School-Live! (2015)

Gakkougurashi! / がっこうぐらし!

Informationen

Inhaltsangabe

Yuki Takeya liebt ihre Schule. Sie genießt ihre Schulaktivitäten, vor allem die ihres Klubs: Der Alltagsschulklub. Zusammen mit dem anderen Mitglied Kurumi und der Klubpräsidentin Yuuri genießt sie das Schulleben unter Aufsicht der Lehrerin Megu. Was Yuki aber nicht weiß ist, dass sie die letzten Überlebenden ihrer Schule und von Zombies umgeben sind …

Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Zitate

  • Kurumi EBISUZAWA

    They say for every meeting … there’s always a good-bye.

  • Kurumi EBISUZAWA

    Ebisuzawa Kurumi, shall brace herself and go on a morning patrol, ma’am.

  • Yuki TAKEYA

    If you bottle up your sadness too much, you’ll forget what’s really important.

  • Yuki TAKEYA

    It’s sad that nothing can last forever, but I think it’s better that way.

  • Yuki TAKEYA

    I’m in love with school lately.

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Rezensionen

Avatar: Minamimoto#1
Es ist Moe... und Horror! Moe-Horror? Horror-Moe? Wie auch immer, es ist eine Kombination, die ebenso abstrus wie genial ist.

Moe-Anime tauchen heutzutage in vermehrter Häufigkeit auf. Daher ist es nicht verwunderlich, dass solche Serien nach und nach mit allen möglichen Genres kombiniert werden. Diese Serie nimmt sich also das Horror-Genre vor. (Ich schreibe hier ganz bewusst nicht, wie. Denn wenn ihr die Beschreibung oben noch nicht gelesen habt, lest sie nicht bevor ihr die erste Episode kennt. Das macht die Episode um einiges besser ;) )
Das besondere an dieser Kombination ist natürlich der krasse Gegensatz. Niedliche, junge, nette, fröhliche Mädchen auf der einen und Gewalt, Tod, Furcht und Panik auf der anderen Seite. Gerade in diesem Kontrast sehe ich die größte Stärke der Serie. Beide Extrema des Spektrums wirken so viel... intensiver, nachdem man gerade die andere Seite gesehen hat.
Die Charkatere gefallen mir; ohne allzu revolutionär zu sein sind sie solide und interessant. Die Story, die stark antichronologisch erzählt wird, ist ähnlich. Nicht bahnbrechend, aber gut ausgearbeitet und ausreichend, damit ich stets auf die nächste Folge gespannt bin.

Fazit: Gakkou Gurashi! ist eine sehr spezielle Serie. Für Moe-Gegener ist es natürlich nichts, trotz des Horror-Aspekts. Wer aber, so wie ich, beiden Genres nicht abgeneigt ist, der wird nicht enttäuscht werden.
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Avatar: AsakiKekslegende
V.I.P.
#2
Von Gakkou Gurashi hatte ich Anfangs eigentlich etwas ganz anderes erwartet, aber das Ergebnis hat mir dann doch ziemlich gut gefallen, auch wenn es einige Schwachpunkte gab.

Eines sollte man aber Vorweg schon mal sagen dürfen, bei Gakkou Gurashi, sollte man sich nicht von der friedlichen Atmosphäre, die die erste Episode zu bieten hat, täuschen lassen. Diese friedliche Idylle ist nämlich nur eine Fassade und bereits in der zweiten Folge zeigt die Serie ihr wahres Gesicht. Natürlich hält GG auch an dieser Idylle fest und zeigt oft den fröhlichen nicht ganz so altäglichen Schulalltag der vier Protagonisten, die inmitten einer Zombieapokalypse in der Schule leben. Klar, könnte man jetzt auch denken, dass man sich hier auch ordentlich grusseln kann, wo es doch Zombies gibt, aber das ist leider nicht ganz richtig. Sicherlich Gakkou Gurashi stellt das bisschen Horror was er zu bieten hat schon etwas in den Vordergrund, aber dieser wird oft und auch schnell durch Slice of Life und humorvolle Momente verdrängt, sodass sich die Serie gerne mal wie eine schlichte School Life Serie anfühlt, es aber letzendlich gar nicht ist. Hinzu kommt dass die Serie auch sehr auf Moe getrimmt ist, wodurch sie vielleicht nicht jeden unbedingt zusagen dürfte. Natürlich könnte man sich jetzt die Frage stellen, ob Moe und Horror in dieser Kombination in einem Anime etwas taugen? Meiner Meinung nach taugt es schon etwas, nur sollte man gerade bei Gakkou Gurashi nicht so viel vom Horror Aspekt verlangen, denn dieser nimmt sich nicht immer sehr ernst und ist mehr eine Horrorkomödie.

