„Cells at Work! Black“-Review: Band 1 von Manga Cult

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„Cells at Work! Black“-Review: Band 1 von Manga Cult

Wie sieht das Innenleben eines Mannes aus, der raucht, Alkohol trinkt und mit Erektionsstörungen zu kämpfen hat? Erfahrt es im ersten Band von „Cells at Work! Black“, der kürzlich bei Manga Cult in deutscher Sprache erschien.

Näheres zu „Cells at Work! Black“

Die Manga-Reihe „Cells at Work! Black“ zählt zum „Cells at Work!“-Universum von Akane Shimizu. Dieses umfasst inzwischen mehrere Manga-Reihen, die sich alle näher mit dem menschlichen Körper auseinandersetzen. Inhaltlich kann man die „Cells at Work! Black“-Variante laut Manga Cult als düsteres Spin-off ansehen. Es erzählt eine Story rund um einen männlichen Körper, der Genussgiften und Dysfunktionen ausgesetzt ist.

Story

Ein neues, rotes Blutkörperchen macht sich an die Arbeit! Sein Job ist es Sauerstoff zum jeweiligen Zielort im Körper zu transportieren. Als Neuling bekommt es von seinen erfahreneren Kollegen eingebläut, dass man den Sauerstoff um jeden Preis abliefern muss. Komme, was wolle! Wenn man allerdings den Weg mit giftigem Kohlenmonoxid kreuzt, steckt man buchstäblich fest! Das Gas bindet sich nämlich leicht mit Hämoglobin, dem Hauptbestandteil eines roten Blutkörperchens!

Durch ständige derartige Attacken wird der Körper infektanfälliger, weshalb Bakterien und Viren ein leichtes Spiel haben. Ihnen stellen sich die weißen Blutkörperchen, kurz Leukozyten, entgegen, die entschieden für die Verteidigung des Körpers kämpfen. Als ein taffes Leukozyt dem roten Blutkörperchen das Leben rettet, ist das der Beginn einer ungewöhnlichen Freundschaft. Gemeinsam geben sie trotz der schlechten Arbeitsbedingungen wie regelmäßigem Alkohol- und Nikotinkonsum sowie bei den verschiedensten Infektionskrankheiten ihr Bestes.

Eine Leseprobe findet Ihr auf der Produktseite bei Manga Cult.

Erzählstil

Der erste Band beinhaltet fünf Kapitel und erzählt jeweils einen in sich abgeschlossenen Akt. Die zwei Hauptcharaktere, ein rotes und ein weißes Blutkörperchen, kommen in allen vor. Alle Zellen sind anthropomorphisiert, das heißt sie haben Gefühle, wirken „menschlich“ und können über Worte miteinander kommunizieren.

In erster Linie folgt die Handlung dem maskulin wirkenden, roten Blutkörperchen, das erst kürzlich seine Arbeit angetreten ist. Durch die Interaktion mit anderen Zellen erfährt es mehr über den Körper, dessen innere Zusammenhänge und Aufbau. Auch wird ihm seine persönliche Aufgabe immer klarer. Im Verlauf der Kapitel gerät es immer wieder in Situationen, in denen das rote Blutkörperchen beispielsweise Angst oder Freude verspürt. Meistens sind es negative Gefühle, denn auch rote Blutkörperchen müssen um ihr Leben bangen, wenn ständig Eindringlinge oder unnötige Schädigungen (zum Beispiel durch Rauchen) den Körper angreifen.

© 2018 Shigemitsu Harada/Issei Hatsuyoshiya/Akane Shimizu. All rights reserved. © 2019 Manga Cult, Ludwigsburg
Blick in das Manga

Anhand von kleinen „Informationsboxen“ im Manga werden dem Leser wichtige Begriffe nähergebracht; das sind beispielsweise „Leukozyten“, „Erythrozyten“, „Leber“ und „Kupffer-Zelle“. Solche Erläuterungen sind kurz, kompakt und sehr informativ. Der Erzählstil hält hierbei eine gute Balance zwischen dem inhaltlichen Actiondrama, dem Kampf gegen jegliche Art von Schwierigkeiten und Verletzungen und den weitergehenden Erklärungen.

Der erste Band behandelt kurz zusammengefasst folgende Themen und ihre Auswirkungen auf den menschlichen Körper: das Rauchen, Bakterien, Alkoholkonsum, Leberfunktion, Erektion und -störung, Ejakulation, Samenzellenproduktion, Geschlechtskrankheit, Haarausfall und die Einnahme von Antibiotika, Viagra sowie Steroiden. Da die Charaktere in einem männlichen Körper leben und agieren, ist der Manga vorrangig für Männer interessant.

Zeichenstil und Aufmachung

Details zur Veröffentlichung

Verlag:Manga Cult
ISBN-13:978-3-964332-30-1
Veröffentlichungsdatum:7. November 2019
Medium:
Manga
Typ:Serie
Format:größeres Taschenbuchformat
Maße:14,00 x 21,00 cm
Seiten:160 inklusive 0 Farbseiten
Preis:10,00 € [D]

Der Mangaka Issei Hatsuyoshiya gibt den Charakteren optisch eine menschliche oder menschenähnliche Form. Während rote und weiße Blutkörperchen nahezu wie Menschen wirken, ist der kugelrunde Körper von Samenzellen mit einem tänzelnden Schwanz ein bisschen mehr an die Realität angelehnt. Die menschlich anmutenden Proportionen der Figuren sind gut getroffen und fügen sich einwandfrei ins Gesamtbild ein. Für die Schattengebung kommt überwiegend Rasterfolie zum Einsatz.

Situationsbedingt spielt der Zeichenstil mit dünnen und dicken Linien. Actionszenen und Gefühlsausbrüche weisen mehr Strichbreite auf als Szenen mit feminin und elegant wirkenden Leberzellen zum Beispiel. Weiblich erscheinende Zellen sind generell von einer großen Oberweite geprägt, was sich klar unter Fanservice einordnen lässt.

Die Hintergründe sind entweder sehr einfach gehalten, weiß oder mit Rasterfolie versehen. Das Hauptaugenmerk liegt entsprechend auf den Charakteren, Sprechblasen und den erwähnten „Informationsboxen“.

Bei Manga Cult erscheint die bislang dreiteilige Manga-Serie im leicht größeren Taschenbuchformat (14 x 21 cm) für 10 € pro Band.

Empfehlung und Fazit

Informativ und actiongeladen erzählt „Cells at Work! Black“ eine düstere Geschichte rund um einen männlichen Körper, der mit jeder Menge Herausforderungen zu kämpfen hat. Empfehlenswert ist der Manga daher vorrangig für Männer, die locker und unterhaltsam mehr über die Auswirkungen von Rauchen, Alkohol und Sex auf das Innenleben des Körpers erfahren wollen.


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Zu guter Letzt bedanken wir uns recht herzlich bei Manga Cult für das Rezensionsexemplar.
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Kommentare (1)

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Avatar: Das Knochenmark des Waldes#1
Endlich wurde der erste Band der nächsten Reihe übersetzt. Ich werde ihn mir bald hohlen. Schließlich habe ich mich nicht von ungefähr "Knochenmark des Waldes" genannt.
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Review, Manga, Cells at Work! Black
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