Tokyo Ghoul (Anime) ➜ Forum ➜ Rezensionen東京喰種[トウキョウグール]

  • TypTV-Serie
  • Episoden12 (~)
  • Veröffentlicht04. Jul 2014
  • HauptgenresHorror
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonManga
  • ZielgruppeMännlich

Anime Rezensionen

Hier findest Du sowohl kurze als auch umfangreichere Rezensionen zum Anime „Tokyo Ghoul“. Dies ist kein Diskussionsthema! Jeder Beitrag im Thema muss eine für sich alleinstehende, selbst verfasste Rezension sein und muss inhaltlich mindestens die Kerngebiete Handlung und Charaktere sowie ein persönliches Fazit enthalten. Du kannst zu einer vorhandenen Rezension allerdings gern einen Kommentar hinterlassen.
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Avatar: Naoya#1
Bevor ich den Anime gefunden habe, wusste ich überhaupt nicht, dass es auch einen Manga dazu gibt! Eigentlich logisch, da die meisten Animes auf einer Mangavorlage basieren. Jedenfalls habe ich mit Spannung die erste Folge gesehen und war positiv überrascht! Die Idee, dass einem Menschen die Organe eines Ghouls eingepflanzt werden, gefiel mir auf Anhieb!! Da ich aber neugierig war, wie es denn weitergehen wird, habe ich kurzerhand in den Manga reingeschnüffelt!

Fand ich auch seeeehr toll, aber danach ist mir natürlich aufgefallen, dass es doch erhebliche Abweichungen zwischen Anime und Manga gibt... Sehr große Abweichungen sogar!! Irgendwie geht mir im Anime alles viel zu schnell! Einige Dinge werden überhaupt nicht erklärt, Personen tauchen plötzlich auf und man denkt, wer zur Hölle ist das denn jetzt?? Ich frage mich auch so, wie in 12 Episoden so eine komplexe Geschichte erzählt werden soll... Trotzdem finde ich den Anime ganz gut und werde ihn auch weiter anschauen. Die Animation gefällt mir und auch der Soundtrack passt sehr gut!
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Avatar: darciel#2
Ein typischer und dennoch wieder nicht-typischer Shounen-Anime ist in meinem Sinne Tokyo Ghoul geworden. Nachdem ich den Anime beendet hatte, wagte ich es an den Manga um die Adaption unter die Lupe zu nehmen. Hier kann man sehen was bei einer Manga-Adaption so schief laufen kann. 

Story: 
Wie der Titel bereits erwähnt, findet die Handlung im heutigen modernen Tokyo statt. Hier leben neben der menschlichen Rasse die menschenfressende Ghoule. Diese Wesen sind bei der menschlichen Bevölkerung durchaus bekannt und werden vor allem in den Medien als gefühlslose Bestien dargestellt. Deswegen gibt es die "CCG", eine Einheit die speziell für die Ghouleliminierung existiert. 
Die Haupthandlung beginnt damit, dass ein 18-jähriger Junge namens Kaneki wegen einem besonderen Vorfall ein Menschenghoul wird. Nun muss der Protagonist sich sowohl mit seinen inneren Konflikte als auch den neuen Lebensumstände und die neuen Welten aufnehmen. 

Ein Shounen-Held der nach Gerechtigkeit schreit und immer eine bessere Welt erschaffen möchte ist nicht das neueste Rad. Auch menschenfressende Monster/Zombie Animes gibt es auch zu genüge. Das besondere an Tokyo Ghoul würde ich sagen, ist dass man mal aus dem Blickwinkeln des "Bösen" bzw. des Räubers schaut. Hier wirft der Anime durchaus interessante Fragen und Perspektiven auf. Wie z.B. ist alles was den Mensch gefährlich erscheint oder bedrohlich wirklich so blutrünstig und gefühlslos? Selbst wenn es eine solche Rasse mit Gefühlen und Gedankengänge gibt, die auf dem selben Level des Meschens steht, ist ein solches friedliches Co-Existieren überhaupt möglich? Tokyo Ghoul hatte bei der Story-Abteilung sicherlich viel Potenzial gehabt, leider wurde dieses mitunter durch die Kürzung des Originals verschenkt.

Was die Kürzung anbelangt, war dieses durchaus scharf. So hatte das Studio aus den sieben Bänden des Mangas auf 12 Episoden reduziert. Ich verstehe wenn man Kürzungen hier unternimmt um die Dynamik und Spannung des Animes zu verstärken. Leider hatte es den gegenteiligen Effekt auf Tokyo Ghoul bewirkt, da diese zu extrem war. Die Kürzungen und Verbindungen am Anfang fand ich am Anfang durchaus nicht gravierend, leider geht es am Ende des Animes zu rasant zu. So wurden Kapiteln gestrichen und viele Handlungen und wichtige Informationen dem Zuschauer entnommen. Wenn man den Manga nicht gelesen hatte, fällt es einem vielleicht nicht so extrem auf. Dennoch merkt man das der Tiefgang der Charaktere aber vor allem des Protagonistens und dessen innere Konflikte im Anime dadurch nicht ermöglich wurde und leidet.

