From the New World (Anime)Shinsekai yori / 新世界より

  • TypTV-Serie
  • Episoden25 (~)
  • Veröffentlicht29. Sep 2012
  • HauptgenresDrama
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonRoman
  • ZielgruppeMännlich, Weiblich

Anime Informationen

Anime Beschreibung

Eintausend Jahre in der Zukunft hat sich die Zivilisation zurückentwickelt und die Menschen leben versprengt in kleinen Gemeinschaften. Die Menschen dieser Zeit verfügen über telekinetische Kräfte namens Juryoku, die in Abwesenheit fortschrittlicher Technologie auch ihre primäre Hilfs- und Energiequelle darstellen. Nachdem endlich ihr Juryoku erwacht ist, kann sich Saki ihren Freunden in der Schule anschließen, wo ihnen der Umgang mit dieser Kraft gelehrt wird, aber auch Grundsätze der Gesellschaft nähergebracht werden. Immer wieder bemerkt Saki jedoch Seltsamkeiten im Verhalten der Leute und mitunter verschwinden vereinzelt Schüler, was die Frage über die Hintergründe der aktuellen Welt und die Geschehnisse in den vergangenen 1000 Jahren aufwirft.
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Anime Rezensionen

Avatar: Pilop
V.I.P.
#1
Wenn die letzte Episode von Shinsekai Yori mit einer gelungenen Abschlussszene ausklingt, dann hat man eine Serie hinter sich, deren Geschichte sicher zu den am besten durchdachten im Animebereich zählt und die mit dem Fokus auf Geschichte und Handlung an sich eine positive Abwechlsung zum Trend zu immer stärker charakterzentrierten Anime darstellt. Leider muss man aber sagen, dass durch das Hervorrücken der Handlung letztendlich die Charaktere auf der Strecke bleiben, womit die Serie ihr Potential klar nicht ausschöpft.


Die besten Momente in Shinsekai Yori sind jene, in denen ein einziger neuer Handlungsbaustein, eine simple neue Information auf einmal bewirkt, dass sich die vielleicht noch etwas unklare vergangene Handlung plötzlich aufklärt und zu einem stimmigen Gesamtbild ordnet. Man merkt es der Serie immer wieder an um wie viel mehr Gedanken sich der Autor hier um die Geschichte und die Welt in der sie spielt gemacht hat, als in anderen Anime in der Regel der Fall ist. Gerade im Vergleich zu den sonst vorherrschenden Light Novel und Visual Novel Adaptionen ist es schon als Wohltat anzusehen, wenn man einen klaren Handlungsaufbau und eine klare Grundidee erkennen kann, die sich dann im Verlauf der Geschichte entfalten. Shinsekai Yori zählt für mich deshalb sicher zu den handlungstechnisch interessantesten Serien, die ich seit Langem gesehen habe und vermag es wirklich durch die Handlung, die Welt und ihre Geheimnisse anzusprechen und als Geschichte selbst schlicht gut zu sein.

Woran es dann aber wie eingangs erwähnt leider deutlich mangelt ist am Eingehen auf die Figuren. Abgesehen von der Hauptfigur Saki, die ausreichend, wenn auch nicht übermäßig behandelt wird, kann man sich bei den Figuren des Eindrucks nicht erwehren, dass sie letztendlich nur Spielstücke sind um die Geschichte anzutreiben. Zwar verhalten sie sich ziemlich nachvollziehbar und wären von der Grundkonzeption her mitunter auch nicht uninteressant, aber sie kommen merklich zu kurz, wodurch immer eine Distanz zum Zuschauer bestehen bleibt und einem ihr Werdegang und Schicksal wenig berührt. Es geht stellenweise sogar soweit, dass man schon enttäuscht darüber ist, wie leichtfertig bzw. nüchtern man mit ihnen was ihr Schicksal anbelangt umgeht, was schon fast als Missachtung ihres Status als Hauptfiguren aufgefasst werden kann.

