charaktere dafür immer weiter zurück geschoben werden. Trotzdem wissen die Charaktere, sowohl Haupt- als auch Nebencharaktere, weitgehend zu gefallen, sodass es eigentlich einfach sein sollte seinen Favoriten zu finden.

Fazit: Auch wenn die Serie teilweise ziemlich melodramatisch ist, so kann sie sich trotzdem sehen lassen und weiß auch genauso gut zu überzeugen. Doch sonst ist Shigatsu wa Kimi no Uso, wirklich ein sehr schöner Anime, der wirklich in vielen Punkten überzeugen kann, vorausgesetzt man mag solche Dramen.
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Avatar: RaestHD#4
Eine Liebesgeschichte, gemischt mit Klassischer Musik von berühmten Persönlichkeiten wie Mozart oder Chopin. Shigatsu wa Kimi no Uso hat so fast alles, was in meinen Augen eine gute Serie ausmacht: Musik, Humor und obendrauf eine tolle Inszenierung. Die Handlung erweist sich hingegen als taktwidrig.

“Music is freedom.“

Musik, die Kunst mit Klängen die Emotionen der Menschen zu berühren. Genau da setzt Shigatsu wa Kimi no Uso an und versucht mit einer Mischung aus jugendlicher Liebesgeschichte, emotionalen Musikstücken und auch mit der Vergangenheit mancher Figur den Zuschauer zu berühren. Das gelingt durchaus gut, auch wenn man von Seiten der alles zusammenhaltenden Inszenierung an vielen Stellen ins kitschige tritt und unter Kirschblüten begraben werden kann.

Melodramatisch und herzzerreißend und doch gleichzeitig schön tränenreich soll es sein. So was mag ich eigentlich gar nicht, doch die Protagonisten sind sympathisch. Die Rivalen auch und die Statisten und sogar die kindermisshandelnde Mutti im Rollstuhl versuchen man noch in gutes Licht zu rücken, in dieser Welt ohne Jugendämter und mit tödlicher namenloser Krankheiten. Die holprige Charakterentwicklung ist die Schattenseite der Medaille. Während Kousei über eine weite Strecke in eine nie enden wollende Depression verfällt, die bei gut der Hälfte der Episoden sogar die Story quälend träge macht, entwickeln sich die Figuren zwar auch etwas, der Handlung hilft dies aber nicht. Die ist langsam, dazu kommen noch zusätzliche Nebenhandlungen, die sich anfühlen wie reine Unterbrechungen ohne Mehrwert und die Klavierkonzerte dadurch nochmal besonders herausstechen lassen, als das Beste am Kuchen.

Die hervorragende Optik trägt da einen gutes Stück bei. Farbenfroh, strahlend, ein Traum aus Kirschblüten diese Szenen, aber auch düster, deprimierend und verzweifelnd, wenn es um die Darstellung von traumatischen Erinnerungen geht. Die Inszenierung der Klavierauftritte sind ohne Zweifel die Höhepunkte der Serie.

Shigatsu wa Kimi no Uso hat einen guten Start, tolle Musik und überwiegend sympathisch Figuren. Kränkelt wiederum bei vielen Stellen an übertrieben dargestellten Emotionen und einer oberflächlichen Handlung. Letztlich bleibt mir die Serie in Erinnerungen, auch wenn ich mir mehr erhofft hatte.
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Avatar: Xaardas
V.I.P.
#5
"...Mozart sagte: Geh auf eine Reise!...Wir sind immer noch mitten auf unserer Reise".

Ein romantisches und sentimentales Drama mit Mehrwert, adaptiert vom kurz zuvor abgeschlossenen Manga, um einen jungen Pianisten und seine Freunde, welche durch eine schwere und turbulente Zeit gehen. Diese wunderbare Mischung eingebettet in ein fantastisches Setting, welches nicht nur Mittel zum Zweck ist, machen diese Serie meiner Meinung nach zu der Besten dieser Season und sicherlich zu einem der Besten Dramas überhaupt.


