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Allgemeine Themen und Diskussionen rund um bereits abgeschlossene Animeserien

Bakemonogatari [Anime der Woche]

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Avatar: stinkytoast

V.I.P.

Themenstarter#1
Hallo und herzlich Willkommen zum Anime der Woche!

Anime der Woche ist ein Forenprojekt, bei dem jeder User in der Community teilhaben kann! Jede Woche wird für einen Anime abgestimmt, der von einem oder mehreren engagierten Mitgliedern vorgestellt wird. Die Abstimmung erfolgt in einem eigens dafür erstellten Club. Anschließend zu der Vorstellung, kann jeder etwas zu dem Anime schreiben; seine persönliche Meinung zu dem Anime oder zu der Vorstellung, Zitate, Lieblingscharaktere oder einfach nur Empfehlungen geben für ähnliche Anime!



Bakemonogatari (fortfolgend auch Monogatari Series genannt) ist die Adaption der gleichnamigen Light Novel des Autors Ishin NISHIO. Die Anime-Adaption der "Monogatari Series" wird seit 2009 vom Studio SHAFT Inc. (u.a. bekannt für Mahou Shojo Puella Madoka Magika, Nisekoi. ) übernommen und zählt mittlerweile über sechs Adaptionen. Die Serie lässt sich dem Genre "Drama" zuordnen, aber auch "Mystery", "Romanze" lässt sich in der Serie finden.

 

Die Serie ist vor allem durch die nicht-chronologischen Veröffentlichung bekannt, jeder veröffentlichte Serien-Teil spielt zu einem anderen Zeitraum als der Vorgänger. Aber auch die Bildgewaltigkeit, der Ecchi-Anteil sowie die Dialoglastigkeit ist ein sehr großes Merkmal der Serie, die vor allem in Japan sehr große Beliebtheit besitzt.

 

Wie ihr die Serie am besten chronologisch genießen könnt, könnt ihr in der hauseigenen Rubrik "Relationen" erfahren.

Kurzbeschreibung In Bakemonogatari geht es um den Oberschüler Koyomi Araragi, der in der jährlichen japanischen Golden Week von einem Vampir angefallen und gebissen wird. Seitdem sieht er seltsame, übernatürliche Dinge wie Gespenster und Dämonen. Unter diesen paranormalen Dingen findet sich auch seine Mitschülerin Hitagi Senjougahara, die noch nie ein Wort mit ihm gewechselt hat. Sie stolpert, fällt kopfüber die Stufen hinab - und wird zum Glück noch rechtzeitig von Koyomi aufgefangen. Dabei erkennt er ihr Geheimnis - sie hat kaum Gewicht. Hitagi meint, dass es so wäre, seit sie eine seltsame Krabbe getroffen hat. Letztendlich entschließt sich Koyomi dazu, Hitagi mit ihrem Geheimnis zu helfen, weswegen er mit ihr zu Meme Oshino, einem Mann mittleren Alters, der ihm vor nicht allzu langer Zeit mit seinem Vampir-Problem helfen konnte, geht...

Jeder Arc beschäftigt sich mit Koyomi und einem anderen mysteriösen Mädchen und er fängt langsam an zu denken, dass die Ereignisse rund um die Mädchen irgendeinen zentralen Grund haben...




Hitagi Senjougahara Different conclusions are reached when one fact is viewed from two separate points of view. When that happens, there is no immediate way to judge which point of view is the correct one. There is no way to conclude one's own conclusion is the correct one. But for that exact reason, it is also premature to decide one's own conclusion is wrong.

 



Koyomi Araragi ist ein 18 jähriger Oberschüler, welcher bis auf seine Noten in Mathe schulisch komplett versagt. Um ihn handelt die komplette Geschichte, da er während der "Golden Week" von einem Vampir überfallen wurde und nur durch die Hilfe eines Exorzisten menschlich wurde.

Hitagi Senjougahara ist die Mitschülerin von Koyomi Araragi. Auch wenn sie bereits 3 Jahre zusammen in einer Klasse gehen, haben sie kaum miteinander gesprochen. Dies ändert sich jedoch durch einen Unfall, wodurch beide gemeinsam durch die Welt streifen.

