Guardian of the Spirit (Anime)Seirei no Moribito / 精霊の守り人

  • TypTV-Serie
  • Episoden26 (~)
  • Veröffentlicht07. Apr 2007
  • HauptgenresAbenteuer
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonRoman
  • ZielgruppeFamilie

Anime Beschreibung

Anime: Guardian of the Spirit
Nach über zwei Jahren Abwesenheit kehrt die rastlose Leibwächterin Balsa in das Königreich Yogo zurück. Dort wird die mit einem Speer bewaffnete Kriegerin Zeuge eines "Unfalls", bei dem der 11-jährige Prinz Chagum von einer Brücke in einen reißenden Fluss stürzt. Geistesgegenwärtig springt Balsa in die Fluten und rettet den zweitgeborenen Sohn des Kaisers mit letzter Kraft vor dem qualvollen Tod. Die Kaiserin lädt Balsa zum Dank in ihren prachtvollen Palast und weiht sie dort in ein unheilvolles Geheimnis ein: Seit wenigen Monaten zeigt der kleine Kaisersohn Anzeichen, von einer fremden Macht beherrscht zu werden. Um seinen Ruf nicht zu beschädigen, will der Kaiser sein eigenes Kind umbringen lassen …

Auf Wunsch der Kaiserin nimmt Balsa Chagum in ihre Obhut und flieht mit ihm aus dem Palast. Bereits kurz nach ihrer Flucht erkennt Balsa das wahre Geheimnis der Macht, die ihren Gefährten befallen hat …
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Anime Rezensionen

Avatar: Ana#1
Eigentlich habe ich ja Klausurpause aber als mir von einem Bekannten diese Serie, von der ich noch nie gehört habe, mit dem Wort "Fantasy" empfohlen hat blieb mir kaum noch eine Wahl - Fantasyanimes sind Mangelware, wirklich gute Fantasyanimes wahre Perlen.

Ob es sich hier wirklich um Fantasy oder eher ein komplexes Märchen handelt, die Diskussion überlasse ich anderen. Auf jeden Fall aber ist diese Serie ein Meilenstein und ich frage mich, wie diese so unbemerkt an mir und wohl auch einem großen Teil der Öffentlichkeit vorbeigehen konnte, wenn ich mir die wenigen Wertungen anschaue.

Warum sich das unbedingt ändern sollte erfahrt ihr hier ...



Story
Ein gutes Setting ist die halbe Miete für gute Fantasy. Viel zu oft bedient man sich bei Tolkien oder in asiatischer Fantasy chinesischer Mythen. Auf den ersten Blick sieht man hier Letzteres bestätigt bis sich herausstellt, dass es bei Architektur und Mode eigentlich schon aufhört mit den Parallelen und das Setting tatsächlich sehr durchdacht und originell aufgebaut ist. Ebenso verhält es sich mit der Arc, die an ein gutes Buch erinnert. Die Serie wirkt zu keinem Zeitpunkt episodisch oder lässt den Eindruck erwecken, dass man eine Folge auch gut hätte weglassen können, selbst nicht in den eher beschaulicheren Episoden, die Balsa und Chagum vergönnt sind. Denn gerade diese Episoden gewähren einen Einblick in die Welt, den Alltag und die allgemeine Stimmung des Settings und sind daher alles andere als Lückenbüßer. Die Rahmenhandlung selbst ist ebenso originell, packend und spannend erzählt.

Wenn man zwischen den Zeilen liest erkennt man zudem, dass sich hier wirklich jemand Gedanken gemacht hat. Es wird glaubhaft dargestellt, weshalb Traditionen vielleicht doch nicht immer das Schlechteste sind, dass Geschichtsfälschung für das politische Wohl sehr böse Folgen haben kann und was passiert, wenn man altes Wissen verkümmern lässt im Zeichen des Fortschritts. Man vermische das mit den Auswirkungen von Multikulti und dem Konflikt zwischen Wissenschaft und Natur und heraus kommt eine überaus intelligente Welt, wie ich sie selbst als Fantasyfan lange nicht mehr gesehen habe.

