Vitamin (2001)

ビタミン

Informationen

  • Manga: Vitamin
    © 2001 Keiko Suenobu, Kodansha Ltd.
    • Japanisch  Vitamin
      ビタミン
      Typ: Manga
      Status: Abgeschlossen
      Veröffentlicht: 13.08.2001 ‑ 13.10.2001
      Bände / Kapitel: 1 / 3
      Publisher: Kodansha Ltd.
      Mangaka: Keiko SUENOBU Autor & Illustrator
      Adaptiert von: Originalwerk
    • Deutsch  Vitamin
      Status: Abgeschlossen
      Veröffentlicht: 02.2004
      Bände / Kapitel: 1 / 3
    • Französisch  Vitamine
      Status: Abgeschlossen
      Veröffentlicht: 13.10.2005
      Bände / Kapitel: 1 / 3

Inhaltsangabe

Covertext:
Ausgrenzung und Misshandlung an der Schule! Wie kann man sich als Einzelner gegen eine allzu mächtige Gruppe behaupten? Sawako Yarimizu (15) findet einen Weg … Sie zeichnet einen Manga!! Keiko Suenobus schonungslose Abrechnung mit einem weit verbreitetem Phänomen!

Hauptgenres / Nebengenres / Tags

Trailer

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Forum

Rezensionen

Avatar: WetterKekssucher#1
Anspruch:8
Drama:10
Psycho:8
Der Manga erzählt die Geschichte von Sawako Yarimizu, die sich urplötzlich im Teufelskreis des "Ijime" (Mobbing) befindet.
Auslöser war die Sexgeilheit ihres Freundes in mitten der Schule, wo ein Klassenkamerad von ihr Zeuge davon wird. Am nächsten Tag wird sie fortwährend als Schlampe bezeichnet und aufs übelste Schikaniert und gemobbt. Ihr Freund erweist sich als Feige und macht mit ihr sogar Schluss. Sie fühlt sich von da an völlig allein gelassen. Selbst Lehrer und ihre Eltern sind mit ihr überfordert und können/wollen ihr nicht helfen. Der Hass gegen alles richtet sich letztendlich gegen sich selbst. Ein gefährlicher Teufelskreis, aus dem zunächst Sawako kein entrinnen findet. Doch dann entdeckt sie im Zimmer ihrer Mutter Zeichenpapier und Stifte...


Die Geschichte liest sich wie ein schlechter Alptraum. Ijime haben sicherlich schon viele von uns erlebt. Doch wenn dies eine extreme Art des Ijime erreicht, kann man sich als Außen-stehender nur schwer vorstellen, wie es den Opfern zumute geht. Viele Familien sind daran zerbrochen oder finden nur schwer Hilfe und Mittel aus dem Teufelskreis. Der Manga erzählt eine Möglichkeit des Auswegs und der Titel "Vitamin" wird am Ende sogar wörtlich genommen, um die Symbolkraft dieses Weges deutlich herauszustellen.
Für Menschen mit zarten Gemüter oder psychischer Labilität ist der Manga nicht ganz geeignet, auch wenn er Positiv ausgehen möge. Die schonungslose Art der Ijime wird hier sehr deutlich herausgehoben und auch die "Gespenster im Kopf" werden auf eine Art und Weise gezeichnet, das man es wirklich mit der Angst zu tun bekommt.
Wer sich davon nicht abschrecken lässt bekommt eine dramatisch traurige Geschichte zu lesen, die immerhin gut zu Ende geht.
Die Zeichnungen sind "deutlich" oft mit Stiften gemacht worden und sorgen mit ihrer Art und der gespielten Emotionalität der Figuren für Authentizität.
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Avatar: Akeem#2
Anspruch:mittel
Action:nichts
Humor:nichts
Spannung:mittel
Erotik:nichts
Das Thema Mobbing gewinnt scheinbar gerade in unserer Zeit immer mehr an Bedeutung. Es ist also nur logisch, dass sich die Medien verstärkt mit diesem Thema auseinandersetzen. Vitamin gehört auch zu dieser Art von Literatur - Ein Drama über ein Mädchen, dass scheinbar plötzlich und ohne eigenes Verschulden zu einem Mobbing-Opfer wird.


Mobbing in der Schule - zum Glück für mich kaum ein Thema gewesen. Natürlich konnte man sich ungefähr ausmalen, wie es jemanden gehen könne, der Opfer von Mobbing wird, aber dass es so drastisch sein kann hätte ich niemals gedacht. Ja sicher - Es ist nur eine Geschichte, die, wie jede andere auch, von Extremen lebt. (HOFFENTLICH) Der Manga zeigt nämlich schonungslos, wie die Protagonisten von ihren Mitschülern gequält wird - sowohl körperlich, als auch seelisch. Neben den Gefühlen des weiblichen Hauptcharakters, werden auch die Gefühle ihrer Eltern dargestellt, die mindestens genauso mit dem Problem ihrer Tochter zu kämpfen haben, wie sie selbst.

Im Vorwort des Manga steht, dass die Geschichte vielleicht zu einseitig erzählt wird, aber gerade das müsse der Fall sein, um die ganze Grausamkeit der Begebenheit darzustellen zu können. Das stimmt ohne Zweifel. Der Manga macht aus der Protagonistin das Opfer - ohne wenn und aber. Alle anderen Charaktere sind demnach also die "Bösen" - ohne Ausnahme. Aber vielleicht kann man erst durch diese Perspektive auf das Geschehen die Gedanken und Gefühle des Opfers wirklich nachvollziehen. Die Welt hat sich scheinbar gegen sie verschworen. Niemand versteht sie, keiner hält zu ihr.

