Akatsuki no Yona: Prinzessin der Morgendämmerung (2014)

Akatsuki no Yona / 暁のヨナ

Rezensionen – Akatsuki no Yona: Prinzessin der Morgendämmerung

Hier findest Du sowohl kurze als auch umfangreichere Rezensionen zum Anime „Akatsuki no Yona: Prinzessin der Morgendämmerung“. Dies ist kein Diskussionsthema! Jeder Beitrag im Thema muss eine für sich alleinstehende, selbst verfasste Rezension sein und muss inhaltlich mindestens die Kerngebiete Handlung und Charaktere sowie ein persönliches Fazit enthalten. Du kannst zu einer vorhandenen Rezension allerdings gern einen Kommentar hinterlassen.
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Avatar: Asaki
V.I.P.
#1
Akatsuki no Yona oder wie ich ihn auch gerne nenne, AkaYona, ist ein typischer Fantasy Shoujo Anime, der aber auf Dauer recht gut unterhalten kann. 

Akatsuki no Yona, ist eigentlich eine bunte Mischung von vielen verschiedenen Genren, sodass die Serie schon mal etwas Abwechslung verspricht. Die Frage ist nur, schafft es die Serie all diese Elemente auch würdig und passend einzusetzen? Die Antwort darauf, ist ja, aber leider läuft dies nicht immer gut. Der Hohe Comedy Anteil zeichnet sich bei AkaYona natürlich am meisten aus, jedoch übertreibt man es damit manchmal etwas zu sehr, auch wenn der Comedy Anteil an sich nicht falsch ist und definitiv für einige Lacher sorgt, so hat man an manchen Stellen das Gefühl, man versucht mit Absicht jede Situation lustig erscheinen zu lassen, was nicht unbedingt immer der Fall sein müsste. Auf diese Weise nutzen sich auch die Gags der Serie relativ schnell ab. Auch wenn der Humorvolle Anteil oft etwas übertrieben wird, so ist das längst nicht alles, was AkaYona auszeichnet, denn wie bereits erwähnt, wechselt die Serie mittendrin ziemlich das Genre. Dadurch erhält man zwischendrin, einmal halbwegs gute und dramatische Momente, von denen der ein oder andere durchaus etwas viel des guten ist und eher Melodramatisch wird. Zudem bietet die Serie auch einiges an actionreichen Momenten, die dann zusätzlich noch für einiges an Spannungen sorgt. Aus diesem Grund bietet die Serie einiges an Abwechslung, die natürlich nicht nur durch die bereits genannten Momente geboten werden, denn auch die Handlung ist strickt und klar, sodass man dieser eigentlich getrost folgen kann, ohne irgendwie über den Haufen geworfen zu werden, es wird eine Sache nach der anderen abgehandelt und das macht die Serie schon ziemlich sehenswert. Für einen Fantasy Shoujo Anime, ist Akatsuki no Yona ziemlich gelungen und macht Spaß die Serie bis zum Ende zu schauen.

Die Figuren von Akatsuki no Yona sind eigentlich weitgehend recht sympathisch, auch wenn es Charaktere gibt, die man sich am liebsten weg wünschen würde, aber ansonsten sind eigentlich alle recht in Ordnung. Die Protagonistin Yona ist am Anfang eigentlich relativ menschlich gehalten, durch den schweren Schock den sie verarbeiten muss, ist sie ziemlich ängstlich geworden und entwickelt sich im Laufe der Geschichte immer mehr zu einer sehr selbstbewussten jungen Frau, die auch mal richtig einen draufhauen kann. Aber dennoch mit einem der besten Charaktere der Serie.

