Mysterious Girlfriend X (2012)Nazo no Kanojo X / 謎の彼女X

  • TypTV-Serie
  • Episoden13 (~)
  • Veröffentlicht08. Apr 2012
  • HauptgenresRomantische Komödie
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonManga
  • ZielgruppeMännlich

Anime Rezensionen

Hier findest Du sowohl kurze als auch umfangreichere Rezensionen zum Anime „Mysterious Girlfriend X“. Dies ist kein Diskussionsthema! Jeder Beitrag im Thema muss eine für sich alleinstehende, selbst verfasste Rezension sein und muss inhaltlich mindestens die Kerngebiete Handlung und Charaktere sowie ein persönliches Fazit enthalten. Du kannst zu einer vorhandenen Rezension allerdings gern einen Kommentar hinterlassen.
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Avatar: Kurmet#1
Fetisch und Unschuldigkeit, Unsicherheit und Abgeklärtheit, Kirigami (jap. Papierschnitte) gegen pubertierende Neugier... Nazo no Kanojo X - Mysterious Girlfriend X passt sicher wie Faust auf Auge
Eine Mischung aus Japans Fetischkultur trifft auf die bekannte japanisch, klassisch, prüde Verhaltensart (zumindest nach außen hin) in Form zweier High School Schüler - als Eigenkreation würde ich es "Japanischer neo Ecchi" nennen ;-)
Wer sich jetzt wundert, von was der da schreibt, sollte sich zwingend diesen Anime ansehen oder es vielleicht doch besser sein lassen !?! Auch ich selber bin mit der Erwartungshaltung eines Teenie Romanzen Animes an die erste Folge gegangen - grade wegen der Kurzbeschreibung. Schon die ersten Sekunden jedoch ließen mich daran zweifeln nicht doch einen Ecchi-Anime begonnen zu haben. Dieser Anime spielt mit den Reizen - mal offen gelassen ob man grade diese, in dieser Form mag. Als ich mich jetzt aber für diesen Kommentar schlau machen wollte, traf ich aber zufällig auf einen Beitrag:

"Google mal nach Spucke+Japan. In einem Sex-Salon in Tokyos Bezirk Shibuya können Kunden durch eine verspiegelte Scheibe ein Mädchen in Schuluniform aussuchen, das dann mit ihnen in einen anderen Raum geht, um in ein Fläschchen zu spucken. Dafür werden 12.000 Yen (etwa 90 Euro) berechnet. Der Straßenpreis soll niedriger liegen. Es gibt auch sogenannte Spucke-Läden. Dort verkaufen sie den Speichel von jungen Frauen. Ihr Alter steht auf jedem Röhrchen drauf, und viele Japaner nehmen sich ein solches Röhrchen mit verzücktem Gesicht an den Mund um sich die Spucke auf der Zunge zergehen zu lässen."

Also kann man diesen Anime als Mainstream verstehen? Wohl kaum!
Was mich persönlich in erster Sekunde (eigentlich immernoch) abgeschreckt und angewiedert hat, nämlich den vollgesabberten Finger eines anderen in den Mund zu nehmen und abzulutschen, ist sicher der Aufhänger der Story und wird sicher auch seine Fans haben - wenn auch vereinzelt. Vielmehr reizt aber die Beziehung der beiden Protagonisten zueinander, wo ich (kenne den Manga leider nicht) nicht sagen kann welche Richtung diese einschlägt. Aber grade das ist es, was für mich persölich der "Reiz" an diesem Anime ist - zu sehen, wie diese doch so unterschiedlich anmutenden Persönlichkeiten ihr Verhältnis zu einander aufbauen ? umbauen ?.Ich jedenfalls denke mir immer im Hinterkopf "der arme Junge, der arme Junge...hoffentlich passiert mir sowas nicht !!! Sich in eine Psychopathin verlieben und von ihr Abhängig werden...Hilfe!"
Fazit:
Vielschichtiger, doch auch lustiger, aber grade auch durch die Hauptprotagonistin crazy anmutender Anime, der viel Interpretations-Spielraum lässt und nicht unbedingt für jederman was ist.
Meiner Meinung nach: Die ersten beiden Episoden ansehen und dann ein Urteil fällen (die Reize auf sich wirken lassen ;-p)
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Avatar: Nayx#2
Es gibt sie doch noch: Otaku-Anime, die selbst "Otaku-Hassern" gefallen können, weil sie zum einen mit ihren Elementen nicht übertreiben und zum anderen handwerklich so gut gemacht wurden, dass man über vieles hinwegsehen kann. Zu dieser seltenen Gattung zählt ganz klar Nazo no Kanojo X.


