• Themen-
  • Beiträge-
  • Abonnements-
  • Lesezeichen-
  • Ausgeblendet-

Anime Kino-Events in der Schweiz

  • Ablehnend
  • Traurig
  • Überrascht
  • Lustig
  • Liebhaben
  • Zustimmen
Avatar: HyperionCHThemenstarter#1

Am 11. Januar 2019 schrieb KSM Anime ein Statement, warum es in der Schweiz keine Kino-Events in der Schweiz gibt.
Quelle: https://twitter.com/KSMAnime/status/1083682711343153154

Wichtigste Punkte zusammengefasst:

- Keine Nachfrage (u.a. am Beispiel durch die Fantasy Basel aka "FaBa").
- Gem. ihrer Marktforschung zu wenig Nachfrage (im Fall von NGNL 1'350 Tickets; in AT waren es 1'931); alleine deshalb nicht rentabel
- Zusätzliche Kosten, u.a. durch einen extra Filmverleiher in der Schweiz
- Gem. Film-Gesetz (FiG) Art. 19.2 müssen die Sprachfassung aller 4 Landessprachen in den Kinos verwertet werden ("grösste Hürde")


Eine erste Gegendarstellung habe ich dann ein paar Wochen später veröffentlicht:
Quelle: https://docs.google.com/document/d/1d5Qa150e9pKat0RNir8AWqqc414WUllhCvGD7xrbIXQ/edit

Kurzfassung:

- Thema "keine Nachfrage bei der FaBa"
Die FaBa ist keine Anime-Convention. Zwar möchte der Veranstalter sicherlich auch das Thema Anime dort platzieren, aber bis jetzt gibt es keinen Anime-Content (wurde auch von anderen Schweizern in der Twitter-Diskussion bestätigt). Man wird vielleicht einzelne Anime-Fans dort finden, aber die findet man auch beim Derby Schalke gegen den BVB. Dass aber auch dort eher wenig Fans finden wird, liegt daran, dass man wegen Fussball ins Stadion geht und nicht wegen Anime (bzw. bei der FaBa: hauptsächlich wegen Fantasy, Gaming und eSport).

- Weniger Ticketsverkauf
Leider wurde nicht berücksichtigt, dass in der Schweiz die Ticketpreise wesentlich höher sind als in DE/AT. Zudem ist die Umsatzsteuer wesentlich tiefer (in der Schweiz "Mehrwertsteuer" genannt). Unter dem Strich wäre bei NGNL (gem. Ticketanzahl von KSM) der Netto-Umsatz mit ca. 24'000 Euro (umgerechnet) ähnlich hoch wie in Österreich (bzw. sogar etwas höher).

Wenn man bedenkt, dass in Österreich die Anime-Events zuerst mit 2-3 Kinos gestartet sind (bestenfalls 10'000 Euro Netto-Umsatz), ist es doch fraglich, warum ein mehr als doppelt so hoher Netto-Umsatz nicht ausreichen soll, damit es rentabel wird.

- Zusätzliche Kosten
Leider nennt uns KSM nicht, wie hoch diese Kosten für den Filmverleiehr liegt (nach meiner Gegensdarstellung kam keine Antwort mehr von KSM). In der Schweiz gibt es ca. 40-50 Filmverleiher. Die Konkurrenz wäre also genug hoch, damit es keine Mondpreise gibt. Der administrative und logistische Aufwand für vielleicht 5-10 Kinos mit einer oder zwei Vorstellungen ist nicht sehr gross. Sie sind niemals im fünfstelligen Bereich (und die müssten es wie oben bereits mit dem Netto-Umsatz berechnet sein, damit es nicht rentabel ist).

- FiG Art. 19.2
Der Artikel gibt es seit 2001 (nicht seit 2016 wie es KSM schrieb) und offensichtlich gibt es Möglichkeiten, dass man nicht alle Sprachen in den Kino zeigen muss (rätoromanisch habe ich noch nie als Angebot in einem Kino gesehen). Ponyo wurde z.B. bereits über ein Jahr früher in der Westschweiz und im Tessin auf französisch/italienisch gezeigt, bevor die Rechte in Deutschland überhaupt vergeben wurde (damals sollte Constantin - glaube ich - die Rechte bekommen; am Ende gingen sie dann doch an Universum Anime).
Seit 2016 gilt dieser Gesetzesartikel jedoch auch für DVD/BD sowie VOD (alles ausser TV). Interessanterweise kann ich in der Schweiz Anime-Filme auf DVD/BD bzw. als VOD kaufen. Würde die Aussage von KSM stimmen, wären alle diese Angebote nicht legal.



Einige Tage später kam eine Antwort vom aS-Team. Besten Dank nochmals für den Aufwand, den ihr für dieses Thema eingesetzt habt. :)
Quelle: https://twitter.com/aniSearchCom/status/1093609904714252289

Kurzfassung der Themen:

- räumliche Gültigkeit der Lizenz / Nachverhandlungen von Lizenzen sind teuer
- Nicht alle Anime-Filme haben das Potential von NGNL
- Jugendschutzprüfung in der Schweiz kostet Geld
- Filmverleiher sollte man anfragen (z.B. Frenetic, welche für Ghibli-Movies die Kinoverwertung unternahm)



Hier meine Antwort auf diese Themen.
Quelle: https://docs.google.com/document/d/15vF2rZdc-9LtI5qHOUa2xKvdixaFtaJPffM57SELgpw/edit

- räumliche Gültigkeit Lizenz / Nachverhandlung
Für mich ist sehr unklar, war "nur deutsch-sprachigen Raum" bedeutet; zumal Lizenz immer pro Land vergeben werden (z.B. gibt es keine Lizenz nur für Südtirol).
Nachverhandlungen wurden von Anime-Fans in der Schweiz nie verlangt. Bei den früheren Events ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen. Aber es ist einfach, dass man die Kinolizenz für die Schweiz bekommt. Denn die franz. und ital. Publisher haben offensichtlich kein Interesse an einer Verwertung. Der Lizenzgeber in Japan kriegt somit von jenen Publishern keinen Anteil aus der Kinoverwertung (da es keine gibt). Aber wenn der deutsche Publisher den Film in den Kinos in der Schweiz verwertet, kriegt er einen Anteil aus der Verwertung.

- Nicht alle Anime-Filme haben ein Potential wie NGNL
Dies begründet aber nicht, warum man gar keine Anime-Events kriegt. Ja, einige Filme wären weniger erfolgreich (btw. auch in Österreich). aber zumindest diejenigen mit Potential kann man zeigen (z.B. NGNL, Your Name, Mirai no Mirai, etc.).

- Die Anmeldung für die Jugendschutzfreigabe kostet umgerechnet ca. 200 Euro.

- Filmverleiher anfragen
Als Privatperson kriegt man von den Filmverleihern leider kaum Informationen.
Der von aS angesprochene Verleiher Frenetic möchte sich auch nicht zu diesem Thema äussern.
Ich persönlich habe das Gefühl, dass ich in ein Wespennest trete, wenn ich bei den Filmverleihern das Thema Anime anspreche. Jedoch hat bis jetzt niemand geantwortet, dass es nicht rentabel sei (immerhin werden deutsche Kinderfilme wie "Ritter Rost 2" im regulären Kinoprogramm gezeigt; natürlich nur auf Deutsch und mit auch nur 1'277 verkauften Tickets) oder es aus rechtlichen Gründen nicht gezeigt werden kann (FiG 19.2).


Auf Wunsch von aS eröffne ich diesen Thread hier zum Thema, da es sich so leicher diskutieren lässt.

Die wichtigsten Gründe seitens KSM waren FiG 19.2, geringe Nachfrage und höhere Kosten durch Filmverleiher in der Schweiz.
Ich denke, ich habe alle 3 Gründ klar widerlegen können mit jenen Informationen, die ich erhalten konnte:

- FiG 19.2 ist kein Hindernis (Beispiel Ponyo + viele Filme aus Deutschland und Frankreich, die nur im jeweiligen Sprachraum vewertet werden)
- Der Netto-Umsatz ist mit jenem von Österreich vergleichbar (Stand heute; verglichen mit jener Zeit, als es nur 2-3 Kinos in Österreich gab, ist der Umsatz wesentlich höher)
- Aufgrund des hohen Netto-Umsatzes müssten die zusätzlichen Kosten tragbar sein; zumindest bei den grösseren Titeln wie NGNL, Your Name, Mirai no Mirai, etc. Details, wie hoch die Kosten für den Filmverleiher sind, konnte mir aber niemand geben. Jedoch sehe ich viele Kinofilme, die nur 1'000 bis 2'000 Tickets in der Schweiz verkauft kriegten und dies im regulären Kinoprogramm (sicherlich höhere administrative Kosten als mit einem Event-Konzept).

Ich bin jedenfalls gespannt, ob jemand wichtige Informationen liefern kann.
Vielleicht hat das aS-Team auch mehr Glück bei den Filmverleihern und diese sprechen mit News-Portalen eher als mit einzelnen Privatpersonen.

