Das Verschwinden der Haruhi Suzumiya (Anime) ➜ Forum ➜ RezensionenSuzumiya Haruhi no Shoushitsu / 涼宮ハルヒの消失

  • TypFilm
  • Episoden1 (~)
  • Veröffentlicht06. Feb 2010
  • HauptgenresDrama
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonLight Novel
  • ZielgruppeMännlich

Anime Rezensionen

Hier findest Du sowohl kurze als auch umfangreichere Rezensionen zum Anime „Das Verschwinden der Haruhi Suzumiya“. Dies ist kein Diskussionsthema! Jeder Beitrag im Thema muss eine für sich alleinstehende, selbst verfasste Rezension sein und muss inhaltlich mindestens die Kerngebiete Handlung und Charaktere sowie ein persönliches Fazit enthalten. Du kannst zu einer vorhandenen Rezension allerdings gern einen Kommentar hinterlassen.
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Avatar: Wetter#1
Anspruch:9
Action:7
Humor:wenig
Spannung:sehr viel
Story:10
Die Haruhi Mania geht in eine neue Runde. Doch diesmal lässt sich Kyo-Anime nicht lumpen.
Statt wieder eine oft kritisierte Endless Eight Story zu bringen, hat man sich der eigenen Novell bemächtigt und das war eine gute Idee.

Es ist Weihnachtszeit in der Welt unserer Haruhi und alles scheint wie immer.
Doch als eines Tages Kyon wieder zur Schule geht, merkt er schnell das etwas nicht stimmt.
Haruhi ist verschwunden und auch all seine Freunde erkennen ihn nicht mehr. Selbst eine einstige Erzrivalin von Kyon ist wieder in der Schule.
Verzweifelt versucht Kyon herauszufinden was los ist. Als die Hoffnung schon schwindet, sieht er Haruhi. Doch es ist nicht die Haruhi die er kennt. Nur durch geschicktes Kombinieren schafft er es endlich eine Verbindung mit Nagato herzustellen. Doch um die Raumkonstellation wiederherzustellen erwartet Kyon eine schwere Aufgabe, die ihn einige Überwindung kostet und sogar um Leben oder Tod entscheidet!


Wow, die Überraschung ist gelungen. Die Trailer haben es schon angedeutet, doch was erwartet den Haruhi Fans wirklich? Novellleser wissen es vielleicht schon, doch wie gut setzt Kyon-Anime das um?
Um es zu verdeutlichen: Sehr gut!
Die Story bietet Spannung und Tiefgang. Kyon und Nagato Fans kommen voll auf ihre Kosten. Haruhi hat sogar überraschend wenig Screentime, doch in Hinblick auf die Story darf dies nicht verwundern. Und allein wegen der Story, ist der Film keinesfalls langweilig.
Sogar typische Haruhi Slapsticks und Komedieeinlagen sind ganz schnell passé.

Mit einer Länge von ~2:40h ist der Film sehr lang geraten. Doch dadurch bekommt man auch zum besonderen Genuss über Kyons Gefühls- und Gedankenwelt und die Geschichte kann vollständig ausgespielt werden.

Zum Rest braucht man eigentlich nicht viel mehr sagen. Es ist wie immer bei Haruhi.
Und ich muss sagen: Es war Großartig. Die Besonderheit von Haruhi kam diesmal voll zum tragen. Das "Mystische" wie eins in der 1. Staffel wurde wieder toll eingefangen.

Haruhi Fans sollten ihn daher 100pro guggn!
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Avatar: Takashiyo#2
Haruhi verschwindet — wortwörtlich. Die Welt ist nicht mehr so, wie sie einmal war. Diese Veränderung bildet den Katalysator für die qualitativ beste Geschichte, die ich bisher bestaunen durfte. Geprägt wird dieser Film vor allem dadurch, dass er sich beinahe ausschließlich um Kyon und seine Reaktion auf die gegenwärtige Extremsituation dreht. Dabei werden seine Gefühle für Haruhi und allen damit verbundenen Ereignissen ihrer vergangenen Zeit auf den Prüfstand gestellt.


Genau wie der Zuschauer wird Kyon ins eiskalte Wasser geworfen und hat keine Ahnung, was gerade mit ihm oder seiner altbekannten Umgebung passiert ist. Besonders interessant wird die Geschichte dadurch, dass Kyon die treibende Kraft der Handlung ist und maßgeblich selbst bestimmt in welche Richtung die Geschehnisse laufen. Auch wird es dem Zuschauer erlaubt, Kyon auf seinem Selbstfindungstrip zu begleiten, denn allem voran seine Psyche wird gründlich durchleuchtet, bis er im weiteren Verlauf der Handlung den wohl — wie ich finde — epischsten inneren Monolog aller Zeiten hält. Zudem gewinnt die Geschichte zusätzlich an Ernsthaftigkeit, da Haruhi storybedingt nur wenige Auftritte hat, weshalb humorvolle Einlagen nach dem Prolog ein äußerst selten anzutreffendes Element sind.

