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Rezensionen – Kore wa Zombie Desuka?

Avatar: Nyan-Kun#1
Wäre es wirklich pure und sehr flache Nonsense Komödie auf der Ebene von Pani Poni Dash ohne Sinn und Verstand hätte mir das ganze auch besser gefallen. An einigen Stellen gaukelte die Serie jedoch eine gewisse Tiefe vor, was die Geheimnisse der Charaktere anbelangt. Genau da wurde es etwas ernster von der Stimmung her und genau da fing ich unterbewusst an nach irgendeiner Logik zu suchen.
Hat wie ich finde dem ganzen am Ende völlig das Genick gebrochen. Bei mir kam dann noch hinzu, dass ich die Charaktere völlig unsympathisch fand, aber das sieht wohl jeder anders.

Hatte übrigens die Hoffnung gehabt, dass das ganze so schlecht wird, dass es schon lustig ist. Am Ende war es so schlecht, dass es für mich eher ermüdend war. Schade.
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Rezensionen – Miira no Kaikata

Avatar: Nyan-Kun#2
Seichte Feel Good SoL Animeserien mit einer ordentlichen Portion Zucker gibt es massenhaft. Da ist es nicht immer leicht aus dieser Masse herauszustechen. Auf der Suche nach neuem SoL Stoff zum ausklinken eines harten und stressigen Wochentags bin ich eher zufällig auf How to Keep a Mummy gestoßen. Und tatsächlich war diese Serie goldrichtig gewesen. Ich werde kein Geheimnis draus machen wie sehr ich diese Serie lieb gewonnen habe. Im folgenden werde ich das genauer ausführen.

Handlung

Doch worum geht es in der Serie eigentlich?
Sora Kashiwagi bekommt eines Tages von seinem abenteuerlustigen Vater aus Ägypten einen riesigen Sarkophag zugeschickt. In dem vom Vater beigelegten "Brief" erklärt er, dass es sich um eine Mumie handelt. Schnell schrillen bei Sora die Alarmglocken. Hat der Vater in der Vergangenheit doch immer wieder ziemlich lebensgefährliche Dinge an ihn geschickt. Als der Sarkophag geöffnet wird kommt allerdings ein kleines knuffiges Wesen hervor, was man am ehesten noch als bandagierte Puppe bezeichnen könnte. Sora zeigt sich zunächst irritiert. Verschwendet jedoch keine Zeit dieses kleine Ding wieder los zu werden. Jedoch weigert es sich wieder in den Sarkophag zu gehen und von Sora zurückgeschickt zu werden.
Nach einer Weile schafft es diese kleine Mini-Mumie Sora davon zu überzeugen, dass er hier bleiben darf. Und ehe man es sich versieht hat diese kleine Mini-Mumie nicht nur Soras Herz, sondern auch das der Zuschauer mit seiner unglaublichen Niedlichkeit erobert. Schließlich bekommt er von Sora auch einen Namen: Mii-Kun

Soweit die Ausgangslage. Aber nicht nur Sora bekommt einen knuffigen Partner an die Seite. Im laufe der Serie kommen noch einige weitere niedliche Wesen vor, die die Herzen ihrer neuen Partner erobern. So viel Vorweg. Gemeinsam bilden sie mit Sora und Mii-Kun schnell eine Art Stammtisch für Fabelwesen Besitzer, die sich über ihre Erlebnisse mit denen austauschen und gemeinsam was unternehmen.

Doch Moment Fabelwesen? Wie ist es denn dazu gekommen?
Nun das wäre ein Punkt, der zu Beginn etwas irritierend sein dürfte. Das das Universum in dem die Serie spielt sehr fantasylastig ist wird einem zunächst nicht wirklich bewusst. Die Existenz und das Wissen von diesen Fabelwesen und auch diversen japanischen Gottheiten wird hier sozusagen als gegeben gesehen. Und so überrascht es nicht, dass Sora und co. an sich nicht wirklich überrascht sind als sie auf weitere Fabelwesen stoßen. Sora selbst hatte schon als kleines Kind recht früh Bekanntschaft mit Fabelwesen gemacht. Die Mehrheit der Menschen betrachtet all das natürlich als Legende oder Märchen.

