Psycho-Pass (Anime) » Forum » Rezensionenサイコパス

  • TypTV-Serie
  • Episoden22 (~)
  • Veröffentlicht12. Okt 2012
  • HauptgenresKrimi
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonOriginalwerk
  • ZielgruppeMännlich

Anime Rezensionen

Hier findest Du sowohl kurze als auch umfangreichere Rezensionen zum Anime „Psycho-Pass“. Dies ist kein Diskussionsthema! Jeder Beitrag im Thema muss eine für sich alleinstehende, selbst verfasste Rezension sein und muss inhaltlich mindestens die Kerngebiete Handlung und Charaktere sowie ein persönliches Fazit enthalten. Du kannst zu einer vorhandenen Rezension allerdings gern einen Kommentar hinterlassen.
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Avatar: Silo-san#1
Anspruch:7
Action:8
Humor:0
Spannung:10
Erotik:2
Hallo zusammen,

ich möchte erneut die Gelegenheit nutzen, um dieses mal auf den Anime "Psycho-Pass" aufmerksam zu machen, der für mich ohne Zweifel zu den besten des Jahres 2012 zählt, wenn er für Genreliebhaber nicht sogar der beste des letzten Jahres ist.
Warum das so ist versuche ich in den nachfolgenden Zeilen zu erläutern.


"Psycho-Pass" spielt in einer Zukunft in der die Technologie sehr hoch entwickelt ist und die Menschheit durch ein Programm namens Sibyl-System gelenkt wird. Dieses System verfolgt permanent den allgemeinen Zustand eines jeden Individuums und gibt an was das beste für den jeweils einzelnen ist, mit Erstellung des sogenannten Psycho-Pass.
Die junge Akane Tsunemori kommt mit absoluten Bestnoten und einem überaus klaren Psycho-Pass frisch von der Universität und könnte alles erdenkliche werden, beschließt aber sich dem CID (Criminal Investigation Department) anzuschließen, die die ausführende Sektion des Amtes für öffentliche Sicherheit, also der Polizei, sind. Da der Rest der Polizei aus Schreibtischtätern und Robotern besteht sind sie somit die einzige polizeiliche Exekutive im Land. Ihnen werden zwei Besonderheiten zu Seite gestellt. Zum einen die sogenannten "Vollstrecker", die selbst durch das Sibyl-System als kriminell eingestuft worden sind aber über einen Deal mit dem CID zusammenarbeiten, um andere Kriminelle auszuschalten. Als zweites erhalten bei einer Mission alle die sogenannte "Dominator", die einzig erlaubte Schusswaffe im Einsatz. Diese ist über das Sibyl-System verbunden und ließt den Kriminalitätsfaktor einer Person sobald die Waffe auf diese gerichtet wird. Sofern der Kriminalitätsfaktor einen gewissen Wert nicht übersteigt ist die Waffe absolut nutzlos, was den Inspektoren Sicherheit gegenüber ihren Vollstreckern gibt. Je höher jedoch der Wert je heftiger das Urteil der Dominator. Von leichter Betäubung bis hin zu völliger Auslöschung ist alles dabei.
Bei ihrem ersten Einsatz mit der Dominator trifft Inspector Akane Tsunemori unter anderem auf den Vollstrecker Shinya Kougami. Bei einer Entscheidung der Dominator eine Geisel zu eliminieren, da diese im Vorfeld einem zu hohen Druck ausgesetzt worden ist, ist Akane nicht einverstanden und schießt auf ihren Vollstrecke bevor der seiner Pflicht nachgehen kann.
Und hier beginnt ein wirklich starker Psycho-Thriller über Recht und Unrecht eines "perfekten" Systems.

"Psycho-Pass" ist alles andere als leichte Kost und auch nichts für schwache Nerven. Neben der Tatsache, dass es das CID natürlich mit psychisch völlig instabilen Menschen zu tun hat und Massenmörder jagt, stellt die Serie die Frage auf was passiert wenn eine Organisation oder Programm zu viel Macht über die Staatsgewalt erlangt. Oder anders ausgedrückt: Was passiert wenn ich die Judikative direkt in Händen der Exekutive liegt und gleichzietig die Judikative nicht mehr unabhängig von der Legislative agiert.
Akane Tsunemori merkt mit der Zeit, dass das System, über das auch sehr wenig bekannt ist, alles andere als fehlerfrei ist, steht aber im Konflikt mit den nicht von der Hand zu weisenden Vorteilen, wie dem fast völlig von Verbrechen befreiten Land. Auch fällt es ihr etwas schwer sich als Neuling einzubringen. Richtig haarig wird es aber als das Team auf Shogo Makishima stößt, einen hoch intellektuellen, radikalen Psychopathen der vom Sibyl-System nicht gescant werden kann und zu Kougami in irgendeiner Verbindung steht. Ab hier wird der Anime auch immer wieder etwas philosophisch was Freiheit, Recht, Strukturen und ähnliche Themen anbelangt. Besonders das Ende fand ich dahingehend auch wirklich gelungen, dass zu Spekulationen ansetzt und die Folgen eines von der Menschheit akzeptierten Systems aufzeigt, in dem jeder ersetzbar zu sein scheint.
Die ganze Handlung ist jedenfalls mega spannend inszeniert und darüber hinaus bietet der Anime sehr interessante aber auf die unterschiedlichste Weise immer coole Charaktere. Neben den bereits angesprochenen Hauptfiguren sind hier wohl besonders der alte Hase Tomomi Masaoka, ebanfalls Vollstrecker, und Inspektor Nobuchika Ginoza zu nennen, die eine recht schwierige Beziehung zu einander haben.

Technisch ist "Psycho-Pass" nach meiner subjektiven Meinung eine Augenweide und zeigt Animationen auf höheren Niveau. Das Charakterdesign ist ganz nach meinem Geschmack und vor allem die einfallenden, großen Augen der meisten weiblichen Figuren haben es mir irgendwie angetan und setzen der Serie ihr Markenzeichen auf. Es passt auch einfach perfekt zu der sehr ernsten und düsteren Atmosphäre des Animes. Auch an den Backrounds ist eigentlich nichts auszusetzen. Fast immer sind diese mit Details versetzt, nur ab und zu sind sie verschwommen, was aber als Stilmittel verwendet wird, um die Figuren noch mehr in den Focus zu rücken.
Einzig der Soundtrack schwächelt ein bisschen. Er fügt sich zwar in das Gesamtbild ein ist aber auch nichts außergewöhnliches. Da sind beide Openings schon sehr viel höher zu bewerten. Beide empfand ich sowohl von der rockigen Musik, als auch der Animationsidee sehr sehenswert.

Fazit: "Psycho-Pass" ist für alle Sci-Fi und Psycho-Thriller Liebhaber ein absoluter Pflichttitel und kann in die Qualitätssparte „Cowboy Bebop“ oder „Ghost in the Shell“ sicher mit aufgenommen werden. Der Anime nimmt sich zu 99% ernst, hat Tiefgang, ist mega spannend erzählt und weicht, außer in Folge 12 in der Yayoi Kunidzuka näher charakterisiert wird, nie von der Mainstory ab.
Schaut es euch an!
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Avatar: Arcturus#2
In einer Welt, die sich weiterentwickelt hat, eine Welt, in der man einem Menschen ansieht, ob er eine Gefahr darstellt... eine Welt, die solche Menschen aus der Gesellschaft entfernt und das System für jeden seinen Platz findet... das klingt nach einer Utopie. Keine Verbrechen mehr, keine bösen Überraschungen, Freund und Helfer ist stets zur Stelle... klingt das nicht absolut perfekt?


"Psycho-pass" zeichnet eindrucksvoll ein Japan, das man so nicht gesehen hat. Es hat sich isoliert und besitzt ein einmaliges System, das die gesamte Gesellschaft organisiert, strukturiert und kontrolliert. Im Fokus liegt dabei die Fähigkeit, die Psyche eines Menschen lesen zu können. Der "Kriminal-Koeffizient" ist dabei ein Wert, der die Kriminalität einer Person angibt. Person, deren Wert die Norm übersteigt werden aussortiert. Was sich zunächst als freundliche, gute Welt gibt, verwandelt sich schnell in das Bild eines unterdrückerischen, kontrollbesessenen Regimes, dessen höchste Priorität das Gesetz ist und sich dabei auf ein mechanisch ablaufendes System verlässt.

Ich muss zugeben, ich war recht beeindruckt von diesem Anime. Oberflächlich (Sound und Grafik) war der Anime wirklich gut und stand meinen Erwartungen in nichts nach. Obwohl ich kein Fan von CGI-Animationen bin, waren diese nicht im Übermaß eingesetzt worden und haben gut hineingepasst. Auch die beiden Openings und Endings passten gut zum Stil.

Es handelt sich hierbei um einen Thriller, wo es darum geht, wie sich Akane Tsunamoto einlebt - man begleitet sie bei ihrer neuen Arbeitsstelle. Dabei stößt sie auf verschiedene Probleme, die sowohl sie als auch ihre Kollegen, aber auch das aktuelle System betreffen. Es ist kein reiner Action-Anime, ausgerichtet auf Spannung, Blut und Kämpfe. Ich habe das Gefühl, dass es darüber hinausgeht. Wie weit darf man gehen? Kann man einem System, das alle Entscheidungen übernimmt, bedingungslos vertrauen? Ab wann sollte man Dinge in die eigene Hand nehmen? Worauf steuern wir zu? Der Fortschritt der Technologie ist bemerkenswert und offensichtlich Fluch und Segen zugleich. Die Welt lässt sich problemlos als dystopisch bezeichnen und der Anime zeigt, wie das Leben dort abläuft. Es war erschreckend realistisch, wie die Grenzen zwischen Gut und Böse verwischt wurden - woran bestimmt man, ob jemand richtig handelt? - und sollte sich die reale Technik soweit entwickeln, ist das hier nicht mehr nur Fiktion, sondern eine erstaunlich realistische Möglichkeit, in welche Richtung sich unsere Gesellschaft entwickeln könnte. Die Welt, um die es geht, ist auf jeden Fall einen eigenen Anime wert.

Die Charaktere waren absolut in Ordnung, sympathisch und nachvollziehbar. Ich mochte die leicht naive Art der Protagonisten, die ihren Prinzipien treu bleibt. Ich finde es allerdings etwas schade, dass sie später irgendwie in der Hintergrund rückte - kann aber sein, dass es mir nur so vorkam. Auch an den anderen Charakteren war kaum etwas auszusetzen, nicht zu stereotypisch, mit einem gewissen Grad an Tiefe, mit ihren eigenen Motiven und Hintergrundgeschichten. Der Antagonist ist ein Stück für sich selbst, ebenfalls ungewöhnlich und interessant. Unberechenbar sorgte er für genügend Spannung - und daran mangelte es hier sicherlich nicht.

