„Erased: Die Stadt, in der es mich nicht gibt“-Review: Blu-ray Volume 1

Der spannende „Zeitspringer-Thriller“ Boku dake ga inai Machi, der als Simulcast bereits begeistern konnte, kehrt nun in Form einer Blu-ray zurück in unsere Wohnzimmer.

Boku dake ga Inai Machi ‒ oder auch Erased - die Stadt in der es mich nicht gibt, so der deutsche Titel ‒ ist ein Zeitreise- oder genauer genommen ein Zeitspringer-Thriller, der von Studio  A-1 Pictures Inc. animiert und vom 08.01.2016‒25.03.2016 auf dem Sender Fuji TV ausgestrahlt wurde. Regisseur war wie auch bei Sword Art Online Tomohiko Ito. Der Anime basiert auf einem achtbändigen Manga, welcher hierzulande über Tokyopop vertrieben wird. peppermint anime bringt uns nun den Anime als Blu-ray und DVD in die Regale.
A-1 Pictures Inc. hat unter anderem auch das beliebte „Sword Art Online“-Franchise und Shigatsu wa kimi no Uso produziert.

Darum geht es in „Erased: Die Stadt, in der es mich nicht gibt“:

Satoru Fujinuma hat eine besondere Gabe: Wenn Menschen in seiner Umgebung etwas Schlimmes passiert, springt er in der Zeit zurück und versucht, dieses Unglück zu verhindern. Leider hat er seine Sprünge nicht unter Kontrolle und ist seiner Gabe somit in gewisser Weise ausgeliefert. Als seine Mutter umgebracht wird und ihn sein nächster Sprung nicht nur ein paar Minuten in die Vergangenheit versetzt, sondern gleich mehrere Jahre, gerät sein Leben mehr und mehr außer Kontrolle. Kann Satoru durch das Verhindern von Entführungen und Morden im Jahr 1988 seine eigene Zukunft beeinflussen …?

Verpackung:

Wir haben hier das erste Mal von peppermint anime eine Amaray-Hülle mit einer O-Card (das ist ein Schuber, der oben und unten offen ist). Ein Wende-Cover ist keines vorhanden, aber dafür haben wir hinter der Disc ein weiteres Cover.

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    O-Card-Schuber Vorderseite


    Amaray Vorderseite

  • O-Card-Schuber Rückseite


    Amaray innenseite, Download Flyer

Extras:

Als digitale Extras haben wir hier Opening und Ending jeweils ohne Credits sowie einen Code, der uns die Folgen 1 bis 6 auf Japanisch mit deutschen Untertiteln als Download bei AKIBA PASS freischaltet. Wenn Ihr Euch aber die Limited Edition kauft, die nur auf AKIBA PASS zu erwerben ist, habt Ihr neben dem Code noch einen Hardcover-Schuber, einen Soundtrack mit 20 Tracks sowie ein 36-seitiges Booklet dazu. 

Menü:

Das Menü-Bild ist dasselbe wie das Cover des ersten Volumes und rechts neben dem Bild läuft das Opening mitsamt musikalischer Untermalung in einer Endlosschleife.


Menü der Blu-ray

Bild und Animationen:

peppermint anime bringt uns die „Anti-Banding-Maßnahme“ Grain, damit wir ein tadelloses Bild bekommen ‒ sehr gut! (Zumindest während der Episoden.)
CGI, also 3D-Animationen, finden sich bei bewegten Autos, wie es heutzutage bei Animes üblich ist. Unverständlicherweise kamen die 3D-Animationen allerdings auch in der Schule bei Stühlen und Tischen, beim Schulranzen in Folge 3 oder im Wald zum Einsatz. 

Der Anime wurde zwar im 16:9-Format produziert, das Bild ist jedoch oben und unten bewusst abgeschnitten worden, wenn Satoru sich im Jahre 1988 befindet. An diesen Stellen sieht es wie eine Kinofilm-Version aus, was ein ziemlich cooles Thriller-Feeling aufkommen lässt und mal was anderes ist, als beispielsweise Steins;Gate. Die Animationen selbst sind gut ‒ man wird zwar weder mit Effektfeuerwerken bombardiert, noch hat man die Art detailgetreue Animation, wie man sie aus diversen Anime-Filmen kennt; für eine Anime-Serie allerdings bietet Boku dake ga Inai Machi einen guten Standard.

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    1988: Satoru in der Schule (Bild abgeschnitten)


    1988: Kayo verabschiedet sich von Satoru
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    Satoru in der Gegenwart (nicht abgeschnitten)


    Satoru erinnert sich an seine Mutter

Wer in die deutsche Synchro reinhören will, der kann sich die folgenden zwei Synchro-Clips anschauen (bzw. anhören ).



Weitere Clips und Teaser gibt es hier.

Ton:

In der deutschen Synchronisation sprechen sich die Kinder im Jahr 1988 gegenseitig mit Vornamen an, was besser passt, als wenn sie sich mit ihren Familiennamen anredeten. Für die deutsche Synchro war Oxygen Sound Studios verantwortlich, wobei auch hier Rene Dawn Claude die Dialogregie führte. Auch wenn man zugeben muss, dass die Synchronisation an die von Shigatsu wa Kimi no Uso nicht wirklich herankommt, passt sie definitiv zu Boku dake ga Inai Machi und bringt den Flair des Animes gut rüber, anstatt wie ein Fremdkörper zu wirken ‒ und das ist ja das Wichtigste.

