20th Century Boys (Manga)20 Seiki Shounen / 20世紀少年

  • TypManga
  • Bände / Kapitel22 / 249
  • Veröffentlicht27. Sep 1999
  • HauptgenresThriller
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonOriginalwerk
  • ZielgruppeMännlich

Manga Beschreibung

Manga: 20th Century Boys
© 2000 Naoki Urasawa, Shougakukan Inc.
Klappentext
Am Ende des 20. Jahrhunderts steht die Menschheit vor dem Abgrund, doch nur eine Handvoll Erwachsener sieht die Vorzeichen der nahenden Katastrophe rechtzeitig... Diese Erwachsenen verbindet ihre gemeinsame Kindheit, in der sie zusammenhielten wie Pech und Schwefel, und zum Zeichen ihrer Freundschaft sogar ein Symbol kreierten. Und als Kenji, einer der Freunde von damals, der heute Betreiber eines Convenience Stores ist, fast 30 Jahre später auf eben genau jenes Symbol aus längst vergangenen Tagen in äußerst mysteriösem Zusammenhang stößt, ahnt er noch nicht, dass er der ultimativen Bedrohung auf die Spur gekommen ist ...
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Manga Rezensionen

Avatar: Kuro-Okami
V.I.P.
#1
20th Century Boys ist ein Manga, der zunächst wie ein durchschnittlicher Manga erscheint, der wiedermal eine Geschichte über eine Sekte erzählt, welche die Welt erobern möchte. Doch je mehr ich gelesen habe, desto faszinierter war ich von dem zunächst doch etwas trägen Manga.
Der Manga erzählt die Geschichte über die "Freundschaftspartei", welche die Welt unterwerfen möchte und, wie sie es sagen, "zu einem besseren Ort machen wollen". Ihre Mittel zur Verwirklichung ihres Planes, sind allerdins mehr als fragwürdig, weshalb sich eine Gruppe aus alten Freunden zusammenfindet, die diesen Plan stoppen wollen. Angeführt wird diese Gruppe von Kenji....

Dieser Manga präsentiert eine Vielzahl an Charakteren, was dazu führt, dass es sehr viele Hauptcharaktere gibt. Zunächst wird einem der Protagonist Kenji nähergebracht, der einen sehr normalen Eindruck macht. Er betreibt zusammen mit seiner Mutter einen Convenience Store und passt auf seine Nichte Kanna auf, da die Mutter, also Kenjis Schwester, spurlos verschwunden ist, nachdem sie ihre Tochter zur Obhut an ihren kleinen Bruder weitergab. Kanna selber, die im Laufe der Geschichte auch selbst noch eine wichtige Rolle spielen wird, hängt sehr stark an ihrem Onkel, da dieser der einzige Halt war, den sie hatte. Aus diesem Grund neigt sie auch dazu Leute anzugreifen, die ihren Onkel schlecht machen.

An dieser Geschichte war wohl Kenji der beste Charakter. Er wirkt nicht überdreht, überschätzt seine Fähigkeiten nicht und ist somit für den Leser ein eingänglicher Charaketer, dessen Handlungen stets nachvollziehbar sind. Aber auch die anderen Charaktere dieser Geschichte müssen sich nicht verstecken, da sie genug Aufmerksamkeit bekommen haben und somit als eigenständige Person auftreten können. Jeder noch so kleine Nebencharakter wird in der Geschichte häufiger vorkommen und verschafft dem Manga einen Eindruck, als ob die Welt größer sei, obwohl sich die gesamte Geschichte nur in Japan abspielt. Aber am meisten konnte mich an den Charakteren die Unterschedlichkeit in den Persönlichkeiten faszinieren. Wenn man bedenkt, dass dieser Manga einige verschiedene Hauptcharaktere hat und zudem noch sehr oft Nebencharaktere präsentiert, ist es doch schön zu sehen, dass man jedem Charakter gewisse Unterschiede in der Persönlichkeit verpasst hat.

Beim Erzählen der Geschichte, berichtet der Autor aus verschiedenen Jahren und somit aus den Perspetiven von verschiedenen Charakteren. Er hat sich dazu entschieden beim Erzählen zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu wecheln und berichtet somit über die Erlebnisse in Kenjis Kindheit, um dem Leser ein besseres Verständnis über die Gesamtsituationen vermitteln zu können, da die Entstehung der Geschichte bereits Jahre zurückliegt. Dabei hat man als Leser aber nie das Gefühl, dass die Zeitsprünge zu einer unpassenden Zeit kommen, da man ohne diese Sprünge dem Handlungsstrang nicht folgen könnte. Das ist auch der Grund, weshalb der Manga anfangs noch nicht so unterhaltsam war, da man zunächst nur Informationen vermittelt bekommt und viele Fragen offen hat. Später bemerkt man aber, dass diese Methode einen Sinn hat, denn dadurch kann der Autor dem Leser Informationen geben und gleichzeitig den Spannungsbogen aufbauen. Bei den Erzählungen aus der gegenwärtigen Perspektive, wird somit über die Zerstörung des Landes durch die "Freundschaftspartei" erzählt.

