
AsaneV.I.P.
#1Eins muss man Musashi ja lassen: er profitiert in unverschämter Weise von einen sehr unausgeglichenen Verhältnis von Angebot und Nachfrage. In diesen beiden Folgen noch mehr, da jetzt noch eine weitere Kindheitsfreundin nachgeschoben wird. Aus rein dramaturgischen Gründen, versteht sich.
Diese dramaturgischen Gründe liegen mutmaßlich darin, daß man der um sich greifenden Fickerei Rahmen und Halt geben wollte. Eine Geschichte, die all das Entblößen schamhafter Bereiche samt dem nachfolgenden Gestöhne logisch rechtfertigt und auf Linie bringt. Leider aber wurde diese Zugabe nie lizenziert, und so hat man als Zuschauer sich mit genitalen Pixelhaufen rumzuschlagen, was den Mehrwert dann etwas mindert. Nicht weil einem anatomisch delikate Zonen vorenthalten würden, sondern weil dieses Klötzchengezappele einfach nervt.
Heroische Hörnerklänge zu heroischer Winterlandschaft eröffnen die gebirgige Szene, ganz wie im deutschen Heimatfilm. Weiberheld Musashi ist zurück im Dorf, und er wird auch bald einer neuen Schönheit ansichtig, der blondgelockten Tamamo, die neu ist im Arsenal von Koihime. Teilweise scheint der Fluch des Vergessens gewirkt zu haben, den Tengu während des Sommers der letzten OVA ausgesprochen hat. Zwar erkennt der jugendliche Held noch seine einstige Kindheitsfreundin, hat aber den Namen vergessen. Und das weiß ja wohl jeder hier: zur falschen Zeit den falschen Namen sagen - ganz schlecht!
Wie schon angedeutet, ist hier alles von Dämonen und anderen übernatürlichen Phänomenen durchsetzt. So tut man sich leichter, abstruse Wendungen und Entwicklungen einen Anstrich von Logik zu geben, und es erleichtert den Einsatz von plot devices und ähnlichen Kniffen, um sich umständliche Erklärungen zu ersparen und um besagte Wendungen entscheidend abzukürzen. Zu diesen neuen übernatürlichen Phänomenen zählen vor allem die Fuchsgestalten, die nun die Handlung bevölkern und den Helden – zu welchem Zwecke genau auch immer – an der Nase herumführen wollen. Tamamo gehört zu ihnen. Aber auch der Großmama sollte man nicht übern Weg trauen, wie hier deutlich zu sehen ist. Man erinnere sich: Füchse sind Gestaltwandler.
Es dauert jedenfalls nicht lange und Musashi ist mit Tamamo in der Horizontalen, kaum daß sich die Großmama zurückgezogen hat. Das gefällt aber den anderen vier Youkai-Prinzessinnen nicht, die es ja auch noch gibt und denen der nassforsche Held im Sommer noch innige Liebesschwüre geleistet hat. An ihrem Zauberfernseher können sie alles haarklein mitverfolgen, was ihr untreuer Stecher so treibt. Dann mischt sich auch noch der Papa von Tamamo ein und es kommt zu dramatischen Auseinandersetzungen zwischen ihm und den anderen Youkai. Was macht man da am besten? Ist doch klar: ficken. Wie bei den Bonobos.
Irgendwann jedenfalls blickt keiner mehr durch bei den ganzen Fuchsverwandlungen, weder Musashi noch der Zuschauer. Da hilft die kleine, energische Anzu ihrem Onii-chan auf die Sprünge, und was soll man sagen: es wirkt! Wie weggeblasen(!) ist die fluchbehaftete Amnesie! – Vorhang und Ende des 1. Aktes.
All das hat natürlich Konsequenzen. Ein Treffen der Youkai-Oberen steht an. Zur Sicherheit wird Musashi erstmal festgesetzt, erfährt aber tröstenden Damenbesuch in seinen wechselnden Gefängniszellen. Die Mädchen versuchen so gut es geht die Pläne der Erwachsenen zu durchkreuzen, und auch Musashi scheut sich nicht, bei allem Respekt vor der Obrigkeit deutliche Worte zu äußern. So verschafft er sich ein gewisses Vertrauen, schließlich geht es um die Frage, welche der Youkai-Mädchen er dereinst ehelichen soll. Die Entscheidungsfindung verläuft sehr eigenartig, aber für die Verhältnisse in der Youkai-Welt vielleicht nicht ungewöhnlich. Zum Abschluss geht es noch einmal ordentlich rund auf den Tatami, dann sind die Ferien auch schon zu Ende und Musashi muss wieder zurück nach Tokyo. – Vorhang und Ende des 2. Aktes.