Die "typischen" Otakumittel sind hier noch nicht einmal das echte Hindernis, mit dem der Zuschauer konfrontiert wird. Die meisten würden die Serie wohl sofort abbrechen, wenn sie sehen, dass es im Anime darum geht, Spucke auszutauschen. Und ja, die Beschreibung lügt nicht: Folge für Folge wird die Körperflüssigkeit von einer Person zur nächsten gegeben und das oft sogar mehrmals pro Episode. Anfangs beschränkt es sich noch auf das Hauptpaar; je weiter die Serie jedoch voranschreitet, desto mehr weitet man dieses auf andere Figuren aus - offenbar mit dem Ziel, dass irgendwann jeder mal an einem Finger lutschen durfte. So schlimm es sich auch anhören mag, so vergleichsweise harmlos ist es dann am Ende. Entweder man gewöhnt sich an die gelegentlichen Aktionen, oder hat von vornherein kein Problem damit. Abgesehen von der Sache mit der Spucke gibt es jedenfalls nichts wirklich negatives am Anime. Man kann sogar ohne Übertreibung sagen, dass Nazo no Kanojo X locker zu den besten Serien in der Frühlingsaison 2012 zählt.

Und das kann man schon bei den Darstellern erkennen. Die männliche Hauptfigur, Tsubaki, stellt zwar den gewöhnlichen Anime-Schüler dar, welcher der Meinung sei, Mädchen fallen auf der Stelle Tod um, wenn man ihre Hand berührt oder sie gar küsst und gerne mal am Bett seiner Freundin schnüffelt - sonst gibt es bei ihm aber kaum was zu bemängeln. Tsubakis Freundin Urabe macht besonders am Anfang noch den Eindruck, etwas verrückt zu sein, aber dennoch ist sie die mit Abstand beste Figur hier. Wie der Name vom Anime schon sagt, ist sie der mysteriöse Part der Geschichte. Warum Spucke allgemein spezielle Wirkungen hervorrufen kann und sie zudem davon weiß, bleibt wohl auf ewig ein Geheimnis; genauso wie ihre "Allergie" gegen direkte Umarmungen. Bei letzterem zückt sie schon mal gerne ihre Schere als Waffe und zeigt eine enorme Begabung im Umgang damit. In der Regel ist sie allerdings stets ruhig, selbst weiblicher Konkurrenz begegnet sie gelassen. Besondere Erwähnung verdient in dem Zusammenhang auch ihre Sprecherin: Für ihre Rolle wurde eine echte Schauspielerin engagiert - den Unterschied zu einem normalen Seiyuu hört man auch sofort. Für diese Entscheidung kann man nur dankbar sein, denn sie wertet den Anime ungemein auf. Bei den Nebenfiguren sticht Oka deutlich hervor. Mit ihrer verspielten und neugierigen Art sorgt sie für die ein oder andere unterhaltsame Aktion.

Bei der Inszenierung und Hintergrundmusik allgemein zeigt Nazo no Kanojo X dann sein volles Potential: Szenen, wie etwa die Fantasieträume von Tsubaki oder Urabes Aktionen mit der Schere wurden gut in Szene gesetzt (abseits davon gibt es aber auch genug andere Stellen). Überboten wird dieses dann nur noch von der absolut genialen Musik, welche man sehr oft hört. Allein schon deswegen könnte man sich die Serie antun - es ist das Beste am gesamten Anime und hebt sich auch von anderen Werken stark ab. Optisch erinnert die Serie mit dem Charakterdesign an vergangene Tage und wird von dezent eingesetzter Animation begleitet. Opening und Ending ähneln sich musikalisch, was schon mal positiv ist und die Videos enthalten, wie schon die Serie an sich, einiges an Symbolik. Gefallen haben mir beide jedenfalls.


Fazit:

Episodisch angehaucht, eine RomCom mit ihren üblichen Otaku-Mitteln und der Austausch von Spucke als Haupthandlung - trotzdem ist Nazo no Kanojo X mehr als nur eine gelungene Serie. Sie bietet sympathische Charaktere, ausreichend interessanten, wenn auch eigenartigen Inhalt (größtenteils geht es um die Beziehungen der beiden Paare); und nicht zuletzt die Präsentation mit all ihren Anspielungen und der guten Inszenierung / Musik sollte auch den letzten mit Zweifeln überzeugen.
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Avatar: AlainJohns#3
Endlich! Ich habe lange darauf gewartet mal wieder einen zu Gesicht zu bekommen und hier ist er nun: Ein Anime, der Ecchi-Elemente sinn-, und stilvoll einsetzt, statt sie zu bloßen Fanservicezwecken zu missbrauchen.


