Re:ZERO - Starting Life in Another World (Anime)Re:Zero kara Hajimeru Isekai Seikatsu / Re:ゼロから始める異世界生活

  • TypTV-Serie
  • Episoden25 (~)
  • Veröffentlicht04. Apr 2016
  • HauptgenresDrama
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonLight Novel
  • ZielgruppeMännlich

Anime Beschreibung

Anime: Re:ZERO - Starting Life in Another World
© 長月達平・株式会社KADOKAWA刊/Re:ゼロから始める異世界生活製作委員会
Subaru Natsuki hat die Fähigkeit, die Zeit zurückzuspulen und den Tod zu überwinden. Doch dies musste er auf qualvolle Weise herausfinden ‒ als er getötet wurde. Und hinzu kommt noch, dass er der Einzige ist, der sich nach dem Zurückspulen noch an das erinnern kann, was bis zu seinem Tod geschah. Als er sich plötzlich in einer ihm fremden, mittelalterlichen Welt wiederfindet, wird er dort angegriffen und von einem schönen, silberhaarigen Mädchen gerettet. Bei dem Versuch, sich bei ihr zu revanchieren, wird er in Angelegenheiten ungeahnten Ausmaßes verwickelt und beide werden getötet. Kann er diesem tödlichen Fluch entkommen?
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Anime Rezensionen

Avatar: Lebbo
V.I.P.
#1
MMORPG und Anime – das war in den letzten Jahren immer wieder eine Erfolgsgeschichte. Sei es nun Sword Art Online, Log Horizon oder No Game No Life. Die Storyelemente eines Rollenspiels in einer virtuellen Fantasiewelt als Anime verpackt kommen bei einer breiten Masse von Zuschauern sehr gut an. Re:Zero kara Hajimeru Isekai Seikatsu bildet da keine Ausnahme und die Serie ist ein weiteres Beispiel für einen Titel mit einer doch stetig wachsenden Fangemeinde. Warum Re:Zero auch für mich eine durchaus positive Überraschung war, könnt ihr hier nun nachlesen.  



Man kann schon die These wagen, dass der Anime ein doch recht generischer Fantasytitel ist. Ein gewöhnlicher, männlicher Protagonist landet plötzlich in einer für ihn völlig unbekannten Welt und nun muss er einen Weg aus dieser Misere finden. Er trifft während seiner Reise auf Verbündete, auf unliebsame Feinde und auf jede Menge gefährlicher Herausforderungen. Doch schon zu Beginn hat es der Autor bei Re:Zero verstanden, die Zuschauer mit einem Schockmoment bei der Stange zu halten. Durch einen doch etwas überraschenden Twist bekommt es diesen richtungsweisenden Charakter, der den Zuschauer schon neugierig auf den weiteren Handlungsverlauf macht. Ab diesem Zeitpunkt kommt es zu einer Berg- und Talfahrt der Emotionen – nicht immer auf erzählerisch höchstem Niveau, dennoch stets unterhaltsam.

Es ist dieses ewige Spannungsverhältnis zwischen dem Scheitern und dem Erfolg einer Mission. Dieses Bangen und Hoffen zwischen einem Game Over und dem nächsten Speicherpunkt bzw. Arc. Das liegt aber nicht nur an dem Aufbau der Handlung an sich, die irgendwann auch einen leicht repetitiven Charakter bekommt und dadurch etwas an dieser Bedrohung verliert. Vielmehr sind es die doch durchweg sympathischen, allen voran weiblichen, Figuren, die die Handlung vorantreiben. Der Cast und die Welt, in der er sich bewegt, bieten einen gewissen Schauwert, den man nicht von der Hand weisen kann. Ob man nun aber immer auf Seiten des Hauptcharakters steht, wage ich zu bezweifeln, denn: Subaru ist kein gut geschriebener Charakter. Zu sprunghaft ist sein Verhalten, zu wenig nachvollziehbar ist seine Vorgehensweise und er ist nicht unbedingt der Held, den man sich für ein solches Fantasyabenteuer wünscht. Aber trotz manch unpopulärer Entscheidungen seinerseits bietet er wesentlich mehr Facetten als ich zunächst erwartet hatte.