Vielleicht merkt ihr schon, dass ich mich an diesem Punkt etwas aufstoße. Denn "How to Keep a Mummy" erweckt nicht mal ansatzweise den Eindruck, dass es sich um eine Fantasyserie handelt. Klar ist das allein wegen den verschiedenen Fabelwesen Fantasy, aber es fühlt sich einfach nicht so an. Verwundert hat mich, dass nicht nur Sora, sondern auch alle anderen kaum wirklich überrascht waren. Hallo?! Da fliegt ein kleiner Mini-Drache durch die Gegend oder ein Oni-Kind macht Schabernack und die Protagonisten reagieren so als würden sie ein süßes Kätzchen vor sich sehen. Etwas mehr Verwunderung, Verblüffung, Erstaunen hätte ich angesichts dieser Fabelwesen nicht schlecht gefunden. So hätte ich reagiert. Mag jeder so sehen wie er will, aber das hatte meinen Eindruck an der Serie doch noch etwas getrübt, aber auch nur ein wenig.

Darüber hinaus hat die Handlung nicht wirklich viel außergewöhnliches zu bieten. Hin und wieder gibt es ein paar Backgroundstorys zu den Protagonisten und den Fabelwesen, die ziemlich rührend und süß sind. Ansonsten lebt die Serie natürlich vor allem durch die wirklich herzallerliebsten Fabelwesen. Allen voran Mii-Kun.

Für die Handlung gibt es insgesamt 3 von 5 Zuckerwürfel.

Animation

Eins Vorweg. In diesem Punkt schließe ich auch den Zeichenstil und das Charakterdesign mit ein, auch es streng genommen verschiedene Punkte sind. Der Übersicht halber fasse ich das aber zu einem Punkt zusammen.

Der Chibi-Faktor wird hier ganz groß geschrieben bei den Fabelwesen. Jeder von diesen Wesen sieht unglaublich süß aus. Trotz ihres schlichten Stils, vor allem bei Mii-Kun, funktioniert das grandios und man möchte jeden einzelnen von ihnen so richtig durch knuddeln. Vielmehr möchte ich dazu auch gar nicht sagen als, dass das Design dieser Fabelwesen einem einen richtigen Zuckerschock versetzen kann. Guckt euch die Bilder von diesen Fabelwesen an und überzeugt euch selbst.
Ähnliches gilt auch für die Hauptprotagonisten. Allerdings hat man es bei dem Design dieser Personen es nicht mit einer Weltrevolution zu tun. Irgendwie hat man diese woanders schon mal gesehen. So mein Eindruck.
Die Welt ist sehr hell und farbenfroh gehalten, was zum unschuldigen Touch und Feeling der Serie passt.
Bei der Animation an sich ist mir jetzt nichts großes aufgefallen. Weder im negativen noch im positiven Sinne. Kann man sich gut angucken.

Dafür gibt es 4 von 5 Zuckerwürfel. Da haben das Design und die putzigen Animationen der Fabelwesen den Ausschlag gegeben.

