A Silent Voice (Anime)Eiga Koe no Katachi / 映画 聲の形

  • TypFilm
  • Episoden1 (~)
  • Veröffentlicht17. Sep 2016
  • HauptgenresSentimentales Drama
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonManga
  • ZielgruppeMännlich

Anime Beschreibung

Anime: A Silent Voice
© 大今良時・講談社/映画聲の形製作委員会
Shouya Ishida ist der Klassenclown und hat sich bei seinen Mitschülern und Lehrern bereits einen Namen gemacht. Als die hörgeschädigte Shouko Nishimiya an seine Schule wechselt, dauert es also auch nicht lang, bis er und seine Truppe ein neues Opfer für ihre Hänseleien und immer brutaler werdenden Streiche gefunden haben. Als wieder einmal eines von Shoukos teuren Cochlea-Implantaten „verschwindet“, fordert ihre Mutter endlich, dass sich etwas ändert. Durch die Schwere des Mobbings und die Kosten der Implantate sind das Lehrerkollegium und die Schulleitung in Aufruhr versetzt und ein Schuldiger ist schnell gefunden: Shouya. Um dem Mobbing zu entkommen, wechselt Shouko erneut die Schule und Shouya, der von seinen bisherigen Kumpanen verlassen und hintergangen wurde, ist auf sich allein gestellt, während er nun das Opfer jeglichen Mobbings ist.

So wächst er auf, allein und mit nichts als Hass für alle Fremden und jene, die ihm so bereitwillig in den Rücken fielen. Doch er lernte aus seinen Fehlern und versucht nun, seine früheren Untaten wiedergutzumachen: Er arbeitet in Teilzeit neben der Schule, um seiner Mutter die Kosten für Shoukos Implantate zurückzuerstatten und er brachte sich Zeichensprache bei, um Shouko ganz offiziell um Verzeihung zu bitten. Der Weg zur Vergebung ist jedoch lang und steinig – besonders, wenn man sich nie selbst vergeben hat …
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Anime Rezensionen

Avatar: stinkytoast#1
  • Handlung
  • Animation
  • Charaktere
  • Musik

Eiga Koe no Katachi, in Deutschland auch unter A Silent Voice ist die gleichnamige Filmadaption des Mangas Koe no Katachi/ A Silent Voice aus den Händen von Yoshitoki OOIMA.  Die Animationsarbeiten übernahm Kyoto Animation. Regie wurde von Naoko YAMADA geführt, welche u.a. für die Regie von Hibike! Euphonium zuständig war.

 

Das Originalwerk, der Manga Koe no Katachi läuft seit 2016 über dem deutschen Publisher Egmont Manga. Die Reihe ist mit 7 Bändern abgeschlossen.

 

 

Mancher redet nur, weil er nicht zu schweigen versteht. Wie selten kommt es vor, daß einer schweigt, wo ihm reden frommen würde! - Ambrosius

 

Story

Mangabeschreibung Shouya Ishida ist ein sehr aktives Kind. Mit seinen Freunden veranstaltet er regelmäßig Mutproben, um sich zu beweisen. Das Schulleben findet er langweilig und kann nicht verstehen, warum seine Freunde immer öfter von ihm verlangen, erwachsen zu werden. Als eines Tages das hörgeschädigte Mädchen Shouko Nishimiya in seine Klasse kommt, macht es ihm erst Spaß, sie zu ärgern; doch da ist scheinbar mehr …

A Silent Voice zeigt uns zunächst die frühen Lebensausschnitte aus Shouya sowie Shouko mit Momenten die unterschiedlicher nicht sein können. Während Shouya der aufgedrehte Rowdy ist, welcher gerne Videospiele spielt und mit seinen Freunden abhängt, ist Shouka eher die ruhige, schüchterne (wobei dies aufgrund der Taubstummheit basiert) und pflichtbewusste, so kümmert sie sich gerne um die Blumen der Klasse.  Nach mehreren schicksalshaften Begebenheiten sehen wir unsere beiden Hauptprotagonisten in der Oberschule wieder - Shouya aufgrund seiner Kindheit eher isoliert, ist Shouka in der Klasse völlig intregiert. Dank der Gewissensbisse gegenüber Shouka will er sie ansprechen und sich entschuldigen, doch wie so oft kommt einiges anders...

