- Handlung
- Action-Choreografie
- Figuren
- Comedy-Faktor
- Spannung
Ich hab am Samstag „Police Story“ gesehen. Ein #Polizeithriller aus #HongKong mit komödiantischen Momenten von 1985. Regie und Hauptrolle übernahm Jackie Chan. In weiteren Rollen zu sehen sind Bill Tung, Brigitte Lin, Charlie Cho und die etwas bekanntere Maggie Cheung, die ich aber nicht erkannt habe.
Handlung:
In einer spektakulären Razzia wie der Drogenbaron Mr. Koo von Polizist Kevin festgenommen. Dessen Sekretärin Selina Fong soll bei einem Prozess an Zeugin gegen ihn aussagen. Eine zeitlang weicht Kevin nicht von ihrer Seite und inszeniert sogar eine Bedrohung durch einen Assassinen, damit sie aus Angst aussagt, aber beim Prozess bleibt sie verschwunden. Koo wird freigelassen und zieht Kevins #Integrität in den Dreck. Da dreht Kevin durch und macht Tabula Rasa mit der Bande…
Meine Meinung:
In der ersten Hälfte hatte ich viel Spass mit dem Film. Ohne lange Einführung geht es direkt mit aberwitziger Action los, die offensichtlich auch ziemlich gefährlich inszeniert wurde. Netze, Schutzseile oder ähnliches habe ich nicht im Ansatz gesehen, stattdessen immer nur Jackie Chan himself, der an einem fahrenden Bus mit nem Regenschirm hängt, sich bis aufs Blut prügelt und mit dem Rücken voraus in einem Baldachin brettert.
Besonders krass eine Szene, wo er in einem Einkaufszentrum an einer Lichterkette 10 Meter in die Tiefe saust, während er wahrscheinlich mehrere 220 Volt Stromstöße verpasst bekam. Ich weiss nicht, ob ich da Respekt vor haben soll oder den Kopf schütteln muss, das gedreht zu haben. Die Macher scheinen sich der Wahnwitzigkeit immerhin bewusst gewesen zu sein, weswegen diese Szene aus mehrere Perspektiven gedreht und hintereinander gelooped wurde.
Jenseits dieser Leistungen ist natürlich auch noch ein wenig Handlung in dem ganzen Spektakel versteckt. Vereinzelt gibt es einige visuelle Gags, die ich wirklich witzig fand, andere jedoch, wie Jackie in der Telefonzentrale eher nicht so. Auch den Gag mit dem falschen Assassinen habe ich viel zu spät verstanden, so dass bei mir eher Verwunderung als Lachen aufkommen wollte.
Hinzu kommt, dass Chans Synchronsprecher Arne Elsholtz hier auch die komplette deutsche Dialogregie übernahm und (ähnlich wie Rainer Brandt bei den Filmen mit Terence Hill und Bud Spencer) den Film mit Wortwitzen nachgewürzt hat. So wird unser Kevin öfters tollpatschiger dargestellt, als er wahrscheinlich in der chinesischen Fassung ist, verspricht sich und tölpelt durch die erste Hälfte des Films.
Handwerklich seltsam fand ich ein wenig, dass manche Szenen offensichtlich akzeleriert wurden, was dem ganzen den Touch von so nem hektischen Stummfilm á la Harold Lloyd und Charlie Chaplin gab, andere Szenen hingegen waren in spannendem Zeitlupen gefilmt. Äußerst seltsam hingegen fand ich im ersten Viertel des Films mehrerer Szenen, die entweder aus so ner Fischaugen-Optik zu sehen waren, wo an den Rändern die Leute deutlich verzerrten; in einer anderen wirkte Chan selber dann wie schräg abgefilmt. Sollte wohl Stilmittel sein, aber ich verstand nicht ganz, was es aussagen sollte.
Ab dem letzten Drittel jedoch verändert sich die Tonalität des Films, Kevin nimmt Rache an Koo, der dessen Ruf in der Öffentlichkeit vernichtet hat (und das obwohl auch Kevin sich nachweislich vorher unlauterer Mittel bediente) und das ganze nimmt ein wenig die Züge eines italienischen Poliziotesco an. Und dieser Break ist so spürbar hart, weil er durch die vormalige Blödel-Synchro noch verstärkt wurde, die sich hier immerhin zurücknimmt. Dafür kann der Film prinzipiell nichts, aber die deutsche Fassung sehr wohl.
Fazit:
Alles in allem hatte ich meinen Spass. #JackieChan in der Blüte seines Lebens läuft hier zu Hochtouren auf, eine Drosselung des Tempos ist maximal in der Mitte des Films zur Gerichtsverhandlung spürbar, um am Ende wieder zu einem furiosen Finale aufzufahren. Bravo. Die deutsche nachgeblödelte Fassung kann fand ich aber nur bedingt überzeugend.