Facettenreich war auch die Inszenierung. Ich hatte mehrmals das Gefühl, dass Re:Zero auch wirklich etwas bieten konnte oder noch vielmehr wollte, sodass dann auch in mehreren Folgen das Opening bzw. Ending weggelassen wurde oder die Folge gar eine längere Laufzeit hatte. Der Spagat zwischen den Horrorelementen bzw. dem Scheitern des Hauptcharakters und den Erfolgsmomenten nach erfolgreichen Schlachten war kein leichtes Unterfangen aber zum größten Teil auch gelungen in Szene gesetzt.

Fazit
Re:Zero kara Hajimeru Isekai Seikatsu bietet gar nicht so viel Neues, vielleicht sogar überhaupt nichts, was man nicht schon in anderer Form so schon gesehen hätte. Aber was hier durchweg gegeben ist und bei welchem Gedanken ich mich immer wieder ertappt habe während dieser 25 Episoden: „Bei diesem Anime passiert immer etwas“. Das klingt zunächst nach einem recht schwachen Resümee, ist es aber gar nicht. Es ist diese permanente, gar schon penetrante, Ereignisdichte, die den Anime so unterhaltsam macht. Genau das hatte ich bei all diesen anderen genannten Pseudorollenspielen bisher nicht und auch wenn ich für Re:Zero keinen Restart wagen würde…eine Fortsetzung bekäme von mir sicherlich eine erneute Chance.
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Avatar: Lpark
V.I.P.
#2
Das zwischen "Re:Zero" und mir war Liebe auf den ersten Blick. Es ist ein Anime wie maßgeschneidert für meinen persönlichen Geschmack - ein Werk, das all das verbindet, was ich an Animes liebe. Nicht etwa ist es ein Anime, der in jeder Hinsicht perfekt ist, aber es ist einer, der mitreißt wie kaum ein zweiter. "Re:Zero" zieht seine Zuschauer hinein in eine Welt voller Mysterien, die es aus den Augen des Protagonisten zu erforschen gilt. Man verfolgt die Abenteuer des Natsuki Subaru, der nur mit einer Einkaufstüte in der Hand in einer anderen Welt aufwacht und früher oder später verstehen muss, dass dieses Schicksal weit mehr als nur ein Spiel ist. Durch seine Fähigkeit, nach dem eigenen Tod in der Zeit zurückzuspringen, steht ihm die Möglichkeit offen, den Verlauf der Geschichte neu zu schreiben. Gleichzeitig jedoch lastet auch die Verantwortung auf ihm, die Menschen, die er auf seiner Reise lieb gewonnen hat vor einer unschönen Zukunft zu bewahren.

"Re:Zero"s Handlung kennt keine Grenzen. Mag ich zu Beginn schon angetan von den Ansätzen gewesen sein, begeisterte mich der Verlauf nur immer noch mehr und wartete mit einer spannenden Wendung nach der nächsten auf, ohne dass das Ganze seine Stimmigkeit verlor. Diese Serie gehört zu den wenigen, die hinter jeder Ecke eine Überraschung parat haben und es geschafft haben, bei mir als Zuschauer konstant die Begeisterung am Geschehen aufrecht zu erhalten. Ich konnte es nie abwarten zu erfahren, in welche Richtung sich "Re:Zero" wohl in den nächsten Folgen weiterentwickeln würde, denn das war nur selten abzusehen. Hierbei ist der Anime gleichermaßen vielseitig wie er in jeder Hinsicht besonders ist und bietet nicht nur atmosphärisch ganz unterschiedliche Phasen an, sondern ebenso beinahe durchgängig neuartige Szenarien, die sich vom Groß anderer Anime abheben. Es ist eine Geschichte, die es zu jedem Zeitpunkt versteht, eine bunte, ganz einzigartige und unheimlich interessante Welt, voller aufzuklärender Fragen für den Beobachter lebendig zu machen.