    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
Avatar: CybernetikFrozone#2
Du scheinst ja sehr gerne, einen Anime in deinem Schweizer Kino sehen zu wollen,jedoch und das ist das einzige was ich als Regensburger dazu schreiben kann,da alles andere auf Facebook und Hier bereits breitgetreten wurde: KSM hat es in der Hand,sie sind immer noch eine Firma, genauso wie Japan und co. und die Entscheiden,was,wo im Kino läuft. Wir Haben hier eine Friss oder stirb Situation.
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
Avatar: Aminobenzol#3
@HyperionCH
Deine Kostenabschätzung ist viel zu optimistisch, so dass Du davon ausgehen kannst, dass die Argumente von KSM und dem aS-Team weitgehend der Realität entsprechen. Selbst wenn die Prüfung der Jugendfreigabe nur 200 € kosten sollte, so möchte der Jurist auf Seiten von KSM für die Vorbereitung des Antrages ein Vielfaches davon haben. Anime sind für KSM nur ein kleiner Anteil des Geschäftes etwa 5-10% (nicht mehr als 20%). Sie werden daher bereits in ihrem Hauptgeschäft mit den Schweizerischen Behörden ihre einschlägigen Erfahrungen gesammelt haben.
Es mag für die Schweizer Pech sein aber Österreich und Deutschland sind nicht weit weg. Viele in Deutschland fahren jeden Tag weiter zur Arbeit, als die Schweizer bis zur Grenze brauchen.
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
Avatar: HyperionCHThemenstarter#4
@CybernetikFrozone
Da ich keinen Facebook-Account habe (und ohne ist es kaum möglich, auf Facebook zu navigieren), weiss ich nicht, was dort diskutiert wurde. Bezüglich "Hier" habe ich zumindest im hier im Forum nichts gefunden. Aber vielleicht hast du ja einen Link. ;)

Natürlich ist es immer noch Sache von KSM (bzw. jedem anderen Publisher), ob man in der Schweiz ihre Anime-Filme zeigt oder nicht. Wenn ein Statement dazu abgegeben wird, dann jedoch bitte mit einem plausiblen Statement.
Wie beschrieben ist die rechtliche Situation kein Hindernis (oder die Publisher haben alleine durch VOD und DVD/BD ein sehr grosses Problem). Die Rentabilität ist ebenfalls nicht plausibel. Da muss KSM mehr Informationen liefern; z.B. wie viel teurer eine Kinoverwertung ist. Denn wie gesagt: ein Netto-Umsatz von 10'000 Euro reichte in Österreich für eine Kinoverwertung offenbar aus; ein Netto-Umsatz von 24'000 Euro reicht hingegen in der Schweiz nicht aus. Diesen Cap sorgt schon für Klärungsbedarf.

Meinetwegen kann KSM auch schreiben, dass sie die Schweiz nicht mögen und deshalb keine Anime-Filme in Schweizer Kinos zeigen (OK, dann werde ich wohl kaum mehr ihre Produkte kaufen; aber gem. ihren Aussagen sind zumindest die Anime-Film in der Schweiz ja eh nicht legal^^).
Aber offenbar falsche Angaben zu machen, ärgert mich ehrlich gesagt. Denn das Thema wird weiterhin auftauchen. Frische Anime-Fans in der Schweiz werden wieder nachfragen und dann werden Fans aus Deutschland und Österreich sagen (aufgrund dieses Statements), dass dies rechtlich nicht möglich sei. Was jedoch offensichtlich nicht stimmt.


@Aminobenzol
Das Vorgehen sieht jedoch vor, dass der Filmverleiher den Film anmelden muss und nicht KSM.
Das Verfahren ist dabei sehr vereinfacht, insbesondere wenn es bereits eine FSK aus Deutschland gibt: der Filmverleiher kann die FSK-Freigabe für die Schweizer Altersfreigabe beantragen (darf aber auch ein anderes Alter beantragen) und wenn nicht mindestens 4 Mitglieder der Kommission dagegen sind, ist dies bereits genehmigt.
Dafür braucht auch der Filmverleiher selbst keinen Anwalt; nur einen kaufmännischen Angestellten, der das Anmeldeformular ausfüllt.
Wie auch bereits bei meiner zweiten Antwort auf Twitter geschrieben: auch in Österreich muss man eine Altersfreigabe beantragen. Das Verfahren dort kenne ich nicht. Aber es wird sicherlich auch etwas kosten und das Verfahren wird kaum so einfach sein wie jenes in der Schweiz, wenn bereits eine FSK besteht.

Wie hoch die Gesamtkosten für den Filmverleiher sind, weiss ich nicht. Da sind leider die Schweizer Filmverleiher sehr schweigsam und KSM schrieb auch nichts davon.
Wie jedoch erklärt gibt es laufend kleinere Filme im regulären Kinoprogramm, die nur rund 1'000 Eintritte einbrachten (und wie gesagt: der Aufwand beim regulären Programm ist wesentlich höher, da auch mehr Vorstellungen abzurechnen sind). Es ist also davon auszugehen, dass der Filmverleiher keinen Verlust macht, wenn er diese Filme im Kino verwertet. Wenn man berücksichtigt, dass der Rechteinhaber einen Anteil haben möchte und auch die Kinobetreiber selbst, werden die Gesamt-Kosten maximal einen tiefen bis mittleren vierstelligen Betrag sein. Damit wären die Kosten jedoch locker durch den Netto-Umsatz gedeckt; der Event wäre rentabel.
Es wird zwar immer gesagt, wie teuer das Ganze sei; aber konkrete Zahlen werden leider nie genannt.

Natürlich kann man auch nach Deutschland fahren. Aber mit dem gleichen Argument könnte man ja auch sagen, dass man nicht über 150 Kinos in Deutschland braucht, sondern 20 ausreichen. Man könne ja zur nächstgelegenen Stadt fahren.
Hinzu kommt, dass z.B. Kazé nur am DI ihre Anime Nights durchführen. Unter der Woche wird es bereits schwieriger. Ich zum Beispiel arbeite derzeit sehr oft bis nach 20 Uhr. Damit ist es mir nicht möglich, rechtzeitig ins nächstgelegenen Kino in Deutschland zu kommen. Gerade für die arbeiteten Anime-Fans ist es doch etwas schwer: nach der Arbeit zum Kino fahren (mit der Bahn erst recht schwer; gerade weil die Deutsche Bahn nicht ganz so zuverlässig ist wie die SBB in der Schweiz), den Film schauen, wieder zurück fahren und dann am nächsten Tag wieder früh zur Arbeit.

Zeitlich wäre dies natürlich möglich, wenn auch anstrengend.
Zeitlich wäre es aber wie gesagt auch möglich, dass z.B. in Bayern nur in Nürnberg und München die Events stattfinden. Anime-Fans aus Regensburg, Augsburg, Ingolstadt, Bayreuth, etc. können ja auch zu diesen beiden Städten fahren. Zwar wäre dies zeitlich auch möglich, aber ich denke, die Anime-Fans aus diesen Städten sind froh, dass es die Events auch bei ihnen in der Nähe gibt. Und wenn die Publisher ohne plausible Begründung einfach die Events in jenen Städten streichen, würden sich sicherlich einige dieser Fans dafür einsetzen, dass die Events wieder stattfinden.
So geht es den Schweizer Anime-Fans (einfach ohne "wieder").
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
Avatar: RocketsSnorlax
Freischalter
#5
HyperionCH

- Zusätzliche Kosten
Leider nennt uns KSM nicht, wie hoch diese Kosten für den Filmverleiehr liegt (nach meiner Gegensdarstellung kam keine Antwort mehr von KSM). In der Schweiz gibt es ca. 40-50 Filmverleiher. Die Konkurrenz wäre also genug hoch, damit es keine Mondpreise gibt. Der administrative und logistische Aufwand für vielleicht 5-10 Kinos mit einer oder zwei Vorstellungen ist nicht sehr gross. Sie sind niemals im fünfstelligen Bereich (und die müssten es wie oben bereits mit dem Netto-Umsatz berechnet sein, damit es nicht rentabel ist).

Eine genaue Aufschlüsselung der Kosten ist schwierig und birgt zudem die Gefahr, der Konkurrenz Informationen zu offenbaren die diese zu ihrem Vorteil nutzen könnte.
Der Unterschied zwischen Österreich und der Schweiz liegt hier darin, dass die Österreichischen Ketten vermutlich wesentlich enger mit den Deutschen Kinos zusammen arbeiten und durch den typischen Zuschnitt der Lizenzgebiete zumindest in diesem Punkt kaum Nachverhandlungen notwendig sind.

HyperionCH- FiG Art. 19.2
Der Artikel gibt es seit 2001 (nicht seit 2016 wie es KSM schrieb) und offensichtlich gibt es Möglichkeiten, dass man nicht alle Sprachen in den Kino zeigen muss (rätoromanisch habe ich noch nie als Angebot in einem Kino gesehen). Ponyo wurde z.B. bereits über ein Jahr früher in der Westschweiz und im Tessin auf französisch/italienisch gezeigt, bevor die Rechte in Deutschland überhaupt vergeben wurde (damals sollte Constantin - glaube ich - die Rechte bekommen; am Ende gingen sie dann doch an Universum Anime).
Seit 2016 gilt dieser Gesetzesartikel jedoch auch für DVD/BD sowie VOD (alles ausser TV). Interessanterweise kann ich in der Schweiz Anime-Filme auf DVD/BD bzw. als VOD kaufen. Würde die Aussage von KSM stimmen, wären alle diese Angebote nicht legal.
Studio Ghibli arbeitet im internationalen Lizenzgeschäft häufig mit Wild Bunch zusammen, einem mit dem kompletten europäischen Markt vertrautem Film-Distributor - für den auch die Schweiz-Problematik nicht neu ist und der die Schweiz-Rechte für alle relevanten Sprachen aus einer Hand vermitteln kann. Zusammen mit der Bekanntheit und hohen Qualität der Filme ist das für einen lokalen Partner natürlich ideal - der übernimmt aber auch den Disc-Verkauf.

