Gibiate (Anime)ジビエート

  • Bewerten
  • Lesezeichen
  • Favorisieren
  • Episode kommentieren
  • Diskutieren
  • Rezensieren
  • Frage stellen
  • TypTV-Serie
  • Episoden12 (~)
  • Veröffentlicht15. Jul 2020
  • HauptgenresAction
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonOriginalwerk
  • ZielgruppeMännlich

Anime Informationen

Anime Beschreibung

»Gibiate« handelt in Japan des Jahres 2030, wo sich ein neuartiges Virus mit dem Namen Gibia in der Welt verbreitet und die Menschheit infiziert hat. Das Virus bewirkt eine Verwandlung der Menschen in verschiedene als Gibias bezeichnete Monster, die sich abhängig von den individuellen Merkmalen des Menschen, wie Alter oder Geschlecht, entwickeln. Ein zeitreisender Samurai und ein Ninja aus der Edo-Periode treffen eines Tages in der Einöde des verseuchten Japans ein. Gemeinsam mit einem Arzt suchen sie nach einem Heilmittel und müssen sich dabei sowohl gegen die Infizierten als auch gegen Gesetzlose behaupten, die auf der Suche nach etwas Nahrung ohne Skrupel vorgehen. Es beginnt eine gefährliche Reise, die überall tödliche Gefahren bereithält.
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

Anime Streams

Anime Trailer

Anime Neuerscheinungen

An dieser Stelle würden wir Dir gern eine Auswahl verschiedener Merchandise-Artikel zum Anime „Gibiate“ anzeigen. Du kannst aniSearch unterstützen, indem Du Merchandise-Artikel zum Anime „Gibiate“ mit der Hilfe unserer Eintragsmaske hinzufügst.

Anime Bilder (26 Screenshots)

Anime Charaktere

Charaktere sind das Herzstück eines jeden Animes. Möchtest Du die Charaktere zum Anime „Gibiate“ hinzufügen? Wir haben dafür einen speziellen Bereich und ein Team bei dem Du gern mitmachen kannst. Ein allgemeines Tutorial findest Du in unserem Forum, wir freuen uns auf Deine Beteiligung!

Anime Forum

Anime Rezensionen

Avatar: Nova Lunaris#1
  • Handlung
  • Animation
  • Charaktere
  • Musik
Ihr fragt euch sicherlich, warum ich in einem Gecko-Kostüm im strömenden Regen auf einem Hochhaus stehe? Hat euch schon mal jemand gesagt, du wirst es vielleicht bereuen, wenn du es nicht tust? Ja natürlich! Ein jeder hat diese Worte schon einmal gehört von den Eltern, von den Freunden oder von der Person, die man am meisten liebte. Ich sage es euch, diese Worte sind nichts als eine Lüge. Diese Worte zerstörten mein Leben und diese Worte sind der Grund für dieses dämliche Geckokostüm, das ich in einer Tankstelle um die Ecke gefunden habe. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr dieses billige Ding juckt, aber deswegen seid ihr nicht hier. Ihr wollt meine Geschichte hören, nicht wahr?

Im Nachhinein ist man immer klüger, sagen die Leute doch. Bloß, was bringt es einem im Nachhinein klüger zu sein, wenn man seine Taten nicht ungeschehen machen kann. Wieder eine dieser nutzlosen Weisheiten. Aber genug davon, ihr wolltet schließlich wissen, warum ich dieses Kostüm trage.