Um beim Thema Ecchi-Elemente zu bleiben, sei den Leuten, die sich von den Spucke-Szenen angeekelt fühlen direkt zu Beginn dieses Kommentars gesagt: Es wird nicht weniger. Bis zum Schluss bleiben diese Szenen Grundbestandteil des Animes. Dennoch finden sich Nazo no Kanojo X auch recht viele konventionellere Erotik-Szenen.
Was diese Serie nun vor allem zu Beginn so gut macht ist die Verbindung zwischen oberflächlich betrachtet reiner Unterhaltung und sich dahinter verbergenden deutlich tiefer gehenden Aussagen.
So präsentiert sich Nazo no Kanojo X anfangs noch als etwas, das ich als romantische Charaktestudie bezeichnen würde. In dieser Phase liegt der Fokus nahezu komplett auf Tsubaki,
wohingegen Urabe fast nur aus dessen Sicht betrachtet wird. Da die beiden schnell ein Paar werden, bekommt man als Zuschauer nun das Gefühlsleben und die Gedanken eines Oberschülers präsentiert, der seine erste Liebe erlebt - und genau hier liegt die anfängliche Genialität dieses Anime. All die Emotionen, die man in diesem Alter in Bezug auf seine erste Liebe erfahren mag, wie etwa Freude, Verwirrtheit, Lust, oder Schüchternheit werden auf metaphorische Weise eingefangen und durch eine fantastische Inszenierung, sowohl im Hinblick auf Zeichnungen und Animationen, als auch im Hinblick auf die Musik, wunderschön verbildlicht. Hierbei zeigt die bloße Tatsache, dass viele dieser Gefühle eben nur metaphorisch dargestellt werden und Tsubaki nicht direkt bewusst sind, dessen Unerfahrenheit und fehlende Selbstkenntniss im Umgang mit dem anderen Geschlecht und zeichnet so ein realistisches und tiefgreifendes Bild eines Jungen am Beginn seiner ersten Beziehung. Zu diesem Zeitpunkt passt auch der Titel der Serie ganz hervorragend, denn seine Freundin Urabe stellt für Tsubaki ohne Zweifel ein äußerst mysteriöses Mädchen dar.
Im späteren Verlauf wandelt sich Nazo no Kanojo X dann immer mehr in Richtung einer klassischen Romanze, was vor allem der stärkeren Einbindung von Urabe und auch einigen anderen Charakteren zu verdanken ist, deren Persönlichkeit nun ebenfalls etwas näher beleuchtet wird. Dies ist einerseits folgerichtig, denn immerhin lernen Urabe und Tsubaki sich immer näher kennen, sodass Urabe für ihn auch besser durchschaubar wird, aber andererseits nimmt diese Entwicklung der Serie ein wenig ihre Einzigartigkeit. Die Gefühle Urabes etwas näher kennen zu lernen ist sicher auch nicht uninteressant und auch hier bekommt man immer mal wieder, die ein, oder andere hübsche Metapher spendiert, dennoch leidet die Serie zu dieser Zeit bereits etwas darunter, dass die Beziehung der beiden sich ab einem gewissen Punkt nicht mehr wirklich konsistent zu entwickeln scheint. Ich nehme einfach mal an, dass dies auf den Manga zurückzuführen ist und seinen Ursprung darin hat, dass dessen Autor sein Werk möglichst lange fortsetzen wollte. Ebenfalls ein Problem der späteren Folgen ist die zeitweise zu starke Beeinflussung der Beziehung der beiden Protagonisten von außen. Statt sich einfach auf Urabe und Tsubaki zu konzentrieren, werden hier dritte Charaktere ins Spiel gemacht, die massiven Einfluss auf die Handlung nehmen, was den Eindruck eines gewöhnlichen Romantik-Dramas noch verstärkt. Mehr Introspektion und weniger Darstellung der äußeren Handlung hätten der Serie in diesem Stadium sicher gut getan.
Nach all der Kritik wirkt es nun vielleicht komisch, wenn ich sage, dass mich auch die späteren Folgen dennoch gut bis sehr gut unterhalten haben. Hier muss beachtet werden, dass meine Kritik immer im Kontrast zu der in meinen Augen fast überragenden ersten Hälfte steht. Denn letztlich bleiben auch viele positive Aspekte des Animes über die gesamte Serie hinweg erhalten. Zu nennen wären da vor allem die sympathischen Charaktere und die großartige Inszenierung, die mich, durch ihr Spiel mit Licht und Farben, zeitweise an Neon Genesis Evangelion erinnert hat, was bei mir schon ein sehr großes Kompliment ist. Zudem finden sich auch im späteren Verlauf vereinzelt immer mal wieder Folgen, die an die Qualität der früheren heranreichen. Zu nennen ist hier insbesondere die sehr gelungene letzte Episode.

