• TypTV-Serie
  • Episoden15 (~)
  • Veröffentlicht03. Jul 2009
  • HauptgenresGeister­geschichten, Drama
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonLight Novel
  • ZielgruppeMännlich

Anime Beschreibung

Anime: Bakemonogatari
© 西尾維新/講談社・アニプレックス・シャフト
In Bakemonogatari geht es um den Oberschüler Koyomi Araragi, der in der jährlichen japanischen Golden Week von einem Vampir angefallen und gebissen wird. Seitdem sieht er seltsame, übernatürliche Dinge wie Gespenster und Dämonen. Unter diesen paranormalen Dingen findet sich auch seine Mitschülerin Hitagi Senjougahara, die noch nie ein Wort mit ihm gewechselt hat. Sie stolpert, fällt kopfüber die Stufen hinab - und wird zum Glück noch rechtzeitig von Koyomi aufgefangen. Dabei erkennt er ihr Geheimnis - sie hat kaum Gewicht. Hitagi meint, dass es so wäre, seit sie eine seltsame Krabbe getroffen hat. Letztendlich entschließt sich Koyomi dazu, Hitagi mit ihrem Geheimnis zu helfen, weswegen er mit ihr zu Meme Oshino, einem Mann mittleren Alters, der ihm vor nicht allzu langer Zeit mit seinem Vampir-Problem helfen konnte, geht...

Jeder Arc beschäftigt sich mit Koyomi und einem anderen mysteriösen Mädchen und er fängt langsam an zu denken, dass die Ereignisse rund um die Mädchen irgendeinen zentralen Grund haben...
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Anime Zitate

  • Koyomi ARARAGI
    Being kind to everyone, simply means there’s no one special.
  • Hitagi SENJOUGAHARA
    Did you know every time you sigh, a little bit of happiness escapes?
  • Hitagi SENJOUGAHARA
    Although my life hasn’t been very fortunate until now, I’m glad if I caught your eye because of that misfortune.
  • Hitagi SENJOUGAHARA
    Different conclusions are reached when one fact is viewed from two separate points of view. When that happens, there is no immediate way to judge which point of view is the correct one. There is no way to conclude one’s own conclusion is the correct one. But for that exact reason, it is also premature to decide one’s own conclusion is wrong.
  • Hitagi SENJOUGAHARA
    I am not a friend of justice. I am an enemy of evil.

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Anime Rezensionen

Avatar: Pilop
V.I.P.
#1
Bakemonogatari, aka Ghost Story, und doch sind es nicht die Geschichten an sich, die diesen Anime tragen sondern vielmehr die Figuren, die in ihrem Mittelpunkt stehen. Statt Action oder Mystery sind es die Dialoge zwischen den Protagonisten, die diesen Anime durch ihre schnelle, schlagfertige und mitunter absurde Art mit Leichtigkeit über den Durchschnitt erheben, wobei der SHAFT-typische, abstrakte Animationsstil wieder das seine tut um diese leicht irreale Stimmung zu unterstützen.


„If I kill you, that means I'll be the one closest to you when you're on your deathbed. Isn't it romantic?” Wie oft hört man denn schon solche Worte von der Heroin gegenüber dem Helden einer Geschichte? Doch gibt dieser Satz schon ein ganz gutes Bild von der schon in der Einleitung erwähnten Stärke des Anime, den Dialogen zwischen den skurrilen Figuren. Viel zu selten bekommt man sonst leider leicht abgedrehten, schwarzen Dialoghumor zu sehen, der auch ein wenig erwachsener wirkt als sonst üblich, wenn etwa das Thema Sex zumindest vom weiblichen Cast offen angesprochen wird. Bevor es soweit ist, muss man sich aber auch hier etwas gedulden, bis Senjougahara als Protagonistin vollständig integriert ist und damit das erste von mehreren Mädchen ist, mit denen die Hauptfigur Araragi konfrontiert wird und die es allesamt gemein haben, ihn durch ihre Eigenarten, Schlagfertigkeit und Unbefangenheit aus dem Konzept zu bringen.