Ebenfalls herausragend präsentiert sich der komplexe Handlungsbogen, den man ohne die zweite Staffel gesehen zu haben nicht verstehen kann. Wenn man die dortigen Zwischenfälle nicht kennt, dann wird man der tiefgreifenden Handlung nicht folgen können. Zudem wird mit einer Menge unvorhergesehener Wendungen aufgewartet, die jedoch nicht an den Haaren herbeigezogen wirken, sondern zusammen ein erstaunlich schlüssiges Gesamtbild ergeben. Mit einer Laufzeit von 161 Minuten ist Disappearance ein ziemlich langer Film, aber er wirkt weder in die Länge gezogen, noch kommt es zu Langeweile. Dafür ist die aufgebaute Atmosphäre zu fesselnd und die Handlung zu spannend. Durch die Kinoproduktion befinden sich die Animationen und Hintergründe auf einem noch höheren Niveau, als man es ohnehin schon von KyoAni gewohnt ist. Sie beweisen einmal mehr, dass sie herausragende Kreativität besitzen und beglücken den Zuschauer mit einer Reihe von inszenierungstechnisch intensiven Szenen.

Fazit:
Für mich ein Meisterwerk und gleichzeitig der bisherige Höhepunkt der Haruhi-Reihe. Durch das radikale Umschwenken der Hauptthematik hin zur Charakterentwicklung und dem Fokus auf Kyon wird das schlummernde Potenzial der Serie vollkommen ausgeschöpft und bietet die beste Unterhaltung.
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Avatar: Devilcooker#3
Neues von Haruhi? Ja, aber diesmal geht es vorranging um einen: Kyon
Erinnern wir uns, Kyon, sarkastisch ohne Grenzen, manchmal ein wenig zu resigniert gegenüber der Welt und Haruhis Ideen, eigentlich durch nichts mehr zu schockieren, nach all dem, was er dank Haruhi erleben durfte, und sich selbst meist nicht verstehend, warum er sich das alles antut, doch immer auf der Suche nach dem besten Weg, dass alles endlich wieder normal und ruhig ist. Ja, das ist Kyon.

Zumindest war er das, bis zu diesem Film.
Denn aus unerklärlichen Gründen wandelt sich Kyon diesmal, wieder einem Chaos gegenüber stehend, welches wohl nur er lösen kann, zu einem verzweifelten und emotional völlig verstörten Kyon, der weitaus zu lange braucht, sein rationales, lösungsorientiertes Selbst wiederzufinden.

Soviel zu Kyon. Ansonsten folgt der Film dem normalen Haruhi Schema, die Welt verfällt in ein Chaos, und Kyon macht sich auf den Weg, das wieder zurecht zu biegen. Dabei fängt der Film eher schwach an, gerade weil diese charakterliche Veränderung Kyons mehr als verstörend ist, steigert sich dann aber ein wenig, um in einer wirklich gähnend langweiligen letzten halben Stunde zu enden.

Verwirrend ist auch der Soundtrack. So übertrieben pompös, dass man das Gefühl hat, einer mittelalterlichen Schlacht beizuwohnen. Sollte dies ein Versuch sein, die Dramatik zu unterstreichen, so ist dies arg fehlgeschlagen. Das Outro dagegen ist unglaublich schön, so schön, dass endlich Emotionen entstehen können, die den Film über durch den ansonsten so lautstarken Soundtrack eher weggeblasen wurden.
Graphisch erwartet einen die Qualität, die man aus Haruhi gewohnt ist. Kann man nicht klagen.


Den Film zu empfehlen fällt schwer. Wer überzeugter Haruhi-Fan ist, wird ihn sowieso früher oder später sehen. Wer Haruhi "solala" bis "ganz ok" fand, dem möchte ich raten, sich diesen Film nicht anzutun. In 2 Stunden und 40 Minuten kann man statt dessen knapp 8 Folgen einer einen mehr ansprechenden Serie genießen!
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Avatar: N1ghtM4r3xD#4
"Suzumiya Haruhi no Shoushitsu" ,so der Titel des neuen Stücks von Kyoto-Animation die ein weiteres Buch der Haruhi-Novels auf der Leinwand visualisiert. In diesem Movie sind Kyon und Yuki als Protagonisten zu betrachten . Es ist Weihnachtszeit und kurz vor dem Fest wird die Welt um Kyon herum plötzlich auf den Kopf gestellt. Haruhi ist scheinbar spurlos verschwunden und Koizumis Klasse ist wie vom Erdboden verschluckt. Kyon versucht die aufsteigende Panik zu überwinden und der Sache auf den Grund zu gehen.Dieses Mal hat man sich der Novel-Vorgabe voll und ganz hingegeben und das mit Erfolg, denn der Film überzeugt mit anhaltender Spannung,Tiefe und guter Inszenierung.


