„Angels of Death“-Review: Volume 1 von Universum Anime

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„Angels of Death“-Review: Volume 1 von Universum Anime

Unter den aktuellen DVD- und Blu-ray-Veröffentlichungen finden sich nur noch wenige Titel, die nicht schon im Simulcast gestreamt oder im TV gezeigt wurden – zu den wenigen Ausnahmen gehört „Angels of Death“ von Universum Anime.

Worum geht es in „Angels of Death“ überhaupt?

Rachel wacht in einem seltsamen Gebäude auf, wie sie dort hin gekommen ist weiß sie nicht. Sie erinnert sich nur, dass sie in ein Krankenhaus kam. Auf der Suche nach ihren Eltern nimmt sie den Aufzug, der sie in eine andere Ebene bringt. Dabei verkündet ein Lautsprecher, dass das Spiel begonnen habe und das Mädchen das Opfer sei.
Was das bedeutet, wird ihr wenige Augenblicke später klar: Ein bandagierter Sensenmann tötet unvermittelt und direkt vor ihren Augen einen kleinen Vogel – und gibt ihr drei Sekunden Zeit, bevor er die Jagd auf sie eröffnet. Zwar gelingt es ihr sich zu verstecken und anschließend in die nächste Etage zu flüchten, doch dem Unheil ist sie nur scheinbar entkommen. Denn dort versucht ein vermeintlicher Psychologe ihr Vertrauen zu gewinnen, bevor er seine Obsession für ihre Augäpfel entwickelt. Während sie sich ausmalt, welche Torturen er für sie vorgesehen hat, versucht sie vergeblich zu fliehen.
Als er ihr offenbart, dass ihre Eltern längst tot seien verliert sie ihren Lebenswillen – im gleichen Moment, in dem der Sensenmann den Psychologen aufschlitzt.

Nun verkündet der Lautsprecher, dass eben jener Sensenmann das neue Opfer sei. Um endlich erlöst zu werden, bittet Rachel den Sensenmann, sie zu töten – doch der hat kein Interesse an einem Opfer, das keine Angst zeigt und sieht in ihr stattdessen eine Chance, selbst aus dem seltsamen Gebäude entkommen zu können. So schließen die beiden einen ungewöhnlichen Pakt: Sie hilft ihm – und er verspricht sie zu töten, sobald sie endlich da raus sind.
Gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach oben und stellen sich den Rätseln, Aufgaben und Kämpfen mit mordlustigen Psychopaten und Sadisten, die ihr krankes Spiel mit den Protagonisten durchziehen wollen. Rachel ist dabei stets aufmerksam und behält einen kühlen Kopf, während der Sensenmann, der sich später als Zack herausstellt, weit mehr Temperament und Muskeln als Verstand hat.

Trotz – oder gerade wegen – des ungewöhnlichen Settings, aber auch wegen der Ernsthaftigkeit des Anime, gelingt es schnell den Zuschauer mitzureißen. Dabei enthüllt das erste Volume auch nach und nach, warum Zack zu eben jenem Monster wurde. Aber auch ein erstes Geheimnis von Rachel kommt ans Tageslicht. Einige Szenen im Anime, erschließen sich erst dann völlig, wenn man spätere Passagen der Geschichte bereits kennt.

Bild und Ton:

Technische Daten


Blu-ray:
Länge:ca. 190 Min.
Anzahl Datenträger:1
Verpackung:Amaray
Tonformat:Deutsch: DTS-HD MA 2.0
Japanisch: DTS-HD MA 2.0
Bildformat:
1920 × 1080 (16:9) 23,976 fps
Bitrate:
ø 26.685 kbps
FSK:Ab 16 Jahren
Die Serie erscheint auch – inhaltlich identisch – auf DVD.

Die insgesamt 16-teilige Serie „Angels of Death“ entstand im vergangenen Jahr bei J.C. Staff, einem der größten Studios in Japan, das schon mehrere hundert Anime so ziemlich aller Genres produziert hat. Bei „Angels of Death“ punktet das Studio vor allem bei den abwechslungsreichen und detaillierten Hintergründen, die viel zur Atmosphäre der Serie beitragen. An das etwas ungewöhnliche Charakterdesign gewöhnt man sich hingegen schnell.

Für die deutsche Veröffentlichung packt Universum Anime satte acht Episoden auf eine Disc – ungewöhnlich, aber zumindest bei der Blu-ray-Fassung unproblematisch. Die Videobitraten liegen auf überdurchschnittlichem Niveau, das optische Ergebnis ist entsprechend auch in dunklen Szenen zufriedenstellend. Ungewöhnlich ist, dass das Studio offenbar keine spezielle Fassung für den Export erstellt hat – in einigen Szenen werden deshalb japanische Untertitel für englische Texte eingeblendet.





© 2018 Makoto Sanada / Vaka·DWANGO·KADOKAWA / Angels of Death Partners

Für die deutsche Fassung haben sich Universum und Eurosync nicht lumpen lassen und mit Friedel Morgenstern und Konrad Bösherz zwei Stars der Szene für die Hauptrollen verpflichtet. Aber auch die anderen Synchronsprecher überzeugen trotz der sehr anspruchsvollen Rollen.


Wie üblich sind auch die japanische Synchronfassung und deutsche Untertitel in neutralem Design enthalten.

Empfehlung und Fazit:

Packende Unterhaltung, eine sehr gute deutsche Synchronisation und ein attraktiver Preis. Wer Lust auf einen Psychotrip mit einer Portion Horror hat, sollte sich „Angels of Death“ auf seinen Einkaufszettel schreiben. Volume 2, mit dem Finale der 16-teiligen Serie erscheint erst im Februar und ist aktuell für knapp unter 40 € vorbestellbar.

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