Was haltet ihr vom Thema "Nationalstolz"?

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Was haltet ihr vom Thema "Nationalstolz"?

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Avatar: MechaRidleyThemenstarter#1
Wie denkt ihr über das Thema "Nationalstolz"?
Ist dieser positiv oder doch eher unnötig?

Meine Meinung:
Ich bin prinzipiell gegen Nationalstolz.
Egal, ob von einem deutschen, einem türken, einem russen oder sonst wem!
Wie tief muss man sinken, um auf einen Staat stolz zu sein?!
Sei doch lieber auf dich selbst und deine eigenen Leistungen stolz.
Die kannst du immerhin selbst beeinflussen 
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Avatar: Kali_San#2
Ich glaube da muss jemand nochmal die Definition von Nationalstolz nachlesen!

Kleiner Denkanstoß: "Diese Bindung wird auch als Nationalgefühl oder Nationalstolz benannt und kann sich auf ganz verschiedene als Merkmale der eigenen Nation angesehene Aspekte beziehen, etwa ethnische, kulturelle, politische oder historische."
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Kommentare (3)

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Avatar: Pilop
V.I.P.
#3
Kurzfassung:
Patriotismus führt zu Nationalismus führt zu Faschismus. Nationalstolz hat für mich weit mehr destruktives Potential als positives.
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Kommentare (4)

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Avatar: aniSearchler-42507#4
Ich sehe das etwas anders. (Bezogen auf den Startpost.)

Meiner Meinung nach, ist im richtigen Kontext nämlich fast (!) alles okay. Beispielsweise empfinde ich es auch als arm, wenn man sagt, unser Land hat dies, das und jenes und euer Land nur das und dies und deshalb sind wir was besseres. Sowas und ähnliches ist einfach nicht cool. Andererseits finde ich es mehr als in Ordnung, wenn man sagt, mein Land oder meine Nation hat dieses und jenes Erbe, ich bin damit aufgewachsen, es bedeutet mir was und darauf bin ich stolz. Ganz ohne absurde Vergleiche aufzustellen. Das heißt nicht, dass man sich nur durch seine Kultur definiert, aber es ist ein Teil von einem, wieso also ausblenden, wenn er doch so viele schöne Facetten hat. Seht ihr den Unterschied?

Die Deutschen haben oft noch heute ein Problem, gesunden (!) Nationalstolz zu entwickeln und zu äußern. Kein Wunder, denn bei einem Deutschen entwickelt man da schnell mal eine Verknüpfung zum Nationalsozialismus. Das ist schade, denn wenn man das außen vor lässt und etwas in die deutsche Kultur einsteigt, hat dieses Land eine sehr interessante Geschichte. Es ist eine Verschwendung, dass dieses Erbe durch den Nationalsozialismus und seine Folgen mehr und mehr verlorengegangen ist.
Beitrag wurde zuletzt am 28.06.2015 um 14:57 geändert.
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Avatar: Jaycee#5
Ich bin durchaus patriotisch eingestellt - verstehe nicht, wieso das immer in den Kontext von irgendwelcher rechtspolitischer Ideologie gerät. Ich bin politisch gesehen ziemlich mittig und trotzdem empfinde ich eine große Sympathie zur Schweiz - ist ja auch völlig berechtigt, da wir das einzige Land mit dieser Form von direkten Demokratie sind, also eine sehr freie Politik haben und eine erfolgreiche Wirtschaft, von der sich die EU noch einiges abschneiden kann. Obwohl mir Deutschland gefällt, muss ich sagen, dass ich trotz allem lieber in der Schweiz wohnen möchte - das Land ist mir mit allen Sitten und Normen einfach vertraut, dort habe ich meine Freunde, kenne Menschen die dieselbe Sprache sprechen. Das sind alles Faktoren, die jetzt fehlen und ich geniesse es sehr, wenn ich mal Schweizerdeutsch höre oder Köppel in "Hart aber Fair" den Deutschen mal wieder ordentlich Feuer unter'm Arsch macht, mit seinem schweizerdeutschen Akzent.
Beitrag wurde zuletzt am 28.06.2015 um 15:05 geändert.
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Avatar: LucaZH
V.I.P.
#6
Also ich sehe das anders als MechaRidleys und muss AmaliaSan recht geben. Nationalstolz heisst nichtzwangsläufig dass man auf die Leistungen seines Landes stolz ist, sondern beinhaltet auch tiefe Gefühle für das Heimatland. Ich beispielsweise kann nicht verstehen, wie jemand in einem land leben kann, dass er nicht mag. Ich bin in der Schweiz geboren und liebe dieses Land. Ich bin gern in der Schweiz. Dem könnte man Nationalstolz sagen. Genauso liebe ich die Herkunftsländer meinen Eltern, also Tschechien und Italien. Besonders zu Italien hege ich Gefühle, und ich und finde es schön, wenn ich dort bin. Ich bin froh italienische und tschechische Wurzeln zu haben, daher kann ich schon behaupten, dass ich Nationalstolz besetzte. Bei mir zuhause hängen auch alle drei Fahnen, die ich an der WM/EM immer raushänge. Genauso wie ich mich auch mit der Kultur meiner Länder beschäftige.

