AnoHana: Die Blume, die wir an jenem Tag sahen (Anime) ➜ Forum ➜ RezensionenAno Hi Mita Hana no Namae o Bokutachi wa Mada Shiranai. / あの日見た花の名前を僕達はまだ知らない。

  • TypTV-Serie
  • Episoden11 (~)
  • Veröffentlicht15. Apr 2011
  • HauptgenresDrama
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonOriginalwerk
  • ZielgruppeMännlich, Weiblich

Anime Rezensionen

Hier findest Du sowohl kurze als auch umfangreichere Rezensionen zum Anime „AnoHana: Die Blume, die wir an jenem Tag sahen“. Dies ist kein Diskussionsthema! Jeder Beitrag im Thema muss eine für sich alleinstehende, selbst verfasste Rezension sein und muss inhaltlich mindestens die Kerngebiete Handlung und Charaktere sowie ein persönliches Fazit enthalten. Du kannst zu einer vorhandenen Rezension allerdings gern einen Kommentar hinterlassen.
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Avatar: SaeL#1
Eine Geschichte über sechs Jugendliche, eine zerrissene Freundschaftsbande und wie sich die
Mitglieder nach Jahren wieder zusammenfinden, um den Wunsch einer verstorbenen Kameradin zu erfüllen. Das Grundkonzept klingt zwar nicht sonderlich innovativ, wurde aber in diesem Anime hervorragend umgesetzt. So beweist sich AnoHana als gelungene Mischung aus Drama mit einzelnen Comedy- und Slice of Life-Elementen, die vor allem durch ihre Charaktere (besonders die Protagonisten) sowie einer konfliktreichen Geschichte zu überzeugen weiß.


Man sollte nicht zu sehr nach einem roten Faden suchen, denn in erster Linie wird auf die Charaktere und ihre persönlichen Probleme eingegangen. Obwohl es zuhauf dramatische Szenen gibt, schafft es der Anime bis zur letzten Folge hin, nicht endgültig in Trauer & Mitleid zu verfallen. Das Beziehungsnetz zwischen den Figuren/ die Konflikte wurden gut ausgearbeitet und entsprechend umgesetzt, die Handlung verlierte nur selten an Spannung.
Umso enttäuschender war dann auch das Ende: die Szenen wirkten durch das Verhalten ausnahmslos aller Beteiligten übertrieben und sollte lediglich den Zuschauer auf die Tränendrüsen zu drücken.
Das größte Problem ist mal wieder die Zeit: Mit nur 11 Episoden lässt sich nicht näher auf alle Charaktere eingehen und auch dem Handlungsverlauf tat das nicht gut. Besonders bei Tsuruko und Poppo macht sich das bemerkbar, auf die mitunter am wenigsten eingegangen wurde. Damit verbunden ist auch, dass der Vorgeschichte der Jugendlichen zu wenig Beachtung geschenkt wurde, welche doch essenziell für die Storyline ist. Hier wurde einiges an Potenzial verschleudert. Hinzu kommt der auffallend häufige Einsatz von Flashbacks: In den meisten Fällen passend eingesetzt, an manchen Stellen deplatziert wirkend.

Der Cast von AnoHana macht einen insgesamt guten Eindruck, man freundet sich schnell mit Ihnen an. Die Protagonisten haben alle ihre kleinen Macken, handeln und verhalten sich größtenteils plausibel und sind doch vielschichtiger als man erwarten könnte.
Sogar Menma, die am ehesten noch zu den Charakterarchetypen zählt (Moe), hinterlässt gegen Ende der Serie einen besseren Eindruck, als man vielleicht erwarten könnte, und fällt trotz ihrer heiteren, unbesonnenen und naiven Art kaum negativ auf.
Auch der Nebencast spielt eine nicht unwesentliche Rolle und trägt sehr zur stimmungsvollen Atmosphäre bei. Hervorzuheben sind hierbei Menma's Mutter und ihr kleiner Bruder.
Kritik gibt es meinerseits an der Glaubwürdigkeit mancher Charaktere. Es mag dem Einen oder Anderen schon unverständlich sein, warum alle Personen nach Jahren immer noch so sehr an der Vergangenheit hängen, das ist allerdings kein wesentliches Manko (zumal es ja Vorraussetzung für den Verlauf der Geschichte ist). An einigen Stellen wird man nur wahrscheinlich zu dem Punkt ankommen, an dem man sich fragt: "Was zum Teufel machen die da gerade?" (s. Anaru & Yukiatsu), auch wenn der Grund für ihr teils unverständliches Handeln aus deren Vergangenheit her erklärbar wäre. Kurz: Die Szenen wirkten in manchen Fällen einfach zu theatralisch - was zum Anime allgemein gar nicht passt.

Animation und Musik:
Die Animationen bewegen sich auf durchschnittlich bis hohem Niveau. Auch die Charaktere sind/wirken – bis auf Menma - nicht zu überzeichnet. Das die Figuren des öfteren ihr äußeres Erscheinen ändern verleiht der Serie mehr Realitätsnähe und einen gewissen Charme, macht allerdings auch sonst einen ganz guten Eindruck.
Generell lässt sich der Soundtrack zu AnoHana gut hören:
Das Opening ergänzt sich gut zur Serie, ist allerdings gewöhnungsbedürftig. Die Hintergrundmusik passt sich den jeweiligen Szenen an und untermalt den Anime an einigen Stellen besonders gut. Besonders anzumerken sei hierbei das Ending, dass sich hervorragend zu AnoHana ergänzt. (Fast) in jeder Episode hat man mit diesem Song die jeweils letzten Szenen untermalt. So lies sich jede Folge stimmungsvoll ausklingen und man selbst als Zuschauer will dann natürlich auch mehr sehen.

Fazit:
AnoHana ist definitiv sehenswert und ich würde den Anime jedem empfehlen, der etwas von Romance- Serienhält. Gut ausgearbeitete Story und ein interessanter Cast bieten angenehme Unterhaltung, die vom sonstigen Standard herausragt.

Mein erster Kommentar, also nicht zu streng bewerten ;)
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Avatar: Eliholz
V.I.P.
#2
Anspruch:mittel
Action:wenig
Humor:mittel
Spannung:viel
Soundtrack:8
AnoHana, ein Anime über eine Gruppe Jugendlicher, die eines verbindet: Einst waren sie Freunde, doch nun haben sie sich aufgrund eines tragischen Unfalls auseinander gelebt. Was war passiert? Diese Frage soll uns der Anime beantworten.


Dabei geht der Anime sehr genau auf die Charaktere ein, wie ihre Gefühle sind, zu sich selbst und zu den anderen. Was bewegt sie und wie sieht es in ihrem Inneren aus. Alle Charaktere scheinen noch nicht so ganz über den Tod ihrer lieben Freundin hinweggekommen zu sein, aus teilweise völlig unterschiedlichen Gründen. Wer aber ist nun das Mädchen, welches nun erneut die Gefühle aus den alten Tagen aufleben lässt? Ihr Name ist Menma, die dem Protagonisten Jintan in Gestalt eines Geistes erscheint. Davon bekommen nach gut 10 Jahren die anderen jetzt mit und wie es der Zufall will, verlaufen die Schicksalsfäden der alten Freunde erneut zu einem Knoten.
Doch die Situation ist nicht mehr die gleiche, viel ist geschehen, vieles anders, vieles gleich, die Freunde sind älter geworden und sie bedrücken neue Sorgen, sei es Liebe, Eifersucht oder Perversion. Genau hier kommt auch Menma als Bindeglied ins Spiel, als einzige der Freunde – da sie ja gestorben ist – ist sie geistig nicht gealtert, hat sich also nicht weiterentwickelt. Häufig begleitet sie Jintan, kindlich und naiv bringt sie ihre Wünsche zum Ausdruck, sie möchte klar, dass jeder fröhlich sein kann, wie Kinder nun einmal sind, unschuldig wie niemand anders.
Die Personenkonstellation in AnoHana wirkt sehr gelungen, zumal die Charaktere allesamt verständlich erläutert werden und jeder klar seine Position bezieht, keiner wird von einer Sekunde auf die andere mit seinen Problemen fertig, generell ist das Tempo sehr angenehm, weder zu hastig noch zu langsam. Das führt dazu, dass man sich gut in die Charaktere hineinversetzen kann, mit ihnen mitfühlt und sich ihnen gutes wünscht. Es ist wirklich faszinierend ihre Entwicklung zu verfolgen, denn unsere jungendliche Gruppe bietet mehr als Eindimensionalität, sie sind vielschichtig und interessant. Anzumerken sei hier noch Poppo, der neben Menma gelegentlich etwas Stimmung in die oft so trübselige Truppe bringt, wichtig, da Menma nur von Jintan gesehen werden kann.

