#1Das „Ashita no Yukinoujo“ ein Hentai ist, der nach Vorlage einer Eroge-Story produziert wurde dürfte dem geschulten Auge schnell auffallen. Es ist alles dabei: Ein männlicher Hauptcharakter der durch die Gegend streift und eine handvoll Mädchen die seinen Weg kreuzen. Bevor man dann in der Horizontalen landet müssen natürlich erst einmal ein paar Dialoge geführt werden um sich besser kennen zu lernen oder der Protagonist rettet das Mädel vor Gefahr und hat danach keine Probleme mehr dabei sein „Zielobjekt“ flach zu legen. Die Story ist vom Konzept her etwas mit KGNE zu vergleichen (vom KONZEPT!!!) und ein tragisches Ereignis, inklusive dem ins Koma fallen eines ihm nahe stehenden Freundes, stürzen den im Mittelpunkt stehenden männlichen Charakter in Depressionen. Seine Freundin, die obendrein die Schwester des Komapatienten ist, verlässt ihn dann auch noch prompt und fortan streift er durch die Gegend und bläst in einer Tour Trübsal. Die Handlung an sich ist so gesehen also eigentlich gar nicht mal halbschlecht (für einen Hentai sowieso) und auch die handelsübliche Dramaspritze wird hier und da angesetzt. Schlussendlich aber mit weit weniger Erfolg als möglich gewesen wäre, denn einmal mehr ist es der Versuch eine, ganz offensichtlich, weit umfangreichere Story in nur 4 Episoden zu quetschen, der nicht nur die Dramatik entscheidend hemmt sondern auch den Handlungsverlauf an sich so stark verhackstückt das alles viel zu überhastet rüber kommt. Hinzu kommt dann noch die Störung des Haupthandlungsstrangs durch weibliche Charaktere die nicht in die Story reinpassen und nur dazu da sind um Sexszenen beizusteuern. Wie es zu diesen Sexszenen kommt ist ziemlich lächerlich, denn die Ereignisse die dem Ganzen voraus gehen sind nicht glaubwürdig und übelstes Hentai-Klischee. Trotzdem muss man zweifelsfrei sagen das „Ashita no Yukinojou“ einer der wenigen Hentais ist die wenigstens versuchen eine halbwegs nette Story zu erzählen und auch einige der Charaktere wirken um einiges „lebendiger“ als im standardmäßigen 08/15-Hentai wo sich eine hohle Sexpuppe an die nächste reiht. Soviel dazu, jetzt zum erotischen Inhalt: Zuerst sollte gesagt sein das die Sexszenen von den Animationen her gut ausgefallen und insgesamt sehr romantisch und zärtlich sind. Es gibt ausnahmslos nur harmlosen Blümchensex zu sehen und dieser wird in den handelsüblichen Stellungen praktiziert. Wer sich also zu den Kuschlern zählt und hartem Sex abgeneigt ist der ist hier schon mal richtig. Negativ anzumerken wäre allerdings das es in den 4 Episoden nur wenige Sexszenen gibt und man bis zum Ende der jeweiligen Episode warten muss, bis es zur Sache geht. Außerdem sind die Sexszenen etwas kurz, vom Ablauf her recht monoton und laufen fast ausschließlich nach dem Schema „Streicheln, Petting, Penetration“ ab. An detaillierten Einblicken mangelt es aber zum Glück nicht. Was das Charakterdesign angeht so ist dieses mehr auf niedlich getrimmt, mit großen Augen, kleinen Mündern und den dazu gehörigen Stupsnäschen. Es ist, wenn man die Hentai-Game-Wurzeln in Betracht zieht, erwartungsgemäß attraktiv und abwechslungsreich. Fazit: „Ashita no Yukinojou“ ist kein schlechter Hentai, könnte aber um gut das Doppelte, bis Dreifache besser sein. Die unbeständige Story und der Mangel an Sexszenen sprechen leider nicht unbedingt für diesen Hentai. Zumindest nicht für Leute die in ihren Hentais auf Dauergerammel großen wert legen. Fans der romantischen, zärtlichen Gangart sollten sich „Ashita no Yukinojou“ aber ruhig mal ansehen.

Ashita no Yukinojou 











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