Setting:

Die Geschichte beginnt mit dem Jungen Kousei Arima, welcher als hochgelobtes Talent auf dem Piano mit 12 Jahren sich selbst mit nicht mehr auf dem Piano spielen hören konnte. Für zwei Jahre das Piano meidend, trifft er auf die ihm völlig gegensätzliche Kaori Miyazono. Das gleichaltrige Mädchen stellt sein bis dahin zwei Jahre andauerndes, monochromes Leben voller Selbstzweifel komplett auf den Kopf. So beginnt er sich seiner traumatischen Kindheitserlebnisse und seiner Angst vor dem Piano zu stellen und findet auf dieser Selbstfindungsreise unter anderem neue Freunde, reift als Musiker heran und lernt Abschied von Dingen und Menschen zu nehmen, welche ihm wichtig sind. Arimas emotionale Reise ist ein ständiges auf und Ab der Gefühle, ohne dabei aufdringlich, kitschig oder überzeichnet emotional zu sein. Sie bleibt stets spannend und unterhaltsam und wartet mit vielen Höhepunkten auf den Zuschauer, welche ihn erstaunen und begeistern, aber auch ein ums andere Mal emotional berühren. Einzig die etwas zu heiteren Kommentare der Charaktere sind manchmal etwas unpassend und unterbrechen eine sonst traurige Stimmung, was aber zum Glück nicht allzu häufig vorkommt,


Animationen:

Die Animationen sind Hochwertig, wenn auch etwas gegensätzlich. So ist der Zeichenstil vor allem bei den Charakteren zu Anfang vielleicht für den Einen oder Anderen erfrischend anders oder etwas befremdlich, da dieser etwas von den gewohnten Darstellungen abweicht. Man gewöhnt sich aber schnell daran. Hat man sich dann einmal von dieser Darstellung gefangen nehmen lassen, erlebt man eine Bunte aber nicht überladene Welt, in der die Charaktere teils mit ausgiebigen Details und zu teilen auch mit schlichter Einfachheit zu überzeugen wissen. Besondere Animationen findet man im Alltagsleben der Charaktere allerdings nicht und es ist auch nicht nötig. Der Anime sticht aber mit seinen CGI-Effekten bei den Auftritten der Charaktere an dem Piano und der Violine besonders hervor. Die CGI-Effekte und Zeichnungen sind bei den Bewegungen der Finger außerordentlich Detailliert und überzeugen durch die gute Einarbeitung in den Zeichenstil.


Charaktere:

Die Charaktere sind ebenfalls eine besondere Zierde, die dieser Anime vorzuweisen hat.
Die beiden Hauptcharaktere zuerst:
Kousei Arima, ein häufig zurückhaltender, ernster und gutherziger Junge von 14 Jahren, welcher als hochtalentierter Nachwuchspianist einschneidende und traumatisierende Erlebnisse gemacht hat, welche ihn zu einem interessanten und etwas unvorhersehbaren Charakter machen. Er ist mit seiner bodenständigen, aber lockeren Art, welche von der verspielten Jugendlichkeit seines Umfeldes noch unterstützt wird der sicherlich spannendste Charakter des Animes.
Kaori Miyazono ist als zweiter Hauptcharakter zu Beginn etwas undurchsichtig, aber Sympathisch und etwas Exzentrisch. Im Laufe der Geschichte erhält sie jedoch in einem überwältigenden Tempo Profil und gewinnt, trotz ihrer etwas dünnen Hintergrundgeschichte den Zuschauer ebenso schnell für sich wie sie Arima für sich gewinnt. Sie fungiert bis zum Ende der Serie als unverzichtbares Element für die Weiterentwicklung des gesamten Casts. Und besonders ihre eigentümliche Art als Violinistin macht sie zu einem einzigartigen Charakter, der wie ein erfrischender Wind durch den Anime weht.