Animationstechnisch darf sich der Anime wirklich sehen lassen, die einzelnen Szenen wirken geschmeidig und versprühen die richtige Dynamik. Während der Schlüsselszenen werden die Animationen nochmal besonders hochgefahren, um ihre Wichtigkeit zu unterstreichen, gerade diese Momente werden einem auch noch viel länger in Erinnerung bleiben. Das Charakterdesign ist optisch hervorragend, die Gesichtzüge wirken wunderbar männlich und bei Menma bekommt selbst der härteste Kerl ein weiches Herz.
Der Soundtrack ist angenehm ruhig, bleibt oft im Hintergrund und dringt sich bei den richtigen Stellen in den Vordergrund, besonders hervorzuheben sei hier das Ending welches oft nahtlos von der Schlussszene in die Credits hinüberläuft und so starkes Gefühlshoch erzeugt, zumal es immer wie die Faust aufs Auge passt. Alle Synchronsprecher leisten einen hervorragenden Job und wissen selbst in emotionalen Höhepunkte ausnahmslos zu überzeugen, ohne kitschig zu wirken.

Bleibt noch, wem ich AnoHana empfehlen würde. Eine glasklare Empfehlung geht an jeden Drama-Fan, der einen etwas tiefgründigeren Anime sucht, also wer hier Action und Friede Freude Eierkuchen sucht, ist hier fehl am Platz. Generell dürfen sich auch Anime-Neueinsteiger mit dem Werk befassen, denn AnoHana macht in jeder Hinsicht vieles richtig, auch wenn man sich gerne noch mehr von Jintan & Co. wünschen würde, aber das Ende lässt eigentlich keine Wünsche offen und ist in jeder Hinsicht eine wahre Explosion der Unterhaltungskunst, großartiger Anime!
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Avatar: Pilop
V.I.P.
#3
Wenn sich das Toradora!-Team erneut zusammenfindet um einen Anime zu kreieren, dann darf man schon mal erhöhte Hoffnungen haben und wenn man dann auch noch etwas Glück hat, wird man wie hier bei AnoHana auch nicht enttäuscht. Eine Geschichte über das Abschließen mit einem einschneidenden Kindheitserlebnis und das Wiederfinden von Freundschaft, die einen von der ersten bis zur letzten Minute gut unterhält – vorausgesetzt man stößt sich nicht an einer guten Portion Melodramatik und Kitsch.


Wie so oft, ist es der Noitamina-Sendeplatz, der einem eine Serie liefert, die sich ein wenig vom üblichen Muster abhebt. Das gilt dabei aber weniger für die Handlung an sich. Dass der Geist einer verstorbenen Kindheitsfreundin um die Erfüllung eines Wunsches bittet und dafür wieder Kontakt zu den einstigen Freunden aufgenommen werden muss, ist jetzt noch nicht wirklich ungewöhnlich. Was die Serie letztendlich von anderen abhebt ist, dass die Figuren natürlicher und mehr wie echte Teenager wirken. Dieser Umstand wirkt sich umso positiver aus, als dass es letztendlich neben der Erlösung von Menma darum geht, wie der verhängnisvolle Tag Jahre zuvor noch immer einen deutlichen Schatten auf das Leben der Mitglieder der Freundesgruppe wirft, die Handlung also in erster Linie auf den Gefühlen der Figuren aufbaut und sich in der Folge auch der Aufarbeitung der Zerwürfnisse widmet, die zwischen ihnen entstanden sind bzw. schon in ihrer Kindheit als schwelende Konflikte existiert haben. Dadurch, dass es sich um eine von vornherein auf diese Länge konzipierte Originalserie handelt, die von fähigen Leuten produziert wurde, bleibt man auch von einem unausgegorenen Aufbau verschont und die Handlung schreitet stimmig und kontinuierlich voran, ist mit einem Wort also gut konzipiert.

Wogegen man nun allerdings keine Abneigung haben darf ist die eingangs erwähnte gute Portion Melodramatik und Kitsch. Es kommt bei einem Setting mit einer verstorbenen Freundin ja nicht wirklich überraschend, aber man gibt sich immer wieder gerne den großen Gefühlen hin, was vor allem gegen Ende hin stärker wird und seinen Höhepunkt in der zweifellos kitschigen finalen Episode hat. Dadurch bleibt der Serie zwar das Tor zu einem wirklich überzeugenden Charakterdrama verschlossen, ebenso wie eine Höchstwertung von meiner Seite, aber es ändert wenig daran, dass der Anime das, was er ist, absolut stimmig und hochwertig umsetzt. Trotz mancher gefühlsmäßiger Übertreibung, wird einem hier Menschlichkeit vermittelt und letztendlich ist die Geschichte trotz allem auch schlicht schön.
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Avatar: Takashiyo#4
AnoHana erzählt die Geschichte rund um Menma, die als Geist einen Kindheitsfreund einige Jahre nach ihrem Tod aufsucht und um Hilfe beim Erfüllen eines bereits längst vergessenen Wunsches bittet, woraus sich ein stimmiges und gut konzipiertes Drama mit vielfältigen Charakteren entwickelt, das aber leider auch stellenweise übertrieben dramatisch inszeniert ist.


Größtenteils im Unklaren bleibt der Zuschauer zunächst über die genaueren Umstände von Menmas Tod und die Aufarbeitung der damaligen Ereignisse erweist sich für die sechs Protagonisten äußerst schwierig. Zwar waren sie einst eine unzertrennliche Gruppe, haben sich aber nach Menmas Tod zerstritten und auseinander gelebt, woraus sich auch der Schwerpunkt von AnoHana ergibt: die Verarbeitung des plötzlichen Todes eines geliebten Menschen. Die sich daraus entwickelnden Konflikte werden gestärkt durch allerhand romantischer Verzweigungen, die nach und nach ans Licht kommen und dazu führen, dass sich die Truppe mit dem Erscheinen Menmas nun all den Problemen stellen müssen, denen sie als Kinder erfolgreich aus dem Weg gegangen sind. Als Resultat dessen entsteht bei den Charakteren ein regelrechtes Gefühlschaos und die Auseinandersetzung mit jenen Gefühlen macht eine der großen Stärken der Serie aus, da die Charaktere authentisch wirken und ihren Emotionen auf unterschiedliche Weise begegnen, was nicht zuletzt die Handlung lenkt.

Einige Szenen wiederum sind leider dramatischer als nötig dargestellt und wirken dadurch etwas kitschig, vor allem zum Ende hin. Allerdings ist es nicht überraschend, dass bei einem derartigen Thema viele Gefühle bei den Charakteren aufkommen und deshalb wird man sich daran auch nicht zu sehr stören. Alles in allem erzählt AnoHana mit einer Länge von gerade mal elf Episoden eine stimmige und zielgerichtete Geschichte, die nicht zuletzt hervorragend präsentiert wird und durchgehend gut unterhält.
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Avatar: Xoveraign#5
Anspruch:10
Action:3
Humor:5
Spannung:7
Erotik:3
Ano Hana ist ein Anime, der mich persönlich so berührt hat, dass ich mich entschlossen habe mich anzumelden, um einen Kommentar über ihn zu schreiben:


Story

Eine Gruppe von Kindheitsfreunden wird vom tragischen Tod einer Freundin namens Menma auseinander gerissen, welche einige Jahre später dem früheren "Anführer" der Gruppe, Jinta, erscheint, da sie offenbar einen unerfüllten Wunsch hat. Bemerkenswert ist, dass sie, genau wie ihre früheren Freunde, im Teenageralter ist und nur Jinta sie sehen kann. Allerdings ist Menma in der Lage mit Objekten zu interagieren und wird auch in Szenen ohne Jinta gezeigt. Ob sie eine Halluzination oder wirklich ein Geist ist bleibt vorerst offen. Schon in der ersten Folge fesselte mich der Anime mehr und mehr. Die traurige Stimmung, das Abschotten vor der Vergangenheit und die plötzliche Konfrontation damit zog mich einfach in ihren Bann.
Da es allerdings nicht nur um Jinta und Meiko(Menma), sondern auch um ihre vier Freunde aus Kindertagen, welche sich alle im Laufe der Serie mehr und mehr der Vergangenheit stellen müssen und feststellen, dass jeder seine eigene Bürde zu tragen hat, dreht, gewinnt der Anime zusätzlich an Tiefe. Auch der Fakt, dass nur Jinta Menma sehen kann, spielt eine tagende Rolle. Ist Jinta verrückt? Glauben ihm die Anderen? Was genau ist denn eigentlich vorgefallen? Diese Fragen beschäftigen den Zuschauer sehr lange, regen aber auch zum weiter schauen an.