Fazit:
Anfangs eine psychologisch-metaphorische Darstellung eines verliebten japanischen Teenagers wandelt sich Nazo no Kanojo X mit der Zeit immer mehr zu einer klassischen Romanze. Grenzten die ersten Episoden für mich noch fast an ein Meisterwerk, so verlor die Serie im Laufe der Zeit leider doch einen Teil ihres Charmes und ihrer Einzigartigkeit, ließ aber immer noch eine durchweg interessante Beziehungsgeschichte übrig, die stets mit hervorragender optischer und musikalischer Inszenierung glänzen konnte.
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Avatar: Raest Shippūden#4
Ein ungewöhnliches Handlungselement, ausgeführt von durchgehend sympathischen Figuren und untermalt mit hervorragender Musik. Nazo no Kanojo X ist eine Beziehungskomödie die mit Ihren Eigenheiten, das klassische Bild aufpeppt und den Zuschauer nur eine Wahl lässt: Es zu mögen oder angewidert abzuschalten.


Nehmen wir uns einen Moment und überlegen uns: Was sind die romantischsten Dinge die ein Pärchen zusammen tun kann? Vielleicht am Strand den Sonnenuntergang zusammen genießen oder ein Dinner bei Kerzenschein? Zusammen Tandem fahren oder zusammengeschnallt einen Fallschirmsprung wagen? Hauptpärchen Urabe und Tsubaki haben da eine ganz andere Vorstellung vom romantischen Miteinander. Statt auf konservative Art Speichel durch küssen auszutauschen, wird bei den beiden erst ein Finger angesabbert und dann zielsicher in den Mund des Gegenübers gesteuert. Emotionen werden dadurch übertragen, warum das funktioniert bleibt jedoch bis zum Ende ein Rätsel. Das größte Rätsel der Serie ist jedoch Hauptcharakter Urabe Mikoto. Anfangs zog sie einen dichten Nebel hinter sich her, der keinen genau Blick auf Ihre Persönlichkeit zu lässt. Erst im laufe der Serie entpuppt sich die mysteriöse Freundin mit der Schere in der Unterwäsche und der Allergie gegen Umarmungen, als sympathischer und bodenständiger als man es vermutet hätte. Ihr gegenüber steht Akira Tsubaki. Als durchschnittlicher Junge beschrieben, wirkt er auf mich überzeichnet pubertär mit seinen 17 Jahren wen er an Mädchenbettwäsche schnuppert oder in machen Momenten den Inbegriff der Zimperlichkeit darstellt. Den besonderen Reiz der Serie, macht ihre Beziehung aus. Diese ist geprägt und unterhält durch den Kontrast der Beiden zueinander und der fast schon in Schneckentempo gemachten Entwicklungen, bei den man als Zuschauer mitfiebert.

Bei der technischen Umsetzung punktet Nazo no Kanojo X ebenfalls. Man bedient sich eines etwas altmodisch wirkenden Charakterdesign, der trotzdem gut aussieht und auch nicht bei dem eingestreuten Ecchi störend wirkt. Animation und Hintergründe halten sich von der Qualität her in Grenzen, dafür ist die Musik gelungen. Die BGM hört sich stimmt an, mit einem mysteriösen Hauch und auch Opening/Ending sind gut gewählt.

Fazit:

Nazo no Kanojo X ist nichts für die Masse. Das Hauptelement Speichel und der romantische Umgang damit, ist vom Anfang bis zum Ende literweise zu bestaunen. Auch andere Fetische werden kurz angerissen und bietet viel Spielraum für Ecchi. Wem dies zu viel wird, dem empfehle ich den Abbruch. Zuschauer die ein Auge zudrücken können, erwartet eine unterhaltsame Beziehungskomödie die erfrischend außergewöhnlich ist.
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Avatar: Broculi#5
Es ist schwer, eingangs die richtigen Worte zu finden um einen Kommentar zu Nazo no Kanojo X einzuleiten. Es ist wohl die äußerst skurrile Thematik, die sich konsequent und in sich logisch durch den Anime zieht, die es mir schwer macht, Worte zu finden, die nur einleiten und zwar ohne dabei gleich auf mögliche Vorurteile einzugehen. Denn an sich hat man es mit einer ganz normalen Schulromanze zu tun.