 

Der Film weiß gekonnt seine Stärken hinsichtlich der Story auszuweiten. Dadurch das der Film ganze 130 Minuten geht, wird hier viel Zeit investiert um Situationen sowie Misstände genauer zu beleuchten. Ein weiterer Pluspunkt ist, das der Film die kompletten 7 Bänder adaptiert, was dazu führt das der Film auch storytechnisch abgeschlossen ist und nur wenige Fragen offen lässt.

 

Man muss jedoch dringend erwähnen, das der Film trotz der Shoujo-Vorlage erschreckend wenig Klischee besitzt und wahrlich bodenständig wirkt. Die wenigen Comedy-Aspekte sind auch sehr sparsam eingesetzt worden, lockern aber einige Momente definitiv auf.

 

Animation

Es ist KyoAni - was erwartet man? Dem Film merkt man sein Budget deutlich an und sieht einfach nur sehr gut aus. Die detaillierten Hintergründe, die Gestik der Charakte und auch das generelle Artdesign ist wunderbar harmonisch und auch die wenigen CGI-Momente sind nicht störend. Typisch Kyoto Animation - man merkt das sie mittlerweile ihren Stil gefunden haben, aber auch genügend Freiraum lassen um der Vorlage treu zu bleiben - gerade die Charaktere sind dem Manga entsprechend sehr gut getroffen.

 

Was jedoch gerade für KyoAni untypisch ist, sind die vielen Details welche nur dezent auffallen. So sind die gerade doch sehr untypischen Kameraperspektiven für mich ein riesiger Pluspunkt, wo der Film sich zu anderen Produktionen abhebt. Man setzt trotz fabulöser Optik auf das, was den Manga und dessen Idee so originell macht - der Körpersprache sowie Mimik. Oftmals sieht man mehrere Sekunden kein einziges Gesicht der Charaktere, da die Kamera nur auf Beine oder dergleichen gerichtet ist- man muss genau zuhören, was sie sprechen und dessen Körperhaltung deuten. Gerade im Kontext mit der Geschichte hinsichtlich Gestik, Sprache und Taubstummheit (?) ist dies ein großer Punkt, den man definitiv ansprechen sollte. Die Atmosphäre ist hinsichtlich der Farbpalette heiter gehalten, doch muss ich sagen das mich eine gewisse Melancholie gepackt hat.

 

Auch auf dem ersten Blick nicht erkennbar ist die Synchronität des Hintergrundes sowie der Charakterentwicklung von Shouya. Schaut man sich sein Raum am Anfang des Filmes an und vergleicht diesen mit dem Ende, so erkennt man das KyoAni auch auf solche Details sehr viel Wert gelegt hat.

 

Charaktere

Machen wir es uns nicht vor - ich kenne niemanden, den Shouka in irgendeiner Form etwas zuleibe tun könnte. Der unschuldige Charakter ist einfach nur zum Lieb haben! Auch ihre (wie ich finde) etwas tollpatischige Art mit der Form von Zuneigung umzukommen, ist wahrlich wunderschön anzusehen.

 

Shouya hingegen...anfangs als Kind ein Volliditon im wahrsten Sinne, entwickelt er sich immer weiter zu einer erwachsenen Person - er lernt Verantwortung für seine Taten zu übernehmen, steht dazu und will im Endeffekt auch nur das beste für alle. Gerade die Momente, in denen beide Charaktere aufeinander treffen sind u.a. die größten Stärken des Filmes. Die teilweise kompletten Gegensätze sind sehr gut umgesetzt und man merkt, wie beide indirekt sich näher kommen wollen bzw. die Schuldgefühle loswerden wollen.