Story


Die Geschichte setzt Mitte Dezember, mit einer weihnachtlichen Stimmung auf der North High an.
Weihnachtsvorbereitungen laufen und Haruhi ist bester Laune .Jedoch findet sich Kyon von einem Tag auf den anderen in einer ihm völlig unbekannten bzw. veränderten Welt hervor.Haruhi ist nicht vorzufinden, Koizumis ganze Klasse scheint es nie gegeben zu haben und jemand der verschwunden schien wünscht Kyon einen "guten Morgen " und setzt sich auf Haruhis Sitzplatz .
Was soll das? So, Kyon der völlig verwirrt versucht der Sache auf den Grund zu gehen und dabei auf hinterlassene Hinweise aus der gewohnten Welt trifft, die ihm helfen könnten die Welt wieder auf den richtigen Pfad zu bringen.Schließlich trifft er schon in Verzweiflung endlich auf Haruhi die ihn jedoch nicht zu kennen scheint .Er bringt sie dazu ihm zu glauben was passiert ist und versucht mit ihrer Hilfe und den anderen Mitgliedern der Brigade eine, wie sich herausstellt sehr komplizierte Raum-Zeit Veränderung in Kontrolle zu bekommen .Dabei gilt es für ihn einige schwere Entscheidungen zu treffen und sogar sein Leben in Gefahr zu bringen...
Die Storyline ,die den Novellesern schon bekannt sein sollte bietet Spannung ,hält diese bis zum Ende aufrecht und stellt dadurch hohen Unterhaltungswert auf die Beine.


Der Film stellt sich als eins der Highlights des Frühlings oder sogar Jahres heraus und Kyo-Animation ist wohl bei der Verfilmung kaum etwas vorzuwerfen .

Animationen;Sound

Animationen und Backgrounds sind im gewohnten Haruhi-Stil und sogar noch etwas qualitativer als im TV-Anime.Kontraste und Musikuntermalung sind passend und auf einem hohen Niveau.

Tiefgang
Die Story bietet außer,ordentlich Spannung auch ziemlich viel Tiefgang was vor allem den inneren Konflikt von Kyon und die Entwicklung von Nagato betrifft die hier als Protagonisten gesehen werden können.Vor allem interessant ist dies bei Nagato zu beobachten die sich im Laufe der Bekanntschaft mit den Mitgliedern der Brigade doch Stück für Stück zu verändern scheint und anfängt menschliche Emotionen einwenig wahrzunehmen.

Empfehlung/Rewatch
Dieser Film ist eine sehr gelungene Fortsetzung der Haruhi Serie.Jedem der etwas für die TV-Serie übrig hatte ist der Film wärmstens zu empfehlen.
Ohne Hintergrundwissen wird der Film für Einsteiger der Serie jedoch unmöglich zu verstehen, da er mit vorherigen Episoden der Serie "interagiert".
Den Film werde ich mir mit Sicherheit erneut ansehen(spätestens sobald die DVD draußen ist :D) obwohl ich die Story schon aus den Novels kenne .
Dies liegt wohl daran das der Film mich ziemlich begeistert hat und "Sehr gut " unterhalten konnte.
Vor allem hatte man das selbe Gefühl als würde man die 1. Staffel, die mysteriös und ungewöhnlich daherkam gucken, wobei Komedieanteile und Slapsticks fehlen .Dies macht den Film natürlich nicht weniger sehenswert!
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Avatar: Ouka#5
Anspruch:10
Action:wenig
Humor:wenig
Spannung:10
Erotik:wenig
Ich habe mich etwas aus der Animewelt zurückgezogen. Das liegt leider daran das es kaum noch aktuelle Titel gibt die mich interessieren. Mich so dermaßen umhauen das ich noch Tage später darüber diskutieren könnte.

Doch momentan scheine ich Glück zu haben. Erst Evangelion 2.22, und nun The Disappearance Of Haruhi Suzumiya. Und ich muss sagen, das war ganz großes Kino. Jede einzelne Minuten war ein Genuss.


Da viele den Film noch nicht gesehen habe werden, verzichte ich auf jegliche Spoiler und verzichte auf Namen oder die genaue Beschreibung der Handlung. Wenn ihr den Film gesehen habt, wisst ihr aber worüber ich schreibe.

