Penguindrum (2011)Mawaru Penguindrum / 輪るピングドラム

Anime Beschreibung

Anime: Penguindrum
© cikuni chowder,pengroup
Die drei Geschwister Kanba, Shouma und Himari leben zusammen in dem Takakura-Haus. Himari, die in einem schlechten Gesundheitszustand ist, ist so gut wie jeden Tag im Krankenhaus. Eines Tages, als die Geschwister auf einem Ausflug in das Aquarium sind, bricht Himari zusammen. Die Ärzte erklären den beiden Zwillingen, dass nichts für Himari getan werden kann, doch dann geschieht ein Wunder …
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
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Anime Rezensionen

Avatar: Pilop
V.I.P.
#1
Wenn Kunihiko Ikuhara einen Anime macht, dann darf man sich ruhigen Gewissens auf ein originelles Werk einstellen. Und nicht anders ist es mit Mawaru Penguindrum gekommen. Eine aberwitzige Geschichte über die Wirren des Schicksals und den Kampf gegen selbiges, in der man sich nicht nur an einer rasanten Handlung erfreuen darf, sondern auch durch häufig grandiose Inszenierung verwöhnt wird.


Wenn sich eine der Hauptfiguren in eine Art Pinguin-Magical-Girl verwandelt, blaue, pummelige Pinguine als Comedy-Sidekick durch die Serie wandeln und geradezu ein gordischer Knoten die verschiedenen Schicksale der Protagonisten aneinanderknüpft, dann kann das entweder einen krampfhaften Versuch anders zu sein darstellen oder das Produkt eines der schon selten gewordenen kreativen Geister der Anime-Industrie sein. Nach Utena konnte man bei Ikuharas nächster großen Serie wieder Originelles erwarten und man wurde nicht enttäuscht. Von der ersten bis zur letzten Episode bekommt man eine rasante Handlung voller absurder Elemente präsentiert, die mit allerlei interpretationsbedürftiger Symbolik aufgeladen wurde und im Gegensatz zu vielen anderen Anime auch das Kunststück schafft Drama und Komödie zu verbinden. Vergleicht man die Serie mit Utena, dann lässt sich ein deutlich klareres Handlungskonzept feststellen, in dem die Rasanz und Plot Twists dann aber mitunter auf Kosten der Charaktere gehen. Diese werden – wie auch der Zuschauer – von den Entwicklungen und Wendungen mit- und hin und her gerissen, so dass es irgendwann zu einer Unmöglichkeit wird der Fülle an Entwicklungen, Hintergründen und oft auch nur in Form von Metaphern angedeuteten Informationen noch zur Gänze zu folgen. Wäre dieses langsame Entgleiten einer völlig durchblickbaren Handlung in anderen Anime schnell ein großes Manko, stellt sich einem bei Mawaru Penguindrum ob des Gezeigten eher Staunen ein, werden die eigenen Erwartungen doch am laufenden Band durchkreuzt. Man mag jetzt einwenden das sei Effekthascherei und doch lässt sich die erzielte Wirkung nicht bestreiten. Die Kombination der absurden Elemente mit den bereits erwähnten häufigen Metaphern und symbolischen Elementen, sowie mit einer Inszenierung, deren Qualität man als absolute Ausnahmeerscheinung bezeichnen kann, vermag es den Anime aus einer rein rationalen Betrachtungsweise herauszuheben und ihn als ein Werk voller Ideen zu sehen, das man ohne weitere Erläuterungen wohl auch nie zur Gänze begreifen wird. Selbst das die Geschichte abschließende, aber viele Fragen offen lassende Ende, verzeiht man der Serie leicht angesichts der einfach nur tollen Inszenierung desselbigen. Und in Wirklichkeit hat man zu diesem Zeitpunkt ja sowieso nicht mehr erwartet sich am Ende über alles im Klaren zu sein.

