Die Ungezähmten (Live-Action)Chen Qing Ling / 陈情令

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  • TypWeb
  • Episoden50 (~)
  • Veröffentlicht27. Jun 2019
  • HauptgenresActiondrama
  • HerkunftChina
  • Adaptiert vonLight Novel
  • ZielgruppeMännlich, Weiblich

Film Informationen

  • Film: Die Ungezähmten
    • China Chen Qing Ling
      陈情令
      Status: Abgeschlossen
      Veröffentlicht: 27.06.2019 ‑ 20.08.2019
    • Englisch The Untamed
      Status: Abgeschlossen
      Veröffentlicht: ?
      Publisher: Viki Inc., Netflix
    • Deutsch Die Ungezähmten
      Status: Abgeschlossen
      Veröffentlicht: ?
      Publisher: Viki Inc.
    • Synonyme: Mo Dao Zu Shi, Grandmaster of Demonic Cultivation

Film Beschreibung

Der sorgenfreie Wei Wuxian und der mit starkem Gerechtigkeitssinn ausgestattete Lan Wangji freunden sich im Jugendalter an und gehen gemeinsam auf Abenteuer, um die Welt vor Dämonen zu befreien. Dabei treffen sie immer wieder auf den starken Wen-Clan, der alle anderen Clans der Gegend unterdrückt. Während des verzweifelten Versuchs, die Menschen vor den Machenschaften des Wen-Clans zu beschützen, verschwindet Wuxian spurlos.

16 Jahre später taucht er genauso urplötzlich wieder auf und hat weiterhin das Ziel, die Menschen vor dem Wen-Clan zu schützen. Doch wo war er all die Zeit? Und wie hat sich die Situation mittlerweile verändert? Und was hat Wangji in den 16 Jahren gemacht, in denen sein bester Freund vermisst wurde?
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Film Trailer

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Film Forum

Film Rezensionen

Avatar: SabriSonne
Redakteur
#1
Vor einigen Jahren ist ein Anime aufgetaucht, den alle plötzlich unheimlich toll fanden. Ein gutes Jahr später taucht eine chinesische Webserie dazu auf, die nach ihrer Ausstrahlung zum erfolgreichsten chinesischen Drama aller Zeiten wird.
Ich habe sie lange vor mir hergeschoben, weil ich solchen Hypes immer sehr verhalten gegenüber stehe, und ich muss sagen, am Anfang hätte ich fast abgebrochen...


zur Handlung
Ein sehr zweischneidiges Schwert, kann man hierzu nur sagen.

