Anime Beschreibung

Anime: Shiki
© 小野不由美・藤崎竜/集英社・屍鬼製作委員会
Sotoba, ein Dorf mit 1.300 Einwohnern umgeben von dichten Wäldern. Das Leben ist ruhig, zu ruhig für einige der jungen Bewohner. Man kennt und grüßt einander und die einzige Besonderheit ist ein grotesk deplatziert wirkendes Schloss europäischen Stils, das noch unbekannte zukünftige Einwohner des Ortes auf einem Hügel errichten ließen.

Eines Nachts dröhnt der Lärm eines Umzugslasters durch das Tal und die neuen Bewohner des Schlosses, eine sehr exzentrisch wirkende reiche Familie samt Personal, die sich nur selten zeigt, bezieht ihr Domizil. Die Einwohner sind natürlich sofort sehr interessiert an den Neuankömmlingen, doch wird ihre Aufmerksamkeit schon bald auf ein ganz anderes Thema gelenkt. Nach und nach erkranken immer mehr Dorfbewohner, von jung bis alt, an einer mysteriösen Krankheit, die sie innerhalb von Tagen das Leben kostet, wobei die Ursache eine Art Anämie zu sein scheint, für deren Auftreten es aber keine Erklärung gibt. Sowohl der Leiter des örtlichen Krankenhauses Ozaki Toshio als auch der Tempelpriester Murio Senshin versuchen fieberhaft hinter die Ursache dieser „Epidemie“ zu kommen, während der 15-jährige Natsuno Yuuki mehr und mehr das Gefühl bekommt, dass etwas nicht stimmt mit den Todesfällen und die Ursache vielleicht etwas ganz anderes sein könnte als eine simple Krankheit …
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Anime Rezensionen

Avatar: Rippuvan#1
Shiki - Graf Dracula verlegt seine Burg…
nach Japan.

Die Vampire sind mit ihrem klassischen Genre zurückgekehrt. Nur ein klein wenig anders. Ehrlich gesagt, ging ich anfangs gar nicht mit der Erwartung heran, dass es sich um Vampire handelt, wenn auch es mir nach kurzer Zeit klar wurde und 2 Folgen später dann auch die Bestätigung kam. Wir haben es also mit einer Animefassung eines Vampirromans zu tun. Nun gut, klingt doch gar nicht so schlecht…


Story
Die Story lässt sich eigentlich schnell zusammenfassen, deshalb erlaube ich mir etwas weiter auszuholen.
Wir sind in Japan, irgendwo in einem kleinen Dorf in einem Gebirgstal, das sich leicht von der Außenwelt abschneiden lässt. Vor kurzem hat dort eine reiche Familie eine alte Burg Stein für Stein wieder zusammensetzen lassen und ist dort eingezogen, ohne je richtigen Kontakt zu den Dorfbewohnern aufzunehmen. Für gewöhnlich ist in dem Dorf mehr als nur Tote Hose, was einigen Bewohnern missfällt. So auch der Schülerin Megumi Shimizu, die deshalb am liebsten so schnell wie möglich in eine Stadt ziehen möchte, leider verschwindet sie eines nachts spurlos, sodass das ganze Dorf in Aufruhr versetzt wird. Und da geht das Ganze auch schon los, ein Suchtrupp findet sie bewusstlos im Wald und bringt sie nach Hause. Jedoch wird ihr Zustand mit der Zeit immer schlimmer bis sie schließlich stirbt.
Als dann fortlaufend andere Bewohner des Dorfes exakt dasselbe Schicksal erleiden, werden die Überlebenden misstrauisch. Einige verlassen die Stadt, andere versuchen die Wahrheit über die Ereignisse herauszufinden. Der einzige Arzt der Umgebung hält es zunächst für einen neuartigen Virus, jedoch erkennt er nach kurzer Zeit, dass diese Annahme mehr als nur falsch war, als plötzlich die totgeglaubten Bewohner im Schatten der Nacht wieder auftauchen und die Reihen der Überlebenden weiter lichten.

