Ao-chan Can’t Study! (2019)

Midara na Ao-chan wa Benkyou ga Dekinai / みだらな青ちゃんは勉強ができない

Informationen

Inhaltsangabe

Als Ao im Kindergarten war, hat sie noch breit grinsend erzählt, wie ihr Vater, ein überaus erfolgreicher Erotik-Autor, auf ihren Namen kam: „A wie in Apfel und O wie in Orgie!“ Dieser Tag verfolgt sie bereits über 10 Jahre. Deshalb lernt sie mit einem klaren Ziel vor Augen: es auf eine Elite-Universität schaffen, um endlich unabhängig von Ihrem Vater zu sein! Sie hat keine Zeit zu verlieren, schon gar nicht, um über Jungs nachzudenken … Bis zu dem Tag, als ihr Mitschüler „König Normalo“ Kijima ihr überraschenderweise seine Liebe gesteht. Sie versucht Kijima loszuwerden, doch dieser übersieht sämtliche Hinweise. Und Aos Kopf füllt sich mit schmutzigen Gedanken, wodurch sie merkt, wie stark ihr Vater sie doch beeinflusst hat.

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Avatar: CipherDoodKekstitan
Redakteur
#1
Ao-chan Can’t Study! ist eine wahre Perle, welche ich vermutlich verpasst hätte wäre ich ausschließlich nach den Bewertungen hier gegangen. Zum Zeitpunkt dieser Rezension war der Anime grade so bei 64% also mehr oder weniger Durchschnitt. Jedoch ist der Anime bei weitem vieles, aber Durchschnitt absolut auf keinen Fall.
Ich möchte daher einen Einblick in dieses Werk geben und darstellen, warum ich ihn um ein vielfaches besser als einfach nur Durchschnitt halte.

Overview:
Der Anime dreht sich um die erste Liebe und alle Komplikationen die damit einhergehen, wenn man noch Jung und unerfahren ist. Erschwerend kommt noch hinzu für die Main Heroine Ao, dass durch den Einfluss ihres Vaters, ein berühmter Erotik Novel Autor, die Vorstellung vom anderen Geschlecht und Sexualität für sie pervertiert wurde. So geht ihr bei so mancher eher normalen Begebenheit alle möglichen Arten von Perversen Missverständnissen durch den Kopf. Das ganze ist eine Rom-Com und mag auch der Komödiantische Anteil überwiegen kommt die Romantik nicht zu kurz. Oft übernimmt sogar eher die Romantik das Ruder.

Story:

"My name is Ao.... as in show 'em my A-O -face!"

Ao-Chan im Kindergarten

Dieser Satz quält Ao seit frühester Kindheit. Während eines Essay im Kindergarten Alter über ihren Namen kam ihr dieser Satz raus, welchen sie seit diesem Zeitpunkt für immer veränderte.
Ihr Vater, Hanasaki Hori, gab ihr ihren Namen, welcher ein berühmter Erotik Novel Autor ist. Seine Berühmtesten Werke: Promiscuous Lament und 100 Words of Significance in Bed. Ao war von klein an mit Begriffen aus dem Bereich der Erotika konfrontiert und dachte sich nichts dabei. Als sie jedoch realisierte wie andere darauf reagieren war sie zutiefst beschämt. Sie gab ihrem Vater die Schuld an allem. Er hatte sie verdorben.
Daraufhin beschloss Ao alles zu tun um von ihrem Vater wegzukommen. Ihr Ziel, das erreichen einer Elite Universität und weg aus dem Haus ihres Vaters.
Um dieses Ziel zu erreichen widmete sie sich fortan nur noch dem Lernen und der Schule. Vor allem Jungs sollten ihr bloß fernbleiben. Sie sind doch alle nur wie in den Werken ihres Vaters beschrieben, perverse, wilde Tiere, die alles bespringen was nicht bei 3 auf dem Baum ist.

"I love you"

Takumi confessing his feelings

Es sind diese Worte des Schönlings der Klasse, Takumi, welche ihre Welt plötzlich aus dem Gleichgewicht bringen. Wie kommt er plötzlich, der "König der Normalos" dazu ihr seine Liebe zu gestehen?
Ao kann doch dies alles nicht gebrauchen möchte sie nur lernen und endlich allein leben, weg von Ihrem Vater. Aber Takumi lässt sich nicht beirren in seinen Versuchen ihr näher zu kommen und auch Ao merkt, dass sie eventuell mehr in ihrem Leben möchte als nur lernen und studieren.

Charaktere:
Der Anime fokussiert sich zum großen Teil auf die beiden Hauptcharakter Ao und Takumi. Was auch gut ist, denn jede Folge hat ja nur etwa 12 Minuten. Anders wäre es wohl schwierig geworden die Geschichte im Zeitrahmen zu erzählen.
Ao ist dabei so gut dargestellt, dass man sich immer in sie hineinversetzen kann und sogar ihre auch etwas pervertierten Vorstellungen nachvollziehen kann. Sie ist einfach liebenswert und es macht Spaß ihr zuzuschauen und ihren Gedankengängen zu lauschen.
Ihr männlicher Gegenpart Takumi ist so rein und unverdorben, dass jeder Heilige vor Neid erblassen würde. Es ist einfach zu komisch, wie er immer nur absolut harmlose Gedanken hat, während in Ao's Kopf wieder alles mögliche herumgeistert.
Dabei tragen auch die beiden Voice Actor enorm dazu bei diese so lebendig und liebenswert erscheinen zu lassen. Ich war erstaunt zu sehen, dass sie noch nicht so viele größere Sprechrollen hatten.