Die Geschichte beginnt mit 2 Folgen, in denen man in eine Welt ohne Erklärungen im wahrsten Sinne des Wortes einfach hineingeworfen wird. Tausende Figuren, die man nicht vorgestellt bekommt, dazu tonnenweise an Wuxia-Fantasy und Martial Arts - ich bin ehrlich: man hat keine Ahnung, was da eigentlich abgeht.
Danach verabschiedet sich die Serie bis weit über die Hälfte in eine Geschichte vor 16 Jahren, die zu den ersten beiden Folgen hinführen soll. Endlich lernt man Figuren und Welt kennen, was zwar am Anfang durch die Schulthematik etwas schleppend von Statten geht, aber im Grunde alle wichtigen Figuren inklusive Charaktereigenschaften gut einführt.
Danach nimmt die Handlung deutlich an Fahrt auf, gerade dadurch, dass endlich Ziele und Motivationen sichtbar werden. Man hält sich nicht mehr zufällig mit irgendwem an irgendeinem Ort auf, sondern man macht dies nun mit Plan, sodass die Geschichte schnell voranschreitet. Dennoch hat die Handlung einige Längen, was bei 50 Folgen jedoch zu erwarten war. Viele Ideen sind Standard, bei manchen Stories fragt man sich überhaupt, welchen Sinn diese hatten, ebenso bei den beteiligten Figuren, und dadurch das man in den ersten beiden Folgen gewisse Charakterentwicklungen bereits vorgesetzt bekommen hat, ziehen sich manche Character-Arcs unnötig in die Länge. Allein die finale Auflösung hat geschlagene 4 Folgen gebraucht, und selbst dann sind noch nicht alle Fragen restlos beantwortet! Dies liegt sicherlich auch daran, dass viele chinesische Namen sehr ähnlich klingen und man nicht immer ein Bild vor Augen hat, aber v.a. liegt es an der verschachtelten Handlung. Versteht mich nicht falsch, vom methodischen Standpunkt aus ist die Handlung hervorragend aufgearbeitet, jeder Handlungsstrang führt zum nächsten und bildet im Endeffekt ein riesengroßes Netz, das erforscht werden will, aber selbst mit bestem Willen kann man sich nicht jede Kleinigkeit genau merken. Zwar werden wichtige Momente immer wieder mit Rückblenden gezeigt, aber was wer genau vor 30 Folgen mit irgendwem irgendwo ausgemacht hat, bekommt man einfach nicht mehr zusammen. Ich muss zugeben, ich habe nach der Serie erst einmal eine halbe Stunde gegoogelt, um meine Gedanken zu ordnen, so erschlagen war ich. Und das lag leider nicht nur an der Gesamtlänge der Serie: viele Storyelemente werden nicht hinreichend erklärt, besonders die Thematik rund um das magische Metall, sodass man sich viele Gedankengänge selbst zusammenreimen muss. Außerdem sind es zum Ende hin eindeutig zu viele Figuren, die in den Finalfolgen dermaßen viele Kettenreaktionen auslösen, dass man einfach den Überblick verliert. Hier ist dann wirklich ein Rewatch angebracht, weil man im Finale den Drang verspürt, die Kleinigkeiten zusammensetzen zu wollen, an die man sich jedoch nicht erinnert oder bei denen man im Vornherein nicht aufgepasst hat. Die Gesamtstoryline ist jedoch interessant genug, um zum Rewatch auf jeden Fall zu motivieren.

Dennoch ist "The Untamed" nicht unfehlbar. Das CGI ist stellenweise, v.a. bei den Monstern, so kitschig eingesetzt, die Zombies sehen teilweise aus wie aus einer mittelprächtigen Geisterbahn und auch die Kampfszenen habe ich schon besser choreographiert gesehen. Und gerade bei den Kampfszenen war ich in gewisser Weise enttäuscht, da schon allein die beiden Hauptdarsteller professionelle Tänzer sind. Ich habe das Gefühl, hier wurde einiges an Potential liegen gelassen.
Ebenso verschenkt "The Untamed" seine Ernsthaftigkeit mit seiner Kontinuität. Im einen Moment scheint der Gegner unbesiegbar, selbst wenn alle zusammenarbeiten, im nächsten Moment ist der Gegner so fasziniert von Feuer, dass alle vorbeischleichen können. Wenn man bedenkt, dass eben dieser Gegner keine 20min vorher von den Feuerangriffen unserer Helden vollkommen unbeeindruckt war, kann man hier nur die Augen verdrehen. An anderer Stelle wird während der Kampfaktion niemand wirklich getroffen, nach dem Kampf ist aber die Hälfte verletzt...?