Fazit:
Die Geschichte lässt es sich immer wieder anmerken wie viel Aufwand in ihre Konzeption geflossen ist und es ist auch die daraus erwachsende Stärke in der Handlung, die den Anime trägt. Der Autor muss sich dabei allerdings die Kritik gefallen lassen seine Charaktere vernachlässigt zu haben, was sich letztendlich in einer seitens der Zuschauer gegenüber ihnen herrschenden, spürbaren emotionalen Distanz ausdrückt. Würde einem auch das Schicksal der Figuren nahe gehen, würde der Anime wohl zu den ganz Großen zählen, aber so hat es „nur“ zu einer guten Geschichte gereicht.
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Avatar: Lebbo
V.I.P.
#2
Eigentlich ist Shinsekai Yori doch genau das, worauf man stets wartet und hofft. Ein Anime mit einem außergewöhnlichen Setting in einer fantastischen Welt, eine gut durchdachte Story mit den gewissen Überraschungsmomenten und eine anspruchsvolle Geschichte fernab von Otaku, Moe und Co. Shinsekai Yori erfüllt all diese Kriterien und sie hätte wirklich ganz großes Kino werden können, wenn sich die Serie nicht selbst im Weg gestanden hätte. Das mag nun abgedroschen klingen, aber ich möchte versuchen, ein paar Punkte zu nennen, woran die Serie etwas gescheitert ist.



Die Geschichte basiert auf einem Roman und das merkt man relativ schnell. Es ist keine 0815-Adaption wie man sie schon so oft bei vielen anderen Anime gesehen hat, bei denen es schlichtweg an Ideenreichtum und Substanz mangelt. Das ist bei Shinsekai Yori definitiv nicht der Fall. Es wird schon zu Beginn deutlich, dass hinter den Charakteren und der Story weitaus mehr steckt, doch all diese positiven Aspekte eines Romans haben dann eben auch ihre Nachteile. Die Einführung in diesen großen Kosmos ist extrem zäh, anstrengend und langatmig. Der Anime schafft es nicht, von der ersten Sekunde an zu überzeugen und schreckt schon in den ersten Episoden zu viele Zuschauer ab.

Zwar gewinnt der Anime im späteren Verlauf der Handlung enorm an Fahrt, aber das zeigt schon ein weiteres Problem der Serie, die die Freude über die spannende Erzählweise in der zweiten Hälfte etwas trübt: Die Serie ist in vielen Bereichen qualitativ nicht konstant genug. Es gibt Charaktere, die sind facettenreich, spannend erzählt und zeigen durchaus Entwicklung mit Überraschungspotenzial. Daneben finden sich aber viele Charaktere in Shinsekai Yori, deren Potenzial nicht genutzt wird. Man vergisst sie schlichtweg auf der Reise und dadurch wurde zunehmend Zeit an unwichtigen, uninteressanten und farblosen Charakteren verschwendet. Auch bei der Handlung setzt man die falschen Prioritäten und man vernachlässigt die wirklich spannenden Themen. Dabei ist der Anime durchaus komplex aufgebaut. Es gibt unterschiedliche Erzählabschnitte, diverse Zeitlinien und von Mal zu Mal erkennt man, wie kreativ und vielschichtig diese Welt doch eigentlich sein könnte. Dennoch schwanken die einzelnen Arcs enorm bei ihrem Grad an Unterhaltung und nicht alle Puzzleteile passen so ineinander wie sie es eigentlich sollten. Vielleicht hakt es auch daran, dass man möglichst genau die Vorlage umsetzen wollte, aber irgendwann gemerkt hat, dass man manche Themen nur lieblos abarbeiten kann. Das ist umso bedauerlicher, denn die Serie hat ein paar Folgen zu bieten, die einen dermaßen umhauen, dass man sich fragt, wieso man diese Konstanz nicht die komplette Serie über beibehalten hat.