Im Prinzip ein guter Ansatz, jedoch nicht optimal umgesetzt, da viele Bewohner des Dorfes überzeichnet engstirnig handeln und die Wahrheit nicht akzeptieren wollen oder die Existenz der Untoten nicht als Möglichkeit in Betracht ziehen, auch wenn sie einen der Toten gesehen haben. Außerdem verläuft die Geschichte sehr geradlinig und einseitig, weswegen die Dinge für die „böse“ Seite etwas zu gut zu verlaufen scheinen.

Später nimmt die Story eine kolossale Wendung ein, bei der die Situationen der zwei Seiten sich komplett umdrehen. Außerdem ändert sich da auch der Stil der Serie, man kann darüber streiten, ob dies nun gut war oder nicht. Ich finde mit dieser Wendung kam der Anime erst richtig in Fahrt.

Charaktere
In Sachen Charaktere hat Shiki schon etwas Interessantes geschaffen. Wenn man sich gerade an eine Person als wichtigen Charakter gewöhnt hat, stirbt er auch schon wieder weg.
So fängt es an mit (der oben erwähnten) Megumi Shimizu, die wohl zentrale Person der ersten Folge,
bis sie dann stirbt und einige Tage später wiederaufersteht.


Weiterhin erwähnenswert wäre Natsuno Yuuki, ebenfalls Schüler und Pessimist aus Überzeugung. Er selbst hält auch nicht viel vom Status Quo des Dorfes, entwickelt sich mit der Zeit aber zu einer zentralen Figur im Kampf gegen den Tod, als er jemanden verliert, der ihm gerade erst wichtig geworden ist. Also tut er sich mit zwei Kindern zusammen, die schon früher die Gefahr, die von der Burg ausgeht, gewittert haben.
Letztendlich war er der mir sympathischste Charakter, da er im Gegensatz zu den anderen eine nachvollziehbare Entwicklung durchmacht. Leider wird er im späteren Teil des Animes etwas sehr vernachlässigt, weshalb er irgendwie sehr passiv herüberkam.

Währenddessen versuchen auch der Arzt und der Priester des Dorfes auf eigene Faust die Umstände aufzuklären um die Bevölkerung zu retten.

Doch auch die Gegenseite hat einen Helfer, der die Fäden hinter den Aktionen der „Wiedergekehrten“ zieht.

Etwas seltsam ist, dass oft die zu Untoten gewordenen Charaktere sich bezüglich ihrer neuen Situation nicht nachvollziehbar benehmen, als ob ihnen ihr altes Leben plötzlich egal wäre u.ä..
Jedoch werden es mit der Zeit so viele solcher Charaktere, dass es wieder sinnvoll erscheint. Ist ja irgendwie langweilig wenn jeder gleich normal reagiert.

Animationen und Sound
An sich sind die Animationen klasse, nur hat der Zeichenstil einige Besonderheiten, die zwar nicht wirklich schlecht, aber gewöhnungsbedürftig sind. So haben einige Charaktere recht interessant abstrakte Frisuren und die Augen der Untoten sind meistens fast vollständig schwarz.

Die Synchronisation ist allgemein sehr gut ausgefallen, jedenfalls ist mir nie etwas Negatives aufgefallen.

Das erste OP und zweite ED von Buck-Tick sind beides sehr gute Songs die gut zur Atmosphäre passen. Das erste ED ist nichts Besonderes, aber in Ordnung. Ich muss zwar zugeben, dass ich das zweite OP mag, dennoch passt es nicht wirklich zu diesem Anime, man hätte es lieber beim Ersten belassen sollen.

Sonstiges
Man sollte sich eigentlich fragen, warum der Anime denn Shiki heißt, eine einfach Erklärung, die im Verlauf des Animes abgegeben wird:

Die Untoten, die anfangs „Wiedergekehrte“ genannt wurden, wollen nicht als Vampire bezeichnet werden, sodass sie den Namen übernehmen, den der Priester des Dorfes für sie verwendet, nämlich Shiki.


Fazit
Eine klassische Vampirgeschichte, die mit Variationen nach Japan verlegt wurde und einen interessanten Handlungsansatz bietet mit Charakteren, die zwischenzeitlich gezwungenermaßen die Seiten wechseln und so sehr interessant werden könnten, doch wird die Geschichte etwas zu geradlinig und oberflächlich abgearbeitet, bleibt jedoch trotzdem spannend. Über den letzten Teil kann man sich streiten, entweder ist er das Feuerwerk der Serie oder Murks, für letzteres spricht leider das Ende, viel zu vorhersehbar. Man könnte sagen, genau was man erwartet und nicht, was man gern hätte.