 

Die restlichen Charaktere...naja. Auch wenn ich es positiv erwähnt habe, das die komplette Reihe adaptiert wurde so merkt man das gerade hinsichtlich den Nebencharakteren einiges an Material übersprungen wurde. Einerseits nicht schlimm - da Nebencharaktere. Doch kommen gerade viele Situationen im späteren Verlauf doch "zu perfekt" raus. Gerade Rein.....äääääh Ueno als vermeintlichen Nebenbuhlerin hätte es nicht geschadet, mehr Geschichte zu bekommen. Ansonsten bleiben im späteren Verlauf vieles blass wie zum Beispiel

der Tod der Großmutter - im Endeffekt wurde das gesamte mit 3 Szenen abgespeist

Aber auch Momente, die unser Hauptpärchen betrifft sind doch teilweise sehr abrupt umgesetzt worden. Gerade die Feuerwerksszene bzw. dessen Ursprung kam doch sehr plötzlich.

 

Sound

Musikalisch gesehen ist A Silent Voice eigentlich okay. Die Szenen sind teilweise sehr gut untermahlt worden, teilweise auch nicht aber das ist oft bei Anime so. Was jedoch positiv hervorzuheben ist, ist das Opening des Filmes - solch Musik findet man gerade in Anime sehr wenig.

Ansonsten wusste der Sounddirector wann er Musik untermahlen muss und wann nicht. Gerade diese Entscheidungen haben einige Dialoge sehr natürlich wirken lassen und nicht überdramatisiert.

 

Fazit:

Trotz und vieler Komplimente nur 4,5 von 5 Sternen - wieso? Keine Frage - ich mag den Film, wirklich. Die Charaktere sind allesamt zum knuddeln, das Drama ist für ein Shoujo klischeearm und optisch eine Augenweide. Dennoch beschlich mich am Ende ein Gefühl, wo ich sagen muss "da fehlt irgendwas" um volle 5/5 zu geben. Dieses Gefühl hatte ich z.B. bei Your Name. auch noch nach dem Kinobesuch.

 

Dennoch kann ich diesen Film jeden empfehlen, welcher einen anderen Shoujo-Anime sehen möchte. Die Thematik mit der Taubstummheit ist sehr erfrischend und  die Dramatik keineswegs überstrapaziert. Deshalb "nur" eine 94/100 bzw. 4.5/5.

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Avatar: Nogilus#2
Zu diesem Film, bzw. zu dem Protagonisten Shouja, würde wohl gut der Spruch "Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein!" passen.
Eines Tages wird seiner Grundschulklasse das taube Mädchen Shouko als neue Schülerin vorgestellt, wodurch der komplette Schulalltag der Klasse ein wenig durcheinander gerät. Shouja fängt an, sie teilweise ziemlich heftig zu mobben, worauf sich nach einigen Zwischenfällen seine anderen Mitschüler von ihm abwenden und er bis zur Oberstufe allein bleibt.
Hier trifft er Shouko wieder und es beginnt eine schöne, aber auch traurige Geschichte über Freundschaft und allem voran Selbstakzeptanz. Wer hier, evtl. den etwas irreführenden Trailern geschuldet, eine Liebesgeschichte erwartet, der wird wohl enttäuscht werden, da das absolut nicht das Ziel des Films ist. Generell hatte ich das Gefühl, dass man auf Gedeih und Verderb versucht hat, wenigstens ein bisschen Romantik reinzuquetschen, was aber meiner Meinung nach nicht wirklich funktioniert hat und auch gar nicht notwendig ist. 
Ein weiterer Punkt ist, dass gelegentlich versucht wird einen im Grunde unnötigen Konflikt zu erzeugen, wo man sich als Zuschauer dann plötzlich fragt wie und vor allem warum das jetzt eigentlich so ernst geworden ist. Vielleicht hat das ja irgendeinen tieferen Sinn, der sich mir nach dem ersten Durchgang noch nicht erschlossen hat.
Allerdings muss ich wirklich sagen, dass diese Punkte dem Film nur wenig schaden. Alles in allem ist hier die Atmosphäre das mitziehende, die besonders durch die eindringlichen "Dialoge" zwischen Shouko und Shouja geformt wird, bei denen einem das ein oder andere Mal klar wird, dass nicht immer viele Worte nötig sind um viel zu sagen, wenn die richtige Person vor einem steht. Der Zeichenstil ist wunderschön und die Musik verleiht vielen Szenen eine sehr paradoxe Note, was sich wunderbar in die Thematik fügt.
Am Ende hatte ich trotz einer im Grunde abgeschlossenen Geschichte den Wunsch, dass es noch nicht zu Ende ist, also genau so wie es sein sollte! Lohnt sich auf jeden Fall!
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Avatar: Chrolo#3
Ich weiß nicht so recht wo ich anfangen soll, aber ich habe das definitive Bedürfnis, einige Gedanken zu dem Film aufzuschreiben und zu teilen. Nachdem ich das erste Drittel des Mangas verschlungen habe, wollte ich jedenfalls unbedingt den so gut bewerteten Film dazu sehen und nun, nachdem ich das getan habe, sitze ich hier etwas verwirrt... unklar darüber, was ich von ihm halten soll.