Was den DVD & Blu-ray-Verkauf in der Schweiz angeht:
Soweit ich die schweizer Jugendschutzvorschriften verstanden habe, ist der Verkauf von importierten DVD & Blu-ray mit Jugendschutzfreigaben anerkannter ausländischer Stellen (vermutlich FSK und BBFC) in der Schweiz recht unproblematisch. Ich besitze einzelne italienische und französische Anime-Veröffentlichungen, die vom entsprechenden Publisher für den Verkauf in der Schweiz gekennzeichnet wurden - aber auch solche, bei denen das nicht der Fall ist.
Eine Import-Ausnahme ist m.e. für Kinovorführungen nicht vorgesehen.

HyperionCH- räumliche Gültigkeit Lizenz / Nachverhandlung
Für mich ist sehr unklar, war "nur deutsch-sprachigen Raum" bedeutet; zumal Lizenz immer pro Land vergeben werden (z.B. gibt es keine Lizenz nur für Südtirol).
Nachverhandlungen wurden von Anime-Fans in der Schweiz nie verlangt. Bei den früheren Events ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen. Aber es ist einfach, dass man die Kinolizenz für die Schweiz bekommt. Denn die franz. und ital. Publisher haben offensichtlich kein Interesse an einer Verwertung. Der Lizenzgeber in Japan kriegt somit von jenen Publishern keinen Anteil aus der Kinoverwertung (da es keine gibt). Aber wenn der deutsche Publisher den Film in den Kinos in der Schweiz verwertet, kriegt er einen Anteil aus der Verwertung.
Ich empfehle an diesem Punkt beispielsweise einen Blick in die Nutzungsbedingungen von Wakanim, die die Nutzung der deutschsprachigen Webseite tatsächlich nur Nutzern in der Deutschschweiz erlauben. Und Südtirol? Zumindest offiziell sperrt Crunchyroll in "Alto Adige" den Zugriff auf Myriad Colors Phantom World und Samurai Flamenco, obwohl der Anbieter die Rechte für Italien erworben hat. Auch in Polen sind zumindest einzelne Titel gesperrt (Aldnoah.Zero) - weil beide laut den entsprechenden Lizenzgebern "deutschsprachig" seien.
(Dass eine ip-basierte Sperrung von einzelnen Kantonen oder Provinzen in der Praxis wohl kaum umzusetzen ist, steht auf einem anderen Blatt)

Und ja: Auch für kommende Lizenzen wären Nachverhandlungen unvermeidlich - denn, auch um die Verhandlungen nicht unnötig in die Länge zu ziehen und Fehler zu vermeiden, werden nicht selten ältere Verträge als "Vorlage" genutzt.
Nicht immer sind die Ergebnisse dabei logisch und nachvollziehbar: So muss der US-Publisher häufig auch die Rechte für Lateinamerika, die britischen Inseln, Ozeanien und einzelne Länder wie etwa die Südafrika oder die Niederlande mit erwerben. Zwar gelingt es oft, die Rechte für die britischen Inseln und Ozeanien an die dortigen Firmen weiterzuverkaufen - aber die Niederlande? Funimation sperrt die auch bei gültigen Lizenzen einfach aus.

Oder ein aktuelles Beispiel: Himouto Umaru-chan R:
Hier hat der US-Publisher Sentai Filmworks die Rechte für ganz Europa mit erworben - darf jedoch im deutschsprachigen Raum aus Lizenzgründen keine englischen Untertitel anbieten. Und da sein Streaming-Partner Hidive die Übersetzungskosten scheut ist das Ergebnis für den deutschen Fan einfach nur traurig. Zumindest außerhalb Deutschlands sind mir einige für die lokalen Fans ähnlich ärgerliche Spracheinschränkungen bekannt...

Allerdings gilt auch: Ein Publisher kann nicht einfach "nur" die Kinorechte für die Gesamtschweiz erwerben, sondern muss dann oft auch Stream / TV / DVD/BD mitnehmen - das könnte hingegen mit den Interessen der anderen Publisher kollidieren. Eine andere Option wäre zwar, die entsprechenden Rechte von den Italienern und Franzosen zu kaufen - doch das ist wieder teuer... (Absprachen, Vertragsgestaltung,...)
Gerade die deutschen Publisher sind sehr auf wasserdichte Verträge bedacht. Warum?
siehe z.b. Anime Limited UK, die 2018 eingestehen mussten dass ihnen die Lizenzrechte an zahlreichen angekündigten Titeln vor DVD/BD-Veröffentlichung entzogen wurden (inkl eines Titels, den sie schon ins Kino gebracht hatten)

HyperionCH - Die Anmeldung für die Jugendschutzfreigabe kostet umgerechnet ca. 200 Euro.
Ich weiß nur, dass die BBFC und die FSK für normale Spielfilmlängen eher in der Größenordnung von 1.000€ liegen.
In Deutschland kann diese Gebühr nur umgangen werden, wenn der Zutritt für Minderjährige untersagt wird (was sich meist negativ auf die Einnahmen auswirkt).

Eine zusätzliche Hürde für Firmen wie KSM ist der erhebliche bürokratische Aufwand, beispielsweise in Hinblick auf Steuern und Buchhaltung, den Aktivitäten im Nicht-EU-Ausland mit sich bringen. Vermutlich wäre es einfacher, diese an eine Fremdfirma auszulagern - die aber im Gegenzug auch einen Teil vom Kuchen möchte.
Der ganze Zusatzaufwand ist zudem ein gewisser Risikofaktor in der Terminplanung - denn der Vorlauf ist bei Anime vergleichsweise kurz. Klappt kein zeitgleicher Start mit Deutschland, ist ein negativer Einfluss auf das eh schon nicht besonders überzeugende Einspielergebnis zu erwarten und zudem entsteht ein Mehraufwand beim Marketing.

Ein wenig einfacher wäre der Schritt für Anime in Schweizer Kino's vermutlich für Kazé:
Die Mutterfirma ist offiziell in der Schweiz ansässig, sodass der bürokratische Mehraufwand vermutlich geringer ausfiele. In Sachen Lizenzen ergeben sich zumindest in einigen Fällen Synergien, weil die französischen Rechte manchmal bei der Schwesterfirma Kazé Frankreich liegen. Jene Filme, für die eine Kino-Auswerung wirtschaftlich interessant scheint, haben aber oft auch einen italienischen Publisher der irgendwie mitspielen müsste...

Was ich allerdings auch sagen muss:
Die Kinos in Weil am Rhein und Konstanz, die praktisch direkt am Grenzübergang sind, aber auch Hohenems im Vorarlberg sind zumindest aus Teilen der Deutschschweiz gut zu erreichen. Ein gezieltes Ansprechen dieser Kinostandorte für Anime-Events wäre wünschenswert, entfallen doch hier zumindest fast alle rechtlichen und bürokratischen Probleme.

Disclaimer:
Die Aussagen sind zwar allgemein formuliert, treffen aber möglicherweise nur auf wenige Titel zu. Eine Verifizierung der Angaben ist in den meisten Fällen nicht möglich, weshalb ich Fehler nicht ausschließen kann.
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
Avatar: Aminobenzol#6
@HyperionCH
Du kannst davon ausgehen, dass KSM jeden Schweizer Bürger, Kunden und Kinogänger zu schätzen weiß. Nur haben sie nichts zu verschenken und wenn die Filmvorführungen mit Verlusten enden werden, dann wird es diese schlicht nicht geben.

Entsprechend Deiner Ausführung muss in der Schweiz scheinbar ein zusätzlicher Filmverleiher beauftragt werden, der extra kostet. In Deutschland ist KSM der Filmverleiher soweit die entsprechende Lizenz KSM gehört. Hier gibt es nur noch einen technischen Dienstleister, der die 4K Digitalkopien transportiert (soweit nicht online) und die Abrechnung durchführt. In Deutschland sind bereits alle Kosten optimiert und praktisch alle Kinos voll digital (zum Teil auf Kosten der deutschen Steuerzahler).
Im Übrigen verlangt Du hier ernsthaft, dass KSM Geschäftsgeheimnisse geben soll, was letztlich nicht passieren wird.
Der Preis für die Kinokarten in der Schweiz ist höher, weil in der Schweiz allgemein höhere bürokratische Kosten anfallen. Hier also entweder der Staat, Kanton, Gemeinde oder zusätzliche Schweizer Firmen zugreifen. Österreich und Deutschland haben trotz aller Unterschiede ein sehr ähnliches Rechtssystem und sind beide in der EU. Die Schweiz (EU-rechtlich Drittland mit Vorzugsbehandlung) ist völlig anders und braucht nur einen kleinen Teil der EU-Verordungen umzusetzen.
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
Avatar: HyperionCHThemenstarter#7
@RocketsSnorlax
Meine Vermutung ist auch, dass die Kinoketten einen sehr grossen Einfluss haben.
In Österreich sind einzelne Kinoketten tätig, die auch in Deutschland tätig sind (z.B. UCI). Sehr gut möglich, dass die Events in Österreich in der ersten Phase nicht rentabel war, die Kinoketten in Deutschland jedoch die Auflage machten, dass dies auch in Österreich durchgeführt wird (da die Kette sonst einen Reputationsschaden in Österreich erleiden könnte). Schweiz war den Ketten hingegen egal; sie sind dort auch nicht tätig, somit kein Reputationsschaden.
Entsprechend war Österreich damals nicht rentabel und wurde quersubventioniert. Für mich wäre des eine plausible Begründung, auch wenn natürlich dann die Frage wäre, ob man die Schweiz in einer ersten Phase nicht auch quersubventionieren soll, bis sich die Events auch hier etabliert haben. Wenn dies wirklich der Grund ist, haben die Publisher natürlich wieder Erklärlungsnotstand, warum die Schweiz keine Events kriegt.

