Ping Pong The Animation (Anime)ピンポン The Animation

  • TypTV-Serie
  • Episoden11 (~)
  • Veröffentlicht11. Apr 2014
  • HauptgenresGanbatte
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonManga
  • ZielgruppeMännlich

Anime Informationen

Anime Beschreibung

Die beiden Kindheitsfreunde Makoto und Yutaka spielen schon seit ihrer Grundschulzeit Tischtennis.
Makoto, der brillentragende, anscheinend emotionslose Typ, der von anderen nur als „Roboter“ bezeichnet wird, spielt, um Zeit zu schinden. Yutaka, der leidenschaftlich charismatische „Held“, der von Makoto als Idol gesehen wird, spielt, weil er Ping Pong liebt und es hasst, zu verlieren.

Wie wird die kalte, grausame Welt des Sports diese zwei so unterschiedlichen Spieler begrüßen? Und was wird auf dem unvermeidlichen Treffen der beiden als Rivalen passieren?
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

Anime Streams

Anime Trailer

Anime Neuerscheinungen

  • Gekauft
  • Wunschliste
  • Zurücksetzen

Anime Bilder (60 Screenshots)

Anime Charaktere

Anime Forum

Anime Rezensionen

Avatar: Pilop
V.I.P.
#1
Als hätte die Randsportart Tischtennis nicht schon gereicht, setzt sich Ping Pong auch noch sowohl durch seine optische Inszenierung, als auch seinen Inhalt von den normalen Sport-Anime ab. Anstatt sich rein auf das Erklimmen der sportlichen Erfolgsleiter seiner Helden zu konzentrieren, stehen letztendlich mehr ihre unterschiedlichen Herangehensweisen und Persönlichkeiten im Vordergrund und der Handlungsverlauf gibt sich trotz etwas schräger Charaktere angenehm bodenständig. Regisseur Masaaki Yuasa stellt hier einmal mehr unter Beweis, dass er einer der letzten verbliebenen eigenwilligen Leute der Anime-Industrie ist.

Wie so oft bei Yuasa wird wohl schon die Optik die erste große Hürde für viele Zuschauer sein, denn wie man gut den Vorschaubildern entnehmen kann, ist hier nicht nur keine Spur vom üblichen verniedlichten Charakterdesign, sondern man kann den Zeichenstil ruhig schon als krude bezeichnen. Es wird einem aber dann nicht allzu schwer gemacht sich damit abzufinden, denn als Ausgleich bekommt man eine gelungene Inszenierung und eine ansprechende Geschichte präsentiert. Mit einem Fokus auf die beiden sehr unterschiedlichen Freunde Peco und Smile wird wie eingangs erwähnt die unterschiedliche Herangehensweise bzw. auch Motivation für den Sport abgehandelt und wie sich ihre Einstellung dazu durch das Aufeinandertreffen mit neuen Leuten und voranschreitenden sportlichen Werdegang ändert. Während die beiden nun als Haupthelden zu nennen sind, wird die Bühne im Verlauf der Serie zu immer größeren Teilen auch den Nebenfiguren überlassen, die man aufgrund dieses Umstandes schon gar nicht mehr so bezeichnen will, denn nicht nur nehmen sie vergleichsweise viel Raum ein, sondern ihre Geschichte ist auch nicht weniger ansprechend als die von Peco und Smile. Die Serie versteht es auf ihre eigene Art ein interessantes Portrait von Jugendlichen im Tischtennissport zu zeichnen und obwohl die Charaktere sicher in ihrer Art überzeichnet sind, wirken sie doch weit lebensnaher als sonst in Anime, da man ihnen schlicht das nötige Maß an Persönlichkeit und die Möglichkeit einer Weiterentwicklung zugesteht. Ping Pong ist weniger eine Geschichte über das Erreichen sportlicher Erfolge als vielmehr über die persönliche Entwicklung auf dem Weg dorthin und es ist sicher das, was den größten Reiz der Serie ausmacht.
    • ×25
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×1
Avatar: Noa
V.I.P.
#2
Das ein Sportanime bei Yuasa weitaus mehr bietet als Sport scheint auf dem ersten Blick in die Bildergalerie erkennbar zu sein. Yuasa wäre nicht er selbst, wenn er neben dem ungewöhnlichen Design, nicht mehr als das Ersterben der sportlichen Karriereleiter erzählen würde. Adaptiert wird der gleichnamige Manga von Taiyou Matsumo (u.a. Tekkon Kinkreet). Der Manga erschien von Juli 1996 bis August 1997 im Big Comic Spirits Magazin und ist in 5 Bänden abgeschlossen.

