• TypMovie
  • Episoden1 (~)
  • Veröffentlicht31. Mär 2017
  • HauptgenresActiondrama
  • HerkunftUSA
  • Adaptiert von-
  • ZielgruppeMännlich

Film Beschreibung

Film: Ghost in the Shell
Mira Killian ist Opfer eines Terroranschlages und verliert dabei ihren kompletten Körper. Nur ihr Gehirn kann gerettet und in einen Cyborg-Körper implantiert werden. Damit ist sie die erste ihrer Art, ein Cyborg-Körper, eine „Shell“, mit einem menschlichen Geist, einem „Ghost“.

Mit ihrem Körper, der jedem Mensch weit überlegen ist, und ihrem Geist, der flexibler ist als der eines Roboters, wird sie Agentin der Sektion 9, einer Eliteeinheit zur Bekämpfung von Terroristen. Nach einem Anschlag auf den Konzern Hanka Robotics, nimmt Mira die Ermittlungen auf. Doch sie begibt sich dabei nicht nur auf die Fährte der Terroristen, sondern unweigerlich auch auf die ihrer eigenen Vergangenheit …
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Film Rezensionen

Avatar: resdayn
Freischalter
#1
Ghost in the Shell als Realverfilmung - kann das funktionieren? Sich an so einen großen Klassiker zu trauen, ist ein Wagnis, das in der Anime-Fan-Szene vorab schon für Kontroversen gesorgt hat. Die ersten Trailer ließen die kritischen Stimmen nicht ganz verstummen, aber das Geschrei im Vorfeld wurde merklich leiser.

Was genau kann ich jetzt von dem Film erwarten:

Originalgetreue Umsetzung der Vorlage? - Nein, die Geschichte ist völlig neu, bedient sich aber einiger ikonischer Szenen des Anime und es gelingt sogar, diese organisch in den veränderten Kontext einzuarbeiten.

Nun gut, taugt die neue Story was? - Ja, wenn man keinen tiefgründig-philosophischen Meilenstein erwartet. Die Story bleibt hinter der Komplexität der Vorlage zurück, ist aber in sich schlüssig und unterhaltsam genug, fand ich. Man merkt aber schon, dass der Film zwar "Zugeständnisse" an diejenigen enthält, die das Original in den Himmel heben möchten, im Grunde aber darauf aus ist, den Stoff massenkompatibler zu präsentieren. Der Nachteil dabei ist, dass die Geschichte dadurch ein bisschen vorhersehbar wird.

Werden die Schauspieler den Rollen gerecht? - Ja. Scarlett Johannson als Major macht ihre Sache gut, Takeshi Kitano als Daisuke Aramaki ist großartig und auch die anderen Rollen fand ich passend besetzt.

Wie schaut es mit der Optik aus? - Toll, für Schauwerte ist auf jeden Fall gesorgt. Die Cyberpunk-Umgebung hat man gut getroffen, auch den Aspekt, dass in der Zukunft der gesamte Alltag davon durchdrungen ist.

Und Action gibt es hoffentlich genug? - Ja, ausreichend, aber zum Glück jagt der Film nicht einfach von Schauplatz zu Schauplatz, sondern lässt sich dazwischen auch Zeit, ein wenig Charakterentwicklung stattfinden zu lassen. Die Mischung passt, nach meinem Dafürhalten.

Mein Fazit:

Es lohnt sich, den Film im Kino zu sehen, aber man tut sich selbst einen Gefallen, sich nicht mit dem Vergleich zum Original zu belasten. Die Pressestimmen lesen sich eigentlich fast alle gleich "Die Vorlage ist so viel besser, blah-blah, Neuverfilmung kann nix". Überzogene Erwartungen zerstören hier definitiv das Filmerlebnis. Ghost in the Shell (2017) ist gut gemachtes, optisch gefälliges und unterhaltsames Actionkino und will auch gar nicht mehr sein.
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Avatar: Myratax#2
Was würde wohl ein Superman Fan sagen wenn sie im nächsten Film seine Figur und seinen Character total verändern würden?

Und ich rede nicht von ein wenig verändern nach dem Motto er mag jetzt Katzen statt Hunde oder sowas. Nein, stellt euch vor Superman ist kein Alien vom Planeten Krypton mehr sondern ein Bettler der in einer dunklen Gasse von einer radioaktiven Ratte gebissen wurde und jetzt Superkräfte besitzt, die allerdings nur bei Vollmond funktionieren. Was würden wohl Fans dazu sagen? Ja genau... und genau deswegen macht es niemand.

Warum man sich so ein Mist dann allerdings bei Ghost in the Shell traut ist mir unbegreiflich.

Sie haben Major Kusanagi komplett verändert. Ihre gesamte Hintergrundgeschichte, woher der Name Major kommt, Ihren Charackter (kann mich nicht erinnern dass Major eine weinerliche Frau ist die ständig an sich selbst und hrem Körper zweifelt), selbst den Hersteller Ihres Körpers. Genauso wie die Hintergrundgeschichte von Sektion 9 oder Batu. Alles zugeschnitten auf den Hollywood Massenmarkt damit auch der Dümmste der Dummen dem Plot folgen kann ohne auch nur drüber nachzudenken warum GitS eigentlich so ein "Kult" Anime und Manga geworden ist.

Der Anime ist Kult weil er schwierige Fragen aufwirft wie "Was macht eigentlich ein Bewusstsein aus?" oder "Ab wann ist eine KI ein eigenes Individuum?" Genauso wie dass es selten Einteilungen in "Gut" und "Böse" gibt. Weder der Lachende Mann noch der Puppetmaster (um mal die beiden bekanntesten zu nennen) waren Bösewichte im Sinne des Wortes. Sie waren Individuen mit Motiven die nachvollziehbar waren.

