#1So ziemlich alle Anime OVAs und Movies die auf einem erfolgreichen Konsolen-Beat em up basieren, versuchen stets so viele Charaktere wie möglich aus dem Game in den Anime zu integrieren um die Fans zufrieden zu stellen, man nehme z.B. „Samurai Showdown“, „Battle Arena Toshinden“ und natürlich diverse „Street Fighter“-Movies. Unter der daraus resultierenden „Überladung“ leiden die Story und vor allem die Charaktere so immens das am Ende nichts großartig Zählbares dabei rumkommt. Tja, „Art of Fighting“ tut das nicht aber macht das diese OVA besser? Teufel, NEIN!!! Zwar integriert man in diese Episode nur ca. 5 Figuren aus dem Game aber das Ergebnis ist so ziemlich das selbe wie bei allen von mir aufgezählten Beispielen: Man hat es durch die Bank mit seelen- und profillosen Pappkameraden zu tun die keine Impulse in auch nur irgendeine Richtung geben und stur nach der Pfeife eines unheimlich unkreativen Skripts tanzen. Jepp, die Story ist auch hier völlig für den Eimer. Und sie ist nicht schlecht in dieser überhasteten, zusammenhanglosen Art wie die von den Artgenossen, sie ist schlecht weil sie voller Action- und Gangster-Movie-Klischees steckt ohne auch nur einen einzigen eigenen Einfall und dabei so linear und durchschaubar verläuft wie eine Pokemon-Episode. Ich meine es geht hier um 2 junge Männer die plötzlich mit Gangstern aneinander geraten weil diese glauben sie hätten ihren Diamanten geklaut. Also wird mal kurzerhand die kleine Schwester von Held A als Erpressungsmittel entführt die obendrein auch noch die Geliebte von Held B ist, es wird die Höhle des Löwen gestürmt, die bösen Buben verdrescht und alle sind froh. Klingt das originell?? Klingt das nach Spannung??? Na ja, es gibt ja noch die Fight Action die doch fast immer der letzte Strohhalm für solche Beat em Up-Umsetzungen ist, an dem sie sich gerade noch hochziehen können, gell? Tja, leider versagt „Art of Fighting“ auch in diesem Punkt mehr als kolossal, denn die Animationen sind einfach nur erbärmlich schwach und entsprechen nicht mal im Entferntesten der OVA-Qualität der damaligen Zeit. Die Kämpfe bestehen aus in einer Tour recycelten Frames, Standbildern und Speedlines und die Bewegungsabläufe wirken häufig hölzern was den einen oder anderen Schlagabtausch unfreiwillig komisch rüberkommen lässt. Auch der ganze Rest, sprich Hintergründe, Charakterzeichnungen, ist auf völlig indiskutablem Niveau. Fazit: „Art of Fighting“ ist komplett billiger, hingespuckter, einfallsloser Müll und hat reiht sich feierlich zu den unzähligen misslungenen Anime-Umsetzungen aus dem Beat em Up-Genre hinzu. Ich würde nicht einmal Fans des Games hier einen Blick empfehlen und das sagt wohl Alles!

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