Fazit: Akatsuki no Yona ist durchweg ein gelungener Anime, auch wenn dieser ein paar Schwachstellen hat, so kann er doch auf Dauer gut Unterhalten und durch das doch ziemlich offene Ende, kann man sogar auf mehr hoffen. Aufjedenfall ist Serie Sehenswert besonders für Fans von Shoujo Fantasy.
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Avatar: Pilop
V.I.P.
#2
Manchmal reicht schlichte Sympathie eben doch aus. Zumindest lässt sich so erklären, warum einem ein Anime, bei dem man in Handlung und Erzählung klare Mängel erkennen kann, trotzdem recht gut gefällt.

Akatsuki no Yona ist beileibe kein großes Werk, aber er ist wie eingangs erwähnt eben sympathisch. Die Heldin spricht einen ab der ersten Folge an, ihre sich ansammelnden Begleiter sind auch nett und der Humor funktioniert auch gut. Dass allerdings jetzt von mir inhaltlich nur der Humor hervorgehoben wird, ist dann angesichts eines solchen Settings auch schon eines der Probleme. Eigentlich würde man sich bei einer derartigen Abenteuergeschichte eher Stärken in der Action und angesichts er Ausgangslage auch eher ein Punkten im Dramabereich erwarten. Auf beides wartet man aber vergeblich. So kampfesstark Yonas Begleiter auch sein mögen, sind ihre Kämpfe sparsam inszeniert und weitgehend langweilig. Und auch wenn diverse Konflikte durchlebt werden, ist bei den ernsthafteren Teilen qualitativ schon mit Durchschnitt der Plafond erreicht, wobei viel davon auch merklich weniger überzeugt. Dass mitunter peinliche Logikfehler bzw. Unglaubwürdigkeiten vorhanden sind, trägt das Seinige zur schwachen Bewertung der Handlung bei, wobei es auch nicht förderlich ist, dass mitten in der Geschichte erstmal Schluss ist. Und trotzdem unterhält die Serie wie gesagt, denn auf seine Art kaschiert der gelungenere leichtherzige Part der Handlung die Schwächen des ernsthafteren und die schlichte Sympathie, die man den Figuren entgegenbringt, lässt einen automatisch im gewissen Ausmaß mitfiebern. Insofern kann man hier auch leicht eine Richtlinie vorgeben: Wem die Figuren beim Einstieg gefallen, der kann ruhig weiterschauen, aber wem diese als Motivation nicht ausreichen, der kann die Serie getrost sein lassen.
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Avatar: Morti77#3
Akatsuki no Yona, eine perfekte Abenteuerserie? Nicht wirklich, aber sie kommt dem teilweise ziemlich nahe, leider ist sie davon manchmal aber auch weit entfernt.

Wenn man sich den Anfang ansieht bzw. die Beschreibung liest, macht es erst mal den Eindruck als ginge es in dem Anime um Rache, aber recht schnell zeigt sich, dass dem nicht so ist und es stellt sich eine, für solche Serien übliche, ruhigere Atmosphäre ein denn es geht hauptsächlich um die Reisen der Protagonisten durch das Königreich. Zwischendurch kommen dann mit den Drachen neue Charaktere hinzu um Yonas Harem zu nähren und es entsteht eine lustige Reisegruppe. Und mit lustig meine ich auch lustig, denn Humor ist in Akatsuki no Yona keine Seltenheit. Mich persönlich hat das ein paarmal gestört, aber man kann Humor schlimmer deplatzieren, wenn es wirklich ernst wird nimmt das ab und die Spannung wird davon auch selten beeinträchtigt. Allzu spannend ist der Anime aber auch nicht. Es gibt zwar keine irrelevanten Folgen, aber manches wirkt schon in die Länge gezogen (was aber auch im Manga so ist, der Anime ist sehr nah an der Vorlage) und mir kam die Geschichte manchmal auch sehr ziellos vor. Wie gesagt dreht sich die Handlung nämlich schon mehr um Yonas Reisen, als um den Kampf gegen den Antagonisten Soo-won. Die meisten Handlungsabschnitte sind zwar durchgehend gut und je nachdem, worum es geht dramatisch oder eben unterhaltsam manche Arcs laufen jedoch wirklich fast komplett ohne Spannung ab und stützen sich nur auf die handelnden Charaktere und den Humor, was nicht immer funktioniert.