Fazit:
Eines der schon selten gewordenen Animewerke, denen man die Persönlichkeit und die Ideen ihrer Macher noch anmerkt. Absurd, skurril, rasant, surreal und einfach nur großartig inszeniert, vermag es Mawaru Penguindrum von Anfang bis Ende zu fesseln und einen irgendwann auch nicht mehr den Anspruch der völligen Nachvollziehbarkeit an die Serie stellen zu lassen, dem sie sonst auch nicht gerecht werden würde. In meiner persönlichen Liste einer der Top 3 Anime des Jahres 2011.
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Avatar: LaxLeon#2
Mawaru Penguindrum

Eines Abends, in der zwielichtigen Bar an der Straßenecke von Ringo-City, treffen sich drei Gestalten, deren kleingewachsenen, etwas pummeligen Silhouetten und der watschelnde Gang schon annähernd verraten, um wen es sich handelt. In der tiefschwärzesten Ecke des Lokals rücken die drei rätselhaften Geschöpfe zusammen und entblößen kurz daraufhin im dämmernen, verrauchten Licht ihrer Tischbeleuchtung ihre Anlitze: Es sind die Pinguine Shogoki, Nigoki und Sangoki!


Die drei Pinguine halten eines ihrer hochgeheimen, stillen Treffen ab, von denen ihre Herrchen und Frauchen Himari, Kanba und Shouma nichts ahnen und planen die ulkigen Schachzüge für den nächsten Tag. Was steht also an? Erneutes Pantsu über den Kopf stülpen? Klimmzüge in der U-Bahn? Frittiertes Fett im Gesicht? Gefangen sein in einem heliozentrischem System? Ein Kampf ums Überleben mit Tako-san? Einfach nur das übliche Pantsu-Spähen (uuuh... blau-weiß gestreift)? Oder doch von allem ein bisschen? Sicher ist im jeden Fall, dass die drei geheimen Helden der Serie Mawaru Penguindrum dem Zuschauer eines mit Garantie versprechen: Ein breites Grinsen vom linken zum rechten Ohr und eine Menge Spaß!

Cut! Cut! Cut! So läuft das hier nicht. Dem Leser wird hier doch grad null Inhalt vermittelt. So geht das nicht. Nochmal alles auf Anfang. Wir beginn von vorne. Penguindrum dreht sich zu allererst einmal um die Schicksale der drei Geschwister Himari, Shouma und Kanba, die gemeinsam in ihrer Villa Kunterbunt ein eigentlich sehr friedvolles und angenehmes Leben führen. Doch Director, Autor, Kompositeur und Sound Director Kunihiko Ikuhara (Hat der Typ eigentlich alles allein in diesem Anime gemacht? Schon mal den Begriff "Workaholic" gehört?) hat für das kleine Familiendasein der drei einige große Überraschungen parat, die dem Zuschauer einen "What the fucking hell is going on in this series?"-Moment nach dem anderen bescheren. Allein von der optischen Ausarbeitung her, die merklich an sein früheres Werk Utena angelehnt ist, sticht Penguindrum unter der Masse der Anime der letzten Jahre einfach heraus. Es steckt eine Menge Geld in der Animationsarbeit von Penguindrum, das verrät nur ein kurzer Blick auf die wirklich laaange Liste an Animatoren, die hier mitgewirkt haben. Es wirkt geradezu spielerisch mit verschiedenen Stilmitteln wie Lichtreflexen, starker Stilisierung oder detailverliebter Hintergrundgestaltung experimentiert, was sich ingesamt trotz aller Brüche in einem großen Bild zusammenfügt und den Zuschauer beeindruckt. Ebenso ist Penguindrum musikalisch sehr variationsreich. Das bekommt man gerade bei den jede Episode wechselnden Endings immer wieder zu spüren. Zu den Charakteren oder der Handlung braucht und kann man schlichtweg nichts genaueres sagen, ohne großspurig auf die Spoilerschiene zu fahren. Nur eines will ich hierzu sagen: Das Finale ist eines der optisch beeindruckendsten, metaphorischten und komplexesten der Animegeschichte und rundet das Werk vollkommen ab, sodass ich deswegen nochmal einen 5%igen Bonus auf meine Wertung draufgeschlagen habe.