Tatsächlich entwickelt sich der rote Faden relativ früh (ab Folge 4~) und die Zeit wird genutzt um den Konflikt so intensiv wie möglich zu machen - argh, es ist schwer nicht zu spoilern, denn die Ereignisse überschlagen sich regelrecht und sind einfach verdammt gut inszeniert. Während es am Anfang tatsächlich noch interessante Plot-Twists gab, merkte ich am Ende leider, dass es daran wohl irgendwie mangelte, was schade ist, denn gerade hier sind sie von Nöten. Alles in Allem bin ich aber mit der Storyline sehr zufrieden, von Anfang bis Ende.

Fazit: Schockierend, kritisch, spannend - sonst noch etwas? Ich habe den Anime ohne Pause gesehen, so spannend war es. Es ist nicht nur eine interessante Geschichte mit Krach und Action, sondern zeigt eine Welt, deren Schein trügt, deren Gesellschaft bröckelt. Definitiv etwas, das zum Nachdenken anregt.
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Avatar: Aodhan
V.I.P.
#3
Psycho-Pass könnte man als Cyberpunk-Krimi bezeichnen: In einer nicht allzu fernen Zukunft jagt eine Polizeieinheit mehr oder weniger verrückte Verbrecher. Da bei der Geschichte wildes Geballer nicht im Vordergrund steht, sollte sie eigentlich glaubwürdiger als eine reine Actionorgie sein und die Spannung durch knifflige Rätsel erzeugen. Leider klappt das nicht so ganz. Außerdem zeigt sich beim Anime wieder, dass Urobuchi Schwierigkeiten damit hat, sich sympathische Charaktere auszudenken.

Mit dem Setting (vereinfacht gesagt handelt es von einem Überwachungsstaat) hätte schon man eine interessante Geschichte erzählen können, doch es gibt zwei Gründe, warum das nicht funktioniert. Sowohl die Bürger des Überwachungsstaates als auch "Big Brother" verhalten sich wie oben schon angesprochen wenig plausibel. Hier zeigt sich wieder, dass man mit der Übertreibung etwas vorsichtig sein sollte, selbst wenn man mit ihr ein Ziel verfolgt. Mir kommt es jedenfalls so vor, als ob es Urobuchi wieder um Gesellschaftskritik geht, die er schön plakativ darstellt, damit sie nicht übersehen wird. Der zweite Grund hat mit dem Aufbau der Serie zu tun, der mir zu zerhackstückelt ist. Es gibt mehrere Handlungsabschnitte, die nur lose vom Antagonisten zusammengehalten werden. Ohne ihn hätte der Anime genauso gut auch eine episodische Serie sein können. Außerdem steckt der Anime für meinen Geschmack zu viel Zeit in die Nebenfiguren, die trotz eingeräumter Präsenz oberflächlich bleiben. Manchmal hab ich das Gefühl, es müsse unbedingt eine Figurenquote erfüllt werden, egal wie unwichtig die Charaktere eigentlich sind. Letztendlich kann man auch bei Psycho-Pass wieder sagen, dass der Autor zu viel wollte und ihm längst nicht alles gelang. Ein gutes Beispiel sind die Dialoge, die gewitzt sein sollen, es oft aber nicht sind - siehe die Gespräche zwischen Kogami und seinem Mentor. Etwas fragwürdig ist auch, dass Urobuchi den Anime dafür nutzt, um als Kunst verpackte Gewaltphantasien zu entschuldigen bzw. zu verherrlichen.

Mit sympathischen Charakteren wäre das alles halb so schlimm, nur hat Urobuchi mit denen noch größere Schwierigkeiten als mit den Geschichten, wenn man mal von Ausnahmen wie Alexander und Waver aus Fate/Zero absieht. Akane soll der typische Grünschnabel sein, soweit so gut, sie wirkt aber schon übertrieben weltfremd und inkompetent. Vermutlich steckt dahinter die Idee, aus ihr trotz des ernsten Settings einen "niedlichen" Charakter zu machen. Bei der männlichen Hauptfigur, Kogami, stand der "abgehärtete Polizist" Pate. Er ist dann aber auch schon wieder zu übertrieben abgehärtet und "cool", um das wirklich ernst zu nehmen. Vor allem fehlt ihm wie den meisten anderen Figuren die Menschlichkeit.
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Avatar: NeoCortex#4
Lassen wir kurz unsere Gedanken schweifen und versetzen uns in eine Welt, in der das Wort "Verbrechen" keine Bedeutung mehr zu haben scheint, ja vielleicht sogar komplett vergessen wurde. Eine Welt, in der Frieden und Ordnung herrscht, in der alle Menschen glücklich und zufrieden ein friedliches Zusammenleben in Harmonie und Einklang führen. Ein Welt in der eigentlich ubiquitäre Probleme wie Armut oder Hunger der Vergangenheit angehören. Ängste und Stress sind längst Nebensächlichkeiten geworden, ersticken doch präventive Sicherheitsmaßnahmen jegliche Art von Aggression im Keim und selbst die schwere Bürde kniffliger Entscheidungen wie z.B. das Wählen eines Berufszweiges, wird einem hier abgenommen, indem der Talentgrad eines jeden bestimmt und seine bestmögliche Zukunft prädiziert wird. Zusammengefasst: Eine Welt ohne Probleme, Sorgen und Nöte. Also eine perfekte Welt? Psycho-pass wirft uns mir nichts dir nichts in diese Welt in Form eines autarken, von der Außenwelt abgeschotteten Japan und demonstriert anschaulich, dass dem wohl nicht so ist. Denn das alles hat auch seine Schattenseiten. Ständige Überwachung, Kontrolle und gegebenenfalls Isolation von der Gesellschaft trüben das Bild von einer perfekten Welt. Segen und Fluch zugleich ist das sogenannte "Sibyl- System", eine sakrosankte, maschinelle Instanz, welche bis auf die ausführende Gewalt alle übrigen Instanzen(Legislative und Judikative) in sich vereint und dementsprechend alle Entscheidungen von der Verurteilung von Straftätern bis hin zur Entscheidung der Lebensläufe aller Einwohner, in gewisser Maßen diktatorisch alleine fällt. Kurz Gesagt: "Sibyl´s Wort" ist Gesetz. Allerdings basieren diese Entscheidungen nicht auf die kapriziösen Launen eines menschlichen Egos, sondern auf die kalkülen, präzisen und somit scheinbar fairen Berechnungen eines Computers. Um den Überblick des Sibyl Systems über das Volk zu gewährleisten existiert der "Psycho-Pass", eine ID die jeder Mensch besitzt, und eine Art "Spiegel der Seele" darstellt, so kann man an dessen Farbe feststellen, in welcher geistigen Verfassung sich der Besitzer befindet und ob er eine potenzielle Gefahr für die Gesellschaft darstellt. Diese Einschätzung beruht auf der Aktivität der Gehirnwellen der jeweiligen Person, sowie an dessen Konzentration an Stresshormonen im Blut. An jeder Ecke gibt es Kymatische Scans, welche sämtliche Passanten scannen und deren "Psycho-Werte", bestehend aus Stresswerten(vermutlich Blutgehalt Cortisol, Cortison, Testosteron, Noradrenalin, Epinephrin Mol/l) und dem "Kriminalitätskoeffizienten", der anzeigt wie wahrscheinlich die Ausübung eines Gewaltdeliktes der jeweiligen Person ist, zeitgleich ans "Sibyl-System" weitergeben. Übersteigen Werte eines Psycho-Passes die Norm, bekommt man entweder eine Therapie verordnet oder wird gleich als unheilbar eingestuft und vom Rest der Gesellschaft als "stiller Krimineller" isoliert und weggesperrt. Ein Konzept dass ich schon sehr früh als fraglich einstufte, ist Stress nämlich etwas vollkommen natürliches und im Grunde auch nützliches, so ist er eigentlich nichts anderes als die Reaktion und Anpassung des Organismus an seine Umwelt um das Überleben des Organismus zu sichern. Es ist zwar richtig, dass Stress zur Zeiten unserer Vorfahren um einiges nützlicher war, sorgte er bei Gefahr, z.B. in Form eines Raubtieres, für eine Erregung des Endokrinen(hormonellen) und folgend auch Sympathischen(Erregendes) Systems, sprich Hormone, wie Adrenalin und Cortisol werden ausgeschüttet, die Puls- und Atemfrequenz erhöht und die Blufgefäße weiten sich, der Organismus zielt quasi auf eine maximale Energieausbeute ab um lebensnotwendige Kraftreserven, die zur Flucht oder zum Kampf nötig sind, heraufzubeschwören. Stress ist demnach eigentlich nützlich, nur in unserer heutigen Welt ohne einen natürlichen Feind, steht er manchmal eher im Weg. Obwohl leichter Stress, die Konzentration und das Denkvermögen fördert und somit in unserer heutigen Welt immer noch von Nutzen sein kann. Allerdings leben wir in einer Umwelt die uns permanent Stressoren(Stressreizen) aussetzt und eine unkontrollierbar Ausschüttung von Stresshormonen zur Folge hat, was einen auf kurz oder lang dann doch schadet und nicht selten im allseits bekanntem Burn-Out Syndrom resultiert. Schuld ist der Mensch selbst, denn er hat sich diese Umwelt geschaffen. Der Mensch schafft sich eine Welt in die er physiologisch gesehen nicht reinpasst, eine Welt, die sich so rasant entwickelt, dass unser Organismus mit der Adaption an diese Umwelt nicht hinterherkommt. Psycho-pass zeigt schonungslos, wo das enden kann. Es zeigt eine fiktive Welt, von der es aber äußerst naiv wäre zu denken, dass so was niemals Realität werden könne, in der unsere Menschlichkeit, unsere physiologischen und auch psychologischen, in Form von Freiheits- und Unabhängigkeitsdenken, Fundamente, zum Feind werden. Eine Welt, in der man seine Menschlichkeit im Grunde ablegen muss um zu bestehen. Ich danke "Psycho-Pass", dass es mir das alles vor Augen führte, und mich dazu bewegte über grundlegende Dinge, wie Leben, Sicherheit und wie viel persönlichen Freiraum man nehmen dürfe, um dieses menschliche Bedürfnis zu gewährleisten, über Gut und Böse, den Mensch, überhaupt über so etwas banal erscheinendes wie die Definition von Verbrechen, Leben oder dem Menschen selbst, nachzudenken. Ich danke "Psycho-Pass" dafür, dass mit ihm nicht wieder ein oller, primitiver Action-Anime bzw. allgemein Serie, die man auch problemlos mit 3 Gehirnzellen hätte verstehen können, auf dem Markt kam, sondern seit langem mal wieder ein spannender, anspruchsvoller Thriller, der, sofern man denn gewillt ist ein wenig Hirnschmalz zu investieren, es geschafft hat, dass ich unentwegt in einem Pool aus Gedanken und Überlegungen schwamm und manche meiner Werte und Weltbilder geradezu überschlug. Ich könnte noch Bände füllen über die Dinge und Erkenntnisse, die mir während der Serie durch den Kopf gingen, aber das würde erstens den Rahmen einer gewöhnliche Rezension sprengen und zweitens, was viel wichtiger ist, den Zuschauer später ersparen, sich eigens Gedanken zu machen und das ist etwas was den Anime sicherlich über weite Strecken trägt, dieses ständige Grübeln und Bewerten bzw. Vergleichen mit seiner eigenen Vorstellung von Recht beziehungsweise Gerechtigkeit.