Charaktere:
Die Charaktere von Tokyo Ghoul sind nicht die tiefgängigsten und einige wirken stereotypisch wie vor allem Jason oder der Inspektor Amon. Die meiste Sympathie und Affinität kann jetzt der Protagonist hier mitbringen. Der ja die Handlung mit seinen Konflikten und Fragen voran treibt. Die Reaktion und das Handeln des Protagonisten finde ich jetzt persönlich nicht sonderlich unrealistisch von der Bahn geworfen. Leider hatte man im Anime das Gefühl, dass der Charakter und dessen Gefühlswelt und Denkweise nicht komplett beleuchtet wurde, was auch tatsächlich der Fall war aufgrund der Kürzungen. Durch die Adaption wurden einige Charaktere wie Amon oder Tsukiyama verstärkt stereotypisiert.
Vor allem durch das Charakterdesign leidet meines Erachtens Tsukiyama, der eigentlich im Manga wie ein normaler junger Mann aus der gehobenen Gesellschaft aussieht. Im Anime wird aus ihm eine etwas tuntigere Version, sowohl dessen Frisur als auch die Kleidung wurden stark verändert. Die meiste Zeit hatte ich dann doch gehofft, dass man sich einfach bei dem Charakterdesign bei dem Originalwerk gehalten hätte. 

Animation:
Zum Charakterdesign hatte ich mich bereits geäußert. Die allgemeine Animation ist nach meiner Meinung auf einem guten TV-Durchschnitt. Was aber jetzt nicht die Animation der Kämpfe beinhaltet. Diese sind für meinen Geschmack eher unter dem Durchschnitt für einen Shounen-Action Anime. Sowohl die Choreografie als auch Kamera und Schnitt wirken unspektakulär, nicht dynamisch und nicht fesselnd auf mich. Da hätte das Studio eindeutig besser punkten können. 

Sound:

Das OP "Unravel" ist ein richtiger Ohrwurm für mich. Hab lange nicht mehr ein Lied so oft gehört wie dieses. Eines der Gründe warum ich den Anime angefangen hatte. Das ED fand ich auch ganz nett, dass war es aber auch schon. 
Zur der BGM kann ich sagen, dass es ihre Arbeit macht, hätte schlechter, aber auch besser ausfallen könnnen. 

Fazit:

Man hatte die ganze Zeit das Gefühl beim Zuschauen des Animes, dass hinter Tokyo Ghoul noch etwas mehr steckte als einem Durchschnittsanime. Wenn das Studio sich bei der Adaption an dem Manga einfach mehr gehalten hätte und bei den Kämpfen sich mehr Mühe gemacht hätte, hätte ich definitiv mehr Punkte vergeben. Ich verstand immer noch nicht, warum die Produzenten sich für solch eine extreme Kürzung entschieden hatten. Vor allem wenn der Manga schon bereits abgeschlossen ist und man somit die Länge doch durchaus besser einteilen können sollte als bei einer fortlaufende Serie. Es hätten mindestens zwei Episoden mehr werden können. Und da verstehe ich den Ärger der Fans sehr gut. Ich würde also eher raten, den Anime zuerst anzuschauen als umgekehrt. 
Was letztendlich die Serie rettet ist der Protagonist und die Story, die aber unter der Adaption durchaus leiden.
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Avatar: Lpark
V.I.P.
#3
Ich habe nichts vom Manga gelesen.

Tokyo Ghoul scheint eigentlich Höheres im Sinn zu haben, landet aber leider mit seiner ersten Staffel nur im Durchschnittsmaß. Grundsätzlich sind dabei eigentlich in vielerlei Hinsicht hervorragende Anlagen da. Ein spannendes Prinzip, dass Platz für jede Menge Action, aber auch für psychologische und anspruchsvolle Themen bietet und Animationen und Musik auf Topniveau sind gegeben. Leichte Abstriche sind da nur bei den nervigen Zensuren zu machen.

Auch die Charaktere sind nicht zu verachten. Rein optisch machen sie schon viel her, aber auch innerlich sind da viele coole Ideen und Ansätze. Was im Endeffekt der entscheidende Punkt ist, in dem sich der Anime selbst ein Bein stellt, ist die recht ziellos wirkende und inkonsequent erzählte Handlung. Für mich war da im Verlauf wenig da, was mich dazu brachte, mich brennend dafür zu interessieren, was in den nächsten Episoden wohl passieren wird. Es wird zwar immer wieder versucht, überraschende Momente zu schaffen, aber ist man ein bisschen bei der Sache, kann man Vieles vorhersehen. Da wünsche ich mir persönlich für diese Art von Anime doch eher ein paar rätselhafte Dinge, die einen lange Zeit mit einem mulmigen Gefühl im Bauch zusehen lassen und irgendwann mit einer bombastischen Auflösung einschlagen (Mirai Nikki macht's vor). Woran man sich aber dafür sehr erfreuen kann, sind die spektakulären Kämpfe der Ghouls und Menschen, so wie allgemein der schon sehr coole Style des Animes. Rein emotional sind auch schon ab und an ganz ordentliche Momente da, doch so richtig hat es mich leider erst in der letzten Folge erwischt, aber immerhin muss man sagen: Die war in meinen Augen wirklich absolut phänomenal. Man kann also hoffen, dass Tokyo Ghoul in seiner nächsten Staffel noch einen draufsetzt - ansehen werde ich sie mir ganz bestimmt, denn ein kurzfristig gut unterhaltender Anime ist es allemal.