Ich sehe nichts schlimmes am Nationalstolz, solange man anderen auch die Liebe zu ihrem Land lässt, und seines nicht für besser als das der anderen Länder hält.
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Avatar: Luthandorius#7
Ich finde es gut, Deutscher zu sein - Bürger eines der wichtigsten Länder der EU. Ob man das als "Stolz" bezeichnen  kann weiß ich nicht.

Jedoch bin ich sehr froh, nicht in andern Ländern wie den USA (waffengeile und kriegsgeile Kultur, diese ehemalige Kolonie) oder Russland/China (Kommunisten) zu leben.

Aus Europa entstammt eben viel (aus Deutschland, Schriftsteller, Musiker usw. aber auch aus andern EU-Ländern viele Sachen von Weltruhm) und die USA war auch mal nur Kolonie. Wir blicken auf eine lange Geschichte zurück und haben viele interessante einzelne Länder mit ihren eigenen Kulturen und schaffen es dennoch uns gut zusammenzuraufen, auch wenns mal grad Probleme gibt, mit Griechenland. (Dass es hier schwieriger ist, wie bei den USA, bei denen ja alle Bundesstaaten die gleiche Sprache gesprochen wird und alles "Amerikaner" sind und damie ein festerer Zusammenschluss ist klar, dennoch können wir auf die EU stolz sein.)

Hoffe, dass die EU noch Bestand halten wird, das Griechenland-Problem gelöst werden kann, ohne dass Griechenland ausscheiden muss, UK sich mal mehr zur EU wenden, irgendwann (statt für USA mit ihrem Geheimdienst uns ausspionieren helfen).

Die EU sollte eine führendere Rolle in der Welt einnehmen.
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Avatar: MechaRidleyThemenstarter#8
Ich bin politisch gesehen sehr demokratisch/liberal und halte sowohl von linker Diktatur (Kommunismus), als auch von rechter Diktatur (Nationalismus) gar nichts.
Denn in beiden Diktaturen hat man so gut wie gar keine Freiheiten mehr.
Wer nicht in die Ideologie des Staates passt kommt einfach weg...
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Avatar: aniSearchler-42507#9
Ah, so ist das nicht. Selbst bei Extremen hat man jede Freiheit, insofern sie nicht den vorgegebenen Rahmen überschreitet. Das ist ja die Natur der Sache. Und dann ist tatsächlicher Rechts- oder Linksextremismus in der Tat fatal, aber vergleichsweise selten. Die meisten Systeme, die Farbe bekennen gehen zwar in eine Richtung, vom Radikalismus sind sie aber weiter entfernt als wir zum Mond.
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Avatar: Relax5
V.I.P.
#10
Ich bin ein wenig verwundert wie man Nationalstolz mit einer Politischen Richtung verbinden kann. Deutschland ist buchstäblich das Ergebnis von Nationalstolz. Vormärz, deutsche Vereinigung gegen Frankreich usw. sind geschichtliche Ereignisse welche Deutschland gegründet haben, unabhängig welche politische Richtung. Beim Vormärz war es das patriotische Bürgertum, welches versuchte eine Demokratie in einer Monarchie zu erschaffen. Revolutionen sind schon häufiger durch ein patriotischen Grundgedanken entstanden (siehe Französische oder Amerikanische Revolution). Es ist heute schwierig einen Patriotischen Gedanken in Deutschland zu entwickeln, wenn man fast täglich mit den Fehlern der Deutschen vom Anfang des 20. Jahrhunderts konfrontiert wird. Klar war es schlimm, aber der Patriotismus ist nicht der Grund für die Verbrechen von damals.
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Avatar: Aranci#11