Beim Zusammentreffen zweier solch kreativen und auch eigenwilligen Köpfen ist das Ergebnis vieles, aber ins besondere eins, nämlich anders. Im Vordergrund stehen die beiden Protagonisten Peco und Smile. Während Peco mit ein angeborenen Talent Tischtennis spielt und das Spiel über alles liebt, jedoch das Training schwänzt und kein Gegner ernst nimmt, ist Smile ein emotionsloser Mensch, der trotz ebenso großen Talent in Tischtennis nichts anderes als eine Zeitvertreibung sieht. Im Laufe der Handlung sollen die beiden aber über sich selbst wachsen und ihr Charakter entwickelt sich anhand der Erfahrung weiter. Spannend ist hierbei zu beobachten, dass Sport nicht immer mit Erfolg und Spaß verbunden werden muss, sondern auch mit Niederlage, Scham und Verleugnung.

Im gleichen Atemzug muss man aber auch die unterschiedliche Perspektiven nennen. Nicht nur bekommen wir es mit einer größeren Anzahl von Hauptakteuren zu tun, die mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten, ihre Spielweise und selbstverständlich auch ein unterschiedliches Level an Talent zu tun. Ich möchte mich hier aber auf die drei wichtigsten Charaktere, China, Peco und Smile beschränken, da ihr Charakter auch ein Teil der verwendeten Symbolik im Anime ist. Sollte man sich ein wenig mit der asiatischen Philosophie von den drei großen Lehren (Erläuterung: Konfuzianismus, Buddhismus und Daoismus) auskennen, wird ein hier schnell große Parallel zwischen dieser Lehrer und den drei Charakteren auffallen. Dabei repräsentieren jeder von ihn förmlich die Kehrseite einer dieser Lehren.

China, der Tag ein und Tag aus hart für die Verfeinerung für sein Talent trainiert, entwickelt dadurch ein Überlegenheitskomplex. Es ist das stereotypische Muster von zu strenger chinesischer Erziehung. Nach seiner Niederlage erinnert er sich selbst wieder an die Lehre des Konfus: „Ist es nicht eine Freude, zu studieren und zu praktizieren, was Sie gelernt haben?“ Weng versteht die unpersönliche Lehren des Konfuzius, dass er hart arbeiten muss, aber er versteht nicht, dass seine harte Arbeit nutzlos ist, wenn er es nicht auf alles projiziert. Sein Unglück trübt nicht wegen seiner Niederlage oder weil er aus dem chinesischen Team geworfen wurde, sondern weil er sein eigenen Mangel an Moral erkennt.

Peco symbolisiert die Kehrseite des Buddhismus. Er weiß um die bittere Erfahrung im Leben und hat ein klares Ziel vor Augen. Um die Bitterkeit der Natur vorzubeugen, genießt er die materialistische Flucht in Form von Süßigkeiten. Entgegen des eisernen Willen des Buddha lässt sich Peco zu sehr von irdischer Begierde wie Erfolg und Genuss gefangen nehmen, die ihn charakterlich brechen, als ihn dies schmerzlich bewusst wird. So edel sein Bestreben der Beste im Ping Pong auch sein mögen, scheitert er an sich selbst. Dabei wäre er viel glücklicher und erfolgreicher, wenn er zu sein Fehler stehen könnte und diese auch wahrnimmt. Die flüchtige Obsession nach dem Siegesrausch verblasst die wichtigste Erfahrung im Sport: Weiterentwicklung durch Fehler.