Animation

Die Animationen sind allesamt auf dem Niveau einer 2013er Produktion, heißt saubere, flüssige Bewegungsabläufe und viele schöne, fulminante Hintergründe. Die Farbauswahl besteht größtenteils aus tristen Dunkeltönen, was natürlich gut mit der ernsten Szenerie und Thematik der Serie harmoniert. Besonders lobenswert finde ich den Einsatz von CGI-Effekten, der hier zahlreich zum Tragen kommt. Selten habe ich computeranimierte Animation bewundern dürfen, die sich derart gelungen in das Gesamtbild einfügt. Stark. Die Charaktere sind alle schön und sauber gezeichnet und der Anime kann diese Linie - bis eventuell auf Folge ~17,18, hier registrierte ich leichte zeichnerische Unstimmigkeiten, sowie hakelige bzw. steifere Bewegungsabläufe, als man es in den vorherigen Folgen gewohnt war - dauerhaft halten. Der Zeichenstil selbst ist ganz in Ordnung, allerdings hätte ich mir persönlich wegen des ernsten Themas einen etwas realitätsnäheren Zeichenstil gewünscht, alias Death Note. Alles in allem ist die Animation ziemlich ansehnlich geworden, worauf ich sie knapp hinter Zetsuen no Tempest: The Civilization Blaster einreihen würde.

Sound

Soundtechnisch und insbesondere optisch bewegen sich die je 2 Openings und Endings auf einem hohem Niveau, wobei ich das jeweils erste Opening und Ending persönlich am Besten fand, speziell das erste Intro, verdient meiner Ansicht nach eine Runde Extraapplaus plus Standing Ovations. Seit langem mal wieder ein richtig starkes Opening dass sowohl vom Text, als auch vom Gesang her perfekt mit dem Anime korrespondiert und mehr als zu Gefallen weiß, vor allem die Stimme des Sängers bereitete mir immer wieder aufs Neue eine gewaltige Gänsehaut, dementsprechend traurig war ich auch als dieses grandiose Opening in Folge 12 abgelöst wurde. Nach etwa dreimaligem Hören des neuen Intros war die Trauer dann schon wieder abgeklungen und ich lernte auch das zweite Opening durchaus zu schätzen. Die BGM von Yugo Kanno blieb allerdings leicht hinter meinen Erwartungen zurück. Sie ist zwar sehr variantenreich und reicht von House und Techno bis zu klassischen und Jazz angehauchten Stücken und in der Regel werden die Szenen passend musikalisch untermalt, aber mir fielen daneben auch Szenen auf, bei denen ich mir dachte, dass die Musik irgendwie fehl am Platz sei. Ferner ist ein wahrhaftiger Ohrgenuss für meine Begriffe nicht dabei - Nun gut, ich habe ziemlich große Ansprüche -, ganz ansprechend fand ich dennoch das Main-Theme(beide Versionen), "God´s Omnisience" und "Importance of Life". Obligatorisch bringen die Seiyuus die Stimmung und Verfassung der Charaktere perfekt rüber und lassen was die Synchronisation angeht, wie üblich, keine Wünsche offen.

Story

Die Geschichte handelt grundsätzlich von Akane Tsunemori´s Werdegang als backfrische Inspektorin beim Amt für öffentliche Ordnung. Ihre ersten Eindrücke und ihr Versuch mit ihrer neuen Position und ihren Kollegen, bestehend aus einem gleichwertigen Partner, sowie vier "Vollstreckern"(Ehemalige Inspektoren, die aufgrund eines erhöhten Kriminalitätskoeffizienten zu eine Art "Jagdhund" für die Drecksarbeit degradiert wurden), klar zu kommen, sowie der Konflikt zwischen ihrer Definition von Gerechtigkeit und die Art wie sie als Inspektorin mit "Verbrechern" umzugehen hat. Nach wenigen Folgen offenbart sich obendrein in Makishima Shougo der "Staatsfeind Nr. 1", den es zur Strecke zu bringen gilt. Die nachfolgenden Episoden sind ein Katz&Maus Spiel zwischen der Polizei und Makishima Shougo, was im Endeffekt in die Auflösung eines weitreichenden Komplotts und die Wahrheit hinter dem "Sibyl- System" gipfelt. Wie oben schon angedeutet, ist die Story ziemlich tiefgründig und man sollte schon mal das wiederholte Ansehen einer Folge einkalkulieren, um immer auf der Höhe des Geschehens zu bleiben und sich allen Vorgängen sowie Informationem bewusst zu sein. Ansonsten positiv fällt aus, dass die Story prinzipiell konkludent von statten läuft und ohne größere Logikfehler auskommt und die kleineren logischen Engpässe - oder was zumindest aus meiner subjektiven Sicht aus unlogisch wirkte - verpassen der Story gewiss keinen Genickbruch. Die Story an sich ist jetzt nichts weltbewegendes - Kampf zwischen Gut gegen Böse, Intrigen und Kabale hatten wir schon mal - und hätte um einiges dramatischer inszeniert werden können, allerdings lässt das vorliegende Szenario - Wer ist hier eigentlich gut und wer böse? - die Story in einem beachtlich hellen Licht stehen.

Charaktere

Die Anzahl an mehr oder weniger wichtigen Charakteren liegt pi mal Daumen bei 12, was für eine 22 Folgen umfassende Serie, ein gesundes Mittelmaß darstellt. Protagonist ist die anfangs noch etwas unbeholfene und naive Akane Tsunemori, deren Person mehr Tiefgang enthält als man zu Beginn vielleicht noch vermuten mag und bis zum Finale eine äußerst positive Charakterentwicklung durchmacht. Als zweitwichtigster Charakter sollte man Shinja Kougami nennen, ein zum Vollstrecker degradierter ehemaliger Detective, der mit Intelligenz, Durschlagskraft, gutes Aussehen und Coolness aufwarten kann. Inspektor Ginoza, der die Rolle des kühlen, emotionslosen Kollegen übernimmt, dessen Art auf Grund seiner Vergangenheit gleichwohl mehr als nachvollziehbar ist. Die restlichen Konsorten bestehen aus dem impulsiven Shuusei Kagari, der frigiden Shion Karanomori, und den altgedienten, erfahrenen und konventionell denkenden Tomomi Masaoka. Mit Makishima Shougo bietet man mal wieder einen Antagonisten, wie ich sie am liebsten habe: intelligent, kalt und wohl wissend wie man andere Menschen für seine eigenen perfiden Zwecke manipuliert. Schön ist zudem die Tatsache dass seine subversive Denkweise und Motive völlig nachvollziehbar sind. Als Zuschauer sieht man sich hier obendrein immer einen inneren Konflikt ausgesetzt, versucht unser Antagonist doch das "Sibyl-System" zu stürzen und das ohne Hintergedanken zur eigenen Machtergreifung. Zugegebenermaßen habe ich zeitweise sogar mit ihm sympathisiert, allerdings nur zeitweise... Schade finde ich nur, dass er es zumindest bei mir nicht schaffte ein ständiges Gefühl der Angst auszulösen, er war einfach nicht bosartig genug, wie es z.B. ein Johann Liebert tadellos vorführte. Insgesamt erwartet uns hier ein stimmiger und angenehmer Cast, der auf protagonistischer und antagonistischer Seite zu delektieren weiß.

Fazit

Endlich mal wieder ein Anime, bei dem man tiefer in die Materie vordringen und seine Neuronen aus dem Urlaub zurückholen kann. Ansonsten hat Psycho-pass keine nennenswerte Schwäche - ganz im Gegenteil -, unglücklicherweise haut einen aber auch nichts so wirklich vollkommen aus den Socken. Somit blieb bei mir der "Flash" nach der letzten Folge leider aus. Soll jetzt aber nichts daran ändern, dass Psycho-Pass mit Sicherheit einer der hochwertigeren Animevertreter im Jahre 2013 ist und von mir, für alle die auf anspruchsvolle und spannende Unterhaltung stehen, eine klare Empfehlung ausgestellt bekommt.
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Avatar: Richard Raahl#5
Anspruch:viel
Action:viel
Humor:wenig
Spannung:mittel
Erotik:wenig
Psycho Pass ist ein sehr interessanter Anime. Das Setting ist wie Ghost in the Shell trifft Minority Report. Ein Großstadtmoloch in der Zukunft mit einem System das ( angeblich ) Verbrechen verhindert. Die Menschlichkeit bleibt da allerdings auf der Strecke. Die Animation ist richtig geil und die Atmosphäre der Zukunftsmetropole wurde gut eingefangen. Der Soundtrack ist gut gelungen. Das Manko sind die Charaktere und die ( praktisch nicht vorhandene ) Charakterentwicklung. Kogami ist am Anfang der harte Hund, der die Pläne der Bösewichte immer fix durchschaut und das ist er am Ende auch noch. Die einzige Entwicklung die Akane im Prinzip durchläuft ist, dass sie am Ende nicht mehr so grünschnäbelig ist wie noch am Anfang. Der Hauptantagonist ist auch so eine Sache. Er macht seine Sache ganz gut, aber seine Pläne sind zu offensichtlich. Der Zuschauer hat ihn meist schon durchschaut, bevor es Kogami tut. Fazit: Durchaus gelungene und düstere Zukunftsvision, aber es ist viel Luft nach oben. Hoffentlich macht es die 2. Staffel besser.
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Avatar: ANS#6
Anspruch:viel
Action:viel
Humor:wenig
Spannung:mittel
Erotik:nichts
Der technische Fortschritt ermöglicht der Menschheit, die Psyche jedes Einzelnen zu analysieren und diese Daten im sogenannten "Psycho-pass" zu speichern. Überschreitet man einen bestimmten Wert, bedeutet das eine höhere Kriminalitätsrate, weshalb solche Menschen festgenommen werden, teilweise ohne etwas getan zu haben.

