Die Pokémon-Concierge (2023)

Pokémon Concierge / ポケモンコンシェルジュ

Informationen

Inhaltsangabe

In letzter Zeit hat Haru nur Pech, weshalb sie sich entschließt, im Pokémon-Resort zu arbeiten. Es ist ein Ort, an dem Pokémon und Menschen gemeinsam entspannen können. Die Mitarbeiter des Resorts haben die Aufgabe, sich um die Pokémon zu kümmern und dafür zu sorgen, dass diese sich wohlfühlen. An ihrem ersten Arbeitstag wird Haru von Mrs. Watanabe, der Leiterin des Resorts, eingewiesen und bekommt von dieser auch gleich ihren ersten Auftrag: Sie soll sich an ihrem ersten Tag einleben und das Resort als Gast genießen.

An ihrem neuen Arbeitsplatz trifft Haru unter anderem auf den Hausmeister Tyler, der zudem auch Fitness-Unterricht gibt, und Alisa, die jeden Sommer im Resort Teilzeit arbeitet – und natürlich auf jede Menge Pokémon!

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Avatar: SlaughtertripKeksgott#1
»Pokémon« dringt in Welten vor, die kaum ein Fan zuvor gesehen hat – in diesem Fall in unaufgeregte Iyashikei-Gefilde.

Möchte man eine Ahnung davon haben, was einen hier erwartet, tut man gut daran, »Shiroi Suna no Aquatope« auf seiner Abgeschlossen-Liste stehen zu haben, denn dieser Anime wirkt wie eine Mischung aus dem Aquarium-Anime und eben »Pokémon«. Alleine schon die Vorstellung, ein Resort zu besuchen und dort Pokémon statt langweilige, irdische, non-fiktive Tiere zu treffen – warum ist vorher noch nie jemand auf diese Idee gekommen?! Im Grunde könnte dieser Anime ein Spin-Off der »Pocket Monsters: Sun & Moon«-Staffel sein, denn die ganze Welt erinnert stark an die Alola-Region. Dass das aber vermutlich nie die Intention der Produzenten war, erkennt man daran, dass es sonst keine Gemeinsamkeiten gibt. So gibt es weder die Z-Attacken und die Alola-Formen der Pokémon (leider), noch trifft man hier auf bekannte Charaktere aus der Serie oder dem Spiel. Die handelnden Figuren in dieser Mini-Serie sind die junge Haru, die Resort-Leiterin Mrs. Watanabe, der Hausmeister und Fitnesstrainer Tyler sowie die Teilzeitarbeiterin Alisa.

Haru hat eine schwere Woche hinter sich, weshalb sie die Entscheidung trifft, eine Anstellung beim Resort zu beginnen. Wer kennt es nicht? Man tritt auf einen Kaugummi und entschließt sich, sein Leben komplett umzukrempeln. Diese Serie ist weitaus erwachsener als der Zeichentrick – zu erkennen an der »Erotik«. Haru sagt zu Beginn, ihr Freund habe mit ihr Schluss gemacht. Somit hat Haru schon nach 15 Sekunden mehr sexuelle Erfahrung gesammelt als Ash seit 1997. Ausgestattet mit einem guten Herzen und einer großen Portion Ambition könnte sie die Hauptfigur eines modernen Ghibli-Werks sein. Doch Haru muss lernen, dass es bei der Arbeit nicht um Arbeit geht, sondern um Entspannen.* Harus Chefin Mrs. Watanabe ist so freundlich, dass sie im echten Leben oder in einem Horrorfilm suspekt erscheinen würde. So gibt diese der neuen Angestellten doch tatsächlich den »Auftrag«, ihren ersten Arbeitstag als Gast im Resort zu genießen. Die Arbeit in diesem Resort klingt zu schön, um wahr zu sein. Man muss sich einfach nur um Pokémon kümmern und dafür sorgen, dass sie glücklich sind. Das Ganze klingt für mich eher wie etwas, für das man Geld bezahlen statt bekommen würde, vor allem weil sich alles auf einer tropisch anmutenden Insel abspielt. Schon alleine der Gedanke, den ganzen Tag mit knuffigen Pokémon verbringen zu dürfen. An dieser Stelle würde ich gerne einen kawaii-Emoji setzen, aber ich möchte, dass meine Rezension seriös wirkt. Natürlich gibt es auch Pokémon, die für Menschen ein sure kill sind, wenn sie herumwüten, doch das tun sie nicht. Man muss also lediglich darauf aufpassen, nicht vom schlafenden Relaxo überrollt zu werden. Die restlichen Nebencharaktere, Tyler und Alisa, machen das, was Nebencharaktere in einer Mini-Serie eben so tun: eine kurze Konversation mit dem Hauptcharakter halten und ansonsten irrelevant sein. Tyler sieht man es an, dass er der coole Surfer-Typ sein soll. Vielleicht noch mit einem Hawaii-Hemd und einem etwas dunkleren Teint, dann wären alle Klischees erfüllt worden. Wäre diese Serie etwas umfassender, hätte Alisa eine tolle »Freindin« – eine Feindin, die zur Freundin mutiert – abgegeben.