Charaktere

Kommen wir nun zum wichtigsten Punkt der Serie: Den Charakteren.Viele SoL Serien stehen oder fallen mit den Charakteren. Wenn diese nichts taugen oder einem überhaupt nicht zusagen kann man sich die Serie auch gleich sparen.
Fangen wir mal mit den wichtigsten an. Da haben wir erst mal Sora Kashiwagi. Ich nenne ihn mal den netten Musterknaben, der gerne den Haushalt schmeißt und dabei stets nett lächelt (könnte somit auch der moderne Jesus sein). Was anderes ist er auch nicht. Er kann gut kochen, ist stets um seine Freunde bemüht, kümmert sich um seine Mitmenschen und würde niemandem eine Bitte ausschlagen. Ich weiß nicht so recht, aber irgendwie ging er mir im laufe der Serie immer mehr auf dem Sack. Um es mal so zu formulieren. Er war so dermaßen sympathisch, dass er einem schon unsympathisch wurde. Wie wenn man zu viele Bonbons gegessen hat und danach ordentlich Zahnschmerzen bekommt. Der einzige Grund weshalb er bei mir noch nicht ganz unten durch ist, ist der das er sich so liebevoll um Mii-Kun kümmert und letzterer dabei so dankbar und glücklich ist, dass man schon wieder dahinschmilzt.
Tazuki Kamiya ist der langjährige Kindheitsfreund von Sora. Beide kennen sich schon seit dem Kindergarten. Tazuki ist im Grunde genommen der typische kühl tuende Schönling mit mysteriöser Vergangenheit oder Geheimnis den man schon in dutzenden Animes zu sehen bekommen hat (Marke Harte Schale, weicher Kern) und das auch noch meist als bester Freund des Hauptprotagonisten wie auch hier. Anders als in den anderen Fällen geht man hier natürlich auch auf seine Beziehung zu den Fabelwesen ein, was dann doch noch recht interessant war, vor allem im Rückblick auf seine Vorgeschichte mit denen.
Asa Motegi ist die Klassenkameradin von Sora und Tazuki und an sich hatte sie mit den beiden Jungs auch nicht so viel am Hut bis auch sie Bekanntschaft mit einem Fabelwesen machte. Ihre herausstechendsten Eigenschaften dürfte ihre große Angst vor Reptilien und ihre fast schon übermenschliche Stärke sein, was man angesichts ihres zierlichen Körpers wohl nicht für möglich gehalten hätte. Im großen und ganzen ist sie jedoch eine liebe Person, die sich schnell mit Sora und den anderen Protagonisten anfreundet.
Daichi Tachiaki ist der letzte, der der Fabelwesen-Truppe beitritt. Lange wurde er von Albträumen gepeinigt, die ihm keine Ruhe gelassen hatten und das wohl schon seit seiner Kindheit. Das hat auch Auswirkungen auf sein (Sozial-)Leben. In der Schule gilt er als Verrückt, ist gewalttätig und hat sogar Hausverbot im Krankenzimmer. Sora war der erste, der für Daichi ein offenes Ohr hatte und ihm geholfen hat. Seit auch er ein Fabelwesen hat, dass seine Albträume regelmäßig verspeist ist er wie ausgewechselt. Im Grunde seines Herzens ist er ein sehr zurückhaltender und höflicher Mensch, der keiner Fliege was zu Leide tun würde.

Dann gibt ja noch die Fabelwesen. Für mich die eigentlichen Stars der Serie. Neben der Mini-Mumie Mii-Kun, der Sora über alles liebt hätten wir noch im Petto ein Oni-Kind namens Conny, der zu Beginn Tazuki Kopfzerbrechen bereitet, einen Mini-Drachen namens Isao, dass treu auf Asa aufpasst und überaus clever ist und ein knuffiges Blau-weißes Wesen namens Mümmler, dass wie schon gesagt sich von Daichis Albträumen ernährt. Jeder einzelne von denen hat so den ein oder anderen größeren Auftritt, wo er sich von der besonders niedlichen Seite zeigen kann.

Abgerundet wird dies noch mit dem ein oder anderen interessanten Nebencharakter wie etwa Soras Tante Kaeda, die immer hart am arbeiten ist und zwei Seiten hat. Einmal die "Feme Fatal", wenn sie ihre Brille auf hat und dann noch eine etwas schrullige Seite, wenn sie privat zu Hause ist. Pochi, der Hund von Sora hat auch noch so seine Momente. Natürlich auch mit Mii-Kun

Summa Summarum kommt ich bei den Charakteren auf 4 von 5 Zuckerwürfel. Daichi und die Fabelwesen haben da den Ausschlag gegeben. Die anderen recht schwachen Hauptcharaktere haben die Wertung fast auf eine 3 abstürzen lassen, aber da diese die Minderheit darstellen bleibt es noch bei einer 4.

Musik

Normalerweise sage ich nichts zur Musik. Doch diesmal hat diese meine Aufmerksamkeit erregt. Der Original Soundtrack passt wunderbar zur aufgeweckten Stimmung der Serie und bringt auch ein paar "ägyptische" Klänge mit rein. Statt stupide billig zusammen gemixte Elektro-BGM aus dem Computer zu nehmen wurden vor allem auf Xylophon und Klavier, vereinzelt auch auf Blasinstrumente, zurückgegriffen. Es klingt alles stimming und man merkt auch, dass dafür etwas mehr Zeit investiert wurde. Das verleiht dem ganzen eine markante Note und lässt die Serie auch nicht beliebig wirken.
Auch markant sind der Opening und Ending Song. Der Opening Song Fushigi na Tabi wa Tsuzuku no sa klingt locker und sprüht geradezu über vor guter Laune, womit man perfekt auf die kommende Folge eingestimmt wird. Manch einer wird wohl bei dem Song sagen, dass es eher ein Opening Song für eine japanische Dauerwerbesendung ist. Auch bei mir kam diese Assoziation das ein oder andere mal auf. Wird insofern nicht jedem gefallen.
Der Ending Song Rosetta Stone hatte mir dann noch ein Stückchen besser gefallen. Im Grunde genommen gibt es da zwei Abschnitte. Einmal den Chibi Teil mit den tanzenden Protagonisten, wo man auch gemütlich aus der Serie ausgeklingt wird und der zweite Teil, wo es noch einen kleinen Nachschlag an Tanzeinlage gibt, der auch etwas fetziger daherkommt und wieder "ägyptische" Klänge mit reinmischt. Hat mir im großen und ganzen sehr zugesagt.