Der knapp Drei Stündige von Fans sehnsüchtig erwartete Kinofilm basiert wie auch schon die Serie auf Nagaru Tanigawas mit Illustrationen von Zeichnerin Noizi Itos Light Novel Reihe. Der Film basiert auf den Vierten Band "Suzumiya Haruhi No Shoushitsu". Im Gegensatz zu den anderen Drei Bänden ist dies der Erste Band der eine forlaufende Geschichte erzählt die nicht nach einem Chapter beendet ist.

Jetzt fragt man sich, war die Zweite Staffel denn nur ein Scherz um einen Kinofilm anzukündigen? Genau das könnte man denken. Jedoch auch wieder nicht. Denn Erstens wollte man mit der, meiner Meinung nach, tollen Zweiten Staffel natürlich Geld machen, und Zweitens sollte man die Episoden gesehen haben um den Kinofilm zu verstehen.

Man versteht nicht nur einige Hintergründe besser, auch ergibt nun die Erste Episode "Bamboo Leaf Rhapsody" einen Sinn. Hat man die nicht gesehen, dürfte dies für einige Verwirrung sorgen wenn man dann den Kinofilm schaut.

Die Kinofilm Adaption geht ebenfalls auf das Konto von Kyoto Animation und Regisseur Tatsuya Ishihara. Da man mit der Zweiten Staffel viele Fans verärgert hat, entschied man sich dazu, als ob es eine Wiedergutmachung wäre, einen 161 Minütigen Spielfilm nachzulegen. Und spätestens jetzt dürfte auch wieder Friede zwischen Fans und Kyoto Animation wie ihrem Regisseur Tatsuya Ishihara herrschen. Denn das war großes Können was Kyoto Animation hier abgeliefert hat.

Das war ein Film wo ich endlich mal wieder behaupten konnte das er mich wahrlich berührt hat. Völliger Verzicht auf Ecchi. Ein erwachsenes, beinahe schon düsteres Winter Szenario. So trostlos. Und das erste mal in dieser Serie spürte auch ich sie, ohne das die Hauptdarstellerin eine große und entscheidene Rolle in diesem Film spielte, die Melancholie.

In diesem Film hat nicht Haruhi Suzumiya die Hauptrolle. Es handelt sich um einen anderen tollen Charakter der hier seinen ganz großen Auftritt hat. Und für diesen Auftritt gebührt jenem Charakter mein absoluter Respekt.

Erstmals gibt es bei einer Haruhi Suzumiya Geschichte eine wirklich trostlose Atmosphäre. Natürlich gibt es wieder einige kurios witzige Szenen, aber auf Humor hat man fast komplett verzichtet. Man hat am Ende eher das gefühl das man am liebsten heulen möchte. Ein echtes Drama eben. Aber vom Science Fiction trennte man sich nicht. Doch dies wäre auch nicht von Vorteil gewesen

Natürlich wünschen wir uns am Ende des Films alle etwas, doch dieser Wunsch wird nicht in Erfüllung gehen. Und eigentlich wissen wir das auch schon alle während wir den Film schauen. Aber für einen Moment kann man ja mal träumen.
Der ruhige Soundtrack, wie aber auch die grandiosen Sprecher erledigen dann das restliche Programm. Ein Programm welches zusammen mit Nagaru Tanigawas meisterhaft geschriebener Geschichte als eine der vielleicht Besten Anime Adaptionen der letzten Jahre, wenn nicht sogar überhaupt, bezeichnet werden darf.

Fazit:

Das waren 161 Minuten absolute Melancholie. Und ich garantiere euch das keine dieser 161 Minuten verschwendet sein wird. Belohnt wird man dazu noch mit einer so wunderschönen finalen Kulisse die man einfach nicht mehr vergessen will.

Doch damit man wirklich den kompletten Film genießen kann sollte man die Zweite Staffel schauen, oder zumindest die Erste Episode "Bamboo Leaf Rhapsody".

Klar gab es hier und da bestimmt einige Situationen wo man sich vielleicht gewünscht hätte das man endlich mal etwas mehr erfährt, jedoch wurde aber auch schon wieder so viel geklärt das man sich sofort wieder so viele neue Fragen stellt. Vielleicht macht das diese unglaubliche Serie ja überhaupt aus.