Alles begann, als ich mich für das Projekt »Gibiate« meldete. Dieses Projekt sollte meine einmalige Chance werden. Meine Chance auf ein besseres Leben. Zuerst wollte ich ablehnen, aber meine Freundin überredete mich letztendlich dazu. So fand ich mich also in einem großen Konferenzraum wieder, wo man über das neue Großprojekt »Gibiate« lamentierte. So weit ich es damals verstand, ging es um die Story des Animes, diese sollte in der Gegenwart spielen. Allerdings eine postapokalyptische Gegenwart besiedelt mit Monstern und allerlei anderem Gekröse. Es sollte vorrangig darum gehen ein Heilmittel für diese Monsterkrankheit zu finden. Soweit kam ich mit, als dann jedoch die Worte Samurai und Zeitreise fielen, verlor ich den Faden. Wenn ich jetzt so daran denke, hätte ich wissen müssen, dass dies die letzte Möglichkeit war, um auszusteigen. Natürlich lagen mir die Worte meiner Freundin in den Ohren, wenn du das nicht tust, wirst du es vielleicht bereuen. Also zog ich es durch. Falls ihr euch jetzt fragt, was ich da machte, ich begann ein Praktikum in einem Animationsstudio.
Im ersten Teil des Praktikums sollte ich den Charakterdesignern über die Schulter schauen. Was soll ich sagen, ihre Arbeit war in Ordnung, aber auch nicht besonders herausragend. Leider waren die Charaktere ebenso langweilig wie ihr Konzept. Zu diesem Zeitpunkt habe ich doch wirklich noch geglaubt, dass alles gut werden würde. Dann geschah es, ich wurde zu den Monsterdesignern geschickt. Rückblickend fing dort mein Martyrium an. Denn dort begegnete ich dem, was die Produzenten stolz Gibia nannten. Das erste Gibia, das das Licht der Welt erblickte, war eine schändliche Vereinigung aus einem unschuldigen Gecko, einer verstorbenen Ameise und einem überfahrenen Skorpion. Ich weiß, dass klingt wie der Anfang eines schlechten Witzes, aber leider Gottes ist es keiner. Also ich dieses Geschöpf sah, wurde mit sofort klar, das es an seiner puren Existenz litt. Das schien die Designer allerdings nicht im geringsten zu stören. Ganz im Gegenteil sie erschufen eine Missgeburt nach der anderen. Mir stiegen die Tränen in die Augen, als ich mit ansehen musste, wie diese armen gequälten Wesen ihre ersten ungelenken Schritte machen mussten. Sie verfolgten mich sogar bis in meine Träume, wo sie mich anflehten, ihrer Existenz ein Ende zu machen. Aber ich tat nichts. Stattdessen fasste ich den Entschluss, das nur eine Sache half dieses Praktikum mit heilem Verstand zu überstehen. Ihr könnt es euch vielleicht denken. Alkohol! Von diesem Tage an hatte ich immer eine Thermosflasche Vodka-O bei mir. Tatsächlich half es mir, was ich aber nicht wusste, war die Tatsache, dass der Alkohol am Ende alles nur schlimmer machte. Natürlich ich ertrug es mühelos, wie die Kämpfe aus einer Reihe von Standbildern mit Speedlines zusammengeschustert wurden. Ich ertrug es auch, wie sich die Verantwortlichen auf die Schulter klopften, weil sie die teuren Actionszenen kostengünstig fertigbekommen haben. Ich ertrug es nicht nur, ich fing sogar an es zu genießen. Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich meine alten Bobby-Cars aus dem Keller meiner Mutter holte. Warum fragt ihr euch? Damit wollten wir eine Verfolgungsjagd zwischen einem Bus und einem Kleintranporter nachstellen. Könnt ihr euch vorstellen, wie sich zwei Erwachsene auf einem Bobby-Car durch die Gegend schleppten. Klingt lustig nicht wahr? Das war es damals auch. Damals als die Welt noch in Ordnung war. Als Nächstes entsinne ich mich, wie wir im Soundstudio, die passenden Laute für die Gibia erstellten. Um die Wahrheit zu sagen, das ist keine besonders glorreiche Geschichte. Die Töne für die Gibia entstanden eher zufällig, als ich mich in einen Mülleimer übergab. Selbstverständlich hatte jemand das aufgenommen. Ein paar Tonfilter später voilà das perfekte Geräusch für die Gibiahorden. Mal abgesehen von der Sache mit dem Mülleimer, verstand ich mich blendend mit dem Tonmeister. Vielleicht lag es daran, dass er ebenfalls Alkohol bei sich hatte und ihm regelmäßig huldigte. Ich weiß noch, wie wir ein episches Orgelsolo in eine Szene eingebaut haben, bei der es überhaupt nicht passte. Auf die Genialität haben wir natürlich erst einmal Einen gekippt.
Dann erinnere ich mich an den Tag, als die Produzenten eine interessante Idee für einen Plottwist suchten. Es war bereits später Nachmittag, dementsprechend war meine Flasche ziemlich leer und ich ziemlich voll. Jedenfalls diskutierten die Herren hitzig über ein mögliches Thema für eine spannende Wendung. Gelangweilt ließ ich den Blick schweifen und entdeckte auf dem Schreibtisch eines Mitarbeiters die komplette Reihe von Alien. Was ich anschließend tat, werde ich wohl für mein restliches Leben zu tiefst bereuen. Ich murmelte beschwippst das Wort Alien, als ich versuchte den Titel der Filme zu lesen. Wie vom Donner gerührt drehte sich einer der Produzenten um und sah mich an als hätte er vor sich einen neugeborenen Messias. Falls euch nicht klar ist, was das bedeutete, dann sage ich es so. Zu der bunten Mischung aus Themen, wie Samurai, Apokalypse und Krankheit, gesellten sich nun auch noch Aliens. Und es war verflucht noch mal meine Schuld. Klar ich könnte das auf den Alkohol abschieben, aber sein wir mal ehrlich, das wäre ziemlich lahm.