"I may not be smiling, but it's me nonetheless."
Akira Tsubaki, ein ganz normaler Schüler, der mit dem weiblichen Geschlecht an sich keine Verbindung hat oder hatte und sein normales Leben genießt. Bis er eines Tages den vom mittäglichen Schlaf auf dem Tisch zurück gebliebenen Speichel seiner neuen Mitschülerin Urabe Mikoto, die durch ihr merkwürdiges Verhalten über den Tag schon einige Mal aufgefallen ist, probiert. Prompt bemerkt Akira Tsubaki einige Veränderungen in seinem Körper und erkrankt sogar. Er wird aber von Urabe Mikoto durch ihren Speichel geheilt und der Anime nimmt von dort seinen Lauf.

Es ist sehr leicht zu erahnen, dass Nazo no Kanojo X einen doch minder starken Fokus auf das vom Menschen im Mund gebildete Sekret liegt. Für manche mag das abschreckend wirken und persönlich war ich von dieser Art des zärtlichen Miteinander in einer Beziehung anfänglich auch. Dazu kommt noch die deutliche und dadurch etwas extreme Darstellung des Speichels hinzu und der erste Eindruck der Serie war besudelt.

Diese Impression soll aber nicht über den kompletten Anime entscheiden und anfängliche Widerstände lösten sich schnell. Nazo no Kanojo X präsentiert eine solide Schulromanze von zwei recht unterschiedlichen Protagonisten, deren Gefühlsaustausch auf etwas andere Art verläuft. Dabei kommt der Speichelthematik sogar eine besondere Rolle zu. Dieser dient zur Kommunikation von ansonsten schwer in Worte zu fassenden Gefühle und bringt somit eine Ehrlichkeit in die Romanze, die selten besser offenbart wurde.

Die beiden Protagonisten wirken in diesem Zusammenhang besonders gut mit. So hat Akira Tsubaki durch seine Unerfahrenheit ein sehr schüchternes, gar zaghaftes Auftreten und Probleme, seine Gefühlswelt offen an den Tag zu legen, da ihm die Grenzen, die ihm durch den Stand der Beziehung vorgegeben ist, nicht bekannt sind. Seine surrealen Träume verstärken und visualisieren dabei seine inneren Lüste und sein Speichel „erzählt“ dies seiner Freundin. Urabe Mikoto ist dagegen anfänglich selbstbewusster und scheint das Tempo vorzugeben, wobei Akira Tsubaki einfach nur mitgeschleppt wird. Dennoch stößt sie auf ihre Grenzen und befindet sich häufig in Situationen, mit denen sie nicht vertraut ist und dies auch offen an den Tag legt. Urabe greift dabei häufig auf ihre Papierschere (in ihrer Unterhose) zurück und bringt wahrliche Meisterleistungen mit dieser in atemberaubender Geschwindigkeit an den Tag. An sich nicht nur nett anzusehen, sondern auch förderlich für das Offenlegen ihrer Gefühlswelt. Diese Offenheit der Protagonisten machen beide äußerst sympathisch und es fällt einem sehr leicht, sich mit ihnen bei der Thematik erste Liebe/Beziehung zu identifizieren.

Hinzu kommt noch eine sehr angenehme BGM, die nicht aufdringlich die richtigen Szenen musikalisch untermalt und von sehr intensiven Farbdarstellungen im Hintergrund und der Beleuchtung unterstützt wird. Der Zeichenstil ist dabei sehr an ältere Animes bezüglich Charakterdesign angelehnt und bildet den perfekten zeichnerischen Kontrast zur derzeitigen Moe-Welle, der aufgrund der doch eher ernst umgesetzten Thematik nötig ist. Die doch sehr häufig auftretenden Szenen einer leicht bis gar nicht bekleideten Urabe Mikoto können zwar generell in diesem Zusammenhang als Fanservice bezeichnet werden. Doch im Gegensatz zur simplen Befriedigung lüsterner Blicke sind diese Szenen eher als Stilmittel zur Verstärkung gegebener Umstände benutzt worden. Damit grenzt sich Nazo no Kanojo X stark von einigen Vertretern aus dem Genre ab.