Die Protagonistin Akane Tsunemori hat gerade die Polizeiakademie abgeschlossen und beginnt als "Enforcer" zu arbeiten. Ihr Job erfordert die Jagd auf Menschen mit einer erhöhten Kriminalitätsrate. Nun lernt sie den harten Alltag und die Welt, die mittlerweile schon fast von einem Computer kontrolliert wird, kennen.

Ich muss sagen: Das Setting war für mich sehr ansprechend. Hier wird eine Hypothese aufgestellt, wie die Welt in naher Zukunft durch den technischen Fortschritt beeinflusst werden kann und welche Folgen das auf die Gesellschaft hätte. Die futuristische Welt passt mit ihrer Atmosphäre natürlich sehr gut dazu.

Hier wird deshalb klar, dass in "Psycho-pass" sehr viel Potential steckt. Leider versaut es der Anime aber dank dem matten Cast.

Es läuft darauf hinaus, dass die männliche Hauptfigur Kogami, zusammen mit Akane arbeitend, einen Gegenspieler bekommt, der das sogenannte "Sybil-System" rund um den Psycho-pass nicht hinnehmen will und deshalb mit allen Mittlen versucht, es zu zerstören.

An sich sehr interessantes Szenario für einen Krimi, aber es ist leider schon fast ein Ding der Unmöglichkeit, Sympathien für die Figuren zu entwickeln. Sie zeigen absolut keine nachvollziehbare Menschlichkeit und scheinen sich nur auf die Jagd nach dem Verbrechen zu konzentrieren, das hier aber auch nicht genau definiert ist.

Mir persönlich hat der Antagonist Makishima Shougo am besten gefallen. Dank seiner geheimnisvollen kalten Art weckt wenigstens er Interesse.

Als Zuschauer muss man sich beim Duell Kogami vs. Shougo natürlich für eine Seite enscheiden. Da beide gute Argumente aufweisen, fällt die Entscheidung nicht sonderlich leicht, wie es z.B. auch bei Death Note der Fall war.

Dass man deshalb als Beobachter etwas gefordert wird, hat mich natürlich positiv überrascht. Die Schwächen des Anime macht das aber auch nicht wett, weshalb ich im Endeffekt einen gespaltenen Eindruck von Psycho-pass hatte.

Schlussendlich bleibt noch zu sagen, dass Fans von etwas anspruchsvollen Krimis und/oder Sci-Fi hier durchaus unterhalten werden können, obwolt die Charas Welten von der sonstigen Qualität entfernt liegen.
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Avatar: Noctaris85#7
Um eins gleich vorne weg zunehmen, ich werde kein Review zu Psycho Pass schreiben,
sondern nur meine persönliche Meinung zum Anime.

Die letzte Folge von Psycho Pass flimmerte gestern Abend über meinem Bildschirm und ich war leicht enttäuscht über das Ende dieses Animes.
Aber darauf komme ich am Ende dieses Kommentares zu sprechen, denn der Anime ist bei weitem nicht schlecht, im Gegenteil, ich saß jedesmal gebannt vor dem Fernseher und schaute Folge für Folge für Folge.....

Denn ich wollte wissen, was es mit diesem Sibyl-System auf sich hat.
Ich habe mich oft gefragt, ist es wirklich so genial die Gesellschaft von einem System *führen* zu lassen, das angeblich deine mentale Verfassung analysieren kann um einzustufen ob du ein Krimineller bist, um dich dann sofort aus dem Verkehr zu ziehen.
Oder war das *alte* Leben besser, ohne ständige Überwachung ?
Dies sollte sich jeder selbst fragen während er Psycho Pass schaut, um seine eigene Antwort darauf zu finden.

Natürlich gibt es auch hier den traditionellen Antagonisten, der ein bestimmtes Ziel verfolgt.
Doch was ist sein Ziel ? Warum verfolgt er es ? Was ist sein Beweggrund ?
Ist er wirklich der Böse oder ist er doch eigentlich der Gute ? Oder vielleicht keines von beidem ?
Schaut euch den Anime an, wenn Ihr eine Antwort auf diese Fragen haben wollt.

Also meine persönliche Meinung zu Psycho Pass ist, es ist ein sehr guter Anime der mich total gefesselt hat, die Story baut sich in einem angenehmen Tempo auf, bis es dann zum Höhepunkt kommt.
Ein hauch Gesellschaftskritik ist auch vorhanden, also lasst euer Gehirn nicht im Stand-By Modus.

Visuell wurde ich verwöhnt ( Ich liebe solche Dystopie Settings^^ ), was bedeutet das mir der ganze Style sehr gefallen hat und auch der Zeichenstil, nichts war aus meiner Sicht überzeichnet und es war düster, dreckig und erwachsen.
Einige technologischen Fortschritte fand ich so cool, das ich sie jetzt schon gerne zur Verfügung hätte.

Bekam ich was für die Ohren geboten ?
Naja ehrlich gesagt sind mir nur die Openings und die Endings im Kopf geblieben, die an sich ganz ok sind, wenn es noch andere Musik gab, dann hatt sie sich kaum bemerkbar gemacht und war dann leider auch nicht der Rede wert, schade eigentlich.

Psycho Pass ist aus meiner Sicht eine ganz klare Empfehlung für Leute, die gerne auf Krimi, Dystopie und Gesellschaftskritik Animes stehen und auch gerne den vorhandenen Gehirnschmalz benutzen möchten.

Also, kaufen und schauen !

Spoiler
Es gab 2 Sachen die mich an Psycho Pass gestört haben, zum einen war nicht jeder Enforcer ein richtiger Krimineller, nur Kagari, was ich so verstanden habe.
Es wäre meiner Meinung nach, viel besser gewesen wenn jeder Enforcer ein brutaler Mörder oder etc. gewesen wäre, dann würde der Begriff *Hunting Dogs* einfach besser greifen....... zumal es dann auch eine größere Spannung zwischen dem Detective und seine Enforcer geben würde, da es ja wilde Bestien wären denen sie gleichzeitig Vertrauen müssen und auch Misstrauen.
Naja ich finde, da hätte man mehr rausholen und machen können.

Zweitens, das Ende des Antagonisten. Wie bescheuert ich sein Tod fand.....überhaupt des Charakters nicht würdig und mir persönlich wäre es viel lieber gewesen wenn er sein Ziel erreicht hätte und es so zu einem Umbruch der Gesellschaft gekommen wäre und das Ende vom Sibyl-System, so wie er es wollte.
Auch hier sage ich, potential verschenkt.
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Avatar: yuukki95#8
Also ich finde diesen Anime sehr gut und würde ihm jeden empfehlen der etwas Anspruchsvolles sucht. Dieser Anime ist nichts für zwischendurch also nehmt euch Zeit wenn ihr diesen Anime guckt. Die Characktere sind genial aber mehr sag ich auch nicht dazu sonst Spoiler ich euch :). Am Ende sind noch einige Fragen offen aber es wurden ja eine zweite Staffel und ein Film angekündigt, also bin ich über das Ende nicht entäuscht wie manch andere. Die Story ist sehr gut durchdacht und bringt einen sehr oft zum nachdenken und weißt auch auf viele Sachen hin die in der heutigen Zeit durchaus schon zutreffen.

Also dieser Anime ist ganz klar einer meiner Favoriten! Schaut euch diesen Anime auf jeden Fall mal an, aber nur wenn ihr wirklich Zeit und ruhe habt.
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Avatar: AnimeChris#9
Psycho-Pass
- eine perfekte Gesellschaft mit einem Schönheitsfehler –

Ach was wäre es schön: eine Gesellschaft ohne Verbrechen, in der alles stimmt. Leider fehlt dann aber eine Komponente, die auch dieser fast perfekten Animeserie fehlt, die man einfach vollkommen lieben möchte, aber dann doch nur unglaublich mag – es fehlt die Menschlichkeit.

Review:

Aber wie kann das sein? Psycho-Pass kommt mit einem ganzen Haufen an Hauptfiguren angeschossen und überrennt uns dabei förmlich erst mal. Die komplette Spezialeinheit der Enforcer umfasst mit ihren Inspectors satte sieben total genial gestylte Figuren. Ihre Aufgabe ist es für Recht und Ordnung zu sorgen und den Willen vom Sybil System auszuführen. Dabei wird jeder Mensch bis ins seine tiefste Seele gescannt und sein Gefahrenpotential für die Gesellschaft bestimmt. Ist der dabei entstehende Wert zu hoch, dürfen die Enforcer mit ihren fetten Wummen, den Dominators, sie entweder einschlummern oder direkt ins Jenseits pusten. Doch wo waren wir? Ah ja die Spezialeinheit der Enforcer. Ja die sind cool. Aber für einen tiefgreifenden Charakter, mit dem man mitfühlt, leidet, sich freut reicht es nicht. Denn zu viel Zeit wird auf das Setting verwendet. Alles dreht sich um die einzelnen Fälle, die sich nach und nach zu einer wirklich genialen Story entwickeln. Doch eine Entwicklung hätte den Figuren in Psycho-Pass gut getan.

Letztendlich sind es zu viele und es ist zu wenig Zeit in der man sie kennen lernt. Selbst Akane, die kleine frisch gebackene Polizistin, und nebenbei die Hauptfigur, leidet an mangelnder Tiefe. Und das obwohl sie noch am Meisten Charakterentwicklung durchmacht und der Held der gesamten Geschichte ist. Schlimmer jedoch noch der Umgang mit den anderen Teammitgliedern. Wie gerne hätte ich mehr über ihre Vergangenheit erfahren, aber erst in Folge 12 kriegt man mal eine extra Folge spendiert, in der die Geschichte von einem Enforcer gezeigt wird. Ein bissl spät und noch dazu hat diese Figur danach nie wieder einen richtigen Auftritt in der Serie. Hat sich also nicht wirklich gelohnt.
Schlimmer noch, Psycho-Pass ist brutal und nix für Kinder. Gewalt, Sex und psychologische Grausamkeiten stehen hier ganz groß auf dem Programm. Und so sterben auch die einen oder anderen Enforcer, also Hauptfiguren, im Laufe der Serie. Doch leider juckt es einen nicht wirklich, da ja keine gescheite Bindung aufgebaut wurde. Ein Jammer. Komischerweise empfindet man für den gefühlsneutralen Bösewicht dafür richtig – Hass und Verständnis zugleich. Er hat mir am Besten gefallen, da er auf eine kranke Art und Weise noch eine der menschlichsten Figuren ist.