 

 

Dies wären die Hauptpersonen im 2009'er erschienenen Teil Bakemonogatari der "Monogatari Series". Im Laufe der Geschichte erscheinen weitere Personen, welche das Leben vor allem von Koyomi Araragi durcheinanderbringt. Zur nebensächlichen Erwähnung (genauere Details würden den Rahmen sprengen) sind unter anderem Araragis Schwestern, die "Fire Sisters" sowie das Vampirmädchen Shinobu Oshino oder Meme Oshino.

 

Den Cast von Bakemonogatari kann man vor allem eins nennen: Individuell. Die Charaktere bestechen nicht nur durch ihr Äußeres, die Charaktere besitzen jeweils ihre eigene Persönlichkeit und Ansichten der Geschichte. Manch einer möchte sagen, das dies "nur ein normaler Harem" sei - dem möchte ich nicht widersprechen, doch sollte einem die Einzigartigkeit der Charaktere (in ihrer Art) bewusst sein.






Meme OshinoPeople have to save themselves. One person saving another is impossible.
 

Die Monogatari Series besticht visuell vor allem durch ihre schnellen Framewechsel, den "Screens", sowie den Gebrauch von verschiedenen Perspektivwechsel der Kameraführung. Die Serie ist nicht sehr actionreich, der Hauptaugenmerk ist sehr wohl der Symbolismus, der durch die komplette Reihe geht. Jeder Framewechsel ist nicht gleich, die (kräftigen) Farbkombinationen spielen ebenso eine große Rolle. Die Serie ruft visuell förmlich danach, die Hintergründe genau zu beobachten, die Details einzelner Bilder zu finden. Der Gebrauch der Pause-Taste wird dringlich empfohlen. Auch spielt die Serie sehr mit Wortwitzen, welche abgebildet werden - dadurch kommt der hohe Comedyfaktor sehr gut rüber.

 

Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet, die Animationen gekonnt flüssig. SHAFT Inc. bewegt sich mit der Monogatari Series auf überdurchschnittlichen TV-Niveau und das sieht man an. Folgende Beispielbilder sind bei weiten nicht das, was die Serie am besten beschreibt. Die Serie geht oft weiter, durch bringt auch teilweise die vierte Dimension und der Zuschauer selbst wird angesprochen.





Auch musikalisch bietet die Monogatari Series große Abwechslung. Die Musik variiert sehr oft, ist einprägsam und ein großer Träger der Atmosphäre, welche die Mystery-Elemente der Serie sehr gut unterstreicht. Jeder Charakter ist mit einem eigenen Theme ausgestattet. Ebenfalls eine große Erwähnung sind die Openings und Endings, welche sich mit jedem Arc abwechseln und auch von den Seiyuu der jeweiligen Charaktere gesungen wird. Zu erwähnen sind hier das erste Opening, das erste Ending oder auch das zweite Opening. Jedes Opening glänzt durch seine Einzigartigkeit, welche durch die komplette Serie geht und perfekt auf die jeweilige Geschichte einstimmt. Beispiele, wie der prägnante Soundtrack klingen kann, erfahrt ihr hier und hier.


Opening 1

Ending 1

Opening 2




Vielen von euch wird beim Lesen bereits aufgefallen sein, wie ich von dieser Reihe schwärme. Bakemonogatari/die Monogatari Series hat mich durch ihren Mindfuck und ihren Kopfschmerzen, meine komplette Anime-Historie bis jetzt begleitet, wodurch sich die Serie in mein Gehirn reingefressen hat. Mir sind auch dessen Schwächen bewusst, wie zum Beispiel qualitativ schwankende Arcs oder der Harem/Ecchi-Zusatz. Mich stören aber diese Faktoren absolut nicht, da ich trotz dieser (für einige sicherlich große) Schwächen ein Erlebnis bekommen habe, wo ich seither nur in wenigen Serien erlebt habe. Ich kann jedenfalls jedem die Reihe an's Herz legen, welcher eine visuelle Erfahrung haben möchte, sich vom Ecchi nicht abschrecken lässt und gerne mal ein oder zwei Kopfschmerz-Tabletten vertragen möchte, um sein Hobby nachzugehen.