Ich zumindest liebe diesen Film. Und dieser erhält verdiente 10 von 10 Punkte. Und dies schafft bis auf Evangelion eigentlich kein Anime mehr bei mir. Dies war ohne Diskussion die bisher beste Geschichte aus dem Haruhi Suzumiya Universum.
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Avatar: Pilop
V.I.P.
#6
Man sollte es ja vermeiden in unreflektierten Fanboyjubel auszubrechen, aber Suzumiya Haruhi no Shoushitsu macht das einem schon sehr schwer, denn dieser Film macht einfach alles richtig. Der inhaltlich wahrscheinlich beste Band der Vorlage, die bisher beste Inszenierung aller Haruhi-Adaptionen und als Extra auch noch alles in Kinoqualität. Als Fan ist man beim Abspann wunschlos glücklich, aber auch diejenigen, für die Haruhi nur eine Serie unter vielen ist, sollten ruhig einen Blick riskieren, denn der Film präsentiert sich inhaltlich und atmosphärisch deutlich anders als die bisherigen Adaptionen.


Ich könnte jetzt noch in vielen weiteren Abwandlungen schreiben wie toll und super der Film ist, aber das würde wahrscheinlich nur die Wenigsten interessieren, wenn es nicht durch ein paar inhaltsbezogene Kommentare angereichert wird. Besonders leicht ist das in diesem Fall allerdings nicht, denn fast alles was man über die Handlung sagen könnte, wäre schon wieder ein Spoiler, weshalb ich es bei allgemeinen Bemerkungen belassen muss. Allen voran bietet dieser Film Antworten auf eine gern gestellte Frage: Warum tut sich Kyon den ganzen Ärger mit Haruhi eigentlich an? Hatte man als Zuschauer auch schon bisher eine ziemlich gute Vermutung was das betrifft, stellt sich nun auch Kyon selbst dem Thema Haruhi und reflektiert über ihre Bedeutung in seinem Leben. Der Charakterisierung von Kyon – und anderer Charaktere – wird hier also einiges an Raum gegeben und wenig überraschend ist damit nicht nur die allgemeine Atmosphäre anders, sondern auch die Stimmung seiner inneren Monologe, in denen die meisten Zeit kein Platz ist für den altbekannten Sarkasmus. Was unter normalen Umständen fatal wäre, fällt hier nicht weiter auf, denn dazu ist das Ersatzprogramm einfach zu interessant, spannend und mitreißend. Die Handlung an sich spielt sich, wie man der Beschreibung schon entnehmen kann, unter geänderten Umständen ab, was den charakterbezogenen Teil auch überhaupt erst möglich macht. Im weiteren Verlauf muss man zwar über den Großteil der Laufzeit komplett auf Humor verzichten, doch knüpft man mit haruhiesken SciFi-Entwicklungen wieder an die Gepflogenheiten der Serie an.

Man kann den Film sicher als Referenzwerk dafür sehen, was KyoAni zu leisten vermag, wenn man dem Studio die richtige Vorlage, das passende Budget und eine großzügige Filmlänge gibt: eine Adaption, wie sie eigentlich nicht besser sein kann, welche die Atmosphäre der Vorlage perfekt einfängt. Von Panik und Verzweiflung über Resignation bis hin zu Hoffnung wird stimmungsmäßig die ganze Palette von Kyons emotionaler Achterbahnfahrt perfekt eingefangen und in die mit dem Grundton des Films harmonierende bläulichgraue, triste Winterlandschaft eingebettet. Und kommt es schließlich doch wieder zu humorlastigen Szenen, dann verfehlen auch diese ihre Wirkung nicht und wirken vielleicht durch den Kontrast sogar noch stärker.

Für all jene, die vielleicht bisher nur die erste Staffel gesehen haben, sei noch angemerkt, dass für ein vollständiges Verständnis des Films zumindest die Kenntnis der Episode Bamboo Leaf Rhapsody und eigentlich auch von der ersten beiden sowie der letzten Episode des Endless Eight Arcs aus der zweiten Staffel notwendig ist.

Fazit:
Haruhi at its best. Inhaltlich und inszenierungstechnisch sicher der Höhepunkt der bisherigen Haruhi-Anime.
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Avatar: Acuros#7
Dieser Film und die damals kurz nach Erscheinen des Films auftretenden Bewertungen, die schon fast unverschämt hoch wirkten, haben mich überhaupt dazu verleitet, der "Welt" von Haruhi eine Chance zu geben, denn vorher konnte ich mich einfach nicht dazu durchringen.

Letztendlich habe ich die Entscheidung nicht bereut, wenngleich ich trotzdem nicht, auch nicht durch den Film, zum Haruhiisten werde. Endless Eight tat weh, aber wie bereits in anderen Kommentaren erwähnt, ist dieser Abschnitt (bzw. Folgen 1 und 8) durchaus wichtig für den Sehgenuss, ebenso Bamboo Leaf Rhapsody. Generell sollte man die Serie gesehen haben, um mit dem gesamten Geschehen warm zu werden. Schließlich handelt es sich gewissermaßen um eine Fortsetzung.