Shiki erhält von mir 8,1 von 10 Punkten
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Avatar: Pilop
V.I.P.
#2
Die Vampir-Zombies greifen an! Auch wenn diese Aussage inhaltlich korrekt ist, wirkt sie dann doch um einiges reißerischer und billiger, als es Shiki über weite Strecken ist. Gute Ansätze, mäßige Inszenierung, schlechtes Ende. Shiki fällt leider in die Kategorie jener Anime, die weit mehr Potential haben würden, als sie letztendlich nutzen.


Meine Erwartungen an Shiki waren sicherlich nicht gering, denn ich kannte den noch laufenden Manga und er gefällt mir auch. Gleichzeitig war ich aber auch skeptisch was eine Anime-Adaption angeht, denn Horrorgeschichten sind nie einfach zu inszenieren und auch Shiki ist in dieser Hinsicht keine leichte Aufgabe. Dazu verläuft die Geschichte zu gemächlich und setzt zu sehr darauf die ungewisse und immer bedrohlichere Atmosphäre zu vermitteln, in der sich die Charaktere bewegen. Hier reicht der Anime nicht an den Manga heran, auch wenn man von keinem völligen Versagen sprechen kann. Es wirkt hier einfach weniger intensiv, was zumindest für mich auch zu Teilen am Faktor Farbe liegt, wo Buntheit atmosphärisch gegenüber Schwarz-Weiß schlicht den Kürzeren zieht.

Verhindert man dadurch nun zwar Spitzenleistungen, wäre die Inszenierung der Szenen noch gar nicht das große Problem. Viel schwerer wiegt die sinkende Qualität im Erzählfluss. Während man zunächst noch den Manga ziemlich genau umsetzt, wurde den Produzenten im letzten Viertel schließlich spät aber doch klar, dass in den 22 Episoden auch ein Ende inkludiert sein muss... und dementsprechend sieht der letzte Teil der Serie dann aus. Spürt man zunächst nur ein langsam ansteigendes Tempo in der Erzählung, wird durch die finalen Episoden nur noch durchgehetzt, was hier gravierende Folgen hat. Jegliche Feinheiten in der Geschichte und Charakterinterpretation und –interaktion werden ignoriert und das Ganze wird auf möglichst kontrastreiche Extreme reduziert, die nicht nur durch den übersteigerten Gewaltgrad billig wirken. Hinzu kommt, dass man, da die Mangavorlage noch nicht soweit ist, auf deren Vorlage, einen Roman, zurückgreifen musste, von dem der Manga aber schon abweicht, weshalb das Ende auch inhaltlich nicht mehr völlig zum Rest passt, wenn etwa vormals noch wichtige Charaktere plötzlich mehr oder weniger von der Bildfläche verschwinden. Kurz gesagt: Das Ende ist einfach schlecht und zerstört schon in den Episoden davor viele der Qualitäten der Geschichte.

Wenn ich das alles jetzt so kritisiere, dann vor allem deshalb, weil Shiki an sich Potential hat. Die Geschichte ist mehr als eine simple Vampir vs. Menschen, im Sinn von Schwarz vs. Weiß Erzählung. Dadurch, dass die Shikis ihre menschliche Persönlichkeit behalten, wird ihr Verhalten von menschlichen Ängsten und Begierden beeinflusst und alte Konflikte mit anderen Dorfbewohnern verlagern sich lediglich auf eine neue Ebene. Gleichzeitig wird aber auch versucht ein ambivalentes Bild einer dörflichen Gemeinschaft zu zeigen, wo die Nähe gleichzeitig auch Druck bedeutet. Positiv sind auch die drei Hauptfiguren der Geschichte anzumerken, insbesondere der Dorfarzt, dessen Vernunft mitunter eng am Wahnsinn zu liegen scheint, der aber letztendlich die ganze Serie trägt. Aber selbst die übliche Teenagerfigur kann sich hier mit ihrer sozial abweisenden Persönlichkeit durch vergleichsweise wenig naives Handeln positiv hervortun. Der Dritte im Bunde, der Dorfpriester, wäre vielleicht sogar die anspruchsvollste der Figuren, nur leider liegt der Höhepunkt seiner Geschichte am Ende, wo für Feinheiten wie beschrieben kein Platz mehr ist und entsprechend wenig überzeugend wirkt er schließlich.
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Avatar: Eliholz
V.I.P.
#3
Anspruch:mittel
Action:mittel
Humor:nichts
Spannung:mittel
Soundtrack:7
Shiki oder Menschen sind auch nur Tiere ist ein Mystery-Anime, der in einem abgelegenen Dorf spielt, in welchem plötzlich eine Epidemie auszubrechen scheint. Der Zuschauer fragt sich, was es genau damit auf sich hat und ob nicht mehr dahinter steckt, genau so baut Shiki seine Spannung auf.