Schließlich trat das ein, was unweigerlich irgendwann eintreten musste. Ich war nüchtern und das an dem Tag als der Anime seine Premiere hatte. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr gleichzeitig weinen und schreien wollt, aber ihr weder schreien noch weinen könnt, weil euch die Realität so dermaßen einen auf die Fresse haut, dass ihr einfach nur noch fassungslos da steht. Dieses Gefühl und noch viele andere überkamen mich, als mir bewusst wurde, was ich getan hatte. Ich hatte dem schlechtesten Anime aller Zeiten geholfen auf die Welt zu kommen. Ich hatte diesem Machwerk aus schlechter Story, schlechten Charakteren und Kreaturen, die so schlecht animiert wurden, dass das Wort schlecht dem gar nicht mehr gerecht wird, geholfen zu entstehen. Aber am schlimmsten war es, als im Abspann die Worte: »Besonderen Dank gilt unserem Praktikanten, der uns immer mit seinen kreativen Ideen überraschte!«, über den Bildschirm flackerten. Falls ihr glaubt, das war schon alles, dann kann ich euch nur sagen, wie naiv seid ihr eigentlich. Meine Familie verstieß mich, weil es ihr meine Beteiligung an diesem Werk peinlich war. Meine Freunde verließen mich aus demselben Grund. Und schließlich ging auch meine Freundin, weil sie es nicht mehr ertragen konnte. Erinnert ihr euch noch, was sie einmal gesagt hatte, wenn du das nicht tust, wirst du es vielleicht bereuen. Da wurde es mir klar, das Wort nicht, hatte ich mir in diesem Ratschlag nur eingebildet. In Wahrheit hieß es, du wirst es bereuen, wenn du das tust!

Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich, was es damit zu tun hat, dass ich in einem juckenden Gecko-Kostüm auf dem Dach eines Hochhauses stehe? Ich tu das, um für meine Taten zu büßen. Das Kostüm trage ich, damit ich niemals vergesse, dass ich das arme Gibia nicht von seinen Leiden erlöst habe. Und auf dem Hochhausdach stehe ich, weil vor mir das Studio ist, das Gibiate produziert hat. Wie ihr euch vielleicht denken könnt, habe ich noch eine Rechnung mit denen offen. Es wird niemals wieder einen derart schlechten Anime produzieren. Es wird niemals wieder überhaupt etwas produzieren, dafür werde ich sorgen!