Empfehlungen zu finden war ziemlich einfach, da Bakemonogatari gerade durch dessen Eigenheiten viele ähnliche Serien besitzt, die ähnlich einprägsam sein können. Da wäre zum Beispiel der Namensvetter Katanagatari, welcher einen ähnlich abstrakten Stil sowie ebenfalls eine hohe Dialoglastigkeit besitzt. Hier geht es zum "Anime der Woche" von Katanagatari.

Sobald es um Wortwitz, einer hohen Dialoglastigkeit und einem "Brainfuck" geht, sollte man auch "The Tatami Galaxy" erwähnen. Auch hier gibt es bereits einen "Anime der Woche".

Ist man jedoch den mächtigen Dialogen nicht gewachsen, welche in den beiden Empfehlungen stattfinden und dennoch ein bildgewaltiges Abenteuer haben möchte, dem empfehle ich Mahou Shoujo Madoka Magica, welches ebenfalls aus dem Hause von SHAFT Inc. kommt. Hier ist die Surrealität im Vordergund, während die Charaktere zwar ebenso vielseitig sind, die Dialoge aber nicht an die Qualität der eben drei genannten Serien herankommt. Auch hier empfehle ich den "Anime der Woche".


Shinobu Oshino There's no reason a fake can't do what the real thing would. And it's possible for a fake to be more real than the real thing.


Und nun seid ihr wieder dran!
Schreibt, ob ihr an Bakemonogatari interessiert seid, ob ihr noch andere, ähnliche Anime empfehlen könnt und wie euch die Serie gefallen hat, wenn ihr sie gesehen habt!
Beitrag wurde zuletzt am 17.01.2016 um 13:23 geändert.
Avatar: stinkytoast

V.I.P.

Themenstarter#2

Da habe ich glatt eine Klammer vergessen, Mist. :s

 

Vielen Dank übrigens an Lisa-Marie, welche mir bei den Bannern geholfen hat. :)

Avatar: Klingsor

#3
Ich bin ein großer Fan der ganzen Monogatari-Reihe. Dabei ist es nicht nur die hervorragende Animation die Elemente des Nouvelle Vague aufnimmt sondern auch die gut durchdachten Charaktere deren Vergangenheit und Persönlichkeit im Laufe der Geschichte immer weiter vertieft wird. Hier finde ich aber den Hauptcharakter Arararagi entäuschend. Während er in Bakemonogatari noch die treibende Kraft der Handlung war hat er sich in Monogatari: Second Season zum lüsternen Sidekick entwickelt. Sehr gut gefallen hat mir hingegen die Entwicklung von Hanekawa, vor allem während Nekomongatari: Shiro, wobei ich hier nicht zu viel verraten will.
Die oben erwähnte nicht chronologische Reihenfolge der Erscheinungen mag zwar anfangs etwas verwirrend sein, macht aber einen Rewatch, bei dem vieles plötzlich einen Sinn ergibt, viel interresanter.
Die ganze Monogatari-Reihe ist auf jeden Fall ein sehenswerter Anime, der mit seiner Animation aus der Menge raussticht, dessen Dialoglastigkeit aber nicht für jeden etwas ist.
In naher Zukunft sollte ja auch die Anime Umsetzung zu Kizumongatari erscheinen auf die man schon lange wartet. Die Light Novel dazu ist ja seit kurzen in Englisch verfügbar und steht schon bei mir im Regal. Hoffentlich gesellen sich bald die anderen Bände dazu.
Wem die Animation gefallen hat, der findet von SHAFT viele optisch ähnliche Anime wie der schon erwähnte  Mahou Shoujo Madoka Magica, den ich auf Grund seiner sehr guten Story jedem empfehlen kann, oder Nisekoi, mit klassischem Harem Setting. Auch von SHAFT ist das Drama Ef a tale of memories, das man mir auf Grund der Animation und Story sehr gut gefallen hat.
Avatar: RiasSenpai

#4
Mittlerweile mein Lieblingsfranchise, was Anime betrifft, wobei Bakemonogatari noch am schwächsten ist, was an den Charakteren liegt (die interessanten Charaktere kommen erst später hinzu). Bin vor einigen Tagen auch erst mit einem Rewatch der Serie fertig geworden, was auch der Datenbank zugute kam, und, wie Klingsor bereits passend beschrieben hat, lohnt sich jedes "Nochmalangucken" um die chronologische Reihenfolge nachvollziehen zu können.