Bei den Nebencharakteren sieht es aber nicht minder spannend aus.

Haben wir da zuerst die Kindheitsfreundin von Arima, Tsubaki Sawabe. Sie ist, anders als ihr Kindheitsfreund der Musik nicht sonderlich zugetan und verbindet damit eher negative Emotionen. Sie ist Sportlich, aufbrausend und unehrlich zu sich selbst. Sie ist ein Charakter der, ähnlich wie Arima erst zu sich selbst finden muss um sein volles Potential zu entfalten und wartet dann mit einigen Überraschungen auf.
Der beste Freund von Arima, Ryouta Watari ist das Fußball-Ass der Schule, ein begnadeter Weiberheld und ein guter Freund in der Not. Watari hat meiner Meinung nach zu wenig Aufmerksamkeit bekommen, was zwar bei 22 Episoden eh etwas schwierig gewesen wäre, aber der Wunsch auch bei diesem Nebencharakter mehr Tiefe zu erleben ist uns leider verwehrt geblieben. Nichts desto trotz ist auch Watari ein passendes Element, welches die Geschichte vielschichtiger werden lässt und gerade bei der Weiterentwicklung von Arima eine Rolle gespielt hat.
Die beiden Rivalen Takeshi Aiza und Emi Igawa sind zwei Persönlichkeiten, welche so überzeugend und einprägsam sind, dass es sicherlich auch Spaß machen würde die beiden in ihrer eigenen Geschichte besser kennen zu lernen. Sind die beiden doch durch Arimas Einfluss als Pianist erst zu solchen starken Persönlichkeiten herangewachsen. Gerade Emi mit ihrer Hassliebe zu Arima bietet Stoff für zahlreiche Lacher aber auch nachdenklich stimmende Momente. Und auch wenn Takeshi im Vergleich zu Emi zu Beginn ein wenig Blass erscheint, so ist auch dieser Charakter durch sein markantes Auftreten alles andere als langweilig und erhält sein ihm angemesses Profil.
Hiroko Seto, die Pianistin die Arima unterrichtet, sowie Arimas Mutter Saki Arima sind ebenfalls zwei unterhaltsame Charaktere. Ist da Seto, die sich selbst dafür die Schuld gibt, Arima in seine missliche Lage um seine Mutter gebracht zu haben, als sie sein Talent für das Piano entdeckt hat und die Mutter von Arima, für welche man lange Zeit weder Verständnis noch Sympathie entgegen bringen kann. Und gerade die Mutter, als Auslöser vieler Probleme rund um Arima wirkt wie eine auf den ersten Blick verdrehte und kaltherzige Person, welche nur ihre eignen Ziele im Sinn hat. Das dieses nicht so oberflächlich ist wie es scheint erfährt man in einigen Rückblicken in denen die Beweggründe und der Abschied zu ihr Thematisiert werden. Man möchte sich dann vielleicht entscheiden, ob dieser durchaus kontroverse Charakter seinen ersten bitteren Eindruck behält, oder ob man nicht doch ein wenig Mitgefühl für sie und ihr handeln aufbringen kann.
Letztendlich ist da noch die erst recht spät hinzukommende Nagi Aiza, die kleine Schwester von Takeshi. Ich fand sie bei ihrem ersten Auftritt etwas fade und unpassend im Vergleich zu den anderen, schon deutlich weiterentwickelten Charakteren. Gut, dass der erste Eindruck manchmal täuschen kann. Denn auch Sie hat eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Charaktere in dem Falle hauptsächlich Takeshi und Arima und ihr Verhältnis zueinander.