Dies sei eine Warnung an alle Animationsstudios!
Wann immer die Idee eines schlechten Animes in dem Gehirn eines Produzenten rumgeistert, werde ich da sein! Wann immer ein unschuldiges Monster aus schlechten Animationen erwächst, werde ich da sein! Wann immer die Dynamik durch sich in Speedlines badende Standbilder ersetzt wird, werde ich da sein!
Denn ich bin der Gecko der Vergeltung!
Ich bin Gibia-Man!
    • ×3
    • ×0
    • ×4
    • ×0
    • ×0
    • ×0
4× Empfehlungen erhalten
Avatar: Slaughtertrip
Redakteur
#2
Ich hatte schon im Vorfeld gehört, dass dieser Anime nicht unbedingt die Crème de la Crème japanischer Animationskunst sein soll. Die Durchschnittsbewertung der User bestärkte diesen Eindruck. Letztendlich wurde dieser bestätigt, nachdem ich mir dieses Konglomerat aus allerlei Quatsch mit Soße selbst reingezogen hatte. Die 300 Minuten Lebenszeit bekomme ich zwar nicht zurück, aber ich kann mich wenigstens literarisch an diesem »Werk« rächen, indem ich eine Rezension schreibe, die sich ordentlich gesalzen hat.

Quatsch #1:
Die Handlung, welche dem Zuseher bereits ein erstes Indiz dafür gibt, dass dieser kein oscarreifes Meisterwerk zu erwarten hat: Ein Samurai, ein Ninja und ein Mönch werden aus einem random Grund in die Gegenwart geschickt, um gegen Monster, deren Existenz nicht weniger random ist, zu kämpfen. Und das ist erst der Anfang. Der Anime hat zwölf Folgen und versetzt daher den Zuseher regelmäßig in Erstaunen, Entsetzen und Fassungslosigkeit. Der französische Meisterkomödiant Louis de Funès hätte diese Bewusstseinszustände mit seinen Grimassenkünsten perfekt darstellen können.

Quatsch #2:
Die Charaktere

»I’m eighteen, and I didn’t graduate from high school. I’m going to create a vaccine and turn this world back to normal!«

Diese Sätze stammen vom Hauptcharakter dieses Firlefanz-Rodeos. Kann es sein, dass sie ein BISSCHEN zu optimistisch ist? Wie dem auch sei – ihr Name ist Kathleen Funada und sie (ja, sie! Und NICHT die Armee oder sonst irgendeine bewaffnete Streitmacht) kämpft an vorderster Front gegen die Gibia genannten Monster. Ausgerüstet mit zu viel Schminke möchte sie dem Treiben der Monster, die es sich zum Ziel genommen haben, verwirrt durch die Gegend zu trampeln, Einhalt gebieten. Sie ist ein richtiger Hingucker. Und das ist auch gut so, denn alles andere an diesem Anime ist ein Weggucker.
Dann gibt es noch den Klischee-Professor. ER ist wohl derjenige, der die Fähigkeit besitzt, das Heilmittel herzustellen, und NICHT das Mädchen. Diese möchte wahrscheinlich nur die Lorbeeren einheimsen. Darum wohl auch die dicke Schminkschicht. Damit sie gut aussieht, wenn sie sich der Welt als Heldin präsentiert.

