
AsaneV.I.P.
#1Frage an die Experimentierfreudigen unter den Lesern: Hat eigentlich schon mal jemand versucht, so etwa 10 Folgen der »Teletubbies« am Stück zu schauen? Dann habt ihr ja eine Vorstellung davon, was euch hier erwartet.
Youtube jedenfalls steht mit Rat und Tat zur Seite. Einer der User-Kommentare spricht das an, was auch mein erster Gedanke war: "Do I need to get high before watching this?" Der nächste User hat diesen Level wohl bereits erklommen und scheint das zu bejahen: "This is so fucking good!"
Das also ist Afro-Ken: Ein offenbar schwuler, computergenerierter Hund, der stumm und in 3D durch die Gegend wobbelt. "Offenbar", weil die Regenbogenflagge im Cover das nahezulegen scheint. In unangenehm plastikbunten Farben, die per se schon eine Zumutung sind, wackeln die Gestalten durch den Anime und erzeugen angesichts der Animationen auf Level 0 Schwindelattacken und Übelkeit. Jedenfalls scheint man nicht gewillt gewesen zu sein, die Bewegungsabläufe an irgendwas Realistisches anzugleichen, sondern hat es wohl bei den Werkseinstellungen belassen.
Wie schon recht früh ausgeführt wird, gibt es mehrere Varianten von Afro-Ken, die laut Erzähler allesamt geschlechtslos sein sollen ( 性別 不明 – "Geschlecht unklar" wird da munter verkündet. Die Bilder assoziieren anderes). Aber zuvor muss man noch ein Intro über sich ergehen lassen, das größtenteils englische Lyrics hat und von gewohnt schlechten Reimen geprägt ist (Scheinreime der Art »exist / dish«; »again / friend«).
Besagter Sprecher ist unglaublich didaktisch motiviert und geleitet im folgenden durch die Sendung, die sich zuweilen in sanfter, spielerischer Pädagogik versucht. Zum Beispiel bei solch kniffligen Zuordnungs-Aufgaben. Ansonsten bietet man einen heiteren Umzug durch die Weltgeschichte, macht einen auf Godzilla, besucht archäologisch bedeutsame Stätten, streift die Orte berühmter Sehenswürdigkeiten (richtig geraten: Don Quixote de la Mancha) und macht auch vor RL-Locations nicht Halt. (Daß da die Mädels verkrampft ins Irgendwo starren, weil vor dem Moment der Montage da noch kein Afro-Ken stand, sollte kleine Kinder nicht weiter irritieren.)
Geprägt ist das, was ich Animation nicht zu nennen wage, durch permanente, gummiartige Schaukelbewegungen aller Art. — Manchmal spielen kleine Kinder ja mit Tierfiguren und lassen diese hüpfen oder gehen, indem sie sie wiederholt auf den Boden schlagen und dabei vorwärts bewegen. So ungefähr funktioniert hier CG. Nur etwas weicher, buttriger. Aber immer unangenehm genug, daß einem ganz anders dabei wird. Die computergenerierten Bewegungen sind dermaßen unterirdisch, damit wird sogar Forest Fairy Five und Yona Yona Penguin unterboten. Man hat das Timing total vergurkt. Selbst die Kirschblüten hier fallen mit deutlich mehr als den vorgeschriebenen »5cm pro Sekunde«.
So stellt sich zu guter Letzt die Frage: Warum sieht das, angesichts der zur Zeit der Produktion weit besseren Möglichkeiten, alles so scheiße aus? Ganz einfach: Weil es Vorschulprogramm ist.
Youtube jedenfalls steht mit Rat und Tat zur Seite. Einer der User-Kommentare spricht das an, was auch mein erster Gedanke war: "Do I need to get high before watching this?" Der nächste User hat diesen Level wohl bereits erklommen und scheint das zu bejahen: "This is so fucking good!"
Das also ist Afro-Ken: Ein offenbar schwuler, computergenerierter Hund, der stumm und in 3D durch die Gegend wobbelt. "Offenbar", weil die Regenbogenflagge im Cover das nahezulegen scheint. In unangenehm plastikbunten Farben, die per se schon eine Zumutung sind, wackeln die Gestalten durch den Anime und erzeugen angesichts der Animationen auf Level 0 Schwindelattacken und Übelkeit. Jedenfalls scheint man nicht gewillt gewesen zu sein, die Bewegungsabläufe an irgendwas Realistisches anzugleichen, sondern hat es wohl bei den Werkseinstellungen belassen.
Wie schon recht früh ausgeführt wird, gibt es mehrere Varianten von Afro-Ken, die laut Erzähler allesamt geschlechtslos sein sollen ( 性別 不明 – "Geschlecht unklar" wird da munter verkündet. Die Bilder assoziieren anderes). Aber zuvor muss man noch ein Intro über sich ergehen lassen, das größtenteils englische Lyrics hat und von gewohnt schlechten Reimen geprägt ist (Scheinreime der Art »exist / dish«; »again / friend«).
Besagter Sprecher ist unglaublich didaktisch motiviert und geleitet im folgenden durch die Sendung, die sich zuweilen in sanfter, spielerischer Pädagogik versucht. Zum Beispiel bei solch kniffligen Zuordnungs-Aufgaben. Ansonsten bietet man einen heiteren Umzug durch die Weltgeschichte, macht einen auf Godzilla, besucht archäologisch bedeutsame Stätten, streift die Orte berühmter Sehenswürdigkeiten (richtig geraten: Don Quixote de la Mancha) und macht auch vor RL-Locations nicht Halt. (Daß da die Mädels verkrampft ins Irgendwo starren, weil vor dem Moment der Montage da noch kein Afro-Ken stand, sollte kleine Kinder nicht weiter irritieren.)
Geprägt ist das, was ich Animation nicht zu nennen wage, durch permanente, gummiartige Schaukelbewegungen aller Art. — Manchmal spielen kleine Kinder ja mit Tierfiguren und lassen diese hüpfen oder gehen, indem sie sie wiederholt auf den Boden schlagen und dabei vorwärts bewegen. So ungefähr funktioniert hier CG. Nur etwas weicher, buttriger. Aber immer unangenehm genug, daß einem ganz anders dabei wird. Die computergenerierten Bewegungen sind dermaßen unterirdisch, damit wird sogar Forest Fairy Five und Yona Yona Penguin unterboten. Man hat das Timing total vergurkt. Selbst die Kirschblüten hier fallen mit deutlich mehr als den vorgeschriebenen »5cm pro Sekunde«.
So stellt sich zu guter Letzt die Frage: Warum sieht das, angesichts der zur Zeit der Produktion weit besseren Möglichkeiten, alles so scheiße aus? Ganz einfach: Weil es Vorschulprogramm ist.
Beitrag wurde zuletzt am 20.02.2024 18:07 geändert.

Afro-Ken 




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