Animation

Die Animation ist vielleicht nicht die Beste, die man je gesehen hat, doch auf jeden Fall die Beste, die zu diesem Anime und seiner Thematik passt. Da man weder Riesenroboter, noch Kämpfe mit Geschwindigkeiten über Mach-3 sieht, sondern ganz normale Menschen bei ihrem Alltag gezeigt werden, konzentriert man sich extrem auf die Darstellung der Emotionen und Gefühle. Der Zeichenstil ist wundervoll dafür geeignet und fängt die emotionale Seite so gut ein, dass man in mehr als einer Folge beinahe mal den Tränen freien Lauf lassen möchte.

Musik

Der Soundtrack macht den Anime letztendlich perfekt. Jedes Stück fängt perfekt den entsprechenden Moment ein. Wie ich vorhin schon sagte gibt es keine rasanten Kämpfe, Rennen oder Kartenduelle, weswegen auch nicht viel bombastische vordergründige Kampfthemen oder Ähnliches angespielt werden, sondern eher leise, aber stimmungsvolle Stücke im Hintergrund die einzelnen Szenen untermalen.
Das Ending ist ebenfalls wundervoll gemacht, da es jede Folge schon vor dem eigentlichen Abspann beginnt, wie eine Art Überleitung zur nächsten Episode. Richtig berührt hat mich allerdings das Opening Aoi Shiori. Ich kann es rauf und runter hören und habe jedes mal beinahe einen Kloß im Hals. Die Musik passt einfach perfekt und auch der Vorspann, in dem alle Protagonisten die vergangenen Ichs und die ihrer Freunde sehen und unterschiedlich darauf reagieren, bevor sie sich wieder zusammenfinden und letztendlich Menma verschwindet ist jedes mal wieder ein Augenschmaus.

Charaktere

Nicht zu Letzt möchte ich auf die Hauptstütze des Anime eingehen: die Charaktere. Da hätten wir Jinta, der, nach dem Tod von Menma, vom Anführer der "Super Peace Busters", wie sich die Kinder nannten, zu einem zurückgezogenen Schulschwänzer entwickelt hat.
Unseren Geist oder Halluzination, Menma, die zwar augenscheinlich ein Teenager ist, allerdings noch immer kindliche Naivität und Verhaltensweisen aufweist.
Anaru, ein Mädchen, das immer so wie Menma sein wollte und sich seit dem Unfall von falschen Freunden beeinflussen lässt.
Poppo, ein Junge, der voller Energie und Tatendrang ist, früher der Kleinste im Gespann war und nun die anderen um einiges überragt, seit er durch die Welt gereist ist.
Yukiatsu, einen ehemaligen Freund, der, im Gegensatz zu Jinta, eine Eliteschule besucht und kalt und berechnend geworden ist.
Und schließlich Tsuruko, welche auf dieselbe Schule wie Yukiatsu geht und beinahe eine noch kältere und abweisendere Art hat als er.
Wie tiefgründig die einzelnen Charaktere wirklich sind, wird vor allem durch die vielen Rückblenden und Erinnerungen deutlich, sodass man manchmal das Gefühl hat, der Anime spiele in zwei Zeiten. Man sieht wie sie als Kinder waren, wie sie jetzt sind und erlebt mit den ehemaligen Freunden diesen Sommer, sodass man am Ende beinahe nicht glauben kann, dass es jetzt vorbei ist.

Fazit

Ano Hana ist definitiv der Anime, der mich bis jetzt am Meisten berührt hat, nicht zu Letzt, da ich ein ähnliches Ereignis in meiner Kindheit/Jugend erlebt habe(natürlich ohne Geister und Halluzinationen ;) ). Ich würde jedem, der ein wenig auf Anime mit Gefühl und Anspruch steht, empfehlen diese Serie zu sehen. Ich persönlich muss sagen, ich weine eigentlich nicht, doch am Ende dieser Serie sind sogar mir die Tränen über die Wangen gelaufen.

P.S.: Dies ist mein erster Kommentar und ich hoffe er ist annehmbar, wenn nicht, hoffe ich auf konstruktive Kritik, was ich besser machen könnte. :)
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Avatar: sherbmania#6
Anspruch:sehr viel
Action:wenig
Humor:mittel
Spannung:viel
Erotik:wenig
Um es einfach mal so vorweck zu sagen, AnoHana ist ein absolutes Meisterwerk, das mit Liebe und Emotionen gefüllt wurde! Aber warum GENAU ist es so liebevoll und sehenswert? Tja, meine Begründung lauten wie folgt:


Story:

AnoHana handelt von sechs Freunden, die eine glückliche Kindheit geniesen und viel Zeit in ihrem "Versteck" verbringen. Eines tages jedoch, nachdem sich die sechs Freunde recht überstürtz von einander trennen (also im sinne von "nachhause gehen", nicht "Umziehen") wiederfährt eines der drei Mädchen aus dieser Kinderbande ein riesen Unglück. Das Mädchen Menma stirbt. Einige Jahre später wird der ehemalige Anführer (Jinta Yadomi) der sechs Freunde von Menmas Geist heim gesucht. Menma hat einen Wunsch und möchte das Jinta ihr diesen Wunsch zusammen mit den anderen Freunden erfüllt. Problem ist, das nur Jintan sie sehen kann und das sie nicht mehr weiß was das für ein Wunsch ist. Ausserdem haben sich die alten Freunde schon längst auseinander gelebt und sind zum teil nicht gut aufeinander zu sprechen.


Dieses Konzept der Handlung funktioniert tadellos. Es liefert genügend Anregungen um ein emotionales Geschehen zu zeigen und eben so eine gewisse Spannung zu erzeugen die den Viewer for dem Monitor bannt. Die Grundlage ist also gut durchdacht, ob sie gut umgesetzt wurde müsst ihr für euch entscheiden. Ich Persönlich finde sie gelungen.

Animation:

Die Produktion übernahm A-1 Pictures Inc. und hat mich daher besonders angesprochen. Ich bin ein riesen Fan von Ao no Exorcist, Birdy the Mighty Decode und Fairy Tail! Daher hatte ich beim schauen gigantische Ansprüche was die Animation betrifft. Ich kann mit Stolz auf die Produzenten behaupten das ich nicht enttäuscht wurde. Farben, das Design, der Animationsfluß, Licht und sonstige Effekte, einfach alles wurde wunderschön ausgearbeitet! Ich liebe es. ;-D

Musik:

Besonders gut gefallen an der Musik hat mir, dass sie es wirklich sehr gut geschafft haben gewisse Emotionen mit der Musik zu wecken. Wenn ich mir das Opening von Aoi Shiori oder das Ending anhöre erinnere ich mich direkt an viele Emotional starke Momente aus dem Anime. Zudem passt jeder Track zu diesem Anime.

Charaktere:

Ich will und werde euch nicht viel über die Charaktere erzählen, da ich finde das sie im wesentlichen dazu beigetragen haben die Serie zu Vollenden und ich euch dort so wenig wie möglich Spoilern möchte. Jedoch muss ich noch los werden das die Charaktere äußerst sympatisch und nachvollziehbar dargestellt werden. Sie sind witzig und passen perfekt in die Handlung. In vielen Animes werden Charaktere äußerst überspitzt dargestellt. AnoHana Presentiert uns aber wirklich MENSCHEN! Es sind Charaktere mit denen wir uns identifizieren können. :-3 Und das ist einfach super toll gelungen!