Charakterlich ist selbstverständlich alles auf Moe gestimmt, besonder die Protagonistin Yuki stößt hier am meisten hervor, denn sie ist nicht wie die anderen drei und lebt eigentlich in ihrer eigenen, friedlichen Welt und ihre Freunde lassen das auch zu, verbergen aber ihre wahren Gefühle. Insgesamt sind die Charaktere aber soweit eigentlich sehr Symapthisch und wissen durchaus zu gefallen, sodass man eigentlich schnell seinen Favoriten findet.

Fazit: Gakkou Gurashi ist vom Moe Typ, mal eine willkommene Abwechslung, den meisten sind solche Anime ja mehr Komödie, aber hier schafft man es gekonnt auch mit Horrorelementen herum zu spielen, um so eine durchweg Unterhaltsame Horrorokomödie zu bieten. Für Moe Fans sicher ein kleiner Hingucker.
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Avatar: RaestHDKekssammler#3
Das Zombies und Figuren aus Anime mit dem Schwerpunkt Moe auf unterschiedliche Weise die Gabe besitzen Gehirne bzw. Gehirnzellen verzerren zu können, scheint wohl auf den ersten Blick die einzige Gemeinsamkeit zu sein. Wie also eine Serie zu beiden produzieren?
 
„Everyone really loved this school“

Es wäre von meiner Seite normalerweise unfair bei einer Serie welche auf die Niedlichkeit ihrer Figuren setzt, um seine inhaltliche Leere zu überdecken, mit dem Hammer draufzuschlagen. Diese Serien sind von Anfang an auf seichte Unterhaltung ausgelegt. Würde sich Gakkou Gurashi! ebenfalls in diese Reihe stellen wäre es ja nur eine kurzweilige Serie unter vielen und damit wohl mehr oder weniger passabel. Doch der Anime möchte mehr, es möchte Drama, Moe und Horror verbinden und scheitert an den Anforderungen. Es beginnt schon mit den äußeren Voraussetzungen, um eine dichte und beunruhigende Atmosphäre voller Verzweiflung angesichts einer Zombie-Pandemie zu schaffen. Während sich vor der Schule der Hauptfiguren die Schüler als Zombies stapeln, weil sie als Zombies "unterbewusst ihre Schule noch immer lieben(?)", leben die Mädchen Kurumi, Yuki, Miki und Yuuri innerhalb der Schule, mit besten Voraussetzungen zum Überleben, ihre Klubaktivitäten aus: Solarbetriebene Stromgeneratoren, Wasserfiltersysteme, Gemüsegarten auf dem Dach, scheinbar endlose Nahrungsmittelvorräte und genug Wasser für Duschen und den Pool, welche für Fanservice genutzt werden. Wie sie den nächsten Tag überstehen ist also fraglich.
Während die Figuren also darunter leiden das der Fußboden immer so schnell dreckig wird, sind die torkelnden Klassik-Zombies draußen auf dem Sportplatz eine geringere Bedrohung als die eigene Langeweile. Also geben sie sich in fast jeder Episode ihrer eigenen Niedlichkeit hin, feiern Ballonpartys und spielen mit dem Hund. Müssen die Mädchen dann doch mal über die Barrikaden, wird zumindest unterhaltsam auf einzelne Zombies eingeschlagen.
Das Innenleben der Figuren wird dabei kaum thematisiert oder nur oberflächlich angekratzt, was für Drama zu wenig ist. Einzig Yuki, die Oberschülerin mit der Katzenohrmütze und dem Sonderstipendium - da sie kaum Schreiben kann, ringt mit Wahnvorstellungen von einer heilen Welt bzw. ihre Freundinnen lassen sie einfach machen und irgendwann, so die Hoffnung, heilt sie sich von selbst. Ziemlich verkorkst das Ganze. Das zeigt sich vor allem dran, dass der Hund und Serienmaskottchen mehr Charakterentwicklung zeigt als der Hauptcast. Der Horror kommt nur Phasenweise vor und ist dann auch mehr Action als unterschwellige Bedrohung, besonders da die Zombies nichts zu bieten haben außer Masse. Schließlich kommt mit dem Finale auch etwas Bewegung in den Plot. Dies geht einher mit diversen Kürzungen und unsinnigen Änderungen am Orginalskript. Empfehlen kann ich diese Serie nur Moe-Fans die etwas Abwechslung vom normalen Zucker möchten.
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Avatar: Shiho Akai#4
Gakkou Gurashi war ein Anime unter dem ich mir anfangs nichts vorstellen konnte und auch die Genres schienen erstmal nicht so ganz zusammenzupassen...
Dafür dass die Genres so verschieden sind, funktionieren sie hier ziemlich gut zusammen, trotzdem hat Gakkou Gurashi auch so einige Schwächen.