"And in the future, I want to become that kind of person to you."
Nazo no Kanojo X ist eine solide Schulromanze, die sich mit der Thematik der ersten Beziehung und der sich dadurch ergebenen Unwissenheit der beiden Protagonisten befasst. Dabei punktet der Anime durch die gezeigte Offenheit in der Beziehung, die durch eine sehr einzigartige Weise gewährleistet wird - nämlich durch den Austausch von Speichel.

82/100
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Avatar: Aodhan
V.I.P.
#6
Die geheimnisvolle romantische Komödie ist als Anime sogar noch besser als der Manga. Das Team vom Regisseur Ayumu Watanabe hat die Geschichte gut umgesetzt und sie vor allem geschickt verkürzt. Von den Längen der Vorlage merkt man hier gar nichts.

Mysterious Girlfriend X ist nicht nur wegen der titelgebenden Figur ungewöhnlich, sondern auch wegen der in diesem Genre unüblichen Ausgangslage: Die beiden Protagonisten sind praktisch von Anfang an ein Paar. Allerdings verläuft ihre Beziehung alles andere als normal und das hat nicht nur mit der Handlung zu tun. Man sollte sich schon darauf einstellen, dass der Autor des Mangas ein ziemlich konservatives Bild von einer Beziehung hat - die Reihe erscheint nicht ohne Grund in der Afternoon, einem ziemlich altbackenen Magazin. Viele der kleinen Geschichten, aus denen die episodische Handlung zusammengesetzt ist, sind letztendlich nichts anderes als Service.

Der ist zwar nicht plump, aber oft ziemlich gewöhnungsbedürftig. Anscheinend sollen hier Menschen mit besonders ungewöhnlichen Fetischen angesprochen werden. Ich finde die Sache mit der Spucke von der Vorstellung her eigentlich ekelhaft, aber gezeichnet stört sie mich komischerweise nicht. Weder im Manga noch im Anime, obwohl hier die Spucke sogar noch übertriebener dargestellt wird (Spucke sieht nicht wie Sirup aus). Einen Realfilm von Mysterious Girlfriend X würde ich mir jedenfalls nicht ansehen. Es gibt aber auch normale Service-Szenen, die ich sogar recht erotisch finde. Besser als beim typischen Ecchi-Anime sind sie auf jeden Fall.

Die Umsetzung ist dem Team wie gesagt gelungen. Obwohl die Episoden aus Kapiteln zusammengesetzt wurden, die meistens gar nicht aufeinander folgen, wirkt der Anime wie aus einem Guss. Selbst als Manga-Kenner ist mir beim Schauen manchmal gar nicht aufgefallen, dass die in der Episode umgesetzten Kapitel eigentlich zeitlich weit auseinander liegen. Die Animationen sind zwar nicht außergewöhnlich, aber meiner Meinung nach schon überdurchschnittlich. Besonders gut hat mir der Soundtrack gefallen. Es ist schon lange her, dass ich in einem aktuellen Anime mal so gute Musik gehört habe. Ihr Stil erinnert mich ein wenig an Yann Tiersen. Sie passt perfekt zur geheimnisvollen Heldin.

Urabe ist sicher der Hauptgrund, warum mir Mysterious Girlfriend X so gut gefällt. Ich finde ihre exzentrische und verschlossene Persönlichkeit sehr sympathisch. So sehr, dass ich auch über die antiquierten Vorstellungen des Autors hinwegsehen kann (s. o.) Die Heldin ist, bevor das missverstanden wird, jetzt nicht devot oder so, sie hat schon ihren eigenen (Dick)Kopf, aber trotzdem merkt man natürlich, dass sie letztendlich immer den Erwartungen der konservativen Leser gerecht werden soll. Die männliche Hauptfigur, Tsubaki, ist im krassen Gegensatz zu Urabe 08/15, wobei es bei ihm noch eine positive Art der Durchschnittlichkeit ist. Im Anime fand ich ihn wegen dem Sprecher ein Stück weit besser als im Manga - vielleicht weil er ihn so putzig rüberbringt.
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Avatar: BONSIWELLS#7
Anspruch:7
Action:4
Humor:6
Spannung:10
Erotik:6
Mein erster Kommentar! Dieser Anime hat irgendwas. Ich kann nicht genau beschreiben was es ist, aber ich vermute es ist einfach diese dezente Romanze die sich langsam entwickelt und mit wenig Fanservice etc. auskommt. Da stört auch das in den ersten Episoden als "oh mein Gott ich muss mich übergeben Speichel lecken" empfundene Prozedere irgendwann nicht mehr. Ich muss sagen ich wurde sehr gut unterhalten, Romance ist für mich immer sehr wichtig, schön auch das hier auf dramatische Elemente verzichtet wurde. Schaut es euch an, es ist kein Toradora oder LOvely Complex, aber es ist kurzweilig und mal was anderes.

