Puella Magi Madoka Magica (Anime)Mahou Shoujo Madoka Magica / 魔法少女まどか☆マギカ

  • TypTV-Serie
  • Episoden12 (~)
  • Veröffentlicht07. Jan 2011
  • HauptgenresDrama
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonOriginalwerk
  • ZielgruppeMännlich

Anime Beschreibung

Anime: Puella Magi Madoka Magica
© Magica Quartet / Aniplex・Madoka Partners・MBS
Eine liebevolle Familie haben, viele Freunde, aufregende Zeiten erleben, Spaß und Trauer ‒ diese Sachen machen ein gewöhnliches Leben aus. Madoka Kaname ist eine normale Schülerin, die so ein gewöhnliches Leben lebt. Doch eines Tages macht sie eine seltsame Begegnung. Sie weiß nicht, ob diese Begegnung Zufall oder Schicksal ist. Aber eines ist sicher: In diesem Moment beginnt sich ihr Schicksal zu ändern.
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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  • Homura AKEMI
    So how about we become monsters together… and turn this world upside down?
  • Homura AKEMI
    Remember this and take it to heart, kindness sometimes leads to even greater tragedy.
  • Homura AKEMI
    Do you treasure the world you live in or would you break its laws to follow your heart?
  • Homura AKEMI
    I won't rely on anyone anymore.
  • Sayaka MIKI
    Whenever we pray for somebody’s happiness, someone else must be cursed in exchange. Turns out that’s how we magical girls work… I really was an idiot.

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Anime Rezensionen

Avatar: Pilop
V.I.P.
#1
Mädchen, die in bunten Kostümen mit Magie gegen eine dunkle Bedrohung kämpfen und dabei von einem putzigen kleinen Wesen angeleitet werden. Klingt wie ein normaler Magical Girl Anime und doch ist Madoka Magica letztendlich so ganz anders. Wer bisher auch nur wenig mit diesem Genre anfangen konnte, der darf ruhig einen Blick auf diese Serie werfen, denn sie ist jetzt schon einer der Top-Anime 2011 und ist zweifellos einer der spannendsten und bestunterhaltendsten Anime, die ich seit langer Zeit gesehen habe.


Viel ist im Verlauf der Ausstrahlung der Serie über sie gesagt worden. Dass sie ein neues NGE sei… Dass sie die Branche revolutionieren werde... etc. Blödsinn! Madoka Magica ist nicht revolutionär. Es wird noch nicht einmal das Magical Girl Genre wirklich revolutioniert. Der Anime ist vielmehr ein Spiel mit den Grundlagen desselbigen. Man nimmt die eingangs erwähnten Basiselemente des Genres, besetzt den Cast mit den typischen Charakterarchetypen, verändert dann aber die Parameter der Handlung und lenkt die Geschichte dadurch in eine völlig andere Richtung, wodurch man statt einer positiven Erzählung über die Rettung der Welt durch Magie plötzlich ein düsteres Mystery-Drama vor sich hat. Ein äußerst unterhaltsames, atmosphärisch dichtes Mystery-Drama. Madoka Magica gelingt das, was inzwischen in der Anime-Branche schon Mangelware geworden ist: Man bietet etwas Andersartiges. Zwar revolutioniert man wie gesagt nicht das Genre, doch bietet man einen neuen Ansatz, der frischen Wind in die Sache bringt, der den Zuschauer davor bewahrt sich des weiteren Verlaufs der Serie sicher zu sein, der noch wirkliche Überraschungen zulässt, denn auf die Genrestandards darf man sich hier im Handlungsverlauf nicht verlassen. Dieses gewisse Gefühl der Ungewissheit was den weiteren Verlauf des Anime angeht, ist für mich inzwischen aufgrund seiner Seltenheit zu einem der wesentlichsten möglichen Pluspunkten von Serien geworden. Durch diesen Umstand und den Spaß und die Spannung, die er mit sich bringt, sieht man dann auch über kleinere Schwächen hinweg, wie dass eine längere Laufzeit der Serie den Charakteren wahrscheinlich gut getan hätte, denn auch wenn es bei ihnen zu keinen echten Widersprüchen kommt, muss man sich mitunter selbst Gedanken über die Stadien ihrer Charakterentwicklung machen und wie sich diese in ihren Handlungen widerspiegeln. An sich bietet der Anime auch allerlei Interpretationsansätze bzw. mögliche Betrachtungsweisen des Inhalts. Man kann ihn als Abrechnung mit bzw. Entromantisierung und -idealisierung des Magical Girl Genres sehen, aber auch als Tragödie des Mensch-Seins. Wenn ich diese Punkte nun hier nicht überbetone, dann deshalb, weil sie wohl nicht im Fokus der Produzenten standen und man sie lediglich aus der Handlung ableiten kann - wenn man will.