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Avatar: INT#4
Eigentlich hätte ich Tokyo Ghoul so gerne 4 oder 5 Sterne gegeben. Aber wer ein so spannendes, wenn auch gewöhnliches Konzept, so mittelmäßig gestaltet wie hier, kann mit keiner Top-Bewertung rechnen.

Und dabei war der Anfang so vielversprechend. Die ersten zwei Folgen habe ich wirklich gedacht, da kommt noch was richtig Großes auf mich zu. Wer hätte gedacht, dass ich damit falsch liege?

Denn mir persönlich wurde es in der Mitte rum viel zu langweilig. Eigentlich hätte man Folge 1-2 und Folge 11-12 zusammentun können und diese miesen "Fillerparts" (sind eigentlich keine) rausnehmen, da die Folgen 3-10 wirklich richtig mittelmäßig sind. In den Folgen habe ich nur eine (unwichtige) Information über die ganze Story gekriegt, der Rest war einfach nur Blut-Spritzerei. Insgesamt kam die Story jedoch tiefgründiger als gedacht daher, vor allem in Folge 1-2 und 11-12 hat man so manche Psycho-Momente und es werden ethische und moralische Grundfragen aufgeworfen.

Animations- und zeichentechnisch befindet sich Tokyo Ghoul weit oben. Ich will jetzt nicht sagen, dass alles top ist, aber besser als bei 80% der Animes. Besonders die Kampfszenen wurden geil in Szene gesetzt und gut animiert.

Vom Sound her würde ich Tokyo Ghoul eher in den Mittelmaß setzen. Ehrlich gesagt waren (außer in der letzten Folge) alle OSTs so unauffällig, dass ich keine bemerkt habe. Somit schien es mir fast so, als wäre Tokyo Ghoul komplett ohne OSTs. Das Opening ist ziemlich gut. Liegt wohl auch daran, dass meine Messlatte für Openings und Endings ziemlich weit unten ist, da die meisten Animes hier schlecht abliefern...Das Ending wiederum lahmer Durchschnitt.

Die Charaktere waren mir, außer dem Hauptcharakter, viel zu 08/15. Selbst die erhoffte Sympathieträgerin Touka schafft es nicht zu überzeugen, da außer die Bruder-Schwester-Geschichte eigentlich keine Persönlichkeit vorhanden ist. Von den Nebencharakteren konnte mich eigentlich nur Hinami überzeugen. Da stimmten Emotionen und Handlungen.

Fazit:
Tokyo Ghoul hätten weniger Folgen merklich gut getan. Trotzdem kann man hier einen durchschnittlichen Anime mit guten Actionszenen und ein paar schöne Splattermomente mit einem Touch Psycho erleben.
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Avatar: LastHero#5
                         ALLES POTENZIAL FÜR DEN HEUTIGEN MAINSTREAM STANDART VERSCHWENDET

Tokyo Ghoul ist definitv einer gehyptesten und erfolgreichsten Anime der letzten Jahre. Basierend auf einer nicht minder erfolgreichen Manga-Reihe welche auch viele gute Kritiken bekam und einer sehr interessanten Grundpremisse hatte ich den Anime lang auf meiner Liste und konnte ihn nun endlich in deutscher Vertonung von Kaze erblicken. Und anfangs schien er auch seinen enormen Hype gerecht zu werden, doch so schnell Tokyo Ghoul anfangs begeistern kann, so schnell verfällt der Anime auch in ein enttäuschendes Mainstream Produkt, dass die vielleicht qualitativ hochwertige Mangavorlage ignoriert und diese umfunktioniert wird um soviel geld wie möglich zu scheffeln, leider muss man sagen, dass es geklappt hat.