Was den Rest des Anime angeht, der kommt an die Dialoge nicht ganz heran. Die Geschichten haben vom Konzept her vielleicht etwas Ähnlichkeit mit Mushishi, in dem Punkt, dass das Schicksal von Menschen erzählt wird, die mit übernatürlichen Dingen in Kontakt kommen und nun davon befreit werden müssen. Dieses Konzept ist noch nicht verbraucht und die Schicksale sind auch ganz nett, aber wirklich besonders bzw. mitreißend sind sie in der Regel nicht. Die Charaktere wiederum sind gerade wegen ihrer Eigenarten sympathisch, auch wenn sie nicht gerade tiefgründig sind und man sie mitunter auch ein wenig zu offensichtlich für Fanservice missbraucht.

Was die Animation angeht braucht man ja wieder nur einen Blick auf die Screenshots werfen, SHAFT wie man es kennt. Bis auf eine manchmal etwas zu hohe Sterilität bei den Hintergründen, passt der Stil mit seiner häufigen Surrealität, den eingeworfenen Comicelementen und der oftmals düsteren, von rötlichem Farbton getragenen Grundstimmung, in seiner etwas schrägen Mischung gut zu den Dialogen und weiß deren Wirkung zu verstärken.

Fazit:
Wer auf der Suche nach gelungenem, schrägen Dialoghumor ist, der findet hier wohl den besten Vertreter aus dem Animebereich.
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Avatar: Deeleres#2
Geistergeschichten auf Asiatisch – ein wenig Grusel und dazu noch eine extra leichte Romanze. Die herausragenden Eigenschaften von Bakemonogatari sind dabei die Charaktere, ihre Dialoge und die gewaltigen Bilder, in denen sie sich bewegen.



Erzählstil

Die gesamte Geschichte wird aus der Sicht des Hauptcharakters Araragi Koyomi in der Vergangenheit kommentiert, überwiegend durch seine gesprochenen Gedanken, die seinen Eindruck von dem Moment in der Geschichte beschreiben. Der andere Teil wird dagegen durch schnell aufeinander folgenden Texttafeln aus seiner Sicht kommentiert. So wird die Vorgeschichte zur Serie, wie auch zu den einzelnen Geschichten, direkt am Anfang sehr schnell zusammengefasst, sowie seine unausgesprochenen Worte und Gedanken, während er mit anderen Dingen beschäftigt ist.

Charaktere

Ähnlich komplex sind die zahlreichen Dialoge, die Araragi Koyomi mit seinen Gegenübern führt. Zunächst wirken da Oshino Meme und Hanekawa Tsubasa sehr oberflächlich, dessen Eindruck bei Oshino sehr schnell umschlägt, während Hanekawa dagegen nur schleichend und andeutungsweise über die gesamte Handlung aufgebaut wird. Ein anderes Bild liefern Kambaru Suruga, Hachikuji Mayoi und Sengoku Nadeko, die mit ihren übernatürlichen Problemen in die Geschichte integriert werden und nachfolgend ihre Beziehung zu Araragi Koyomi erhalten. Herausstechend wird sein Verhältnis zu Senjougahara Hitagi, die jedes seiner und ihrer Worte sachlich korrekt auf der Goldwaage parat liegen hat – ein ruhiges Wasser, das sehr, sehr tief ist.

Bild- und Tongewalt

Bei diesem Anime steht der Spaß unüberseh- und -hörbar im Vordergrund. Das, was man von einer Geistergeschichte auf Anhieb erwarten würde, ist sie es jedenfalls nicht – außer grausam/blutig und das ist er an entscheidenden Stellen nicht zu knapp, und dass auch zurecht nicht in der Fernsehversion.

Die Schrifttafeln, die kein Mensch in der präsentierten Geschwindigkeit lesen kann werden in deren wahrem Tempo durch den Einsatz von der Percussion nochmals beschleunigt und sehr eindringlichen dramatisiert: Praktisch ist jeder Schlag der großen Trommel = ein neuer Text = ein Schlag auf die Pause-Taste – um es spielerisch zu beschreiben.
Es ist praktisch unumgänglich sich eine Episode mindestens zweimal anzusehen, um nur diese Informationen bewusst und zeitnah verarbeiten zu können.