Zunächst hat man als Leser das Gefühl, dass man eine bereits schon mehrfach gelesene Geschichte neu erzählt bekommt, denn die Anfänge des Mangas erzählen über den Aufstieg der "Freundschaftspartei" und somit des Präsidenten der Partei, den alle den "Freund" nennen. Liest man aber weiter, so wird man schnell feststellen, dass die Geschichte sehr spannend ist und die anfänglchen Bänder dazu dienten, um dem Leser ein besseres Bild der Gesamtsituation zu vermitteln. Der Manga lebt durch seine große Spannung, da der Autor geschickt Fragen eingebracht hat, die der Leser unbedingt beantwortet haben wollte. Vor allem der "Freund" weckt das größte Interesse, der durch sein mysteriöses Auftreten und der Tatsache, dass er sein Gesicht nie zeigt zu einem der interessantesten Charaketre der Geschichte wird.

Erzählt wird eine Geschichte, die man zunächst für surreal und sehr unglaubwürdig hält, doch beschränkt sich der Autor nicht nur auf seinen Fiktionen, sondern lässt die Handlungen durch seine erfundenen Charaktere sehr glaubhaft rüberkommen. Das eine einzige Partei die gesamte Menschheit unterwerfen kann, ist für den Leser zunächst recht unglaubhaft, schafft es aber durch die Charaktere, die entsprechend ihren Charaktereigenschaften diese unglaubwürdig erscheinende Geschichte doch realstisch zu machen. Der Autor beschränkt sich nämlich nicht nur auf seinen Charakteren, sondern bringt glaubhafte Verbindungen aus der modernen Menschheit, die er zudem mit seinem Werk kritisieren möchte.

Der Zeichenstil des Mangas scheint zuerst etwas veraltet zu sein, da viele Gesichter doch stark an ältere Mangas erinnern. Man wird aber schnell feststellen, dass dieser Zeichenstil sehr gut zu diesem Manga passt. Die grobe Strichführung, die hier verwendet wurde, vermittelt dem Leser den Eindruck einer düsteren Serie und verstärkt somit den mysteriösen Teil der Geschichte. Man will einem Charakter somit nicht glauben und hinterfragt als Leser stets dessen Handlungen und erwartet gewisse Wendungen durch einen Charakteren. Auch die Hintergründe sind sehr gut mit anzusehen, denn da sich der Manga nicht nur an einem Ort abspielt, müssen die Hintergründe entsprechend abwechlungsreich sein, was sie auch sind.

Fazit:
20th Century Boys ist ein Manga, der zunächst nicht wie ein Meisterwerk aussieht, da man als Leser zunächst viele Fragen offen hat und durch einen langsameren Erzählstil auch recht langsam die notwendigen Informationen bekommt. Allerdings weckt der Autor damit nur das Interesse des Lesers und will ihm nur einen besseren Überblick über die Geschichte vermitteln. Weil der Leser dadurch sehr neugierig wird, wird die Geschichte sehr spannend. Das schöne daran war, dass zu jeder aufgedeckten Frage immer wieder neue dazukamen, wodurch der Manga seine Spannung zu jederzeit halten konnte. Vor allem aber verdankt es die Geschichte den glaubwürdigen Charakteren, dass man sich als Leser gut in die Geschichte hineinversetzen kann. Der Zeichenstli tut sein übriges und verstärkt durch einen groben Zeichenstil den mysteriösen Faktor, den dieser Manga hat. Ich kann den Manga somit jedem Empfehlen, der eine spannende Geschichte lesen will und zudem realistische Charaktere präsentiert bekommen will, dieser Geschichte aber Zeit geben kann, damit sie sich auch entwickelt.
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Avatar: Akeem#2
Anspruch:viel
Action:mittel
Humor:wenig
Spannung:sehr viel
Erotik:nichts
"20th Century Boys" ist ein Meisterwerk vom ebenso genialen Mangaka Naoki Urasawa. "20th Century Boys" ist ein anspruchsvoller Mystery/SciFi - Thriller, der vorallem durch die Vielzahl an Charakteren und durch die starke Handlungsdichte hervorsticht. Der Manga wurde durch die Fortsetzung "21st Centuys Boys" in 2 Bänden abgeschlossen.