STORY:
Die Geschichte in der Serie dreht sich um den 18-jährigen Kim Keneki, der in Japans Hauptstadt Tokyo lebt. Er muss auf den harten Weg lernen, dass es in seiner Stadt Ghouls gibt. Eben noch dachte er, dass er mit Liz Kamishiro ein Treffen mit einer tollen Frau hat – da entpuppt sich die Schöne als Ghoul der Menschen jagt, tötet und frisst! Ken überlebt knapp und kommt in ein Krankenhaus, wo er sich einer Operation unterziehen muss. Als Ken erwacht stellt er eine Veränderung fest: Die Operation hat ihn zwar das Leben gerettet – ihn aber auch zu einem Halbghoul gemacht. Nun benötigt auch er Menschenfleisch um zu überleben. Eine Gruppe von Ghoulen nimmt sich seiner an und zeigt ihm, wie er als Halbghoul weiterleben kann. Auch bekommt er erklärt, dass er den Menschen nicht sagen darf was mit ihm ist.
Tokyo Ghoul hatte ich nach seiner ersten beiden Folgen bereits hoffnungsvoll als absoluten Gewinner eingestuft nur um ein paar Folgen später in große Ernüchterung zu verfallen wie extrem der Anime wirklich alle interessanten Punkte auslässt die das Potenzial seiner Story hergegeben hätte. Nach der starken beiden Aufbaufolgen fällt der Anime in ein unnötig überhastetes Paissing welches weder Kanekis inneren Konflikten noch dem Grundkonflikt zwischen Ghulen und Menschen anständig behandelt und wie eine Hetzjagd über einzelnde Plotpunkte hinwegfegt, sodass ich schnell das Interesse für Story und Charaktere verlor, obwohl auf dem Papier hier wirklich viel drin gewesen wäre. Gerade in der Mitte geht die Story mit 2-3 Folge in eine Richtung die absolut nichts zur gesammten Handlung beizutragen hatte. Auch danach passieren soviele Dinge nacheinander die durch das Durchhasten durch die gesammte Handlung davor völlig ouf of Place wirken und man sich kaum richtig drauf einlassen kann. Dazu kommt eben der Punkt das der Anime wirklich fast alles tut um interessante Plotpunkte zu umgehn nur um auf dem geringsten gemeinsamen Nenner mit der 0815 Zuschauerschaft zu bleiben. Beispielsweise gibt es in dieser Staffel kaum interessante Dialoge oder Gegenüberstellungen zwischen Ghoule und Menschen. Die Motivationen und das funktionierende System beider Seiten wird zwar oft in gähnened langen Exposition folgen abgearbeitet (welche man locker hätte auf die Hälfte ihrer Zeit teils kürzen können), dennoch bekommt man hier kaum genug infos die gewisse Vorgehensweisen beider Systeme im laufe der Story anständig erklärt hätte. Oft passieren einfach Dinge out of Nowhere die wir als Zuschauer einfach akzeptieren müssen, da man sich kaum bemüht hat uns diese Dinge Nachvollziehbar zu erklären. Geschweigedenn durch diese Erklärungen die Systeme jewails auf ihre Vorgehensweisen zu hinterfragen, wo ich eigentlich immer ein riesen Fan von bin wenn eine Story solche Punkte aufgreift (siehe CGI Shows wie LotGH, Code Geass, Psycho-Pass, Shiki, Ghost in the Shell, Evangelion ect. ). Die gesammte Einführung in die Story und die Welt ist wie schon gesagt durchaus gelungen. Die ersten beiden Folgen bieten noch Intensität, Brutalität und eine tolle Exposition die mich wirklich erwartungsfroh in diesen Anime hineingeführt hat und ich wollte wissen was dahintersteckt und wie diese Welt und diese Organisationen funktionieren, Leider hat man sich nicht wirklich die Mühe gemacht mir irgendwas davon zugeben

CHARAKTERE:
Kaneki ist unser Main Character der in den ersten beiden Folgen eben zu diesem Halbghoul geworden (Halbghoule haben nur ein rotes Auge weswegen er auch eine Augenklappe trägt um das andere Auge zu verstecken) ist und sein Konfliktpotenzial, Potenzial für tolle Charakterentwicklung und zu einem guten Proxy-Character für den Zuschauer war durchaus groß. Leider ging man mit ihm den einfachsten und für den 0815 Zuschauer in der heutigen Anime Welt leider üblichen Eern Yaeger meets Yuki Weg. Er ist eine extreme Heulsuse was perse mal gar nicht so schlimm ist wenn man bedenkt was ihm so alles widerfahren ist. Leider wirken viele Szenen die er hat, sowas von auf die Fresse Symbolismus von Regisseur gedrückt, dass es echt nervtötend zum schauen war mit der Zeit. Seine Eigenschaften sind die eines üblichen 0815 Shounen protagonisten dessen Vollendung, dann auch am Ende von Staffel 1 in besten Eren Yeager Manier stattfindet. Anstatt sich mit ihm und dieser Situation zwischenmenschlich auseinanderzusetzen macht man es genau wie bei AoT und schiebt ihm einfach ein zusätzliches Power-Up in den Arsch und fertg ist seine Characterentwicklung. Immer schön wenn man sieht das es in der heutigen Zeit so einfach geht
Liz ist der Ghoul mit dem wir am Anfang konfrontiert werden und das was sie anfangs mit Kaneki macht war vielleicht der intressantes Punkt zu dem Zeitpunkt überhaupt was mit am Anime erstaml gefesselt hatte. Tja und dann...tja dann wars das auch schon für Staffel 1 denn den rest der Staffel ist einfach eine total nutzlose und belanglose Expositionkuh ohne Character und Nutzen.
Touka Kirishima ist anfangs der typisch emotionslose weibliche Character der komplett verschlossen wirkt, glücklicherweise wird ihre Characterentwicklung recht schnell vorangetrieben und schnell verwandelt sich vorallem ihre Abneigung gegen Kaneki in eine ordentlich porträtierte Zuneigung. großes Problem: Auch das haben wir gefühlt schon eine Millionen mal gesehen. Trotzdem der einzige Character mit vorzeigbarer Entwicklung und der Character dem ich zumindest am meisten abgewinnen konnte. In einem Anime mit guten Charackterer mit reichlich Entwickling würde sie durch diese Vorhersehbarkeit sicher als schwachpunkt des Anime gelten aber Tokyo Ghoul, wo sowas wie Entwicklung von irgendwas, seien es Charaktere oder Story fehl am Platz ist, sticht ihre Figur klar als einer der besten Punkte heraus und ihre Dialoge war teilweise fast interessant...fast
Yoshimura ist ein sehr symphatischer Charaktere und der besitzer des Kaffees welches Kaneki am Anfang der Story aufnimmt. Das coolste an ihm ist das er Menschen und Ghoule als gleichwertig ansieht und bereit ist jedem Schutz zu gewähren. Problem ist zumindest in Staffel 1...DER ANIME MACHT ABSOLUT NICHTS DRAUS. Am spannensten wäre eseigentlich ihm zum Hauptcharacter zu schreiben, denn zumindest mit seinen Ansichten könnte er die Rolle des Zuschauerproxys wesentlich besser ausfüllen als Kaneki. Alle restlichen Charakere sind es nicht wert sie zu erwähnen. Die meisten sind wandelnde Expositionkühe sowie symphatiefreie Aliens mit denen eine Identifizierung nicht möglich ist, da sie wenig bis gar keinen Charakter haben.