Zunächst möchte ich ein Loblied darauf singen, dass der Film noch besser (bzw. deutlicher) als viele andere vor ihm aufzeigt, welche ernsten Kommunikationsprobleme in der japanischen Gesellschaft vorherrschen. Ich selbst beschäftige mich seit vielen Jahren mit dem Thema und habe so viele negative Erfahrungen gemacht, dass mein Interesse an der japanischen Gesellschaft extrem abgenommen hat. Dennoch halte ich es für möglich, dass, wenn Geschichten wie 声の形 die Zuschauer mitreißen und sie zum Nachdenken anregen kann, sich in der Zukunft etwas ändern kann. Auf der anderen Seite durchzieht das Thema missglückter Kommunikation natürlich (teils subtil) fast jeden Manga/Anime und fällt deshalb den meisten wahrscheinlich kaum mehr auf. Jedoch ist es in dieser Geschichte das Hauptthema und steht im Fokus. Und auch wenn der Film mit dem (doch recht laschen) Ende wahrscheinlich eher die Moral ausdrücken will, dass das Leben wertvoll ist, man sich gegenseitig helfen soll und nicht zu streiten braucht, vielleicht auch, dass man Individuen mehr Beachtung schenken sollte (was auch alles richtig und wichtig ist!), so kommt bei mir eindeutig eher die Botschaft an: „Handelt so wie ihr denkt! Verstellt euch nicht!“ und diese ist wichtiger, weil sie von so vielen Menschen – insbesondere Asiaten – noch nicht verstanden wird.