Fazit:

AnoHana ist meiner Meinung nach ein Meisterwerk und zeigt uns unglaublich Emotional starke Szenen über die man noch lange nachdenken wird. Eine Empfehlung würde ich an Interessenten von Romantik und Dramaturgie aussprechen. Jedoch sollte jeder diesen Anime wenigstens eine Chance geben, denn er ist wirklich toll! T^T
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Avatar: Conny#7
„Nachricht von Menma.“

Lange kein gutes Drama mehr gesehen? Dann ist man hier genau richtig! Der Anime mit dem unfassbar langen Namen „Ano Hi Mita Hana no Namae o Bokutachi wa Mada Shiranai“ - kurz AnoHana - ist mal wieder ein Drama, das unter die Haut geht. Die Bewertungen für diese Serie waren gigantisch gut, dementsprechend hoch waren meine Erwartungen als ich mich diesem Anime widmete. Ich muss ganz klar sagen, dass diese Erwartungen zum größten Teil total erfüllt wurden, auch wenn der Anime für mich jetzt nicht ganz am Olymp des Drama-Genres heran reicht. Das soll aber nicht heißen, dass AnoHana kein gutes Drama ist, im Gegenteil, ich habe lange keinen Anime gesehen der so viele Emotionen hervor bringt und zum Einen eine total ruhige, aber zum Anderen auch eine völlig mitreißende Geschichte erzählt.

Story

Minimale Parallelen zu „Ghost – Nachricht von Sam“ kann man sicher nicht abstreiten. Jintan, unser Hauptcharakter, lebt ein ziemlich trostloses Leben. Er schwänzt die Schule, ist faul, innerlich total verschlossen und oft auch sehr deprimiert. Doch das war nicht immer so, denn zur Grundschulzeit war Jintan der Anführer einer kleinen Bande, die aus 6 Kindern bestand. Bis sich eines Tages, durch ein tragisches Ereignis, die Kinder auseinander lebten. Doch in der Gegenwart wird Jintan plötzlich von Menma, einem damaligen Mitglied der Bande, aufgesucht, die ihm bittet, ihren Wunsch zu erfüllen. Durch viele interessante Ereignisse, treffen sich die ehemaligen Bandenmitglieder wieder, doch haben sich Manche, scheinbar, sehr verändert. Man muss wirklich vorsichtig sein, wenn man die Geschichte von AnoHana beschreiben möchte, denn man kann bei diesem Anime wirklich sehr schnell, zu viel verraten. Die Story ist insgesamt zwar jetzt nicht die absolut neuste und originellste Geschichte der Welt, aber durch viele tolle Dialoge und Aktionen, macht der Anime doch schon gleich zu Beginn Lust auf mehr. Dennoch sollte man nicht den Fehler machen und eine Folge nach der anderen verschlingen, denn dadurch könnte die Story etwas zu hastig daher kommen. AnoHana ist eine Serie, die man storytechnisch einfach genießen muss und von daher empfehle ich am Tag höchstens 2 Folgen zu gucken. Jede einzelne Episode hat wirklich enorm viel Inhalt parat und wirkt dabei doch meist sehr kurzweilig. Allerdings baut der Anime in der Schlussphase ein wenig ab, denn besonders bei der letzten Episode merkt man dem Anime ein wenig an, dass es ihm schwer fällt Abschied zu nehmen. Das Ende ist zwar keine totale Enttäuschung, doch wurde hier aus meiner Sicht ein wenig zu radikal auf die Tränendrüse gedrückt. Auch wenn, objektiv gesehen, die letzte Folge an Dramatik kaum zu überbieten ist, so war ich bei den meisten Folgen davor doch irgendwo mehr emotional bewegt.

Animation

Wenn man weiß, dass hier die Macher von Toradora am Werk sind, kann man sich auf wirklich hervorragende Zeichenkunst freuen. Die Animationen sind extrem flüssig und toll in Szene gesetzt, auch wenn bei der ein oder anderen tragischen Szene etwas ZU viel Tränenflüssigkeit abgegossen wurde. Dennoch kommen die emotionalen Gesichtszüge jedes einzelnen Charakter klar, deutlich und sehr glaubwürdig rüber. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die grandiosen Hintergrundzeichnungen die ebenfalls traumhaft flüssig daher kommen.

Soundtrack

Hier hätte man es nicht besser machen können. Galileo Galilei (Nein, nicht der Echte) liefert uns mit dem Song „Aoi Shiori“ ein absolut passendes Lied für diese Serie ab, die mit einer traumhaft schönen Stimme gesungen wurde und einen grandiosen Text vorweist. Auch das Outro ist ein besonderes Lied. Zwar bekommen wir immer das gleiche Lied zu hören, aber immer jeweils von 3 verschiedenen Sängerinnen. Es handelt sich dabei um die Synchronsprecherinnen von Menma, Naruko und Tsurumi, die immer abwechselnd dieses wunderschöne Outro-Lied mit dem Namen „Secret Base“ singen dürfen. Natürlich sind auch hier wieder die Synchronsprecher allesamt Top besetzt, vor allem der männliche Part hat mich, besonders in den emotionalen Momenten, am meisten überzeugt. Die bekannteste Stimme dürfte wohl die von unserem Hauptcharakter Jinta sein, die man schon als „Saji Crossroad“ aus „Gundam 00“ bestaunen konnte. Es passiert eigentlich selten, dass ich irgendwas gravierendes an den japanischen Synchronsprechern auszusetzen habe, wenn sind es immer nur kaum erwähnenswerte Kleinigkeiten. Ok, ich gebe zu, dass Menmas Stimme manchmal, besonders wenn sie wie ein Wasserfall plappert, nerven kann, aber wirklich störend war es eigentlich nicht, da es auch nur in den ersten Folgen so abläuft.

Charaktere

Wer mich kennt weiß, dass ich mich immer sehr tief auf die Charaktere einlasse. Wenn ich eine Serie, einen Film oder ein Spiel mit richtiger Story vor mir habe, versetze ich mich immer möglichst tief in die Geschichte hinein, sodass ich praktisch mit vor Ort bin. Dadurch habe ich auch immer eine starke Bindung zu den Charakteren, wodurch mir ihr Auftreten schon sehr wichtig ist. Dadurch gibt es eben Charaktere die ich einfach abgöttisch liebe und diverse andere Charaktere die ich einfach nur, grob gesagt, an die Wand klatschen könnte. Ganz selten jedoch habe ich es, dass ich bei einem Anime ausnahmslos ALLE Charaktere ins Herz schließen kann, obwohl es in den ersten 2 Folgen kaum Andeutungen dafür gab. Alles deutete darauf hin, dass ich meine klaren Favoriten haben werde und ein paar wiederum, dich ich einfach nur extrem nervig finde. Bestes Beispiel hierfür ist Naruko, wo ich mir anfangs zu 100% sicher war, dass sie nicht gerade zu meinen Lieblingen gehören wird, da sie eigentlich alle Eigenschaften einer Animefigur hat, die ich so gar nicht leiden kann. Umso erstaunter war ich, dass sie sich im Laufe der Serie extrem ins Positive entwickelt und man sie sogar richtig ins Herz schließen kann. Zwar ist sie nicht mein absoluter Lieblingscharakter, aber zumindest vom weiblichen „Cast“ her kann ich sie bei mir auf Nr.1 stellen. Natürlich liegt das Hauptaugenmerk auf Jinta, der ein bisschen wie eine Mischung aus Hideki aus „Chobits“ und Satou aus „Welcome to the NHK“ wirkt. Ihm widmet man die meiste Zeit, wodurch vielleicht der ein oder andere interessante Charakter, bspw. Jintas Vater, zu sehr in den Schatten gestellt wird. Bei Menma war ich mir, trotz ihres kleinen Nervfaktors, eigentlich von Beginn an sicher, dass ich sie einfach göttlich finden werde. Ihre Art ist einfach unheimlich putzig und durch ihre liebliche Stimme wird das ganze noch perfekt abgerundet. Mit Tsurumi hatte ich anfangs ähnliche Probleme wie bei Naruko, doch auch sie entwickelt sich prächtig, auch wenn sie nicht ganz so stark glänzt wie Menma oder Naruko, da sie streckenweise ein wenig blass und zu kühl wirkt. Poppo ist die Stimmungskanone in diesem Anime, doch auch er hat seine starken und gefühlvollen Momente, die aber leider ein wenig zu kurz kommen. Poppo ist die meiste Zeit super witzig, aber leider sieht man erst gegen Ende was von seiner anderen Seite, was schade ist, denn dadurch kommt sein emotionaler Ausbruch ein wenig zu kurz daher. Die interessanteste Figur im ganzen Anime jedoch war für mich Yukiatsu. Es ist zwar extrem schwer hier einen bestimmten Lieblingscharakter zu bestimmen, aber wenn ich einen benennen müsste wäre es ganz klar Yukiatsu. Er hat einfach die interessantesten Züge und er hält die emotionalsten Reden ab. Beinahe jeder Dialog, in dem er verwickelt war, hat mich beeindruckt. In Yukiatsu konnte man einfach am schwierigsten hinein blicken und lange Zeit tappt man wegen seiner Gefühle im Dunkeln.