Der Daoismus wird von Smile verkörpert, welcher besagt, dass die Menschen sich am rechten Weg orientieren, indem sie den Lauf der Welt beobachten. Der natürliche und freie Zustand der menschlichen Natur, eine Ablehnung von Zwangsautorität und eine Vorstellung von der möglichen Existenz einer nicht zwangs-, nicht-autoritären Gesellschaft. Es ist anarchistisches Gedankengut und doch sowohl Smile die Autorität hasst, er hasst wozu ihn sein Tranier zwingt und er es verabscheut für Peco verantwortlich zu sein, ist er nicht glücklich damit. Er flieht vor seiner eigener Verantwortung. Er durchschaut andere und kennt sie, doch kennt er sich selbst?

Ping Pong The Animation schafft es alleine schon mit diesen drei Charakteren, aber eben nicht nur, ein großartigen und durchdachten Cast auf die Beine zu stellen, welche durchweg sympathisch sind. Um von den Charakteren weg zu kommen, möchte ich noch einiges zum technischen Niveau der Serie erzählen. Die Animation gehört zu einer der Besten in der Anime TV-Landschaft und besonders durch die verschiedene Ball- und Kamerafahrten schafft man Variation und zugleich kreative Perspektiven.
Der Soundtrack von Kensuke Ushio ist nicht weniger genial und unterstützt den Anime treffend. Das Opening dient als dynamische Einleitung und auch der reguläre Soundtrack kann mit vielen zauberhaften Soundtracks aufwarten. Einige der wohl best produzierten Stücke innerhalb der Branche finden sich hier wieder. Sei es das Themen Stück zu China, Four Eyes Attacks, Nothing Happens oder mein Favorit aus der Palette, My Home, China.

Um zum Abschluss zu kommen: Beim Rewatch hat es aufgeblitzt. Ping Pong ist einer dieser Anime den man sicherlich erst beim zweiten Mal wirklich lieben lernt. Yuasas Directing ist grandios und die letzten Episoden gehören neben den letzten beiden Folgen von Tatami Galaxy zu einer der Inszenierungsstärksten Episoden die ich je gesehen habe.
    • ×16
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0

Anime Kommentare

Du möchtest anderen Mitgliedern der aniSearch-Community Deine Meinung zum Anime „Ping Pong The Animation“ mitteilen, ohne dafür gleich eine ganze Rezension schreiben zu müssen? Dann eröffne über den nachfolgenden Button ein Kommentarthema zu „Ping Pong The Animation“ und sei der Erste, der dazu etwas sagt!
  • Ablehnend
  • Traurig
  • Überrascht
  • Lustig
  • Liebhaben
  • Zustimmen

aniSearch-Gewinnspiel

Gewinnspiel: Gewinnspiel: „Spice and Wolf“ – Die komplette erste Staffel
Gewinnspiel: „Spice and Wolf“ – Die komplette erste Staffel

Bewertungen

  • 5
  • 6
  • 42
  • 166
  • 92
Gesamtbewertung
Eigene Bewertung
Klarwert3.86 = 77%Rang#437

Mitgliederstatistik

Letzte Bewertungen

Top Eintrager

Anime teilen


Du hilfst anderen gerne bei der Suche nach einem Anime oder informierst gern über Anime? Dann empfehlen wir, zusätzlich einen Link zum Anime-Eintrag hier auf aniSearch mit anzugeben. Damit erleichterst Du dem Empfänger die Suche nach dem Anime und bietest ihm eine ganze Fülle an Informationen!
aniSearch-Livechat
Durch Deinen Aufenthalt auf aniSearch stimmst Du der Nutzung von Cookies für personalisierte Inhalte, Werbung und Analysen, gemäß unserer Datenschutzrichtlinien zu.