Technisch zeigt sich die Serie in gutem Licht. SHAFT liefert hier wahrscheinlich seine bisher stimmigste Arbeit ab, indem man den für das Studio typischen abstrakten Stil in Maßen - dafür dort aber völlig passend - in den Hexenwelten einsetzt und sich ansonsten auf eine zwar mitunter stilisierte, aber nicht übertriebene und letztendlich ansprechende Inszenierung beschränkt. Auffällig ist zusätzlich das moderne bzw. schon futuristische Design mancher Objekte der Welt, seien es Gebäude oder Klasseneinrichtungen. Musikalisch wird man dank Yuki Kajiura wieder einmal verwöhnt, denn ihre Musikstücke passen sich perfekt in die Atmosphäre der Geschichte ein und verstärken diese noch einmal spürbar. Der Soundtrack des Anime ist eigentlich schon eine Pflichtanschaffung. Geschmackssache mag hingegen das Charakterdesign von Ume Aoki sein, durch dessen Lieblichkeit noch einmal extra auf die Grundlagen des Genres angespielt wird. Ich mochte ihren Stil jedenfalls schon immer.

Erwähnenswert an der Serie ist schließlich noch einer der Hauptgründe für den Hype, der sich um sie während ihrer Ausstrahlung entwickelt hat. Zusätzlich zum ungewissen Verlauf hat man den Anime mit allerlei Anspielungen versehen und ist sogar soweit gegangen eine Geheimschrift für die Hexenwelt zu entwickeln (nur damit diese innerhalb kürzester Zeit von „engagierten“ Fans geknackt wurde). Diese Anspielungen zu entdecken, zu entschlüsseln und auf ihrer Basis zu spekulieren, war zweifellos ein sehr unterhaltsames Erlebnis während der Ausstrahlung der Serie, wird sich in dieser Form und Intensität aber nach deren kompletten Erscheinen nie mehr wiederholen lassen.

Fazit:
Was ist Madoka Magica nun? Letztendlich einfach eine äußerst gut unterhaltende Serie, die auf Basis eines stark auf gewissen Grundlagen aufbauenden Genres eine neue, stimmige Mischung mit anderen Elementen und Handlungsverläufen bietet. Entscheidend ist für mich hier letztendlich, wie viel Spaß ich mit dieser Serie hatte, wie sehr ich mich jede Woche auf eine neue Episode gefreut habe. Hier punktet der Anime einfach auf ganzer Linie. Die Serie ist nicht revolutionär und nicht anspruchsvoll, ist aber atmosphärisch stimmig, spannend und sympathisch, ohne grobe Fehler zu haben. Mehr Erwartungen hatte ich schon vorab nicht an diese Serie gestellt und diese wurden erfüllt und sogar übertroffen.
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Avatar: Muffinmann#2
An Mahou Shoujou Madoka Magika heranzugehen, ohne von Vorurteilen behaftet zu sein, ist schwer, wenn man sich als Kind bei dem merkwürdigen Verhalten dieses einen Mädchens auf dem Spieltplatz nur immer verwundert den Kopf kratzen konnte, wenn diese mit einem Stock tanzend ihre Jacke auf einmal von innen nach außen drehte, „Sag das Wort und du hast die Macht“ sang und sich selbst Sailor-Jupiter nannte.
In der Tat scheint allen Mahou Shoujou Anime die selbe Zielgruppe anzuhaften, so dass in diesem Genre an vielen Stellen die Innovation ausgespart wurde um lieber mit der altbewährten Formel junge Mädchen in kurzen hübschen rosa Kleidern mit Liebe und Magie gegen das Böse kämpfen zu lassen. Wie soll also eine Serie, die den Genrenamen schon im Titel trägt, da noch etwas neues bieten können?
Shaft hat mit seinem Ansatz bei Mahou Shoujou Madoka Magica zwar nicht das Genre neu erfunden, macht aber mit einem ungewohnt düsteren Szenario, einer tollen technischen Umsetzung und einer überraschend ausgearbeiteten Handlung das Magical Girl Genre kompatibel für ältere Zielgruppen