Was die Charaktere angeht ist der Anime aber eigentlich gut aufgestellt. Die Protagonistin Yona mag ich besonders gerne. Im Gegensatz zu vielen anderen Hauptcharakteren in solchen Geschichten verhält sie sich nämlich wirklich glaubwürdig. Erst geschockt von dem Tod ihres Vaters und dem Leben außerhalb von Luxus und Reichtum, erkennt sie die Missstände in ihrem Land und setzt sich immer mehr für deren Bewohner ein. Mit dem stoischen Hak hat sie einen passenden Begleiter und dieser sorgt größtenteils für die lustigen Momente des Animes. Gefühllos ist er aber auch nicht und die Beziehung der beiden ist angenehm anzusehen. Die restlichen Charaktere sind ziemlich stereotyp, aber auf ihre Weise auch recht sympathisch.

Insgesamt ist Akatsuki no Yona wirklich ein schöner Anime, mit sympathischen Charakteren und einer überwiegend guten Geschichte und wer nichts gegen die Charaktere hat, wird auch über die kleinen Schwächen in der Handlung hinwegsehen können. Lediglich wer sich hier aufgrund der Ausgangssituation viel Spannung und Action erwartet wird wohl etwas enttäuscht werden.
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Avatar: air#4

Hier findet man eine akzeptable Abenteuer Serie mit einigen Schwächen, die durch sympatische Charaktere aber ausgebügelt werden. Besonders Yona überzeugt den Zuschauer als Protagonist.


Als Abenteuerserie erwartet man sicherlich einen gewissen Teil an Action. Dies fehlt fast komplett. Die wenigen Kämpfe, die man hat, sind dann doch eher langweilig und durch die Fähigkeiten der Charaktere schnell vorbei.

Nach dem Ersteindruck der Startepisoden sehnt man sich nach Drama. Dies bleibt dann doch nur ein Wunsch.
Auch die Comedy gefällt mir nicht. In den meisten Fällen wirkt sie deplatziert und zerstört die schon so wenig vorhandene Spannung. Hinzu kommt, dass manche Charaktere wie Idioten dargestellt werden. Der für meinen Geschmack übertriebene Humor ist mein größter Kritikpunkt. Bei anderen ist dies jedoch gut angekommen.

Trotz der negativen Aspekte funktioniert Akatsuki no Yona. Dies klingt überraschend, jedoch zeigt einem die Serie, was für einen Einfluss gute Charaktere haben. Selbst wenn es mit dem Genre einige Probleme gibt, reichen die sympatischen Charaktere aus, um den Anime zu tragen. Und dies nicht zu schlecht. Mit den vereinzelten Episoden, in denen das Drama und die Action vorhanden ist, mit dem Anime schließlich insgesamt zufrieden sein. 

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Avatar: The Watchmaker#5
Prinzessin Yona
«It is cold here. Back then, I had no idea it was so cold outside the castle.»

 


Als ein Leser des Mangas, der sich seit Jahren an Akatsuki No Yona erfreut hatte, war ich zugegebener Maßen ziemlich skeptisch gegenüber der Anime-Adaption, vorallem da dass Studio Pierrot es übernommen hatte. Aber jetzt, wo ich alle 24 Folgen angesehen habe, muss ich sagen, dass ich wirklich positiv überrascht war.
Der Anime hält sich strikt an den Manga - mit einigen kleinen, dennoch passenden Filler-Szenen. Wie dem auch sein, um kurz die Handlung zu beleuchten:

In Akatsuki no Yona geht es um die junge, rothaarige Prinzessin und einzige Tochter des Königs Ills Yona, deren sechzehnten Geburtstag bevorsteht. Sie hofft, eines Tages ihren Kindheitsfreund und Cousin Soo-won heiraten zu können, was jedoch auf hartnäckige Ablehnung ihres Vaters stößt. Nach ihrer Geburtstagsfeier will Yona nachts in die Gemächer ihres Vaters gehen, mit der Absicht erneut zu versuchen ihn zu überzeugen -  und wird Zeuge, wie ihr geliebter Soo-won ihren Vater ermordet um an den Thron zu gelangen. Zusammen mit Hak, der, wie Soo-won, seit ihrer Kindheit an ihre Seite war, flieht sie von Schloss Hiryuu.
Von da an beginnt ihr Abenteuer außerhalb des Schlosses, in den sie ihr ganzes Leben lang geborgen und geschützt gelebt hat.

Mit den Charakteren, die diesen Anime besetzten, habe ich nichts auszusetzen. Sie sind alle Sympathieträger mit ihrer eigenen Geschichte und Eigenschaften, die einem dazu bringt, sie liebzugewinnen. Vorallem mit Yona hat man einer der besten weiblichen Hauptcharakteren vor sich, die sich seit Beginn der Geschichte stetig weiterentwickelt und - anders als andere gewisse Shoujo-Protagonisten - nicht immer die Prinzessin in Nöten spielt. Sie versucht von sich aus stärker zu werden und trainiert hart dafür, sodass sie nicht immer auf die Kräfte von Hak und die anderen zukünftigen Mitstreiter angewiesen ist und sich selbst verteidigen kann. Vergliche man die Yona von der ersten Folge und die von der letzen Folge sieht man klar vor sich, wie sehr sie gereift ist - von der naiven, ignoranten und verwöhnten Prinzessin zu der, die sie heute ist.

Was ich auch noch unbedingt erwähnen muss, ist die Musik von Akatsuki No Yona. Vorallem der zweite Ending-Song ist wunderschön und einfach nur atemberaubend. Auch der Opening und die Soundtracks sind passend zum Setting des Animes und unterstreichen manche Szenarien wunderbar.

Manche erwähnten, dass die Comedy-Momente manchmal zu deplatziert wirkten und die ernste Stimmung ruinierten. Ich persönlich habe mich nicht sonderlich gestört gefühlt, aber dass ist schließlich bei jedem anders.
Aber der Anime hat auch seine ernste und dramatische Momente und besonders bei der Vergangenheit eines spezifischen Charakters hat es mich zu Tränen gerührt.

Alles in allem war es mehr als nur eine zufriedenstellende Adaption des Mangas und ich bin überrascht gewesen, wie gut Pierrot den Anime abgehandelt hat und kein eigenes Ende hingeklatscht hat. 
Apropo Ende - die finale Episode lässt einem ziemlich stark auf eine zweite Staffel hoffen, da man da problemlos die Handlung weiterführen kann.

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Avatar: Aodhan
V.I.P.
#6
An meine Favoriten der Shoujo-Abenteuergeschichten, nämlich Basara und Kanata Kara, kommt Akatsuki no Yona zwar nicht heran, aber gefallen hat mir der Anime trotzdem. Was die beiden von ihm unterscheidet ist dann gleich sein größter Schwachpunkt, der Aufbau der Handlung, denn die ist hier über weite Strecken zu unspektakulär und konfliktarm.

Vielleicht kommt das auch daher, dass sich Kusanaga (Mangaka) an das Credo des modernen Shoujo-Mangas hält: Eher lustig als ernst. Der Humor selbst hat mir sogar gefallen, aber an erster Stelle sollte dann doch eine packende Handlung stehen. Ich hatte jedenfalls das Gefühl, dass die Serie nach einem guten Einstieg irgendwann an Fahrt verlor. Ganz so schlimm ist das aber nicht, weil für mich die Charaktere am wichtigsten sind und die haben mir hier fast ausnahmslos gefallen. Die beiden Hauptfiguren stechen besonders hervor: Hak, weil er ein Badass ist und Yona, weil sie selbstbewusst und kämpferisch ist. Soo-won hat mir am wenigsten gefallen, nicht weil er der Antagonist ist, sondern weil er sich später eher wie ein Komödientrottel verhält, ohne es wirklich zu sein. Etwas schade ist auch, dass die Romantik bisher nur eine untergeordnete Rolle spielt.
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Avatar: Sunith#7
Die Handlung von Akatsuki no Yona, aka wie ich es nenne nur kurz Yona, wird oben ganz gut erklärt und für mich gibt es nichts dazu zu sagen. Daher warum sollte man Yona schauen oder Warum nicht ? Aber erstmal werde ich ein Genre-Check machen (Also ich kann den nicht trauen):