Story:
Die Story funtioniert recht gut und die niedlichen Charaktere bilden einen schönen Kontrast zur sonst so gar nicht niedlichen Story. Allerdings kommt die Geschichte teilweise sehr langsam voran und man hat das Gefühl es würden quasi Filler-Folgen eingeschoben, in denen außer zuckersüßen Moe-Szenen und Fanservice nichts passiert.
Insgesamt ließ mir die Story auch zu viele Fragen ungeklärt, deren Antworten eigentlich durchaus interessant und evtl. sogar ungewöhnlich für einen Zomie Anime gewesen wären.
So erklärt sich für mich zB. nicht warum die Zombies zwar nicht mehr menschlich sind, aber trotzdem zu ihrer Schule zurück kehren, auf die Klingel hören etc. Anscheinend haben sie also doch noch eine Art Bewusstsein oder zumindest Erinnerungsvermögen.

Charaktere:
Die Charaktere sind natürlich sehr auf Moe getrimmt, aber trotzdem nicht allzu nervig. Yuki fand ich tatsächlich recht sympathisch, zumal sie durch ihr Unverständnis für die Situation in manchen Szenen sogar etwas gruselig war.
Allerdings sind die Handlungen der Charaktere an vielen Stellen völlig unverständlich und nicht nachvollziehbar, weshalb man sich so gut wie gar nicht in sie hineinversetzen kann und das typische "Was hätte ich getan?" ausbleibt. Außerdem fand ich Taromaru an den meisten Stellen einfach nur anstrengend und enorm nervig.

Musik/Animationen:
Die Animationen sind durchgehend schön anzuschauen und die Musik recht unaufällig, aber nicht schlecht. Das Opening hat mich allerdings nach einiger Zeit auch etwas genervt, weswegen ich es dann übersprungen habe.

Fazit:
Für Moe Fans ist Gakkou Gurashi definitiv sehenswert und auch für Leute die vielleicht mal einen etwas anderen Zombie-Anime suchen. Man sollte allerdings bereit sein über eine etwas langatmige Handlung und viele ungeklärte Fargen hinwegzusehen.
Ich gebe 2 1/2 Sterne, da ich überascht bin, wie gut die Genres zusammen funktionieren und die Idee mag. Meiner Meinug nach wurde hier aber auch viel Potential verschenkt.
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Avatar: Dreambird1973#5
Gakkou Gurashi ist mal eine recht neue Idee im Animeserienbereich: Was passiert wenn man einen Anime mit Moe Characteren macht und überwiegend ihr (Schul) - alltagsleben zeigen will, das alles dabei aber in ein düsteres Horrorsetting steckt? Kann das gut gehen?