Um eine weitere Empfehlung auszusprechen, möchte ich die xxxHolic-Reihe nennen. Meiner Meinung nach die einzige Serie, die es mit der Monogatari-Serie aufnehmen kann, was Mystery und Übernatürliches betrifft.
Was die hier vorgeschlagenen Empfehlungen angeht, so habe ich mich bisher immer davor gedrückt  (okay Madoka hab ich gesehen und hat mir auch gefallen). Bei Katanagatari sind es die Folgenlängen und bei Yojouhan Shinwa Taikei hat mich der Zeichenstil abgeschreckt.
Avatar: Noa

Freischalter

#5
Schöner AdW. Katanagatari basiert auch auf eine Light Novel von NisiO. Tatami Galaxy ist schon eine ganz gute Empfehlung in diese Richtung, auch wenn die Schwerpunkte komplett woanders liegen. Hier sollte man aber sich nicht von den ersten 5 Minutes des Anime abschrecken lassen. Ebenfalls in diesem Züge möchte ich Sayonara Zetsubou Sensei empfehlen, welcher eher auf Satire, Parodie und Schwarzer Humor gerichtet ist, hierbei aber auch eine hohe Dialoggewalt auf Lager hat und ebenfalls aus dem Hause SHAFT stammt.
Wer gerne liest sollte sich Zaregoto nicht entgehen lassen. Aktuell mein Favorit von NisiO.
Avatar: クロキュー

Redakteur

#6
Ich hab damals mal habe ich schon mal was dazu im Statement-Thread geschrieben.
Ich fand das ganze wirklich nicht schlecht und ich hab bisher auch nur Bake und 'n Teil von Nise gesehen, aber Bake war schon wirklich in dem Punkt anstrengend, dass sich alles doch sehr gezogen hat.
Avatar: Feidl

Moderator

#7
Bakemonogatari hat viel Zuspruch, gerade auch von Leuten, die um Harems und Ecchis sonst einen großen Bogen machen, obwohl es eine im groben total billige und generische Harem-Story ist (zumindest in Bakemono):
Kerl trifft Mädel, das ein Problem hat. Kerl löst Problem und Mädel verliebt sich in ihn.
Kerl trifft Mädel, das ein Problem hat. Kerl löst Problem und Mädel verliebt sich in ihn.
Kerl trifft Mädel, das ein Problem hat. Kerl löst Problem und Mädel verliebt sich in ihn.
...

Warum es trotzdem so gut ankommt:
1. Protagonist mit Persönlichkeit, was ein Unterschied ist zu den meisten 08/15 Haremprotas. Und auch die Mädels sind vergleichsweise clever.
Punkt 1 ist Vorraussetzung für Punkt 2: Dialoge, tiefsinnig, scharfsinnig, humorvoll
3. SHAFT


Aber trotzdem muss auch hier, wie bei jedem Harem, die eine Frage gestellt werden:

Wer ist eure Lieblings-Waifu?

[x] Senjougahara
[x] Shinobu
[x] Kanbaru
[x] Black Hanekawa

Bei einem von denen muss euer Kreuz sein. Wer Tsubasa Hanekawa wählt, kann auch gleich eine Schlaftablette heiraten.