Ich selbst bin sicherlich ein Mensch, der bei Serien Wert auf Grundkomponenten wie Inhalt, Animation und Musik legt. Jedoch gibt es für mich einen noch viel wichtigeren Punkt bei der Beurteilung, dem sich alles andere unterzuordnen hat: Ein Anime ist für mich dann gut, wenn er bei mir Emotionen auslöst. Und genau aus diesem Grund bezeichne ich "Re:Zero" als sehr guten Anime und zähle ihn schon kurz nach Abschluss zu meinen Favoriten. Wie wenige andere Serien hat es "Re:Zero" vollbracht, ein breites Spektrum an teils großen Emotionen bei mir hervorzurufen. Sei es der reine Spaß an mancher Alberei, die große Spannung in den gefährlichen Passagen, die Trauer über manche Qualen der Charaktere oder die warmen Gefühle, die durch so manche entstehende Beziehung transportiert wurden. Wenn ein Anime es schafft, all dies auszulösen, so hat er mir alles gegeben, was ich mir von diesem Medium erhoffe.

Natürlich spielen besonders die Charaktere eine große Rolle dabei, eben so etwas zu erreichen. Und dies ist ein Punkt, bei dem "Re:Zero" absolut herausragt. Es fängt beim Protagonisten Subaru an, der für mich seine Rolle kaum authentischer erfüllen hätte können. Nicht jeder mag ihn sympathisch finden, vor allem auch aufgrund übertrieben ulkigen Verhaltens zu Beginn oder Schwächephasen im späteren Verlauf, aber für mich persönlich ist er eine genial konzipierte Figur. Man muss sich nur mal geistig in seine absurde Situation hineinversetzen. Seine Reaktion, das Umfeld wie einen Traum oder ein Spiel zu behandeln, ist für mich eine überaus natürliche, die ihn als den der Realität entsprungenen, der Fantasy-Welt fremden Charakter, der er nun einmal ist, definiert. Besonders an ihm ist zudem, dass er eigentlich überhaupt keinen Helden im klassischen Sinne darstellt. Er verfügt neben seiner einen, besonderen Fähigkeit nicht über große Stärken und viele der anderen Charaktere übersteigen ihn bei Weitem. Somit ist er gefordert, andere Wege zu gehen als das große Mehr an Anime-Protagonisten. Gelegentlich mag er zwar auch mal den Draufgänger spielen, aber das viel Bemerkenswerte an seinem Handeln ist die Art und Weise, wie er bei jeder Aufgabe wieder Hilfe von Außen einholen muss. Bei "Re:Zero" geht es eben nicht darum, wie ein einziger Held alle übersteigt, sondern es geht darum, wie er Kontakte knüpft und Gruppen vereint. Es geht darum, wie er sich in der Welt integriert und gemeinsam mit der Hilfe Anderer die schwersten Aufgaben löst, wobei er selbst neben viel Mut auch eine Menge Kopfarbeit mit einbringen muss.

Genau diese Art von Interaktion zwischen den so zahlreichen, sehr guten Charakteren macht "Re:Zero" in meinen Augen spannend. Ein großer Teil der Nebencharaktere ist mit eigenen Ansichten bestückt und erzeugt eine überaus interessante Wirkung, wodurch ich von einigen gerne noch viel mehr erfahren hätte als es in der Zeit des Animes möglich war. Abgesehen von diesen, streckendweise auftretenden Charakteren, verfügt "Re:Zero" zudem noch über die große Qualität seiner weiblichen Hauptrollen, die liebenswerter nicht sein könnten. Ich selbst komme was das angeht eigentlich nicht oft ins Schwärmen, aber ich erinnere mich kaum daran, mal einen derart liebenswerten Charakter wie Emilia erlebt haben zu dürfen. Es war mir eine Freude, jede ihrer fürsorglichen Handlungen und die herzlichen Gespräche mit Subaru verfolgen zu dürfen. Auch Rem sticht mit der Zeit hervor und macht sich durch ihr nicht minder liebevolles Verhalten beliebt. Wenn man Charaktere so gut ins Herz schließen kann, wie es mit "Re:Zero"s Charakteren möglich ist, so fördert das natürlich die von der Serie transportierten Gefühle erheblich.