zu den Charakteren
Die Grundlage von "The Untamed" ist eine BL-Geschichte, und ich muss sagen, ich bin der strengen chinesischen Zensur wirklich sehr dankbar, dass die Webserie keine BL-Elemente beinhaltet. Ich habe nichts gegen BL, aber hier in diesem Rahmen wären solche Elemente eindeutig störend gewesen, weshalb ich mit dieser Umsetzung der Thematik sehr zufrieden bin. Nichts desto trotz merkt man einen leichten BL-Vibe.
Ein Großteil der Tragfähigkeit der Handlung beruht auf der extrem guten Freundschaft zwischen den beiden Hauptfiguren. Diese funktioniert im Vergleich zu anderen Serien übertrieben gut, weil nicht nur die beiden Figuren durch ihre zwar im ersten Moment gegensätzliche, aber im Grunde gleiche Mentalität perfekt zusammen passen. Wuxian ist dabei zwar der typische Hauptcharakter, doch besitzt er eine dermaßen sympathische und bodenständige Ausstrahlung, dass man sich in der 1. Sekunde in ihn verliebt. Er wechselt während er Handlung zwischen niedlich verspielt, verantwortungsbewusst bis hin zum Bösen. Darsteller Xiao Zhan fängt dabei alle Emtionen hervorragend mit Mimik und Gestik ein, sodass Wuxian ein Charakter zum Nachvollziehen und v.a. Entdecken wird.
Lan Zhan als sein Gegenpart ist auch das genaue Gegenteil, extrem kühl, extrem still (es gibt Folgen, in denen er zwar in fast allen Szenen dabei ist, aber nur 3 Zeilen sagt! Kein Scherz! Von Mimik und Gestik mal ganz zu schweigen...!), doch auch er hat diese sympathische und v.a. vom Grunde seines Herzen auch warme Ausstrahlung - Respekt an Wang Yibo, der mit seinen 20 Jahren die Rolle so tiefgründig und vielschichtig nur über seine Aura ausführt!
Überhaupt machen die beiden Hauptdarsteller Xiao Zhan (Wuxian) und Wang Yibo (Lan Zhan) trotz über 6 Jahre Altersunterschied (27 - 20/21) nebeneinander eine hervorragende Figur (und das, obwohl beide Hauptberuflich aus dem Musikbereich kommen!), ihre Geschichte ist nachvollziehbar und v.a. wird sie durch die Musik auch aus einer anderen Ebene für den Zuschauer zugänglich gemacht. Dadurch entwickelt man schnell Sympathie und v.a. Empathie für die beiden und kann ihre Freundschaft auf eine ganz besondere Art und Weise genießen.

Insgesamt ist die schauspielerische Leistung extrem stark. Der Cast ist insgesamt sehr jung, Yibo mit 20 als Lead einer der jüngsten, auch der Rest sortiert sich in den 20ern. Dass ein so junger Cast eine Serie tragen kann, ist nicht selbstverständlich, aber hier gelingt es wirklich hervorragend. Klar gibt es auch Figuren, die man nicht leiden mag, aber die Bösewichte sehen tatsächlich böse aus und die vielschichtigen Figuren sind auch optisch allein in ihrer Mimik eine Augenweide. Im ersten Moment wirken viele Figuren eindimensional, doch hinter den meisten versteckt sich tatsächlich mehr als man vermuten mag. Kombiniert mit der komplexen Handlung macht es richtig Spaß herauszufinden, wer sich wirklich hinter dem Lächeln verbirgt. Einigen Figuren traut man so ziemlich alles zu, die sich jedoch im Vergleich zu manch anderen als harmlose Schäfchen herausstellen. Und hier spielt "The Untamed" eindeutig seine Stärke gnadenlos aus.

Mein persönlicher Favorit im Nebencast war Zhu Zanjin als Jin Guangyao - der Junge hat mehr Mimik in einer Augenbraue als manche im ganzen Gesicht! Und das kombiniert mit diesem Charakter war für mich eindeutig eine Augenweide!


Warum die Serie ein Meisterwerk ist? Sie ist rund - und das "nur" durch Musik!
Handlung und Charaktere allein zu kombinieren und daraus eine epische, grandiose Geschichte zu machen, ist zwar wichtig, aber noch lange kein Grund, warum eine Geschichte zu einem Meisterwerk wird.