Handlung:
In einer spektakulären Razzia wie der Drogenbaron Mr. Koo von Polizist Kevin festgenommen. Dessen Sekretärin Selina Fong soll bei einem Prozess an Zeugin gegen ihn aussagen. Eine zeitlang weicht Kevin nicht von ihrer Seite und inszeniert sogar eine Bedrohung durch einen Assassinen, damit sie aus Angst aussagt, aber beim Prozess bleibt sie verschwunden. Koo wird freigelassen und zieht Kevins #Integrität in den Dreck. Da dreht Kevin durch und macht Tabula Rasa mit der Bande…
Meine Meinung:
In der ersten Hälfte hatte ich viel Spass mit dem Film. Ohne lange Einführung geht es direkt mit aberwitziger Action los, die offensichtlich auch ziemlich gefährlich inszeniert wurde. Netze, Schutzseile oder ähnliches habe ich nicht im Ansatz gesehen, stattdessen immer nur Jackie Chan himself, der an einem fahrenden Bus mit nem Regenschirm hängt, sich bis aufs Blut prügelt und mit dem Rücken voraus in einem Baldachin brettert.
Besonders krass eine Szene, wo er in einem Einkaufszentrum an einer Lichterkette 10 Meter in die Tiefe saust, während er wahrscheinlich mehrere 220 Volt Stromstöße verpasst bekam. Ich weiss nicht, ob ich da Respekt vor haben soll oder den Kopf schütteln muss, das gedreht zu haben. Die Macher scheinen sich der Wahnwitzigkeit immerhin bewusst gewesen zu sein, weswegen diese Szene aus mehrere Perspektiven gedreht und hintereinander gelooped wurde.
Jenseits dieser Leistungen ist natürlich auch noch ein wenig Handlung in dem ganzen Spektakel versteckt. Vereinzelt gibt es einige visuelle Gags, die ich wirklich witzig fand, andere jedoch, wie Jackie in der Telefonzentrale eher nicht so. Auch den Gag mit dem falschen Assassinen habe ich viel zu spät verstanden, so dass bei mir eher Verwunderung als Lachen aufkommen wollte.
Hinzu kommt, dass Chans Synchronsprecher Arne Elsholtz hier auch die komplette deutsche Dialogregie übernahm und (ähnlich wie Rainer Brandt bei den Filmen mit Terence Hill und Bud Spencer) den Film mit Wortwitzen nachgewürzt hat. So wird unser Kevin öfters tollpatschiger dargestellt, als er wahrscheinlich in der chinesischen Fassung ist, verspricht sich und tölpelt durch die erste Hälfte des Films.
Handwerklich seltsam fand ich ein wenig, dass manche Szenen offensichtlich akzeleriert wurden, was dem ganzen den Touch von so nem hektischen Stummfilm á la Harold Lloyd und Charlie Chaplin gab, andere Szenen hingegen waren in spannendem Zeitlupen gefilmt. Äußerst seltsam hingegen fand ich im ersten Viertel des Films mehrerer Szenen, die entweder aus so ner Fischaugen-Optik zu sehen waren, wo an den Rändern die Leute deutlich verzerrten; in einer anderen wirkte Chan selber dann wie schräg abgefilmt. Sollte wohl Stilmittel sein, aber ich verstand nicht ganz, was es aussagen sollte.
Ab dem letzten Drittel jedoch verändert sich die Tonalität des Films, Kevin nimmt Rache an Koo, der dessen Ruf in der Öffentlichkeit vernichtet hat (und das obwohl auch Kevin sich nachweislich vorher unlauterer Mittel bediente) und das ganze nimmt ein wenig die Züge eines italienischen Poliziotesco an. Und dieser Break ist so spürbar hart, weil er durch die vormalige Blödel-Synchro noch verstärkt wurde, die sich hier immerhin zurücknimmt. Dafür kann der Film prinzipiell nichts, aber die deutsche Fassung sehr wohl.
Fazit:
Alles in allem hatte ich meinen Spass. #JackieChan in der Blüte seines Lebens läuft hier zu Hochtouren auf, eine Drosselung des Tempos ist maximal in der Mitte des Films zur Gerichtsverhandlung spürbar, um am Ende wieder zu einem furiosen Finale aufzufahren. Bravo. Die deutsche nachgeblödelte Fassung kann fand ich aber nur bedingt überzeugend.
Beitrag wurde zuletzt am 12.05.2026 06:43 geändert.