Wer sich hier übrigens eine Martial-Arts-Serie erhofft, der wird enttäuscht. Ob es eine gute Idee war, die Serie damit einzuleiten wenn die Kämpfe doch sehr rar über die Serie verteilt sind sei dahingestellt.


Charaktere
Kein Charakter ist so überzeichnet, dass man ihn sofort ins Herz schließt oder von Anfang an nicht ausstehen kann. Man mag sagen, dass Ersteres doch eigentlich etwas gutes wäre, aber gerade bei längeren Serien resultiert dies schnell in Langeweile, wenn ein Charakter einmal nicht aus dem Schema ausbrechen kann. Gerade die Hauptcharaktere sind sehr gut in Szene gesetzt. Chagum macht eine sehr starke und glaubwürdige Charakterentwicklung durch, während man immer mehr von Balsas Motivation und Vergangenheit erfährt. Leider hört es da auch schon auf, die Serie macht nicht den Fehler, sich auf zu viele Charaktere zu konzentrieren und somit alle zu vernachlässigen. Dennoch hätte ich gerne mehr über Shuga, Tanda oder die schrullige Schamanin Torogai erfahren - aber das lässt sich verschmerzen, denn platte Stereotypen waren die Erwähnten auch nicht sondern stellen solide Pfeiler für das Setting der Serie dar.


Animation
Die zeichnerische Qualität ist durchweg atemberaubend. Dies äußert sich in einem guten Charakterdesign, mehr noch aber in bezaubernden Landschaften, die zum Träumen einladen. Diese erreichen zwar noch nicht Ghibli-Qualität, aber immerhin hält Production I.G. hier das Niveau über alle Folgen hinweg konstant auf dem selben hohen Level ohne jemand repetitiv zu erscheinen. Das man sich Mühe gemacht hat sieht man auch in den (wenn auch spärlichen) Kampfszenen, bei denen die Choreographie erstklassig und realistisch ist.


Soundtrack
Während ich dem ED noch zugestehe, gut zu der Stimmung der Serie zu passen muss ich das dem OP absprechen. Aber das ist ja leider Standard und da man den Vorspann überspringen kann auch nicht weiter tragisch. Sehr viel wichtiger ist da der Soundtrack aus der Feder von Kenji Kawai (Ghost in the Shell, Gundam 00 etc.) der die Szenerie ausgesprochen gut unterstreicht und mit einer Quote von 2 CDs auf 26 Folgen auch nie langweilig wird. Insbesondere mit Nahji no Uta ist ein Lied gelungen, dass die ländliche Stimmung, die in vielen Folgen vorherrscht perfekt einfangen kann. Allerdings und das muß man der Fairness halber dazu sagen: Ansonsten ist nicht viel dabei, was als allein stehendes Werk überzeugen kann, dass ich es mir für die nächste Zugfahrt auf den MP3-Player laden würde. In Kombination mit Story und Bildern entfaltet der Soundtrack hingegen seine volle Wirkung und darauf kommt es an.


Fazit
Ich wage zu bezweifeln, dass jemand, der ein Interesse an gelungener Fantasy oder komplexen Märchen hat, diese Serie nicht mögen kann. Gewalt und Kämpfe finden sich hier allerdings nur in homöopathischen Dosen - wer das (und nur das) will sollte lieber zu anderen Serien greifen. Wer hingegen Spaß an einer intelligenten und originellen Fantasywelt hat, einer Geschichte, die sofort in den Bann zieht und Bildern, die einen träumen lassen, der findet mit Seirei no Moribito eine Perle, die ihresgleichen sucht.
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Avatar: Aodhan
V.I.P.
#2
Guardian of the Sacred Spirit ist ein erstklassiges Fantasy-Drama, bei dem glaubwürdige Charaktere und ein komplexer, märchenhafter Plot Hand in Hand gehen. Viel Action sollte man hier aber nicht erwarten.