Fazit:
"Fabulous Max!" - Ich sprach schon von einem Ausnahmewerk der letzten Jahre und bleibe auch bei dieser Einstellung. Mawaru Penguindrum zeigt selbst langjährigen Anime Guckern, dass nichts fest in Stein gemeißelt ist nach abertausenden von Animewerken, sondern auch heute noch Ideen und Innovationen möglich sind, die passend insziniert und umgesetzt werden können. Die Handlung ist schlichtweg spannend, verworren und tiefgründig, die Comedy in den reinen Witzel-Episoden meist überragend komisch und trotz dramatischer und wichtiger Ereignisse in der Geschichte wird niemals diese Mischung außer acht gelassen und bis zum Ende hin von den drei geheimen Helden der Serie getragen. Meine Empfehlung lautet also: Wer sich Penguindrum entgehen lässt, verpasst damit wirklich ein Werk Animegeschichte, dass in vielen Fällen seines gleichen sucht und oftmals noch nicht gefunden hat. Anschauen ist absolute Pflicht!

In diesem Sinne:
9.0 von 10 Seizou Senryaku!
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Avatar: Eliholz
V.I.P.
#3
Anspruch:sehr viel
Action:mittel
Humor:mittel
Spannung:sehr viel
Soundtrack:10
Destination des Schicksals

Es soll sie ja geben: Anime, die die Augen feucht werden lassen. Nicht etwa wegen der traurigen Geschichte, nein, ich rede von Tränen der Freude darüber, wie gut der Anime ist. Und genau so ein Anime ist Mawaru Penguindrum für mich.


Wieso schafft er das? Aus der Beschreibung werde ich nämlich nicht schlau.

Das ist auch Sinn der Sache. Der Anime zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass man ein Setting präsentiert bekommt, in dem man gar nicht so richtig weiß, was jetzt passieren soll. Die Hintergründe der Charaktere liegen im Dunkeln und zusammen mit fantastischen Elementen entsteht ein Interesse weckendes Mystery-Setting. Dabei werden immer wieder mehrere Flashbacks in die Handlung eingeschoben, die das aktuelle Geschehen näher erläutern, gleichzeitig in Kombination mit der Handlung aber auch immer wieder neue Fragen aufstellen, deren Antwort nur schwer ersichtlich ist. Und trotzdem wirkt das Ganze nicht an den Haaren herbeigezogen.

Wird es dann aber nicht schwer, sich mit den Charakteren zu identifizieren?

Die Rolle der Identifikationsfigur liegt wohl hauptsächlich bei Shouma, aber ja, so richtig identifizieren soll man sich mit den Figuren nicht. Vielmehr werden sie von ihren Hintergründen getragen, die sich nach und nach offenbaren und gleichzeitig ist hier ein Rewatch wirklich sinnvoll. Allein die Charaktere erneut zu betrachten mit dem Unterschied, dass ihre Absichten von vornerein klar sind, gibt der Serie nochmal ein ganz anderes Gefühl und Gespräche zwischen Personen erstrahlen in ganz anderem Licht und lösen teils einen Aha-Effekt aus.

Also ist der Anime keine leichte Kost?