Die Grundstimmung zu beschreiben, die Bakemonogatari einnimmt, kann man nur als „fröhlich“ bezeichnen. Das fällt alleine schon bei den verschiedenen, charakterbezogenen Openings auf, wie aber auch bei dem Ending, dessen Lyrik in der zwölften Episode – der Letzten der Fernsehausstrahlung – die Handlung auf beeindruckende Weise dort abrundet.
Auch die Bildfarben und der Soundtrack ergänzen sich gegenseitig, und wenn die Charaktere ihr Spiel darin spielen, bleibt diese Stimmung durchwegs erhalten.

12 Episoden

Ich kann sagen, dass mir der Anime in seiner Fernsehausstrahlung eine sehr große Freude bereitet hat, und im Hinblick auf die angekündigten drei abschließenden Episoden sich seine Bewertung eigentlich gar nicht mehr verschlechtern kann. Für mich könnten einer oder können alle lieb gewonnenen Charaktere ohne besonderen Grund tot umfallen oder vollends Ecchi werden – die ausgestrahlten zwölf Episoden sind es, die mich derart begeistert und meine Bewertung weit über die zur Verfügung stehende Skala bewegt haben.

HDTV vs. BD

Was aber kaum auffällt, ist eine Steigerung im Detailgrad, und zwar im Unterschied zwischen den ausgestrahlten Episoden und der kaufbaren Version. Praktisch jedes Bild wurde für die Blu-Ray neu gezeichnet, neu kompositioniert, und dem verstärkt abstrakten Stil angeglichen. Was im Fernsehen in HD schon Traumhaft aussah, kann sich jetzt mit einer „Steigerungsform-von-Traumhaft“ beschreiben lassen.

Finale

Meine Pause-Taste ist dem leicht geänderten Erzählstil wahrscheinlich noch dankbarer als ich, da mein Kanji-Wortschatz schon viel früher in der Serie sehr zu wünschen übrig ließ.

Mit den letzten drei nachgereichten Episoden findet diese Serie ein Ende wie man es sich wünschen kann. Hanekawa Tsubasa wird durch ihr Alter-Ego, der weißen „Katze“, nicht nur penetrant aufreizend in die zentrale Szenerie gesetzt, sondern wirkt auf die fatalste Weise schicksalhaft, ominös und extremst bedrohlich auf Araragi Koyomi und dazu auf seine Beziehung zu Senjougahara Hitagi – es ist schön der Geschichte bis zu ihrem Ende zu folgen und dann einige divergente/schmerzliche Sympathien zu den Hauptcharakteren entwickeln zu können, was nach wie vor auf die tolle und vielleicht auch ein bisschen geniale Erzählstruktur zurückzuführen ist.

Bakemonogatari ist nun für sich eine abgeschlossene Geschichte. Die von Anfang an offenen Fragen um den Hauptcharakter Araragi Koyomi, als auch Oshino Meme und Shinobu – diese bleiben nach wie vor dem Light Novel Kizumonogatari – der Fortsetzung zu Bakemonogatari – vorbehalten und werden nicht erzählt.

Aus meiner Sicht wird bis zum Schluss sehr viel Wert auf die Qualität der Serie gelegt – es passt einfach alles viel zu gut zusammen, und selbst dass wurde mit der Veröffentlichung auf BD noch verbessert. Es ist mir eine kleine Vorfreude wert, eine Hoffnung und auch ein Wunsch, dass auch die Fortsetzungen ihren Weg in eine ähnlich unterhaltsame Animeumsetzung finden werden.
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Avatar: PlayboyJoe#3
Bis vor Kurzem wusste ich gar nicht, dass die Farben Schwarz und Rot eine so große Rolle spielen können - abgesehen von Zeichnungen natürlich.
Aber nachdem in Bakemonogatari ca. jede Minute ein Screen, auf dem "Schwarz" steht, eingeblendet wird, bin ich erstmal ins Grübeln gekommen. Aber das ist nur eine Besonderheit("Oddity"), die man im Anime zu sehen bekommt...