Auf jeden Fall handelt es sich bei 声の形 um einen Film, der auf einer Mangaserie basiert, welche wiederum zunächst als Kurzgeschichte herauskam und dann einen Preis gewonnen hatte und deshalb in Serie gehen konnte. Beschreibungen zur Story gibt es genug, deshalb gehe ich direkt in die Kritik:
Der Film scheitert für mich ziemlich deutlich an der Umsetzung.
Obwohl der Film mir insgesamt sehr lang vorkam, wirken die meisten Szenen komplett überhastet, als würde der Regisseur möglichst alle Szenen aus dem Manga irgendwie einbinden wollen, sich aber nicht die Zeit dafür nehmen. Und während manche anderen Filme (wie z.B. Harry Potter) dafür kritisiert werden, dass zu viele Szenen aus der Buchvorlage fehlen, zeigt 声の形, dass es manchmal eben doch besser wäre. Und hier möchte ich explizit die Side-Charaktere nennen: namentlich Ueno, Kawai, Mashiba und Sahara. Natürlich ist mir bewusst, dass diese auch im Manga auftreten (leider habe ich genau diesen Teil vom Manga noch nicht gelesen), aber im Film bleiben sie alle komplett blass und farblos; ich persönlich empfand sie sogar als höchst nervig. Der Film hätte sich auf die Grundstory rund um Nishimiya und Ishida konzentrieren sollen, mit Yuzuru und dem (sicher auch etwas nervigen) Nagatsuka als Sidekicks. Sämtliche Szenen mit den anderen Charakteren und sämtliches Handeln dieser Charaktere macht nämlich keinen wirklichen Sinn. Und das selbst für japanische Verhältnisse. Der komplette Umgang mit einander passt von hinten bis vorne nicht und zerstört für mich ziemlich die Atmosphäre, da sich teilweise ein WTF-Moment an den nächsten reiht.
Zweiter Punkt sind die Cuts, die oft nicht perfekt gesetzt wurden. Einige Szenen wechseln all zu plötzlich und vermitteln (mir zumindest) das Gefühl, dass etwas fehlt. Ob nun aus Zeitmangel oder weil der Regisseur dachte, dass es der Sache den (un-)nötigen Pepp verleiht... oft genug machen die Szenenwechsel auch überhaupt keinen Sinn. Und man fragt sich „Wieso dies? Weshalb das?? Und warum jenes...?“
Der dritte Punkt ist meine persönliche Trauer darüber, dass Ishida Nishimiya am Ende an der Brücke nicht in den Arm genommen hat. So sehr das japanischen Kultur auch widerspräche, wäre das ein absolut prädestinierter Film für eine innige Umarmung oder gar einen Kuss (so meine Meinung). Und Vorlage hin oder her – wer sich insgesamt so wenig an diese hält, der muss das dann auch nicht mehr als Argument bringen :P

Lob habe ich indes für die Animationen übrig. Bildtechnisch haben viele der moderneren Animes und Animefilme einfach so unglaubliches Bildmaterial und Effekte, da bleibt mir teils die Spucke weg. Normalerweise bezieht sich das nur auf Hintergründe, Szenarien, Lichteffekte etc., aber ich mag bei 声の形 auch zusätzlich noch das Charakterdesign sehr. Auch die Gesamtstory und Moral von 声の形 sind sicherlich überragend, daher vergebe ich hier die potentiellen 5 Sterne – minus 2 für die etwas groteske Umsetzung.

In jedem Fall >> falls es irgendwann mal eine 4-5 Stunden-Fassung geben sollte, mit all den fehlenden Szenen und Übergängen... ich würde sie mir sofort anschauen!! ;)
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Avatar: Nee san#4
Die leise Stimme der Liebe

Auf der Animenight am 26. September konnte man den wunderschönen Film A Silent Voice erstmalig mit deutscher Synchro im Kino anschauen - und ja, es hat sich durchaus gelohnt :>


Positive Dinge, die mir gefallen haben:
+ Super-schöne, detaillierte und flüssige Animationen (typisch KyoAnime eben)
+ Viele sympathische Charaktere mit Tiefgang -> wirken auch sehr menschlich
+ Erfrischend-neue Story
+ Schöner Soundtrack
+ tolle deutsche Synchro!! Wirklich hörenswert!
+ tolle Hintergründe & Kamera perspektiven
+ Einige Überraschungsmomente
+ Klasse Humor - im Kino wurde ständig gelacht :)

Dinge, die mir ein wenig missfallen sind:
- Manchmal etwas langatmig
- leider zu wenig Romanze bzw zu wenige Romance-moments
- die Schlussszene endete ein wenig zu apprupt
("Da fehlt doch noch was" - Gefühl bei mir)