Was ist nun anders gegenüber der beiden Sommerepisoden? Ich mag mich täuschen, aber der Eindruck kommt auf, als sei das Leichte und Spielerische der Erotik etwas verloren gegangen. Außerdem läuft alles einen Tick zu hektisch ab, sowohl der Sex wie auch die Szenenschnitte. Das Verhältnis von Dramatik und Humor – essentiell für dieses Franchise! – ist immer noch gut gelungen und findet ein ausgewogenes, harmonisches Gleichgewicht. Meistens jedenfalls. Die Handlung, die man alibimäßig darum herum gestrickt hat, erweist rasch sich als bloßes Mittel zum Zweck, und die Auflösung der Geschichte erinnert etwas an die Dramaturgie auf dem Bauerntheater. Daß das alles letztlich eher augenzwinkernd märchenhaften Charakter hat, erkennt man überdeutlich am Bild dieses Sichelmondes gegen Ende der Folge.
Die Anflüge von Iyashikei, die die erste OVA ausgezeichnet hat, sind völlig verschwunden, dafür macht sich jetzt vermehrt die Comedy breit, die aber immerhin recht erträglich ausfällt. Musikalisch fällt auf, daß auch hier alles sehr dezent abläuft, speziell bei den Sexszenen, wo hallige Schlafzimmermusik mit der typischen Softporno-Percussion vorherrscht. Wenn's mysteriös wird, vergreift man sich auch schonmal an Ganztonleitern.
Alles in allem nicht ganz das Niveau der beiden Sommer-Folgen, aber für einen Hentai doch eine reife Leistung. Kann man gerne mehrfach schauen, tu ich vielleicht auch noch mal, vielleicht geht mir dann auf, warum es für alle so schlecht gewesen wäre, Schwiegersohn jenes robusten Genossen zu werden. Das Mädel macht immerhin auch in Youkai-Form einen ganz passablen Eindruck und ist nachweislich in der Lage, auch gegen den Willen ihres Herrn Papa, recht vernünftige Entscheidungen zu treffen.
Diese dramaturgischen Gründe liegen mutmaßlich darin, daß man der um sich greifenden Fickerei Rahmen und Halt geben wollte. Eine Geschichte, die all das Entblößen schamhafter Bereiche samt dem nachfolgenden Gestöhne logisch rechtfertigt und auf Linie bringt. Leider aber wurde diese Zugabe nie lizenziert, und so hat man als Zuschauer sich mit genitalen Pixelhaufen rumzuschlagen, was den Mehrwert dann etwas mindert. Nicht weil einem anatomisch delikate Zonen vorenthalten würden, sondern weil dieses Klötzchengezappele einfach nervt.
Heroische Hörnerklänge zu heroischer Winterlandschaft eröffnen die gebirgige Szene, ganz wie im deutschen Heimatfilm. Weiberheld Musashi ist zurück im Dorf, und er wird auch bald einer neuen Schönheit ansichtig, der blondgelockten Tamamo, die neu ist im Arsenal von Koihime. Teilweise scheint der Fluch des Vergessens gewirkt zu haben, den Tengu während des Sommers der letzten OVA ausgesprochen hat. Zwar erkennt der jugendliche Held noch seine einstige Kindheitsfreundin, hat aber den Namen vergessen. Und das weiß ja wohl jeder hier: zur falschen Zeit den falschen Namen sagen - ganz schlecht!
Wie schon angedeutet, ist hier alles von Dämonen und anderen übernatürlichen Phänomenen durchsetzt. So tut man sich leichter, abstruse Wendungen und Entwicklungen einen Anstrich von Logik zu geben, und es erleichtert den Einsatz von plot devices und ähnlichen Kniffen, um sich umständliche Erklärungen zu ersparen und um besagte Wendungen entscheidend abzukürzen. Zu diesen neuen übernatürlichen Phänomenen zählen vor allem die Fuchsgestalten, die nun die Handlung bevölkern und den Helden – zu welchem Zwecke genau auch immer – an der Nase herumführen wollen. Tamamo gehört zu ihnen. Aber auch der Großmama sollte man nicht übern Weg trauen, wie hier deutlich zu sehen ist. Man erinnere sich: Füchse sind Gestaltwandler.