Zuerst ein kurzer Storyabriss:

Der High School Schüler Koyomi Araragi fängt eine seiner Mitschülerinnen auf, die gerade etliche Stockwerke über ihm von der Treppe gestürzt ist, und stellt fest - Mann! Die wiegt ja kaum was!
Von diesem Zeitpunkt an hilft er diesem und weiteren Mädchen, die auf übernatürliche Art und Weise von den merkwürdigsten Problemen heimgesucht werden. Diese sind immer auf mehr oder weniger tragische Schicksale der Charaktere zurückzuführen.
Natürlich braucht Araragi auch eine Art Mentor, der ihm bei seinen "Klienten" hilft - Meme Oshino

Charaktere

Koyomi Araragi
Er ist der Hauptprotagonist neben Senjogahara und ist vom Gemüt her eher ruhig veranlagt.
Immer hilfsbereit startet er in jeden neuen Tag und wird dabei(nach Folge 1) von Senjogahara begleitet, die ihm nach ihrer Rettung durch Araragi sehr dankbar ist. In Wortgefechten mit ihr zieht er so gut wie immer den Kürzeren.

Hitagi Senjogahara
Die weibliche Hauptperson hat im Gegensatz zu Araragi vom geistigen Potential her ganz schön was auf dem Kasten.
Das lässt sie ihn bei ihren täglichen Gesprächen, die sie oft und gerne führt, immer spüren -
Es ist nicht selten der Fall, dass sie von verschiedensten Leuten "Tsundere" genannt wird.
Trotzdem steht sie immer zu ihm und bewundert ihn, was auf Gegenseitigkeit beruht.
Außerdem erscheint sie wesentlich reifer als er und überrascht ihn oftmals mit ihrer sexuellen Unbefangenheit - was übrigens alle weiblichen Personen an sich haben, denen Araragi hilft.

Meme Oshino
Dieser Herr hat Araragi schon bei seinem "Vampirproblem" geholfen. Deshalb wird er von Araragi immer besucht, wenn es darum geht, einen kompetenten Menschen zu finden, der sich mit Göttern, Teufeln, Flüchen oder anderen Dingen auskennt, die den menschlichen Verstand normalerweise überschreiten. Aber alles hat seinen Preis. Für seine Arbeit verlangt er auch mal ein größeres Sümmchen Geld, was ihn aber nicht daran hindert, in einem Rohbau sein Dasein zu fristen.

Animation
Ich denke dazu muss man nicht viel sagen.
Jede Folge war für mich eine einzige Augenweide.
Schnelle Bildwechsel stehen immer an der Tagesordnung. Dagegen hab' ich normalerweise nichts, aber was der Nachteil ist, liegt nahe:
Oft hat man kaum eine Chance, den Text vollständig zu erfassen. Wenn man dann auch noch keine guten Englischkenntnisse besitzt, hat man schlechte Karten. Aber selbst mit einem deutschen Sub sollte man noch seine Probleme haben.
Das ist aber leicht zu verschmerzen.
Was des Weiteren ins Auge sticht, sind "Hybrid-Animationen" - also teils Animation teils Echtaufnahme. Aber das kennt man ja schon und ist eine wilkommene Abwechslung.
Auch die Charakterzeichnungen sind in meinen Augen sehr gelungen. Man kann gar nicht anders als die Charaktere sympathisch zu finden. Besonders Senjogahara hab' ich sofort ins Herz geschlossen.
Insgesamt ergibt alles ein rundes Gesamtbild und ist stimmig bzw. untermalt nocheinmal die Thematik.

Dialoge
Wie schon beschrieben, sind diese auch für mich das Herzstück des Anime. Es vergeht keine Folge, in der ich nicht mindestens einmal geschmunzelt habe. Meist sind die Dialoge durch ein schnelles Hin und Her geprägt. Besonderen Spaß macht es, Senjogahara und Araragi zuzuhören. Hierbei driften die Gespräche sogar manchmal ins Absurde ab. Oder habt ihr schonmal erlebt, dass man zwei Minuten darüber diskutiert, ob jemand stumpfsinnig ist oder nicht?
Davon abgesehen muss man immer voll konzentriert sein. Dies begründet sich zum einen auf den komplexen Themen, zum anderen auf die schnelle Dialogführung und wieder zum anderen auf die Tatsache, dass der Anime für uns nur gesubbt ist - abgesehen von denjenigen, die des Japanischen mächtig sind. Somit ist es, wenn man ALLES verstehen will, unumgänglich, zwischendurch mal den "Pause-Knopf" zu drücken und eine Szene zweimal anzusehen.
Nichtsdestotrotz bin ich damit recht gut zurecht gekommen. Aber wenn die gesamte Serie deutsch gesubbt ist bzw. in ferner Zukunft sogar ein Dub zur Verfügung steht, werde ich mir den Anime mit Freude nochmal anschauen.