Das könnte man so stehen lassen. Der Anime glänzt vor allem durch ein hohes Erzähltempo, in einer Episode geschieht oft mehr als in manch einem Anime in einer ganzen Season. Desweiteren spielt der Anime mit Symbolik, es gibt Parabeln, Metaphern, kitschige Märchenfantasien und noch viel mehr. Hauptthema des Anime ist das Schicksal, welches sich konstant und gut ausgearbeitet durch die Handlung zieht. Ich denke, ich würde mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, wenn ich sagen würde, dass dieser Anime ein großes Kunstwerk ist.
Der Erzählstil hebt sich an den wichtigen Stellen hervor und das gleiche gilt für die Inszenierung, die sich wirklich an so gut wie jede Szene nahezu perfekt anpasst. Die vielen verschiedenen Kamerawinkel, die Szenenwechsel, die kurzen Nahaufnahmen handlungsrelevanter Gegenstände, es wirkt in sich ungemein stimmig. An den Stellen, von denen man richtig gute Animation erwartet, ist diese auch da, wobei diese sich generell auf einem hohen Niveau befindet. Allein die Hintergründe sind oft der Wahnsinn, wenn man sich das kunterbunte Haus der Takakuras anschaut. Man bekommt hier einfach optische Feinkost geboten, die man sonst nur selten sieht, mit hin und wieder atemberaubenden Lichteffekten oder malerischen Kulissen, wobei dies alles vom Finale in den Schatten gestellt werden soll.
Auch der Soundtrack ist interessant und vor allem sehr abwechslungsreich, wie es eigentlich der ganze Anime ist. Die Musik reicht von Klassik bis zu Pop-Songs der Synchronsprecher der Charaktere Himari, Hikari und Hibari, deren Songs allesamt Cover der Band ARB darstellen. Die meisten davon werden aber nur als Ending gebraucht. Die Hintergrundmelodien sind sehr wirkungsvoll auf die einzelnen Szenen abgestimmt, ob in der Comedy, in dramatischen Momenten oder in bedrohlichen Szenen, es passt einfach wunderbar und hier würde ich auch sagen, dass der Soundtrack den Anime besser macht. Aber Achtung, es sind in der Regel keine Melodien, die man für sich hören kann, dafür sind sie nicht prägnant genug.

Das hört sich ja sehr spezifisch an, gibt es auch einfachere Unterhaltung?

Ja, die gibt es tatsächlich, auch wenn diese ebenfalls nicht standardmäßig ist. Die Serie wird nämlich zusätzlich von einigen Pinguinen getragen, deren Aktionen größtenteils im Hintergrund stattfinden. Dabei treiben diese so allerlei Albernheiten, die wirklich sehr sehr lustig sind und vor allem ideenreich. Man mag meinen, dass es nicht passen würde, aber genau das tut es. Die Pinguine fügen sich hervorragend in das Gesamtbild der Serie ein, was wohl an den vielen „seltsamen“ Elementen liegt, die sich in einer auf den ersten Blick normalen Welt befinden und so eine ganz eigene entstehen lassen.
Generell schafft der Anime es gekonnt Drama und Comedy zu verbinden. Die Figuren sind facettenreich und nicht stereotyp, auch wenn sie überzeichnet sind, was sie gleichzeitig aber auch ausmacht. Kanba ist ein wahrer Frauenheld, bricht unzähligen Mädchen das Herz, ist aber gleichzeitig auch sehr fürsorglich. Shouma ist in Sachen Liebe eher schüchtern und schwerer von Begriff. Himari ist ein liebevolles vierzehnjähriges Mädchen, welches gerne kindisch herumalbert. Es gibt noch unzählige weitere Charaktere, aber ich will ja nicht zu viel verraten.

Kann ich noch ein Fazit bekommen? Das war ja jetzt doch ganz schön viel.