ANIMATIONEN/STIL:
Hier merkt man Tokyo Ghoul sein hohes Budget an. Der Anime sah sehr gut aus und glücklicherweise bekam ich die  unzensierte BluRay fassung zusehen, sodass an Brutaltät und Gore kaum gesparrt wurde, was dem Style der Show definitiv hilft. Leider gab es dann oft Kampfszenen wo ich mir tatsächlich noch mehr Gore, Blood and Violence gewüscht hätte, die Show dann allerdings aus Gründen die ich nicht verstehe Die Szene gecuttet hat oder mit schnellen Überblenden den richtig harten Stuff überspielen musste. Wahrscheinlich weil dann doch zu hart für die Hauptzielgruppe des Anime war.
Die Texturen waren sehr detailiert. Der allgemeine Stil im detailreichen und kraftvoll gesättigten Farblook von Charackteren, Gegenständen und sonstigen ins Bild mit eingearbeiteten Animationen im Kontrast zum grauen, tristen, hoffnungslos wirkenden Hintergund funktioniert einwandfrei. Auch das Design der Ghoule oder allgemein der Charaktere ist sehr gut gelungen.
Die Visuals des Ops und Eds waren überdurchschnittlich und die Songs auch extrem gut gelungen. Nochmal zur Beachtung ich bewerte hier wirklich nur Staffel 1 des Anime, Root A wird eventuell mal in einem seperaten Kommentar erwähnt.

SOUNDTRACK:
Opening und Ending Songs passen super zur Show. Der Score von Tokyo Ghoul nimmt sich meist sehr zurück. Hie und blitzt er dann aber doch sehr positiv auf und schafft es manchmal den Ton der jewailigen Szene sehr gut zu unterstützen und seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Allgemein passiert das leider zu selten weswegen ich hier nicht begeistert war. Was mir dann wiederum gefallen hat das in gewissen Szenen bewusst kein OST eingespielt wurde um die allgemeine Kraft der Szene zu unterstreichen
DUB/SUB: Kaze kann sich mal wieder auf die Schulter klopfen, denn hier ist ihnen eine sehr gute Synchro gelungen. Die Sprecher wirken im wieder etwas älter als die Charaktere im allgemeinen sind. trotzdem schaffen sie es die Charaktere dadurch glaubhafter rüberzubringen, können ihnen ihren eigenen Stempel teils aufdrücken was den Characteren teils nochmal einen eigenen Touch im Vergleich zur japanischen Orginalversion gibt. Sicher kein Code Geass oder Black Lagoon Niveau von der Qualität aber trotzdem sehr sehr gut und deswegen kann man sich den Anime auch durchaus von Kaze auf Bluray holen wer sowieso schon Fan ist. Die japanische Version mit Untertitel kann man sich aber auch ohne bedenken geben, auch da ist der Sprechercast mit Mamoru Miyano und Co. ist erstklassig

FAZIT:
Tokyo Ghoul ist ein insgesammt belangloses und Edgy überfülltest Vampier-Splatterfest auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht. Die Story gings nachem gutem Anfang ins Nichts, Die Charaktere waren größtenteils belanglos. Technisch kann er sich durchaus sehen lassen. Aber wir haben sowas eben schon zu oft viel besser gesehn.

Plot:                                   3/10
Charaktere:                         4/10
Animationen:                       8/10
Score:                                 6/10
Persönliche Unterhaltung:      5/10

GESAMT:         5/10
Genre Empfehlungen:
Shiki
Parasyte-The Maxim
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Avatar: Nesta#6
Vorwort
Normalerweise hab ich mir Vorworte abgewöhnt, aber hier halte ich es für notwendig. Ich hab die Mangas gelesen und den Anime mehrfach mit Freunden gesehen und ich beziehe mich in diesem Kommentar nur zu Tokyo Ghoul und nicht die Fortsetzung(√A). Ich bin ein Fan von Tokyo Ghoul, aber es hat seine Schwächen die ich in diesem Kommentar erläutern werde. 

Story
In Tokyo leben sogenannte Ghule, die wie ganz normale Menschen aussehen, aber übermenschliche Fähigkeiten besitzen und sich von Menschenfleisch ernähren. Diese werden von der Justiz verfolgt und unschädlich gemacht. Ken wird durch einen Unfall schwer verletzt und bekommt Ghul-Organe implementiert. Daraufhin muss er sich in beiden Welten zurecht finden und lernt dabei beide Seiten kennen.