KlingsorIn naher Zukunft sollte ja auch die Anime Umsetzung zu Kizumongatari erscheinen auf die man schon lange wartet.
Der erste Teil davon ist schon erschienen. Kann man aktuell auch in Deutschland beim peppermint anime festival sehen, wo ich gestern ihn auch sah.


stinkytoastKoyomi Araragi [...] Um ihn handelt die komplette Geschichte, da er während der "Golden Week" von einem Vampir überfallen wurde[...].
stinkytoast
Kurzbeschreibung In Bakemonogatari geht es um den Oberschüler Koyomi Araragi, der in der jährlichen japanischen Golden Week von einem Vampir angefallen und gebissen wird.
Äh, dazu eine ganz leichte hauchdünne Andeutung zur Story vom Anime Kizumonogatari, die man aber auch schon aus dem Trailer entnehmen kann (Spoiler kann man das auch daher nicht nennen, aber ich kann mir vorstellen, dass da einige total empfindlich sind, daher trotzdem im Spoiler)
Angefallen oder überfallen von einem Vampir würde ich das nicht bezeichnen
Beitrag wurde zuletzt am 18.01.2016 um 07:06 geändert.
Avatar: Thor87

#9
Also, da die Kommentare doch recht auf den Fanservice bezogen sind, möchte ich die Möglichkeit wahrnehmen um auf weitestgehend technischer Ebene zu erklären, was die Monogatari-Reihe in meinen Augen so gut macht.


Story

Um gleich zu Anfang vorweg zu geben, ist die Story in der gesammten Monogatari-Serie quasi nicht existent. Und auch wenn ich weiß, dass ich mich mit folgender Aussage vollständig konterkariere, ist mir dieser Umstand hier ausnahmsweise komplett egal. Der Grund dafür der, dass dies kein gewöhnlicher Ecchi-Harem-Anime ist. Ich finde, die Monogateri-Serie hat weitaus mehr zu bieten, als abgedrehten Fanservice, denn sie tanzt so ziemlich in jeder Regarde aus der Reihe und das trifft genau meinen Geschmack.
So folgt die Serie zwar keiner richtigen Story nach dem klassischen Setup, Buildup und Payoff, sondern begegnet dem Zuschauer auf eine viel subtilere Art und Weise. Was aussieht wie ein Typ, der lauter quirligen Frauen hinterher jagt, ist in Wahrheit eine grandiose Geschichte über einen Jungen, der versucht anderen bei ihren Problemen zu helfen, jedoch nicht weil er ihnen wirklich helfen will, sondern weil er der Held für diese Personen sein möchte, und dass das so einfach nicht funktioniert. Diese Message, etabliert in Bakemonogatari, zieht sich auch wie ein roter Faden durch die gesamte Serie hindurch. Auch wenn die Form immer wieder ein wenig abgewandelt wird, so behandelt jede Arc irgend einen anderen Aspekt der großen Frage, was es eigentlich bedeutet, anderen zu helfen, und das macht für mich den eigentlichen Genius des Anime aus. Denn die Thematik ansich greift so ziemlich jeder andere Film und Serie bis zu einem gewissen Grad auf, sei es nun Anime oder Live-Action, aber nirgendwo wird sie so unter die Lupe genommen wie hier, was sich alleinig daran schon auszeichnet, dass die Monogatari-Serie aufzeigt, welche Probleme damit verbunden sind.


Bild & Animation

Das auffälligste an der Monogatari-Reihe ist der ganz eigene Stil, der sich meist im Raster angeordneter geometrischer Formen bedient. Gut zu sehen ist dies meist in den Hintergründen der einzelnen Kulissen. Dadrurch hat das das Studio SHAFT nicht nur geschafft, eine der beliebtesten und abgedrehtesten Serien zu kreieren. Nebenbei hat sich dadurch ein eigener Stil für das gesamte Studio definiert. So finden wir die gleichen rasterförmigen Muster auch in Puella Magi Madoka Magica und in Nisekoi (welchen ich allerdings nie gesehen habe).

Beispiele

Monogatari-Reihe (2009+)




Puella Magi Madoka Magica (2011+)



Nisekoi (2014+)


Aber auch die Animationen selbst sind der Hammer. Besonders die aus Nisemonogatari gehören mit zu den besten 2D-Animationen, die ich je gesehen habe.

Beispiele

Achtung: das erste Video könnte Spoiler enthalten.