Die große Qualität der Serie liegt darin, dass sie sich sowohl ihrer Wurzeln im Mahou Shoujou Genre als auch deren Schwächen bewusst ist. So startet die Geschichte typischerweise mit unserer Protagonistin Madoka, die die einmalige Chance kriegt aus ihrer Alltagswelt auszubrechen um mit Hilfe von Magie gegen das Böse zu kämpfen, wenn sie sich nur für einen einzigen Wunsch entscheidet, der ihr im Gegenzug erfüllt wird. Von dieser schweren Entscheidung überfordert, schließt sie sich mit ihrer Freundin einem Magical Girl an und taucht in die Welt der s.g. „Puerra Magica“ ein.

Stellt die warme und stille Welt ihres Alltags den ruhenden Pol ihres Lebens dar, so ist die Welt der Hexen und magischen Mädchen eine beunruhigende und aufregende Welt voller unvollstellbarer Gefahren, die sowohl auf Madoka als auch auf den Zuschauer eine faszinierende Anziehungskraft ausübt. Hier spielt Shaft ihr ganzes Talent aus, Collagenartige bizzare Welten mit ungewöhnlichen Animationstechniken zu erstellen. Endlose Flure, gigantische Höhlen und Labyrinte, in Stock-Motion animierte Monsterfratzen, die so aussehen als kämen sie direkt aus dem Beatles Film „Yellow Submarine“, das alles verspricht Abenteuer, die jedes junge Mädchen verführen würden ihr Leben zu riskieren.

Je weiter doch die Handlung vorranschreitet, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen beiden Welten genauso wie die Grenze zwischen Gut und Böse. Die ruhige Alltagswelt wird immer steriler und einsamer für die Mädchen, während sie jetzt nachts durch verlassene Industrielandschaften ziehen und ihnen immer mehr die Schattenseiten des Daseins einer Puerra Magica bewusst werden. Hier schafft die Serie eine einzigartige Atmosphäre geprägt von Verfolgungswahn, Verzweiflung und Bedauern, die einen nicht loslässt und zweifellos die größte Stärke der Serie darstellt.

Der Wandel der Welt spiegelt sich auch in den Charakteren wieder. Der Slice of Life Teil spielt in Mahou Shoujou Madoka Magika eine wichtige Rolle und unterstützt durch seine gut ausgearbeiteten Beziehungen und die Vielzahl an dargestellten Emotionen sowohl die Atmosphäre als auch die Handlung. Gleichzeitig stellt er auch einen guten Gegenpol zu den Actionszene dar.

Ohne der Handlung zu viel vorwegzunehmen bleibt zu sagen, dass diese für viele Überraschungen sorgt und neben der Amtosphäre eine der Hauptgründe für die Qualität dieses Animes ist.

Mahou Shoujou Madoka Magika ist eine Serie die über das einfache Magical Girl Szenario hinauswächst und Trug und Verblendung genauso thematisiert wie Idealismus, Schicksal und Hoffnung, wobei zugleich das Magical Girl Genre mit seiner festen Definition von Gut und Böse hinterfragt wird. Das alles verpackt in einer starken und düsteren Atmosphäre und hinaus kommt die erst Mahou Shoujo Serie die auch mich zu nachgespielten Verwandlungszenen im Sandkasten treiben würde.

Eine Serie also, die für Fans von düsteren Szenarios und tollen Animationen genauso geeignet ist wie für eingfleischte Magical-Girl-Gucker, die gerne etwas neues erfahren möchten.
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Avatar: The Gon#3
Anspruch:10
Story:10
Charaktere:8
Animation:10
Sound:10
Mahou Shoujo Madoka Magika

Vorweg: Mahou Shoujo Madoka Magika ist ein Anime, der es völlig ohne Vorschusslorbeeren geschafft hat einen unglaublichen Hype um sich herum aufzubauen, und zwar so sehr, dass es ihm schon nach 2/3 seiner Laufzeit gelang Suzumiya Haruhi no Yuuutsu auf 2channel, dem größten Internetforum der Welt, als meistdisskutiertesten Anime der Internetgeschichte abzulösen. Es ist ein Anime, der anders als es sein Ersteindruck vermittelt, in erster Linie wohl ältere Teenager und Erwachsene anspricht, weswegen ich ihn auch dementsprechend bewerte. Doch was steckt hinter dem Anime und ist er wirklich so gut wie ihn die von mir eben erwähnten Fakten vermuten lassen?