Empfehlung

Fans von Air, Kanon, Clannad und Clannad After Story werden hier bestens bedient sein. Auch wenn der Anime von den Toradora Machern ist, so darf man unter keinen Umständen eine Serie dieser Art hier erwarten, gerade wenn man Toradora-Fan ist und einen ähnlichen Anime wie Diesen erwartet, könnte man enttäuscht werden. Und wie bereits erwähnt halte ich es für empfehlenswert es nicht mit den Folgen zu übertreiben. Versucht nicht die ganze Serie auf einmal durchzuschauen, sondern lasst euch Zeit, so könnt ihr diesen Anime voll und ganz genießen und euch mehr an die sympathischen Charaktere gewöhnen.


Fazit

Zwar ist AnoHana für mich nicht GANZ so ergreifend wie „Kanon“ oder „Clannad AF“, aber durch die überragenden Charaktere ist der Anime ganz klar eine dicke große Empfehlung. Nur das Ende hat mich nicht zufrieden gestellt und hätte etwas anders von statten gehen sollen. Die negativen Aspekte in diesem Anime sind aber wirklich sehr gering.
AnoHana bekommt 8,5 von 10 matschigen Reisbällchen.


8,5/10
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Avatar: Valla#8
Anspruch:6
Drama:5
Humor:2
Spannung:3
Erotik:2
Also ich fand den Anime nicht so gut.
Hatte ein gutes Drama erwartet, jedoch hat er mich kaum mitgerissen aufgrund der Storyentwickling, die in meinen Augen nicht vorhanden war.

Story

Wie oben beschrieben passiert für mich nichts Spannendes/Trauriges was Story angeht.
Die Geschichte dreht sich für mich permanent im Kreis. Ich habe noch bis zur letzten Episode gehofft, dass noch was kommt, aber es wurde zum Schluss etwas lächerlich für mich, da die Charaktere sich sinnlos verhalten haben.

Animation
Animaionen und Zeichenstil hat mir sehr gefallen.

Musik

Fand ich auch gut eingesetzt etc.

Charaktere

Charaktere haben mir am Anime am besten gefallen.
Jeder hatte eine individuelle Persönlichkeit.
Menma jedoch war ein typischer "ich bin ein süßes Mädchen, welches für alle nur das Beste wünscht"- Typ. Das halte ich nicht für sehr innovativ, da es solche Charaktere in vielen Animes gibt.
Die Charakter-Entwicklung war für mich auch kaum vorhanden, bis auf Naruko. Sie hat versucht was aus ihrer Situation zu machen und hat sich ihren Gefühlen gestellt. Sie war für mich mit Abstand am sympatischsten. Alle anderen drehten sich im Kreis und entwickelten sich in meinen Augen nicht.

Fazit
Schade, für mich hat sich der Anime nicht sehr gelohnt, wenn dann nur wegen Naruko. Die anderen Charaktere haben mir zwar auch gefallen, jedoch wurde für mich komplettes Potenzial aller Charaktere nicht genutzt.
Gut dass er "nur" 11 Folgen hatte. Somit hab ich mit ihm nicht zu viel Zeit verschwendet.

Gruß Valla
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Avatar: Thratron#9
>Ano Hi Mita Hana no Namae o Bokutachi wa Mada Shiranai<. Diesen Titel werde ich sicher niemals auswendig können.
So, nach diesem doch sehr trockenem Einleitungssatz fange ich mal an diese schöne, kleine Serie zu bewerten.


Animation:

Ein angenehmer, aber dennoch nicht wirklich einzigartiger Zeichenstil, der helle Farben beinhaltet und äußert beruhigend rüberkommt. Da es keine monströsen Kampfszenen oder ähnliches gibt, hat man hier auch etwas auf Details und sehr flüssige Bewegungen geachtet. Aber wie gesagt: Man darf hier auf nichts Besonderes hoffen.

Musik:

Das Opening ist einfach nur wunderbar, ruhig und kann man noch tausendmal hören, bevor man genug hat. Das Ending geht ähnliche Richtungen, ist aber nicht ganz so gut, aber immer noch auf seine Art perfekt. Der sonstige Soundtreck ist eher rar gesät und meistens kommen nur die bekannten Piano-Einlagen vor, die man zwar kaum wahrnimmt, aber die Szenen dennoch ergänzen.

Charaktere:

Es gibt nur eine Handvoll Personen, die in der Serie auftauchen und sie werden auch recht ausführlich behandelt.
Die Charaktere unterscheiden sich wirklich stark voneinander - ohne wie woanders gerne übertriebe oder lächerliche Züge zu besitzen - und kommen auch alltäglich rüber. Das heißt, man nimmt ihnen ihr Leben ab und es wirkt nicht irgendwie surreal oder entfremdet, selbst wenn kleinere übernatürliche Inhalte vorhanden sind.
Dazu kommt, dass jeder seine eigene Geschichte und Grund hat, die sie jeweils zu ihren Taten und ihrem Verhalten treibt. Also Authentizität kann man ihnen nicht absprechen und charakterliche Entwicklung kommt in all seinen Zügen auch nicht zu kurz.

Inhalt:

Das Thema von diesen Anime ist Vergangenheitsbewältigung und die Verarbeitung vom Tod eines geliebten Menschen.
Es geht um eine Gruppe Jugendlicher, die in der Kindheit eine Clique gebildet hatten, aber auseinandergedriftet sind, nachdem eine von ihnen verstorben ist. Dem ehemaligen Anführer erscheint nun eine Erscheinung von eben diesem Mädchen und damit setzt sich die Geschichte in Gang.
Während des Sehens musste ich oft an den Film >Waltz with Bashir< denken und dessen Grundgedanken: >Du kannst deine Vergangenheit vergessen, aber deine Vergangenheit vergisst dich nicht<. Dies trifft auch hier zu, auch wenn man das Wort >vergessen< eher durch >verdrängen< tauschen sollte. Jeder der ehemaligen Cliquemitglieder hat einen anderen Beziehungsaufbau zu der Toten, geht anders an die Sache heran und wird damit konfrontiert.
Erzählerisch ist das Tempo eher gemächlich und dementsprechend muss man sich darauf einlassen. Wenn dies der Fall ist, bekommt man dann eine fabelhafte Geschichte geboten, mit einer warmen Atmosphäre und jede Menge Gefühl.
Damit ist gemeint, dass so einige Male hier Dauerflennen (bei den Protagonisten) angesagt ist. Gegen sowas habe ich im Grunde nichts, aber gegen Ende war es für mich dann doch etwas übertrieben und kitschig.
Im Allgemeinen muss ich übrigens zugeben, dass ich nie wirklich in die Serie reinkam. Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, wird vermutlich eine ungeheure dichtere Wirkung entgegenschlagen, als mich, der bis jetzt noch nicht so tragische Erlebnisse hatte (Verdammt! Verdammt! Verdammt! Das klang viel zu kalt und zu gelassen. Vieeel zu gelassen).