Meinung zur Story
Ich finde die Story gelungen, hat aber ihre Defizite. Gerade die Einführung neuer Charaktere finde ich die größte Schwäche. Sie werden meist eingeführt, wenn es direkt relevant für die Geschichte wird. Zum Beispiel redet Touka von ihrem Bruder und kurz darauf ist er schon eingeführt. Da wird dann auch noch extra ein Rückblick gemacht um diesen mal eben ein wenig zu charakterisieren. Das passiert leider zu häufig in dem Anime. Ansonsten ist die Geschichte zum Teil sehr ernst und düster. Es geht vor allem um Ken’s inneren Konflikt und seine eigene Moralvorstellungen. Dieser ist zwar nicht sonderlich Komplex, aber nachvollziehbar. Vor allem soll gezeigt werden, dass weder Ghule, noch die Justiz moralisch korrekt handeln. Insgesamt empfinde ich die Geschichte als gut und unterhaltsam.

Charaktere
Ken ist ein junger Student, der in diese ihm neue Welt gezwungen wird. Er kann sich nicht gut selbst verteidigen und fühlt sich ungerecht behandelt. Ein Charakter den man eigentlich hassen könnte, doch kann ich seinen Charakter nachvollziehen. Er kennt die Welt der Ghule nicht und deren Art zu überleben. Er will weiterhin ein Mensch sein und hat Angst diese zu verlieren. Für den ein oder anderen ein weinerlicher Protagonist. Ansonsten gefallen mir die restlichen Charaktere zwar alle, aber es sind zu viele Freaks darunter. Dadurch kann man nicht jeden Charakter nachvollziehen bzw. ernst nehmen. Es ist ein starker Kontrast, wenn man zum Beispiel Touka mit Yakumo oder Kureo vergleicht. Hier hätten ein paar glaubwürdigere Charaktere gut getan. Auch ist ihre Motivation häufig unerklärt.

Stil/Animationen
Der Stil der Charaktere wäre auch so ein Kritikpunkt. Denn die Freak-Charaktere sehen zwar einprägsam aus, aber das weil sie nicht sonderlich hübsch aussehen. Der Rest sieht aber wirklich gut aus und die Krallen-Fähigkeiten der Ghule sind toll animiert.

Intro/Outro
Das Intro hat sich bei mir eingebrannt. Es hat eine gute Verbindung zur Grundthematik von Ken und ist eines meiner Lieblings-Intro’s. Das Outro gefällt mir zwar auch, aber das Intro ist deutlich besser.

Vergleich zum Manga
Während ich häufiger hörte, dass der Manga deutlich besser ist, will ich dem mal entgegen stimmen. Im Fall √A würde ich bedingungslos zustimmen, aber gerade in der ersten Staffel finde ich den Anime auf Augenhöhe. Zwar wurden gewisse Abschnitte in der Story vertauscht, aber es schadet dem Anime in keiner Sekunde. Dazu bietet der Anime die tollen Momente wo Rize in seinem Kopf als Ghul ihn versucht zu beeinflussen. Diese passen perfekt rein und fehlen im Manga. Dadurch ist die letzte Folge meine persönliche Lieblingsfolge. Der innere Konflikt und verwendete Stil mit der daraufhin folgenden Wandlung und dazu musikalischen Untermalung erschafft eine Symbiose, die ich jedes Mal wieder genießen kann. Daher ist der Manga insgesamt besser, aber nur unter der Bedingung, dass man beide Staffeln zusammen zählt.

Fazit
Der Anime ist nicht perfekt und die Schwächen können das Erlebnis runterziehen. Ich persönlich kann mit den Schwächen leben, aber ich hab mit Freunden über diese diskutiert und diese empfanden dadurch den Anime als nur ganz gut. Wir haben hier einen actionreichen Anime mit ein paar simplen moralischen Kniffen, der zu eines der besseren Animes gehört.
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Avatar: Mr.Columbo#7
Ich treffe immer wieder mal auf Animes, bei denen ich mich fragen muss, was in den Köpfen der Autoren falsch läuft. Aber so etwas wie Tokyo Ghoul habe ich noch nie gesehen. Und Achtung, ich werde hier im Kommentar einiges spoilern!

Der Anfang der Serie zeigt, wie Ken Kaneki, die Hauptfigur, zum Halbghoul wird. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch keine besonderen Probleme mit dem Anime, auch wenn es mir komisch vorkam, dass Ken die Attacke von Rize, die eigentlich tödlich sein sollte, mal so rein zufällig überlebte, damit die Serie auch weitergehen konnte. Doch später, wo es um Kens inneren Konflikt ging, war ich regelrecht genervt von dem Anime. Dabei ist der Ansatz nicht schlecht. Man hätte diesen Konflikt zwischen Ghoul- und Menschsein durchaus nutzen können, um eine interessante Geschichte daraus zu machen. Aber letztendlich dient alles nur dem Schockfaktor und man merkt dem Anime schnell seine Zielgruppe an: kleine Teenager, die sich haufenweise Mord, Blut und Totschlag anschauen und sich dabei erwachsen oder cool fühlen. 