In diesem Film haben wir nur Bösewicht leitet Böse Firma. Warum? Ist so unwichtig dass wir nur ein oder zwei Sätze drüber verlieren.

Für echte Ghost und Major MOTOKO KUSANAGI Fans absoluter Müll.
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Avatar: Grommi#3
Kurz gesagt der Film funktioniert: Als eigenständige Produktion.
Die ursprüngliche Geschichte wurde an den Massenmarkt angepasst, was weniger Spielraum für Interpretationen lässt, und einige Klischees füttert.

In dieser Hinsicht für Fans des Anime sicherlich eine Enttäuschung, jedoch darf man zugute halten, das durch die Trailer bereits bekannt war, das die Geschichte von der Vorlage abweicht.
Die Besetzung ist gut getroffen. Scarlett bestätigt ihre Anrecht auf die Rolle als "The Major", Pilou Asbæk,
Takeshi Kitano machen ebenfalls eine gute Figur. Probleme bereitet imho aber das Whitewashing der Verfilmung, so wird aus The Major, das Objekt: "Major", mit amerikanischem Namen, aus dem Puppetmaster wird "Kuze".
Auch mit anderen Freunden aus dem GitS-Universum kann man ein Wiedersehen feiern. Allerdings bleiben Togusa und Ishikawa eher im Hintergrund und daher Leblos. Mit der späteren Aufschlüsselung vom Kusanagis Namen und Aramakis Japanisch scheint man wohl dem Vorwurf (des Whitewashings) entgegen wirken zu wollen, was nicht wirklich funktioniert.

Eigentlich schade, denn Höhepunkt des Films sind eindeutig die 1zu1-Umsetzungen der Highlights des Anime. Diese zeigen, das eine Realverfilmug durchaus funktionieren kann, gibt man sich genug Mühe.
Überdimensionale Hologramme verstärken das Gefühl der Cyber-Punk-Zukunft und vermitteln neben der verbauten und verwinkelten Innenstadt ein sehr dystopisches Szenario.

Für mit 3.5 von 5 Tachikomas.
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Avatar: dadoc91#4
Ich muss zugeben, ich habe nicht viel von diesem Film erwartet, was nachdem der Film vorbei war jedoch postiv überrascht.

Wieso war ich positiv überrascht?

Ich empfand viele Stellen im Film als Hommage an das (unerreichbare) Original.
Man merkte meiner Meinung nach oftmals, dass sich die Macher des Films bewusst waren, niemals dem Anspruch der Fans an eine Realverfilmung genügen zu können. Es wurde ja kontrovers diskutiert, ob und wie eine Realverfilmung gelingen würde, aber man muss sagen Hollywood hat hier nicht den schlechtesten Job gemacht.

Somit sind die aus den Animes und Filmen übernommenen Szenen sehr gut in die Struktur des Filmes eingebettet und Stellen sehr gute Bezüge zu den Wurzeln des Franchise her.

Die Betztung der Rollen empfinde ich als passend, Scarlett Johansson passt so wie Sie es spielt in die Rolle des Major,
Pilou Asbæk als Batou passt gut als Sidekick/emotionaler Support und Takeshi Kitano als Aramaki empfand ich als beste Besetzung des Films.

Spoiler

Das der Film keine psychologisch/philosophische Tiefe erreicht, ist meines Erachtens der Zielsetzung des Films geschuldet.
Dieser Film ist nach wie vor dazu gedacht, Geld zu verdienen, somit kann verstanden werden, dass hier alles oberflächlicher bleibt, Togusa als (menschlicher) Gegenpol bleibt in der Versenkung und viele Aspekte werden fallen gelassen.

Als reiner Unterhaltungfilm ist er jedoch  zu empfehlen, und wenn man seine Erwartungen im Zaum halten kann, kann der Film zur einen Unterhaltung wärmstens empfohlen werden.


Ach ja: 3D ist etwas, das hier meine Erachtens unnötig war. Bin ich aber eh kein Fan von.
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Avatar: bun0815#5
In diesem Kommentar werde ich nicht Spoilern und deswegen auch nicht wirklich auf den Inhalt eingehen. Auch hier ist wieder die Frage was macht der Anime von 1995 aus. Sind es die Actionszenen oder die philosophischen Ansätze ich würde beides sagen. Hollywood versucht es nur auf die Actionszenen zu reduzieren, durch die sie einige Probleme entstehen, es aber ihen trotzdem gelingt den Film sehenswert zu machen.

Kommen wir nun zu den Problemen des Films. Es gibt logische Fehler im Film, die besonders auffallen, wenn man den Anime kurz vorher gesehen hat.
Womit ich persönlich ein Problem hatte war der Charakter Major, gespielt von Scarlet Johansen. Dieser wurde geändert und ist zwar immer noch schweigsam aber handelt viel emotionaler als die Vorlage. Die Charaktere Batou und Aramaki wirken wie den aus den Filmen und Serien bekannten Charaktere, da sie aber nicht wirklich viel Zeit im Film fanden, lässt sich das schwer beurteilen. Es kommen noch wieiter bekannte Charaktere aus dem Film und Serien vor, die aber eher nur am Rande in Erscheinung traten. Dies macht den Film aber nicht schlechter.

Der Film ist besonders stark in den Augenblicken wo er den Anime kopiert. Die optik des Films ist auch sehr ansprechent, wie in vielen Trailern zu sehen war. In der letzten Actionszene des Films kam leider das Uncanny Valley zu tragen, zum Glück war es nur sehr kurz und zerstörte nicht die kompletten Teil.
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