Aktiv kämpfen jedoch die bereits erwähnten Krieger aus der Vergangenheit gegen die Gibia. Der Samurai Sensui Kanzaki ist ein richtiger Badass und stammt aus derselben Epoche wie sein Ninja-Kumpel Kenroku Sanada, der leider nicht so badassig ist. Um seine Badassigkeit aufzupimpen, hat Kathleen ihm die Haare blau gefärbt. – Style muss sein im Kampf auf Leben oder Tod. Zwei Hauptcharaktere mit derselben Haarfarbe hätten auch nur für zusätzlich Verwirrung gesorgt. Später schließt sich der Mönch Yukinojyo Onikura den beiden an und komplettiert das Trio infernal. Er sieht zwar noch ein Stückchen badassiger aus als Sensui, aber in Wirklichkeit ist er ein ganz Lieber. Er hatte noch nie was mit einer Frau, was das zentrale Thema seiner Existenz in diesem Anime ist. Vielleicht klappt’s ja mit einem weiblichen Gibia.

Da die Palette unterschiedlichster Charaktere aus Sicht des Produktionsteams wohl noch ausbaufähig war, hat man hier zusätzlich ein paar Yakuza ins Geschehen geschmissen. Und diese sind die wahren Helden des Animes. Nicht weil sie stark, intelligent oder gut geschrieben sind, sondern weil sie mich zum Lachen gebracht haben – ob von den Machern geplant oder nicht. Besonders hervorzuheben wäre hier ein Typ mit einem Bombenfetisch, der nicht imstande ist, etwas anderes zu kochen als Katsu-Curry. Dieser liefert sich ein hartes Duell um den Titel meines persönlichen »Mr. aniSearch 2020« mit dem Typ, der die Gibia mit seiner Angelrute fertigmacht; dicht gefolgt von dem Kerl, der dafür seinen selbstgebastelten Stecken benutzt. Wobei ich nicht weiß, ob man hier vollen Ernstes bei der Sache war – strahlen diese doch die Dümmlichkeit von Team Rocket aus »Pokémon« aus.

Quatsch #3:
Der Anime schafft es nicht, Spannung aufzubauen. Schon alleine deshalb, weil es keine Spannung, die man aufbauen könnte, gibt. Gute Serien streuen hie und da ein paar Mysterien, lösen diese nach und nach auf und streuen währenddessen neue Mysterien. Nicht so »Gibiate«, oh nein. Alles wird sofort verraten, wodurch der Anime sein ganzes Pulver verschießt – und davon hat er nicht viel. Gleich zu Beginn erfährt man alles über die Gibia: ihre Besonderheiten, welche Konsequenzen man zu befürchten hat, wenn man von diesen gestochen wird, und wodurch man weiß, dass man infiziert ist. Einzig und allein der Grund für ihr Auftauchen wird bis zur letzten Folge verheimlicht. Gute Entscheidung, dass dies zum Ende doch noch geklärt wird. Immerhin möchte man Plot holes vermeiden. Aber wo sollen denn auch Löcher entstehen? – Ist doch »Gibiate« selbst ein einziges Loch.

Quatsch #4:
Kennt ihr »Interview mit einem Vampir«? Wahrscheinlich. Habt ihr aber schon mal »Interview mit einem Samurai/Ninja/Mönch/Yakuza« gesehen? Nein? Dann seid ihr hier richtig. Zu Beginn fast jeder Folge werden die Haupt- und Nebencharaktere interviewt. Ähnlich wie bei der Handlung werden auch hier alle Informationen auf dem Silbertablett präsentiert, anstatt den Fans (lol … »Fans« …) die Möglichkeit zu geben, sich Schritt für Schritt mit den Charakteren anzufreunden. Ich habe noch nie eine derart plumpe Methode, dem Zuseher die Charaktere näherbringen zu wollen, gesehen.

Quatsch #5:
Monster-Slasher oder Historienserie? Weil die kurzen Interviews vielleicht doch zu wenige Informationen liefern, bekommt man in fast jeder Folge die wichtigsten Ereignisse aus dem Leben der Heroen zu sehen. Szenen aus der Vergangenheit werden abwechselnd mit den Geschehnissen aus der Gegenwart gezeigt. Eine Verbindung zwischen beiden gibt es nicht, weshalb man das Gefühl bekommt, zwei verschiedene Animes zu sehen, die sich in ihrer Qualität gegenseitig unterbieten wollen. Dabei setzen die historischen Szenen auf gepflegte Langeweile, während die gegenwärtigen Szenen mit einem Limbotanz, bei dem die Niveaustange erschreckend knapp über dem Boden gelegt wurde, punkten wollen.