Die Handlung setzt nämlich weniger auf Kämpfe als auf die inneren Konflikte der Charaktere. Außerdem bedient sich der Anime eines sehr interessanten Szenarios, das lose auf der asiatischen Vergangenheit aufbaut und viel besser ausgearbeitet ist, als man es sonst von Anime kennt. Im Prinzip ist die Geschichte eine Art Märchen, bleibt dabei aber meistens Low Fantasy (sprich es fliegen den Helden nicht ständig Feuerbälle und Monster um die Ohren) und wird zusammenhängend erzählt, obwohl es mittendrin einige Slice-of-Life-Episoden gibt, die für die Charakterentwicklung aber durchaus von Bedeutung sind. Neben dem komplexen Hauptkonflikt spielen auch die politischen Verhältnisse, Kultur und Mythologie der Welt von Seirei no Moribito eine wichtige Rolle - es werden einige Themen angesprochen, die sich leicht auf unsere Welt übertragen lassen (z.B. das Problem der Geschichtsfälschung). Actionszenen gibt es wie gesagt nur sehr selten, aber dafür sind sie atemberaubend choreographiert.

Die Charaktere sind analog zur Handlung nicht überzeichnet und verhalten sich immer glaubwürdig. Trotz ihrer Bodenständigkeit sind die Figuren aber keinesfalls unsympathisch, so ist es gerade der herbe Charme von Balsa, der sie für mich zur interessantesten Figur der Geschichte macht. Passend dazu ist sie der Charakter, bei dessen Hintergründen der größte Wert auf die Ausarbeitung gelegt wurde. Mit Ausnahme der männlichen Hauptrolle Chagum, der besonders durch seine Charakterentwicklung überzeugt, sind die anderen Rollen nicht ganz so präsent, aber trotzdem immer noch interessant genug, um nicht in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden.

Wie gesagt sind die Actionszenen hervorragend animiert, aber auch die Animationen der "friedlichen" Szenen sind unglaublich gut, genauso wie die Qualität der Hintergrundbilder. Man merkt, dass sehr viel Arbeit in den Anime gesteckt wurde. Unterstützt wird alles von einem Soundtrack, der die "mittelalterliche" Atmosphäre des Szenarios gut unterstreicht.
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Avatar: vonWestphal#3
Animation/Optik:10
Sound:9
Charaktere:9
Story:7
Fazit:9
Die Kriegerin Balsa kehrt nach mehreren Jahren der Wanderschaft in ihre Heimat zurück. Sie hat die Leben von mehreren Menschen auf dem Gewissen und hat sich geschworen, nicht mehr zu töten und genau so viele Leben zu retten. Es muss nur noch ein Leben von ihr gerettet werden. Deswegen lässt sie sich von der zweiten Königin des Landes anwerben, um den jungen Prinzen zu beschützen, in dem angeblich ein Dämon ruht, der das Land in die Katastrophe stürzen soll...

Was sich hier wie durchschnittliche Fantasykost anhört, ist wohl eines der besten Fantasy-Animes überhaupt und spielt ohne Probleme in der selben Liga wie "Twelve Kingdoms", doch jetzt erst mal schön der Reihe nach.



Animation/Optik
I came. Diese beiden Worte beschreiben wohl am besten meine ersten Gedanken, als ich "Seirei no Moribito" das erste mal in Bewegung sah. Die Animationen sind unglaublich geschmeidig und lebendig, die Charaktere sind sehr detailliert und die Kapfszenen lassen einen immer wieder ungläubig den Kiefer runterklappen. Auch die Hintergründe sind keinen Deut schlechter. Unglaublich detailliert und lebendig sind sie der Fotoqualität schon nahe.
Was die "Ghost in the Shell SAC" Macher hier abbrennen überschreitet alles was man zuvor in anderen TV-Serien und OVAs gesehen hat und übertrifft sogar Vorzeigeanimes wie "Gurren-Lagann" und "Afro Samurai". Lediglich die Computeranimationen von Massenszenen fallen gelegentlich etwas negativ auf. Was die Optik angeht ist die Serie so ziemlich das Beste, was es momentan zu sehen gibt.
10/10