PS: Ist man eigetnlich ein verkappter Perversling, wenn man so einen Anime als Toptitel einstuft?
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Avatar: Lucius#8
Ungewöhnliche Animes sind selten. Durch ihre "Ungewöhnlichkeit" wollen sie sich aus dem Einheitsbrei abheben und trotzdem für gute Unterhaltung sorgen. Der Anime Nazo no Kanojo X versucht mit seiner etwas anderen Protagonistin und der Speichel-Idee Aufmerksamkeit erregen. Dies hat er bei mir geschafft, aber leider blieb es nur dabei.


Die Geschichte handelt von dem mysteriösen Mädchen Urabe Mikoto und dem typischen Oberschüler Tsubaki Akira. Eines Tages als Tsubaki die Speichel von Urabe probiert, wird er schwer krank. Erst durch den erneuten Zufuhr von Urabes Speichel wird er genesen. Da ihre Speichel für ihn ab diesem Tag notwendig ist, beschließen die beiden ein Paar zu werden. Doch wie jedes Pärchen in einem Anime, wird auch dieses vor allerlei Problemen gestellt, die es gemeinsam zu lösen gilt.

Die Charaktere fand ich nicht wirklich gelungen. Einzig Urabe mit ihrer etwas geheimnisvollen und mysteriösen Art hob sich von den anderen ab. Sie war auch die einzige, die eine kleine Charakterentwicklung durchmachte, der Rest blieb in der letzen Folge wie in der ersten Folge blass. Aber ich kann auch ohne Charakterentwicklung leben, solange die Charaktere mir auch sympathisch gesonnen sind. Doch auch dies blieb mir auch verwehrt, deshalb wurde ich mit keinem der Personen richtig warm.

Die Speichel-Idee ist war erfrischend anders und originell, nutzte sich aber schnell ab. Diese Idee wurde nicht wirklich ausgenutzt, sodass das Potential auf halber Strecke zurück blieb. Ich fand sie auch nicht wirklich appetitlich, obwohl man das schon zig Male in Hentais gesehen hat. Womöglich liegt es an den Charakteren ...

Fazit:
Ein ungewöhnlicher Anime für ungewöhnliche Zuseher. Wer die erste Folge mochte, wird auch die restlichen zwölf mögen. Alle anderen lassen lieber die Finger davon, denn das Niveau bleibt von der ersten Folge an bis zum Schluss konstant gleich. Keine wirklichen Wendungen, keinen richtigen romantischen Momente - Nazo no Kanojo X ist das Kunststück einer ungewöhnlichen Romanze nicht geglückt.
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Avatar: uid-25823#9
Ein komischer Anime. Die, die auf Sabber stehen, werden dem sicher etwas abgewinnen können, der Rest darf sich immerhin freuen, dass die Macher keine Exkrementophilie haben.
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Avatar: Animedetektiv#10
Es gibt doch nicht erotischeres als den Speichel der Mitmenschen. Nein? Denn genau das ist das wohl zentrale Plotelement von "Nazo no Kanojo X". Trotzdem sollten auch die Befremdeten unter Euch den Anime nicht in die Ecke des ekeligen Mülls stellen. Denn die Serie kann auf ganzer Linie überzeugen und gehört meines Erachtens zweifelsohne zur Oberliga der Romcoms der letzten Jahre.

Der Anime ist im Grunde episodisch. Doch trotzdem fühlt er sich wie ein homogenes Gebilde an und man fiebert daher stets der nächsten Folge entgegen. Es geht um den Jungen Akira Tsubaki, der eines Tages von der Spucke kostet, den die mysteriöse seltsame neue Schülerin Mikoto Urabe beim Schlafen auf ihrem Tisch hinterlassen hat. In Folge wird Akira nach einiger Zeit krank, er leidet unter Entzug! Als einizes Gegenmittel entpuppt sich eine tägliche Ration von Urabes Sabber. Die beiden sind durch ihre Spucke miteinander verbunden, sie können durch dessen Konsumieren die aktuelle Gefühle des Urhebers zum Zeitpunkt des Spuckens selbst durchleben. Wenig überraschend kommen die ungleichen Protagonisten zusammen und werden schon zu Beginn der Serie ein Paar. Von da an macht der Plot keine allzu großen Sprünge mehr. Das trübt den Gesamteindruck nicht sonderlich, denn "Nazo no Kanojo X" bezieht seinen Faszination genretypisch nicht vordergründig aus der Güte der Story.