Fazit:

Tja, mir fällt jetzt nicht so recht ein, was ich zum Abschluss noch zu formulieren soll. Ich bin halt nicht der beste Schreiber hier.
Das Thema der Serie ist gut und auch wenn die Inszenierung teilweise zu dramatisch ist, empfindet man immer etwas beim Zusehen. Ein bedrückendes Gefühl, dass über allem liegt. Etwas was einem schwer zu Herzen geht und worauf alles hinausläuft. Es das Wissen, irgendwann >Auf Wiedersehen< sagen zu müssen.
Wie gesagt. >Ano Hi Mita Hana no Namae o Bokutachi wa Mada Shiranai< ist eine schöne, kleine Serie und da sie mit 11 Folgen wirklich nicht lang ist, kann man durchaus einen Blick riskieren.

PS: Hier noch eine kleine Empfehlung von meiner Seite zur gleichen Thematik: Das Indie-Spiel >Eternally Us<, dass man sich umsonst runterladen kann. Es geht zwar etwas philosophischer an die Sache ran und auch von einer etwas anderen Seite, berührt einen aber ähnlich und besitzt eine grandiose Wirkung.
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Avatar: neXtGENanime#10
Ich war kurz davor den Anime aufzugeben, da er für mich, Folge für Folge immer schlechter wurde.
Ano Hi Mita Hana no Namae o Bokutachi wa Mada Shiranai hat sehr interessant angefangen. Witzig, spannend und frisch. Allerdings ließ er immer weiter nach und auch die erwarteten Emotionen traten bei mir einfach nicht ein. Ich bewerte Anime dieses Genres immer jenachdem, wie sehr sie mich mitgerissen und in die Story hineingezogen haben, desshalb war ich etwa in der Mitte der Serie recht enttäuscht vom emotionalen Aufegbot. Auf diese Enttäuschung folgte allerdings ein grandioses Ende, welches mich so überzeugt hat, dass es trotz des kurzen Durchhängers, noch für eine solch hohe Bewertung reichte.

Story: Jintan sieht plötzlich ein eigentlich verstorbenes Mädchen, welches wie er, einst zu einer Sechsergruppe von Kindern, die viel miteinander unternahmen, gehörte. Nun stellt sich heraus, dass es sich um ihren Geist handelt, welcher nicht in den Himmel gelangen kann, da Menma noch einen unerfüllten Wunsch hat. Jintan trommelt, mehr oder weniger absichtlich, die ganze Truppe, die sich über die Jahre voneinander getrennt hatte, wieder zusammen, um Menma diesen Wunsch zu erfüllen.
Die Story wirkt wie in der Einleitung bereits erwähnt anfangs sehr frisch und spannend, nutzt sich aber über nur wenige Episoden selbst ein wenig ab und wird stumpf. Viele Szenen wirken sehr aufgesetzt und versuchen künstlich auf die Tränendrüse zu drücken. Meist gelingt es dem Anime in dieser Phase allerdings nicht, echte Emotionen zu erzeugen. Gegen Ende dreht die Story jedoch nocheinmal gewaltig auf und gewinnt extrem an Tiefe und Gefühl. Die Gefühle aller Charaktere in Bezug auf die kleine Menma und vorallem die anderen Mitglieder der Gruppe, werden eindrucksvoll dargestellt und laden auch gerne zum Mitweinen ein. Deshalb trotz kurzem Durchhänger, eine erstklassig erzählte Geschichte.

Animation: Mit einem Wort: Erstklassig. Keine wünsche werden offen gelassen. Detailreiche Zeichnungen und Hintergründe. Sehr belebtes Umfeld und flüssige Bewegungsanimationen. Eine reine Augenweide. Hübsche Charaktere, welche sehr individuell wirken und keiner der Personen schlecht oder unpassend gezeichnet ist. Vielleicht der schönste Anime 2011, im Bezug auf seine Animation.

Charaktere: Alle Charaktere wirken zwar realistisch und nachvollziehbar, werden aber auch teilweise, wie es wohl heute in jedem Anime üblich ist, etwas überspitzt dargestellt. Dieses etwas klischeehafte passt jedoch sehr gut ins Gesamtkonzept und der Anime wäre ohne eine "super-kawaii" Menma wohl nur halb so gut, wie er letztendlich ist. Auch ihr Handeln passt stets zusammen.

Musik: Opening und Ending sind extrem stimmungsvoll und gehören wohl beide eindeutig zu meinen Lieblingstracks 2011. Einfach anhören, wer das nicht so sieht hat 'nen Hänger ;)

Fazit: Definitiv anschauen. Lohnt sich wirklich. Vorallem gegen Ende Drama par excellence. Für Kerle die nicht gerne beim Flennen erwischt werden wollen, einfach im Kabuff veriegeln und trotzdem anschauen. Danke für's Lesen ;)
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Avatar: DuhDidi#11
Anspruch:viel
Dramatik:sehr viel
Humor:mittel
Spannung:wenig
Soundtrack:10
Es ist wirklich erstaunlich wie sehr einem manche Animes ans Herz wachsen können und Ano Hi Mita Hana no Namae o Bokutachi wa Mada Shiranai ist definitiv einer dieser. Ein überraschendes und fantastisches "Abenteuer", bei dem man in den Wendepunkt des Lebens vieler Menschen tritt.
Jintan, der ehemalige Anführer der sogenannten "Super Peace Busters" lebt seit dem Tod seiner Kindheitsliebe Menma abgeschottet in seinem Haus und geht nicht einmal mehr zur Schule. Zunächst schien dies für mich ein wenig übertrieben, da dieser immerhin schon um die zehn Jahre her ist. Das war aber auch kein Wunder, denn ohne ausreichend Hintergrundwissen würde dieser Eindruck unweigerlich eintreten. Man sollte meinen, dass man, auch wenn die Person einem sehr wichtig war, irgendwann über den Tod des- oder derjenigen hinweg kommen würde, was sich in meinem Fall nicht bewahrheitete.
Ebenfalls schien es für mich am Anfang so, als ob die vier anderen Freunde zwar Probleme hätten, mit der Situation zurecht zu kommen, diese allerdings nicht so schwerwiegend wären wie Jintans.
Am Schluss verstärkte sich die Einsicht, dass es, so wie in der Realität, keine einfach zu lösenden und schwerwiegenden Probleme gibt, sondern jeder für sich eine Last zu tragen hat, die er nur dadurch, dass er sich anderen mitteilt, verringern kann.
Diese Einsicht war mir zwar schon vor dem Anschauen des Animes gekommen, allerdings konnte ich niemals so gut nachvollziehen, mich so gut in solche Situationen einfühlen wie es hier der Fall war. Es ist zwar noch einmal etwas komplett anderes, selbst Zeuge eines solchen Wandels im Leben eines anderen oder einer selbst zu werden, dies ließ mich jedoch näher an so eine Person herantreten, als ich es mir mit meiner Fantasie je zu können erträumt hätte.
Bisher gab es für mich noch keinen Anime, bei dem ich so aufgewühlt und gerührt war, wie bei diesem hier. Es war ein echtes Erlebnis, solche Gefühle in mir hochschäumen zu sehen, ohne dabei großartig nachzudenken, weil die Reaktion dafür viel zu spontan war! Man kann gar nicht anders, als sich als ein Teil der Lebensgeschichte dieser sechs Freunde zu betrachten.
Und trotz der vielen Szenen, in denen Tränen flossen, trotz der fast überquillenden, aber wirklich großartig hervorgebrachten und essentiellen Dramatik, keine der typischen negativen Aspekte von Dramen erkennen konnte oder diese vielleicht sogar absichtlich übersah, da mir diese Geschichte durch Mark und Bein ging.
Für mich war dieser Anime nicht nur ein "Ich gucke es mal zwischendurch" sondern eine Art Lebenslektion.
Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ein Anime aus einer einfachen Tragödie ein ganzes Spektakel an Gefühlen wachrütteln kann und mir alle möglichen Fassetten aufzeigt, die ein Anime nur besitzen kann.
Zum einen findet man hier Charaktere vor, die allesamt, obgleich sie so verschieden sind, auf einen Gewissen Grad an Sympathie treffen. Wie man es nicht anders zu erwarten hat, bestimmt nicht nur ein Ereignis die gesamte Handlung und wirft sich praktisch wie ein Schatten über die Charaktere und deren Vorgehen. Hier wird viel Spielraum gelassen; der Tod Menmas ist nur der Anstoß zur eigentlichen Handlung und bringt die Charaktere dazu, untereinander neue Bande zu knüpfen.
Dazu kommt noch das niedliche, aber nicht übertriebene Charakterdesign und die durgehend wunderschöne Musik, die jedenfalls meinerseits sofort auf Zuneigung und Sympathie stießen.
Schlussendlich wurde diese aber auch dadurch, dass Menma sich in Form eines Geistes zeigte, erzeugt. Das gibt der Geschichte einen Punkt, an dem es nicht nur um das "Darüber-hinweg-kommen" geht, sondern auch um Vertrauen, Akzeptanz und Ehrlichkeit.
Dieses Fünkchen an Übernatürlichem hat der Geschichte ein ganz anderes Image verschafft, freundlich und fröhlich, trotz des vorigen Vorfalls.
Für mich war Ano Hi Mita Hana no Namae o Bokutachi wa Mada Shiranai dadurch vom Anfang bis zum Schluss ein wahrhafter Genuss.
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Avatar: O P G#12
Ano Hana ist ein Anime, der ein sehr realitätsnahes Bild vermittelt, das so gut wie jeder hätte haben können und somit auf breite positive Resonanz des Zuschauers trifft.
Jeder hatte Kindheitsfreunde und unvergessliche Erinnerungen daran, die Botschaft des Animes lautet unausweichlich: seid eurer Freunde und euren Lebens bewusst, denn es ist nicht selbstverständlich das es so ist wie es ist. Der Anime bedient sich dabei eines dramaturgischen Elements inform einer Freundin, die in ihrer frühen Kindheit ums Leben kam und später eines Sommers in ihrer Geistesform zur Erscheinung tritt, wobei sie nur von ihrem Freund "Jintan" gesehen werden kann.