Musik:

Die Musikalische Seite dieses Animes ist ein ganz besonderer Punkt.
Zuerst einmal die Musik, welche für den Anime geschaffen wurde. Die beiden Openings und Endings sind jedes für sich sehr gelungen, wobei mir persönlich das erste Opening und das zweite Ending am besten gefallen haben. Sie sind teils heiter und teils sentimental und bilden somit einen guten Querschnitt und einen angemessenen Stand für das Setting des Animes. Die BGM ist geschickter Weise ein wenig an die im Anime selbst vorkommenden Stücke (besonders das Piano) angelehnt und gliedert sich so nahtlos und hochwertig in die Szenerie ein, sodass es mir in manchen Fällen mehr wie ein Prelude oder ein Anhang zu den klassischen Stücken vorkam als abgegrenzte BGM. Die Klassischen Stücke von Johann Sebastian Bach, Fritz Kreisler und besonders Frédérick Chopin sind wunderbar passend und gut inszeniert, sodass auch Neulinge einen schönen Einstieg in die Welt der Klassik bekommen. Außerdem tut es gut, mal wieder einen Musik-Anime zu sehen bei dem es auch in erster Linie um die Musik geht. Ob als Hauptelement oder Katalysator für die charakterliche Entwicklung, das musikalische Gesamtbild macht hier einen mitreißenden Eindruck.


Fazit:

Ein mit allen nötigen Elementen versehenes emotionales Meisterwerk. Einen Anime den man gut und gerne als Perle feiern darf und auch wieder anschauen kann. Musikalisch, Animationstechnisch und Geschichtlich stimmt hier fast alles. Für diesen Anime kann ich eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen für jeden, der sich an Drama, Komik, Klassischer Musik und eindrucksvollen Charakteren in einer gut gewichteten Mischung erfreuen kann. 4,5 von 5 Sternen mit einer Position von 4 in der Unterbewertung kann ich hier ohne zu zögern vergeben.
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Anime Kommentare

Avatar: Asane#1
Für eine Rezension reicht's nicht, für einen Kommentar ist es fast zu viel. Aber egal...

Das Negative

Eins vorweg: es wird mehr geheult als im gesamten Clannad.

Hier stimmt aber auch garnix: Kouseis Mutter ist im Grunde eine Psychopathin, die in die Innere gehört, Modell Einkunstlaufmutter ("Aber ich habe es doch nur gut gemeint!" *schluchz*). Alle haben eine furchtbare Kindheit, oder doch wenigstens eine furchtbare Krankheit. Daraus wird Drama herausgepresst, dass es wehtut.

Und ja, Dinge wie Spielblockade mag es geben, aber nicht so, wie hier präsentiert. Und unter all den großen Lügen (嘘)geistert auch die ewig stereotype Ganbatte-live-Selbstreflektion durch die Serie, wo während des Auftritts dem Protagonisten unsägliche Dinge ins Hirn gelegt werden à la "Kann ich sie mit meiner Musik erreichen?"- Liebe Produzenten und Autoren, kein Mensch auf dieser Welt denkt sowas bei einem Auftritt, da ist man voll präsent im Hier und Jetzt, das gibt es nur in euren kranken Hirnen, und das wollt ihr eurem Publikum dann auch noch als Drama verkaufen!

Das Positive

Und das Schlimmste ist: es funktioniert! Unter diesem Aspekt ist dieser Anime ein Griff in die Kloschüssel, der - man muss es eingestehen - visuell sehr ansprechend verpackt ist (daher rührt wohl auch die allgemeine Begeisterung). Und Kouheis Spiel ist echt, nicht nur markiert, das sind genau die Tastenanschläge mit genau dem Fingersatz, wie man sie auch bei echten Pianisten sehen würde. Dafür einen dicken Stern extra. Und ein halber Stern für Kaori, die auf der Melodika die Fanfare aus "Das Schloss im Himmel" spielt und damit, wie Pazu im Miyazaki-Film, die Tauben anlockt.

Und denjenigen, der sich den deutschen Titel "Sekunden in Moll" ausgedacht hat, möge der Blitz beim Scheißen treffen.
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