Story
Die Geschichte von Mahou Shoujo Madoka Magika beginnt wie ein klassischer Magical Girl Anime. Madoka, die Protagonistin der Geschichte wird von einem kleinen putzigem Wesen namens Kyubey das Angebot gemacht, ein Magical Girl zu werden. Von da an nimmt die Geschichte ihren Lauf. Was jetzt erstmal sehr unspektakulär klingt, wird schnell zu einem der athmosphärischsten und gut durchdachtesten Mystery-Anime den ich je gesehen habe. Ständig weis die Handlung seinen Zuschauer zu überraschen und zu fesseln und die Serie reißt einen wirklich in seinen Bann. Dabei punktet der Anime vor allem durch seine Entwickungen, Andeutungen und seine Spekulationsbasen, aber dazu später mehr.

Charaktere
Die Charaktere von Mahou Shoujo Madoka Magika, wirken auf den 1. Blick wie frisch aus der Magical-Girl Stereotypen-Box. Wir haben das Schüchternde Moe-Mädchen, die Freundin, die immer gut Gelaunte, die Geheimnisvolle usw. Doch sehr schnell belehrt der Anime seine Zuschauer eines besseren. Die Charaktere verändern sich mit dem erlebten spürbar und schnell wird der Anime fast zu einem Charakterdrama. Zwar ändern sich die Persönlichkeiten der Mädchen manchmal sehr abrupt, aber das ist durch die Story durchaus vertretbar, auch wenn manchmal ein klein wenig mehr Zeit bestimmt nicht geschadet hätte. Was ebenfalls sehr erfrischend ist, ist, dass die Charaktere alle wichtig und alle verschieden sind. Dass sich der Anime, wie viele Vertreter dieses Genres, nur auf 1-2 Hauptcharakter konzentriert, kann man Mahou Shoujo Madoka Magica wirklich nicht unterstellen. Im Gegenteil, alle relevanten Charakter wurden gut ausgearbeitet und in die Handlung integriert.

Sound
Der Sound von Mahou Shoujo Madoka Magika ist, mit einem Wort gesagt, bombastisch!. Die BGM ist unglaublich stimmungsvoll und unterstützt die Handlung athmosphärisch perfekt. In vielen Szenen fällt der Soundtrack, der von niemand geringeren als Yuki Kajiura stammt, nicht nur positiv auf, sondern man ist sogar dazu geneigt nochmals etwas zurückzuspulen um die unglaubliche dichte Athmosphäre, die durch Sound, Animationen und Story entsteht, nochmal genießen zu dürfen. Einfach Perfekt! Auch das Opening, aber vor allem das Ending sind sehr gelungen. Dabei unterstützt das Ending den Anime sowohl musikalisch, als auch optisch ausgezeichnet und man wird es sich wohl mehr als nur 1x komplett ansehen.

Animationen
Auch bei den Animationen gibt es nicht viel zu meckern. SHAFT hat durch seinen eigenen Stil beim Erzeugen der Welt von Mahou Shoujo Madoka Magica sehr gute Arbeit geleistet: zum einen die sehr reine, klare und helle Welt, in der unsere Charaktere leben, als auch in den abstrusen surrealen anderen Orten, in die sie im Verlauf der Geschichte geraten. Die gesamte Welt wird mit so vielen kleinen Details gespickt, dass man sich Szenen wirklich mehrmals ansehen muss, um alles mitzubekommen. Diese Details sind aber keineswegs grundlegend für das Verständis der Story, nein sie sind nur „Nice to know“, aber eben auch eine der Grundlagen für verschiedene Interpretations- und Skekulationsansätze des Animes - und das ist eben wirklich gut gemacht. Auch die Animationen unterstützen die Athmosphäre immer nahezu perfekt. Dass die Animationen stets flüssig sind und solche No-Goes wie Szenenrecycling ausbleiben, versteht sich denke von selbst. Das Einzige wo man vielleicht ein wenig kritischer sein kann, ist das Charakterdesign. Es passt zwar sehr gut in den Rest der Animationen, ist aber doch eher gewöhnungsbedürftig, aber auch nicht direkt schlecht. Um den Gesamteindruck aber spürbar zu trüben, reicht dieser kleine Makel dann doch nicht aus.