Synchronsprecher und Komponisten

Kim Hasper als Satoru Fujinuma (Yu-Gi-Oh als Tristan Taylor oder in Code Geass als Shougo Asahina)
Claudia Schmidt als Satoru Fujinuma (Kind) (Assassination Classroom als Nagisa Shiota)
Kristina Tietz als Kayo Hinazuki (Attack on Titan als Petra RAL oder in Bakemonogatari als Tsubasa Hanekawa)
Sonja Spuhl als Sachiko Fujinuma (Digimon Adventure 13 als Sora Takenouchi oder Alice Mizuki in Serial Experiments Lain)
Yvonne Greitzke als Airi Katagiri (auch in Redline als Boiboi oder Momoka in Hamatora)
Arne Stephan als Gaku Yashiro Aldnoah.Zero als Souma Yagarai oder Yuusuke Yoshino in Clannad)
Silvia Mißbach als Akemi Hinazuki (auch in High School DxD BorN als Venerana Gremory oder Rakshata Chawla in Code Geass)
Bastian Sierich als Jun Shiratori (auch in Durarara!! als Saburou Togusa oder Akira Takayanagi in Shigatsu wa Kimi no Uso)
Melinda Rachfahl als Ken'ya Kobayashi (auch in Clannad als Ryou Fujibayashi oder Haruna in Motto To Love-Ru: Trouble)
Josephine Schmidt als Kazu (auch Yoko in Tengen Toppa Gurren Lagann oder Priscilla in Claymore)
Lina Rabea Mohr als Osamu (auch in AnoHana als Naruko Anjou)
Charlotte Uhlig als Hiromi Sugita (auch Suzuha Amane in Steins;Gate oder Yukari Sakuragi in Another)

Für die Hintergrundmusik war Yuki Kajiura zuständig, welcher ganze Arbeit leistete, denn die Musik ist einem Thriller-Anime gebührend.
Das Opening „Re:Re:“ stammt von ASIAN KUNG-FU GENERATION, während das Ending „Sore wa Chiisana Hikari no You na“ von Sayuri vertont wurde.

Technische Daten

Veröffentlichung: 29. März 2017, Volume 2 erscheint am 26.05.2017.

FSK:
Ab 12 Jahre
Laufzeit:
150 Minuten
Bildformat:
16:9 
Sprache/Tonformat: 
Japanisch (DTS-HD Master 2 .0), Deutsch (DTS-HD Master 2 .0)
Untertitel:
Deutsch (weiß)
Extras:
 Opening und Ending ohne Credits, Download Code für die Folgen 1-6 bei AKIBA PASS
Verpackung:
 Blaue Amaray mit O-Card Schuber

Untertitel:

Es sind Texte, die auf die japanische Sprache angepasst sind und mit Ausnahme von ein paar Ungereimtheiten sind die Untertitel auch sehr ordentlich. Die Untertitel sind weiß und gut lesbar. Wichtige Räumlichkeiten oder andere Dinge, die auf Japanisch beschriftet sind, wie Schilder, sind übersetzt worden und die Untertitel dafür sind fest im Bild verankert.

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Beispiel für die festen Untertitel an Schildern

Folgende Fehler sind vorhanden:

Eine Szene in Folge 2 (von 17:57‒18:02) wurde nicht untertitelt.
Grammatikfehler in Folge 2: Statt „an den Händen“, wie es die Synchro macht, haben wir „die Hände“.

Fazit:

Ein Anime, der nicht nur mit einem kompetenten Hauptcharakter auftrumpft, sondern durch die Bearbeitung von peppermint ‒ sei es in Bild, Ton oder Untertiteln sowie durch die coolen Extras ‒ eine brauchbare Lokalisierung bekommen hat. Das erste Volume endet mit einem Cliffhanger und lässt uns in der Schwebe, sodass wir weiterhin gespannt sein dürfen, wie das Ganze weitergeht. Der Anime macht somit nicht nur auf Japanisch Spaß ‒ eine Kaufempfehlung von mir!

Du hast Lust bekommen, Dir den Anime ins heimische Regal zustellen? Dann schlage jetzt zu und hole Dir Boku dake ga Inai Machi als Limited Edition im AKIBA PASS Shop oder als Standard-Version bei Amazon (DVD oder Blu-ray). Ansonsten ist der Anime allerdings auch als Stream oder Download bei AKIBA PASS verfügbar.


Herzlichen Dank an peppermint anime für das kostenlose Zurverfügungstellen der Blu-ray.

Testgeräte:
  • Bildschirm: LG E2350VR-SN (23 Zoll)
  • Blu-ray Player: Panasonic DMP-BDT165
Bilder:
  • Fotos von Produkt und Szenen aus Eigenproduktion
  • Screenshots: © 2016 三部けい/KADOKAWA/アニメ「僕街」製作委員会  © 2016 peppermint anime
Quellen:
Videomaterial: peppermint anime YouTube-Kanal

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