„Boogiepop and Others“-Review: Blu-ray von AniMoon

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„Boogiepop and Others“-Review: Blu-ray von AniMoon

Normalerweise werden Anime-Serien zumindest bei der ersten Veröffentlichung auf mehrere Volumes aufgeteilt. Bei „Boogiepop and Others“ geht AniMoon einen anderen Weg und veröffentlicht alle 18 Episoden direkt als Gesamtausgabe.

Aufmachung:

Wie bei AniMoon üblich, erscheint auch „Boogiepop and Others“ in einem stabilen Schuber, jedoch enthält dieser diesmal ein vierseitiges Digipak mit je einer Disc für jeden der vier Story-Arcs.

Foto der Box
Schuber und Booklet

Vorbildlich: Auf dem Digipak selbst findet sich kein störendes FSK-Logo, sondern nur auf dem J-förmigen Papiereinleger, der auch die technischen Daten beinhaltet. Zusätzlich ist ein mit 84 Seiten ungewöhnlich umfangreiches Booklet enthalten, das den Fokus auf die Charaktere legt, aber auch Episodenbeschreibungen und einige Hintergrund-Artworks enthält. Den Abschluss macht ein doppelseitig bedrucktes, gefaltetes Poster, das dieselben Motive wie der Schuber und das Booklet zeigt.

Digipak außen
Digipack innen
Digipak: Außen und Innen


Was ist „Boogiepop and Others“ überhaupt?

Die Serie ist bereits die zweite Adaption der „Boogiepop“-Novels und hält sich wesentlich genauer an die Vorlage als die erste Serie aus dem Jahr 2000. Dennoch handelt es sich, wie bei Novel-Adaptionen häufig, um keine komplette Umsetzung: Die 18 Episoden decken nur etwa das erste Viertel der Geschichte ab und teilen sich in vier Arcs auf. Dreh und Angelpunkt von jedem Arc ist Touka Miyashita, die nach außen hin wie eine normale Oberschülerin wirkt. Gleichzeitig ist sie aber auch Boogiepop, ein mysteriöser Shinigami, dem nachgesagt wird er könne Menschen von ihren seelischen Schmerzen erlösen.

Im Vergleich zu anderen Vertretern des Horror-Genres setzt „Boogiepop and Others“ auf sehr viele ruhige bis emotionslose Dialoge und verzichtet weitgehend auf Action. Zudem ist die Story recht komplex und schwer zu durchschauen – so blieben am Ende zumindest für mich noch Fragen offen. Zu den Themen gehören unter anderem Evolutionsforschung, „künstliche“ Menschen, verschwundene Mädchen, Drogenmissbrauch und ein falscher Boogiepop.

Bild und Ton:

Technische Daten


Blu-ray:
Episoden:18 Episoden
Länge:ca. 426 Min.
Anzahl Datenträger:4
Verpackung:Digipak im Pappschuber
Tonformat:Deutsch: DTS-HD MA 2.0 (16 bit, 48 KhZ, 1566 kbit/s)
Japanisch: DTS-HD MA 2.0 (16 bit, 48 KhZ, 1566 kbit/s)
Bildformat und Bitrate:

1920 × 1080, 23,976 fps

Arc 1: 24,3 bis 28 Mbit/s

Arc 2: 16 Mbit/s

Arc 3: 19,9 Mbit/s

Arc 4: 16 Mbit/s

Extras:umfangreiches Booklet, Poster
FSK:Ab 16 Jahren
Die Serie erscheint inhaltlich identisch auch auf DVD.


Wenig überraschend hat die 2019 produzierte Serie optisch fast gar nichts mit dem 19 Jahre älteren Vorgänger vom selben Studio (Madhouse) gemeinsam. Verglichen mit anderen aktuellen Serien ist das Ergebnis dennoch ernüchternd: Die Zeichnungen sind oft detailarm und auch animationstechnisch wird nicht viel geboten. Die in vielen Fällen recht düstere Umgebung kaschiert diese Mängel aber zumindest.

Die Bildqualität auf der deutschen Blu-ray macht einen etwas durchwachsenen Eindruck, was auch angesichts der z. T. recht niedrigen Bitraten wenig überrascht. Hervorzuheben ist jedoch der Aufwand, den AniMoon in die Lokalisierung gesteckt hat: So wurden beispielsweise alle Textnachrichten auf dem Smartphone-Bildschirm übersetzt, ebenso Briefe oder Schilder.

  • Boogiepop
    Scotch
  • Zwielicht
    Schülerausweis
© 2018 KOUHEI KADONO/KADOKAWAW CORPORATION AMW/Boogiepop and Others PARTNERS

Die deutsche Vertonung entstand bei Kölnsynchron, in der Hauptrolle ist Mayke Dähn (u. a. Tanya the Evil) zu hören, die ihrem Charakter eine unvergleichlich ruhige Stimme verleiht. Aber auch die zahlreichen anderen Sprecher liefern eine überzeugende Leistung ab und das Dialogbuch wirkt stimmig. Der Soundtrack hat zwar abseits von Opening und Ending wenig Wiedererkennungswert, unterstreicht aber sehr gut die Atmosphäre.

Wie üblich sind sowohl die deutsche als auch die japanische Originalfassung im Format DTS-HD MA 2.0 enthalten sowie deutsche Untertitel.

Empfehlung und Fazit:

Boogiepop and Others“ ist mehr Mystery als Horror und besitzt eine komplexe Handlung, schwächelt aber bei der Optik. Eine vorbehaltlose Empfehlung für den Titel selbst auszusprechen fällt daher schwer. Bei der deutschen Veröffentlichung hat AniMoon hingegen vieles richtig gemacht: Ein stabiler(!) Schuber, ein umfangreiches Booklet, aufwändige Typesets und auch bei der Vertonung gibt es nichts zu Meckern. Mit einem Preis von rund 100 € für 18 Episoden ist die Box von AniMoon für eine Neuerscheinung verhältnismäßig preiswert.

Kaufen:


Wir bedanken uns bei AniMoon für das kostenlose Muster.
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