Opening/Ending
Das erste Opening("Staple Stable") ist schön anzuhören, aber nichts Außergewöhnliches. Das zweite und jedes folgende Opening hat mich nicht wirklich vom Sessel gerissen.
Was aber sofort im Ohr hängen blieb, war das Ending "Kimi no Shiranai Monogatari" von Supercell. Ein absoluter Ohrwurm, den ich mir auch anhören würde, wenn ich nicht gerade den Anime schaue. Hier scheiden sich aber üblicherweiße die Geister. Hört einfach selbst rein!

Zusammenfassend
lässt sich sagen, dass Bakemonogatari(bzw. Ghost Story) ein ausgezeichneter Sommertitel ist, den ich anfing zu schauen, obwohl noch nicht alle Folgen releast wurden(was ich normalerweiße nie mache) und von Folge zu Folge zum Weiterschauen motiviert. Zwar passagenweise sehr textlastig für diejenigen, die Action bevorzugen, aber gerade diese Dialoge lassen den Anime zu etwas Besonderem werden, und heben ihn somit vom Einheitsbrei ab.
Aufgrund der etwas "komplizierteren" Texte steht einem hohen Rewatchwert auch nichts im Weg. Schließlich will man ja auch alles verstanden haben. In gespannter Erwartung auf die letzten drei Episoden kann ich nur meine Empfehlung aussprechen.

EDITIERT nach Folge 12:
Obwohl ich diesen Kommentar grundsätzlich, trotz der fortschreitenden Episodenzahl, nicht erneut bearbeiten wollte, so hat mich das Ende der TV-Folgen doch motiviert, gegenteiliges zu tun, indem ich nochmals verkürzt meine Eindrücke zu den letzten drei Folgen, seit ich dieses Review verfasst habe, im Folgenden wiedergeben will.

Zunächst einmal bin ich mit Skepsis in die letzte Episode gegangen. Denn wie einen unzählige Erfahrungen bereits gelehrt haben, ist das Finale im überwiegendem Großteil aller Fälle doch eher ernüchternd, wenn nicht sogar enttäuschend oder sogar deprimierend – und das ist keinesfalls positiv, im Sinne von „deprimiert, dass es vorbei ist“, gemeint!

Doch was sich mir da bot war keineswegs ein verkorkstes Dejavu vieler anderer, unglücklich verendeter Animeserien. Im Gegenteil: An diesem Ende sollten sich Serien, die den Anspruch erheben Romancetitel zu sein, mehr als eine Scheibe abschneiden; denn selten habe ich einen Anime gesehen, der mich beim Ausklingen auf ähnliche Weise zufrieden gestellt und mir gleichzeitig Lust auf mehr gemacht hat.