Es fängt schon dabei an, wie aufdringlich Tokyo Ghoul diesen Charakterkonflikt präsentiert. Mehrere Folgen vergehen und der Anime ist immer noch dabei, dem Zuschauer klarzumachen, dass Ken Kaneki durch seinen inneren Konflikt psychisch fertiggemacht wird. Dabei ist das die einzige Aussage, die der Anime darüber trifft. Keine Tiefgründigkeit oder so etwas in der Art, sondern ausschließlich plumpes und penetrantes Aufdrücken der Tatsache, wie schlecht es Ken Kaneki geht. 
Währenddessen macht er Bekanntschaft mit dem so genannten Antik, ein Café, welches aber auch gleichzeitig eine Organisation von Ghoulen darstellt. Und da ist mein Problem, dass das schlicht und ergreifend keinen Sinn ergibt, da es nicht möglich ist, dass Menschen, die das Café besuchen und Ghoule, die dort leben, im Einklang sein können. 
Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Geschichte von Tokyo Ghoul sind die Kämpfe. Und ich sage es sofort: Der Anime hat die eventuell schlechtesten Kämpfe, die ich je gesehen habe, was vor allem an der filmischen Umsetzung liegt, worauf ich später noch zu sprechen komme. Aber auch inhaltlich gibt es einige Probleme. Es gibt in dem Anime Polizisten, die gegen Ghoule ermitteln, und dementsprechend gibt es zwischen beiden Seiten auch Kämpfe. Das größte Problem dabei ist, dass einer der beiden Polizisten, Mado, nicht wie ein Mensch mit dem Willen für Ordnung zu schaffen handelt, sondern letztlich nichts weiter tut als seine Foltergelüste an den Ghoulen auszuleben und sich dabei totzulachen. Das schlimmste Beispiel dafür war die Szene, in der Amon und er Ryouko, die Mutter des kleinen Mädchens namens Hinami, bedrohten, genau in der eben beschriebenen Art. Die Sache dabei ist, dass die beiden Figuren nicht als böse Ghoule, sondern als unschuldige, arme Opfer der ach so bösen Polizisten dargestellt werden, um schön das Drama zu forcieren. Das mit Abstand Schwachsinnigste war aber, als Amon sich in einem Kampf gegen Ken beschwert, wie grausam die Ghoule doch mit unschuldigen Menschen umgehen. Ich denke, es sollte offensichtlich sein, worauf ich hinaus will. 
Ein weiteres Problem die Geschwindigkeit der Geschichte. Zu Beginn passiert beinahe nichts Interessantes und wie schon erwähnt, verschwendet der Anime viel zu viel Zeit damit, dem Zuschauer Kens inneren Konflikt ins Gesicht zu drücken. Doch plötzlich passiert alles Schlag auf Schlag, nichts ergibt Sinn und alles wirkt viel zu gerushed und unpassend. Der Hauptgrund dafür, wieso ich die Story des Animes so furchtbar finde, ist, dass alles nur zugunsten des Dramas, des Schockfaktors und des „Edges“ passiert. Wieso werden Ryouko und Hinami wie unschuldige arme Opfer behandelt, obwohl sie anfänglich als Gegner von Menschen in der Serie eingeführt werden? Weil Drama. Warum verhalten sich die Polizisten nicht wie Polizisten, sondern wie Psychopathen, die Spaß am Morden haben? Weil Schockfaktor. Und dass sich so was durch die gesamte Serie zieht, habe ich, wenn überhaupt, nur selten erlebt.

Komme ich einfach mal zu eine der größten Schwächen der Serie: die Figuren, bzw. vor allem die Hauptfigur. Ken Kaneki definiert sich größtenteils durch seinen Konflikt und seine weinerliche Persönlichkeit. Ach ja und er mag Bücher. Dabei ist er nicht nur sehr schwach charakterisiert, sondern auch unfassbar nervig, was sich durch die schon eben besprochene Darstellung seines Konfliktes erklären sollte. Dabei ist er nicht die einzig schlechte Figur in der Serie. Denn was darf in einer Serie wie Tokyo Ghoul natürlich nicht fehlen? Genau, Figuren wie Shuu Tsukiyama, die einfach mal tonnenweise Blut spritzen und dabei elegant wirken sollen. Einen anderen Zweck hat Shuu auch nicht und hat dementsprechend nichts weiter an sich, außer dass er unbedingt Ken Kanekis Blut schlürfen möchte. Ansonsten haben wir noch die bereits erwähnten Polizisten Mado und Amon, und den Hauptgegenspieler der Serie, Jason, der nochmal alles, was mich an Mado gestört hat, auf die Spitze treibt. Dabei stört mich nicht primär sein Charakter, sondern vor allem die Darstellung dieser Figur.