Anspruch
Wie oben schon geschrieben, ist der Anime sehr athmoshärisch und die Charaktere größtenteils glaubhaft. Doch das erklärt noch lange nicht die Popularität des Animes im größten Internetforum der Welt. Dies liegt viel mehr an den schon vorher angesprochenen Spekulationsbasen.
Denn der Anime legt bewusst falsche Fährten und versteckt sehr viele kleine Details im Hintergrund, im Soundtrack, den Animationen usw. Dadurch bietet er eine unglaubliche Masse an Spekulations- und „Interpretier-würdigem“ Material. Das trifft sowohl auf Story, als auch auf die Charaktere, und hier sowohl auf ihren Hintergrund, als auch auf ihre Persönlichkeit und Entwicklung zu. Ich empfehle an dieser Stelle wirklich, nicht alle Folgen in einem Rutsch durchzuschauen, sondern diese vom Anime gelegte Basis auch zu nutzen. Denn das ist zweifellos eine der der großen Stärken des Animes. Doch auch wenn man sich keine Gedanken zu den Andeutungen und Vergleichen, Anspielungen und Interpretationen des Animes macht, so ist er dennoch auf einem sehr hohen Niveau, eben aus jenen Gründen, die ich schon weiter oben erläutert habe. Auf jeden Fall hat SHAFT mit Mahou Shoujo Madoka Magika einen Anime geschaffen, der die Animewelt - völlig aus dem Nichts heraus - begeistern konnte.
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Avatar: Conny#4
„Du bist meine beste Freundin. Du bist meine einzige Freundin.“


Viele, die von diesem Anime im Vorfeld nichts gehört haben, werden hier eine typische „Mahou-Shoujo“ Serie erwarten, wo ein tapferes Mädchen, meistens von einem putzigen Tierchen begleitet, sich gegen die Mächte der Finsternis stellt. Solche Serien gibt es wie Sand am Meer und da ist dieser Anime, den ich jetzt einfach mal nur „Madoka“ nenne, eine herrliche Abwechslung. Die Serie wurde von allen Seiten im höchsten Maße gelobt und räumte sämtliche Anime-Preise ab. Ist das letzten Endes alles gerechtfertigt oder auch nur wieder ein zu hastig ausgelöster Hype? Um jetzt erst mal alle bangenden Madoka Fans zu beruhigen : Ja, der Anime verdient diese hohen Bewertungen und ja, die Preise gehen allesamt in Ordnung. Ich war auch sehr begeistert von dieser ungewöhnlichen Serie, die sich ein alt bekanntes Muster krallt und völlig neue Wege einschlägt, sodass dieser Anime ein wahrer Beweis dafür ist, dass man auch noch einer nostalgischen Story etwas neuartiges heraus locken kann. Dennoch gab es ein paar Kleinigkeiten, mit denen ich persönlich so meine Probleme hatte, weshalb Madoka jetzt nicht, für mich persönlich, zu den besten Animes gehört, die ich jemals gesehen habe.

Story

Die Story klingt eigentlich nach einem typischen Mahou-Shoujo Abenteuer : Schulmädchen können sich in magische Kriegerinnen verwandeln und müssen böse Hexen bekämpfen, die die Welt und die Menschheit bedrohen. Doch wer jetzt glaubt, wir bekommen hier eine völlig episodische Handlung zu sehen und ein total überladendes Recycling-Konzert wie Sailor Moon, der irrt sich gewaltig. Klar, der Kampf gegen die Hexen spielt schon eine enorm wichtige Rolle, aber hier spielen so viele Dinge eine viel wichtigere Rolle. Es geht um den Zusammenhalt in Extremsituationen, es geht um die Hoffnung, es geht um Freundschaft, um Rivalität und um die Frage, was man tun würde, wenn man einen Wunsch frei hätte. Man darf natürlich nicht zu viel verraten, denn jede noch so kleine ereignisreiche Szene würde jegliche Überraschung verderben, wenn man sie im Vorfeld erwähnen würde. Trotzdem so viel sei verraten : An dramatischen Szenen wird hier nicht gespart und immer wenn unsere Mädchen in Aktion treten, ist die Spannung auf dem absoluten Höhepunkt. So unberechenbar wie die ganze Story ist auch das Ende, Welches mich aber leider nicht zu 100% zufrieden stellen konnte, da es auf ein paar kleinere Fragen keine konkrete Antworten gegeben hat, was eigentlich sehr wünschenswert gewesen wäre. Dadurch wirkt das Ende zwar nicht komplett abgerundet, konnte aber durch den hohen Grad an Gefühlen und Emotionen dennoch zum größten Teil überzeugen.