*Don‘t try this at home. This is »Pokémon«-logic.

Natürlich sind die Menschen nur Nebendarsteller. Bei »Pokémon« geht es eben um Pokémon. Man bekommt hier viele dieser Tierchen aus den ersten fünf Generationen zu sehen, selten Pokémon aus der sechsten (Dedenne) und siebten (Choreogel) Generation. Viel Screentime widmet man nur selten einem Pokémon – dafür reicht die Zeit auch gar nicht. Die Hälfte dieser 12 bis 20 minütigen Folgen besteht gefühlt zur Hälfte aus dem berühmt-berüchtigten Netflix-Abspann in allen Sprachen. Dennoch ist Zeit genug, um kleine Geschichten innerhalb dieser wenigen Minuten zu erzählen. Herzergreifend ist die Geschichte von Fan-Liebling Enton, dem Haru beibringt, seine Psi-Kräfte zu kontrollieren. In einer weiteren Folge geht es um ein Karpador, das auf die Hilfe eines Schwimmreifens angewiesen ist. In der letzten Folge taucht ein wahnsinnig niedliches und gleichermaßen schüchternes Pikachu auf, das einen jungen Trainer namens Nao im Schlepptau hat. Ich weiß nicht, welches Pokémon ich lieber knuddeln würde: die Elektromaus oder die Kopfschmerz-Ente? Jedenfalls erkennt man gut, dass der Fokus dann doch eher auf die Pokémon der ersten Generation gelegt wurde – lieber safe als sorry. Für Fans der ersten Stunde wie mich eine Freude. Für alle anderen vermutlich eher meh.

Die visuelle Präsentation von diesem ruhigen Schauspiel ist wahnsinnig professionell. Ich weiß nicht, wie man diese Mischung aus Stop-Motion und Animationen (grob gesagt) hinbekommen hat, aber das Ergebnis ist ein Hochgenuss. Wer sich nichts unter dieser vagen Beschreibung vorstellen kann, der kann ja einen Blick in den Trailer werfen. Die Pokémon hat man exzellent hinbekommen. Jene, die ein Fell haben, sehen so richtig flauschig aus. Die Wasser-Pokémon sind naturgemäß viel glatter. Sogar das Stahl-Pokémon Metagross hat man so hinbekommen, dass es tatsächlich so aussieht, als würde man sich die Hand brechen, wenn man dagegenschlägt.

Die einzige Schwäche dieser Serie ist, dass sie nur vier Folgen mit einer Nettospielzeit von drei Vierteln einer regulären Anime-Folge enthält. Als Spin-Off von »Pocket Monsters: Sun & Moon«, das seinen Blick auf das Gemütliche, Herzige und Kuschlige eines Resorts auf einer tropischen Insel richtet, hätte diese Serie vermutlich kein Kassenschlager werden, dafür aber noch mehr von ihrem Potenzial ausschöpfen können. »Pokémon Concierge« zeigt, wie vielfältig einsetzbar dieses Franchise ist. Es ist das Schweizer Messer unter den Anime-Franchises. Was kommt als nächstes? Eine Horrorserie mit Geister-Typ-Pokémon? Man darf gespannt sein. Bis dahin genieße ich mein neues Hintergrundbild.
Beitrag wurde zuletzt am 04.02.2024 19:22 geändert.
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Avatar: AsaneKekssammler
V.I.P.
#2
„Sou iu wake de. Ja. Sayonara.“ – So ist das eben. Tschüs.