Fazit
Letztlich bleibt ein etwas fader Beigeschmack, denn es wurde so viel Potenzial verschenkt. Das Gesamtpaket in Bild und Ton stimmt absolut und man kann die Einzigartigkeit sowie die ungewöhnliche Story der Serie immer wieder lobend erwähnen. Shinsekai Yori hat auch durchaus viele positive, sehenswerte Momente, aber zu oft hat sich der Anime für die falsche Richtung entschieden. Nun sind solche Geschichten kein Wunschkonzert, bei denen man die spannendste Route auswählen kann und man ist glücklich damit. Aber wenn ich mir etwas wünschen könnte, dann wären es definitiv mehr Serien von der Sorte eines Shinsekai Yori!
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Avatar: PhryneMandelbrot#3
„The power of imagination is what changes everything“

Meine Damen und Herren, hier ist der lange Zeit ersehnte Mystery-Anime, der dem Genre tatsächlich noch gerecht wird, ohne vornehmlich auf die Ausschlachtung der altbekannten Klischees zu setzen. Eine originelle und komplexe Handlung und eine Welt, die den Zuschauer mehr als einmal perplex zurücklässt, machen „Shinsekai Yori“ zum Geheimtipp. Geheimtipp deshalb, weil die Anime-Umsetzung der Romanvorlage von Horror-Autor Yusuke Kishi mit wenig konventionellem aufwarten kann und damit bei einem Konventionellen Publikum wenig Anklang finden wird.



„Shinsekai Yori“ erzählt die Geschichte von fünf Kindern, denen urplötzlich, vor vollendete Tatsachen gestellt, eine unfassbare Wahrheit zuteil wird. Die wandelnde Bibliothek in Gestalt des Fabelwesens Minoshiro offenbart ihnen die blutige Geschichte der Menschheit und wie diese zur Handlungsgegenwart viele Jahrhunderte nach dem Untergang unserer Zivilisation führte. Die Übel sind aber nicht verschwunden und hinter der utopischen Fassade des idyllischen Distrikts Kamisu 66 jagt ein Albtraum den nächsten. Die Unversehrtheit der Fünf ist in zunehmender Gefahr, aber wer ist der Feind?

Die Tatsache, dass bereits in Episode 3 so viele Fakten über die Welt der Serie preisgegeben werden, die den Zuschauer zwangsläufig überfordern, stellt zum einen eine interessante Erzähltechnik dar, zum anderen zeigt es aber auch, dass die Details nicht aufgespart werden müssen. Schon in diesem frühen Stadium präsentiert der Anime ein komplexeres Setting als andere nach 25 Episoden. „Shinsekai Yori“ gibt dem Zuschauer bereits die Antworten, lange bevor dieser zu Fragen beginnt, und überrumpelt diesen dadurch. Von Episode zu Episode wird man immer wieder mit Ereignissen und Ideen konfrontiert, die in dieser Form weder in einem Anime umgesetzt noch vom Zuschauer erwartet worden sind (z.B. Shounen-Ai/Shoujo-Ai).
Die Spannung der Handlung steigt kurioserweise mit der absteigenden Zahl der Charaktere, die dem Zuschauer ebenso wie der Protagonistin Saki nach einer Zeit aus dem Gedächtnis entschwinden. Ein storytechnischer Kniff oder einfach nur mangelnde Ausarbeitung der aufgeführten Charakteren? Die mangelnde Auseinandersetzung mit einigen Charakteren mag als störend empfunden werden, da die Handlung aber nicht darunter leidet, sollten zumindest jene Art von Zuschauer, die Death Note selbst nach Episode 26 unbeirrt weitergeschaut hat, auch hier weiterhin seinen Spaß haben.
Außerdem sei verwiesen auf die Horror-Elemente, die sich nicht auf das böse Monster im Wald beschränken, sondern die mit den tiefsten Ängsten der Menschheit spielen, mit dem Verhängnis und dem Untergang menschlicher Zivilisation und mit dem Umgang mit intelligentem Leben. Ein mulmiges Gefühl bleibt bis zum Schluss, insbesondere in der grandios verstörenden Schlussepisode bestehen. Wer also keinen bitteren Nachgeschmack möchte, ist mit einem Gute-Laune-Anime besser bedient.
Zuletzt noch eine Anmerkung zur technischen Umsetzung. Das erste Ending (Openings gibt es keine) „Wareta Ringo“ und ein Großteil des Soundtracks untermalen die Handlung hervorragend. Technische Schwächen sind aber ganz klar in den Animationen, insbesondere in der teilweise stark schwankenden Qualität des Charakter-Designs, zu vermerken.