Die eigentliche Stärke sind sein rasant voranschreitendes Tempo und seine eigentlich kurze Episodenanzahl, dies führt unweigerlich ( im positiven Sinne ) zu schnelleren Handlungssträngen die in einem sehr angenehmen Tempo umgesetzt wurden und somit einem nicht das Gefühl vermitteln ein unausgegorenes Machwerk vor sich zu haben. Die Story an sich ist nicht weniger Spektakulär und weiß durch
ineinanderverwobene Twists zu überzeugen, dabei liegt das Hauptaugenmerk auf die
zwischenmenschlichen Beziehungen der 6 Hauptprotagonisten und deren Werdegang. Auch die Beziehungen zueinander werden thematisiert und rufen beim Zuschaer unterschiedelich Gefühle, wie Hass, Mitleid, Freude aber auch Trauer, hervor. In manchen Szenen bedient man sich auch des übertriebenen "Tränenflusses" wodurch ein geringfügiges Abkommen in den kitschigen Bereich stattfindet, das aber durch die durch und durch vorhanden Melodramatik und des inneren Zerwürfnisses der Darsteller zum Tragen kommt und somit gut nachvollziehbar ist. Doch manchen könnte es einen faden Beigeschmack vermitteln.
Die Charaktere sind durchweg sympathisch und tragen den Anime über weite Strecken, vorallem Poppo wäre hier positiv zu erwähnen, der durch sein sonniges Gemüt jegliches Anzeichen von Kummer oder Depression im Keim ersticken lassen kann. Animationen bewegen sich auf einem sehr guten Niveau. Gefühle und Mimik der Personen kommen dadurch tragend zur Geltung und wissen somit eigenständig zu überzeugen. Das Opening ist ein sehr schönes, unbekümmertes und passend zugeschnittenes musikalisches Kunstwerk. Auch die Ending stellen eine Besonderheit dar, da jedesmal eine der 3 Protagonistinnen den Song singt.

Für Jedermann geeignet
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Avatar: Kaworu Nagisa#13
Anspruch:sehr viel
Action:wenig
Humor:wenig
Spannung:viel
Erotik:nichts
"Ano Hi Mita Hana no Namae o Bokutachi wa Mada Shiranai"...-"Was ist denn das für ein doofer Name?" war wohl der erste Gedanke, der mich kürzlich auf die Suche nach diesem Anime trieb. Doch welch kinoreifes Spektakel mich nun erwarten würde, wagte ich mir dennoch nicht zu träumen.

Die Bewertungen und Kommentare sprechen ohnehin für sich und auch einige Freunde empfahlen mir das Machwerk der "A-1 Pictures Inc." Im Vornherein möchte ich mich gleich dafür aussprechen, dass es empfehlenswert ist, Taschentücher bereitzuhalten, wenn man nicht absolut gefühlstot ist oder von dem Plot abgeschreckt wird.

Animation:

Wie schon von allen anderen Usern besprochen, gestaltet sich die Animation von "AnoHana" (Kurzform) sehr flüssig und die Charaktere sind einfach zum verlieben - auch wenn viele, evtl. zu viele Tränen fließen. Doch dazu später mehr.

Soundtrack:

Einfache Instrumentalwerke und Natürlichkeit durchzieht den Anime und anstatt sich laufend Elektrobeats und lustige Samples anzuhören, untermalt die Musik das Geschehen treffend. Ausserdem sind Opening und Ending einfach eine Klasse für sich. Nicht oft bleiben mir die Lieder im Ohr.

Subjektive Gestaltung:

Die Charaktere entspringen stets anderen Schemata und Denkarten und unterscheiden sich so sehr, wie sie sich doch in Wirklichkeit gleichen. Ich möchte nicht zu viel spoilern, aber das Ende ist ebenso vorhersehbar wie überraschend. Die knackige Kürze stiehlt einem auch nicht die Zeit, sich näher mit den Protagonisten auseinanderzusetzen und sogar die Namen werden mir noch lange Zeit durch mein Hirn mäandern.
Für unbescholtene und kühle Menschen ist dieser Anime sicher nicht gemacht, aber wer bereits eine nahestehende Person unverhofft verloren hat, weiß wie sehr man sich dessen Anwesenheit zurückwünscht, auch wenn es ein Fluch sein kann. Diese Thematik, verbunden mit dem in Japan noch weit verbreiteten Shintoismus fängt die Serie so gekonnt ein, dass sie sich zielsicher in meine Top 5 gekrallt hat.

Viel Spaß beim Zuschauen!
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Avatar: Eupex#14
Anspruch:sehr viel
Action:wenig
Humor:mittel
Spannung:sehr viel
Erotik:nichts
Als ich im letzten Jahr angefangen habe, Anime zu gucken habe ich erst noch gedacht:"Was soll das denn für ein Anime sein; total überbewertet." Heute kann ich nur darüber lachen, ich bin mir sicher das ich irgendwann ziemlich verärgert sein würde, hätte ich ihn übergangen.


Nun zum Anime:

Die Geschichte dreht sich um Jinta "Jintan" Yatomi, der ein recht dröges Leben als (eigentlich) einsamer Schulschwänzer lebt. Sein Vater hat es schon längst aufgegeben etwas gegen die Trägheit seines Sohnes zu tun.
Wäre da nicht seine Freundin Meiko "Menma" Homna, würde sich wahrscheinlich niemand um ihn kümmern. Doch Jintan war nicht immer so, früher war er der Anführer einer Kinder-Bande mit dem Namen "Super Peace Busters". Er, Menma und 4 weitere Mitglieder hatten viel Spaß zusammen und waren die dicksten Freunde. Das ändert sich aber schlagartig mit dem Tod Menmas, die Gruppe lebt sich nach und nach auseinander. Viele Jahre später taucht die verstorbene auf einmal bei Jintan auf, ohne das er etwas dagegen unternehmen kann. Er ist der einzige der Anscheinend noch ein Verbindung zu ihr hat. Denn Menma hat einen Wunsch, den nur er und seine Freunde erfüllen können...

