#1"Kaiten no Albus" ist ein Manga über Zeitreisen. Oh-nein.
Oh-nein, weil ich Zeitreisen hasse. Dementsprechend ist es ein Wunder, dass ich 61 Kapitel von ihm las und noch weiterlesen möchte. Trotzdem fand ich die Zeitreisen doof.
In "Kaiten no Albus" geht es um den Held Albus, der sich merkwürdig verhält. Er skipt events, umgeht NPCs, nimmt Abkürzungen - moment, Speedrunt er etwa?!
Ja, obwohl Albus noch nie ein Videospiel spielte, denn das hier ist kein Isekai, verhält er sich wie ein Speedrunner. Als Held hat er nämlich die Fähigkeit, in die Vergangenheit zu reisen, sobald er stirbt. Also hat er seine Quest schon dutzende Male neu gestartet. Auch wenn er schon bei seinem 12. Versuch den Dämonenkönig schlagen konnte, so verlor er jemand wichtigen dabei. Um seine perfekte Zukunft zu schaffen, wiederholt er seine Mission also trotzdem weiter und versucht möglichst schnell zu sein, weil das der einzige Weg ist, um seinen Kameraden zu retten.
"Kaiten no Albus" wird aus zwei Gründen lesenswert. Zum einen ist es sehr unterhaltsam, einen Speedrun als Geschichte zu sehen. Es gibt nicht viele Manga/Manhwa/... die eine solche Geschichte haben (ich kenne, mit "Kaiten no Albus", nur zwei) und so ist das Konzept nicht nur frisch, sondern es ist einfach auch extrem witzig, wie Albus Abkürzungen nimmt, Quests ausweicht oder seine Kameraden verdutzt, wenn er die Zukunft vorraussagt und so ein Attentat reflektiert.
Der andere Grund ist die Erzählweise. Der Manga ist chronologisch gehalten, hat aber extrem viele Timeskips, Rückblenden und sonstige erzählerische Mittel, die einem Leser so ein bisschen das Gefühl geben, das Albus auch haben muss. Besonders cool ist, dass das genutzt wird, um immer wieder auf Plottwists oder ähnlichem hinzuweisen, bis die Zeitstränge vereint werden und so offenbart wird, was jetzt das Geheimnis ist, auf welches die ganze Zeit hingewiesen wurde. Dadurch fühlen sich die Charaktere oft auch besonders an und es macht Sinn, wieso Albus sie so gerne mag, obwohl wir sie nicht lange sahen: Albus kennt sie seit mehreren Wiederholungen. So ist es verständöich, manchmal sogar mitreißend, wenn den Charakteren etwas zustößt oder wenn sie etwas erreichen, obwohl der Manga sich nicht viel Zeit gibt, um sie einzuführen.
Kommen wir zu meiner größten und einzigen Kritik, die ich in der Einleitung auch schon sagte: Ich hasse Zeitreisen. Das hat viele Gründe und die meisten, wenn nicht alle, lassen sich in diesem Manga finden. Ich bin z.B. absolut kein Fan davon, wenn plötzlich andere Charaktere auch Erinnerungen an die Vergangenheit haben und so der Speedrun-Aspekt quasi verschwindet. Wenn jemand gegen Albus arbeitet und so sein Wissen nicht mehr zutrifft, kann er schlecht speedrunnen. Und das Speedrunnen ist nun einmal mindestens die Hälfte von dem Charme, der diesen Manga lesenswert macht. Zeitreisen sorgen auch dafür, dass Situationen sich weniger permanent anfühlen. Es ist schwer, wirklich traurig oder froh über etwas zu sein, wenn das sowieso mit dem nächsten Zeitsprung anders ist.
Insgesammt muss man aber sagen, dass "Kaiten no Albus" es recht klever macht und es ihm gelingt, diesen Frust, welcher bei mir aufgrund der Zeitreisen aufkommt, minimal zu halten. Das liegt wahrscheinlich an dem schnellen Pacing, solange man also nicht aufhört zu lesen, ist schnell etwas anderes Thema und so kann man sich kaum darüber aufregen, wenn z.B. eine alte Errungenschaft weg ist.
Fazit: Ehrlicherweise ist "Kaiten no Albus" mein absoluter Lieblings- Manga/Manhwa/Manhua, wahrscheinlich sogar meine absolute Lieblingsgeschichte mit dem Thema Zeitreisen. Aber definitiv nicht wegen den Zeitreisen selber.