Schaut man sich den Verlauf von Bakemonogatari an, so stellt man fest, dass die Serie ungefähr nach der Halbzeit doch deutlich an anfangs integrierten Elementen einbüßt.
Die hitzigen Dialoge von Araragi und Senjogahara fehlen aufgrund der Abwesenheit von Hitagi komplett. Das bedeutet jedoch nicht, dass es keine amüsanten Gespräche mehr gibt.
Es macht auch Spaß, Kanbaru, Nadeko und Hanekawa zuzuhören; aber das berühmte gewisse Etwas an Zynismus und Sarkasmus muss leider entbehrt werden.
Die Protagonisten des laufenden Arcs werden in der Regel von den Ex-Protagonisten des vorherigen Arcs begleitet. Der Plan, die Charaktere eines Arcs im Nächsten nicht gleich ins Abseits zu stellen, ist sicherlich gut gemeint; zumindest hätte man aber vereinzelt die ein oder andere Konversation zwischen Hitagi und Koyomi einfließen lassen können.
Natürlich reicht die Folgenzahl bei Weitem nicht aus, um allen Wünschen und Erwartungen gerecht zu werden. Die Animationen gelangen nach einem kleinen Hänger zwischendurch im letzten Viertel des Anime auch wieder zu alter Stärke.
Doch zu meinem Erstaunen hat gerade die letzte Folge alle guten Eigenschaften der Serie nochmals verkörpert wie keine andere. Obwohl man in Sachen Arc-Story so gut wie nichts erfährt, wird uns nochmals eindrucksvoll vor Augen geführt, dass ein „simpler“ Meinungsaustausch zwischen Araragi und Senjogahara über eine ganze Folge hinweg bestens unterhalten kann und dabei alles wieder gutzumachen scheint, was in den letzten fünf Episoden vermeintlich versäumt wurde. Das Thema Liebesbeziehung wird so offen und unkonventionell behandelt wie man es sonst kaum zu Gesicht bekommt. Trauen sich andere Gestalten aus der hiesigen Animewelt kaum das „L-Wort“ auszusprechen, bekommt man hier eine wirklich reife Variante einer Beziehung geboten, die locker mit den Großen des Genres mithalten kann.
Normalerweise würde ich mir wünschen, dass ein derart gelungenes Ende zum Wohle meiner guten Erinnerung nicht fortgesetzt werden sollte. Dennoch ist der Tsubasa-Arc nicht abgeschlossen und somit warte ich nun mit Spannung auf die letzten drei Web-Folgen, zwar mit wenig Erwartungen, aber mit umso mehr Vorfreude auf eine kleine Zugabe.
Angesichts der durchweg positiven Resonanz bin ich mir fast sicher, dass wir im nächsten Jahr eine Fortsetzung zu sehen bekommen, denn mit Bakemonogatari ist SHAFT auf jeden Fall ein mehr als hervorragender Titel gelungen.
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Avatar: ANS#4
Anspruch:viel
Action:mittel
Humor:viel
Spannung:mittel
Erotik:wenig
Koyomi Araragi ist zu spät zur Schule. Er muss sich beeilen. Doch als er die Treppe hinaufrennt, bemerkt er ein fallendes Mädchen. Von der Treppe gestürzt! Er überlegt nicht lange und fängt sie auf. Dabei realisiert er allerdings, dass sie fast nichts wiegt. Warum? Noch weiß er es nicht. Er fängt an, Nachforschungen über sie anzustellen.

Als sie dies aber bemerkt, ist ihre Reaktion relativ gewalttätig. Es wurde klargestellt, dass Koyomi sich nicht in ihre Angelegenheiten einmischen soll. Doch Koyomi sieht das Problem mit dem Untergewicht und will unbedingt helfen. Er lässt nicht locker. Als er sie später trifft, betont er die bereits verheilte Wunde, die sie bei ihrer "Reaktion" an ihm verursacht hatte.

"Wieso so schnell?", fragt sich das Mädchen, dessen Name sich übrigens als Hitagi Senjougahara entpuppt. Koyomi erzählt, er sei kürzlich von einem Vampir angegriffen worden und habe das Problem, was dadurch verursacht wurde, bei einem gewissen Meme Oshino gelöst, der Spezialist für solche Fälle ist. Dazu später mehr. Jedenfalls habe er noch etwas von der Vampir-Unsterblichkeit behalten, weshalb seine Heilung nicht so lange dauert.

Bei Hitagi scheint auch eine sogenannte "Kuriosität" im Spiel zu sein. So werden die übernatürlichen Wesen bezeichnet, die mit Menschen interagieren. Die Gründe für die Interaktion können dabei unterschiedlich sein. Schließlich hat Koyomi Hitagi überredet, zu Meme zu gehen und ihr Gewicht mithilfe der Vertreibung der Kuriosität wiederherzustellen.Und da beginnt Koyomis Abenteuer mit Hitagi und ihren kuriosen Problemen! Außer Hitagi gibt es später noch viele andere Damen, mit denen sich Koyomi ebenfalls auseinandersetzt.