Doch jetzt mal Ende Gelände mit dem Schimpfen. Denn Psycho-Pass hat mir trotz der Charakterleere eine Menge Spaß gemacht. Die Welt, die hier von Production I.G. erschaffen wird ist auf höchstem Niveau und kann sich neben jedem Kinofilm behaupten. Unglaublich schöne Farbspiele , CGI Effekte vom Feinsten und eine Techniklafette, die jedes Sci-Fi Herz höher schlagen lässt. Die Serie sieht einfach nur übermäßig genial aus.

Doch es ist nicht nur die Fassade, die hier glänzt. Auch das Herzstück der Serie erstrahlt in vollen Glanz. Psycho-Pass besitzt eine wahnsinnig gut durchdachte Geschichte, die immer wieder Denkanstöße über uns, unsere Gesellschaft und das Thema Gut und Böse gibt. Dabei wird der Zuschauer langsam in die Geschichte eingeführt und man bekommt einen Kriminalfall nach dem anderen Präsentiert. Erst nur auf einzelne Folgen bezogen und dann ausgeweitet auf mehrere Folgen. Doch ab Folge 10 beginnt die Serie erst richtig. Ab jetzt wird durchgeschaut. Abschalten ist unmöglich. Was die letzten 12 Folgen hier gezeigt wird ist unbeschreiblich toll erzählt und grausam brutal zugleich. Das ganze gipfelt in einem guten Finale und dem offenen Ende, das nach einer zweiten Staffel oder einem Kinofilm nur so schreit. Mal schauen, wann beides dieses Jahr das Licht der Animewelt entdeckt. Beides ist bitter nötig, denn es werden zwar viele Fragen beantwortet, doch genau so viele Dinge bleiben nach Folge 22 noch offen, so dass man mehr und mehr von dieser Serie will.

Beim Soundtrack hat Yuugo Kanno mehr als nur gute Arbeit geleistet. Er muss sich nicht hinter seinem Nachnamen verstecken und vergleiche zu Yoko Kanno fürchten, denn er hat ja schon bei Birdy The Mighty Decode bewiesen was er kann. Sein futuristischer Sound zu Psycho-Pass hebt vor allem die spannenden Momente der Serie grandios hervor. Das einzige was ihm fehlt ist ein Thema, das man wieder und wieder hören will. Das gleiche gilt für die Opening und Ending Songs. Sehr gelungen, aber nichts was sich in die Ohrmuschel einbrennt.

Rewatch-Potential:

Man kehrt gerne an den Tatort bei Psycho-Pass zurück. Sogar direkt wenn man das erste mal durch ist. Die Show bietet noch mehr Tiefe, wenn man mit der gesamten Geschichte vertraut ist und man entdeckt dann viele Details und Feinheiten, die das zweite Sehen zu einem noch größeren Erlebnis werden lassen. Die Spannung geht auch hier nicht verloren und die Figuren wachsen einem trotz mangelnder Tiefe mehr und mehr ans kleine Herzchen.

Fazit:

Gen Urobuchi polarisiert die Animegemeinde mit diesem Werk, genau so wie mit seinem Fate/Zero und Phantom. Andererseits beweist er wie bei Madoka Magika, dass er ein genialer Drehbuchautor ist, der den Zuschauer mit dem einen oder anderen Plot-Twist vom Hocker haut. Psycho-Pass ist eine sehr geniale Sci-Fi-Krimi Serie für Erwachsene, die leider nur einen Hauch mehr Charaktertiefe gebraucht hätte um ein Top Ten Bestenlisten Titel zu werden.
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Avatar: Leoknight#10
Am Ende wurde es doch ein sehr langer Text mit viel Analyse. Wer also nicht gerade scharf auf sozialwissenschaftliche Darstellungen ist, sollte es lassen ihn zu lesen.

Wie jeder an meiner Bewertung sehen kann, bin ich kein großer Fan von Psycho-Pass. Ich werde auch ganz genau erklären warum. Die Antwort ist eigentlich ziemlich einfach, jedoch werden viele "Fanboys" nichts mit ihr anfangen können bzw. sie werden sie nicht annehmen. Denn ich schreibe dieses Review nicht um die Fans zu ärgern, sondern als Versuch sich ernsthaft mit der Thematik auseinanderzusetzen. Sei es wie es sei, ich habe nun mal das  Bedürfnis etwas über diesen Anime zu schreiben.
Daher bitte ich eigentlich schon im Voraus, dass alle Fans des "Franchise" diesen Kommentar ignorieren, denn er wird sehr kritisch sein.

Die Story ist bekannt: Das PSB (Public Safety Bureau) übernimmt, als neueste Generation der Polizei, die Aufgabe Verbrecher zu jagen und sie dingfest zu machen. Interessant dabei ist, dass der gesamte Anime in den 2080ern spielt, und die PSB mit Dominatorn ausgestattet ist. Wozu sie dienen? Da es seit geraumer Zeit verbreitet ist, dass alle Menschen einen "Psycho-Pass" haben, der anzeigt inwieweit ihr Psyche stabilisiert bzw. geschädigt ist, können die "Enforcer" des PSB diese Daten durch ihre Waffen, die Dominator, ablesen. Jeglicher Mensch, der eine bestimmte Zahl in seinem "Pass" erreicht, wird in Gewahrsam genommen oder exekutiert.

Nun, was stört mich an dem Anime? Ganz einfach: Er vermittelt nichts Neues. Ein gesellschaftskritischer Anime muss das Ziel haben den Menschen in irgendeiner Beziehung die Augen zu öffnen. Tut Psycho-Pass dies? Nein.
Nehmen wir mal andere stark gesellschaftskritische Anime als Beispiel: GTO und FMA, aber auch Pluto aus dem Mangasegment. Natürlich ist FMA in erster Linie Shonen, aber er hat auch sehr interessante Fragen gestellt: Nach einem militärischen System, welches nicht hinterfragt werden soll, und welches jede deiner Bewegungen überwacht; klingt doch ähnlich, oder?
Was vermitteln denn diese Anime/Manga? GTO stellte eine sehr idealistische, aber dennoch plausible Hypothese darüber auf, dass die schulischen Verdienste die moralischen überdecken. Eine Institution, die darauf aus ist mehr Schein als Sein zu sein wird letzten Endes, im wahrsten Sinne des Wortes, die Zukunft einer Generation oder sogar eines ganzen Landes zugrunderichten. Zwar war die Lösung die charismatische Stärke der Pädagogen, die nicht jeder hat, aber wenigstens ein Lösungsansatz. FMA bietet im Grund nichts weiteres als eine Revolte.Dabei zeigt es ganz genau, wie leicht Menschen zu manipulieren sind, und sagt damit indirekt, dass es in Ordnung geht dies zu tun solange es für einen guten Zweck getan wird; kontrovers, aber okay. Pluto zu analysieren dauert lange, aber eine ganze Palette an detaillierten Problemen in ihrer Komplexität korrekt darzustellen ist mehr als lobenswert. Zwar fehlt eine endgültige Lösung für diese Masse an Problemen, aber alleine ein solches Weltbild zu generieren verdient Lob.

Und nun zum eigentlichen Punkt. Welche Moral hat Psycho-Pass? Dafür muss man einfach Makishima zusehen. Die Moral ist: Unterwerfe dich dem System, wenn du es nicht tust wirst du ein Ausgestoßener sein. Ganz ehrlich? Für sowas braucht man keine 22 Episoden. Sowas nennt man "Common Sense". Die Tatsache, dass es erst die 2080er sind, die Menschen aber schon ein Verhalten an den Tag legen, welches sich erst über Generationen hinweg hätte etablieren können ist schon das erste Hindernis. Dass Menschen ihre Haustüren nicht mehr abschließen, weil ein jeder, der auf der Straße rumläuft nun "gut und anständig" ist, klingt zwar plausibel, aber was ist mit Opportunisten? Wenn die Haustür offen steht, und niemand ist ihm Haus wird jeder Mensch wenigstens für kurz daran denken sich etwas daraus zu nehmen. Zumal ich mich nicht entsinne, dass gesagt wurde, alle wären finanziell abgesichert in dem dort dargestellten Japan. Ebenso würde das gerade aufgrund der Menschen mit "schlechtem" Psycho Pass total dämlich sein, da es in der menschlichen Natur liegt sich immer wieder abzusichern, und zwar vor allem finanziell. Dass die Menschen nicht mehr auf Gewaltverbrechen in ihrer Nähe reagieren, aufgrund der Tatsache, dass es in der Zukunft wohl so unwahrscheinlich ist so etwas zu erleben, dass es den Menschen schon absurd erscheint auch nur daran zu denken, ist ebenso Nonsens. Der Mensch reagiert instinktiv auf Gefahr, das Überleben ist das höchste Gut. Unvorstellbar, die Menschen hätten sich in ein paar Jahrzehnten so verändert.

Geschweige denn der Tatsache, dass die Idee hinter Sibyl so ausgelutscht und primitiv ist, dass sie schon in Hunderten Büchern und Filmen zu sehen war, und es beinahe dreist ist dieses Konzept auf diese Art zu wiederkäuen. 