Musik

Ich denke, was die Monogatari-Reihe wirklich von anderen Serien unterscheidet sind die zumindest was die Akkustik anbelangt die insgesamt 24 verschiedenen Openings + Endings bei insgesamt gerade einmal 77 Episoden. An dieser Stelle möchte ich kurz den immen Aufwand und die Kosten erwähnen, die es mit sich bringt jeweils einen vollständigen 3-4 Minuten langen Song zu schreiben, einzuspielen zu mastern und das ganze dann auch noch als Video zu animieren.
Soweit ich es verstanden habe, hat hier jede einzelne kleine Arc ihr eigenes Opening. Wohlgemerkt dauert eine Arc meist nur 4-6 Folgen, dann fängt die nächste bereits wieder an. Das sind hochgerechnet meist nicht einmal 2 Stunden Laufzeit und ist zum Teil nicht einmal so viel wie ein gewöhnlicher Film. Hnzu kommt, dass die ganzen Openings alle anders klingen und stellenweise auch komplett den Stil ändern. So wandeln siech die Songs von fröhlich klingenden poppigen Einstimmungsliedern über fetzige Rocksongs bis hin zu pianolastigen, melancholischen Balladen. Die einzelnen Stücke kann sich jeder auf YouTube ansehen. Außer zu Hanamonogatari habe ich dort alle gefunden, wenn auch das Op zu Tsukimonogatari nur als Cover oder mit Instrumentalbegleitung online ist.
Auf jeden Fall ist der ganze Aufwand, den sich das Studio hier gemacht hat, einfach nur phenomenal und ich finde, das hat eine gewisse Anerkennung verdient, selbst wenn die Songs euch nicht taugen mögen.


Charaktere

Das Hauptaugenmerk in Bakemonogatari und den ganzen Ausläufern sind definitiv die Charaktere. Zum einen weil sogut wie jede Person einen gewissen Genius für sich birgt, indessen wie die jeweiligen Figuren geschrieben sind. Zum anderen aber auch aufgrund der Dialoge, denn die sind der absolute Oberhammer. Alleine für die verdient der Autor des Originalwerks einen Orden. Die Dialoge gehen so sehr ins Detail, dass es selbst als Zuschauer schon fast beängstigend ist. Etwas derartiges habe ich noch nie gesehen und das verdient einen gewaltigen Respekt meinerseits. In jeder Zeile merkt man, dass der Autor ein wahrer Menschenkenner ist, der vermutlich noch Psychologie oder ähnliches studiert hat.
Noch viel faszinierender sind aber die einzelnen Charaktere. Bevor ich hier jedoch im Detail eingehe, muss ich vor diversen Spoilern warnen, die ich aber als solche kennzeichnen werde.

ARARAGI Koyomi


Koyomi ist der Hauptcharakter der Geschichte. Trotz des Harem-Effekts, der ihm nunmal irgendwo doch noch anhaftet, finde ich seinen Charakter sehr erfrischend. Es macht einfach Spaß zur Abwechslung mal wieder einen Hauptcharakter zu haben, der einen moralischen Kompass besitzt und schlichtweg anderen helfen möchte. Diese Attitüde macht ihn ursympatisch, insbesondere mit seiner tollen Message, dass es nicht nur nicht funktioniert, für andere der Held sein zu wollen, sondern auch, dass dadurch manchmal die eigentliche Problematik erst heraufbeschworen wird.

SENJOUGAHARA Hitagi


Senjougahara ist das Aushängeschild der Monogatari-Reihe. Zu Beginn als einfache Schulkammeradin und etwas später dann als Koyomis feste Freundin sind es wohl vor allem ihre Einflüsse auf ihn, welche der Serie so einen großen Hype beschert haben. Dabei ist das Besondere an ihr für mich mehr ihr Charakter selbst, als ihre Persönlichkeit. Nicht ganz einfach zu erkennen ist sie doch ein stereotypischer Tsundere-Charakter, allerdings mit der Feinheit, dass ihre Tsundere-Eigenschaften umgekehrt sind.
Statt sich ihrer Gefühle zu Koyomi zu widersetzen, will sie die Beziehung zu ihm und schleift ihn zu allem mit. Der Gegenpart dazu zeigt sich dann anhand von Schuldgefühlen, ob sie nicht doch zu streng ist.
Alles in allem finde ich das zwar schon gut, verglichen mit den anderen Charakteren ist sie für mich jedoch mitunter am uninteressantesten.