So lässt sich die Story von "Bakemonogatari" beschreiben. Find ich zwar ganz interessant, aber doch etwas schwach im Vergleich zum Rest des Anime. Was ich damit sagen will ist, dass man eventuell eine etwas bessere Grundlage für die Story gebraucht hätte. Der Aufbau des Anime lässt sich übrigens als leicht episodisch betrachten, was mich persönlich etwas gestört hat. Ebenfalls fand ich aber den Wechsel von relativ erwachsener Comedy zu Romance, der gen Ende der Story stattgefunden hat, besonders überraschend und positiv.

Nun, was das Setting an sich angeht, so ist es total abgefahren. Damit meine ich in erster Linie den generellen Stil. Koyomis Monologe und auch Situationsbeschreibungen werden beispielsweise oft als Textdarstellung inmitten einer Folge gebracht, was ich so zum ersten Mal erlebt habe. Außerdem werden oft reale Fotos bzw. Aufnahmen hinzugefügt, was den abstrakten Stil untermauert. Darüber hinaus ist die gesamte Umgebung sehr farblich gestaltet. Dabei wird sehr auf Kontrast geachtet, um den aktuell wichtigeren Bereich in den Vordergrund zu bringen. Um die Atmosphäre der jeweiligen Umgebung zu betonen, wird oft die Perspektive in ihr gewechselt, damit man sich einen Eindruck davon machen kann. Mit dem passenden Sound wird die Atmosphäre schließlich komplett eingefangen. Hierbei kenne ich keinen Anime, der es besser hingekriegt hat.

Sehr beeindruckt war ich auch von den Charakteren des Anime. Koyomi könnte man zwar schlicht und ergreifend als typischen Gutmenschen betrachten, der allen immer helfen will, die gerade in Not sind, aber dem ist nicht ganz so. Seine ruhige und sehr bescheidene Art heben ihn von diesen möchtegern-Helden ab. Dabei ist die äußerst gelungene Präsentation zu beachten, wenn Koyomi beispielsweise nach einen Dank für seine Hilfe bei einem Kampf äußerst bescheiden reagiert, obwohl er doch schon fast verblutet ist. Der für mich aber noch interessantere Charakter ist Hitagi. Ihre ruhige, fast schon maschinäre Art lässt sich einfach nicht präzise beschreiben. Sie ist aber eine von den Charakteren, deren Lächeln besonders wertvoll ist. Die restlichen Charas überzeugen in erster Linie durch unterschiedliche Persönlichkeiten, die alle gut in Szene gesetzt wurden.

Und genau deshalb sind die Dialoge die größte Stärke des Anime. Das Aufeinandertreffen der verschiedenen Persönlichkeiten ergibt einen schrägen, leicht schwarzen Humor, den ich persönlich immer genossen habe.

Schließlich sei noch gesagt, dass Bakemonogatari ein ganz schön schräger Anime ist, und das absolut im positiven Sinne. Wer mal was ganz anderes ausprobieren will und/oder auf schrägen Humor steht, ist hier selbstverständlich willkommen!
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Avatar: LaNoir#5
Vorab: Die Reihenfolge nach Erscheinung(Anime) lautet: Bake -> Nise -> NekoKuro -> 2nd season(NekoShiro) ->Kizu
Die chronologische Reihenfolge lautet allerdings: Kizu -> NekoKuro -> Bake -> Nise -> 2nd series(NekoShiro)
Prinzipiell macht die Reihenfolge aber keinen allzu großen Unterschied, solange man Nisemonogatari nach Bakemonogatari schaut.

Der Hauptcharakter Koyomi Araragi wurde in den Sommerferien unfreiwillig zum Vampir. Dahinter könnte man nun den Anfang einer japanischen Fassung von Twilight vermuten, allerdings bekommt er Unterstützung von einem mysteriösen Mann namens Oshino, welcher ihm hilft, zumindest größtenteils wieder menschlich zu werden. Bleiben trotzdem noch die übermenschliche Sehstärke und seine Regenerationsfähigkeiten. Besonders letzteres erweist sich sehr schnell als hilfreich, so wird er doch gerne mal von einer Kuriosität, wie die übernatürlichen Kreaturen aus alten Legenden, die immer wieder auftauchen, genannt werden, auseinander genommen. So lernt er auch Senjogahara kennen, als sie eines Tages vom Himmel fällt - denn diese besitzt so gut wie kein Gewicht.