Es dauert jedenfalls nicht lange und Musashi ist mit Tamamo in der Horizontalen, kaum daß sich die Großmama zurückgezogen hat. Das gefällt aber den anderen vier Youkai-Prinzessinnen nicht, die es ja auch noch gibt und denen der nassforsche Held im Sommer noch innige Liebesschwüre geleistet hat. An ihrem Zauberfernseher können sie alles haarklein mitverfolgen, was ihr untreuer Stecher so treibt. Dann mischt sich auch noch der Papa von Tamamo ein und es kommt zu dramatischen Auseinandersetzungen zwischen ihm und den anderen Youkai. Was macht man da am besten? Ist doch klar: ficken. Wie bei den Bonobos.
Irgendwann jedenfalls blickt keiner mehr durch bei den ganzen Fuchsverwandlungen, weder Musashi noch der Zuschauer. Da hilft die kleine, energische Anzu ihrem Onii-chan auf die Sprünge, und was soll man sagen: es wirkt! Wie weggeblasen(!) ist die fluchbehaftete Amnesie! – Vorhang und Ende des 1. Aktes.
All das hat natürlich Konsequenzen. Ein Treffen der Youkai-Oberen steht an. Zur Sicherheit wird Musashi erstmal festgesetzt, erfährt aber tröstenden Damenbesuch in seinen wechselnden Gefängniszellen. Die Mädchen versuchen so gut es geht die Pläne der Erwachsenen zu durchkreuzen, und auch Musashi scheut sich nicht, bei allem Respekt vor der Obrigkeit deutliche Worte zu äußern. So verschafft er sich ein gewisses Vertrauen, schließlich geht es um die Frage, welche der Youkai-Mädchen er dereinst ehelichen soll. Die Entscheidungsfindung verläuft sehr eigenartig, aber für die Verhältnisse in der Youkai-Welt vielleicht nicht ungewöhnlich. Zum Abschluss geht es noch einmal ordentlich rund auf den Tatami, dann sind die Ferien auch schon zu Ende und Musashi muss wieder zurück nach Tokyo. – Vorhang und Ende des 2. Aktes.
Was ist nun anders gegenüber der beiden Sommerepisoden? Ich mag mich täuschen, aber der Eindruck kommt auf, als sei das Leichte und Spielerische der Erotik etwas verloren gegangen. Außerdem läuft alles einen Tick zu hektisch ab, sowohl der Sex wie auch die Szenenschnitte. Das Verhältnis von Dramatik und Humor – essentiell für dieses Franchise! – ist immer noch gut gelungen und findet ein ausgewogenes, harmonisches Gleichgewicht. Meistens jedenfalls. Die Handlung, die man alibimäßig darum herum gestrickt hat, erweist rasch sich als bloßes Mittel zum Zweck, und die Auflösung der Geschichte erinnert etwas an die Dramaturgie auf dem Bauerntheater. Daß das alles letztlich eher augenzwinkernd märchenhaften Charakter hat, erkennt man überdeutlich am Bild dieses Sichelmondes gegen Ende der Folge.
Die Anflüge von Iyashikei, die die erste OVA ausgezeichnet hat, sind völlig verschwunden, dafür macht sich jetzt vermehrt die Comedy breit, die aber immerhin recht erträglich ausfällt. Musikalisch fällt auf, daß auch hier alles sehr dezent abläuft, speziell bei den Sexszenen, wo hallige Schlafzimmermusik mit der typischen Softporno-Percussion vorherrscht. Wenn's mysteriös wird, vergreift man sich auch schonmal an Ganztonleitern.
Alles in allem nicht ganz das Niveau der beiden Sommer-Folgen, aber für einen Hentai doch eine reife Leistung. Kann man gerne mehrfach schauen, tu ich vielleicht auch noch mal, vielleicht geht mir dann auf, warum es für alle so schlecht gewesen wäre, Schwiegersohn jenes robusten Genossen zu werden. Das Mädel macht immerhin auch in Youkai-Form einen ganz passablen Eindruck und ist nachweislich in der Lage, auch gegen den Willen ihres Herrn Papa, recht vernünftige Entscheidungen zu treffen.
Beitrag wurde zuletzt am 12.03.2025 18:55 geändert.

Zoku Koi-hime 












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