KANBARU Suruga


Kanbaru hat für mich gleich zwei besondere Aspekte. Der eine ist die Tatsache, dass sie bisexuell ist, was ich so noch bisher noch nicht gesehen habe, zumindest nicht in einem halbwegs seriösen Anime.
Gleiches gilt für das abgewandelte Liebesdreieck in das sie involviert ist. Dass ein Mann und eine Frau um eine Frau kämpfen, war bis dato ein Novum für mich.
Der andere interessante Punkt ist ihre Arc ansich.
Je nach dem wie man es betrachtet, ist die Kuriosität, die sie befallen hat, sowohl ein Segen wie auch ein Fluch. Denn sie kann ihr jeden erdenklichen Wunsch erfüllen, jedoch ist die Art und Weise, wie dieses Ziel erreicht wird, völlig außerhalb ihrer Kontrolle, was irgendwo eine ziemliche Verantwortung birgt.
So kann es auch sein, dass sie sich nachts in ein Monster verwandelt und ungewollt einfach Menschen tötet, die ihr Probleme bereiten.
HACHIKUJI Mayoi


Leute werden mich lünchen für meine folgende Aussage, doch ich bin mir auch hier bewusst, dass ich mich in all meinen bisherigen Äußerungen zu Fanservice und einer Verantwortung dem Zuschauer gegenüber - in wie gesagt halbwegs seriösen Anime - komplett konterkariere, aber ich finde Hachikuji super.
Allerdings nicht wegen ihres Charakters der irgendeine Art von Kawaii-Moe-Lolicon ist (und ich nebenbei bemerkt keine Ahnung habe, wieso der Autor so etwas in seine Story einbaut), sondern vielmehr aufgrund dessen, wie der Hauptcharakter mit ihr umgeht. Neben den Dialogen und Interaktionen zu ihrer Arc verbringt er nämlich ungefähr die Hälfte der Zeit damit sie schlagen, zu treten, sie sexuell zu belästigen, zu befummeln und mit dem Kopf voran in der Gegend umher zu werfern.
Normalerweise bin ich ja einer der ersten Spaßbremser, der mit der Moralkeule angerannt kommt. Aber das hier ist ein komplett neues Level an Irrsinn. Ich weiß nicht, was in dem Kopf eines Autors einer Geschichte vorgehen muss, um auf jegliche Moral, Anstand und Verantwortung so hart zu sche***n, aber ich bin so froh, dass er es getan und vor allem auch durchgezogen hat.
Btw: Falls zufällig jemand weiß, welche Drogen der Typ nimmt, ich hätte gerne auch was davon.^^

HANEKAWA Tsubasa


Hanekawa ist für mich persönlich nicht nur einer der interessantesten Charaktere der Serie, sondern vielleicht auch einer der am interessantesten überhaupt. Dabei beziehe ich mich gar nicht mal so sehr darauf wie sie geschrieben ist. Denn sie ist ein recht gewöhnlicher Charakter, der mit bestimmten Dingen konfrontiert ist, mit denen er überfordert ist. Dadurch wird ein psychischer Druck auf den Charakter aufgebaut, der irgendwann zu groß wird. Wenn das passiert, tickt der Charakter meistens aus oder bricht unter dem immensen Druck zusammen. Was mir an Hanekawa so gefällt ist ihre Persönlichkeit und die Art, wie sie mit diesem ganzen Druck umgeht.
Letztendlich hat sie ein geschädigtes Selbstwertgefühl und versucht es daher allen Leuten recht zu machen. Dass das nicht funktioniert sollte klar sein. Aber Hanekawa gibt sich dann selbst die Schuld daran und ignoriert dabei sie ihre eigene Konstitution. Sie verleugnet sich damit selbst, was ihre Problematik nur noch verstärkt und am Ende führt das dazu, dass sich ihre Persönlichkeit spaltet.
KAIKI Deishuu