Quatsch #6:
Randomness und Deus ex machina. Die Truppe von der überschminkten, sich selbst überschätzenden Möchtegern-Wissenschaftlerin trifft anfangs wie gesagt auf den Samurai Sensui. Und was braucht ein Samurai? Ein Schwert! Und woher bekommt er es? Von einem Mitglied der Truppe, der »zufällig« eines in seiner Wohnung hat, und ganz »zufällig« befindet sich seine Wohnung direkt vor ihren Füßen, nachdem sie ziellos kreuz und quer durch die ganze Stadt gerast sind. Die legendären Waffen, mit denen Sensui und Kenroku ihre Gegner in der Vergangenheit niedergemetzelt hatten, befinden sich »zufällig« in einem Museum, welches sich ebenfalls »zufällig« in ihrer Nähe befindet. Weil Menschen von Natur aus neugierig sind, wollten Samurai-Sepp und Ninja-Niki erfahren, wie sich die Ereignisse aus ihrer Zeit entwickelt haben. Ein Glück für sie, dass Kathleens Mutter »zufällig« im Besitz eines Geschichtsbuches ist, in welchem die Antworten auf all ihre Fragen niedergeschrieben sind. Apropos Kathleens Mutter. Wie löst man das Problem, jemanden davon zu überzeugen, dass Sensui und Kenroku tatsächlich aus der Vergangenheit stammen, ohne so etwas wie handfeste Beweise dafür auf den Tisch legen zu müssen? Gar nicht. Kathleens Mutter hat »zufällig« einen psychischen Schaden, der sie daran hindert, Mensch von Gibia unterscheiden zu können, und deshalb ist sie auch zu doof, um Zeitreisen infrage zu stellen.

Quatsch #7:
Die Animationen. Das Lowlight aus produktionstechnischer Sicht ist das Highlight für die Lachmuskeln. Die Gibia sind größtenteils CGI-animiert, und zwar so schlecht, dass diese nicht zum Fürchten, sondern zum Auslachen aussehen. Um die Aufmerksamkeit der Zuseher zu gewinnen – falls diese den Anime nicht ohnehin schon nach fünf Minuten abgebrochen haben – und sie davon abzuhalten, vorm Bildschirm einzuschlafen, werden zwischendurch Szenen eingeschoben, die sowohl CGI-Monster als auch gezeichnete Monster beinhalten, oder Szenenwechsel, in denen die Gibia alternierend entweder computeranimiert oder gezeichnet sind.
In der dritten Folge wurde am oberen und unteren Rand des Bildschirms jeweils ein dicker, schwarzer Balken eingefügt, so als hätte man versucht, dem Anime ein cineastisches Gefühl zu verleihen. Das Cinemascope-Format weicht aber schon nach einer Minute dem gewöhnlichen 16:9-Format, so als hätten die Produzenten bereits nach diesen wenigen Sekunden selbst den Glauben an dem Anime verloren.
Bilder sagen mehr als tausend Worte, und GIFs sagen mehr als tausend Bilder. Ich möchte euch zwei Szenen präsentieren, die mich – jetzt mal ohne Flachs – zum Lachen gebracht haben:

Aus Episode 7. Der Fall eines Gibia. Oder wie ich es nenne: Der Lachanfall eines Slaughtertrip.


Aus Episode 10. Gibia werden überfahren. Bitte hier an das Geräusch umfallender Blechdosen denken.