Und somit komme ich zum Hauptproblem von Tokyo Ghoul: die filmische Umsetzung! Mein Gott, wo soll ich bloß anfangen … am besten mit dem Charakterdesign. Denn allein dieses ist schon mit dafür verantwortlich, dass ich die Figuren des Animes nicht ernst nehmen kann. Und ich meine nicht mal Dinge wie die Frisur oder die Kleidung, sondern grundsätzlich die Darstellung der Gestiken, Gefühle, Mimik etc. Es kann nicht sein, dass ein Ermittler gegen Ghoule direkt so daherkommt, als sei er der größte Psychopath. Zwar ist Mado das auch, aber die Darstellung seiner Mimik untermauert das nochmal, sodass ich ihn noch weniger ernst nehmen kann. Das zweite große Negativbeispiel, das ich besprechen möchte, ist Jason. Mich stört ja schon allgemein, dass er sich allein dadurch definiert, dass er riesigen Spaß daran hat, andere zu quälen. Aber wie der Anime dies durch seine optische Darstellung dem Zuschauer in den Kopf hauen möchte, ist in einem solch hohen Ausmaß, dass es unbeschreiblich widerlich ist. Da spielt natürlich auch der Faktor mit, wie viel Blut gespritzt wird. Es ist einfach Gewalt, die in ihrer Übertriebenheit und Überhäufigkeit jeglichen Effekt auf den Zuschauer verliert und letztendlich einfach nur noch lächerlich wirkt. Ein weiteres Problem an der Präsentation von Tokyo Ghoul ist das Drama. Allein schon die bereits besprochene Präsentation des inneren Konflikts von Ken Kaneki ist total übertrieben. Oder auch die Szene mit Hinami, ihrer Mutter und den beiden Polizisten. Total unangebrachtes Drama, welches vor allem durch die unpassend dramatische Präsentation nochmal ins Lächerliche gezogen wird. Jedoch ist das mit Abstand Schlimmste, was ich in Animes jemals erlebt habe, das Finale des Animes. Abgesehen davon, dass dort abgesehen von Folter, einer lächerlichen „Charakterentwicklung“ und einem kleinen Endkampf mehrere Folgen lang NICHTS passiert, kommt dort absolut alles zusammen, was ich bislang in diesem Kommentar kritisiert habe und wird so auf die Spitze getrieben, dass ich die Schlechtigkeit nicht mehr in Worte fassen kann. Blutgespritze bis zum geht nicht mehr, Schockfaktor bis zum geht nicht mehr, überzeichnete Gesichter von Psychopathen bis zum geht nicht mehr, Rumgeschreie, durch welches einem beinahe schon die Ohren wehtun und und und. Dann am Ende eine Deus ex Machina, die Ken Kaneki weiße Haare verleiht und ihn zum Badass werden lässt, und Ken Kaneki kann das Chaos endlich beenden. Ich sehe dabei mal von Dingen ab, wie dass man sich eine mehrere Folgen lange Folter anschauen muss, nur damit man am Ende eine solche Kleinigkeit zu sehen bekommt. Es gibt noch mehrere Aspekte, wie bspw. die furchtbar geschwollenen Dialoge oder die unpassenden Tonschwankungen, aber das alles noch zu besprechen würde den Rahmen vermutlich sprengen.

Es ist vermutlich keine Übertreibung, wenn ich sage, dass Tokyo Ghoul das filmisch schlimmste Machwerk ist, welches ich jemals gesehen habe. Die Sache dabei ist, dass die einzelnen Negativaspekte miteinander zusammenwirken und sich der Zuschauer umso mehr angewidert fühlt. Wirklich jeder Aspekt, sei es die Geschichte, die Figuren oder die filmische Umsetzung, wird zugunsten des Schockfaktors über Bord geworfen und es ist eine Folter, sich das anzuschauen.
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Avatar: Thor87#8
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  • Musik
  • Anspruch
Die Serie ist in meinen Augen ehrlich gesagt nichts Besonderes. Klar, Musik und Animation sind so gut wie alle sagen, aber das war es dann auch schon. Das einzige, was die Serie am Ende rettet, sind die Charaktere. Da ist kaum einer dabei, der nicht irgendwo sympathisch ist und dafür will ich die Autoren loben. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Ghule ja menschfressende Monster sein sollen. So etwas sehe ich sehr selten und auch wie viel Zeit sie in ihre Charaktere, vor allem die Gegenspieler stecken, ist absolut erwähnenswert.

Ein kleines Problem habe ich allerdings mit der Grundprämisse des Anime. Es wird mehrmals erklärt, dass der Hauptcharakter eine Art Brücke zwischen zwei Welten darstellen soll, die Welt der Menschen und die der Ghule. Selbst dem Hauptcharakter ist das klar. Trotzdem unternimmt niemand wirklich einen Versuch, sich der jeweils anderen Seite anzunähern und diese zu verstehen. Und unter Berücksichtigung oben erwähnter Tatsache, dass die Autoren so viel Zeit in beide Seiten stecken, hätte ich mir erwartet, dass die Serie auch in diese Richtung verläuft, sozusagen mit Ken als Friedenstifter zwischen zwei sich bis aufs Blut bekriegenden Rassen. Alleine ihm dabei zuzusehen, wie er einen Kampf kämpft, der er unmöglich gewinnen kann und daran zerbricht, hätte mir schon mehr als gefallen.
Doch leider geht der Anime diesen Weg nicht weiter sondern schlagen mit einer offenkundigen Wandlung des Hauptcharakters eine andere Richtung ein, dessen Moral ich doch für etwas fragwürdig halte.
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