Mehr und mehr Informationen werden über das Rätsel preisgegeben, doch oft ist dem Zuschauer schon vorher klar, worauf das Ganze hinausläuft. So wünscht man sich oft, dass die Story schneller voranschreitet, aber der gute Arzt braucht immer mehr Opfer der mysteriösen Krankheit und so zieht sich das Ganze ein wenig in die Länge.
Nichtsdestotrotz hält der Anime den Zuschauer neugierig, auch wenn er sich ein wenig dafür gedulden muss.
Von Anfang an ist dem Zuschauer klar, dass es sich hierbei um vampirähnliche Wesen handelt, das ist zunächst vielleicht auch gewollt, bis es den Protagonisten jedoch klar wird, dauert es aber einige Zeit.

Der Anime bietet eine Vielzahl an Charakteren, von denen die meisten aber lediglich Mittel zum Zweck bleiben. Was aber macht Shiki denn überhaupt sehenswert?
Das ist einfach zu sagen: die Masse und die beiden Rassen. Hier geht es um Gut und Böse, wer hat das Recht zu leben und wer nicht. Welche Situationen machen den Menschen zum Tier, was hat das mit Mitläuferei zu tun, ist der menschliche Wille stärker als seine Triebe. Hier kommen die Schatten der Menschen zu Geltung und man wird später nicht mehr zwischen Gut und Böse unterscheiden können.
Wäre das Ganze nicht mit langatmigen Dialogen in die Länge gezogen, hätte Shiki eine etwas höhere Wertung bekommen, man hätte hier sogar noch mehr auf den Konflikt der beiden Rassen eingehen können, schade eigentlich, denn Potenzial war da.

Animationstechnisch entspricht der Anime seinem Setting und daran gibt es kaum was auszusetzen. Gestik und Mimik der Charaktere transportieren hervorragend ihre Gefühle und das, was abstoßend wirken soll, tut es auch.
Die Hintergrundmusik spiegelt die Atmosphäre gut wider, Openings und Endings sind durchschnittlich, lediglich das erste OP vermag es, die Stimmung des Anime hervorragend rüberzubringen. Die Synchronsprecher leisten hier allesamt einen hervorragenden Job und erwecken die Charaktere beinahe zum Leben. Schreie wirken glaubwürdig und bringen die Emotionen gut rüber.

Shiki kann faszinieren und einen in seinen Bann ziehen, lässt hin und wieder aber etwas Langweile aufkommen, was den Gesamteindruck etwas trübt. Insgesamt kann man dieses Werk aber jedem Mystery-Fan empfehlen, der gegenüber einem verstörenden Weltbild nicht auszusetzen hat.
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Avatar: -Jin-#4
Nach Hakaba Kitaro versucht sich der Programmblock noitaminA hier zum zweiten Mal an einer Horror-Serie. Während ersteres eher mit seltsamen Charakteren, bizarren Umgebungen und Comedy zu überzeugen versuchte, kommt Shiki um einiges geradliniger daher und hat fast schon etwas Klassisches an sich. Das mag wohl daran liegen, dass die Ursprungsquelle ein Roman aus dem Jahre 1998 ist, der sich wiederum stark an älteren Vampir-Geschichten orientiert.
Für mich war es auf jeden Fall eine willkommene Abwechslung.