Aber sicher. Mawaru Penguindrum sei allen Freunden von von Symbolik geraten, Freunden von schnellem Handlungstempo, Freunden von mysteriösen Charakteren und Freunden von Pinguinen sowie Fans von Shoujo Kakumei Utena. Der Anime hält seine Spannung, indem er nach und nach das Grundgerüst der Handlung erklärt und dabei immer weitere Fragen auftauchen lässt. Das alles verpackt in einer künstlerisch hochwertigen Inszenierung, die man allemal als „Fabulous Max“ bezeichnen kann, macht dieses Meisterwerk von Kunihiko Ikuhara aus. Denn auch wenn man selbst nach zweimaligen Schauen den Anime nicht völlig begreift: Anschauen ist knallharte Pflicht!
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Avatar: Aodhan
V.I.P.
#4
Kunihiko Ikuhara, der Verantwortliche hinter Mawaru Penguindrum, wird ja spätestens seit Utena als Ausnahmeregisseur gehandelt und sein neustes Werk ist auch wirklich sehr ungewöhnlich und von hohem Unterhaltungswert - wenn man keine großen Ansprüche an die Handlung stellt, die bei diesem Fantasy-Drama sicherlich der größte Schwachpunkt ist.

Die Art WIE Ikuhara erzählt ist wieder verrückt, einfallsreich und surreal, darüber möchte ich mich gar nicht beklagen, aber das WAS er erzählt ist in so gut wie jeder Hinsicht schlechter als bei Utena. Vielleicht hab ich Utena mehr verziehen, weil der Anime eine Art modernes Märchen ist (das Märchensetting hat mir auch besser gefallen als das von Penguindrum) und es von Anfang an klar war, dass die Handlung dort keinen roten Faden besitzt. Das kann schon sein. Jedenfalls hat mich der Plot bei Utena nicht so gestört wie bei Penguindrum. Diesmal hat Ikuhara versucht eine zusammenhängende Geschichte zu erzählen, aber damit hat er irgendwie genau das Gegenteil erreicht, denn mir kam sie oft wahllos und unsinnig konstruiert vor. Das zeigt sich besonders bei den plot twists, die nur selten nachvollziehbar waren, sondern wohl hauptsächlich deswegen eingebaut wurden, damit der Zuschauer denkt: damit hätte ich nie gerechnet. Mit anderen Worten: Die Wendungen waren oft unglaubwürdig. Im Vergleich mit Utena fehlt der Serie schon einiges. Sie ist nicht so (auf eine positive Art) anarchisch, der ganze Subtext fehlt weitgehend und die Inszenierung kommt auch nicht ganz an die des Vorgängers heran (trotzdem ist sie immer noch sehr gut, wie gesagt).

Nun zu den Charakteren, bei denen gibt es genauso Licht und Schatten. Einige fand ich sympathisch, andere ziemlich mau, manche sogar überflüssig. Das ist sowieso ein allgemeines Problen japanischer Geschichten: Es werden oft zu viele Figuren eingebaut. Deswegen bleiben einige zwangsläufig auf der Strecke, sprich man erfährt viel zu wenig über sie und ihre Beweggründe. Doch selbst die sympathischen und wichtigen Figuren werden für meinen Geschmack zu oberflächlich abgehandelt und durch die zusammenhängende Handlung fehlt bei Penguindrum diese Aufteilung in "Charakter-Arcs", die Utena noch hatte. Außerdem wechseln die Figuren manchmal arg schnell ihre Einstellung, ihr Verhalten ist also nicht immer nachvollziehbar. Insgesamt gesehen finde ich die Charaktere schon ganz ok, aber besonders gut sind sie auch nicht. Ich hab mehr erwartet. Die Pinguine andererseits sind lustig und toll.

Ikuhara ist meiner Meinung nach nicht das Meisterwerk gelungen, das einige im Anime schon sehen, nicht mal in Hinblick auf die Inszenierung, denn ich hab in letzter Zeit einige Animes geschaut, die mindestens genauso gut waren, zum Beispiel ein paar von Shinbo oder Katanagatari. Was aber nicht bedeutet, dass Penguindrum schlecht ist. Der Anime hat mich gut unterhalten und das reicht mir schon.
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Avatar: PhryneMandelbrot#5
性存戦略、しましょうか? / Let's initiate the Survival Strategy!