Sound
Kenji Kawai, der sich auch für den Soundtrack von Death Note verantwortlich zeigte, liefert hier einen wunderbar athmosphärischen und emotionalen Soundtrack ab. Orchesterklänge werden mit fernöstlichen Instrumenten unterlegt und sind niemals störend oder unpassend.
Auch Opening und Ending können sich hören lassen. Der von L'Arc-en-Ciel gesungene Titelsong geht gut ins Ohr, das einzige was man hier bemängeln kann ist, dass der poppige Song nicht wirklich gut zur Serie passt, was aber eher zu vernachlässigen ist.
9/10



Charaktere
Sämtliche Charaktere sind perfekt ausgearbeitet und zeigen viel Tiefe. Auch für ihre Entwicklung nimmt man sich viel Zeit. Dies lässt sich vor allem an der Beziehung zwischen der Kriegerin Balsa und dem Prinzen Chagum erkennen. Ihr Auftrag lässt aus der ehrenhaften Kriegerin immer mehr eine Mutter werden und auch Chagum wächst an seinen Aufgaben.
Auch die Nebencharaktere sind wunderbar präsentiert. Es gibt keine Bösewichte, jeder hat seine nachvollziehbaren Motivationen und auch die Hauptcharaktere haben jede Menge Schwächen die sie sympathisch und vor allem menschlich machen.
9/10



Story
Die Story der Serie ist jederzeit spannend, allein die Entwicklung der Bindung zwischen Balsa und ihrem Schützling kann den Zuschauer bei der Stange halten. Jedoch schreitet sie in der ersten Hälfte eher langsam voran, da man die Zeit vor allem zur Ausformung der Charaktere nutzt.
Im Endeffekt ist die Story jedoch der größte Schwachpunkt von "Seirei no Moribito", da sie nicht besonders innovativ ist und lediglich bekannte Elemente wie man sie schon in anderen Fantasyserien gesehen hat wieder aufgreift. Dies stört jedoch nicht wirklich, lieber gut geklaut, als schlecht selber gemacht.
7/10



Fazit
Bei Seirei no Moribito stimmt so ziemlich alles. Production I.G. präsentiert mit dieser Serie ein Meisterwerk, welches seinesgleichen sucht. Die formidable Optik, gepaart mit grandiosen Charakteren und einem herrlichen Soundtrack machen Seirei no Moribito zu einem Fest für Kopf und Sinne. Dennoch ist die Serie nichts für jeden. Wer seichte Fantasykost erwartet, wird hiermit keine Freude haben. Dafür wird einfach zu wenig Action geboten und Comedy Elemente sind auch eher rar gesät.
Wenn man sich jedoch von der Athmosphäre verzaubern lässt, erwartet einen eines der schönsten Animes überhaupt, welches bisher leider viel zu wenig Beachtung erfahren hat.
9/10
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Avatar: F4S4N#4
Anspruch:9
Action:9
Humor:4
Spannung:9
Auf Guardian of the Sacred Spirit, dem zu Unrecht zu wenig Beachtung geschenkt wird, bin ich wirklich nur per Zufall gestoßen – bereut habe ich es allerdings zu keiner Zeit, die ich mit den 26 Folgen verbracht habe. Dazu hat mich allein schon der fantastische Zeichenstil, der in der Tat an große Meisterwerke wie „Mononoke Hime“ (Prinzessin Mononoke) aus dem Hause Ghibli erinnert, zu sehr begeistert, als dass ich die Serie nicht gemocht hätte. Doch der Zeichenstil ist nicht der einzige positive Aspekt, den es bei Guardian of the Sacred Spirit (im Folgenden einfach GotSS) hervorzuheben gilt.


Handlung & Charaktere:

Die Handlung beginnt mit der Einführung von Balsa, der Protagonistin dieses Animes. Bei ihr handelt es sich um eine etwa 30-jährige Speerkämpferin, die sich als Yojinbo (Leibwächter) verdingt und so ihren Lebensunterhalt verdient. Der Zuschauer erlebt sie dabei als ruhige, starke Persönlichkeit, die für ihr junges Alter – wie es ein Nebencharakter treffend erwähnt – eine ungeheure Lebensweisheit an den Tag legt.
Balsa ist gerade auf dem Weg in eine größere Stadt, um ihre Vorräte aufzustocken, als sie per Zufall einen Unfall des kaiserlichen Trosses bemerkt und rettet im Laufe dieses Ereignisses dem Prinzen Chagum das Leben. Da ihre Heldentat nicht unbemerkt bleibt, wird Balsa von der Mutter des Prinzen in ein schreckliches Geheimnis eingeweiht: Prinz Chagum ist von einem unbekannten Geist besessen und der Kaiser sieht sich angesichts einer düsteren Prophezeiung gezwungen, seinen eigenen Sohn töten zu lassen. Daher bittet die Kaiserin Balsa aus Liebe zu ihrem Kind, mit dem Prinzen zu fliehen und ihm so das Leben zu retten. Balsa lässt sich aus persönlichen Gründen auf die Sache ein und flieht – mit Verfolgern auf den Fersen – aus dem Palast. Damit beginnt eine hektische Flucht...
Mit Balsa hat GotSS eine klasse Hauptfigur: Allein ihre tragische Vergangenheit, die im Laufe der Geschichte offenbart wird, erklärt ihre Motivation so lückenlos und ohne Klischees, wie es nur selten einem Anime gelingt. Zudem ist sie eine starke Persönlichkeit und Kämpferin, dass es eine regelrechte Freude ist, ihr beim Kämpfen oder Reden zuzusehen. Natürlich versucht Balsa nicht nur, mit dem Prinzen zu fliehen, sondern nebenbei auch einen Weg zu finden, den Prinzen von dem bösen (?) Geist zu befreien, der ihn gefangen hält.
Der Anime verzichtet außerdem auf unnötige Schwarz-Weiß-Malerei und selbst unsympathische Charaktere sind vielschichtig und ihre Motivation ist jederzeit verständlich. Gerade die Sternseher des Kaiserhofes und die 4 Verfolger Balsas (eine kaiserliche Eliteeinheit) machten auf mich zu Beginn der Serie einen sehr unsympathischen Eindruck, gewannen doch ihre Daseinsberechtigung im Verlauf der Serie zurück ;).
Mit Balsa, Tanda, Saya, Toya, Shuga sowie Schamanin Toragai hat der Anime auch eine ganze Reihe an gut durchdachten Charakteren, die als Sympathieträger den Zuschauer zum Weitersehen anhalten.

Zeichenstil & Animationen:
Wie schon bemerkt, ist der Zeichenstil bei GotSS einfach nur wundervoll. Er erinnert stark an Meisterwerke wie Prinzessin Mononoke: Wunderschöne Landschaften, detaillierte Hintergründe und ein exzellentes Charakterdesign machen den Anime zu einem visuellen Leckerbissen.
Auch die Animationen sind erste Klasse und vergleichbar mit denen guter Kinofilme, für die ja bekanntlich extra viel Aufwand betrieben wird: Die Actionszenen und Kämpfe sind exzellent animiert und äußerst flüssig. Zusätzlich gewinnt man den Eindruck, dass bei den Kämpfen die Bewegungen der Kämpfer von realen Vorbildern übernommen wurden. Ohne Supermoves und meterhohen Sprüngen wird der Eindruck einer realistischen Kampfhandlung erzeugt und GotSS gewinnt gerade dadurch an Dramatik.
Insgesamt versucht GotSS trotz seiner Fantasy-Story den Eindruck von Realismus zu erwecken: Sowohl Hintergründe als auch Charakterdesign kommen ohne Verzerrungen aus und sind jederzeit realistisch. So stellt man sich durchaus eine feudale asiatische Nation vor. Vor allem bei den Kämpfen zeichnet sich das aus: Die Bewegungen der Krieger sind glatt und realistisch.

Sound & Synchronisation:
Ich kenne nur die japanische Synchronisation, doch diese gehört durchaus zur Oberklasse. Alle Sprecher – vom Protagonisten bis zum kleinen Händler um die Ecke – sind exzellent und jederzeit überzeugend. Vor allem Balsa und Schamanin Toragai sind echt eine Wucht. Auch Shuga, der Sternenseher, wird gut gesprochen.
Der Soundtrack weist durchaus seine Höhepunkte auf. Allein der Name L'Arc en Ciel, die sich für das Intro auszeichnen, zeugt von Qualitätsbewußtsein. Das Lied will zwar von der Stimmung her nicht perfekt zur Serie passen, ist jedoch für sich genommen einfach Klasse und gibt der Serie einen „optimistischen“ Touch. Das Ending wiederum passt einfach und ist ideal gewählt worden.
Ansonsten gibt es ein paar schöne Stücke, wobei mir vor allem die Lieder bei den Actionszenen gut gefallen haben. Der Rest des Soundtracks untermalt die Handlung gut, ist jedoch nicht so herausragend wie der Rest der Serie.