Darstellung:
Überrascht hatte mich, dass dies kein Shoujo ist. Und dies soll keine Beleidigung, sondern ein Lob sein. Charaktere, Hintergründe, Licht sowie Stimmung sind oft so schön herübergebracht wie man es doch selten sieht. Vor allem in einer Produktion wo jede Episode nur 12 Minuten hat.

OP and Ending:
Dies sind zwei absolute Prunkstücke. Die beiden Songs (OP Wonderful Wonder, ED Koi Wa Miracle) sind extrem catchy von der ersten Sekunde. Dazu ist auch noch die Präsentation grandios. Ich lasse hier einmal in einem Spoiler links zu beiden und auch zum original Musikvideo des OP. Denn diese sind absolut genial:
OP

ED

Musikvideo

Fazit:
Ao-chan Can’t Study! ist ein Anime der mich extrem überrascht hat. Gut dargestellte Charakter, guter Humor, Gute Präsentation und insane gute OP and ED. Warum dann nicht volle Punkte? Es ist die Länge. So gut auch OP und ED sind haben sie mich schmerzlich immer wieder nach 10 Minuten im Himmel herausgerissen, denn dann war wieder eine Episode vorbei. Gerne hätte ich mehr von den beiden erlebt. Wer auf eine Rom-Com mit Ecchi Humor ohne großen Fanservice steht wird hier absolut glücklich. Selten ein so gutes Werk in diesem Bereich gesehen.

Empfehlungen:
Aufgrund der Ähnlichkeiten zwischen Ao und Yamada was Ihre Gedankenwelt anbelangt, lässt sich nicht leugnen, dass mir sofort B Gata H Kei in den Kopf kommt.

Vielen Dank wer bis hierhin gelesen hat.

Ende
Beitrag wurde zuletzt am 06.01.2021 13:28 geändert.
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Avatar: AsaneKekssammler
V.I.P.
#2
Dies ist eine jener Romcoms, die dem bekannten Strickmuster des beständigen Wechsels von Rom und Com folgt, und das gern mal im Sekundentakt. Ob einem das zusagt oder nicht, ist natürlich weitgehend Geschmackssache – meins war's eher nicht, weil die Com praktisch immer die Rom sabotiert und daher allgemein die Glaubwürdigkeit der Charaktere darunter leidet.

So dominiert ein permanenter Wechsel zwischen harmlosen Alltagssituationen, die immer möglichst (und mit aller Gewalt) mehrdeutig formuliert werden (was die Übersetzung natürlich immens erschwert), um daraus eine Situationskomik zu generieren, die überdreht ist wie nur was. Das kann einem enorm auf den Geist gehen. Vor allem, weil es sich um die immer gleichen Situationen handelt, in denen auch immer gleich reagiert wird. Praktisch das komplette Arsenal an Szenen mit typisch japanischem Peinlichkeitspotential wird zuverlässig abgegrast. Der enorme Aufwand an Overacting, der hier betrieben wird, steht eigentlich in keinem Verhältnis zum Ertrag.

Zumindest bis Mitte der Serie. Daß dieses Dutzend Folgen die halbe Standardepisodenlänge haben, ist durchaus von Vorteil, da man damit quasi immer nur kleine Snacks zu sich nimmt, die dann auch nicht so schwer im Magen liegen. So tut man also auch etwas für die eigene Gesundheit, körperlich wie geistig.

Dabei hätte die Story das Potential zu einer wirklich reizvollen Liebesgeschichte gehabt. Immerhin, in den letzten drei, vier Folgen geht das in genau die Richtung, auch wenn jeder romantische Moment konsequenterweise von übertrieben reinballernder Comedy totgeschlagen werden muss.

Eigentlich schade, denn vom Setting bis zu den Charakteren hätte das schon eine wunderbare Liebesgeschichte werden können. Und eigentlich ist ja Horie auch gar nicht so midara na (versaut), wie ständig suggeriert wird, nur wird halt jede Szene irgendwie so hingedreht, dass es dann auch zu dieser Prämisse passt.

Optisch ist das alles jedenfalls überdurchschnittlich, selbst wenn man die Szenen so inszeniert hat, dass möglichst wenig um die Charaktere herum animiert werden muss, und auch die Charaktere selber sind in manchen Punkten gewöhnungsbedürftig, zum Beispiel hinsichtlich der seltsam irisierenden Augen, die immer auch ein wenig eerie wirken.

Persönlich fand ich's eingangs eher ärgerlich wegen diesem in meinen Augen allzu albernen kindisch-grotesken Mischmasch, am Ende mündet das dann aber in eine wirklich schöne, romantische Wohlfühlgeschichte, wo auch keiner der anwesenden Charaktere das Arschloch vom Dienst geben muss. Nur die Reduzierung des Vaters als komplette Witzfigur und Ecchi-Experten war vielleicht nicht immer so glücklich, da die Momente, wo er als ernstzunehmende Person (speziell gegen Ende) auftritt, dadurch ziemlich desavouiert wurden. Muss man mögen, sonst scheitert man am Glaubwürdigkeitsanspruch. Nett war's aber trotzdem!
Beitrag wurde zuletzt am 13.01.2021 01:11 geändert.
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