Für das musikalische Gesamtpaket gibt es volle 5 Zuckerwürfel.

Fazit

"How to Keep a Mummy" ist eine richtig schöne Feel Good Serie, die einem sofort ein strahlendes Lächeln ins Gesicht zaubert. Sämtliche Fabelwesen sind richtig niedlich und einige andere Charaktere auch. Beim feminin wirkenden Sora hat man es mit der Sympathie eine Spur zu weit getrieben, aber das ist ebenso wie die abrupte Veranschaulichung der Fantasy-Gegebenheiten verschmerzbar, zumal es in erster Linie um den niedlichen Mii-Kun und seine Fabelwesen-Freunde geht. Alles andere ist schon mehr Beiwerk. Dabei versteht die Serie es ganz gut die besonders liebenswürdigen Momente hervorragend zu präsentieren ohne jedoch die herzzerreißenden und -erwärmenden Augenblicke außer acht zu lassen, was es nur umso liebenswürdiger macht.
Der schöne Soundtrack rundet das ganze noch ab und macht die Serie noch zusätzlich unvergesslich.

Jeder der genug vom grauen, tristen Alltag hat und sich mal an was schönem erfreuen möchte kann ich "How to Keep a Mummy" nur wärmstens empfehlen.
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Rezensionen – Shoujo Shuumatsu Ryokou

Avatar: Nyan-Kun#3
Auch da sind wir einer Meinung. Der Fokus der Serie lag da ganz klar auf Chito und Yuuri und wie sie in dieser Welt zurecht kommen und das fand ich alles sehr gelungen umgesetzt.

Abgesehen, dass ich diese postapokalyptische Welt eine Spur zu freundlich gesinnt empfand hab ich mich zwischenzeitlich auch gefragt wo denn all die anderen Menschen abgeblieben sind. Weder hat man irgendwo Leichen/Skelette noch irgendwelche Massengräber gesehen. Dazu könnte man sich alle möglichen Theorien ausdenken.
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Rezensionen – Shoujo Shuumatsu Ryokou

Avatar: Nyan-Kun#4
Wollte eigentlich selbst noch eine Rezession zu dieser Serie schreiben, aber deine Rezession beschreibt schon sehr gut was ich von dieser Serie halte.
Ein paar logische Schwächen hat die Serie aber schon. Über die kann man jedoch wegen Chito und Yuuri, die wirklich grandios geschrieben sind, gut hinwegsehen. Auch die ruhige Inszenierung, die eine leichte Melancholie und putzigen Humor in sich trägt weiß sehr zu überzeugen.
Für mich war die Serie ein richtiger Volltreffer gewesen.
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Rezensionen – Kanojo to Kanojo no Neko: Everything Flows

Avatar: Nyan-Kun#5
Zunächst mal muss ich sagen, dass ich den Werken von Makoto Shinkai etwas distanzierter gegenüber stehe. Sie sind keinesfalls schlecht, aber Meisterwerke sind diese für mich bisher (noch) nicht. Da mangelt es noch an einer interessanteren und intensiveren Charaktergestaltung und die Storys könnten auch noch etwas mehr Feinschliff vertragen, vor allem vom Gesamtbild und der Erzählung her. Das Potenzial ist aber auf jeden Fall da. Shinkais Spezialität sind Geschichten zwischen zwei Hauptcharakteren, die eine enge Bindung zueinander haben bzw. wo sich eine solche Bindung noch herauskristallisiert. Das ganze spielt sich dann in der realen Welt ab, zum Teil mit phantastischen Elementen.