Fazit:
Die „Schöne neue Welt“-Geschichte mit mythologischem Fantasytouch gehört zu jenen seltenen Story-Animes, die es zumindest einmal im Jahr geben muss, damit der vom Mainstream frustrierte Otaku doch noch überzeugter Vertreter seines Hobbys bleiben kann.
Und wer inbrünstig behauptet, „ich schaue Anime wegen der Handlung“ und dabei an „Highschool of the Dead“ oder Etwaiges denkt, der ist mit „Shinsekai Yori“ sicherlich nicht gut beraten, es sei denn, er will eines Besseren belehrt werden.
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Avatar: Noa
V.I.P.
#4
Watashi wa sore demo shabondama shinjiteru
Yokisenu joushou shite arashi ni kakou shite aragau

Und damit herzlich Willkommen zu Shinsekai yori, einer der ungewöhnlichsten und zugleich faszinierendsten Anime der letzten Jahre!

Der auf eine Roman basierende Anime spielt in einer dystopischen Welt der anderen Art. Und gerade das Anders sein ist sehr groß geschrieben bei Shinsekai yori. Der Zuschauer wird von der ersten Folge in eine gut aufgebauten Welt und Geschichte entführt und spürt den Detailreichtum der Vorlage, was aber zu Beginn nicht zwecks spannend sein muss. Während sich der Anfang um die Geschichte der spirituelle Kräfte, Juryoku genannt, und einer Gruppe von Freunden, die sich mit dieser Energiequelle auf einer speziellen Schule auseinander setzten und die Grundsätze der Gesellschaft näher gebracht bekommen, wird nach und nach der Bruch dieser in den Vordergrund gestellt und viele Frage auf die aktuelle Welt und älter Hintergründe tun sich auf..

In ein Fantasy-Mystery Setting schneiden hier derart viele Philosophische Elemente auf die Frage, was der Wert des Menschen sei. Die Animationen sind zum Teil sehr wechselhaft und auch experimentell und verspielt. Während man hier und dort flüssige Szenen von voller Bildgewalt in kräftigen Farben erstaunen darf, gibt es auf der anderen Seite auch detailärmere Sequenzen, die für mich bestätigen, dass die Regieführung nicht immer optimal war. Der Soundtrack stellt nach der Handlung alles andere wieder in den Schatten. Neben den famosen ersten Ending bekommt man hier eine Palette von Soundtracks geliefert, die nicht nur passend die Szenen untermalen, sondern auch, wie im Falle von Song of Shadow, mir jedes Mal aufs Neue eine Gänsehaut-feeling verpassen.

Fazit:
Shinsekai yori mag kein perfekter Anime sein, dies ist ihm auch gar nicht möglich. Der Anime hat viele Schwachpunkte, so wie die Charaktere die als Instrumente der Handlung fungieren und der zunächst zähen Einführung in der Welt. Lässt man sich aber drauf ein und sieht über kleinere Schwächen hinweg, bekommt man es mit ein wirklich beeindruckendes Werk zu tun, welches stellenweise echt umhaut und lang zeitig zum nachdenken anregt. Mehr Roman Adaptionen dieser Art wären sehr wünschenswert..
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Avatar: Amilabes#5
  • Handlung
  • Animation
  • Charaktere
  • Musik
Shinsekai Yori ist ein leider viel zu unterschätzter Anime für Leute, die es gerne anspruchsvoll und kritisch, facettenreich und ...anders mögen. Diese Andersartigkeit zeigt sich alleine darin, das ich nunmehr bei meinem dritten Versuch bin, eine Review für meinen absoluten Lieblingsanime zu verfassen.