Was für mich diese Serie erst perfekt macht, ist die Musik dazu. Die Musik verbindet in der Geschichte einfach alles, sie ist Träger von Emotionen und sogar unwesentlicher Bestandteil der Auflösung vieler Geheimnisse. Selbst die Tatsache, dass das Ending als Instrumentalversion in Verlauf der Geschichte eine dermaßen wichtige Rolle spielt, hinterlässt einen bleibenden Eindruck, da Emotionen angesprochen werden. Das Lied ist das Thema der Freundschaft zwischen Wuxian und Lan Zhan, das entsprechend ihrer Höhen und Tiefen mal gesungen, mal episch, mal traurig als Piano oder als Flöten- bzw. Guqin-/Zither-Version als persönliche Darstellung der Instrumente der beiden passend eingesetzt wird. Bedenkt man dann außerdem noch die Tatsache, dass das Ending von den beiden Hauptdarstellern gesungen wird, ergibt seine emotionale Gesamtkomposition, der man sich fast nicht mehr entziehen kann. Dadurch werden die Szenen zwischen Wuxian und Lan Zhan in der ohnehin schon fesselnden Handlung noch mitreisender und anziehender, man gibt sich emotional hin - und das nenne ich jetzt Kunst!

Und was im Endeffekt das ganze perfekt macht: wir durchbrechen nicht nur "the 4th Wall", wir reißen sie ein!
In der Serie schreibt Lan Zhan dieses Lied, als beide Charaktere am schwersten Punkt in ihrer Geschichte stehen. Wuxian übernimmt das Thema bald mit der Flöte. Das Ending stammt überraschenderweise aus der Feder von Wang Yibo, also dem Darsteller von Lan Zhan höchstpersönlich, der damals auch auf Xiao Zhan (Wuxian) zugekommen ist, um mit ihm gemeinsam dieses Lied aufzunehmen. Es mag Zufall sein, aber hier schließt sich für mich ein Kreis in der Geschichte, den es sonst nirgendswo gibt. Ebenso auch aufgrund der Tatsache, dass Lan Zhan das Lied in der Serie nie benennt, was Wuxian des Öfteren bemängelt, aber der Originaltitel, den sich Yibo ausgedacht hat, kann einfach nicht besser sein: "Unrestrained"

Und hiermit entsteht eine emotionale Multiplikation.
Als Zuschauer hat man bereits die ganze Serie lang eine Verknüpfung zwischen der Melodie und der Freundschaft zwischen Wuxian und Lan Zhan, doch in dem Moment, in dem Lan Zhan das Lied auf seiner Zither spielt, verwandelt er eine Hintergrundmusik in ein für alle realexistierendes Stück! Ab diesem Moment beginnen auch die beiden, dieses Lied mit ihrer Freundschaft zu verbinden, was im Endeffekt dazu führt, dass der Zuschauer als Person, Wuxian als Person und Lan Zhan als Person die tatsächlich gleiche Emotion in eben diesem Moment fühlen. Und wer sich dem noch entziehen kann...


Fazit
Ich hätte es nicht für möglich gehalten, da ich eigentlich der Typ bin, der die gehyptesten Serien immer am schlechtesten findet, aber hier war es anders!
"The Untamed" ist für mich eine der rundesten Geschichten, die zwar erst am Ende richtig zieht, aber einen nach einigen Folgen nicht mehr loslassen will! Großen Einfluss haben darauf nicht nur Handlung und Figuren, sondern für mich v.a. der beispiellose Einsatz von Musik, der Emotionen transportiert, Geschichten vernetzt und sogar als Charakterentwicklung als solche funktioniert! Und diese Emotionen, getragen von Musik, haben dann tatsächlich dazu geführt, dass ich in den finalen Szenen einige Tränchen vergossen habe! Und das Ende war perfekt!

Wer sich noch nie in chinesischen Serien versucht hat, kann "The Untamed" gerne als seine Einstiegsdroge verwenden. 50 Folgen können wie im Flug vergehen, auch wenn ich mir die Serie sicherlich irgendwann noch einmal geben werde, damit ich wirklich alle kleinen Fäden der Geschichte auch verstanden habe, aber da wird es sicher auch die Super-Cut-Version mit 20 Folgen tun^^
Beitrag wurde zuletzt am 13.01.2021 um 16:34 geändert.
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