Warum zähle ich das alles auf? Hätte mir der Anime eine Botschaft vermittelt wäre es okay, doch das einzige, was ich wahrnehme, ist die Tatsache, dass ein korruptes System, also Sibyl, sich über die Grenzen des eigenen Rahmens hinwegsetzt, solange es dafür dient den psychischen Status der Bevölkerung nicht zu gefährden. Die permanente Auswahl bestimmter Politiker, dessen Psycho-Pass korrekt ist, und die Tatsache, dass vieles verschleiert wird, zeigt nur eines: Es ist alles gleich geblieben, nur die technischen Methoden wurden erweitert. Klar ist, dass nur die in eine höhere Position kommen, die die gesellschaftlichen Strukturen akzeptieren und sie schützen, alle anderen sind eine Gefahr. Die Moral bleibt also in der Tat dieselbe, wie ich sie zuvor beschrieben habe: Unterwerfe dich dem System, wenn du es nicht tust wirst du ein Ausgestoßener sein.
In Wirklichkeit geht es schon so weit, dass ich Makishima für den einzig korrekten Menschen in diesem Anime halte. Auch wenn ich seine Methoden nicht gutheiße, so sind seine Ziele durchaus lobenswert.
Es ist grundsätzlich so, dass Gen Urobuchis Anime auf Halbwissen basieren und ohne tieferen Inhalt vor sich hinsiechen. Ob nun Fate/Zero oder Mahō Shōjo Madoka Magika. Alle diese Anime vermitteln nichts, aber auch wirklich gar nichts.
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Avatar: Thratron#11
>Psycho-Pass<. Normalerweise mache ich um Krimi-Serien einen Riesenbogen, da dieses Genre mich überhaupt nicht zusagt. Doch durch die interessant klingende Mischung aus Detektivarbeit, Dystopie, ein wenig Philosophie und Psychologie, sowie auf Anraten zahlloser Freude habe ich doch mal einen Blick auf diesen Anime geworfen und fand in ihm mal eine dieser schönen Ausnahmen, die die Regel bestätigen.

 

1. Optik

 

Hochwertige Charakterdisigns, gepaart mit schicken, futuristischen Hintergründen und eine Vermeidung von Standbildern machen die Serie schön zum angucken. Dazu ist noch eine nette Detailverliebtheit vorhanden, die das Zukunftsszenario glaubhafter macht.  

 

2. Musik

 

Ein wenig von Hans-Zimmer-typischen Klängen hier und etwas sphärisch, syntethische Musik wie aus >Deus Es: Human Revolution< (beides erreicht aber nie den Stand ihrer Vorbilder) dort, gepaart mit meistens belangloser Begleitmusik, sodass der OST eher selten scheint. Nur die düstere, opernhafte Musik, die meistens zusammen mit dem Antagonistin in Erscheinung tritt, hat mich nachhaltig gefesselt, da sie die Szenen sehr stark ergänzt hat.

 

3. Inhalt

 

Japan in mehreren Jahrzehnten hat sich von der Welt abgekapselt und eine >perfekte Gesellschaft< gegründet, bei der ein komplexes Computersystem bestimmt wie und wo man arbeitet und streng die psychische Gesundheit betrachtet. Falls ein Mensch Anzeichen von Gewaltbereitschaft oder andere Störungen zeigt wird er in Therapie übergewiesen und falls er sich wiedersetzt oder vorher aufstickt, kommen die Inspektoren mit ihren Entforcern (Quasiverbrecher die man gewissermaßen als Jagdhunde benutzt) und richten ihn an Ort und Stelle. Gewertet dabei wird wieder durch das Computersystem, das bestimmt ob die Person nur betäubt werden soll oder doch eine zu große Gefahr darstellt und beseitigt werden muss. Die Pistolen stellen sich dann entsprechend ein. Gerichte gehören der Vergangenheit an.

Die ganze >Dystopie< an sich ist erfrischend, wenn auch natürlich nicht 100% neu, aber welche Dystopie ist das denn? Das Computersystem wird nicht als vollkommen teuflisch angesehen, doch man zeigt auch die Nachteile dadurch auf, sodass während der gesamten Serie ständig abgewägt wird ob diese Gesellschaft nun das Recht hat weiter zu existieren oder nicht. Die Entscheidung wird wieder einmal den Zuschauer überlassen.

Mehrere etwas höhere philosophische Themen (meistens allerdings geht um die Gerechtigkeit) werden öfters angesprochen, wobei hier wenig subtil die entsprechenden Philosophen dann auch direkt zitiert werden. Anscheinend hat jede der handelnden Personen – außer der Hauptprotagonistin natürlich – Descartes, Weber und Co. gelesen und teilweise macht man es unwissenden Zuschauern nicht leicht, da beispielsweise Platons Idee zwar erwähnt, aber nicht erläutert wird.

Wesentlich spannender sind die psychologischen bzw. spezifischer die kriminalpsychologischen Aspekte, wo man ein wenig über die menschlichen Eigenheiten und Abgründe erfährt.

Apropos: Auch wenn die Hauptpersonen nicht uninteressant in ihren Motivationen sind und auch der Antagonist zwar etwas klischeehaft (und mit seinen Superplänen auch etwas unglaubwürdig) aber dennoch markant daherkommt, sind die heimlichen Stars für mich noch die herrlich monströsen Psychopathen aus der ersten Hälfte der Serie, wo es noch um einzelne Fälle ging, die nacheinander abgehandelt wurden und nur über den Oberbösewicht miteinander verbunden waren.

Die Aufklärung dieser Verbrechen kam mir teilweise ziemlich einfach vor, doch die eigentlichen Verbrecher mit ihren bösen, sadistischen Ticks machten dies wieder wett.

Und was man >Psycho-Pass< auch anrechnen muss ist die ständig hohe Spannungsdichte, auch wenn es meistens sehr dialoglastig ist.  

 

4. Fazit

 

Hat mir viel Spaß gemacht zu gucken, schön kurzweilig und dennoch auch etwas für den Kopf, gepaart mit einer hochwertigen Produktion. Wer >Ghost in the Schell< mochte, wird hiermit durchaus glücklich werden.

Die inhaltliche Tiefe mag teilweise etwas erzwungen rüberkommt, doch die hier präsentierten Dilemmas in dem kalten, einengenden Szenario sind dadurch nicht weniger interessant. Und der Hauptplot samt Subplots sind auch nicht schlecht.
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Avatar: Noa
V.I.P.
#12
Vorwort:
Psycho-Pass hatte ich mir schon öfters vorgenommen und letztendlich doch nicht angesehen, da es mich immer wie ein billiger Abklatsch rüber kam. Durch die vielen guten Kommentare, Bewertungen und immer wieder Empfehlung einer guten Freundin habe ich ihn doch gesehen und kann nun, nachdem ich ihn gestern Abend beendet habe, auch bewerten.

Zur Handlung: Psycho-Pass spielt in einer nahen Zukunft und wirkt dabei nicht zu aufgedreht oder unrealistisch. Durch den enormen technischen Fortschritt ist es dem System gelungen Menschen anhand ihrer Psyche als kriminell einstufen zu können und sie zu beseitigen, bevor sie für die Gesellschaft ein Schaden anrichten. Klingt schon fast zu sehr nach alten Utopie Wünschen im Sinne des George Orwells Dystopieromans "Nineteen Eighty-Four". Und das ist gar nicht mal so abwegig. In einer Welt, voller Fortschritt, haben ihre Bewohner die Bedeutung, ja, gar das Wort "Verbrechen" vergessen. Und darauf baut der Krimi-Thriller. Auf die Ideale die der Mensch vertritt oder doch nicht vertreten sollte? Ist eine Welt ohne Verbrechen tatsächlich eine perfekte Welt und der Wunschtraum jeden in solch einer Society? Begleitet tut man hier die junge Ermittlerin Akane Tsunemori, die frisch von der Polizeischule kommt, und sich dazu entschieden hat ihre Karriere den Enforcern zu widmen, jener Einheit, die Jagd auf die potentiellen und wahrhaftigen Gewalttäter machen. Da sie in sämtlichen Aufnahmeprüfungen die volle Punktzahl erreichte und nur bei den Enforcern niemand anderes es auch gelungen ist dies zu erreichen, glaubt Akane das dort Arbeit auf sie wartet die nur von ihr erfüllt werden kann. Dabei muss sie aber sehr schnell feststellen das die Enforcern ein hartes Brocken Arbeit ist und man nicht davor zurückschreckt auch selbst Kriminelle einzusetzen um mithilfe deren Wissen und Einschätzen des gegnerischen Verhaltensmuster, wie Hunde einzufangen, vorauszuahnen.

Man bekommt als eine recht anspruchsvolle Geschichte die durchaus interessant ist. Dabei folgt die Handlung erst später ein roten Faden und ist ist zwischendurch, besonders am Anfang, teilweise doch recht langweilig und stört, meines Erachten nach, der eigentlichen Handlung. Sie steht sich selbst im Wege. Dabei richtet sich das Werk von Production I.G (Ghost in the Shell, Ghost Hound oder Breaking the Habit Musikvideo von Linkin Park) auf seine eigene Fährten und zeigt uns vor Augen wie schön solch eine Welt doch wäre, grade in solchen Zeiten wo Terrorismus die Titelblätter der großen Zeitungen beherbergen. Vom Studio ist man bereits super Arbeit gewohnt und das sieht und spürt man auch in Psycho-Pass. Die Animationen sind sehr sauber und das Charakterdesign ist etwas andersartig und doch sehr passend. Mir gefällt es das die Charaktere alle so unterschiedlich sind wie sie auch aussehen.

Die Charaktere - ins besondere die Protagonistin Akane - gefallen mir und sind weit abseits des Stereotypischen. Ein wenig Naivität und Tiefgang findet man bei den meisten Charakteren. Auch der Antagonist hat mir sehr gefallen und auch seine Gründe und Handlung ist nachvollziehbar. Ich möchte an dieser Stelle jedoch das Charakterdesign hevor heben, was ich normalerweise nie tue, aber hier gefällt mir tatsächlich das Aussehen sämtlicher Charaktere und macht sie sehr real und echt. Ein Stück mehr menschlich..

Das erste Opening und das zweite Ending sind schon seit dem gucken ein totaler Ohrwurm und das Opening hat den direkten Sprung in meine Lieblingsopenings geschafft. Musikalische Untermalung während der Handlung ist präzise eingesetzt, nicht zu auffällig und auch nicht zu unauffällig. Geht leicht ins Ohr und unterstreicht die wichtigsten Szenen so wie es sein soll. Keine weitere Kritik zum Anlass vorhanden.

Fazit: Wer über stellenweise schwache Episoden hinweg sehen kann, ein Faible für utopische Thriller hat oder einfach eine etwas andere und leicht anspruchsvolle Handlung sehen möchte, wird bei Psycho-Pass genau richtig sein! Mich als Ghost in the Shell Liebhaber hat die Serie ziemlich gut unterhalten und in puncto Animation, Soundtrack und Charakter Design auf allen Ebenen überzeugen können!
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Avatar: INT#13
Endlich mal wieder ein Meisterwerk...

Psycho-Pass stellt uns eine bizarre Zukunft mit einem ebenso bizarr wirkenden Staatssystem vor, dem Sybil System. Menschen werden anhand ihrer Talente und ihres Kriminalitätsfaktors vom System unterschieden, sodass eine perfekte Welt ohne Hass und ohne "schlechte Menschen" möglich ist. Akane Tsunemori ist eine frischgebackene Detektivin des öffentlichen Amts, ein Amt, das für die Exekutive des Staates verantwortlich ist. Doch irgendjemand will anscheinend gegen das System vorgehen...