Bei den DVDs/BDs darfst du nicht verwechseln, was Import und was Verkauf vor Ort angeht.
Privat importieren (was bei Anime viele Schweizer tun *husthust* Doppel-Besteuerungsabkommen EU-CH *husthust*) ist eine ganz andere Sache als der Verkauf im Schweizer Fachhandel. Denn letzteres ist wie gesagt der FiG 19.2 unterzogen und die Anzahl verkaufter Einheiten müssen auch an den schweizer Behörden gemeldet werden (ist aber bei einem anderen Gesetzesartikel im FiG geregelt).
Es geht deshalb nicht um die Frage, ob es erlaubt ist, als Schweizer DVDs/BDs zu importieren, die nicht die Einverleiherklausel erfüllen. Es geht um die Frage, warum man in der Schweiz im Handel die DVDs kaufen kann. Denn diese müssen die Einverleiherklausel erfüllen.

Bei den Nutzungsbedingungen von Wakanim hast du etwas übersehen:
Wakanim muss trotzdem die Rechte für die gesamte Schweiz besitzen; egal ob sie den Kundenkreis einschränken oder nicht. Wenn ich z.B. im Zug nach Genf fahre und bei Wakanim einen Anime-Film schaue, dann darf der VOD-Stream nicht abbrechen, wenn der Zug ins französisch-sprachige Gebiet fährt.
Dies ist sie gesetzliche Lage. Jedoch darf Wakanim immer noch aussuchen, mit wem sie Kundenbeziehungen eingehen. Rechtlich dürften sie sicherlich auch Westschweizer als Kunden haben. Fun Fact: auf der französisch-sprachigen Seite von Wakanim steht "Suisse"; also keine regionale Einschränkung. Wahrscheinlich geht es deshalb eher darum, dass Kunden in der Westschweiz auch die französische Seite benutzen sollen.

Natürlich besteht die Gefahr, dass frühere Verträge als "Vorlage" dienen.
Jedoch muss man in diesem Fall auch nur 1x den Lizenzgeber überzeugen, die Kinorechte zu geben. Dann muss nur noch dieser Vertrag als "Vorlage" dienen (wobei Lizenzverträge meist sehr individuell erstellt werden; gerade weil das Studio in Japan selten bis nie alleiniger Lizenzgeber ist, sondern dies unterschiedliche Unternehmen sind).
Wie gesagt: der Lizenzgeber wird finanziell davon profitieren, weil endlich eine Kinoverwertung stattfindet. Bis jetzt kriegt der Lizenzgeber kein Geld, weil es grundsätzlich keine Kinoverwertung in der Schweiz gibt.

Wie du richtig sagst, gibt es oft auch gleich alle Rechte zusammen (aka "all rights reserved").
Und genau in diesen Fällen kann man davon ausgehen, dass die Kinorechte für die Schweiz beim deutschen Publisher liegen (btw. hat dies zumindest ein Publisher auch bestätigt -> kann auf Wunsch noch jede Menge Informationen liefern, die bereits vor dem Statement von KSM gesammelt wurden).
Denn offensichtlich haben die Publisher ja auch die Rechte, die DVDs/BDs in der Schweiz zu verkaufen; genauso auch als VOD. Aber auch fürs Kino: "Your Name" wurde ja in der Schweiz gezeigt (z.b. an der Fantoche); nur viele Monate später als bereits die DVD/BD veröffentlicht wurde. Kinovorstellungen an einem Filmfestival sind genauso öffentliche Vorführungen. Also hatte z.B. Universum Anime offensichtlich auch die Kinorechte für die Schweiz; nutzte jedoch diese nicht für einen Anime-Event (gem. Aussagen der schweizer Kinoketten wurden sie hierfür nie angefragt).

Zum Jugendschutz: Wie gesasgt gibt es in der Schweiz ein vereinfachtes Verfahren, wenn es bereits eine FSK gibt. Es wird erst teurer, wenn eine "Visionierung" nötig wird (z.B. wenn wie gesagt mindestens 4 Kommissionsmitglieder gegen den Antrag sind). Wenn der Filmverleiher mit dem Ergebnis aus der "Visionierung" nicht zufrieden sind, kann dieser eine zweite beantragen. Dann kann alles zusammen auch ca. 1'000 Euro an Kosten bedeuten. Aber dies passiert so gut wie nie, wenn man bereits eine FSK hat und diese beim Antrag verwendet.

Ja, KSM hat ja gesagt, dass sie einen Filmverleiher in der Schweiz beauftragen müsste. Diese wäre auch für die rechtlichen Punkte zuständig (z.B. für die Altersfreigabe zuständig) und macht dann auch die Abrechnungen.
Aber genau über die Höhe dieser Zusatzkosten schweigt sich KSM aus. Meine Einschätzung über die Höhe der Kosten habe ich ja genannt. Denn bei anderen Filmen besteht genau dieses Problem auch und die kriegen eine Kinoverwertung, obwohl nur 1'000 Tickets in der Schweiz verkauft werden (und die Buchhaltung ist wie gesagt aufwändiger, da regulärer Kinostart mit vielen Vorführungen und kein Event mit maximal einem Dutzend Vorführungen).
Es ist klar, dass die Filmverleiher da nicht gerne Auskunft gibt. Die Konkurrenz könnte mitlesen (bzw. diese kann ja sie angefragt haben; die Verleiher kennen mich ja nicht persönlich). Aber ein Publisher kann ohne Probleme eine grobe Range angeben, mit welchen Kosten man rechnen muss wie z.B. "zwischen 2'000 und 5'000 Euro". Das hilft bei diesem Thema ungemein, würde aber nicht verraten, was die Filmverleiher bereits über ihre Mitbewerbe wissen. Abgesehen davon ist ein grosser Teil Umsatz-abhängig (also abhängig davon, wie viele Tickets man verkauft).


Hohenems im Vorarlberg scheint nur selten an den Events teilzunehmen (z.B. ist bei Digimon Tri 6 die nächstgelegene österreichische Location Innsbruck).
Konstanz ist oft dabei, Weil am Rhein jedoch nie. In der Nähe von Basel ist Lörrach die nächstgelegene Location. Dies ist zwar nur ein paar Kilometer weiter, jedoch mit öffentlichen Verkehrsmittel wesentlich schlechter erschlossen. Denn Weil am Rhein ist sehr einfach mit der Basler Strassenbahn erreichbar. Für Lörrach muss man die S-Bahn nehmen und für die Rückfahrt doch etwas schwieriger (nur stündliche S-Bahnverbindungen, die dann noch recht langsam sind). Wenn man es nicht bis punkt 22 Uhr zum Hauptbahnhof schafft und z.B. in Bern oder Zürich wohnt, wird den Intercity nach Bern bzw. Zürich erst um 23:30 Uhr kriegen und dort um halb Eins ankommen; um dort meist noch die letzte S-Bahn nach Hause zu kriegen. Wer dann noch etwas weiter weg wohnt, hat echt ein Problem.
Auto ist natürlich auch eine Möglichkeit, aber dauert auch, da auch in der Schweiz die Autobahnen überlastet sind und beim Hinweg (abends zur Rush Hour um 18 Uhr) man auch schnell feststeckt. Der Rückweg ist dann natürlich einfacher (u.a. Nachtfahrverbot für LKWs^^), jedoch darf man dann immer noch nicht schneller als 120 fahren. Man wird also auch spät nach Hause kommen; unter der Woche (nach einem harten Arbeitstag) ist dies doch recht schwierig.
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
Avatar: HyperionCHThemenstarter#8
@Aminobenzol
Ich habe ja berechnet, dass der Netto-Aufwand mit Österreich vergleichbar ist (zum heutigen Stand) bzw. diese sogar um ein Mehrfaches höher ist als die Events in Österreich mit 2-3 Kinos starteten.

Ja, es gibt mehr Kosten, aber diese können durch den Umsatz finanziert werden.
Schliesslich schaffen es viele Filme auch mit nur 1'000 Eintritten in die Schweizer Kinos. Und dies im regulären Programm, was sicherlich viel teurer ist als durch einen Event.
Die Schweiz ist bezüglich Digitalität weiter als Deutschland. Glasfaser ist in der Schweiz in vielen grösseren und kleineren Städten bereits ausgebaut und es wird weiter ausgebaut. Das schlechteste Mobilnetz in der Schweiz ("Salt") bekam im aktuellen Test von "Connect" mehr Punkte als das beste Mobilnetz in Deutschland. Ich kann Anime als VOD ohne Probleme im Zug schauen; mit hoher Bildqualität.

In der Schweiz werden ständig Kosten optimiert. Denn die Schweizer Produkte sind bereits teuer genug, weshalb insbesondere Produktionsfirmen auf jeden Rappen achten muss.
Bei den Filmverleihern wird dies nicht anders sein. Denn nur so lässt sich erklären, warum Filme mit nur 1'000 Eintritten in die Kinos kamen. Meine Kostenschätzung ist deshalb sehr, sehr vorsichtig und deshalb wohl eher zu hoch als zu tief.

Die Preise für Kinokarten sind in der Schweiz primär höher, weil die Kaufkraft auch höher ist. Selbst Schweizer Schokolade ist in der Schweiz teurer als in Deutschland.