Animation

Einer der vielen Aspekte, warum dieser Anime von den 08/15 Magical-Girl Serien abweicht ist der extravagante Zeichenstil von SHAFT, die uns auch schon optische Leckerbissen wie A Tale of Memories und A Tale of Melodies serviert haben. Gerade wenn die Hexen in Aktion treten bekommen wir eine atemberaubende Optik zu sehen, die sehr stark an den ebenfalls kunstvollen Anime Gankutsuou erinnert. Etwas gewöhnungsbedürftig ist das Charakterdesign, an das man sich aber nach einigen Folgen gewöhnt. Alles ist hier mal wieder auf niedlich, unschuldig und jung gezeichnet, weshalb man diesem Anime anfangs niemals eine solch tiefsinnige Geschichte zutrauen könnte.

Soundtrack

Madoka bietet uns ein fantastisches Opening, Welches den Zuschauer sehr geschickt in die Irre führt. Das Lied ist rockig, versprüht Spannung und Gute Laune zugleich und würde auch hervorragend zu einer herkömmlichen Mahou-Shoujo Serie passen. Das Ending hingegen spiegelt eigentlich die wahre Gestalt dieses Animes wider. Wir bekommen ein sehr düsteres, fast schon unheimliches Lied zu hören, dass einfach jedes mal (wenn es erscheint) eine hochkarätige Gänsehaut erzeugt. Leider taucht dieses Ending viel zu selten auf, was ich nicht ganz nachvollziehen konnte, da man so ein überragendes Lied ruhig in jeder (ok, außer vielleicht in der letzten Folge) Folge hätte mit einbringen können. Auch die Synchronsprecher machen hier einen gewohnt guten Job, auch wenn unsere Hauptfigur eine leicht quietschige Stimme hat, die in wenigen Situationen etwas nerven kann. Besonders überrascht haben mich auch hier die Hexen, die mit einer derart unheimlichen Soundkulisse ausgestattet wurden, dass man sich fast schon wie in einem japanischen Horrorfilm fühlt.