Selten hat die erste Episode eines Animes in den Zuschauern derart unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Die Meinungen ließen sich größtenteils in zwei Gruppen einordnen: Während die einen glaubten ein Meisterwerk gefunden zu haben, dass alles bisher da gewesene in den Schatten stelle, eine Serie, die sich schon in den ersten 10 Minuten den Kultstatus errungen habe, schalteten die anderen möglichst schnell ihren Computer aus, in der Hoffunung, den "Unsinn", den sie da gerade gesehen haben möglichst schnell wieder zu vergessen. War letzteres wirklich gerechtfertigt oder sollte man dem Anime nicht wenigstens eine Chance geben?
Ist Mawaru Penguindrum wirklich ein innovatives Meisterwerk oder doch eher an den Haaren herbeigezogener Quatsch? Und vor allem, was haben die Pinguine damit zu tun!?


イマ-ジン / Imagine!

Mawaru Penguindrum ist die Geschichte der drei Geschwister Himari, Kanba und Shouma, deren Leben eine schicksalhafte Wendung nimmt. Die junge Himari verliert das Bewusstsein und ihr Überleben kann nur mit Hilfe eines Wunders gesichert werden. Um ihre Schwester vor dem sicheren Tod zu bewahren, müssen die Zwillinge Kanba und Shouma die sagenumwobene "Penguindrum" finden, deren Name gleichzeitig der einzige Hinweis über den Gegenstand ist. Unterstützt werden sie dabei von drei blauen Pinguinen, die für alle anderen Menschen unsichtbar sind, sowie von einem magischen Hut, der von Zeit zu Zeit Himaris Körper in Besitz nimmt.
Die Reise zur "Endstation Schicksal" nimmt ihren Lauf.


痺れるね/ ELECTRIFYING

Zentrales Motiv der Serie ist die Frage, ob es wirklich so etwas wie Schicksal gibt und ob sich der Mensch sich dagegen auflehnen kann. Diese Thematik anhand der umfangreichen "Bahnhofsmetaphorik" darzustellen ist sehr innovativ und zeugt von großen Erfindergeist. So werden zum Beispiel Rückblenden mit einer Anzeigetafel angekündigt und eine Bahnlinie, die immer in der Mitte der Episode zu sehen ist, symbolisiert den roten Faden, der sich durch die Handlung zieht. Der unaufhaltbare Lauf des Schicksals in Richtung Endstation kommt der Fahrt eines Schnellzuges gleich. Diese Fahrten selbst finden in beinahe jeder Episode statt und sind überfüllt mit Hinweisen auf zukünftige Handlungsentwicklungen, aber auch falschen Fährten, sodass man die Serie wohl etliche Male gesehen haben muss, um alle Geheimnisse zu entdecken. Abgesehen von der Funktion als Metapher spielen Züge eine essenzielle Rolle im späteren Verlauf der Handlung. Jene, bei denen die Zahl "95" eine Erinnerung wachruft, werden es sofort merken, andere hingegen wird es früher oder später wie ein Blitz treffen, wenn sich vor dem Bildschirm langsam Klarheit über das, was man da gerade sieht, breitmacht.
Durch das vielfältig genutzte Motiv des Schnellzuges wirkt die Schicksalsthematik nur noch halb so altbacken, doch das alleine reicht natürlich nicht aus. Mawaru Penguindrum spricht viele verschiedene Themenbereiche an. So zum Beispiel: Ist man für die Fehler seiner Eltern und Vorfahren verantwortlich? Kann man einem anderen Menschen seine Liebe aufzwingen? Ist die Gesellschaft so wie sie ist überhaupt erstrebenswert?
Langweilig wird es zumindest nicht. Auch was den Ideenreichtum der Serie betrifft kann man nur staunen. Die Macher von Mawaru Penguindrum brauchen keinesfalls den Hut zu ziehen vor Studios wie Shaft oder Gainax, die den Ruf erlangt haben, ihre Zuschauer immer wieder mit verrückten Ideen zu überraschen. Das Team um Kunihiko Ikuhara hat , was das betrifft, ganze Arbeit geleistet. Die Darstellung der Ereignisse sind teilweise derart abstrakt, dass Zuschauer, die eher realitätsnahe Unterhaltung bevorzugen, überhaupt keinen Spass haben werden. Man sollte sich also nicht wundern, wenn Michelangelos David als riesiger Turm über der Statdt gipfelt oder wenn, selbst in den dramatischsten Szenen, ein Pinguin pornographische Magazine liest oder sich mit Hilfe eine Sprays Kakerlaken vom Leib schafft. Wie absurd das auch scheint, ein Großteil dieser Darstellungen verbergen meist mehr als es zuerst den Anschein hat und so ist dem Zuschauer ein großer Interpretationsfreiraum gegeben. Denn vieles, was anfangs unsinnig und irrelevant erscheint, entpuppt sich später als wichtiger Bestandteil zum Verständnis der Handlung.
Zum Schluss noch eine kurze Stellungnahme zu den Charakteren. Die Protagonisten verbergen allesamt zahllose Geheimnisse, die erst nach und nach ans Licht kommen. Andere hingegen werden als wichtige Charaktere vorgestellt, letztlich nur, um den Zuschauer auf eine falsche Spur zu locken. Die Originalität wird vor allem durch den übertriebenen wie genialen Gebrauch von Leitsprüchen bzw. Catchphrases (Fabulous Max!) gewährleistet. So viel zu den positiven Aspekten.