Zur Abwechslung mal kein Quatsch:
Die Musik. Ich würde diese zwar nicht als Stärke, jedoch auch nicht als Schwäche bezeichnen. Zumindest etwas, das der Anime nicht gänzlich in den Sand gesetzt hat. Die BGM ist durchschnittlich, und das Opening ist ... speziell. Dieses passt hervorragend zum Anime. Einerseits schön rockig und upbeat, was zur Action passt, andererseits ist hier eine Shamisen das dominante Instrument, welches die historischen Ausrichtung des Animes gut einfängt. Ob das Lied gefällt, ist natürlich Geschmackssache, und es gibt definitiv Interpreten, welche die Verbindung von rockiger und traditioneller fernöstlicher Musik besser hinbekommen, aber der Anime kann sich glücklich schätzen, nicht komplett von mir massakriert zu werden, so wie der Anime einen genauso vernichtenden Anschlag auf die Gehirnzellen der Zuseher verübt.

Fazit:
Insgesamt ist der Anime hart an der Grenze. – An der Grenze zu was auch immer. Serviervorschlag: »Gibiate« sollte man am besten mit viiiiiiiiiiel Alkohol genießen. Und mit ein paar Freunden, damit man sich gemeinsam über dieses Mumpitz-Spektakel lustig machen kann.
Nüchterne Wertung: 1 ½ Sterne
Stockbetrunkene Wertung: 5 Sterne
    • ×4
    • ×0
    • ×1
    • ×0
    • ×0
    • ×0
2× Empfehlungen erhalten
Avatar: chris0710#3

Nun, dieser Anime ist kurz und knapp: Trash vom feinsten.

Das ist nicht unbedingt schlecht, denn der Anime ist durchaus in der Lage, einen starken Spannungsbogen aufzubauen und die Story selbst folgt einen roten Faden. Immerhin kein klassisches Monster-of-the-Day.

Persönlich hat die Ausgangslage mein Interesse geweckt: Reverse-Isekai (wohl eher Zeitreise) - gepaart mit einem Endzeit-Szenario in nicht allzu ferner Zukunft. Wenn man dazu noch eine ansteckende Pandemie mit ins Spiel bringt und die momentane Situation in der realen Welt mit einbezieht, klingt das ganze sehr vielversprechend...

Vor allem am Anfang der ersten Episode fühlte ich einige Parallelen zum aktuellen Geschehen. Der Anime geht aber seine eigenen Wege.

Kommen wir zuerst zu dem größten Schwachpunkt der Serie:

Die Animationen - speziell die Action- bzw. Kampfszenen sind äußerst schlecht umgesetzt. Ein exzessiver Gebrauch von Speedlines, gepaart mit hässlichen CGI-Monstern, Standbildern, unglücklichen "Kamera"-Einstellungen und generell ruckigen Animationen wird den Kämpfen jegliche Dynamik genommen und schnell kommt Langeweile auf.

Positiv anzumerken sind die recht detaillierten Hintergründe, vor allem die langsam zerfallenden Städte und deren Infrastruktur, die dem Endzeit-Szenario durchaus gerecht werden - jedoch mit einem Logik-Problem: Die Pandemie ist im Anime vor gerademal 2 Jahren ausgebrochen, die Gebäude sind dafür aber unrealistisch stark verfallen. Moos und Schimmel, rostige Straßenschilder und Fahrzeuge schon nach so kurzer Zeit? (Lost-Places-Fans wie ich springen da auf die Barrikaden).

Nächster Punkt: Die Charaktere.

Viel Tiefgang bei Action-Animes sollte man sich generell nicht erhoffen und dieser Anime bildet da keine Ausnahme.

Den beiden Samurai- und Ninja-Protagonisten aus der Edo-Periode (Um 1600) wird eine simple Vorgeschichte aus der japanischen Historie verpasst, wo auch hier und da allseits bekannte Namen und Ereignisse erwähnt werden. (Die Korrektheit müsste ich aber erst recherchieren, mein Wissen stammt auch nur aus Animes und etwas Wikipedia).