Bakemonogatari kann man wohl alles andere als einen normalen Anime nennen. Man wird gnadenlos mitten in die Geschichte hineingeworfen und es fehlen einem doch jede Menge Hintergrundinformationen trotz der immer mal wieder eingeworfenen Fakten. Besonders die Textwände nach dem Intro jeder Folge haben mich verzweifeln lassen. Ich empfehle niemandem, sich diesen Anime ohne sekundengenaue Stopfunktion anzuschauen, denn diese Textwände enthalten wichtige Hintergrundinformationen, sind aber innerhalb einer halben Sekunde wieder verschwunden...

Der Anime besteht größtenteils aus Gesprächen, wer einen actionreichen Anime sucht ist hier fehl am Platz. Die Gespräche sind meist wirr und springen von einem Thema zum anderen. Vorallem werden sehr häufig Japan-Insiderfakten besprochen wie die Bedeutung von Kanji. Hierbei hätte ich mir mehr Anmerkungen der Subber-Teams gewünscht, da man doch oft auf der Strecke bleibt. Gefallen haben mir aber diese kleinen Gesten, die nicht weiter thematisiert wurden, den Charakteren aber trotz der wirren Story einen recht menschlichen Charakter gaben. Als Beispiel könnte ich jetzt in der ersten Folge Araragis Verhalten nennen, während dem Gespräch ständig seinen Stift vor die Brille der Schülerratsvorsitzenden zu halten, um sich vorzustellen, wie sie ohne eben jene aussieht.

Monogatari besitzt einen großen Anteil an Fanservice, was man meist eher negativ sieht, in Monogatari hat es mich allerdings nicht sonderlich gestört. Die Geschichte wird nunmal aus der Sicht eines (pubertären) Jungen erzählt, insofern wäre es wohl unrealistischer, hätte er seine Augen unter Kontrolle, vorallem wenn man schon einen superscharfen Vampirblick besitzt. Ausserdem sind die meisten Szenen so abstrakt, dass man sich wohl eher Sorgen machen müsste, wenn man davon erregt wäre...

Lässt man sich jedoch von diesen Dingen nicht abschrecken hat man es dennoch mit einem durchdachten, ereignisreichen und vielversprechenden Anime zu tun. Wenn man also die Bereitschaft aufbringt, sich mit diesem Universum etwas mehr zu befassen und nicht einfach nur vor hat, sich berieseln zu lassen, dann kann man diesen Anime ohne schlechtes Gewissen anschauen.

Manche fragen sich jetzt vielleicht: Was macht diesen Anime denn eigentlich so sehenswert? Für mich waren es mehrere Faktoren. Die Erzählweise ist für mich komplett neu, die Inszenierung erinnert mich eher an ein Drehbuch oder Theaterstück. Die Atmosphäre gefiel mir sehr. Auch der Zeichenstil und die Farbgebung ist in machen Fällen extrem aber passend. Die Musik gefiel mir sehr gut, wobei zu erwähnen ist, dass bei jeder Einführung eines neuen Charakters ein diesem Charakter angepasster Themensong als Intro angefertigt wurde, was zeigt, dass sich für diesen Anime vom Entwicklerstudio viel Mühe gegeben wurde. Auch die Synchronsprecher wurden sorgfältig ausgewählt und passen perfekt in die jeweilige Rolle. Manche der Stimmen dürften einem aus Anime wie Angel Beats! bekannt vorkommen. Das größte Plus aber ist wohl die unglaublich verdrehte und so garantiert kein zweites Mal vorkommende Liebesgeschichte zwischen zwei so unglaublich abstrakten Charakteren, wie sie die Welt wohl noch nicht gesehen hat. Von mir erhält der Anime eine klare Empfehlung, auch wenn er...einfach...anders ist. Aber ist das nicht genau das, was man sich in der sich stetig wiederholenden Anime-Durchschnittspampe wünscht?

Widmung: Danke Sven für den Hinweis auf die Serie <3
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