Antwort: Ja

Es kommt aber darauf an, was man sich genau von dem Anime erwartet: Will man einen actionreichen, gewalttätigen Horroranime wie Highschool of the Dead sehen, ist man hier falsch. Will man einfach einen lustigen, zuckersüssen Alltagsanime sehen , ist man hier aber teilweise auch falsch.

Der Anime schafft es jedoch überwiegend recht gut, zuckersüsse Moe Charactere neben ihrem Alltag, aufgrund des Szenarios, immer wieder in ernste und sehr einfühlsam erzählte Situationen zu versetzen. Wie man diese Mischung zwischen Moe Alltag und düster - ernstem Horrorfeeling findet ist geschmackssache; genauso ob man lieber weniger oder mehr von den ernsten, atmosphärisch düster erzählten Situationen hätte. Für mich war die Zusammenstellung überwiegend sehr gut - wie gesagt einfühlsam erzählt, teilweise auch ziemlich spannend und die Charactere machen es einem leicht mitzufühlen. Gerade das Finale der Serie muss ich dahingehen sehr loben, da es mich tief berührt hat. Aber auch hier gehen die Meinungen sicherlich sehr auseinander. Man darf einfach keinen Horrorshocker erwarten, sondern eine einfühlsam erzählte Story, die auf direkt gezeigte Gewalt fast gänzlich verzichtet, aber dennoch phasenweise eine gute Horroratmosphäre schafft. Gerade die Charactere muss ich hier auch sehr loben. Auch das es ein oder zwei Dinge in der Serie gibt, die eventuell überraschen und die man nicht erwartet hat.

Ich persönlich fand dieses Animeexperiment wirklich sehr gut, auch wenn es eventuell ein paar wenige Momente gab wo ich etwas skeptisch war - aber der Anime hat mich absolut überzeugt, vor allem das Ende, was viele sicher sehr kritisieren werden.

Meine Meinung jedoch ist, das der Anime sich 4 Punkte mehr als verdient hat.

Lieblingscharacter(e):
Yuri
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Kommentare

Avatar: AsaneKekssammler
V.I.P.
#1
Schmal ist der Grat zwischen Horror und Comedy. Und wenn man dann noch Oberschule und Moe-Mädchen beimischt, die sich dermaßen super-genki aufführen und viel SoL-Comedy produzieren, dann geht das eben in die Hose. Warum?

Es folgt ein längerer Rant.

Man versucht immer wieder, eine gewisse kognitive Dissonanz aufzubauen. Was eigentlich nur gelingen kann, wenn man beispielsweise konsequent den Zuschauer am dramaturgischen Schlawittchen packt und auf alles verzichtet, was es an stereotypen Zutaten gibt. Das genau gelingt nicht. Man gibt sich nicht die geringste Mühe, und dadurch gerät der Dramapart, der die Komödie ad absurdum führen soll, selber zur Lachnummer. Die Zielsetzung "Horror" ist damit schon frühzeitig gestorben.

Erstmal zum allgemeinen:
Ein ernster Anspruch auf "Horror" scheitert frühzeitig daran, daß man eines der unglaubwürdigsten, aber auch eines der beliebtesten Settings wählt: Zombieapokalypse. Die überall zu sehende maximale Verwüstung nehme ich denen nicht ab. Keinen Augenblick lang. Keine Zombiehorde dieser Welt vermag, unbewaffnet, solch ein Chaos anzurichten wie hier am Kaufhaus zu sehen. So etwas, wie übrigens auch die Zerstörungen in der Schule, existiert nicht zu dem Zweck, Realität abzubilden, sondern existiert einzig zu dem Zweck, Eindruck zu schinden auf Teufel komm raus und nebenbei möglichst tief in die Magengrube des Zuschauers zu zielen. Den allgemeinen Reaktionen nach scheint das denn auch gut zu funktionieren. Noch ein reality check, der mir grade einfällt: Am Nachthimmel ist öfters und zu unterschiedlichsten Zeiten der Mond zu sehen. Keine Ahnung, wie das in japanischen Oberschulen mit Zombiebefall aussieht – aber ich kenne keinen Ort in dieser Welt, wo wochenlang Vollmond ist. Auch lustig, wie sie ständig über all diese Scherben laufen und mit dem Auto drüberfahren und es passiert ihnen überhaupt gar nix. Auch das ist Teil der selektiven Dramainszenierung, die rein illustrativen Zwecken dient. Oder ist das schon plot armor?