Im Großen & Ganzen aber ein sehr toller Animefilm, den ich aufjedenfall wieder anschauen werde!
Für manche mag er ein wenig "zu langsam erzählt sein" aber es handelt sich ja nicht um einen Action Kracher, sondern um eine ruhige, realistische Geschichte über einen ehemaligen Mobber, der sich bei seiner damaligen gehörlosen Mitschülerin aufrichtig entschuldigen und bessern möchte. DvD wandert in meine Sammlung ~ ♥
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Avatar: Schlopsi#5
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[...]
A Silent Voice
ist eigenartig. Und das ist keinesfalls negativ konnotiert. Dieser Animationsfilm ist eigen in seiner Machart, was für Verzückung sorgt. Selten stellen Anime Protagonisten in den Mittelpunkt, die mit einer (körperlichen) Beeinträchtigung zu kämpfen haben, die sich im weiteren Verlauf der Geschichte nicht beheben lässt (ganz im Gegensatz zu unzähligen Shounen-Serien, die diesen Missstand z.B. durch Training korrigieren). Das einzige Beispiel, welches mir in den Sinn kommt wäre Gangsta. Shōko ist taub und das ist ein unwiderruflicher Fakt, sowie das Herzstück der Handlung, was zu zahlreichen Komplikationen im weiteren Verlauf führt. Wo zu Beginn noch eine gewisse Art der Neugierde und Hilfsbereitschaft von den Mitschülern offeriert wird, wandelt sich dies schnell, als diese merken, wie lästig es sein kann, ständig auf etwas verzichten zu müssen, nur um helfend unter die Arme zu greifen. So macht Shōko schnell die Bekanntschaft mit dem stets gelangweilten Shōya, dem dieser Umstand gerade recht kommt: Um seine Langeweile zu vertreiben, stichelt er gegen Shōko, was in ungeahnten Mobbingattacken mündet, die hier mit einer ungewohnten Härte gezeigt werden. Auch dies ist eine Thematik, die in Anime(serien) selten mit solch einem Nachdruck und Grad an Intensität gezeigt werden. Einzig eine Geschichte aus der zwölfteiligen Serie Shigofumi könnte dem in Sachen Drastigkeit das Wasser reichen.
[...]
Sowohl wenn Shōko, als auch Shōya in die Opferrollen gestoßen werden, schenkt der Film dem Zuschauer nichts. Es ist unerträglich mitansehen zu müssen, mit welchen Mitteln Kinder(!) gegen ihre Mitschüler wettern – ohne jegliche Rücksicht wird nachgetreten, wo es nur geht. Woran A Silent Voice jedoch scheitert, ist, diesen Handlungen eine tiefere Motivation zu verleihen. Ein Punkt der Kritik, der mit Sicherheit auch durch das knapp bemessene Zeitmanagement der Erzählung bedingt ist, welche mehr als genug Stoff für eine 12/13 Episoden lange Serie bietet. So wird das Mobbing selbst nach einer gefühlten halben Stunde schon wieder abgehakt. Wie es zu den Verschiebungen innerhalb der Charakterkonstellationen kommt, lässt sich nur bedingt nachvollziehen. Stattdessen argumentiert der Film mit einem Bruch innerhalb der Narration und verleiht dem ganzen einen episodenhaften Charakter. Das Pacing ist zu hoch, der Stimmungswechsel dadurch wenig glaubhaft.
Dieser Umstand wird jedoch vom Film selbst behoben, wenn er sich den Folgen dieser Konflikte widmet. Hierfür nimmt er sich genügend Zeit und Raum, um den mühsamen Kampf gegen Vorurteile vielschichtig und behutsam zu gestalten. Gerade Shōya entwickelt sich zu einem spannenden Charakter, der auch Jahre nach dem Schulabschluss mit Vorurteilen und persönlichen Problemen zu kämpfen hat. [...] So entpuppt sich der Film als weitaus erwachsener und durchdachter, als es das Setting vielleicht vorgaukeln möchte.