Abenteuer: Check
Action: Klar
Drama: z.T. dazu komme ich später noch (Balance zw. Witz und Ernst s. u.)
Komödie: AUF JEDEN FALL
Romanze: Ja aber eher erst zu Ende
Harem: Accauly WTF. Nein, es gibt so ziemlich kein Harem. Ja, es verlieben sich mehrere Leute in Yona, jedoch wird diese nicht wie es dort steht "umgarnt". Auch hat nur eine evt zwei Leute bei ihr ne Chance
Tags: Stimmen alle
Aha, anscheinend wurde bei den Genres ein guter Job gemacht. Meiner Meinung nach sind diese aber falsch angeordnet:
Meiner Meinung nach ist Yona eine Actionkomödie im historischen Stil mit romantischen und dramatischen (Neben-) Handlungen. Es spielt in einer Fantasiewelt, es gibt OP Mains (unten gibts noch nen Ranking), es gibt Superpowers,  Nebencharakter und es wird im historischen Stil, d.h. hauptsächlich mit Schwertern und ähnlichen, gekämpft. 

So dann warum sollte man oder sollter man nicht Yona schauen:

Positiv:

-Balance zwischen Witz und Ernst und daher zwischen Komödie und Drama:  Yona ist hauptsächlich ein SEHR witziger Anime, der sogar, finde ich, manchmal ein bisschen die historischen Verhältnisse verarscht. Jedoch schafft es der Anime trotzdem seine sehr ernste und z.T. traurige Story zu behalten


- Eine sehr witzige Romanze:
#HakundYonaFTW Die Lovestory zwischen den beiden geschieht zwar immer nur am Rande, jedoch ist immer extrem witzig, aber auch durch die (bisherige) Liebe von Yona zu Soo-Won geprägt.

- Gute Animation

-Die Charakter: -IHR WERDET AO LIEBEN
                            -Yona is t nicht so wie die meisten "Animeprinzessinen". Sie ist stark (gerade im Charakter), liebevoll USW.,                                jedoch zeigt sie manchmal auch ihre schwache Seite. Außerdem sie will von sich aus Bogen etc erlernen
                             - Hak. Gibts nicht zu sagen. Witzig, Cool/Badass, Cool-Hearted, OP,......
                             - Die letztendlich Gruppe von Yona

-Gute Story

-USW.

Negativ: (es hat mich viele Überlegung gekostet)

Ich finde einfach nichts

Also solltet ihr Akatsuki no Yona schauen:

GOT DAMMIT JAAAA. Ich liebe diesen Anime und ich Hoffe ihr auch

Anmerkungen/Tips:

Ich werde die jetzt in einen Spoiler setzten, jedoch spoilern diese NICHTS über den Inhalt:

Der Anime ist noch nicht beendet. Es werden immernoch 2+ Staffeln kommen. Auch der Manga hat ist bisher noch lange nicht zu Ende (Aber die Lovestory spitzt sich gerade zu #GoYONA). Da kommt auch schon mein Tip: Lest den Manga. Ja, die meisten Leute mögen das Lesen nicht und ja 149 Chapter Schrecken ab, JEDOCH  Lesen wird sich lohnen. Der Anime liegt den Manga so um die 2 Staffeln hinterher!
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Avatar: Asane
Redakteur
#8
Es gibt keinen Gott in dieser schlechten Welt. Dies ist der Beweis. Gäbe es einen, hätte der Himmel uns schon längst eine 2. Staffel zu dieser wundervollen Serie beschert. So bleibt nur trübes Bedauern und die Option, den Manga zu kaufen.