Alles in allem ist "Re:ZERO - Starting Life in Another World" für mich ein Anime der Extraklasse. Er vereint grenzenlos sympathische Charaktere mit einer fesselnden, wendungsreichen Handlung und bringt es fertig, den meisten Zuschauern einiges an Emotionen zu entlocken. Ich kann diesen Anime beinahe ausnahmslos weiterempfehlen und würde mich auch sehr freuen, irgendwann vielleicht eine weitere Staffel zu Gesicht zu bekommen, wobei ich nicht einschätzen kann, wie gut die Chancen dafür stehen. Für mich ist es ganz klar der beste Anime des letzten halben Jahres.
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Avatar: Leoknight#3
Ach wie gerne hätte ich einfach einen netten Kommentar zu diesem Anime geschrieben, der davon handelt wie beeindruckt ich von ihm bin… Allerdings kann und werde ich das nicht tun.
Re:Zero ist ein guter Anime. Er ist einer der ersten Anime, die nach langer Zeit endlich das Gerne des MMORPG-Fantasy realistisch, durchdacht und originell darstellen wollten, und es gelingt ihm sehr gut.

Er beginnt einfach und ohne sich allzu große Fragen zu stellen, wie: Wie kam ich in diese Welt? Was sind das für Geschöpfe? Wie komme ich nach Hause?
Und mit Subaru bekommen wir einen Helden, der zu Beginn immer wieder die fourth wall durchbricht indem er auf die Klichees des Genres eingeht und sich über diese lustig macht. Die Comedy lässt einen schmunzeln und die „zufälligen“ Begegnungen wirken zunächst tatsächlich, als ob sie zufällig wären.
Emilia erscheint sympathisch und die erste Arc zeigt uns die Fähigkeiten der zwei Hauptfiguren und gibt klar die Marschrichtung vor. Nun weiß der Zuschauer worauf er sich für die nächsten 24 Episoden einstellen sollte.
Auch die zweite Arc ist auf diesem Prinzip aufgebaut. Sie bringt die anderen Nebencharaktere, wie Rem und Ram, dem Zuschauer näher und man erfährt ihre Hintergründe, Motivationen und Ansichten. Des Weiteren erhält man endlich ein etwas abstraktes Bild von den Fähigkeiten dieser Welt.
Bis hierhin ist alles Top, man kann sich kaum beschweren.

Dann kommt die dritte Arc… und wie sie kommt.
Beinahe die gesamte dritte Arc befasst sich damit, wie Subaru sich von Diener in Ritter umwandeln soll. Oder, um es konkreter zu formulieren, wie kann ein eigentlich von seinen Fähigkeiten her nutzloser Hikki einer der Thronanwärterinnen helfen ihr Ziel zu erreichen? Hinzu kommt noch die Passage mit Emilia, die nun endgültig genug von Subarus „selbstsüchtigem“ und selbstzerstörerischem Verhalten hat.
Was mich an dieser Arc stört? Die Selbstfindung Subarus dauert, wenn ich nett bin, FÜNF Episoden… FÜNF! Wenn man es ausweitet und den Anfang seiner Selbstzweifel mitnimmt, sind es sechseinhalb Folgen. Das ist mehr als ein Viertel des Anime! Ehrlich gesagt hatte ich am Ende des Ganzen sehr das Gefühl ich hätte gerade die Endless 8 wieder geguckt – insbesondere der Skill von Subaru macht diese Relation sehr offensichtlich für mich.
Und was erlebt man denn in diesen fünf/sechseinhalb Episoden? Mental breakdown after mental breakdown after mental breakdown. Nach dem dritten qualvollen Schreien von Subaru hatte ich schon genug. Ja, der Anime ist in dieser Hinsicht realistisch. Es ist vollkommen normal, sich so zu verhalten. Doch nur, weil die Handlungsgrenzen, die Subaru gesetzt werden, dies begünstigen. Er wird in seinen Gedanken so von diesen überschäumenden Gefühlen erdrückt, dass er gar keinen Ausweg sieht. Zudem springt er oft zwischen "genialer Stratege" und Vollidiot hin und her, vergisst gerne essentielle Dinge, die er früher erfahren hat, aber es gelingt ihm irgendwie trotzdem die Thronanwärterinnen für seine eigenen Ziele einzuspannen - sehr merkwürdiges Charaktersetting.