Was aber am schwersten wiegt:
Man untergräbt permanent die Glaubwürdigkeit, indem man eine neutrale Perspektive hinterher als eine aus Yukis Sicht ausgibt. Es reicht, wenn man sich die 1. Folge zweimal anschaut. Erst gegen Ende wird das Klassenzimmer als Yukis Imagination inszeniert. Rein um des Effekts willen, bzw. um den Zuschauer an der Nase herumzuführen. Leider ist der Zuschauer nicht blöd und hat eine [Repeat]-Taste. Diese ganzen Tricksereien zwischen Yukis Phantomwelt und der wahren Welt haben nämlich genau dann ein Ende, wenn der Zuschauer weiß, was Sache ist. Ab diesem Moment verzichtet man darauf. Seltsam, nicht? Ich weiß nicht so recht, wie man sowas werten soll. Freundlich ausgedrückt ist das unredlich, weniger freundlich ist das hochgradig manipulativ. Sowas stößt mir extrem übel auf.

Eigentlich hätte ich den Anime mit der 6. Folge tropfen sollen, denn da treibt man's auf die Spitze. Ja, die Sache mit Megu-nee.

Größter Spoiler der gesamten Serie

Mehrfach wird im Nachhinein deklariert, daß die sympathische Lehrerin bei einer Rettungstat innerhalb der Schule ums Leben gekommen sei und nur noch in Yukis Phantasiewelt existiert. Ein paarmal wird versucht, das auch so zu inszenieren. Damit gräbt man erstaunliche plot holes. Beispielsweise beim "Schulausflug" zum Kaufhaus. Da spielt die Lehrerin eine recht aktive Rolle und ist auch im Dialog mit den anderen Mädchen. Das passt nicht zusammen. Dann noch die Szene mit dem Autoschlüssel: da sollte man sich mal genau vor Augen halten, was es bedeutet, der Lehrerin (gesetzt den Fall, sie lebte noch) das Auto samt zugehöriger Führungsqualifikation abzuschwatzen und die Dinge selber in die Hand zu nehmen; und das nur aufgrund einer Ersatz-Qualifikation in Racing Games. Das geht sowas von gar nicht.
Aber auch hier das gleiche Verfahren wie bei Episode 1: sobald dem Publikum eröffnet wurde, daß Megu-nee nicht mehr lebt, erscheint sie in der Serie auch nicht mehr; und wenn sie erscheint, dann als bloße Imagination von Yuki, und das wird auch sehr deutlich als solche dargestellt. Auch hier: Manipulation statt Realismus. Das sind nämlich die gleichen manipulativen Tricks, ähnlich wie in »Tokyo Magnitude«, mit denen man mich in beiden Fällen gern hätte verschonen können.

Was die Serie rausreißt, sind die Ereignisse der zweiten Hälfte, und da vor allem, wie man sie präsentiert. In den wenigsten Fällen chronologisch, was der Serie sehr gut bekommt! Das ist dann zwar eher Mystery als Horror, aber immerhin kommt man in den Genuss einer konsistenten Linie. "Konsistent" im Rahmen der Möglichkeiten, die der Anime bietet. Denn daß die lieben Zombies nur ein diffuses Heimweh nach der Schule verspüren und auch ganz brav wieder "nach Hause"(?) gehen, wenn man das ihnen per Lautsprecherdurchsage nahelegt, das ist so dermaßen an den Haaren herbeigezogen und haut enorme Löcher in die Logik, daß man aus dem facepalmen gar nicht mehr herauskommt. Demnach hätte es auch reichen können, ihnen ganz Megumi-mäßig eins auf die Finger zu geben: "das lass doch bitte schön sein mit dem Beißen, das ist ganz böse!", und alles wäre in Butter.