Die Handlung von Shiki ist relativ einfach gehalten und bietet auch im Verlauf nur wenig Überraschungen. Dem Zuschauer wird sehr schnell deutlich gemacht, was hinter alldem steckt, während die Charaktere in der Geschichte selbst ziemlich lange brauchen. Dieser, zugebenermaßen sehr langsame, Erzählstil mag für einige vielleicht uninteressant und teilweise frustrierend sein, aber mich hat es nicht gestört. Es kommt selten genug vor, dass sich ein Anime die Zeit nimmt seine Geschichte zu erzählen; und daneben versteht es Shiki nach und nach eine bedrückende Stimmung aufzubauen, so dass ich nie das Interesse verlor. Gruselig war es leider nie wirklich, da das meiste doch recht vorhersehbar war, aber einige Szenen haben mich schockiert…auf emotionaler Ebene, und das ist durchaus positiv zu verstehen. Wie alles schließlich endet ist auch nicht überraschend, aber es ist wirksam, faszinierend und ich möchte es wirklich gerne grandios nennen…aber leider stören hier, sowie generell im gesamten Verlauf einige Faktoren, die mein Vergnügen an der Serie minderten.
Zum einen sind da die Charaktere. Der Cast an sich ist vielfältig und durchaus interessant, aber viel zu groß. Deshalb bleiben die meisten von ihnen bis zum Ende ziemlich blass, weshalb oftmals das „Mitgefühl“ fehlte. Unter diesem Gesichtspunkt ist es umso ärgerlicher, dass ein Charakter, dem man vergleichsweise sehr viel Zeit gab sich zu entfalten, so nutzlos ist und gegen Ende so irrational handelt. Generell gab es für mich einige logische Probleme bezüglich Verhalten von Charakteren und Geschehen im Allgemeinen. Zu viele unnachvollziehbaren Entscheidungen und künstlich wirkende Wendungen trübten stellenweise den Unterhaltungswert.

Speziell zur Produktion möchte ich noch etwas sagen. Das Animationsstudio Daume hat bisher Standardkost abgeliefert und diese waren nicht einmal wirklich gut. Mit Shiki aber, ist ihnen Großartiges gelungen. Zugegeben, das Charakterdesign war selbst für mich gewöhnungsbedürftig, obwohl ich nicht die geringsten Probleme mit noitaminAs vorheriger Serie Saraiya Goyou hatte. Da gebe ich aber dem Manga die Schuld und „billig“ sehen die Charaktere nun wirklich nicht aus. Seltsamerweise ist das Design für die unwichtigen Figuren, insbesondere den altem Menschen, unglaublich realistisch und detailliert; zudem kommen flüssige Animationen, abwechslungsreiche Umgebungen und kreative Kameraeinstellungen. Und an dem stimmungsvollen Soundtrack habe ich auch nichts auszusetzen.

Was ist Shiki also? Leider funktioniert er als Horroranime nur bedingt, da der Gruselfaktor über weite Strecken doch relativ gering ist; auch als Charakterstudie macht er keine gute Figur, da der Großteil der Figuren bis zum Ende ziemlich eindimensional bleibt. Aber all das waren lediglich kleine Ärgernisse, als ich mich erst einmal in das beschauliche Dörfchen Sotoba aufgemacht habe. Shikis Geschichte ist fesselnd, atmosphärisch, brutal, grausam, faszinierend…und fast grandios.
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Avatar: Amilabes#5
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Man nehme alte, traditionelle (und vor allem nicht glitzernde, edward-mäßige) Vampire, eine optisch sehr ansprechende Kulisse, bombastische Musik und seltsame Frisuren, die gegen jegliche physikalischen Gesetze aufbegehren und man erhält: Shiki.

Es ist ein heißer Sommer in den 90er Jahren als eine Reihe unerklärlicher Todesfälle das schöne, aber sehr abgeschottete Dörfchen Sotoba erschüttert. Frauen und Männer, alte wie auch junge Menschen sterben unter ungeklärten Umständen. Einige Dörfler, wie auch der junge Arzt Toshio Ozaki vermuten eine Epidemie, andere wiederum flüstern, es hinge mit der geheimnisvollen Familie Kirishiki, welche das große europäischen Schloss namens Kanemasa am Ortsrand erst kürzlich bezog, zusammen.