Kaiki ist ebenfalls ein besonderer Fall. Denn auch wenn er anfangs etwas schwächelte, zählt er nun zu meinen Lieblingscharakteren. Er ist ein Betrüger, der vorgibt den Leuten für Geld zu helfen, liefert ihnen aber letztlich nicht das, was sie von ihm erwarten. Dadurch wirkt er zunächst eher unsympatisch, doch eig. wird er nur von allen missverstanden. Sein Charakter gefällt mir so gut, weil er eine Art alternative Version des Hauptcharakters darstellt, wenn in dessen Leben nicht alles so glimpflich verlaufen wäre. Aber seine Glanzrolle bekommt er erst in der Second Season während der Arc mit Sengeku.
Ich bin ein rieseiger Fan davon, wenn Antagonisten nicht einfach durch physische Gewalt besiegt werden, sondern in einem Dialog dazu bewegt werden aufzugeben. Hier wurde dies so toll inszeniert, dass ich die gesamte Arc zu dem Besten, was ich je sehen durfte. Gleiches gilt auch seinen phenomenal guten Dialog mit Koyomi darüber, dass es ab und zu vorkommen kann, dass glücklich zu sein allein einfach nicht genügt, wenn man sich dadurch in etwas verrennt, und dass es manchmal vielleicht besser einen geliebten Menschen mit einem gebrochenen Herzen zurück zu lassen, damit dieser überhaupt eine Chance erhält, sich im Leben weiterzuentwickeln.
ARARAGI Karen


Sie ist eine von Koyomi's jüngeren Schwestern und ähnlich wie Kaiki ein Abbild dessen, wie Koyomi früher einmal gewesen ist. Ihre eigentliche Arc ist in Nisemonogatari. Der für mich interessante Punkt und hier, dass Koyomi mit seiner kleinen Schwester sozusagen als Proxy nun mit einer Version seines früheren Ichs konfrontiert wird. Das zeigt eine wundervolle Charakterentwicklung sowohl bei Karen als auch bei Koyomi selbst.
Der tolle Dialog mit ihr gegen Ende der Arc, indem er ihr erklärt, dass sie, wenn sie anderen wirklich helfen will, zulassen müsse, dass diese Personen zum Held ihrer eigenen Geschichte werden, macht die zweite Serie fast so gut wie die erste.

SENGOKU Nadeko


Zu guter Letzt ist Sengoku mein absoluter Favorit unter allen Charakteren. Anfangs nur als klassischer Moe-Charakter, der zu Koyomi aufsieht geschrieben, mutiert sie in der Second-Series zu einem der genialsten Charaktere ever.
Ich habe ja schon viele abgedrehte und psychisch kaputte Charaktere gesehen, aber Sengoku schlägt all das um Längen. Bereits zu Beginn der Staffel begleiten wir sie als Zuschauer und stellen ganz langsam fest, dass die Frau absolut legitim geistesgestört ist. Doch wer glaubt, das sei es schon gewesen, befindet sich auf dem Holzweg.
Man stelle sich folgenden Gedankengang des Autors vor: "Was mache ich denn jetzt nur mit einem geistesgestörten Charakter? Ich hab's! Geben wir ihr gottgleiche Kräfte an die Hand."
Ich weiß ja nicht, was der Typ geraucht hat um auf solch eine Idee zu kommen, aber das muss echt hartes Zeug gewesen sein.^^

Avatar: Spooky E

#10
Die Monogatari-Reihe lebt haupsaechlich von ihren exzentrischen, dynamischen Charakteren und deren neckischen, metaphysischen, oftmals komoediantischen Dialogen. Nicht zu vergessen die teils geschickt eingestreuten gesellschaftskritischen Spitzen und aufgeworfenen philosophischen Fragen - die nicht sehr aufschlussreich sind, ueber diese zu gruebeln aber sehr spassig ist. Und das sag ich, obwohl ich noch nichtmal ein grosser Fan der Serie, speziell von der Anime-Adaption, bin. Dass die Handlung von durchgehend inkonsistenter Natur ist, faellt gar nicht so negativ auf, da quasi jede Figur eine angemessene Entwicklung in der Serie durchmacht und dadurch interessant ist und bleibt. Der Cast ist sehr einpraegsam, im Gegensatz zum Gros der von mir bekannten Werke aus diesem Medium.

Wer es auf Fanservice reduziert oder seinen Spass lediglich daraus zieht, liest/schaut die Serie aus den falschen Gruenden.
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