Idee:
1969 entwerfen Kenji und seine Freunde ein Endzeitszenario, nach dem die Welt im Jahr 2000 vernichtet werden sollte.
1997 erscheint ein geheimnissvoller Anführer einer Sekte, der sich selbst als "Der Freund" bezeichnet.
Im selben Jahr kommt es plötzlich zu Anschlägen auf der ganzen Welt. Kenji erinneren diese Anschläge stark an sein , von ihm als Kind erdachtes, Szenario. Als er dann das Symbol der Sekte zu sehen bekommt, erkennt er, dass es das seiner Freunde war, die mit ihm zusammen das Szenario entworfen hatten. Kenji erkennt die Gefahr und versucht daraufhin "Den Freund" zu stoppen.

"20th Century Boys" spielt auf mehreren Zeitebenen, zwischen denen immmer hin und her gesprungen wird. Hauptthema bei diesen Zeitsprüngen sind die Kindheitserinnerungen der Charaktere und deren Bezug auf die Gegenwart. Dieser Manga kann man als eine Art Puzzle sehen.Jedes Stück aus der Vergangenheit trägt dazu bei das Gesamtbild in der Gegenwart zu vervollständigen. Darin liegt auch meiner Meinung nach der besondere Reiz dieses Mangas .

Ähnlich wie bei Urasawas Werk "Monster" ist auch bei "20th Century Boys" die Erzählweise das eigentliche besondere. Die Geschichte wird nicht "linear", also aus der Perspektive von einem Charakter erzählt, sondern springt auch hier von Person zu Person. So entstehen neue Handlungsstränge, die dann wieder miteinander verknüpft werden und schließlich ein Gesamtbild ergeben. Dabei wird der Manga aber zu keiner Zeit unübersichtlich oder konfus.

Im Großen und Ganzen kann ich "20th Century Boys" nur empfehlen. Wem der Anime bzw. der Manga zu "Monster" schon gefallen hat wird hier aufkeinen Fall enttäuscht werden. Aber auch alle anderen, die mal eine etwas andere Mangareihe suchen sollten hier einmal reinschauen, denn ich kann mich immer nur wieder Wiederholen:
Lesen lohnt sich.
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Avatar: Mr.Columbo#3
Als großer Fan von Urasawas anderen Werken, Pluto und Monster, kam ich an dieses natürlich nicht vorbei, auch wenn ich mich aufgrund der Länge zunächst geweigert hatte, es zu lesen. Da der Manga den Ruf eines absolut raffinierten Plots und genialer Charaktere hat, waren meine Erwartungen ziemlich hoch, und ich kann mit Sicherheit sagen: Ich wurde nicht enttäuscht!

In den ersten Bänden stellt sich der Leser hauptsächlich Fragen über das Geschehen und die Hintergründe, doch versprüht der Manga schon von Beginn an starken Realismus, sehr gutes Mystery und einen tollen Sinn für Nostalgie. Mit der Zeit werden in der Geschichte quasi „Zeitebenen“ etabliert, zwischen denen immer hin und her gesprungen wird. Und eine besondere Sache am Manga ist genau diese Erzählweise. Gerade zusammen mit den Zeichnungen, die übrigens sehr gut aussehen und einen brillanten Lesefluss erzeugen, spürt man hier dieses Geschick und diese Finesse, was einer solchen textlastigen Mystery-Geschichte mehr als zugute kommt. Alles passt genau, die Landschaften, die Emotionen der Charaktere und auch, was dem Leser an Informationen gezeigt werden soll und was nicht.