Die Inszenierung
[...]
Beeindruckend ist jedoch das Drumherum. Das Spiel mit optischen Spielereien – in diesem Falle sind es flatternde Kreuze vor den Gesichtern, die den Standpunkt der Figuren gegenüber Shōya als freundlich oder feindlich markieren. Auch wenn dieses Stilmittel in der Masse fast schon zu häufig Verwendung findet, so ist es doch eine interessante Herangehensweise, die gefühlte Isolation innerhalb des Gruppengeflechts nicht nur gefühlstechnisch, sondern auch visuell darzustellen. Ausgrenzung schmerzt immer, aber gerade im Animationsbereich gelangt man schnell an Grenzen innerhalb der Darstellung. Da ist dieser optische Kniff eine gelungene Veranschaulichung, die auch den Zuschauer nahe der Position Shōyas rückt. Denn nicht nur er nimmt diese wahr, auch wir als Zuschauer sehen uns mit den Reaktionen der anderen direkt konfrontiert und können uns so mit dem Protagonisten identifizieren.
Doch auch in Bezug auf Shōko hat A Silent Voice einiges zu bieten. Wie bereits erwähnt, spielt der Film mit der Gebärdensprache, die von den Bildern und der Animation her schön in Szene gesetzt ist. Sie ist zudem ein subtiler Vermittler von Gefühlsregungen zwischen den Gesprächsteilnehmern, was persönlicher wirkt, als die Kommunikation via Stift und Papier. Dennoch ist es paradoxerweise die Tonebene, die alle Trümpfe ausspielt. Nicht der Soundtrack ist es, der beeindruckend gestaltet ist, sondern das Tondesign, das wie für das Kino gemacht ist. Es ist ein Spiel mit dumpfen Tönen und wummernden Bässen, die sich über die Musik legen und so die Gehörlosigkeit Shōkos fühlbar gestalten. Ähnlich eines Herzschlags, unterstreichen diese Formen der Klänge die Emotionen der Charaktere, allem voran auch die Beziehung zwischen Shōya und Shōko. Zumindest rudimentär versetzt es den Zuschauer in eine ähnliche Situation und bietet so Platz für Anknüpfungspunkte.
Zwar ist das alles sehr verspielt, jedoch eine sehr erfrischende Herangehensweise, um unterschiedliche Defizite oder Andersartigkeiten aufzuzeigen und aus den medienbedingten Einschränkungen einer Literaturvorlage ausbricht.

A Silent Voice ist eine absolut sehenswerte Adaption der gleichnamigen Mangavorlage. Obwohl gerade zu Beginn noch Skepsis herrscht, ob die Fülle an Stoff gerecht umgesetzt werden kann, entwickelt sich der Film nach kurzen Anlaufschwierigkeiten zu einer sehr gefühlvollen Geschichte um gemachte Fehler und die Suche nach Vergebung, sowie den Grenzen, denen eine Freundschaft obliegt. Im wahrsten Sinne des Wortes eine Achterbahnfahrt der Gefühle!

Im Original erschienen auf Infernal Cinematic Affairs.
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Anime Kommentare

Avatar: SkyFief
V.I.P.
#1
Eiga Koe no Katachi hat mir wirklich gut gefallen, gerade weil man von Anfang an die Vorgeschichte kannte. Dass Konzept das man zu Anfang die Verfehlungen in der Kindheit gesehen hat und nach dem Zeitpunkt die Auswirkungen auf Ishida und im Verlauf auch auf die anderen ist wirklich gut aufgegangen.
Oftmals wird die Hintergrundgeschichte erst im Verlauf in Flashbacks gezeigt, was in vielen Fällen gut funktioniert, aber auch seine Nachteile hat. Da man in dem Fall die Charaktere bereits vorher kennt und somit ein getrübtes Bild auf die Szene hat. Gerade deshalb hat es hier so gut funktioniert, weil man noch keinerlei Sympathien für Ishida hatte und das was er tat unvoreingenommen beurteilen konnte.
 
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