Der Mann mit dem Karateschlag (1973)

Der Mann mit dem Karateschlag / 奪命客

Rezensionen – Der Mann mit dem Karateschlag

Hier findest Du sowohl kurze als auch umfangreichere Rezensionen zum Film „Der Mann mit dem Karateschlag“. Dies ist kein Diskussionsthema! Jeder Beitrag im Thema muss eine für sich alleinstehende, selbst verfasste Rezension sein und muss inhaltlich mindestens die Kerngebiete Handlung und Charaktere sowie ein persönliches Fazit enthalten. Du kannst zu einer vorhandenen Rezension allerdings gern einen Kommentar hinterlassen.
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Avatar: Mettwurst#1
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Gestern habe ich endlich mal einen Film nachgeholt, den ich schon ne Weile im Regal habe, aber der erstmal reifen musste, wie ein edler Wein…. „Duo ming ke“ aus dem Jahr 1973, auch bekannt als „Killer in the Dark“ oder „Der Mann mit dem Karateschlag“. Ein #Thriller der Gattung #Giallo. Allerdings handelt es sich um keinen italienischen, ja nicht mal einen europäischen Film. Dieser Giallo entstand als Ko-Produktion zwischen #Thailand und #HongKong. Das einzige, für westliche Zuschauer vielleicht bekanntere Gesicht, ist Bolo Yeung, der hier einen Wahnsinnigen spielt. Bei allen anderen muss der Zuschauer wahrscheinlich tiefer in der Materie stecken, um diese zuordnen zu können. Ich kanns nicht.

Handlung:
Ein Killer schleicht umher und tötet promiskuitive Frauen. Kurioserweise alles Damen, mit denen der fesche Ching Li Affären oder One Night Stands hatte. Eine ihm befreundete Reporterin und deren Verlobter ermitteln in der Angelegenheit parallel zu Zweien. Hat alles mit einem mysteriösen Flugzeugabsturz in Thailand zu tun? Oder ist Ching Li der Killer?…

Meine Meinung:
Mehrere Dinge finde ich an dem Film überraschenderweise ganz famos. Erstmal die Tatsache, dass die Giallo-Formel offenbar ne gewisse Bekanntheit in Thailand und Hong Kong hatte und ein gewisser Tung-Min Chen sich sagte: „Yo, sowas können wir auch!“.

Und dann wird bewiesen, dass er genau weiss, was alles dazugehört: Rasiermesser, schwarze Handschuhe, knallige Farben, Rumgebumse, penetrante Musik, undurchsichtige Typen, ein Ermittler, der nichts zuwege bringt, sauber. Lediglich mit #Gewalt wurde sich auffällig zurückhaltend gezeigt; im Allgemeinen wirkt der Film stellenweise bisschen holprig in gewissen Schnitten. Auch manche Übergänge und Panik-Momente wirken unglaubwürdig bis willkürlich. Da geht der Film dann meines Erachtens nach deutlich in die Knie, obwohl die Auflösung am Ende auch nicht schlechter ist als in den italienischen Originalen und der Mörder sogar eine Erklärung für seine Greueltaten parat hat.

Insgesamt würde ich den Film eher als Kuriosum werten. Ich fand ihn nicht ganz so gut, wie den kürzlich vorgestellten „The Butterfly Murders“ von #TsuiHark, aber tatsächlich auch nicht ganz so verheerend, wie beispielsweise „Play Motel“. Und weil „Killer in the Dark“ vermutlich auch in China selbst so kurios war, war es dem deutschen Publisher #FilmArt oder irgendwelchen anderen im Ausland bislang wohl nicht möglich, da ein Masterband von aufzutreiben. Dementsprechend sieht der Film halt aus wie ein VHS-Rip aus, der er wahrscheinlich auch ist. Fairerweise wurde er deswegen auch nur günstig auf DVD gepresst. Reicht. Wer sich ihn gönnen mag, weiss hiermit, was zu erwarten ist.
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