Die ersten etwa 6 Folgen gehören mit zum Besten, was ich je von diesem Genre gesehen habe. Die dramatisch zwingende Farb- und Lichtgestaltung, die düster-suggestive Musik, die Inszenierung der heroischen Landschaft, die starken, glaubhaften Charaktere, saubere und flüssige Animationen, und mitreißende Action mit dramatischen Kamerafahrten. In Verbindung mit einem Erzählstil, der nicht alles auf einmal zeigt, sondern einige Lücken im dramatischen Ablauf lässt (was man anfangs nicht immer bemerkt) und diese eine oder eine halbe Episode später angeht und ausfüllt.
Immer wieder liest man in Reviews zu solchen Animes Sätze wie "ich wurde gut unterhalten"; und das ist mir zu dürftig. Ich will bei solchen dramatischen Abenteuergeschichten nicht "gut unterhalten" sein. Solch ein Anime muss mich packen, mitreißen, zertrümmern, muss einen Pfeil tief ins Herz jagen, daß ich die Nacht danach nicht ruhig schlafen kann und am nächsten Morgen verstört und geistesabwesend durch die Gegend laufe wie Falschgeld. Und dabei Bilder wie diese nicht mehr aus dem Kopf bekomme. Das ist dann Glück.

Solch ein Anime ist »Akatsuki no Yona«. Bzw. hätte es sein können – er hätte das Potential dazu gehabt. Bald aber wird klar, daß man sich nunmehr entschlossen hat, so ungefähr ab Folge 8, die atmosphärisch dichte und fesselnde Dramatik dem Humor zu opfern, erst nur ein wenig, dann immer mehr, mit lustigen, dick umrandeten Chibis, mit Gags aller Art, die zugegebenermaßen nicht wirklich schlecht sind, die aber aufgrund des Timings die Stimmung und den Ablauf der dramatischen Ereignisse und – vor allem! – das empathische Nachhallen beim Zuschauer versauen. Also so ähnlich wie drei Jahre später in »Mahou Tsukai no Yome« – was jener vielversprechenden Serie dann letztlich das Genick gebrochen hat. Man kann sagen: je mehr Chibi, desto mehr geht's den Bach runter.

Das gilt ganz ähnlich für den Umgang mit Magie und anderen übernatürlichen Erscheinungen. Je größer deren Anteil am Geschehen wird, desto stärker wird die innere Glaubwürdigkeit beschädigt, weil die zuvor gesetzte dramaturgische Linie verlassen wird. Spätestens jedoch mit dem Auftauchen gewisser Maskottchen muss man enttäuscht zur Kenntnis nehmen, daß das, was man bis dahin aufgebaut hat, gegen die Wand gefahren wird. Ich kann's nicht sauber begründen, aber sowas stört die Balance des Ganzen, nimmt einschneidenden Situation die Wirkung und setzt auch der Glaubwürdigkeit der Personen zu. Nichts gegen den Humor in »Akatsuki« an sich! Aber entscheidend ist eben auch Timing und Dosierung.

Apropos Atmosphäre: Das instrumentale Opening spiegelt das Besondere des Animes perfekt wider. Ganz gegen meine Gewohnheit habe ich es kein einziges Mal geskippt. Es erzählt in weit ausladenden Bögen von der Welt, in die Yona geworfen wird, von ihrer Willenstärke und Unbeirrbarkeit, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Von einer kleinen, verwöhnten Prinzessin, die mehr über die Zustände im Königreich erfährt, als ihr vielleicht lieb sein konnte. Es beschwört – ich wiederhole mich – eine unglaublich dichte, verstörend verführerische Atmosphäre, die vielleicht (musikalisch!) dem gleicht, was man als Opening bei »Mahou Shoujo Tai Arusu« zu hören bekommt.