Oh-nein, weil ich Zeitreisen hasse. Dementsprechend ist es ein Wunder, dass ich 61 Kapitel von ihm las und noch weiterlesen möchte. Trotzdem fand ich die Zeitreisen doof.
In "Kaiten no Albus" geht es um den Held Albus, der sich merkwürdig verhält. Er skipt events, umgeht NPCs, nimmt Abkürzungen - moment, Speedrunt er etwa?!
Ja, obwohl Albus noch nie ein Videospiel spielte, denn das hier ist kein Isekai, verhält er sich wie ein Speedrunner. Als Held hat er nämlich die Fähigkeit, in die Vergangenheit zu reisen, sobald er stirbt. Also hat er seine Quest schon dutzende Male neu gestartet. Auch wenn er schon bei seinem 12. Versuch den Dämonenkönig schlagen konnte, so verlor er jemand wichtigen dabei. Um seine perfekte Zukunft zu schaffen, wiederholt er seine Mission also trotzdem weiter und versucht möglichst schnell zu sein, weil das der einzige Weg ist, um seinen Kameraden zu retten.
"Kaiten no Albus" wird aus zwei Gründen lesenswert. Zum einen ist es sehr unterhaltsam, einen Speedrun als Geschichte zu sehen. Es gibt nicht viele Manga/Manhwa/... die eine solche Geschichte haben (ich kenne, mit "Kaiten no Albus", nur zwei) und so ist das Konzept nicht nur frisch, sondern es ist einfach auch extrem witzig, wie Albus Abkürzungen nimmt, Quests ausweicht oder seine Kameraden verdutzt, wenn er die Zukunft vorraussagt und so ein Attentat reflektiert.
Der andere Grund ist die Erzählweise. Der Manga ist chronologisch gehalten, hat aber extrem viele Timeskips, Rückblenden und sonstige erzählerische Mittel, die einem Leser so ein bisschen das Gefühl geben, das Albus auch haben muss. Besonders cool ist, dass das genutzt wird, um immer wieder auf Plottwists oder ähnlichem hinzuweisen, bis die Zeitstränge vereint werden und so offenbart wird, was jetzt das Geheimnis ist, auf welches die ganze Zeit hingewiesen wurde. Dadurch fühlen sich die Charaktere oft auch besonders an und es macht Sinn, wieso Albus sie so gerne mag, obwohl wir sie nicht lange sahen: Albus kennt sie seit mehreren Wiederholungen. So ist es verständöich, manchmal sogar mitreißend, wenn den Charakteren etwas zustößt oder wenn sie etwas erreichen, obwohl der Manga sich nicht viel Zeit gibt, um sie einzuführen.
Kommen wir zu meiner größten und einzigen Kritik, die ich in der Einleitung auch schon sagte: Ich hasse Zeitreisen. Das hat viele Gründe und die meisten, wenn nicht alle, lassen sich in diesem Manga finden. Ich bin z.B. absolut kein Fan davon, wenn plötzlich andere Charaktere auch Erinnerungen an die Vergangenheit haben und so der Speedrun-Aspekt quasi verschwindet. Wenn jemand gegen Albus arbeitet und so sein Wissen nicht mehr zutrifft, kann er schlecht speedrunnen. Und das Speedrunnen ist nun einmal mindestens die Hälfte von dem Charme, der diesen Manga lesenswert macht. Zeitreisen sorgen auch dafür, dass Situationen sich weniger permanent anfühlen. Es ist schwer, wirklich traurig oder froh über etwas zu sein, wenn das sowieso mit dem nächsten Zeitsprung anders ist.
Insgesammt muss man aber sagen, dass "Kaiten no Albus" es recht klever macht und es ihm gelingt, diesen Frust, welcher bei mir aufgrund der Zeitreisen aufkommt, minimal zu halten. Das liegt wahrscheinlich an dem schnellen Pacing, solange man also nicht aufhört zu lesen, ist schnell etwas anderes Thema und so kann man sich kaum darüber aufregen, wenn z.B. eine alte Errungenschaft weg ist.
Fazit: Ehrlicherweise ist "Kaiten no Albus" mein absoluter Lieblings- Manga/Manhwa/Manhua, wahrscheinlich sogar meine absolute Lieblingsgeschichte mit dem Thema Zeitreisen. Aber definitiv nicht wegen den Zeitreisen selber.