Zugegeben, es ist wahrlich kein Horror-Anime, wie ich ursprünglich erhofft hatte, es lässt sich eher den Genres Mystery oder auch (Psycho-)Drama zuordnen. Aber nachdem ich einmal angefangen hatte, konnte ich gar nicht mehr aufhören. Der langsame, sehr in das allgemeine Dorfleben einführende Erzählstil sorgte für eine langsam aber stetig aufsteigende Spannung, was mir persönliche sehr gefallen hat, aber sicherlich nicht jedermanns Sache ist. Später gewinnt der Anime dann weiter an Fahrt als die drei Hauptfiguren, der Arzt Toshio Ozaki, der junge Priester Seishin Muroi und der Schüler Natsuno Yuuki unabhängig voneinander langsam hinter das Geheimnis der Todesfälle kommen. jeder der drei hat sowohl eine andere Sicht auf das Dorf, als auch auf die Todesfälle, welches es sehr spannend gemacht hat, jeden der drei zu begleiten. Ein kleines Manko war, dass man öfters im Vorfeld schon erahnen konnte, wie die Charaktere als nächstes handeln werden. Im zweiten Teil der Serie (etwa kurz nach der Hälfte) kommt der Anime von den Mystery-Elementen ab, was natürlich einerseits sehr schade ist, jedoch dem Anime die Möglichkeit für eine neue Thematik eröffnet: einer gewissen Form der Gesellschaftskritik. Auch dieser Spagat ist zugegebener Maßen sehr gewöhnungsbedürftig hat mir jedoch ebenfalls sehr gut gefallen. Am Ende war mir persönlich ein bisschen zu viel übertriebene Gewalt und Splatter in den Folgen, jedoch war es durchaus noch fesselnd und man wollte wissen, wie es mit seinen Lieblingscharakteren, und auch dem Dorf, weitergeht.

Die Cast ist sehr groß und anfangs sehr unübersichtlich, gerade in den ersten Folgen muss man aufpassen, damit man nicht den Überblick verliert. Es gibt sehr viele unterschiedliche Charaktere, welche zum Teil sehr interessant, anders und sogar polarisierend wirken. Ein guter Teil des Casts wirkt aber auch etwas farblos und langweilig, allerdings geht dieser Aspekt aufgrund der großen Anzahl der Charaktere unter, weswegen er nicht schwer ins Gewicht fällt. Auch sind viele Charaktere sehr sympathisch, sodass man schon etwas traurig ist, wenn er der sie verstirbt.
Besonders interessant finde ich den Protagonisten Natsuno Yuuki, welcher sich in seiner Denk- und Handlungsweise herrlich abhebt, sowohl von den Charakteren des Animes, als auch von den Hauptfiguren vergleichbarer Werke.Von den Nebencharakteren finde ich vor allem den 18jährigen Tohru und die Tochter der Kirishikis, Sunako, erwähnenswert, deren Stories, Gedanken und Schicksale meiner Meinung nach sehr zum Nachdenken anregen.

Die Animation gefällt mir sehr gut, auch wenn die Haare der Charaktere sehr unrealistisch und unnötig grotesk ausfallen (mit einigen wohlfrisierten Ausnahmen). Der Soundtrack ist wirklich genial und passt perfekt.

Alles in allem haben wir hier einen guten Anime, der sehr spannend anfängt und leider etwas schwächer und vorhersehbarer wird. Die Handlung ist zwar gut durchdacht, aber letztlich nicht so wendungsreich wie ich es mir gewünscht hätte und auch das Ende gefällt mir nicht zu 100%. Aber letzten Endes wird dies durch die liebenswerten (oder auch sehr stark verhassten) Charaktere, den bombastischen Soundtrack und die ethischen Thematik mit Dramatik- und Mystery-Faktor wieder voll wettgemacht. Auch wenn der Anime einiges falsch gemacht hat, muss ich doch gestehen, gebe ich ihm fünf Sterne, einfach weil er mich, seitdem ich ihn kenne (und dass sind ein paar Jahre) nie wirklich losließ und ich immer wieder über die Handlung und auch die Charaktere nachdenke. Da es nur sehr wenige Animes geschafft haben, derart präsent in meinem Kopf zu sein, gebe ich 4 + 1 Sterne.
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