In Shinsekai Yori lernen wir eine futuristisch-rückständige Welt kennen. Die Menschen haben sich telekinetische Fähigkeiten angeeignet und die Welt, wie wir sie kennen, durch ihren Kampf gegeneinander, ins Unglück gestürzt. Großstädte existieren genauso wenig, wie Länder und zentrale Regierungen. Auch von Technik will man nichts mehr wissen. Die Menschen leben nun in dorfähnlichen Gemeinschaften, welche alle unabhängig voneinander verwaltet werden. So hat jedes Dorf beispielsweise eigene Schulen, Forschungseinrichtungen und Exekutivorgane. Den Kindern wird nun in der Schule vorrangig beigebracht, wie sie mit ihren telekinetischen Kräften haushalten und die Kontrolle über sie behalten. Saki Watanabe und ihre Freunde, sind auf die weiterführende Schule gekommen und fangen gerade an, ihre, in der Pubertät frisch erwachten, telekinetischen Kräfte zu kontrollieren. Durch einen Zufall kommen sie auch in Kontakt zu den geheimnisvollen "Riesenratten", welche rückständig in Kolonien unter der Erde leben und die Menschen als ihre Götter verehren. Im Laufe ihrer Schulzeit stoßen sie auf immer wiederkehrende Ungereimtheiten, unter anderem dem Verschwinden mehrerer Kinder. Da die sämtliche Erwachsene akribisch schweigen, stellen sie selbst Nachforschungen an, mit einigen weitreichenden Folgen.

Die Handlung reißt sehr viele philosophische und ethische, aber auch gesellschaftliche Themen an, so zum Beispiel Gleichstellung, Nächstenliebe, Überwachung, sexuelle Freiheit und Individualität. Wird die Gemeinschaft um Saki anfangs noch als perfekte Utopie dargestellt, so wandelt sich das Gesellschaftsbild mehr und mehr in das komplette Gegenteil um.
Der Handlung war anfangs nicht ganz einfach zu folgen. Sie ist relativ komplex und detailliert, was wohl auch daran liegt, dass Shinsekai Yori auf einem Roman basiert. Man wird ohne größere Einführung in diese Welt geworfen und muss mitunter einige Szenen mehrmals sehen, weil sie anfangs so verwirrend erscheinen oder gar deplatziert wirkten. Im Laufe der Handlung zieht einen diese Welt jedoch komplett in ihren Bann. Am laufenden Band werden neue Begebenheiten geschildert, welche einen dazu veranlassen, ganze neue Schlüsse zu ziehen und den Standpunkt zu wechseln. Die deplatzierten Szenen aus der vorletzten Folge ergeben dann plötzlich Sinn und man bekommt das wohlige oder auch beklemmende Gefühl einer neuen Erkenntnis. Da die Themen zumeist entweder stückchenweise preisgegeben, nur angerissen oder auch mal ganz unausgesprochen bleiben, ist man ständig gezwungen, innezuhalten und mitzudenken, damit man die gesamte Thematik auch angemessen durchleuchten kann.

Die Charaktere sind im Grunde relativ schlicht und farblos gehalten. Sie handeln alle überaus logisch und angemessen im Hinblick auf die Story, jedoch hätte einigen Charakteren ein wenig mehr Tiefe gut getan. Gerade Protagonistin Saki war manchmal ein wenig zu passiv im Hinblick auf die wuchtige Story. Einige Nebencharaktere wie Sakis Freunde Satoru Asahina, Mamoru Itou oder auch Riesenratte Squealer empfand ich als wesentlich spannender und dynamischer.

Die Musik hat mir persönlich sehr gut gefallen. Die Soundtracks waren stets sehr stimmig und haben die einzelnen Szenen sehr gut untermalt, jedoch ohne dabei aufdringlich zu sein, und einen sanft in ihren Bann gezogen, Bezüge in die Klassik (Antonin Dvorak's 9. Symphonie - Aus Der Neuen Welt) sind ebenfalls gegeben. Ein Opening besitzt dieser Anime nicht, was ich jedoch nicht unbedingt as störend empfand, weil es diesen doch etwas anderen Anime weiter von seinen Kollegen weiter abgrenzt. Beide Endings waren schlichter gehalten, aber dennoch sehr stimmig.