Daher wird dieses Opening ab Episode 15 von einem 08/15-Song mit zeitgemäßen synthetischen Klängen abgelöst, die für mein Empfinden absolut Dudelfunk-kompatibel sind und den schleichenden Verfall der Serie sinnfällig unterstreichen. Dafür entschädigt dann das neue Ending, das ausdrucksvoll und eher lyrisch gehalten ist, mit Anklängen an ältere, traditionelle Musik.

Bei aller Liebe zu dieser Serie: Obwohl alles so überwältigend schön inszeniert ist, sollte man es auch hier mit der Physik nicht allzu genau nehmen. Und stattdessen Verständnis dafür aufbringen, daß ein vor Anker liegendes Schiff sich nicht mit der Dünung bewegt, sondern wie festbetoniert im Wasser steht. Was ein wenig eher nervt, sind so Momente, wo man 10 Meilen gegen den Wind riecht, daß hier keine reale Situation, sondern ein plot device installiert wird. Stichwort Heilkraut in der Felsenhöhle. Pi mal Daumen so 50 Meter über dem Meer gelegen – und auf einmal spritzt da eine Welle hoch? Das sind eben so die typischen Übertreibungen, ohne die ein Actiondrama wohl nicht auskommen kann.

Längeres Fazit:
Was mich bei diesem Anime neben dem Atmosphärischen und dem Narrativen am meisten gefallen hat, waren die Charaktere. Gerade die Protagonisten sind alles andere als eindimensional oder stur stereotyp. Das betrifft vor allem Yona, die eben keine Verwandlung vom sorglosen Prinzesschen zum rachegetriebenen Monster durchmacht. Ihre Willenskraft und ihre Entschlossenheit fallen nicht vom Himmel; das merkt man in den Momenten der Stille und Ruhe, in denen sie sich ihren Gedanken hingibt und ihre Situation reflektiert. Deshalb sind solche "langweiligen" Momente so wichtig. Das merkt man auch in den Momenten, wo die innere Anspannung wieder von ihr abfällt. Sie hat keine andere Wahl, als sich auf ihre Begleiter zu verlassen, aber sie ist auch keine Amsel in Distress.
Auch daher ist es schade, daß etliche der Nebencharaktere zu clownesk geraten sind und den Trottel vom Dienst spielen müssen. Vor allem der Priester Ik-Soo, aber auch die Drachenblütigen müssen sich zu oft mit dieser Rolle abquälen, speziell der spät eingeführte Zeno.
Ob Soo-won, der einstige Kindheitsfreund von Yona, wirklich der pöse Antagonist ist, möchte ich angesichts mancher Stichwörter und Andeutungen, auf die die Serie später leider nicht mehr eingeht, doch ein wenig bezweifeln. Es gibt Punkte, die das Gegenteil nahelegen, wie das Kampfturnier in Episode 16, wo er spielerisch die Fähigkeiten seiner Gegner auslotet, oder sein Auftritt kurz vor Schluss, als es um Bekämpfung von Korruption und Gewalt geht. Szenen, die allesamt auch zeigen, daß er alles andere als dumm ist.
Die Action bei »Akatsuki no Yona« mag unspektakulär sein, aber sie ist blendend animiert und überhaupt gut in Szene gesetzt. Vor allem das subjektive Empfinden der Zeit, wenn nur wenige verstrichene Sekunden der Echtzeit sich dehnen auf gefühlte Ewigkeiten. Ganz besonders natürlich auf dem Höhepunkt der gesamten Serie, wenn Yona ihren Bogen spannt. Wer sich schon von »Seirei no Moribito« verzaubern lassen konnte, hat gute Chancen, auch mit dieser Serie glücklich zu werden.
Beitrag wurde zuletzt am 13.01.2024 01:02 geändert.
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