Es gibt noch haufenweise andere Inkonsistenzen, die man sich leistet, und die Frage sollte erlaubt sein:
was ist mit Megumis Grab, nachdem sie "wiedererstanden" ist? Ist das jetzt leer? Denn irgendwelche Spuren waren da ja nicht zu erkennen. Und was ist mit Kurumis love interest geschehen, nachdem sie ihm als frischgebackenem Zombie eins übergebraten hat? Hat der sich in Luft aufgelöst?

Und das ist die generelle Crux:
Die schiere Gewalt und Entschlossenheit, mit der man das Konzept "Moe contra Horror" durchzuboxen bereit ist, gibt dem Anime letztlich den Todesstoß. Hätte man das sein lassen mit dem Comedy-Moe und hätte man das ganze stattdessen als Charakterdrama aufgezogen, wäre wohl Besseres dabei rausgekommen. Vor allem eine konsistentere Linie. Aber ach, die Oberflächenreize! Sie sind ja so verführerisch und erlauben billigen Effekt um seiner selbst willen. Man kann damit ja so schön von den eigenen, weil selbstverschuldeten plot holes, all den diversen Inkonsistenzen und Fehlleistungen bei den Charakteren ablenken, in der oftmals berechtigten Hoffnung, daß es keiner merkt.

Regelmäßig wird ja gefragt: Horror und moe – kann das gehen? Und die verkürzte Antwort ist: könnte vielleicht schon. Aber so jedenfalls nicht. Denn dafür sind die hier gezeigten Moe-Charaktere ungeeignet. Persönlichkeit und Charakterentwicklung verträgt sich nicht mit dem hier gezeigten "Horror", und die recht plumpe Art, wie der Horror präsentiert wird, führt in Verbindung mit dem superniedlichen Schul-Slice-of-Life dazu, daß man dieses ganze Zombiegewusel selber als Comedy wahrnimmt. Einen seiner Höhepunkte findet das in dem, was man Yuki als Verdrängungsleistung angedichtet hat und was wohl eine Art Posttraumatische Belastungsstörung sein soll. Anime Edition.

Es hätte funktionieren können. Aber dafür bräuchte es etwas, was die wenigsten Animes dieser Art besitzen: Originalität, Phantasiereichtum und vor allem der strikte Verzicht auf alles, was nach Klischee und Stereotypen riecht.
Beitrag wurde zuletzt am 25.07.2025 02:41 geändert.
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Avatar: Lisa-MarieKeksheld#2
Den Anime gibt es hier als Stream, aber dazu ist ein Premium-Zugang nötig, ansonsten kannst du nur die erste Folge schauen. 
Ob der Anime überhaupt auf Blu-Ray oder DVD erscheinen wird, ist noch unklar.
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Avatar: O_Taco
V.I.P.
#3
Den Anime gibt es ja nirgends zu kaufen, auch einen Stream mit deutschen Untertiteln hab ich nicht gefunden, laut eurer Seite ist der von Kaze lizensiert und abgeschlossen.
Wann wird der denn rausgebracht, weiß das wer?
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Avatar: aniSearchler
aniSearchler
#4
Der beste Anime der Season. Zumindest dann, wenn man die Fortsetzung von Durarara!! außen vor lässt.
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Avatar: Oh Reo#5

Als die Nachricht einer Anime-Adaption bekannt gegeben wurde, habe ich den Manga zum damaligen Stand gelesen, wenn ich mich nicht irre. War wirklich recht unterhaltsam, wobei ich mich kaum noch dran erinnere, eher ein schlechtes Zeichen.  Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, gab es da zumindest einige interessante Plot Twists.

Beitrag wurde zuletzt am 19.06.2015 21:01 geändert.
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