Charaktere

Im Mittelpunkt steht meistens die kleine Madoka, die eigentlich ein zufriedenes Leben führt. Auch wenn sie sicherlich bei den meisten Fans unfassbar beliebt ist, so hatte ich mit ihr die meisten Probleme. Das größte Problem ist einfach ihre unfassbare, viel zu nah am Wasser gebaute, Art, die mich anfangs zwar noch leicht amüsierte, aber später zunehmend aufregte, denn Madoka vergießt hier vielleicht die ein oder andere Träne zu viel, aber vielleicht war das ja auch gewollt und ganz abwegig betrachtet ein kleiner Seitenhieb Richtung Sailor Moon. Der Rest ist irgendwo zwischen sympathisch und einfach nur überragend genial anzusiedeln. Wir haben Sayaka, Madokas beste Freundin, die viel erwachsener und reifer wirkt als Madoka und eine ziemlich interessante Geschichte vorweisen kann, die ruhig ein wenig mehr Intensität verdient hätte. Dann haben wir Mami Tomoe die noch reifer und noch erfahrener als Sayaka wirkt. Sie ist eine Figur, die man eigentlich nur mögen kann, da sie stets offenherzig und gut-launig daher kommt, dabei aber nie ihr klares Ziel aus den Augen verliert. Dann gibt es hier natürlich auch eine wilde Kampfsau, die hier auf den Namen Kyouko hört. Sie wirkt wie eine echte, typisch für rothaarige, Rebellin, die für den nötigen Zündstoff in dieser Serie sorgt. Dann gibt es noch das kleine weiße „Irgendwas“ namens Kyubey, dass den scheinbar typischen tierischen Begleiter der Heldinnen darstellt, wie es bspw. Lunar und Artemis in Sailor Moon waren. Doch in Kyubey steckt so unfassbar viel Mysterium drin, dass ich klar sagen muss, dass dieses komische Ding zu den interessantesten Figuren im ganzen Anime gehört und nur noch von einer Person weit in den Schatten gestellt wird. Und damit sind wir auch schon bei Homura, meiner absoluten Lieblingsfigur im gesamten Anime. Es ist wirklich lange her, dass mich eine Anime-Figur derart aus den Socken gehauen hat, denn wenn es etwas gibt was ich liebe, dann sind es Figuren, die anfangs total unsympathisch wirken und sich später zu den besten Charakteren im gesamten Konzept entwickeln und durch die Entwicklung dieser Figur, wirkt die unsympathische Aura aus der Anfangszeit absolut folgerichtig. Und exakt so eine Figur ist Homura, die anfangs wie eine typische Kuudere wirkt - ruhig, wortkarg, emotionslos und eiskalt. Doch je mehr man über sie und ihre Beweggründe erfährt, umso faszinierter ist man und man ist einfach nur begeistert, wie man so eine clevere Figur überhaupt kreieren kann. Insgesamt ist der Cast von Madoka also bärenstark, da in jedem Charakter viel mehr drin steckt, als man im ersten Moment ahnt, auch wenn unsere Hauptperson eine kleine Belastungsprobe für die Nerven werden kann.

Empfehlung

Meine besondere Empfehlung geht an die Leute, die von dem Anime bisher höchstens das Cover oder allerhöchstens das Opening kennen. Je weniger man im Vorfeld über diesen Anime weiß umso besser, denn umso überraschter wird man hinterher sein. Trotzdem ist dieser Anime auch insgesamt betrachtet eine klare Empfehlung und eine willkommene Abwechslung für das typische und inzwischen langweilig gewordene Mahou-Shoujo-Genre.



Fazit

Bombastische Bilder, toll ausgearbeitete Figuren, viel Dramatik und ein überragender Soundtrack. Madoka ist zurecht so gehyped, auch wenn das Ende für mich persönlich NOCH ausgereifter hätte sein müssen und Madoka mit weniger Heulkrämpfen deutlich angenehmer gewesen wäre.
Madoka bekommt 8,5 von 10 roten Haarbändern.


8,5/10
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Avatar: dajosch#5
Anspruch:mittel
Action:mittel
Humor:wenig
Spannung:viel
Atmosphäre:sehr viel
Hoffnung und Verzweiflung


Wer glaubt mit Puella Madoka Magica einen waschechten Verteter des Magical Girl Genres vor sich zu haben, der irrt sich gewaltig: Puella Madoka Magica ist vor allem eine Faust'sche Tragödie, ein Sinnbild und eine perfekt funktionierende Storymaschine - alles Dinge, die man im allzu formulaischen, von kitschigen Konventionen beherrschten Magical Girl Genre ganz sicher nicht erwartet. Tatsächlich macht Puella Madoka Magica vieles anders, und hat bis auf einige wenige Tropen nichts wirklich mit dem namensgebenden Genre gemein.

Da passt es dann auch nur, dass dieser Anime ganz sicher nicht für Kinder oder die übliche Zielgruppe gedacht ist. Denn, unter der flauschig rosa Decke von typischen Moe-Protagonisten, die man in den ersten zwei Folgen noch präsentiert bekommt, zeichnet sich spätestens ab Folge drei eine Atmosphäre dunkler Vorahnung und aufkeimender Düsternis ab. Eine Atmosphäre, in dem die Serie im Verlauf der Story immer mehr und mehr hineindriftet. Es ist der Stoff einer wahren Tragödie, in dessen Verlauf sich die symbolische Schlinge um den Hals der Protagonisten immer weiter zu zieht und sich die Handlung immer weiter auf die unweigerliche Katastrophe hin verdichtet.