Ich bin auch froh in Deutschland geboren worden zu sein. Aber das ist mir zu zufällg um Stolz dafür zu empfinden. Andererseits finde ich das schon irgendwie cool wenn z.B. ein deutscher Sportler irgendwie Erfolge feiert, dann fällt mir das viel stärker auf als würd der aus nem anderen Land kommen, auch wenn die Medien mich nicht drauf aufmerksam gemacht haben. Oder ich horche auf wenn ich in nem Fremden Land Leute Deutsch sprechen höre. Ich denk dann aber auch nicht "Ohh geil da sind Deutsche" oder so sondern mir fällts einfach auf. Also generell find ich Nationalstolz und Patriotismus kacke, aber kenne auch genug Leute die sagen Stolz auf Deutschland zu sein die total nett sind (kommt mir auch so vor als wär das ein großer Teil in Deutschland). Andererseits finde ich schon dass einige Vorposter recht hatten und das sowas ausarten kann und dann schnell zu ner geringeren Einschätzung von Menschen aus anderen Ländern kommt. Subtile Kommentare höre ich immer wieder. Irgendwas abfälliges über Türken oder Polen oder irgendne andere Einwanderergruppe. Und wenn man die Leute die sowas äüßern dann darauf anspricht sind sie nicht rassistisch und was weiß ich. Bei uns im Dorf wurde zum Beispiel mal ein Auto einer Einwanderfamilie zerkratz so dass die Kratzer auf der Motorhaube ein Hakenkreuz ergaben. Daraufhin haben ein paar Leute was spenden wollen und irgendwer hat auch in Facebook nachgefragt ob da noch mehr Menschen interesse dran hätten. Dann kamen da Leute die damit argumentiert haben dass das Hakenkreuz ursprünglich ja gar nichts mit rechtem Gedankengut zutun hätte und das die Deutschen dass Geld doch viel besser gebrauchen könnten und die Winterhilfe unter Hitler war ja doch nicht so schlecht und die Leiden ja sosehr und wenn man die dann konfrontiert hat sind die auf nichts eingegangen. Nur an der Frage vorbei geantwortet oder gar nicht oder aggressiv. Und das ist halt alltag. Sowas find ich schon widerlich persönlich,

 

Okay, war jetzt alles sehr durcheinander  Aber irgendwo dadrin steckt meine Meinung zum Thema

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Avatar: RaestHD#12
Patriotismus sollte man beschränken auf einen Umkreis von paar Kilometern um die eigene Heimat, dann geht er für mich in Ordnung. Wenn man seinem Geburtsort oder dem Ort wo man aufgewachsen ist treu ist, kann ich dass nachvollziehen, aber nicht wenn man Stolz ist auf Orte bzw. den Rest des Landes wo man noch nie war. Nationalismus ist für mich ein Nährboden für Weltanschauungen, die ich strikt ablehne. Ich sehe darin nichts Gutes, denn den "Stolz" auf etwas, welches die eigene Persönlichkeit beflügelt, kann man auch anders erlangen.
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Avatar: Feidl
Moderator
#13
RaestPatriotismus sollte man beschränken auf einen Umkreis von paar Kilometern um die eigene Heimat, dann geht er für mich in Ordnung. [...] Ich sehe darin nichts Gutes, denn den "Stolz" auf etwas, welches die eigene Persönlichkeit beflügelt, kann man auch anders erlangen.
Und inwieweit trifft das denn nun nicht auf den Lokalpatriotismus zu? Ob nun stolz auf die Stadt, die Region, das Bundesland oder die Nation macht nun keinen wirklichen Unterschied.
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Avatar: 0ni#14
ich finde auch das es von patriotismus bis zum faschismus kein allzu langer weg ist, von daher wenn, dann bitte nur in maßen und ohne den objektiven überblick zu verlieren.. (was sich aber irgendwie selbst ausschließt)
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Avatar: Feidl
Moderator
#15
PilopDer Unterschied ist, dass man mit der aufgewiegelten Bevölkerung von Hintertupfingen keine Kriege auslösen kann
Das ist aber kein gerechtfertigter Grund, Patriotismus im größeren Maßstab abzulehnen, aber Lokalpatriotismus in Ordnung zu finden. Nur weil eine Stadt, eine Region oder auch eine kleine Nation nicht die Möglichkeit hat, richtig Krieg zu führen, dürften sie partriotisch sein, aber Bevölkerung großerer Staaten nicht?
Beitrag wurde zuletzt am 30.06.2015 um 02:17 geändert.
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