いやだわ、早く磨り潰さないと / Gosh, I must crush it soon.

Mein größter Kritikpunkt an Mawaru Penguindrum sind die Qualitätsschwankungen, sowohl storytechnisch als auch animationstechnisch. Viel zu lange wird sich an unwichtigen Handlungssträngen aufgehalten, sodass zu wenig Zeit für das Wesentliche bleibt. Nachdem erstmals der Schleier fällt und das große Geheimnis offen ausgesprochen wird, folgt eine Reihe von Einzelepisoden, um auf die Nebencharaktere näher einzugehen. Und nun, kurz vor dem Ende, wird noch einmal alles über den Haufen geworfen, vieles wird aufgeklärt, manchmal glaubhaft, meistens jedoch passen die großen Enthüllungen einfach nicht ins Gesamtbild. Es ist einfach nicht gelungen, das richtige Tempo zu finden, einen Spannungsbogen aufzubauen und deshalb wirkt das Gesamtwerk im Nachhinein betrachtet nur noch halb so überzeugend.
Auch die Zeichnungen, die manchmal wirklich beeindruckend sind, variieren von Episode zu Episode in ihrer Qualität, was sich besonders bei den Gesichtern zeigt.
Musikalisch überzeugt Mawaru Penguindrum, was den OST betrifft. Während man sich bei den verschiedenen Endings viel Mühe gemacht hat, auch im Bezug auf den Inhalt der jeweiligen Episode, wissen die beiden Openings kaum zu überzeugen. Besonders das ständige Aufatmen der Sängerin fällt negativ ins Gewicht.


Fazit:

その答は運命の至る場所にある / The answer is at the destination of fate.

Mawaru Penguindrum ist ein Anime für alle Rätselfreunde und Freigeister und mit Abstand einer der innovativsten Anime der letzten 10 Jahre. Selten wurden so viele kreative Ideen in einer Serie vereint. Jedoch scheitert die Serie schlichtweg daran, das gesamte Potential dieser Ideen zu nutzen und in eine Handlung zu übertragen. Es ist auf keinen Fall ein schlechter Anime, auch wenn in meiner Kritik eine gewisse Enttäuschung mitschwingt. Mawaru Penguindrum hätte das Potential gehabt, den Kultstatus zu erlangen und ein Meilenstein in der Animegeschichte zu werden; so ist es jedoch "nur" ein guter und äußert kreativer Anime.
Und was die Pinguine betrifft, das müsst ihr schon selbst herausfinden.


だよね
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