She and Her Cat: Everything Flows bildet da keine Ausnahme. Doch worum geht es in dieser kleinen, aber feinen Miniserie bestehend aus 4 kurzen Episoden:

Hier wird die Beziehung zwischen einer jungen Frau und ihrer Katze näher beleuchtet, die schon seit ihrer Kindheit zusammen waren. Dabei wird die ganze Geschichte in einem recht sachlichen Tonfall von der Katze erzählt. Wie ich finde eine sehr schöne Idee. Kann der Kater aus seiner Sicht nicht alles richtig erfassen, während einem als Zuschauer durchaus klar ist mit welchen Problemen und Sorgen sie die junge Frau herumschlagen muss. So fügt sich das ganze zu einem recht interessanten Gesamtbild. Die nüchterne Erzählweise des Katers in Verbindung mit dem was man als Zuschauer über das bisherige Leben der Frau zu sehen bekommt lässt das ganze um einiges emotionaler werden. Und je mehr man über die beiden erfuhr umso rührender wurde das ganze bis zum großen Finale, was, wie man das von Shinkai kennt, eine gewisse Tragik beinhaltet.

Was die Charaktere betrifft so finde ich sie von allen Shinkai Werken so ziemlich am besten gelungen. Der Kater kommt durch seine nüchternen Off-Kommentare erstaunlich gefasst und doch sogleich wissbegierig rüber. Kann er doch nicht so recht verstehen, was mit der guten Frau los ist und ist entsprechend bemüht dies zu erklären. Von der jungen Frau erfährt man zu Beginn noch nicht so viel. Im laufe der Geschichte kommen aber immer mehr Puzzlesteine zusammen, die den bisherigen Lebensverlauf der Frau aufzeigen. An sich ist sie eine ganz normale Frau. Es ist auch hier die Erzählweise und Inszenierung, die dafür sorgen, dass man mit ihr mitfühlt, ihre Lage nachempfinden kann und sie einem nicht völlig egal ist.

Apropo Inszenierung. Die Regie, Animation und Bildkompositionen sind absolut erste Klasse. Das ist für mich ohnehin das Steckenpferd von Shinkai. Das kann er und hat es auch immer wieder bewiesen. Da die Geschichte aus der Sicht des Katers erzählt wird hat man auch die Bildführung entsprechend dem angepasst, sodass man auch als Zuschauer die Geschichte aus der Sicht des Katers sieht. Hin und wieder gibt es noch einige Totalaufnahmen, damit man kurz einen Überblick über die Lage bekommt oder wenn die Sicht rüber zur Frau wechselt.
Die Animationen sind auch angenehm flüssig und detailreich, wodurch das ganze noch ein gutes Stück lebendiger wirkt.

Fazit: Mit She and Her Cat: Everything Flows hat Makoto Shinkai es geschafft in nur wenigen Folgen, die jeweils auch nur knapp 8 Minuten dauern eine sehr schöne und emotionale Kurzgeschichte zu erzählen. Die Geschichte ist an sich nichts großes. Es ist aber die intensive Inszenierung, die diese Kurzgeschichte so "groß" macht. Nach nur wenigen Minuten ist man direkt drin in der Geschichte. Hin und wieder denke ich mal an diese Katze und dessen ruhigen gedankenversunkenen Kommentare.
Für mich so ziemlich das beste Werk von Shinkai, wo er auch perfekt seine Stärken ausspielen konnte. Bei seinen Filmen hapert es für mich meist an der eigentlichen Geschichte. Entweder sie verliert irgendwann ihren Fokus auf das wesentliche oder sie weiß nicht wann es genau zu Ende gehen soll und dümpelt dann schließlich langsam zum eigentlichen Ende vor sich hin. Darunter leiden auch die Charaktere, die dann auch entsprechend blasser werden. Was das anbelangt hinkt er dem Altmeister Hayao Miyasaki noch um einiges hinterher.

Wenn Shinkai diese Defizite noch ausbessert und sich weiterentwickelt, sodass seine Kinofilme konstant ihre gesteckten Ansprüche und Qualitäten halten können dann wird er noch ganz großes auf die Beine stellen können.
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Rezensionen – Mutafukaz

Avatar: Nyan-Kun#6
Mutafukaz ist soweit ich gesehen habe eine französisch-japanische Co-Produktion. Da waren neben dem Studio 4°C mit Ankama auch ein französisches Studio beteiligt. Die komplette Story wurde von Franzosen geschrieben. Die Japaner hatten also nur die technische Seite beigesteuert.
Auch wenn Mutafukaz damit technisch gesehen ein Anime ist sehe ich diesen Film nicht wirklich als solchen. Da hat für mich "Big Fish & Begonia" mehr von einem Animefilm, obwohl das ein rein chinesischer Animationsfilm ist.