Fazit:
Für mich vielleicht der schönste Fantasyanime bisher und auf jeden Fall einer der besten Serien im Jahr 2007! Für Fans des Genres oder einfach Leuten, die eine schöne Geschichte in ruhigen Bildern erzählt bekommen wollen DEFINITIV eine Empfehlung wert. Dem Anime ist viel zu wenig Beachtung geschenkt worden. Das muss sich ändern!
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Avatar: Dopamin#5
Animation:10
Handlung:8
Charaktere:7
Dialoge:9
Genre-Elemente:9
Sprichwörtlich märchenhaft inszeniert trägt Moribito: Guardian of the Spirit eine bodenständige Geschichte in einem fast historisch-portraitiertem Gewand vor die sich behutsam entfaltet. Dabei wirkt es erfrischend einmal nicht die epische "Rettung der Welt" gegen ein unermesslich Böses vorgesetzt zu bekommen. Doch durch diese Eigenarten bedingt bleiben großes Drama und knisternde Spannung aus - das ist aber gar kein so großer Verlust.


Story
Die Geschichte dreht sich im Kern um kulturelle Verdrängung und spirituelle Verbindungen zwischen parallelen Welten. Der Handlungsverlauf schreitet dabei ruhig und unaufgeregt voran und lässt viel Spielraum für eine sehr detaillierte Darstellung der Welt, ihrer Kultur, Bewohner und Geschichte. Die Haupthandlung erfährt einige Pausen in denen sich viel Zeit für die Charaktere und deren wachsender Beziehung und Entwicklung genommen wird. Die Handlung kommt auch ohne Twists und erzwungene Verkomplizierung aus ohne dabei aber gähnend vorhersagbar zu wirken. Der Verlauf wirk natürlich und aus einer nüchternen Sachlichkeit heraus geboren.
Es ist also durchaus hoch anzurechnen auf sensationelle Stilmittel zu verzichtet zu haben aber dafür eine authentische und lebendige, detailreiche Welt zu präsentieren.

Charaktere
Wie auch die Geschichte so kommen auch die Charaktere lebensnah und authentisch rüber. Keine überzogenen Persönlichkeitsmerkmale oder absurdes Verhalten sondern stets realistisch und glaubhaft.
Bis auf die beiden Hauptfiguren Balsa und Chagum verfügen die anderen Charaktere praktisch über eine abgeschlossene Entwicklung. Die größte Entwicklung macht konsequenter Wiese der Prinz durch, während Balsa durch die Situation eine Entwicklung abzuschließen beginnt. Die zentralen Charaktere wirkten auf mich alle sympathisch, niemand ist mir negativ im Gedächtnis. Selbst Chagum entpuppte sich als Sympathieträger anstatt als weinerliches, verzogenes und verblödetes Prinzen-Gör zu nerven. Die unterhaltsamste Persönlichkeit fällt aber ganz klar Torogai zu. Und da offenbart sich der einzige Makel am Cast, denn die anderen Charaktere hätten sich da eine kleine Scheibe abschneiden können, geschadet hätte das sicher nicht.

Animation & Sound
Die Qualität der Animationen ist schlicht herausragend. Der Stil sagt mir besonders zu da ich für realitätsnahe Darstellung eher zu haben bin. Das Design der Figuren ist großartig, die Hintergründe detailverliebt und hochwertig und die wenigen Action-Szenen sind auf ihre Weise spektakulär. Die Kämpfe sind rar und auch meist schnell beendet, dafür aber erstklassig inszeniert - genial.