Das ist der Stil, in dem ihr Freund mit Haru Schluss macht. Feige per Mail, aus sicherer Distanz. Haru, deren Name sich mit "Frühling" übersetzt und die doch den Sommer im Herzen trägt. Die eine Wärme verströmt wie ein milder Junitag und die von heiterem, manchmal nachdenklichem Wesen ist, freundlich, offenherzig und von ansteckend mildem Optimismus, rothaarig(!) und mit lustig wippendem Pferdeschwanz(!!) – diese Haru flüchtet sich nach einer für sie katastrophalen Woche in die Welt der Pokemon, genauer: in das für diese Knuddelwesen extra geschaffene Urlaubsparadies, um ihrem Leben eine neue Wendung mit neuen Perspektiven zu geben. Wo ihre Erschaffer doch ganz genau wissen, daß ich für weibliche Wesen mit diesen Eigenschaften hochgradig anfällig bin …

Erst einmal ein Geständnis: ich habe von Pokemon und deren Welt keine Ahnung. Nicht die mindeste. Ich weiß, daß es sie gibt und ich weiß, daß sie mehr sind als nur Pikachu und sein Bändiger Aschenketchup, oder wie der heißt. Daher nehme ich diese Show hier als das, was sie ist, und nicht als das, was sie sein sollte oder könnte.

Dankenswerterweise hat mein Vorredner schon alles wesentliche gesagt, weshalb ich mich nun darauf beschränken kann, noch ein paar unbedeutende Details beizusteuern. „Klingt zu schön, um wahr zu sein“, schreibt er da in seiner Rezension über den Traumjob von Haru auf dieser Südseeinsel mit Aloha-Flair, und wahrscheinlich ist es das auch, denn die Urlaubsgäste dieser Erholungsanlage, also die Pokemon, zu betreuen ist wie Aufsicht im Kindergarten, nur ohne das Mittel diziplinarischer Maßnahmen. Der berühmte Sack Flöhe, was die frischgebackene Concierge gleich an ihrem ersten echten Arbeitstag erfahren muss, als für sie nicht auf Anhieb klar ist, wann die kleinen Kobolde einander jagen und wann sie nur miteinander spielen. Pädagogisches Geschick ist also gefragt. Und damit die Kinder daheim auch was lernen, wird auch behutsam versucht zu vermitteln, worauf es denn so ankommt im Leben. Dafür muss der schüchterne Pikachu herhalten, dem man unbedingt ein selbstbewussteres Auftreten einimpfen will, was natürlich so nicht klappt. Zuvor schon konnte die geduldige Haru, in ihrem Ehrgeiz herausgefordert, Freundschaft schließen mit einem ähnlich wortkargen Wesen, nämlich diesem Entenviech, und da es nicht reden kann, muss Haru ihm ziemlich viel erklären, was auch der ahnungslose Zuschauer (also ich) dankbar zur Kenntnis nimmt.

Anders als in vielen traditionellen Animes zielt man auf Glaubwürdigkeit ab. Auf angenehme, plausible Charaktere ohne die typischen cartoonhaften Übertreibungen. Japanische Stop-Motion-Filme nehmen als Ausgangsmaterial meist Filz oder klassisches Plastilin. Hier hat man nun beides, Plastilin bzw. Plastik und Filz. Beides ergänzt sich und harmoniert wunderbar. Die Bewegungen und Hintergründe sind nicht perfekt, müssen es aber auch nicht sein. Sie sind ansprechend und mit ganz viel Charme angereichert. Und kindgerecht, im besten Sinne. Zu diesem Charme trägt auch die Requisite bei, wo immer mal wieder das typische 70er-Jahre-Design zitiert wird, und natürlich die Chefin selber mit ihrem britischen Erscheinungsbild.

Diese ganze Show war mal wieder viel zu schnell vorbei. Iyashikei ist das zwar nicht, aber der Erholungswert ist auch hier enorm. Man kann sich wohlig zurücklehnen und die Aktionen der knuffigen Gesellen genießen, bis man dieses entspannte debile Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommt, wofür man sich aber auch nicht zu schämen braucht. Eines sollte man bei diesem Film dennoch nicht machen: ihn mit hungrigem Magen schauen.
Beitrag wurde zuletzt am 04.10.2025 09:12 geändert.
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Kommentare

Avatar: aniSearchler
aniSearchler
#1
Ich liebe den Anime, es war auch einer der wenigen die ich bisher durch gesuchtet habe
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Avatar: HeavenShallBurn#2
animakomit sichtlich sehr viel liebe produziert worden. Jedem Pokemonfan zu empfehlen!

stimme ich zu...

allerdings hat stop-motion für mich rein garnix mit anime zu tun und gehört hier nicht her.
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Avatar: SlaughtertripKeksgott#3
Es wurde bekanntgegeben, dass gerade neue Folgen produziert werden.
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Avatar: animako#4
Das ist die perfekte kurz Serie zum abschalten und genießen. Es ist unfassbar süß und mit sichtlich sehr viel liebe produziert worden. Jedem Pokemonfan zu empfehlen!
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