Die Geschichte um die junge Freundesgruppe, die später die Welt vor der Zerstörung bewahren will, wirkt zunächst recht klischeehaft, aber die Umsetzung macht das allemal wieder wett. Weiter möchte ich im Plot auch gar nicht vorweg greifen, denn insgesamt ist dieser wirklich sehr, sehr gut. Wie man es u.a. von Monster kennt, gibt es auch hier wieder unzählige Subplots, die gegen Ende zum „großen Gebilde“ führen. Nachdem man in den ersten Bänden die nötigen Informationen erst nach und nach bekam, gibt es im späteren Verlauf einige Plottwists, die einen wirklich umhauen. Das Besondere dabei ist aber, dass man viele davon auch etwas erahnen kann, denn der Manga ist nur so gefüllt mit Foreshadowings. Das macht das Ganze nicht nur um einiges spannender, sondern lässt es auch viel echter und nachvollziehbarer wirken. Und wo wir schon beim Thema Spannung sind: Wow, bei Kaiji könnte man vllt. noch drüber reden, aber sonst habe ich nie ein so spannenden Manga gelesen/Anime gesehen. Gerade bei den Momenten, in denen der Leser drauf und dran ist, eine weitere wichtige Information zu bekommen, der Manga diese aber einfach nicht hergeben will, hätte ich öfters ausrasten können. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass mit jeder beantworteten Frage sich weitere aufwerfen, sodass die Spannung mit der Entwicklung des Plots gewahrt bleibt.
Die größte, wenn auch einzige Schwäche des Mangas ist so etwa das letzte Drittel, in welchem er etwas vom rechten Weg abkommt, da manche Momente ein wenig naiv und übertrieben erscheinen. Ein ernsthaftes Problem wird dies meiner Meinung nach jedoch nicht, denn die großen Stärken der Geschichte bleiben weiterhin so markant wie vorher und am Ende sind die meisten, wichtigsten Fragen dazu beantwortet – nicht ganz alle, denn zum einen muss man sich manches selber zusammensetzen und zum anderen paar, kleine Dinge offen bleiben, so wie es sich meines Erachtens für eine Mystery-Geschichte gehört.

Der Charakter-Cast in 20th Century Boys ist großartig, hauptsächlich weil er einerseits so verrückt, andererseits aber so echt wirkt. Zumal nicht nur ihre Rolle im Plot genau ausgearbeitet wird, sondern man auch sieht, welche Lebensziele und Träume sie haben, und auf einige Charaktere sehr ausführlich eingegangen wird. So gibt es welche, die Musiker, und andere, die Mangazeichner werden wollen, + unzählige Rock- und Mangaanspielungen, wobei letztes manchmal ein wenig seltsam wirkte. Ich hab ja schon die einzelnen Zeitebenen angesprochen, und diese werden perfekt von den Charakteren getragen. Sie entwickeln sich von Zeit zu Zeit weiter, sie erinnern sich an Geschehnisse aus alter Zeit zurück und ihre späteren Handlungen fußen darauf, was sie als Kind gemacht haben, ob allein oder zusammen in ihrer Gruppe. Das meine ich auch mit Sinn für Nostalgie. Grundsätzlich muss man klarstellen: Die Hauptcharaktere sind Kinder, und sie sind dumm. Und genau darauf fußt der Manga seinen eigentlichen Plot, was das Ganze so genial, verrückt, aber wiederum realistisch macht. Auf der anderen Seite hat man dann den Antagonisten, der ein einziges Mysterium für sich ist, was an Johann Liebert aus Monster erinnern mag, doch unterscheiden sich 20th Century Boys und Monster sehr stark voneinander. Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, war, dass sich der Manga nicht so ernst nimmt, denn es geht zwar zum Großteil um das Ende der Welt etc., aber auch um Spaß, seltsames Spiel und Freude am Leben.

Insgesamt hat mich der Manga wirklich sehr beeindruckt und ist locker in meinen hohen Plätzen, was Anime und Manga angeht. Abgesehen davon hat er in meinen Augen die beste Erzählgeschwindigkeit der Urasawa-Werke, während sie mir in Monster teils zu langsam und in Pluto teils zu hoch war. Man könnte auch meinen, der Manga sei wie eine große, verworrene und bizarre Fahrt durch die Geschichte kleiner Kinder, die ihre eigenen Fantasien haben, welche später Realität werden.
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Avatar: Nasenaffe#4
20th Century Boys

Der Autor:
Bevor ich meine Meinung zum eigentlichen Werk niederschreibe, möchte ich noch kurz etwas zum Autor sagen. Naoki Urasawa wird von vielen als Gott gefeiert – zurecht, wie ich finde! Das Storytelling dieses Mannes hat ein unglaubliches Niveau. Außerdem meistert Urasawa etwas, dass nur wenigen gelingt: Konstanz! Vielen Mangakas gelingt nur eine komerziell erfolgreiche Manga-Reihe. Andere wiederum ziehen ihren Manga mit allen Mitteln künstlich in die Länge (Bastard!!, Berserk, ...). Urasawa hingegen verlässt den sicheren Hafen und traut sicher immer wieder an neue Projekte herran – mit unfassbaren Erfolg (vor allem in den vergangenen Jahren). Er hat dreimal (!) den Shogakukan-Manga-Preis gewonnen für Yawara, Monster und 20th Century Boys. Auch den Kōdansha-Manga-Preis konnte er mit 20th Century Boys abräumen. Pluto erhielt außerdem den Osamu-Tezuka-Kulturpreis. Auch die Leser lieben seine Werke. Man muss nur einen flüchtigen Blick in diverse Bestenlisten im Bereich "Manga" riskieren. Oft ist Urasawa gleich mit drei Titeln in einer Top 10 vertreten.