Die Hintergrundmusik fällt durchweg wunderschön und atmosphärisch aus, verfügt über genügend Variation um sich nicht zu erschöpfen und vermittelt stets die passende Stimmung.
Das Opening ist im Gegensatz zur BGM modern und entspricht dem Szene-Standard. Ich empfand es aber als passend und gelungen, ebenso wie das Ending.


Fazit
Bombast und Rasanz wird man hier nicht finden, ebenso Fanservice und Überzeichnungen! Humor ist so rar wie die Kämpfe, wobei die Kampfszenen durch Qualität statt Quantität bestechen. Es gibt keinen großen Feind im eigentlichen Sinn und auch die Bedrohung ist eher elementarer Natur und mittelbar.
Trotz des Verzichts auf starke Dramatisierung und hohe Spannung kam bei mir keine Langeweile auf, man kann einfach eintauchen und sich treiben lassen.
Die größten Stärken fallen der Welt und den Details zu, und der dadurch generierten Atmosphäre.
Die Serie macht vieles anders als vielleicht üblich, besticht aber auch womöglich deswegen mit einem ganz eigenen Charme.


Randnotiz: Ich habe mich nach anfänglichen Vergleichen dazu entschieden die deutsche Fassung zu sehen. Auch wenn die Dialogregie sich gewisse Freiheiten zu nehmen schien und die Sprecher teilweise einen Tick emphatischer hätten vorgehen können geht das insgesamt in Ordnung. 6,5/10
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Anime Kommentare

Avatar: Jounouchi#1
Anspruch:5
Action:7
Humor:2
Spannung:6
Erotik:0
Ich fand den Anime ganz nett, er ist interessant anzuschauen.

Er ist weder langweilig noch besonders rasant. Die Story ist nicht besonders geheimnisvoll aber auch nicht vorhersehbar.

Der Anime ist... eigentlich nur durchschnittlich, wenn auch auf eine positive Art und Weise. Mit seinem runden Konzept - vielleicht oberes Mittelfeld, aber ein Toptitel oder gar Meisterwerk... dafür ist das Maß an Action, Spannung und Anspruch einfach nicht hoch genug...
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Avatar: SirPillepalle#2
Tolle Serie. Aber keine Actionserie, dennoch die besten Kampfszenen, die ich je animiert zu Gesicht bekommen habe. Der Anime ist insgesamt eine Augenweide, stilsicher und atemberaubende Technik und die Musik ist zauberhaft. Dazu noch ne tolle Geschichte sowie tolle und vielschichtige Figuren. Ein super Anime mit märchenhafter Atmosphäre :)

Nur das Tempo könnte manch einem nicht besonders zu sagen. Obwohl die wenigen Actionszenen absolute Höhepunkte im Animegenere darstellen ist es ein über weite Strecken ruhig erzählter Anime.
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Avatar: Jesthan#3
Anspruch:sehr viel
Action:mittel
Spannung:mittel
Zur Story: Balsa die Sperträgerin hat es sich zur Aufgabe gemacht das Leben anderer Leute zu schützen, möglichst ohne dabei andere zu töten. Sie tut das um ihre Schuld aus der Vergangenheit zu begleichen. Auf ihrer Wanderschaft gerät sie in die Situation, den Prinzen als Leibwache zu dienen, welche er auch nötig hat, da sein Vater ihm nach dem Leben trachtet.

Meine Meinung: Grafische Meisterleistung und sehr interessante Charaktere. Story in einem super Fantasystil. Realistisch und authentisch. Sehr schöne Openings und Endings. Kurz um: wunderbar geeignet für Leute die Märchengeschichten mit Anspruch mögen.
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Avatar: MomokoShinzo#4
Mit der Ersten Episode war es um mich geschehen. Dieser Anime überzeugt nicht nur durch die spannende Story sondern vor allem durch die Detailreiche Zeichnung, die der eines Movies gleich kommt. Die Hintergründe, die Charas einfach alles kann bei diesem Anime überzeugen!
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Avatar: saiga#5
also bis her kann ich sagen genial gezeichnet geniale musik... und sehr langsamme aber geniale story^^
giebt denn anime ne changs er ist wirklich super alle die von denn mainstream´s anime´s genug haben sollte mal reinschauen^^
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