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Rezensionen – Busanhaeng

Avatar: Nyan-Kun#1
Eher zufällig hab ich diesen Film mit angesehen als mein Bruder den auf Netflix abspielte.
Ein komplexer Plot steckt da nicht dahinter. Im Grunde genommen geht es um einen Fondsmanager, der mit seiner Tochter an ihrem Geburtstag zu der Mutter in die Stadt Busan fahren will. Hierzu steigen sie in Seoul in den Zug. Bereits schon am Bahnhof nahm das Unheil seinen lauf als ein Bahnmitarbeiter angegriffen wird. Ein Mädchen schafft es schwer verletzt in den Zug Richtung Busan. Es vergeht nicht allzu viel Zeit als das Mädchen plötzlich die Zugbegleiterin angreift, die ihr helfen wollte und sie beißt.

Ja man merkt schon an der kurzen Beschreibung, dass es sich hier um einen Zombiefilm handelt. Eigentlich bin ich Zombiefilme mittlerweile ziemlich überdrüssig geworden und "The Walking Dead" hat sich auch schon seit Jahren völlig zu tode gelaufen. Der Film schafft es aber tatsächlich die Spannung über lange Strecken aufrecht zu erhalten. Die Zeit verging wie im Fluge. Bei der Inszenierung der Zombies hat man sich mehr an die aus "28 Days Later" und "World War Z" orientiert oder besser gesagt abgekupfert. Gleiches gilt auch für ein paar Herangehensweisen der Protagonisten. Leider hat man auch die typischen Dummheiten und Logiklöcher anderer Zombiefilme übernommen.
Insofern bietet der Film nichts neues, macht aber auch nichts wirklich schlechter. Zunächst mal war ich überrascht wie aufwendig dieser Film produziert wurde. Bild, Action, Kamera- und Regieführung, Kulisse/Schauplätze (alles echt und nicht im Greenscreen in einem Studio!), Schauspiel. Es war alles top. Man konnte dem Film schon sein hohes Budget anmerken. Quasi der krasse Gegensatz zu einem anderen amerikanischen Zombiefilm, dass in einem Flugzeug spielt und ein ähnliches Konzept hat.
Einzig die CGI-Effekte stießen an ihre Grenzen. Da sollte man keine Hollywood-Blockbuster Qualität erwarten. Dennoch merkte man da, dass die Macher sich Mühe gaben, die Effekte möglichst gut aussehen zu lassen, sodass es für mich nicht allzu sehr ins Gewicht fiel.

Wie gesagt war die Action im Zug sehr spannend inszeniert und man konnte gut dran bleiben. Im Film hatte man sich auch auf die sozialen Aspekte konzentirert, wie sich Menschen in solch einer Extremsituation verhalten. Das fand ich gut gemacht und durchaus nachvollziebar geschrieben. Weniger gut war die plumpe Gesellschaftskritik in Sachen gierige und egozentrische Fondsmanager und CEOs. Viel zu sporadisch aus dem nichts heraus und dann auch nicht wirklich in die tiefe gehend. Scheinbar wollte man dieses Thema noch irgendwie in den Film mit rein packen hatte jedoch keine Zeit mehr das wirklich richtig zu verarbeiten und das obwohl, dies indirekt für den Ausbruch der Zombieapokalypse eine Rolle spielte.

Was die Charaktere anbelangt so bietet der Film nicht allzu viel neues. Nett fand ich, dass man aus dem Fondsmanager keinen strahlenden Helden machte. Auch er denkt zunächst an sich selbst und seine Tochter. Der Obdachlose, der irgendwie mit in die Truppe um dem Fondsmanager hinzu gestoßen ist fand ich durchaus interessant. Das war mal was anderes. Der mit Abstand konventionellste Charakter und absolut Klischee pur war der CEO der Zugfirma, der auch mit im Zug war. Mein Gott hatte er genervt. Da musste ich ständig mit den Augen rollen, nicht zuletzt, da er durch sein egoistisches Verhalten diverse Protagonisten in den Tod befördert hatte, teils beabsichtigt, teils billigend in Kauf genommen. Den restlichen Cast fand ich mal in Ordnung, mal dumm.
Die Schauspieler waren größtenteils auch ganz gut und haben zumindest so gespielt, dass auch westliche Zuschauer nicht völlig von abgeschreckt werden.

Insgesamt ein durchaus solider Zombiefilm, der durchaus mal nette Einfälle hat und spannend war, aber im großen und ganzen nichts neues bietet. Wer von Zombiefilmen aufgrund entsprechender Klischees die Nase voll hat wird auch mit diesem Film keine Offenbarung vorfinden. Wenn man es aber schafft über einige Dummheiten der Figuren hinweg zusehen kann damit durchaus seinen Spaß haben. Der Film ist auch für westliche Zuschauer sehr einsteigerfreundlich. Wer mit asiatischen Filmen so seine Schwierigkeiten hat kann sich diesen Film ohne weiteres anschauen.
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