Charaktere:

Man sieht dem Anime an, das es um Freundschaft geht. Jeder der Charaktere ist für sich einzigartig und spielt sich perfekt in den Anime ein. Ob es der quirlige Tetsudou "Poppo" Hisakawa, oder die kalte, schüchterne Chiriko "Tsuruko" Tsurumi ist alle sind mir SOFORT ans Herz gewachsen, da ich gemerkt habe, dass jeder von ihnen ein großes Herz hat. Zum Anfang merkt man gar nicht, dass sie mal die besten Freunde waren doch wenn man mal genau hinschaut, erkennt man das sie noch immer viel voneinander halten. ("Freunde sind die Menschen die dich am besten kennen, aber auch diejenigen die dir am meisten Schmerzen zufügen können") Da sie sich, im Gegensatz zu Charakteren aus anderen Anime, einigermaßen rational bzw. normal verhalten, wird die Verbindung besonders schnell aufgebaut. Die Dramatik ist durch diese besonders gut nachvollziehbar (wenn auch nicht real), wodurch ich als Drama-Fan den Anime förmlich verschlungen habe.

Darstellung/Animation/Hintergründe:

Schöne, dynamische Hintergründe und ein ansprechendes Charakterdesign sind Dinge, die vielen Anime fehlen.
So aber nicht AnoHana, die Hintergründe sind wunderschön und die Charaktere sehr passend zu ihrem Charakter gezeichnet. Der Stil gefällt mir ebenfalls, ich werde ihn mir irgendwann mal aneignen.
Die Animationen gehen runter wie Öl. Das Licht ist immer gut gesetzt und auch die Effekte gefallen mir. Die Charaktere bewegen sich dynamisch und realistisch.

Soundtrack:

Der Anime wird von schönen Klavier,- und Orchesterstücken untermalt. Jedes der Lieder ist passend und brachte mich in die richtige Stimmung. Da ich es als Musikfan einem Anime HOCH anrechne wenn die Musik schön ist, muss ich mich oft abhalten einem Anime, einfach nur wegen der schönen Melodien, der tollen Arbeit des Verantwortlichen und der Phantastischen Klangeffekte, 10 Punkte zu geben. Ich habe gelernt das Musik (leider) nicht alles ist und nur zum Teil eine Rolle spielt.
Kurzum: PHANTASTISCH, wenige Animes haben einen ähnlich schönen Klang. Das schöne Ending von Ai Kayano, Haruka Tomatsu, Saori Hayami - Secret Base und das aus meiner Sicht beste Opening aller Zeiten (Galileo Galilei - Blue Bookmark, runden ein wunderbares Musikalisches Gesamtpaket ab.

Fazit:

Ein Anime zum Genießen, nicht nur für Drama-Fans, auch andere sollten sich diesen Anime mal anschauen. Fantastisches Feuerwerk an Gefühlen und nichts für schwache Nerven. Wer sich dieses Meisterwerk ansehen möchte MUSS vorher mir Tränen rechnen. Ich gebe 9,8 von 10 Punkten weil es ein Augen-, und Ohrenschmaus war diesen Anime zu anzuschauen.

Aufruf:
Ich bin sehr unglücklich darüber wie manche der sich selbst benannte "Anime-Otakus" , noch nicht mal den Namen kennen. (hierbei kann ich nur ein großes Lob an diese Community geben, das sie den Anime auf den rechtmäßigen Platz geschickt hat)Dies ist mein erstes Kommentar und er hat sicher viele Lücken, trotzdem hoffe ich, dass ich euch den Anime einigermaßen ans Herz legen konnte. Falls er euch gefallen hat, macht ihn doch bekannter, denn das hat er wirklich verdient.

Eupex
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Avatar: AnimeChris#15
We Still Don't Know the Name of the Flower We Saw That Day
- einen Freund zu verlieren, bedeutet ihn auch loslassen zu können -

AnoHana, wie die Kurzfassung des Originaltitels lautet, ist eine Hommage an die Freundschaft, doch zeigt sie uns auch auf eine schon fast brutal ehrliche Art und Weise, wie sehr es einen verletzen und das weitere Leben beeinflussen kann.

Review:

Um diese Geschichte jedoch richtig innovativ zu gestalten hat Mari Okada sich etwas Besonderes ausgedacht: eine Geistergeschichte. Nein! Nicht ein Spukgespenst, sondern mehr eine verlorene Seele, die irgendwo zwischen Himmel und Erde festhängt und ohne ihre geliebten Freunde nicht „gehen“ oder besser loslassen kann. Vor allem an Jintan hängt sie fest, da er der einzige ist, der sie sehen und hören kann.
Da sich nach dem Tod der jungen Menma alle Freunde voneinander entfernt haben beginnt Jintan nun Menmas letzten Wunsch zu erfüllen, bei dem wieder alle Freunde zusammen kommen müssen.

Eine süße Geschichte, die elf Episoden den Zuschauer sehr gut unterhält und nur auf den zweiten Blick Mängel aufweist. So zum Beispiel kommt es nur wenig zur Charakterentwicklung der verschiedenen Figuren, die Geschichte tröpfelt vor sich hin, während sie eigentlich immer wieder in andere Richtungen geht, um sich den einzelnen Freunden zu widmen und irgendwie will AnoHana mehr Traurigkeit versprühen als unbedingt notwendig.

Doch andererseits kommt die frische Geschichte, mit vielen schönen Dingen daher, wie eine frische Sommerbrise. Alles wirkt sehr schön und ausgezeichnet gestaltet. Die Animationen sind auf hohem Niveau und das Charakterdesign klasse. Besonders gelungen ist hier Naruko Anjou. Sie wirkt sowas von real und kommt am menschlichsten von allen Figuren rüber und ist für mich eine der besten weiblichen Figuren, die ich je in einem Anime gesehen habe. Und das nicht nur von ihrem Zeichenstil und Bewegungen, sondern auch von ihrer Art. Dem gegenüber steht leider die eigentliche Hauptfigur Menma. Natürlich nimmt sie eine Sonderrolle ein, da sie tot ist, doch tritt sie so auf, als würde sie auf älter geworden sein, genau wie ihre Freunde. Jedoch wirkt sie im Gegensatz zu all ihren Freunden einfach unpassend kindisch. So als wäre sie stehen geblieben. Klar ist sie das ja durch ihren Tot, aber andererseits soll sie ja eine ältere Version von sich selbst verkörpern. Mit ihrer Art wird man dadurch genau so wenig warm, wie mit ihrem Aussehen. Hier scheiden sich die Geschmäcker, doch für mich war sie einfach nicht passend umgesetzt, so dass ich weniger mit ihr empfunden habe, als es für die Geschichte hilfreich gewesen wäre.

Auch die Auflösung der Geschichte ist nicht ganz, das was man sich vielleicht erhofft und rührt einen auch nicht so sehr, wie die Jugendlichen selbst die gefühlt 6 Liter Wasser am Ende heulen. Klar nimmt man ihnen ihre Gefühle ab, aber etwas subtiler wäre definitiv noch besser gewesen.

Dafür richtig gut wieder ist die akustische Untermalung. Ein ganz süßer Soundtrack, mit leichten Liedern, die gerne ins Ohr gehen und auch während der elf Folgen werden alle Stimmungen gut eingefangen. Auch die japanischen Synchronsprecher machen einen super Job, wobei Jintan und Anjou besonders genial sind.

Rewatch-Potential:

Weiß man erst mal, was Menmas Wunsch ist, ist natürlich die Luft aus AnoHana raus. Macht aber nix, da das ganze so schön verpackt und kurzweilig ist, dass man sich irgendwann auch noch mal die Geschichte über diese besondere Freundschaft anschaut. Einen sofort-Rückspul-Charakter hat die Serie jedoch leider nicht.

Fazit:

AnoHana ist ein sommerleichter Anime, mit einer kleinen, frischen Geschichte, die traurig und trotz ihrer übersinnlichen Hintergrundgeschichte sehr real rüber kommt. Grund dafür sind die Freunde von Menma und die Message die hinter dem Anime steckt: Wahre Freunde sind immer für einander da – auch wenn einer von uns geht, in unserem Herzen sind wir immer mit ihnen verbunden, doch das weiterleben darf dabei nicht vergessen werden.
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