Einen Verlauf, den die Serie wie keine Zweite in Szene setzt. Die Bilder wandeln sich langsam von wunderschön positiven Landschaftsmalereien, hinüber zu bedrohlichen Sonnenuntergängen, melancholisch düsteren Regennächten bis hin zu apokalyptischen Stadtruinen. Die Musik von ruhigen Pianoklängen, über traurige Violinsoli hin zu episch-bösen Mischungen aus Metal und Chor. Die Handlung selbst wartet mit Wendungen auf, die nicht nur immer tragischer werden, sondern sich im Ganzen an der Tragödie als solches orientiert - was ist wahrhaft tragisch, wenn nicht der Verlust der Hoffnung und der Fall hinab in endlose Verzweiflung? Was, wenn nicht die völlige Unabänderlichkeit des grausamen Schicksals?

Alles aber auch alles in dieser Serie ist darauf aus, dieser Thematik, dieser Essenz der Tragödie selbst ein Gesicht zu geben. Ob, Musik, Bilder oder Szenenwahl, so gut wie nichts wirkt wirklich unpassend oder übertrieben; Alles passt zusammen mit einer Kraft, die ich von diesem Ausmaß bisher nur im genauso exzellent tragischen Samurai X: Trust and Betrayal antreffen konnte. Und wie auch dort, bleibt einem am Ende des Ganzen nur eines übrig: pure Ehrfurcht vor diesem emotionalen Vorschlaghammer von einer Serie.

Ein Kennzeichen eines echten Kunstwerks.

Dass die handwerklichen Dinge auch für sich allein genommen bereits so gut funktionieren wie sie es tun, trägt einen maßgeblichen Teil zur Faszination dieser Serie bei: die Story ist wendungsreich und bleibt immer spannend und fokussiert. Nachdem ich einmal angefangen, konnte ich die Serie nicht mehr weglegen bis ich sie durch hatte - an einem Tag versteht sich. Die Musik ist variiert und eingängig und ich werde wahrscheinlich in den nächsten Wochen den Soundtrack länger auf Youtube hören dürfen bzw. müssen. Besonderes Lob verdient die Art-Direction: Ich habe seit Seirei no Moribito keine solch eindrucksvoll aussagekräftigen Landschaftsbilder mehr gesehen und die Darstellung der Hexenlabyrinthe gehört mit zum avantgardistischsten, was ein Anime mir bisher geboten hat, einzuordnen irgendwo in einer Mischung von Dada, Expressionismus und Animationen der Marke Monty Python vs. Yellow Submarine. Klingt merkwürdig, ist aber großartig.

Nach so viel Lob, wo bleibt da noch Raum für Kritik? Vielleicht ist es zum Teil zu experimentell in den Darstellungen und verliert gerade dort manchmal den Fokus. Vielleicht sind die Charaktere bisweilen zu naiv; deren Szenen zu verkitscht. Vielleicht ist es zum Teil etwas zu zielgerichtet in seiner Thematik, lässt kaum wirkliche Diskussion über den Inhalt zu und verliert so von dem Anspruch den es durchaus hat. Vielleicht wirkt der Magical Girl Inhalt zum Teil etwas zu aufgesetzt. All das sind aber Kleinigkeiten, deren Bewertung jedem Einzelnem selbst überlassen ist. Für das was dieser Anime ist, ist er jedenfalls vor allem eins: verdammt gut.

Fazit:
Der Ersteindruck täuscht: diese Serie ist nichts für Kinder! Puella Madoka Magica ist poetisch, tragisch, spannend und visuell eindrucksvoll - ein Meisterwerk, dass von seiner Atmosphäre der dunklen Vorahnungen lebt und es versteht den Zuschauer durch seine absolut stringente und wendungsreiche Story gefangen zu nehmen. Eine wahrhaft große Tragödie.
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Titel

  • Japanisch Mahou Shoujo Madoka Magica
    魔法少女まどか☆マギカ
    Status: Abgeschlossen
    Veröffentlicht: 07.01.2011 ‑ 22.04.2011
    Studio: SHAFT Inc.
  • Englisch Puella Magi Madoka Magica
    Status: Abgeschlossen
    Veröffentlicht: 10.02.2012 ‑ 02.05.2012
  • Deutsch Puella Magi Madoka Magica
    Status: Abgeschlossen
    Veröffentlicht: 30.03.2012 ‑ 25.05.2012
    Publisher: Universum Anime
  • xx Synonyme
    Mahou Shoujo Madoka Magika

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