Handlung
Allzuviel sollte man nicht erzählen, es wäre ja doch ein Spoiler. Die erste Viertelstunde wirkt noch ganz normal. Weihnachten rückt näher, Kyon durchlebt tapfer die Kälte und eine neue Eskapade seitens Haruhi, denn eine Weihnachtsfeier soll anstehen. Doch dazu kommt es nicht, denn am Morgen danach ist die Welt nur scheinbar die Gleiche. Fortan kann man Kyon beobachten, wie er auf die gravierende Änderung reagiert (das Warum an sich klärt sich später im Film) und wie er diese Änderungen bewältigt. Im Vordergrund stehen somit auch seine Beweggründe für spätere Entscheidungen und Handlungen sowie seine generelle Einstellung zu Haruhi, zur SOS-Brigade und all dem übernatürlichen Kram. Auch wenn ich ein Weilchen gebraucht habe, um warm mit der Handlung zu werden, letztendlich hat sie mir sehr gefallen.

Charaktere
Die große Hauptrolle trägt Kyon, der fast schon aus seinem Charakterbild ausbricht. Wer Kyon mal besonders emotionsgeladen und verzweifelt sehen wollte, der ist hier richtig. Vorher konnte man das in Ansätzen eigentlich nur in The Sigh of Haruhi Suzumiya sehen, also Staffel 2. Problematisch ist nur, dass die Veränderung recht rabiat und plötzlich kommt und seine Verzweiflung stellenweise (gerade im früheren Teil) aufgesetzt wirkt. Später wird das Ganze verständlicher, aber leider eben erst später. Und die vielen "Handgreiflichkeiten" erschienen mir einfach unpassend. In dieser Kategorie muss sich der Film von mir leider Kritik gefallen lassen, ein etwas dezenteres Vorgehen hätte sicher eine positive Wirkung gehabt.
Die anderen Charaktere, nun ja ... nur so viel: Es ist erstens mal etwas anderes, und zweitens zeigt sich im Laufe des Films auch, dass Haruhi auch ganz anders sein kann als üblich, auch wenn sie das nicht ohne Weiteres eingestehen würde. Etwas, worauf man lang warten musste, weil es bisher nur wenig durchschien. Ansonsten: Seht selbst

Optik
Man muss Kyoto Animation für diese Arbeit wirklich in hohen Tönen loben, wobei sie vermutlich auch ein größeres Budget hatten. Aber dieses haben sie gut genutzt, sodass der Film ausnahmslos ein großes Sehvergnügen darstellt. Wüsste nicht, wo ich was bemeckern sollte, falls tatsächlich Schludereien gibt, hab ich sie nicht gesehen oder sie waren gut versteckt. Weiter braucht es keine Details, denn die gesamte Optik ist einfach tadellos.

Akkustik
Rein für sich genommen sind die Lieder im Film ziemlich toll. Das Titellied ist das aus Staffel 2, passt aber zur typischen Animestimmung am Anfang des Films. Das Abspannlied wiederum untermalt die Schlussstimmung gut. Ansonsten gibt sich der Soundtrack recht pompös, manchmal vielleicht ein wenig zu viel. Insgesamt gefällt die musikalische Untermalung ziemlich gut. An den Synchronsprechern gibt es nix zu meckern, hier wurde erneut saubere Arbeit geleistet. Ein Punkt mehr auf der Liste für Gründe, sich Animes im Originalton zu genehmigen.

Fazit
Der nicht völlig gelungene Abschnitt nach dem von Kyon genannten Prolog, dank etwas ungünstiger Präsentation von Kyons Beweggründen, schmälert den Gesamteindruck ein kleines Bisschen. Trotzdem, der Film ist großartig und entschädigt mehr als genug für den Flopp namens Endless Eight. Ohne entsprechende Vorkenntnisse wird man vielleicht ein bisschen Verständnisprobleme haben, aber sonst gibt es von mir an alle Nicht-Haruhiisten eine klare Anschauempfehlung, Haruhiisten dagegen sehen den Film ja ohnehin unaufgefordert ;)
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Avatar: CurryKing92#8
Anspruch:sehr viel
Action:wenig
Humor:wenig
Spannung:sehr viel
Erotik:wenig
Mein Review zu: The Disappearance of Haruhi Suzumiya

Persönliche Meinung:
Der FIlm gehört für mich zu den besten der letzten Jahre und zwar auf die gesamte Filmindustrie bezogen.
Er stellt mit Leichtigkeit die TV-Serie in den Schatten, wiederum würde The Disappearance of Haruhi Suzumiya
ohne The Melancholy of Haruhi Suzumiya nicht funktionieren. Es ist faszinierend wie gut Kino-Film und TV- Produktion ineinandergreifen. Ich werde Spoiler so gut es geht vermeiden, da auch ich Filminfos so gut es ging aus dem Weg gegangen bin.