Inhaltlich behandelt Mutafukaz zudem auch mehr westliche Themen.
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Rezensionen – Da Yu Hai Tang

Avatar: Nyan-Kun#7
Diesen großartigen chinesischen Animationsfilm hatte ich letztens im Kino gesehen und das hat sich definitiv gelohnt. Denn man merkt sofort, dass dieser Animationsfilm für die große Leinwand gemacht wurde und die ganze Parallelwelt vor allem dort so richtig gut zur Geltung kommt.
Da die anderen Rezensenten vor mir alles wichtige gesagt haben möchte ich auch nicht allzu viele Worte verlieren.

Nur ein paar weitere Anmerkungen:

- Die Story fand ich an sich ganz gut und beinhaltet eine interessante Botschaft, die zum Nachdenken anregt. Zumindest ich hatte mich nach dem Kinobesuch einige Gedanken zum Thema Tod gemacht und ob man das wirklich verhindern oder gar Rückgängig machen kann. Wie man es sich auch ohne den Film gesehen zu haben denken kann ist er mit einem sehr hohen Preis verbunden.
Den Verlauf der Story fand ich nicht unbedingt zu 100% vorhersehbar und bietet so einige unerwartete Überraschungen. Hatte auch keine großen Längen gehabt und verlor nicht den eigentlichen Fokus der Story aus den Augen (etwas was mich leider bei den Animefilmen Your Name und A Silent Voice doch sehr gestört hatte) Am Ende bleiben ein paar kleine Fragen offen, von denen einige bewusst offen gelassen wurden und eine scheinbar unbeabsichtigt.
So bleibt völlig unklar was es mit der Rattendame auf sich hat. Ihre Rolle bleibt bis zum Ende dem Zuschauer völlig verschlossen. Fast schon nebenbei und so als hätte sie es von Anfang an so ausgelegt nutzt sie die Gelegenheit und verschwindet nahezu unbeachtet und unbehelligt in die Menschenwelt. Ab da wirkte es ein wenig so als hätte der Film diese Rattenfrau vergessen. Hatte mich da etwas gewundert.
Jedenfalls hatte das ganze keinen brachialen Cliffhangar Charakter, der nach einem zweiten Teil förmlich schrie. Das fand ich noch in Ordnung.

- Die Charaktere fand ich nett, aber nicht wirklich spektakulär. Wie Asane gesagt hat kann man die Charaktere recht leicht kategorisieren und stereotyp aufteilen. Die etwas naiven Jugendlichen, die sich für das gute Einsetzen und den ängstlichen Älteren trotzen, die weisen Großeltern, die über allem schweben und natürlich die restlichen Erwachsenen und Bewohner, die allerdings eher zu kurz kommen und größtenteils die Gegenfront darstellen. Einzig die bizarre Rattenfrau und der mysteriöse Seelenhüter ragten für mich etwas heraus. Nichtsdestotrotz wurden zumindest die Hauptcharaktere und deren Lage und Beziehung sehr intensiv und emotional dargestellt. Hat mir gut gefallen.

- Das größte Highlight war für mich bei dem Film die erstklassige Animation und die sehr gelungene Cinematographie. Alles wurde sehr schön, lebendig und flüssig animiert. Die Paralellwelt versetzt mich noch immer in staunen. Hatte mich vom Stil her sehr an eine Mischung aus Avatar/Korra und Studio Ghibli Film erinnert. Eine richtige Augenweide, die vor allem auf der großen Leinwand Spaß gemacht hat.

Insgesamt kann ich Big Fish & Begonia nur wärmstens empfehlen. Es ist ein Animationsfilm, dass einen sofort in eine andere Welt hineinzieht. Da können sich wie ich finde viele japanische Animeregisseure auch eine Scheibe von Abschneiden. Abgesehen von Miyazaki und den anderen (Ehemaligen) von Ghibli kam für mich bis jetzt noch kein Animefilm an die Qualitäten von Big Fish & Begonia heran, was Storytelling und zum Teil Cinematographie anbelangt.
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