Wie gesagt dementiere ich ja nicht, dass es zusätzliche Kosten gibt. Wir wissen nur nicht, wie hoch diese sind.
Allzu hoch können diese wie gesagt nicht sein, denn wie gesagt gibt es jede Menge Filme hier in der Schweiz, die - trotz regulärem Kinostart - nur 1'000 bis 2'000 Tickets generierten.
Wenn die Kosten das Problem sind, dann soll mir bitte jemand erklären, warum diese anderen Filme ständig im Kino gezeigt werden; aber wenn es ein Anime ist, kommt der Film höchstens noch in einem Filmfestival.
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
Avatar: Nehis#9
Also was du hier zu vergessen scheinst, ist der gesamte personelle Mehraufwand seitens KSM für einen Kinostart in der Schweiz. Die Filme starten in Österreich, weil das eben zusätzliche Einnahmen, bei minimalen weiteren Ausgaben sind. In der Schweiz erzielt man vielleicht vergleichbare Einnahmen, aber bei deutlich höherem Aufwand und damit verbundenen Kosten. Anime laufen in Österreich und DE ja auch nicht wie alle anderen Filme täglich, sondern an vielleicht 1-2 Tagen oder eben nur auf Festivals. Nur die größten Hits sind mal etwas länger im Kino und nicht im regulären Programm.

Aber ich kenn mich mit dem Schweizer Kino nicht aus. Wer das wie und warum finanziert oder ob da riesige Gewinne bei rumkommen. Das Ganze rechnet sich in Deutschland und Österreich ja auch jetzt nicht immer. Also müssen die Märkte erstmal wachsen, bevor Unternehmen in unsichere Märkte expandieren.
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
Avatar: Aminobenzol#10
@HyperionCH
Ich werde hier nur zur Kinoauswertung von Filmen Stellung nehmen, da dies hier das Thema ist.
Alleine auf die Idee zu kommen, dass die verkauften Eintrittskarten für jeden einzelnen Film nach Sprachversion getrennt an eine Behörde zur Festlegung von Straf- oder Ausgleichszahlungen zu melden sein könnten, ist aus deutscher Sicht geradezu abartig. In Deutschland will in diesem Zusammenhang einzig das Finanzamt die Umsätze in der entsprechenden Umsatzsteueranmeldung sehen und die Statistikämter wollen auch ein paar Zahlen haben. Die Geschäftspartner untereinander rechnen natürlich auch jeden Kinobesucher ab.
Große US Produktionsfirmen haben teilweise den Vertrieb ihrer Filme komplett in eigener Hand und die Kino müssen auch den Schrott zeigen, damit sie die Blockbuster zeigen dürfen.
Nach Deinen Angaben hat KSM den Einsatz von Animes in Schweizer Kinos scheinbar etwa 2016 mal durchgerechnet und das Ergebnis war vermutlich so eindeutig, dass man bis heute daran festhält.
'Your Name' hat einen anderen Lizenznehmer und hat sich ja scheinbar in der Schweiz nur deswegen im Kino rentiert, weil es durch den 'normalen' Kinobetrieb geschleust wurde.
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
Avatar: RocketsSnorlax
Freischalter
#11
HyperionCH@RocketsSnorlax
Bei den Nutzungsbedingungen von Wakanim hast du etwas übersehen:
Wakanim muss trotzdem die Rechte für die gesamte Schweiz besitzen; egal ob sie den Kundenkreis einschränken oder nicht. Wenn ich z.B. im Zug nach Genf fahre und bei Wakanim einen Anime-Film schaue, dann darf der VOD-Stream nicht abbrechen, wenn der Zug ins französisch-sprachige Gebiet fährt.
Laut Nutzungsbedingungen, Punkt 3.3, darf der Nutzer dann nicht weiter streamen.
Ob dies tatsächlich durch technische Maßnahmen umgesetzt wird (bzw werden kann), steht auf einem anderen Blatt.

Zu den Lizenzverträgen:
Wie schon erwähnt: Der Erwerb von Kinorechten unabhängig von den physischen Rechten für ein Gebiet ist in den meisten Lizenzverträgen nicht vorgesehen. Der Miterwerb der physischen Rechte würde jedoch mit den Interessen der französischen und italienischen Publishern kollidieren.

Your Name.:
Die Behauptung, dass Your Name. von Universum in der Schweiz lizenziert sei, kann ich so nicht bestätigen. Zumindest aber hat der Anbieter den Film im kostenpflichtigen Streamingangebot von Youtube in der Schweiz sperren lassen: Your Name. - Gestern, heute und für immer

Zu den erzielbaren Umsätzen:
Du hast bereits erfasst, dass die Preise für Kino-Tickets in der Schweiz höher seien. Du setzt dies allerdings ins Verhältnis zur Kaufkraft und gehst daher davon aus, dass die Besucherzahlen im Verhältnis zur Bevölkerung identisch seien.
Durch den steuerlichen Unterschied sind die Preise für hochwertige Elektronik ("Heimkino") und Anime DVD/BD in der Schweiz etwas günstiger als bei uns - im Verhältnis zur Kaufkraft jedoch erheblich günstiger. Es steht daher die Möglichkeit im Raum, dass Schweizer Fans die DVD/BD häufiger einem Kinobesuch vorziehen.

Kino am Dienstag Abend:
Ohne die genauen Verträge zwischen den Filmanbietern und den Kinoketten zu kennen lässt sich zumindest pauschalisieren, dass der gewählte Wochentag einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Anteil des Kinos an den Ticketverkäufen hat - wenn der Kinobetreiber nicht sogar eine pauschale Saalmiete berechnet.
Da Dienstags normalerweise nur sehr geringe Besucherzahlen zu erwarten sind, kommen die Kinoketten den Verleihern also auf der Kostenseite oft stark entgegen. Das ist auch wichtig, denn einige Kinostarts waren leider totale Flops (auch an anderen Wochentagen)
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
Avatar: Beleggrodion
Freischalter
#12
So ich glaube ich habe soweit alles nachgelesen, was es so nachzulesen gibt. Weil das Thema ist für mich auch interessant und wollte auch noch meinen Wissensstand mit einfliessen lassen. Habe das Thema erst etwas später entdeckt.

KSM ist ja nur einer von vielen Publishern. Ich meine nur Kazé Deutschland, wenn man zurück in die Vergangenheit geht, ist eigentlich nichts anderes als der Ableger eines Schweizer Unternehmens (Anime Virtual, Heute Viz Media Switzerland). Das die selber nicht mehr so gross auf ihrem Heimatmarkt aktiv sind, könnte man die auch gut mal fragen. Aber das ist dann eher was für ein andres Thema, weil hier geht es ja um KSM.

HyperionCH- Thema "keine Nachfrage bei der FaBa"
Die FaBa ist keine Anime-Convention. Zwar möchte der Veranstalter sicherlich auch das Thema Anime dort platzieren, aber bis jetzt gibt es keinen Anime-Content (wurde auch von anderen Schweizern in der Twitter-Diskussion bestätigt). Man wird vielleicht einzelne Anime-Fans dort finden, aber die findet man auch beim Derby Schalke gegen den BVB. Dass aber auch dort eher wenig Fans finden wird, liegt daran, dass man wegen Fussball ins Stadion geht und nicht wegen Anime (bzw. bei der FaBa: hauptsächlich wegen Fantasy, Gaming und eSport).

Zum ersten Thema "Keine Nachfrage", kann ich nur sagen das ich selber auf den ersten drei Fantasy Basel (2015,2015,2016) unterwegs, kam zwar nie mit den KSM Leuten in Kontakt, aber ich fand der Stand sah damals immer sehr leer aus bei den guten Leuten und sie langweilten sich auch oft mehr als das sie wirklich Besucher an ihrem Stand hatten. Auch an dem Stand an dem ich mitgearbeitet habe, ging am Ende der Stand mit Minus in der Bilanz nach Hause, und wurde auch später nicht wieder durch neue Aufträge ins Plus gewandelt. Abe die Fantasy Basel ist auch mehr Comiccon als Animecon, also eher Thematik alles was aus Amerika kommt. Der Anime Bereich wurde zwar jedes mal grösser, aber da gibt es andere Conventions in der Schweiz die interessanter sind, die sind aber dann wohl wieder zu klein, so dass es sich für einen Publisher lohnt. Generell ist aber ein Stand, egal welche Messe, nicht gerade optimal für Ausländische Aussteller. Schliesslich müssen sie oft für die Waren die sie mitbringen am Zoll eine Kaution hinterlegen. Meistens einen Wert von 10'000 CHF.

HyperionCH - Weniger Ticketsverkauf
Leider wurde nicht berücksichtigt, dass in der Schweiz die Ticketpreise wesentlich höher sind als in DE/AT. Zudem ist die Umsatzsteuer wesentlich tiefer (in der Schweiz "Mehrwertsteuer" genannt). Unter dem Strich wäre bei NGNL (gem. Ticketanzahl von KSM) der Netto-Umsatz mit ca. 24'000 Euro (umgerechnet) ähnlich hoch wie in Österreich (bzw. sogar etwas höher).
Wenn man bedenkt, dass in Österreich die Anime-Events zuerst mit 2-3 Kinos gestartet sind (bestenfalls 10'000 Euro Netto-Umsatz), ist es doch fraglich, warum ein mehr als doppelt so hoher Netto-Umsatz nicht ausreichen soll, damit es rentabel wird.