Insgesamt gesehen sollte man Shinsekai Yori meiner Meinung nach nur sehen, wenn man wirklich die Zeit und Motivation aufbringen kann, selbst nachzudenken und sich Gedanken zu machen. Folgt man einfach nur stumpf der Handlung, wird man zwar auch sehr gut unterhalten, man bekommt aber nicht das volle Potenzial der Serie zu spüren.
Hat man sich gerade am Anfang durch die Fülle an Informationen geschlagen, bekommt man hier auf jeden Fall ein äußerst kritisches dystopisches Gesellschaftsdrama mit vielen ethischen Bezügen und bombastischer Musik geboten.
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Anime Kommentare

Avatar: Asane#1
Zurück zu den Wurzeln. Und damit die Katastrophe nicht nochmals eintritt, wird das ganze eingefriedet und unter die strenge Obhut der Guten gestellt.

Diese Welt entfaltet ihre eigentümlich fremde wie abschreckende Magie dort, wo exemplarisch Einzelgeschichten und -geschicke die Hintergründe entblättern. Wenngleich auch die Figuren blass und distanziert erscheinen, verstärkt das diesen Eindruck eher noch.
Späterhin, als eine Art Abenteuergeschichte den Hauptstrang der Serie bildet, verblasst dieser Zauber etwas, und über weite Strecken wirkt das dann wie ein hundsgewöhnlicher Adventure-Anime in dystopischem Setting.

Aber die Frage ist doch eigentlich: wo möchte man leben als Mensch von heute (die Rolle der bisherigen Menschheit haben mittlerweile nun andere Wesen eingenommen) - bei den Hummeln oder den Nacktmullen?
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Avatar: [S]pin.eXe#2

Nur lesen wenn ihr den anime zu ende geschaut habt.

Ich hätte es definitv besser gefunden wenn maria und saki am ende überlebt hätten , und sich irgendwie kinder beschaffen , auch finde ich das momoru eher ein nebencharakter hätte sein sollen , denn das maria extra für ihn weggeht und dann später auch noch ein kind mit ihm hat machte mich wirklich traurig so ein schöner anime mit yuri und dann versauen sie es , in dem die hauptperson ( maria ) mit mamoru ( meiner meinung nach hätte er ein nebenchar werden sollen) abhaut . Ich würde gerne den anime nochmal sehen aber diesmal mit maria und sakis seite und nicht satouru. Saki tut mir echt leid ihr 2 großen lieben sind tot und sie muss sich mit satuouru begnügen und vergisst am ende alles , einfach nur traurig.
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Avatar: Richard Raahl#3
Anspruch:sehr viel
Action:mittel
Humor:wenig
Spannung:sehr viel
Erotik:wenig
From the new World betrachte ich recht zwiespältig. Die Animation macht einen ungewohnten Eindruck, ist aber sehr gut gelungen. Der Soundtrack ist über jeden Zweifel erhaben. Die Charaktere sind glaubwürdig und gut ausgearbeitet. Die Handlung ist die große Stärke und gleichzeitig die größte Schwäche der Serie. Dass der Einstieg ziemlich langatmig ist, ist kein Problem. Allerdings gibt es Folgen und Details, die die Story meiner Meinung nach absolut nicht nötig gehabt hätte. Einige Folgen habe ich sogar vorgespult, in der Hoffnung dass noch etwas passiert und das mache ich sonst nie. Nicht falsch verstehen, die Story ist nicht unlogisch ( bis auf eine Stelle ) oder inkohärent. Es ist nur so, dass weniger manchmal mehr gewesen wäre. Fazit: ein sehr ambitionierter und gelungener Anime mit kleinen Schwächen.
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