Auch die Belehrungen der anderen Thronanwärterinnen gehen von unlogisch bis dämlich. Dieses typische japanische Samurai-Gedankengut, dass ich in fast allen Anime des Genres Actiondrama sehe geht schon auf die Nerven. Cruschs Argumentation hat Subaru mit seinem letzten Satz gut zusammengefasst und widerspricht absolut ihrer eignen Überzeugung. Anastasias „Informationssieg“ war mir unverständlich, weil Subaru nun echt nichts Ungewöhnliches preisgegeben hat. Und Priscillas Reaktion entbehrt jeglicher mittelalterlichen Logik, da dies ein normales Verhalten eines jeden Dieners wäre, der alles Versucht, um seine Herrin zu retten.

Und dann haben wir hier noch ein größeres Problem: Wie sieht die Welt von Re:Zero aus und wie ist sie aufgebaut? Ich würde jetzt anfangen Fragen zu stellen, aber ich weiß nicht wo ich beginnen und wo ich aufhören sollte.

Ich sage es nochmal: Re:Zero ist ein guter Anime, weil er versucht das stagnierende Genre voranzutreiben. Ihm gelingt das teilweise durch eine hervorragende Inszenierung, die durch die realistischen Reaktionen und die Charaktere komplettiert wird. Die Persönlichkeiten in diesem Anime sind zwar Stereotype, aber längst nicht so farb- und inhaltslos wie es zumeist der Fall ist.
Der Anime übertreibt es mit dem inneren Kampf Subarus, erzählt uns sehr wenig über die Welt in der er spielt und die Logik der meisten Aristokraten lässt einen zum Teil regelrecht verzweifeln.
Somit hat Re:Zero beinahe genauso viele Schattenseiten wie Positives. Doch schlussendlich überwiegt Letzteres. Und alleine der Versuch aus einem MMORPG-Anime eine gehaltvolle und ansprechende Geschichte zu konstruieren, verdient es ihn „sehenswert“ zu nennen.
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Avatar: .Raeyz#4
Re:Zero weist große Ähnlichkeiten mit inzwischen hinreichend bekannten MMORPG-Anime (ein Rollenspiel-Setting wird allerdings nie explizit erwähnt) auf und liefert teilweise sogar eine bessere Umsetzung. So schafft es White Fox eine stimmige Atmosphäre zu erschaffen, wozu auch die ordentliche musikalische Untermalung beiträgt, die allerdings nur selten, weder positiv noch negativ, heraussticht. Die Animationen sind etwas generisch und wirken nur in Ausnahmesituationen besonders, sehen aber trotzdem ansehnlich aus und werden wohl niemanden abschrecken. Ebenfalls erfüllen die weiblichen Charaktere ihren Zweck und können sich scheinbar großer Beliebtheit erfreuen, auch wenn sie in ihrer Perfektion nur selten authentisch wirken.

Weniger überzeugen kann dagegen der männliche Protagonist Subaru Natsuki. Dieser ist mit der einzigartigen Gabe gesegnet, nach einem Tod wiederbelebt zu werden. Man erspart sich dabei spannende Diskussionen über Zeitreisen, nimmt die Probleme des Settings aber unverfroren mit. So wird die gleiche Handlung mit nur geringen Abweichungen vielmals gezeigt und selbst Dialoge, die schon beim ersten Mal hören nicht überzeugen konnten werden nochmal ähnlich wiederholt. Es hilft dabei auch nicht wirklich, dass Subaru den gleichen Fehler öfter wiederholt und künstliches Drama dadurch erzeugt wird, dass Nuancen sich ohne wirklichen Grund in den jeweiligen Zeitstrahlen unterscheiden. Darüber hinaus ist Subaru leider auch nicht der benötigte Sympathieträger, um über die stockende Handlung hinwegzutäuschen. Zwar macht er eine Entwicklung zum Helden durch, diese ist aber nur in Teilen wirklich glaubhaft, nimmt darüber hinaus auch extrem viel Zeit in Anspruch und von seiner Dummheit wird er leider nie ganz befreit. Parallel zu ihm unterzieht sich auch Rem einer Entwicklung, allerdings ist ihre Entwicklung von der Stoikerin zur emotionalen Sklavin von Subaru noch unglaubhafter. Mit ihr verbundene Dialoge wirken dadurch auch immer etwas zu melodramatisch und aufgesetzt.