Man muss sich erstmal an die Atmosphäre in Psycho-Pass gewöhnen, da so eine Zukunft doch etwas ungewohnt ist. Das wird wohl mindestens eine Folge dauern. Schaut man aber weiter, zeigt sich eine sehr gute und sehr facettenreiche Story mit eindeutigem Krimi-Touch, aber auch vielen teilweise gruseligen und teilweise berührenden Momenten. Allein die Story ist schon richtig mega, auch wegen der Frage, ob sowas nun in der Zukunft wirklich möglich wäre oder nicht (Zukunftsfilme sind immer recht interessant für mich). Wenn man in der Story drin ist, dann MUSS man einfach die nächste Folge gucken, weil sie einfach so spannend ist. Sowas hatte ich bisher nur bei zwei Animes. Auch das Ende wurde, meiner Meinung nach, sehr gut gelöst, auch wenn es förmlich nach einem zweiten Teil schreit (den werde ich mir natürlich auch angucken).

Wenn man auf die Zeichnungen schaut, ist das in der oberen Klasse. Da sieht man bei vielen Animes nicht einmal halb so gute Action- und Verfolgungsszenen. Musikalisch ist Psycho-Pass übrigens auch mal wieder ein Anime, bei dem das erste Opening richtig gut ist (ich kenne bisher nur Death Note und FMA: Brotherhood als gute Openings). Auch die Endings waren gut bis sehr gut. Die OSTs passen perfekt, besonders gut gefallen haben mir die traurigen und die Actionsoundtracks.

Bei den Charakteren war es irgendwie komisch. Am Anfang kamen sie mir gar nicht so sympathisch vor. Aber je mehr man die Hintergrundgeschichten kennenlernte, desto mehr sind sie einem ans Herz gewachsen. Besonders bei Akane, die ich am Anfang etwas unsympathisch fand, änderte sich dies sehr schnell um 180°.
Achtung! Spoiler! Nicht lesen, wenn man den Anime noch nicht fertig geguckt hat!
Besonders der Tod von Masaoka hat mich richtig berührt. Diese Vater-Sohn-Beziehung zwischen ihm und Ginoza, die erst kurz vor seinem Tod richtig hervorkommt, war eine der traurigsten Stellen, die ich in Animes bisher gesehen habe. Dabei noch der wundervoll-melancholische Soundtrack und das Weinen ist garantiert.

Wertvoll ist der Anime allemal. In letzter Zeit gibt es viele Revolutionsgeschichten (siehe Tribute von Panem, Maze Runner, etc.) doch nur hier habe ich wirklich das Gefühl, dass ich zwischen Gut und Böse entscheiden konnte. Denn eine Linie zu ziehen ist nicht so leicht wie bei grad erwähnten Filmen. Jeder hat Motive für sein Handeln. Das erinnert auch etwas an Death Note, wo man sich auch entscheiden konnte, ob man den Hauptcharakter liebt oder hasst.
Außerdem regt der Anime noch sehr zum Nachdenken an. Wenn man genau darüber nachdenkt, zeichnet sich schon viel von dem System heute in unserer Gesellschaft ab. Ist diese Zukunftstheorie vielleicht jetzt schon irgendwie Realität?

Fazit:
Psycho-Pass ist ein Anime, der sich über 22 Folgen so gut wie keine Schwächen leistet. Die Story ist unglaublich gut inszeniert und spannend. Man will unbedingt wissen, wie es weiter geht, wie sich die Charaktere entwickeln und ob vielleicht mehr hinter allem steckt, als man glaubt... Wer wieder ein Meisterwerk sucht, sollte unbedingt mal Psycho-Pass auschecken.
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Avatar: DexterMorgan#14

Wer schonmal Ethik im Unterricht genießen durfte, der kann sich Psycho-Pass getrost sparen.

Das liegt daran, dass Psycho-Pass ganz bewusst falsche fragen stellt, die man sich mit gesundem Menschenverstand bereits beantworten kann.

 


Anders als in ähnlichen dystopischen Welten aus anderen Geschichten, gibt Psycho-Pass dem Zuschauer nicht die Genugtuung einen Helden der Geschichte zu präsentieren, der aus dem ungerechten System herausbricht. Stattdessen fokusiert sich die Story ganz der Intention, die den Zuschauer dazu zwingen soll sich Fragen über das Thema Gerechtigkeit zu stellen. Der Anime zwingt den Zuschauer aber nicht nur, sich mit der Materie auseinanderzusetzen, sondern gibt zu diesen Fragen seine eigene Meinung. Welche heutigen moralischen Ansätzen entspricht, die von Friedrich Schiller übernommen worden sind.

 

Allerdings schafft der Anime es nicht etwas neues oder interessantes darzubieten. Er stellt dem Zuschauer implizite Fragen, auf welche bereits feststehende Antworten erwartet werden. Der Anime erzielt so einen kontraproduktiven Effekt: Selbstständiges Denken bei den moralischen Fragen wird dem Zuschauer abgenommen.

 

Psycho-Pass stellt somit ein ethisches Gegenstück zu Serien wie Code Geass oder Ghost in the Shell dar, wo Ungerechtigkeiten verurteilt werden und nicht - wie hier - verherrlicht.



!!!AB HIER SPOILER!!!

 

Und so ergibt sich die normgerechte 0815 Antwort von Psycho-Pass:

Selbst wenn eine Gesellschaft bzw. ein System nicht perfekt sind, so sollte man zum Wohle der Mehrheit, welche in dieser Welt ihren Frieden findet, nichts verändern und die Ordnung so beibehalten, wie sie ist.

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Avatar: CybernetikFrozone#15
  • Handlung
  • Animation
  • Charaktere
  • Musik
Worum geht es in Psycho Pass?
Japan irgendwann im Jahr 2112: Autos können selber fahren, Künstliche Intelligenz hat Einzug genommen, Hologramme sind so ziemlich überall, viele Berufe werden von Robotern ausgeführt. Was noch, ah ja! Jugendschutz wurde abgeschafft, das Land ist vom Rest der Welt isoliert und die Menschen haben sich vom Sybil-System mittels Psycho Pass, einen Digitalen Personalausweis zum Gläsernen Bürger machen lassen. Als wäre das nicht schon schlimm genug, diktiert dir das System vor, wie du zu Leben hast und bewertet Permanent den Menschen, anhand des Psycho Passes, mittels Zahlen- und Farbwerten und zeigt dir so, welcher Gemütszustand herrscht.-So wurde es zum Gott der Menschen.(Gott im Sinne von mächtig, das man ausführt, was es sagt und was man an die erste stelle, in seinem Leben setzt. Auch in der Realität hat der Mensch Götter: Geld, materielle dinge, sex oder auch andere Menschen[was auch weiter unten, von mir auf etwas anderes bezogen wird] und viele andere Dinge.)

Tanzt mann ein bisschen, aus der Reihe wird die Polizei eingeschaltet, die als einzige, legitim Waffen führen darf. Nicht normale Projektilwaffen, wie es sie Heute gibt, nein den Polizisten wird ein Dominator an die Hand gegeben. Der Scant, den Pass des Menschen und entscheidet, ob Jemand paralysiert & in Therapie kommt oder terminiert wird und wenn hier jemand Terminiert wird, dann bleibt nur noch ein Haufen Fleischbrei Übrig! (Es gibt noch zwei weitere Verfahrensmethoden mit Menschen die aus der Reihe Tanzen: Geschlossene Anstahlt oder ein Vollstrecker werden).

In dieser grausamen Welt haben wir die 20-Jährige Akane Tsunemori, die frisch als Inspektor, ihren Dienst antritt und nun von ihrem Vorgesetzten Nobuchika Ginoza, grob eingewiesen wird. Akane ist nun das zweite Herrchen, der vorhin erwähnten Vollstrecker. Menschen, denen soweit vertraut wird, das sie als latente Verbrecher, andere Verbrecher Jagen sollen. Ihr Wissen aus der Schule kann Akane, größtenteils vergessen, denn in der Realität sind die Perversen unberechenbar.

Dabei, behandelt der Anime auch, das mann nicht automatisch ein Verbrecher ist, nur weil mann einen schlechten Zahlenwert hat, das System berücksichtigt Faktoren wie, psychische Verfassung, Stress,Drogenkonsum oder Depressionen nicht als solche (Es ist ja so, durch die Augen in den Sinn) und das bearbeitet auch Psycho Pass: Menschen die sich mit Themen & Gedanken beschäftigen, bis sich ihr Gemüt, ihre Psyche verändert und sich durch das System angreifbar machen. Folge 3 behandelt schon das Thema, das ein Mensch eine gewisse Schmerzgrenze hat bevor er durchdreht, dies wird in Folge 15 auf die Spitze getrieben und so ist es ja in der Realität auch – Menschen haben eine gewisse Belastungsgrenze und wenn die überschritten ist, drehen sie durch und verletzen andere oder sie Bringen sich selber um. Dadurch das der Zahlenwert, den Ton angibt, gibt es in dieser Serie, eine japanische Gesellschaft die unbedingt, darauf auf ist, jeglichen Stress zu vermeiden und auch nicht mehr darauf reagiert. Die Nachteile, der Stressvermeidung, werden zumindest im Dialog, von Folge 7 angeschnitten. Folge 13 Harmoniert in der Hinsicht mit Folge 7,das es sich in der Serie als richtig stellt, das Menschen keinen Stress mehr verarbeiten können.

Der Cast besteht aus: Vollstrecker Shinya Kogami, dem ehemaligen Inspektor der, einen Nervenzusammenbruch erlitt als er sein Freund: Vollstrecker Sasayama, der in eine Fasst schon Origamiartige verharzte Figur verwandelt wurde- vorfindet. Nebenbei trainiert er. Er hat vermutlichen schon seit längeren, Kontakt zu Saiga Joshi, einem ehemaligen Universitätsprofessor und Psychologen. Seine Dienstzeit als Inspektor war, zurzeit als Yayoi Kunizuka noch Musikerin war, sein Partner war Nobuchika Ginoza.