Vitamin ist ein gelungenes Drama zum Thema Mobbing, das letzten Endes sogar eine positive Botschaft vermittelt. Die Geschichte an sich wird zwar etwas eintönig erzählt, kann aber mit einigen Wendungen überraschen und durch die sehr menschlichen Reaktionen der Charaktere punkten.

Meiner Meinung nach sollte jeder diesen Manga gelesen haben - egal ob Opfer, Täter oder Unbeteiligter, nur um mal ein Gefühl davon zu bekommen, was ein Mobbing-Opfer durchmachen muss und natürlich auch, wie man damit klar kommen kann.
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Avatar: Hunneh 007#3
Sie lachen über deine Tränen, sie treten auf dir rum, sie grenzen dich aus, sie verletzen dich seelisch wie auch körperlich.

Die Rede ist von Menschen.
Menschen wie du und ich. Jungen Menschen. Kindern.Teenagern.


Es heißt Mutter und Vater prägen ein Kind mehr als alles andere.
Aber das ist Quatsch. Wenn du ein Kind richtig verderben willst schick es in die Schule.

An diesem Ort wo viele unterschiedliche Charaktere unter einem Dach sind und sich jeden Tag mindestens 6-8 Stunden sehen werden, ja da kommt es zu Freundschaften, zu Gemeinsamkeiten, zu lustigen Witzen, aber es kommt auch zu Nötigung, zu Sticheleien, zu Gehässichkeiten, zu verbalen Grausamkeiten, es kommt zu Mobbing.

Jeder kennt es, jeder hat es mal miterlebt. Auf welche Seite man stand, also entweder auf der Opferseite oder auf der der "Täter" oder vielleicht auf der der "Beobachter" das ist zweitrangig, jeder kennt es.


Nun ist es eine Tatsache das es besonders in Japan ein schulischer Leistungsdruck aller erster Güte herrscht.
Eine japanische Lehrerschaft die sich nicht großartig um die "Teenagerproblemchen" der Schüler kümmern kann, Hauptsache sie bestehen die Prüfungen.
Und eine japanische Gesellschaft, in die jeder aufällt der irgendwie anderes ist oder gesellschaftlich aus der Reihe tanzt auf übelste attackiert wird und denen gezeigt wird wo der Hammer hängt und zwar mit Ausgrenzung und Missachtung die gößere Ausmaße annimmt als oft hierzulande.

Ja ich lege hier unverblümt die Tatsachen auf den Tisch.

Genau wie Keiko Suenobu mit ihrem Manga "Vitamin"
in der es um Sawako geht einem normalen Teenagermädel das von heute auf morgen aufgrund von Neid zum Mobbingopfer wird.

So harmlos das schikanieren Sawako gegenüber auch beginnt, umso schneller nimmt es mehr an Fahrt an und der Leser merkt, dass sich langsam die reinste Psycho Hölle auftut.

Es komt wie es kommen muss und Sawako bekommt es nicht mehr fertig zur Schule zu gehen, sie hat Alpträume, Fress,- und Brechattcken und Anfälle von Depressionen.
Während ihre Mutter sich anfangs mehr Sorgen um die Noten ihrer Tochter macht als an ihr Seelenheil ist es für Sawako noch zusätzlicher Druck, bis sie ein Ventil findet. Das Mangazeichnen...

Dieser Manga hat mich an vielen Stellen sehr tief bewegt und zeigt wieder mal wie grausam Menschen sein können.
Aber er zeigt auch einen psychisch kaputten Menschen, der immer weiter langsam wieder aufsteigt, egal wie sehr man ihn in den Dreck getreten hat.

Leser die selber mal gemobbt haben oder auch gemobbt werden/wurden wird dieser Manga wohl an seine eigene Schulzeit erinnern.
Und wie ich mir sicher bin, auch tief bewegen, egal ob "Täter" oder "Opfer" oder "Beobachter".
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Kommentare

Avatar: grayreadsmangaKekslehrling#1
Der Zeichenstil ist schön, aber viel wichtiger ist, dass er diese grausamen Szenen perfekt unterstützt und einem näher bringt als einem vielleicht lieb ist. Wegschauen sollte man jedoch nicht, denn der Manga erzählt von der Realität, die immernoch viel zu viele Menschen ertragen müssen: Mobbing und daraus resultierendes Leiden und Selbsthass.

Ich habe mit einer schrecklichen Geschichte gerechnet, doch sie war so viel heftiger und hat mich so viel mehr berührt als ich hätte erwarten können. Man darf definitiv nicht unterschätzen, dass dieser Manga wirklich sehr schwere Kost ist, doch wer mit diesem Thema irgendwie klar kommt sollte ihn unbedingt lesen!
Er zeigt ungeschönt die Grausamkeit von Mobbing und lehrt dabei Verständnis für Betroffene, die wie ohnmächtig auf Hilfe hoffen und völlig machtlos gegen die Taten anderer und die eigene Angst, oft auch gegen die Leere, sind.
Dennoch sieht man auch die Stärke die manche - aber nicht alle - daraus entwickeln können und erfüllt einen mit so viel Hoffnung und Mut! Aber das muss man beim Lesen einfach selbst fühlen.
Mir wurde zwischendurch echt schlecht, und ab einem Punkt konnte ich einfach nicht mehr aufhören zu weinen.
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