Ein überaus positiver Aspekt des Werks ist tatsächlich der Sabber als relevanter Teil der Geschichte! Denn dies hebt den Anime aus der Masse der Standard-Romcoms und macht ihn in gewisser Weise einzigartig. Auch gelingt es den Machern tatsächlich, dass auch bei den Spucke-Lutsch-Szenen kein Ekel aufkommt, man diese bisweilen sogar selbst als erotisch wahrnimmt. Allgemeins spart die Serie mit Sicherheit nicht mit erotischen Fantasien und Fanservice und Ecchi. Dies ist in der Regel nicht so wirklich mein Fall, aber glücklicherweise entpuppen sich diese Elemente als weit sympathischer und reizender als der plumpe 08/15-Ecchi vieler heutiger Animes. Trotzdem steht eine Fokussierung von "Nazo no Kanojo X" auf den männlichen Zuschauer außer Frage. Das soll nicht heißen, dass weibliche Leser sich nicht auch für die Serie erwärmen könnten. Aber man merkt die Intention des Autors eben docht deutlich, Urabe zum Gefallen der (männlichen) Zuschauer zu konzepieren. Auch die quasi ausschließliche Beleuchtung der Gedanken Tsubakis, ohne sich großartig in die erzählerische Perspektive seiner Freundin zu begeben, passt da ins Bild. Dies ist einerseits etwas schade, andererseits wäre sonst die mysteriöse Aura Urabes schnell verflogen, was genau aus diesem Grund gegen Ende des Animes auch ein Stück weit geschieht. Überdies wird so eine sehr detaillierte Darstellung der Gefühle und Gedanken des Protagonisten ermöglicht. Eine große Stärke der Serie liegt definitiv darin, diese auch metaphorisch zu vermitteln, etwa durch seine Träume, die Bebilderung oder die Musik.

Wie eigentlich jede romantische Komödie lebt "Nazo no Kanojo" von seinen Charakteren. Der Hauptheld Akira Tsubaki ist ein glaubhaftes Beispiel eines verliebten 17-Jährigen. Vielleicht etwas pervers, vielleicht etwas schüchtern, aber dennoch immer absolut sympathisch. Die recht realistische Darstellung seiner Liebe und Unerfahrenheit und den darus resultierenden Gedanken und Handlungen ist bemerkenswert. Nur wenigen anderen Animes gelingt das ähnlich gut. Sein Schwarm Mikoto ist dagegen völlig unkonventionell und bleibt daher nachhaltig im Gedächtnis. Es ist eine Freude, eine so außergewöhnlich und interessante Person erleben zu können. Ihr Scherenfetisch, ihr sehr spezielles Verständnis von einer romantischen Beziehung, ja generell ihre Charakterzüge bereiteten mir einen großen Spaß und katapultieren Urabe damit in meiner Animefiguren-Topliste sofort weit nach oben.

Positiv herauszuheben ist auch die großartige Inszenierung. Animationen und Bild bewegen sich auf überdurchschnittlichem Niveau. Durch das Spiel mit Lichtern und Farben wird die Stimmung jeweilige Szene gelungen Unterstrichen und insgesamt eine wunderschöne einzigartige Atmosphäre erzeugt, die mich völlig in ihren Bann ziehen konnte. Warm und sympathisch, aber trotzdem irgendwie mysteriös. Auch die musikalische Untermalung fällt hier nicht ab. Der Sountrack ist sehr stimmig und treffend, das Opening und Ending ein wahrer Genuss und fügt sich perfekt in das Ambiente der Serie ein

Fazit:
Wer an Romcoms seinen Gefallen findet, kommt um "Nazo no Kanojo X" eigentlich nicht herum. Die Innovativität, der interessante Storyansatz, die völlig überzeugenden Charktere und die charmante, von Bild und Ton getragene Atmosphäre machen den Anime zu einem Highlight. Gerade wer in dem verbrauchten Genre nach etwas Neuem sucht, sollte der Serie unbedingt eine Chance geben.
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