Die schon vorher verlorene Zeit wird dann zu einem ganz anderen Problem: Worldbuilding.
Es wird eine neue Welt angeschnitten, die sogar interessant sein könnte, aber leider nie wirklich ausgebaut wird. Elementare Fragen, zum Beispiel der Charakter der Hexe und ihr Antrieb werden weder behandelt noch werden genug Hinweise gegeben, die sinnvolle Spekulationen zuließen. Die ganze Mystery, die sogar bis zum Ende noch teilweise für Spannung sorgt bleibt leider unfruchtbar und lässt ein nicht zufriedenstellendes Ende zurück. Ebenfalls nicht erwähnt wird wie Subaru überhaupt in die Welt gekommen ist. Das wird noch skurriler dadurch, dass es ihn selbst nicht zu interessieren scheint und er verwunderter darüber ist, dass er in einer (wie er selbst sagt!) Rollenspiel-ähnlichen Welt wiedergeboren wird.
Dazu kommen dann noch einige kleinere Probleme, zum Beispiel, dass man mit den emotionalen Randgeschichten von unwichtigen Nebencharakteren (ich denke da an Wilhelm und teilweise sogar an Patrasche) nicht wirklich mitfühlen kann, weil man aufgrund von niederer Relevanz keine emotionale Bindung aufbauen konnte. Auch fallen frühere Nebencharaktere, die der Geschichte eigentlich gut getan hätten (zum Beispiel Roswaal) ohne weitere Anmerkung einfach weg.

Fazit: Re:Zero fügt zwei bekannte Thematiken (Rollenspiele und Zeitreisen) zusammen und setzt diese neu um, was in Teilen sogar relativ gut gelingt. Allerdings gibt es vor allem im späteren Verlauf einfach zu viele Probleme, als dass ich den Anime guten Gewissens als gut bezeichnen könnte. Trotzdem wird ein gewisser Unterhaltungswert immer bewahrt, sodass man durchaus seinen Spaß an der Serie haben kann, wenn man nicht allzu kritisch mit dem Medium umgeht.
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Avatar: Aodhan
V.I.P.
#5
Wieder einmal ist ein Teenager aus der Gegenwart in einer Fantasywelt gelandet, diesmal übrigens kein MMORPG, und muss sich mit allen möglichen Widrigkeiten herumschlagen. Das ist am Anfang noch interessant, vor allem wegen der ungewöhnlichen Fähigkeit des Helden, aber nach und nach kommt dann doch wieder das Medium Light Novel mit all seinen Schwächen durch. Der Anime hat schon vorher versucht - nicht besonders erfolgreich - dark und edgy zu sein, aber im dritten Handlungsabschnitt wurde der Bogen dann wirklich überspannt. Eigentlich sollte die Handlung tragisch sein, ich fand sie unfreiwillig komisch. Das größte Problem des Animes ist aber der Held, Subaru, der mir von Episode zu Episode unsympathischer wurde. Figuren, die in Selbstmitleid und Selbsthass versinken, konnte ich noch nie etwas abgewinnen. Der Charakter ist außerdem sehr inkonsistent, weil er seine Persönlichkeit praktisch von einem Moment auf den anderen wechseln kann, um dann doch wieder den Helden zu spielen, weil wohl auch der Autor erkannt hat, dass ein charakterlich schwacher Held fade ist. Die anderen Figuren können Subaru leider nicht kompensieren, dafür ist ihre Rolle zu gering. Der letzte Handlungsabschnitt hat mir dann zwar wieder besser gefallen, aber da war das Kind schon in den Brunnen gefallen.
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Titel

  • Japanisch Re:Zero kara Hajimeru Isekai Seikatsu
    Re:ゼロから始める異世界生活
    Status: Abgeschlossen
    Veröffentlicht: 04.04.2016 ‑ 19.09.2016
    Studio: White Fox
  • Englisch Re:ZERO - Starting Life in Another World
    Status: Abgeschlossen
    Veröffentlicht: 03.04.2016 ‑ 18.09.2016
  • Deutsch Re:ZERO - Starting Life in Another World
    Status: Abgeschlossen
    Veröffentlicht: 03.04.2016 ‑ 18.09.2016
    Publisher: Crunchyroll
  • xx Synonyme
    ReZero, Re: Life in a Different World from Zero, Re: Zero

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