Die am Anfang erwähnte Akane, die hat die Schule in der sie, unter anderem Streitschlichter war, mit der höchsten Punktzahl ihres Jahrgangs abgeschlossen und deswegen, gab es für sie keine Einschränkungen in ihrer Jobsuche. Was mann eher nebenbei erfährt ist, das sie alleine wohnt, ihre Eltern gegen ihren Jobantritt bei der Polizei waren und sie einen guten Draht zu ihrer Oma hat. Auch ist sie äußerst Trinkfest. Grob gesagt ist sie, der moralische Kompass der, als Fisch out of Water Charakter begann und im Laufe der Serie bedingt durch die Erfahrungen, die sie beeinflussen sich zu einem guten, Gegenspieler für das Sybil-System entwickelt. Sie kann sich entscheiden, will sie denn Weg Makishimas oder Kogami´s weg gehen?

Nobuchika Ginoza der Vorgesetze von Akane, der der Meinung ist, mann sollte, die Vollstrecker nicht als Partner, sondern als Hunde u. Werkzeug sehen. Sein Vater ist Tomomi Masaoka der selbst mal Polizist aus der Vor-Sybil-Zeit war, jetzt Vollstrecker ist, weil er in das System gedrängt wurde und sich mit den neuen Regeln nicht anfreunden konnte. Hat er mal keinen Ausgang oder Einsatz, mahlt er Bilder. Er hat mit seinem Sohn ein paar tolle Dialoge bekommen. Nobuchika Ginoza selber, hatte es in der Kindheit nicht leicht, spielte sie sich doch, zu einer zeit ab, als das Sibyl System erst eingeführt wurde und er dadurch das sein Vater, ein latenter Verbrecher wurde, von der damaligen Gesellschaft ausgegrenzt worden ist.(Siehe Folge 9) Er versteht aber nicht, das sein Vater in nur schützen will. Seine Entwicklung in der Serie hat mir auch gefallen.

Shuusei Kagari der nie eine Wahl hatte, ob er, teil des Systems werden möchte, da er als Kind aussortiert wurde und jetzt das System hasst, was auch nachvollziehbar ist. Nebenbei kann er, auch richtiges Essen Kochen.

Die Lesbische Yayoi Kunizuka, ehemalige Lizenzierte Musikerin, von der Band Amalgam, die in die Anstalt kam und jetzt als Vollstrecker ihren Dienst tut. (könnte sein, das sie damals vor drei Jahren(Jahr: 2109), als sie mit Musik aufgehört hat, lesbisch geworden ist, da mann etwas zwischen ihr und Reina[einer illegalen Bandleaderin] reindeuten könnte). Shion Karanomori, die bisexuelle Analystin der Polizei, ebenfalls latente Verbrecherin und hat eine Sex-Beziehung mit Yayoi.
Was ich gut finde ist, das nur angedeutet wird, wann die ein Techtelmechtel haben.

Der Anime hat verschiedene Fälle, dabei wird, dem Zuschauer schon in Folge 5,durch das Wissen von Folge 1 klar, das ein Antagonist eingeführt wurde. Wie mann in der 6. Folge erfährt, hatte er auch bereits in Folge 3, verborgen seine Finger im spiel, diesen Antagonisten lernt die Polizei aber erst ab Folge 11, von Angesicht zu Angesicht, als Shougo Makishima kennen! Er selbst ist der belesene, manipulative (und was für eine Manipulative Art), ausgestoßene Feind. Dessen Plan ist es, das System zu stürzen, weil es die Menschen untereinander Ausgrenzt und Nächstenliebe ein Fremdwort ist. Gleichzeitig hat er aber Ziemlich perverse Züge an sich und ist stets bereit Menschen zu töten. Auch ist er sich bewusst, das seine Taten, seinen Tod verdienen was in einem Dialog in Folge 11, gezeigt wird. Wir erfahren auch die Beweggründe und zum teil auch Hintergrundgeschichten, seiner Psychopathen, mit denen er zusammenarbeitet....., die doch sehr anders sind, als andere Mörder! Richtig gestörte Leute, die abschreckend sind und noch viel Gruseliger wird es, wenn mann sich die Nachrichten in der Realität gibt:

-Oktober 2016,Hessen: Ein Mann schnitt seinem Nachbarn Ohren und Augenlider ab. Ebenfalls Oktober 2016,Essen: 82-Jähriger bricht in Bank zusammen, vier Kunden ignorieren ihn und gehen an ihm Vorbei. Da kommt mir dann schon der Gedanke, dass die “Reale Perversion„ Psycho-Pass Niveau erreicht hat.

Die Idee mit der Onlineaktivität, bei Talisman und den anderen Avataren bzw. Menschen, deckt sich gut mit der Heutigen Youtube-Marketing-Welt. Auch in der realen Welt, haben wir Leute, die ihren Stoff, in das Internet hinausposaunen und damit Geld verdienen. YouTuber, die von Fans verehrt(Vergöttert, Angebetet) werden: Stichwort Gronkh oder LeFloid. Ebenso gibt es in Psycho Pass, Menschen wie in der Realität, die sagen bzw. sich denken: ″Arbeiten? Brauch ich nicht, ich werde YouTuber„.

Auch Makishimas Ziel, finde ich durchaus gut und das hier wieder die Moral hervorkommt, das jeder Mörder selber stirbt ebenfalls. Verstörend hingegen ist zwar einiges aber, hervorheben möchte ich, das Sybil System. Dagegen halten, muss die Aussage von Akane: das System gehört gerichtet. Was mich auch stört ist, das wir nicht sehen, wie sich Josei Kasei, auf dem Weg zum Nona-Turm gemacht hat, so ist sie in Folge 16 einfach da!

Bild und Animationen:
Optisch gesehen, finde ich das ganze recht gut, fasst alles in der ersten Staffel, wird mit Hologrammen überzogen, sogar Häuser und die Kleidung. So Tragen Menschen in Psycho Pass, nur noch ein (vielleicht auch zwei) Kleidungsstücke und sie Wechseln, einfach per Fernbedienung an ihrem Arm, das Kleider-Set. Wir haben in Folge 1 & 3 und zwischendurch mahl wieder, eine CGI Hand, ansonsten ein paar CGI-Roboter, die sich aber so dynamisch & schnell Bewegen, das es manchmal gut aussieht. Hervorheben möchte ich den, 3D animierten Würfel recht zu Beginn von Folge 13,der Fantastisch animiert wurde und eine dynamische Kamerafahrt bekommen hat! Alle Kraftfahrzeuge sind 3D animiert und auch ein paar Gebäude. Das was am „unpassendem aussieht„ sind manchmal 3D animierte Brücken und in Folge 19: Kogami auf dem Motorrad, das war echt scheußlich! Das Armband, dient auch als Internetsuchmaschine und Scanner, was optisch dementsprechend gut aussieht, wenn es benutzt wird. Die gezeichneten Teile, sind steril gehalten, die Haut hat einen Weißfarbigen Ton. Wir haben viele Farben, Folge Eins beginnt z. B. Nachts und wechselt am Ende in den Tag. Auch haben wir Kybernetisierte Leute, die dann ähnlich wie in Ghost in the Shell, nur noch ein Haufen Eisen, mit ein bisschen Gehirn sind. Sie verhalten sich starr. Teilweise sind hier auch gute Lichteffekte oder Staubpartikel in der Luft(siehe Folge 4). Auch haben wir Gemälde-artige Hintergründe z. B. In Folge 7. Die Mordopfer von Oryo Rikako, sind sehr detailliert gezeichnet. Das Figurendesign, finde ich meistens gut, ab und zu haben wir Szenen, die nicht so Detailreich oder etwas unförmig gezeichnet sind. In Folge 5 z. B. Sind die Gesichter in der Entfernung, nur noch Matsch und in Folge 13, im Krankenhaus sind die Gesichter ebenfalls, nicht gut gezeichnet.

Die Opening & Endings, sprechen mit Visuell ziemlich an und gehören in dem Bereich auch zu meinen Favoriten. Folge 11, gibt uns ein neues Video, zu (Monster without a Name)Namae no Nai Kaibutsu und Folge 12, fängt mit einer anderen Version, von Out Of Control an. Auch das zweite Ending kommt, zuerst mit einer anderen Version daher, die mir zumindest besser gefällt als die zweite.

Musik:
Abnormalize von Ling tosite sigure, Out Of Control von Nothings Carved in Stone & Monster without a Name, gefolgt von All Alone With You von EGOIST gehen bei mir, direkt ins Ohr und gehören ebenfalls zu meinen Favoriten auf dem MP3-Player.

An der Musik(von Yugo Kanno) gibt es ebenso nichts auszusetzten, sie Funktioniert sehr gut. Trance, Western,Dubstabe, bedrohliche Geigenmusik, klassische Musik und auch die Orgelmusik, wenn Makishima alleine oder mit anderen Auftritt und bedeutende Aussagen macht, verfehlen nie ihr Ziel.

Fazit:
Psycho Pass kenne ich, seit dem er 2013 im japanischen Fernsehen lief und wahr für viele Jahre lang, für mich ein perfektes Meisterwerk. Dann kam Project itoh´s Harmony und mir wurde gezeigt, wie mann ein perfektes Ende macht und das Obwohl der Antagonist tot ist. Psycho Pass Staffel 1 würde mir, mittlerweile besser zusagen, wenn es Makishima oder jemand anders geschafft hätte, das System zu ändern. Auch gibt es ein Paar optische Dinge, die mich gestört haben und das die Leute einfach zugesehen haben, wie eine Frau auf der Straße getötet wird! Eigentlich sollten da Passanten eingreifen! Die Bevölkerung in Psycho Pass hat mir auch zu spät zu Selbstjustiz gegriffen- gut, dass sie überhaupt Selbstjustiz ausgeübt hat. Wie sich Akane aber als Fish-out-of-Water Figur behaupten muss und trotzdem die Moral nicht aufgibt, fand ich gut. Zudem, das Handeln von Akane, das sie Makishima eins überbrät, als auch Makishima selber der das System ändern möchte, durchaus logisch ist. Besonders toll fand ich Akane auch als Gegenspieler für das Sybil-System und ihre Charakterentwicklung ihm Laufe der Serie! Was ich teilweise wieder nicht so gut finde, sind ein paar Dialoge die einfach zu offensichtlich und plump sind.zb. In Folge 19. der Soundtrack und die OP & ED´s sind aber nach wie vor Phänomenal geil! So ist die Serie zwar immer noch im 4,5 Sterne Bereich(Halbes Meisterwerk) aber auch nur 93 Prozent, was der niedrigste Einzelwert in diesem Bereich darstellt, zum Vergleich danach beginnt der 4Sterne Bereich(Hervorragend).
Beitrag wurde zuletzt am 06.12.2018 um 07:51 geändert.
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