Wegen Ticketverkäufen, das ist so eine Sache, auch wenn bei uns die Kinotickets, wie du schreibst, teurer sind, aber unter dem Strich wir eine tiefere Mehrwertsteuer haben, sind das beides Dinge, die vor allem eher den Kinoverleiher oder das Kino treffen. Ich habe aber schon Anime Vorstellungen hier in der Schweiz, von den wenigen die es gab, solche erlebt wie zum Beispiel Prinzessin Kaguya hier in Aarau, oder früher mal Laputa in Zürich, wo der Kinosaal nicht voll gefüllt war. Das erste Kino, da ist das nicht tragisch da dieses Kino von einem Verein getragen wird, aber das letzteres war eines der grösseren Kinos in Zürich. Die Ticketpreise sind bei uns aber generell höher, weil auch die Kosten höher sind. Miete, Löhn,e usw. viele Kinos machen wirklich vor allem am Ende durch die Zusatzausgaben wie Getränke oder Snacks Gewinn. Daher, alleine das Kino selber hat hier schon einen Mehraufwand und möchte selber von der Aktion dann auch einen Gewinn erzielen, so dass es sich für sie lohnt. Daher könnte hier wohl KSM weniger mit grossen Kinoketten hier in der Schweiz zusammenarbeiten, sondern müsste sich eher auf die Kino's begrenzen, welche von Vereinen getragen werden und generell eher Filme zeigen, die nicht für die Massen bestimmt sind. Zum Beispiel Freier Film in Aarau oder Filmpodium in Zürich.

HyperionCH - Zusätzliche Kosten
Leider nennt uns KSM nicht, wie hoch diese Kosten für den Filmverleiehr liegt (nach meiner Gegensdarstellung kam keine Antwort mehr von KSM). In der Schweiz gibt es ca. 40-50 Filmverleiher. Die Konkurrenz wäre also genug hoch, damit es keine Mondpreise gibt. Der administrative und logistische Aufwand für vielleicht 5-10 Kinos mit einer oder zwei Vorstellungen ist nicht sehr gross. Sie sind niemals im fünfstelligen Bereich (und die müssten es wie oben bereits mit dem Netto-Umsatz berechnet sein, damit es nicht rentabel ist).

Es gibt viele Filmverleiher in der Schweiz, aber die wenigsten haben oder hatten Anime oder genererell Animationen in ihrem Repertoire. Aber die Kosten sind meistens dann eher bei den Filmverleihern hier als bei KSM, ausser KSM will uns damit sagen, dass die Filmverleiher hier alle keine Interesse haben und daher KSM viele Kosten, die sie tragen müssten, so bezahlen müsste, so dass ihr Angebot überhaupt Attraktiv werden würde für einen Schweizer Filmverleiher. Dazu müsste man aber wohl einen Schweizer Filmverleiher, der in dem Thema aktiv ist, wohl dazu bringen Infos rauszurücken.

HyperionCH - FiG Art. 19.2
Der Artikel gibt es seit 2001 (nicht seit 2016 wie es KSM schrieb) und offensichtlich gibt es Möglichkeiten, dass man nicht alle Sprachen in den Kino zeigen muss (rätoromanisch habe ich noch nie als Angebot in einem Kino gesehen). Ponyo wurde z.B. bereits über ein Jahr früher in der Westschweiz und im Tessin auf französisch/italienisch gezeigt, bevor die Rechte in Deutschland überhaupt vergeben wurde (damals sollte Constantin - glaube ich - die Rechte bekommen; am Ende gingen sie dann doch an Universum Anime).
Seit 2016 gilt dieser Gesetzesartikel jedoch auch für DVD/BD sowie VOD (alles ausser TV). Interessanterweise kann ich in der Schweiz Anime-Filme auf DVD/BD bzw. als VOD kaufen. Würde die Aussage von KSM stimmen, wären alle diese Angebote nicht legal.

Zum Artikel FIG Art. 19.2, dazu gibt es ja eine gute Informationsseite: filmdistribution schweiz | filmdistribution suisse | filmdistribuzione svizzera. Aber da ist das ganze um einiges komplexer. Ja eigentlich müsste jeder Filmverleiher die Möglichkeit bieten, dass das Werk in jedem Teil der Schweiz angeboten wird in jeder Landesprache. Ob rätromanisch jetzt angeboten wird, oder nicht kann ich nicht sagen. Aber ich glaube da Filmgesetz spricht irgendwo in den Details irgendwann nur immer von Deutsch, Französisch und Italienisch. Jedenfalls bedeutet das nicht, das von jeder Sprache eine Synchronisation existieren muss. Untertitel reicht völlig und viele asiatische Produktionen, wenn sie hier mal gezeigt werden, haben Originalton mit doppelten Untertitel. In den Kino's in denen ich bisher war , z.b Kaguya oder Laputa, war französische und deutsche Untertitel. Auch japanische Filme waren immer mit diesen beiden Untertitel versehen, oder alternativ englisch und deutsche Untertitel. Zu deinem Beispiel Ponyo, für uns in der Schweiz war das egal ob Constantin oder Universum Anime die Lizenz bekommen hat, für die Schweiz waren diese beiden Filmverleiher nie relevant, da hier Frenetic sich die Schweizer Filmrechte gesichert hatte. Der Grund, warum das ganze aber erst später gezeigt wurde, lag daran, dass Frenetic keine eigene Synchronisation, etc. angefertigt hat, und wohl eher darauf wartete das ein deutscher Publisher das für sie erledigt und sie das dann nur günstig einkaufen mussten. Aber auch wurde von seiten Frenetic alle drei Landessprachen angeboten. Wegen 2016, die sind nicht legal, weil KSM kein Schweizer Publisher ist und auch keine Schweizer Niederlassung hat. Generell sind alle Anime die man hier in der Schweiz beziehen kann auf DVD oder Blu-ray, Importe aus Deutschland, und Importe fallen nicht unter dieses Gesetz. Darum sieht das ganze ja dann so viel anders aus wenn es um das Thema Kino und öffentliche Vorführung geht.

HyperionCH - räumliche Gültigkeit Lizenz / Nachverhandlung
Für mich ist sehr unklar, war "nur deutsch-sprachigen Raum" bedeutet; zumal Lizenz immer pro Land vergeben werden (z.B. gibt es keine Lizenz nur für Südtirol).
Nachverhandlungen wurden von Anime-Fans in der Schweiz nie verlangt. Bei den früheren Events ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen. Aber es ist einfach, dass man die Kinolizenz für die Schweiz bekommt. Denn die franz. und ital. Publisher haben offensichtlich kein Interesse an einer Verwertung. Der Lizenzgeber in Japan kriegt somit von jenen Publishern keinen Anteil aus der Kinoverwertung (da es keine gibt). Aber wenn der deutsche Publisher den Film in den Kinos in der Schweiz verwertet, kriegt er einen Anteil aus der Verwertung.

Das mit der Räumlichen Gültigkeit der Lizenzen,etc. ist leider nicht ganz korrekt, zwar ist es oft der Fall das "Pro Land" gerechnet wird, aber da die Schweiz verschiedene Landessprachen hat, wird das dann doch selten doch irgendwie aufgeteilt. Oft aber ist es auch so das viele französische Verleiher die Schweiz mit lizensieren, aber keine Veröffentlichung für die Schweiz planen, da sie keinen Bock auf das Filmgesetz haben. DVD und Blu-Ray sind aber wieder kein Problem, weil die Händler das ganze dann halt einfach importieren aus Frankreich und so in der französischen Schweiz das Angebot doch anbieten können.

HyperionCH - Nicht alle Anime-Filme haben ein Potential wie NGNL
Dies begründet aber nicht, warum man gar keine Anime-Events kriegt. Ja, einige Filme wären weniger erfolgreich (btw. auch in Österreich). aber zumindest diejenigen mit Potential kann man zeigen (z.B. NGNL, Your Name, Mirai no Mirai, etc.).

Viele Schweizer FIlmverleiher denken an den Massenmarkt in der Schweiz und ich würde sagen NGNL , ist nicht wirklich etwas für den Massenmarkt, das ist eher was für Leute die sich mit dem Thema auskennen. Da wäre Your Name, etc. wirklich eher etwas das hier grösseres Potential hat. Vor allem weil auch die Ghibli Filme hier immer gut gelaufen sind.

HyperionCH - Filmverleiher anfragen
Als Privatperson kriegt man von den Filmverleihern leider kaum Informationen.
Der von aS angesprochene Verleiher Frenetic möchte sich auch nicht zu diesem Thema äussern.
Ich persönlich habe das Gefühl, dass ich in ein Wespennest trete, wenn ich bei den Filmverleihern das Thema Anime anspreche. Jedoch hat bis jetzt niemand geantwortet, dass es nicht rentabel sei (immerhin werden deutsche Kinderfilme wie "Ritter Rost 2" im regulären Kinoprogramm gezeigt; natürlich nur auf Deutsch und mit auch nur 1'277 verkauften Tickets) oder es aus rechtlichen Gründen nicht gezeigt werden kann (FiG 19.2).

Du könntest es höchstens mal bei Tonkatsu Pictures Startseite versuchen, auch wenn das eher Leute im Hobby Bereich sind und damals nur The King of Pigs rausgebracht haben, stammen die Leute dahinter aus der Schweizer Anime Szene.