Auch die restlichen und später eingeführten Protagonisten, Antagonisten und weitere Charaktere bekommen nur kurze Rückblicke und wirken ziemlich klischeehaft und flach. Immerhin sind die meisten davon recht sympatisch.

Die Story:

Eine weltweite Pandemie ist ausgebrochen und jeder, der sich ansteckt, wird zu einem mordlustigen Monster. Dadurch wurde ein Großteil der Menschheit bereits ausgelöscht. Aus irgendeinem Grund landen ein Samurai und ein Ninja aus der Edo-Zeit plötzlich in dieser nahen Zukunft. Kaum angekommen werden sie auch gleich angegriffen, aber da sie keine Waffen bei sich haben, wirkt der Kampf nahezu aussichtslos, aber sie werden von der weiblichen Protagonistin mehr oder weniger gerettet. Kurze Zeit später wird die aktuelle Lage aufgeklärt und Freundschaften geschlossen, etc.

Und hier wieder ein Schwachpunkt: Die beiden Zeitreisenden akzeptieren ihre Situation außergewöhnlich schnell und passen sich halt an. Okay...

Und die Tatsache, dass die beiden aus der Vergangenheit kommen, wird ganz einfach schulterzuckend hingenommen. Naja, die Leute dort haben so einiges grausames durchgemacht, manch einer hat sogar seinen Verstand verloren. Es ist halt eine völlig verrückte Zeit, wo einfach alles passieren kann.

Generell ist vieles vorhersehbar und dass es noch zu einem Plot-Twist gegen Ende kommt, das konnte man vorausahnen und dieser ist zudem die Lachnummer des Jahres. Sowas hanebüchenes Schwachsinniges, dass es schon wieder lustig ist...

Warum ist dieser Anime Trash?

Zum einen sind es die simplen Dialoge und Konversationen, die nicht immer gut zur Situation passen. Vieles wird einfach hingenommen ohne zu hinterfragen. Vieles wirkt zu trocken, klischeehaft und erinnert an 80s-Animes. Entscheidungen sind öfters weit hergeholt oder bewirken gar nix.

Fazit:

Wenn man über die schlechten Animationen bei den Kämpfen hinweg sieht, wenn man seine Messlatte sehr tief ansetzt, wenn man an verhältnismäßig leichter Kost durchaus Gefallen findet, dann kann man sich diesen Trash-Anime mit durchaus guter Unterhaltung und viel Spannung genüsslich anschauen. Ist eben Geschmackssache.

Beitrag wurde zuletzt am 02.10.2020 um 09:50 geändert.
    • ×1
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
1× Empfehlungen erhalten

Anime Kommentare

Du möchtest anderen Mitgliedern der aniSearch-Community Deine Meinung zum Anime „Gibiate“ mitteilen, ohne dafür gleich eine ganze Rezension schreiben zu müssen? Dann eröffne über den nachfolgenden Button ein Kommentarthema zu „Gibiate“ und sei der Erste, der dazu etwas sagt!

aniSearch-Gewinnspiel

Gewinnspiel: Community-Gewinnspiel: „Cells at Work“ Komplettpaket
Community-Gewinnspiel: „Cells at Work“ Komplettpaket

Bewertungen

  • 10
  • 33
  • 33
  • 10
  • 1
Gesamtbewertung
Eigene Bewertung
Klarwert2.29 = 46%Rang#7377

Mitgliederstatistik

Letzte Bewertungen

Top Eintrager

Anime teilen


Du hilfst anderen gerne bei der Suche nach einem Anime oder informierst gern über Anime? Dann empfehlen wir, zusätzlich einen Link zum Anime-Eintrag hier auf aniSearch mit anzugeben. Damit erleichterst Du dem Empfänger die Suche nach dem Anime und bietest ihm eine ganze Fülle an Informationen!
aniSearch-Livechat