Zum Werk selbst:
Mit 20th Century Boys ist Urasawa ein weiterer absoluter Top-Titel gelungen. Sein Storytelling ist herausragend. Er vermischt, fast schon spielerisch, einzelne Zeitebenen ohne hierbei den Lesefluss zu stören. Außerdem wird jedem der vielfältigen Charaktere die nötige Aufmerksamkeit geschenkt. Alle bekommen eine Hintergrundgeschichte und werden perfekt in die Story eingebunden. Es wimmelt gradezu vor tollen Charakeren. Eigentlich wollte ich an dieser Stelle meine Lieblingscharaktere aus 20th CB aufzählen. Ehe ich mich versehen hatte, hatte ich bereits den halben Cast aufgezählt^^. Daher beschränke ich mich an dieser Stelle auf Kenji und Kanna, da mich das Verhältnis der beiden untereinander und ihre jeweilige Entwicklung sehr interessierte. Zwar etwas kitschig, aber doch rührend wie die kleine Kanna ihren Onkel Kenji bewundert. Ja, hinter der Fassade des Splatter-Fans steckt eine emotinale Seele^^. Sehr gut ist außerdem der Wiedererkennungswert seiner Charaktere. Naherzu jeden Charakter konnte man trotz Zeitsprüngen von teilweise mehreren Jahrzehnten ohne Probleme wiedererkennen. Dies ist sicherlich keine Selbstverständlichkeit. Bei Anderen Manga-Reihen hatte ich kleinere Probleme mit dem wiedererkennen bzw. auseinanderhalten von Charakteren.

Nachdem ich 20th Century Boys und Urasawa zu genüg mit Lob überschüttet habe, möchte ich noch einen kleinen Kritikpunkt anbringen. Ich hatte, rein subjektiv betrachtet, das Gefühl, dass dem Manga die großen Höhepunkte gefehlt haben. Der denkwürdigste Moment war für mich bereits das Comeback von Kenji als Yakubi Joe. Die Story verläuft war zwar auf sehr starkem und konstantem Niveau, den (extreme) Ausreißer nach oben hat es aber nicht wirklich gegeben. Ich denke, dass Urasawa an dieser Stelle seinem besonderen und genialen Erzählstil Tribut zollen musste. Im ersten Drittel des Mangas läuft alles auf den großen Höhepunkt zwischen "Kenjis Terroristen" und "Friend" bzw. seinem Robotor hinaus. Kurz vor dem großen Ereignis – welches später als Bloody New Year’s Eve bekannt sein sollte – entschließt sich Urasawa allerdings für einen Timeskip. Dadurch überspringt er einen der spannensten Momente im Manga. Der "Wow-Effekt", welcher für einen Manga durchaus wichtig sein kann, bleibt bei dieser Erzählart natürlich aus.
Um Missverständnisse vorzubeugen, betone ich nocheinmal, dass ich den Timeskip an dieser Stelle für genial erachte. Auf diese Weise wird der Leser aufgefordert Stück für Stück einzelne Teile des Puzzels zusammenzusetzen. Im letzten Absatz wollte ich lediglich den – aus meiner subjetiven Sicht vorhandenen - Nachteil dieser Erzählart darstellen.

Fazit:
Alles in allem ist Uraswa mit 20th Century Boys der nächste Geniestreich geglückt. Ein geniales Storytelling, hervorragend ausgearbeitete Charaktere und ein detailiertes Artwork machen diesen Manga zu einem absoluten Top Titel.
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Titel

  • Japanisch 20 Seiki Shounen
    20世紀少年
    Status: Abgeschlossen
    Veröffentlicht: 27.09.1999 ‑ 24.04.2006
    Bände / Kapitel: 22 / 249
    Publisher: Shougakukan Inc.
  • Englisch 20th Century Boys
    Status: Abgeschlossen
    Veröffentlicht: 17.02.2009 ‑ 18.09.2012
    Bände / Kapitel: 22 / 249
    Publisher: VIZ Media, LLC
  • Deutsch 20th Century Boys
    Status: Abgeschlossen
    Veröffentlicht: 02.2002 ‑ 17.07.2009
    Bände / Kapitel: 22 / 249

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