HyperionCH - FiG 19.2 ist kein Hindernis (Beispiel Ponyo + viele Filme aus Deutschland und Frankreich, die nur im jeweiligen Sprachraum vewertet werden)

Ponyo ist wie oben erwähnt ein schlechte Beispiel. Ponyo wurde hier von Frenetic lizensiert, zumindest sicher für die Kinoauswertung. Da oft Kino und DVD/Blu-ray Veröffentlichungslizenzen nicht gemeinsam vergeben werden und auch einzeln erworben werden können. Das ganze wurde hier dann in der Schweiz in der Westschweiz früher gezeigt, weil Frenetic früher an das Material der französischen Publisher kam, als an das Material der Deutschen, oder aber, weil Ponyo eine Sublizenz von Wildbunch ist, Wildbunch gab hier vorgaben ab wann das ganze rauskommen darf und wenn dieser die Vorgabe machte, das die Deutschschweiz warten muss bis Deutschland so weit ist, dann ist das so. Ich glaube im Filmgesetz steht nicht, das sie gleichzeitig sein müssen, nur das eine Veröffentlichung gemacht werden muss.

HyperionCH - Der Netto-Umsatz ist mit jenem von Österreich vergleichbar (Stand heute; verglichen mit jener Zeit, als es nur 2-3 Kinos in Österreich gab, ist der Umsatz wesentlich höher)


Würde ich nicht sagen, das trifft vielleicht zu wenn der Film in Bern, Basel oder Zürich gezeigt wird, aber sonst würde ich eher sagen sieht es mau aus und viele Schweizer sind faul und mögen nicht wirklich weit fahren um ins Kino zu gehen. Daher auch wenn Kino Events an die Grenze verlegt werden, sind dennoch viele zu Faul dann soweit zu fahren. Es gab früher in Zürich von einem Anime Fan, einmal im Jahr eine Veranstaltung in der er für einen Tag ein Kino gemietet hat und als halb Private Vorstellung verschiedene Anime's gezeigt hat. Auch da war irgendwann der Andrang so gering, das es sich für ihn nicht mehr gelohnt hat als Privatperson das Kino zu mieten, da die Kosten nicht mehr gedeckt werden konnten. Der Event war als "Planet Anime" bekannt.

Wenn ich Ponyo anschaue: ProCinema: statistics - filmdb - 1007087 , und dann mit Kaguya vergleiche , gingen die Besucher doch schon stark zurück. Wobei es schon stimmt:

HyperionCH - Aufgrund des hohen Netto-Umsatzes müssten die zusätzlichen Kosten tragbar sein; zumindest bei den grösseren Titeln wie NGNL, Your Name, Mirai no Mirai, etc. Details, wie hoch die Kosten für den Filmverleiher sind, konnte mir aber niemand geben. Jedoch sehe ich viele Kinofilme, die nur 1'000 bis 2'000 Tickets in der Schweiz verkauft kriegten und dies im regulären Kinoprogramm (sicherlich höhere administrative Kosten als mit einem Event-Konzept).

Wenn man es so betrachtet, haben damals diese Anime's mehr Besucher ins Kino gelockt,
als manch anderer Film: ProCinema: statistics - filmdb (Sortiert nach Besucherzahlen)

HyperionCH Meinetwegen kann KSM auch schreiben, dass sie die Schweiz nicht mögen und deshalb keine Anime-Filme in Schweizer Kinos zeigen (OK, dann werde ich wohl kaum mehr ihre Produkte kaufen; aber gem. ihren Aussagen sind zumindest die Anime-Film in der Schweiz ja eh nicht legal^^).


Ich würde eher sagen. Schlechte Erfahrung gemacht, vielleicht nicht nur einmal und dann versucht man es gar nicht erst. Wer sich einmal die Finger verbrannt hat, wird es nicht noch einmal tun auch wenn vielleicht die Herdplatte jetzt nicht mehr heiss ist.

RocketsSnorlax Eine zusätzliche Hürde für Firmen wie KSM ist der erhebliche bürokratische Aufwand, beispielsweise in Hinblick auf Steuern und Buchhaltung, den Aktivitäten im Nicht-EU-Ausland mit sich bringen. Vermutlich wäre es einfacher, diese an eine Fremdfirma auszulagern - die aber im Gegenzug auch einen Teil vom Kuchen möchte.


Das ist wohl einer der Gründe, der wohl einer der wichtigsten ist. Vor allem weil für KSM der Markt "Schweiz" noch so gut wie unbekannt ist und sie keinerlei Erfahrungen haben und nicht abschätzen können wie gross die Kosten wirklich sind und nur Vermutungen anstellen können. Eben aus dem Grund, dass eben viele Kosten nicht bekannt sind, weil man möchte der Konkurrenz nicht unnötige Informationen Preisgeben.

RocketsSnorlaxDie Kinos in Weil am Rhein und Konstanz, die praktisch direkt am Grenzübergang sind, aber auch Hohenems im Vorarlberg sind zumindest aus Teilen der Deutschschweiz gut zu erreichen. Ein gezieltes Ansprechen dieser Kinostandorte für Anime-Events wäre wünschenswert, entfallen doch hier zumindest fast alle rechtlichen und bürokratischen Probleme.

Für einige trotzdem zu weit weg. der Kinoevent müsste an einem Wochenende stattfinden und dürfte auch nicht all zu spät Abends fertig sein, damit die Leute wieder nach Hause kommen. Ich selber würde weder zu meinen noch anderen Ort gehen, weil Kino Events Abends sind und ich ungern Nachts Autofahre. Mit dem Auto hätte ich ne Stunde bis Weil, mit dem Zug ne halbe Stunde länger. Und Parkplatzsituation in Weil ist auch nicht gerade Optimal. Merke ich immer wieder wenn ich dorthin an einem Sonntag zu den Mittelalterevents gehe.

Aminobenzol Entsprechend Deiner Ausführung muss in der Schweiz scheinbar ein zusätzlicher Filmverleiher beauftragt werden, der extra kostet. In Deutschland ist KSM der Filmverleiher soweit die entsprechende Lizenz KSM gehört. Hier gibt es nur noch einen technischen Dienstleister, der die 4K Digitalkopien transportiert (soweit nicht online) und die Abrechnung durchführt. In Deutschland sind bereits alle Kosten optimiert und praktisch alle Kinos voll digital (zum Teil auf Kosten der deutschen Steuerzahler).

Das ist etwas was der grösste Unterschied zwischen VoD, DVD&Blu-Ray und Kino ist. Für Kinoaufführungen muss das Unternehmen, also der FIlmverleiher einen Firmensitz in der Schweiz haben laut Filmgesetz.

HyperionCH Bei den DVDs/BDs darfst du nicht verwechseln, was Import und was Verkauf vor Ort angeht.
Privat importieren (was bei Anime viele Schweizer tun *husthust* Doppel-Besteuerungsabkommen EU-CH *husthust*) ist eine ganz andere Sache als der Verkauf im Schweizer Fachhandel. Denn letzteres ist wie gesagt der FiG 19.2 unterzogen und die Anzahl verkaufter Einheiten müssen auch an den schweizer Behörden gemeldet werden (ist aber bei einem anderen Gesetzesartikel im FiG geregelt).
Es geht deshalb nicht um die Frage, ob es erlaubt ist, als Schweizer DVDs/BDs zu importieren, die nicht die Einverleiherklausel erfüllen. Es geht um die Frage, warum man in der Schweiz im Handel die DVDs kaufen kann. Denn diese müssen die Einverleiherklausel erfüllen.

Wenn es sich um einen Filmverleiher handelt, welcher in der Schweiz ansässig ist, dann ist er der FiG unterzogen. Aber viele kleinere Händler, meistens Comic Shops, etc. besorgen ihre Produkte direkt im Ausland über den Publisher. Ich glaube nicht wirklich das sich diese daran halten das ganze zu melden, höchstens die grösseren Händler.

HyperionCH Bei den Nutzungsbedingungen von Wakanim hast du etwas übersehen:
Wakanim muss trotzdem die Rechte für die gesamte Schweiz besitzen; egal ob sie den Kundenkreis einschränken oder nicht. Wenn ich z.B. im Zug nach Genf fahre und bei Wakanim einen Anime-Film schaue, dann darf der VOD-Stream nicht abbrechen, wenn der Zug ins französisch-sprachige Gebiet fährt.
Dies ist sie gesetzliche Lage. Jedoch darf Wakanim immer noch aussuchen, mit wem sie Kundenbeziehungen eingehen. Rechtlich dürften sie sicherlich auch Westschweizer als Kunden haben. Fun Fact: auf der französisch-sprachigen Seite von Wakanim steht "Suisse"; also keine regionale Einschränkung. Wahrscheinlich geht es deshalb eher darum, dass Kunden in der Westschweiz auch die französische Seite benutzen sollen.


Das hat man vor allem gemerkt ,als Wakanim noch kein Deutschsprachiges Angebot hatte, da waren viele Lizenzen in der Schweiz einfach nur auf Wakanim auf französisch verfügbar, das Deutsche Material hatte bei Crunchyroll und anderen deutschen Publishern ein Regio-Lock gegen die Schweiz. Daher man konnte es gar nicht schauen.

HyperionCH Denn offensichtlich haben die Publisher ja auch die Rechte, die DVDs/BDs in der Schweiz zu verkaufen; genauso auch als VOD. Aber auch fürs Kino: "Your Name" wurde ja in der Schweiz gezeigt (z.b. an der Fantoche); nur viele Monate später als bereits die DVD/BD veröffentlicht wurde. Kinovorstellungen an einem Filmfestival sind genauso öffentliche Vorführungen. Also hatte z.B. Universum Anime offensichtlich auch die Kinorechte für die Schweiz; nutzte jedoch diese nicht für einen Anime-Event (gem. Aussagen der schweizer Kinoketten wurden sie hierfür nie angefragt).