Emotional ist der Film ein Meisterwerk, das steht für mich völlig ausser Frage.
Wenn ein Film es schafft die Emotionen derart gut zu transportieren wie TdoHS, dann haben die Produzenten schon vieles richtig gemacht. Ich hatte noch nie ein derart beklemmendes Gefühl in der Brust, wie bei diesem Film. Man kann die Verzweiflung von Kyon regelrecht schmecken und verdammt! Das nimmt einen schon aufs heftigste mit. Im großen und ganzen kann man sagen das der Film auch die "Die Verzweiflung des Kyon" hatte heißen können. Im Zentrum steht ganz klar die Beziehung von Kyon zu Haruhi. Dem Ewigen Nörgler wird klar, das er es nicht akzeptieren könnte wenn alles auf einmal "Normal" wäre. Wobei es aus seiner Sicht ja unnormal wäre. Alle die er schätzen (und vielleicht auch lieben) lernte, sind schlagartig aus seinem Leben verschwunden.
Am Anfang droht Kyon an der Situation zu zerbrechen, doch er fängt sich und versucht von da an, alles wieder gerade zu biegen...
Man sollte noch anmerken das zumindest aus der Sicht des Haruhi Universums, die Story doch relativ unverworren ist. Klar fragt man sich bis zum Ende was sich die Autoren einfallen lassen haben, um die
Seltsamen Ereignisse zu erklären. Tatsächlich ist das Ende auch ziemlich charmant umgesetzt und ich hätte bis zu diesem Schlüsselereignis nicht gedacht, das der Übeltäter ein ganz anderer ist als man das anfangs vermutet. Darüber hinaus bietet der Film noch dein ein oder anderen Schockmoment bei dem einem die Kinnlade runterklappt. Um es anders auszudrücken der Film bietet mehr als genug WTF Momente.
Zum Schluss bleibt noch zu sagen: Der Film macht verdammt Appetit auf mehr! Ich will mehr ich will einen zweiten Film oder ne dritte Staffel, die die Geschichte um Haruhi, Kyon und all die anderen zu ende erzählt.
Oh Gott ich will noch so viel mehr schreiben aber dann würde ich bis zum abwinken mit Spoilern um mich werfen...
Kommen wir zu einem anderen Punkt, der technischen Seite des Films.

Animationen:
Die Animationen sind butterweich und ich würde sogar soweit gehen und sagen das dieser Film neue Maßstäbe setzt! Detailreichtum bis in die hinterste Ecke, Cgi und Animation greifen derart perfekt ineinander ,das selbst NGE 2.0 alt aussieht. Was bei NGE 2.0 schon gut aussah, wurde bei TdoHS zur Perfektion getrieben. Kein Hintergrund erweckt den Anschein als sei er nur Kulisse, vielmehr hat man permanent das Gefühl, die Protagonisten könnten jeden Augenblick, mit irgendetwas im Hintergrund interagieren. Auch die Charaktere sehen durchgehend hervorragend aus. In diesem Punkt gibt sich der Film keine Blöße.

Synchronisation:
Die Japanischen Sprecher legen die Latte wieder mal ordentlich hoch, so das man das Gefühl hat keine alternative Syncro dieser Welt könnte dem Film gerecht werden. Kyon hat sich selbst in dieser ausweglosen Situation seinen Sarkasmus behalten, wobei es manchmal eher wie Galgenhumor anmutet. Auch die Andern Sprecher sind auf einem gewohnt hohen Niveau unterwegs, allerdings muss die Leistung von Tomokazu Sugita (Kyon) wirklich hervorgehoben werden. Er schafft es stehst seine Stimme und Aussprache an das derzeitige geschehen anzupassen.

Fazit:
Wer The Melancholy of Haruhi Suzumiya nicht mochte wird diesen FIlm bestimmt auch nicht mögen, aber allen Sympathisanten sei gesagt, das der Film ein absoluter Pflichtkauf ist. Er treibt die Geschichte nach dem endless Eight Debakel endlich wieder voran!
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Avatar: Aodhan
V.I.P.
#9
Nach der durchwachsenen zweiten Staffel war ich etwas skeptisch, als ich davon erfuhr, dass gerade mein Lieblingsband auf Zelluloid gebannt werden sollte, aber zum Glück hat KyoAni diesmal auf seltsame Sperenzchen verzichtet. Der Film ist eine nahezu werktreue Adaption vom vierten Band der Light Novel.