Die Rechte im FilmAct werden einzeln behandelt, Kino, Physisch und VoD. Daher man braucht nicht für alles die Rechte in der Schweiz und das grosse Problem hier ist, das nur für den Fall einer Kinoauswertung ein Sitz des Unternehmens in der Schweiz erforderlich ist. Was das ganze um einiges schwerer macht. Ausnahme sind hier wiederum Fimfestivals, wie z.b die Fantoche, da läuft das ganze wieder etwas anders. Festival's sind zwar öffentliche Vorführungen, jedoch werden diese generell anders behandelt. Meistens läuft hier ein Film 1-2 mal während des Festivals und danach nie mehr und auch meistens nur in einer Stadt und nicht an verschiedenen Orten in der Schweiz. Festivals hole nsich oft auch die Rechte nicht über einen Filmverleiher, sondern direkt über das Studio oder den Regisseur. Das merkt man oft auch daran, das einige Filme dann mit anderen Untertiteln gezeigt werden, als wie man sie kennt. Daher oft nur mit englischen Untertiteln. Du kannst ja mal bei GINMAKU Japanese Film Festival anfragen, wie sie das machen oder generell ob sie auch mal eine Anime zeigen können.

HyperionCH In der Schweiz werden ständig Kosten optimiert. Denn die Schweizer Produkte sind bereits teuer genug, weshalb insbesondere Produktionsfirmen auf jeden Rappen achten muss.


Das definitiv. Mein Kino in Aarau das arbeitet oft nur noch mit zwei Personen die an einem Sonntag den Laden führen. Eine Person sitzt an der Kasse/Snackbereich und die andere Person ist im Vorführraum oder Im Kinosaal mit einem Tablet und steuert die ganze Anlage per App. Der letzte Film den ich gesehen hatte, hatte damals gerade mal 6 Leute im Saal. Das Kino hat 2 Säle, daher es kann bei Problemen auch mal etwas dauern, weil die zuständige Person den Kinosaal wechseln muss.

Ich könnte generell noch mehr schreiben aber das würde glaube ich noch konfuser und wirrer werden als es schon ist, das ganze ist meine persönliche Meinung und Erfahrung die ich bisher hatte und kann sein das ich bei einigen Dingen auch falsch liege, etc.



    • ×1
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
Avatar: RocketsSnorlax
Freischalter
#13
HyperionCHHohenems im Vorarlberg scheint nur selten an den Events teilzunehmen (z.B. ist bei Digimon Tri 6 die nächstgelegene österreichische Location Innsbruck).
Konstanz ist oft dabei, Weil am Rhein jedoch nie. In der Nähe von Basel ist Lörrach die nächstgelegene Location. Dies ist zwar nur ein paar Kilometer weiter, jedoch mit öffentlichen Verkehrsmittel wesentlich schlechter erschlossen. Denn Weil am Rhein ist sehr einfach mit der Basler Strassenbahn erreichbar. Für Lörrach muss man die S-Bahn nehmen und für die Rückfahrt doch etwas schwieriger (nur stündliche S-Bahnverbindungen, die dann noch recht langsam sind). Wenn man es nicht bis punkt 22 Uhr zum Hauptbahnhof schafft und z.B. in Bern oder Zürich wohnt, wird den Intercity nach Bern bzw. Zürich erst um 23:30 Uhr kriegen und dort um halb Eins ankommen; um dort meist noch die letzte S-Bahn nach Hause zu kriegen.
ich halte fest: Die S-Bahn Lörrach - Basel fährt bis nach 23 Uhr alle 30 Minuten.
Bei Filmschluss gegen 21:50 ist die S-Bahn um 22:02 erreichbar und ist 22:25 in Basel SBB. Dort besteht Anschluss an den IR nach Zürich (Ankunft 23:52), Luzern (Ankunft 0:05) und mit Umstieg in Olten nach Bern (Ankunft 0:02). In allen 3 Städten sind um Mitternacht noch die relevantesten Anschlüsse gegeben.
Die Fahrzeit der Straßenbahn von Weil am Rhein nach Basel SBB beträgt ebenfalls 23 Minuten, verbessert daher allenfalls bei leichter Überlänge die Erreichbarkeit.
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
Avatar: RocketsSnorlax
Freischalter
#14
@Beleggrodion:
Der kurze Hinweis: Allgemein ist es zwar im Film-Bereich durchaus möglich und nicht unüblich, die Rechte für die Kino-Auswerung und den physischen Vertrieb in einem Land zu trennen - im Anime-Bereich werden diese aber traditionell gebündelt (was vermutlich auch an den geringeren Umsätzen und dem stärkeren Fokus auf DVD/BD liegt)

Zumindest beim Kino Weil ist die Parkplatzsituation vermutlich etwas besser - handelt es sich doch um ein Einkaufszentrum mit eigenem achtgeschossigem Parkhaus
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
Avatar: HyperionCHThemenstarter#15
Ich hoffe, ich kann heute Abend noch alles beantworten. :D

@Nehis
Nein, ich habe den Mehraufwand sicherlich nicht übersehen und mehrmals bestätigt, dass es wohl einen Mehraufwand gibt durch den zusätzlichen Filmverleiher in der Schweiz.
Die Frage ist nur: Wie hoch sind diese Zusatzkosten?

Mit meinen Berechnungen des Netto-Umsatz müssten diese bei mindestens 15'000 bis 20'000 Euro liegen (eher 20'000 Euro), damit die Aussage von KSM stimmt, dass die Kinoverwertung in der Schweiz nicht rentabel ist.
Denn 24'000 Euro Netto-Umsatz reichen offensichtlich nicht; jedoch reichten früher in Österreich bereits 10'000 Euro, dass es zumindest kein Minus ist.

Und jetzt rechne ich aus, wie viel zeitlichen Aufwand dies bedeutet.
Ich nehme einmal an, dass der Filmverleiher einen Stundensatz von 100 Euro/h verlangt (was bereits sehr stattlich ist). Somit komme ich auf 240 Mannstunden an Arbeit; dies ist doch recht viel für einen Kino-Event von vielleicht 8-10 Kinos.

Derzeit nehmen ja derzeit über 150 Kinos teil (in Einzelfällen sogar mehr) bzw. Deutschland + Österrreich sind ca. 88 Mio. Einwohner; die Deutschschweiz 5.5 Mio. Einwohner.
Der Aufwand wird mehr, je mehr Kinos teilnehmen und das Potential für Synergien ist minimal. Somit komme ich auf über 3'000 Arbeitsstunden, die ein deutscher Publisher aufwenden muss, wenn er den Filmverleiher in Deutschland/Österreich selbst übernimmt (natürlich sofern die 20'000 Euro Kosten in der Schweiz stimmen würden). KSM hat 50 Mitarbeiter (Angaben von KSM selbst; wobei unklar, ob alles Vollzeitstellen sind). Die über 3'000 Arbeitsstunden bedeuten, dass für einen einzigen Anime-Kino-Event alle 50 Mitarbeiter knapp 2 Wochen lang nur für diesen Event arbeiten und alle anderen Arbeiten liegen müssten (und wie bereits gesagt wurde: KSM veröffentlicht nicht nur Anime).

Abgesehen davon, dass KSM seine Mitarbeiter für diese über 3'000 Arbeitsstunden auch bezahlen muss, ist es auch sehr unrealistisch, dass der Filmverleih für einen solchen Event so viel Arbeit bedeutet und KSM alle Mitarbeiter für diesen Event so lange arbeiten lässt und somit alles andere liegen bleibt.
Extremer wird es dann noch bei Kazé, die wahrscheinlich ähnlich viele Mitarbeiter angestellt hat (müsste dies jedoch nachfragen). Denn Kazé organisiert derzeit jeden Monat einen Anime Nights Event. Dies würde ja bedeuten, dass die Hälfte der Arbeitszeit (2 Wochen) nur für diese Events genutzt wird und nur die andere Hälfte für Lizenzierungen, DVD-Releases, etc.

Lange Rede (und betriebs-wirtschaftliche Kalkulationen), kurzer Sinn: Die zusätzlichen Kosten von mindestens 15'000 bis 20'000 Euro für den Filmverleih in der Schweiz sind unrealistisch.


Was du offensichtlich auch übersehen hast (neben meiner Kritik zu den angeblich hohen Kosten):
Ich habe nirgends gefordert, dass die Anime-Filme regulär ins Kinoprogramm in der Schweiz kommen soll.
Ja, in Deutschland/Österreich gibt es meist nur die Anime-Events in den Kino mit 1-2 Vorstellungen pro Kino. Aber dies gibt es in der Schweiz nicht. Und die Begründung von KSM, warum es diese nicht gibt, sind nicht wirklich plausibel.
Viele Anime-Fans in der Schweiz möchten auch gerne, dass diese Events mit 1-2 Vorstellung auch in der Schweiz stattfinden; zumindest für die grossen Titel. Filme wie "Your Name" oder "Mirai no Mirai" kriegen in Deutschland und Österreich sogar einen regulären Kinostart und in der Schweiz nicht einmal einen Kino-Event.
Mit "Rentabilität" kann man in diesen Fällen nicht wirklich gut argumentieren, wenn es jede Menge Filme in der Schweiz ins Kino schaffen (regulär!), die nur 1'000 bis 2'000 Kinobesucher finden. Dies kriegen Filme wie "Your Name" und "Mirai no Mirai" ohne Probleme hin; wahrscheinlich sogar nur als Event.
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0
    • ×0

Navigation

Statistik (01.01. - 31.01.2019)

aniSearch-Livechat
Durch Deinen Aufenthalt auf aniSearch stimmst Du der Nutzung von Cookies für personalisierte Inhalte, Werbung und Analysen, gemäß unserer Datenschutzrichtlinien zu.