Das erklärt auch die Überlänge (ca. 160 Minuten), denn so gut wie jede Szene vom Original hat ihren Weg in den Anime gefunden. Über den Inhalt kann ich natürlich wenig sagen, jedenfalls nicht mehr als in der Beschreibung steht und der Titel spricht ja auch schon Bände. Nur eines sei gesagt: der Film ist anders als die Serie, nämlich viel ernster. Von Haruhis Eskapaden bleibt man weitestgehend verschont und selbst Kyon hält sich mit seinem Sarkasmus zurück. Im Anbetracht der Probleme, die auf ihn warten, ist das aber auch in Ordnung. Ich hatte jedenfalls nicht das Gefühl, dass der Film zu ernst ist.

Handwerklich hat KyoAni alles richtig gemacht. Die Animationen sind auf gewohntem Niveau und die Regie bringt Kyons Gefühlswelt und die dramatischen Szenen perfekt rüber. So war der Anime für mich dann auch trotz Kenntnis der Handlung ziemlich spannend. Um die zu verstehen, sollte man übrigens die Episode "Bamboo Leaf Rhapsody" aus der zweiten Staffeln kennen (die erste Staffel natürlich erst recht), denn der Film ist kein eigenständiges Werk, sondern baut auf den beiden Staffeln auf. Zwangsläufig bedeutet das auch, dass er sich in erster Linie an Fans richtet. Wer mit Haruhi vorher nichts anfangen konnte, wird am Film wohl keine große Freude haben.

Mir gefällt Haruhi (die Serie, nicht die Person) aber und nicht zuletzt deswegen wurde ich vom Anime sehr gut unterhalten. Besonders gefallen hat mir, dass diesmal Yuki - mein Lieblingscharakter - im Vordergrund steht und dann ist der vierte Band eben auch die beste Geschichte, die der Autor bis jetzt geschrieben hat.
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Avatar: The ACK#10
Anspruch:viel
Action:wenig
Humor:mittel
Spannung:sehr viel
Romance:wenig
Hi Leute,
seit langem mal wieder ein Kommentar, diesmal zu "Suzumiya Haruhi no Shoushitsu".

Aber wie fange ich am besten an? Hmm wie wärs wenn ich damit beginne dieses Movie , vor allem den Leuten die die 28 Folgen der Serie gesehen haben, unbedingt ans Herz zu legen. Denn hier erwartet euch eine echte Perle der Anime-Kunst! Wieso? Weiter lesen und rausfinden! ;)>


Erst muss ich einmal ein paar Punkte klarstellen, die ich im Laufe weiter erläutern werde.
Erstens handelt es sich meiner Meinung nach bei diesem Film nicht wirklich um ein Drama. Es kommen zwar dramatische Szenen vor aber die sind eher subtil.
Zweitens sagen viele Haruhi hätte kaum Screentime. Wenn man die mit Kyon's vergleicht mag das zwar Stimmen aber sie tritt oft und lange genug auf...also keine Sorge.
Drittens könnte man das Movie auch eine knapp 3 Stunden Episode aus der Serie bezeichnen.
Viertens ist es wirklich wichtig die 2 Staffeln gesehen zu haben um der Story 100%ig folgen zu können... sonst verpasst man den genialen AHA!-Effekt der an besonderen Schlüsselstellen auftritt.

Aber was ist nun eigentlich los?Haruhi hat wieder mal eine "glänzende" Idee. Sie beschließt eine Weihnachtsfeier der SOS Brigade zu organisieren. Sie ist so aufgedreht wie immer und man könnte denken alles wäre beim alten. Als Kyon allerdings am nächsten Tag zur Schule geht ist es alles andere als das! Haruhi ist verschwunden. Alles ist so als wäre sie nie in dieser Schule gewesen. Keiner kennt sie, die SOS Brigade existiert nicht und auch deren Mitglieder sind nur normale Menschen und behaupten das sie mit Kyon noch nie etwas zu tun gehabt hätten.

Das als Einleitung. Was nun folgt ist Kyon's Odysee durch eine ihm fremdgewordene Welt und seine Suche nach Antworten über den Verbleib von Haruhi und die Umstände die zu ihrem Verschwinden geführt haben. Der Zuschauer begleitet ihn auf eine extrem spannende Schnippseljagd immer wieder unterbrochen von Szenen in denen man seine Verwirrung und Ausweglosigkeit mitfühlen kann. Diese wird aber nicht übertrieben weil Kyon immer rational bleibt und sein Ziel nie aus den Augen verliert. Dies ist auch der Grund wieso ich den Film nicht als reines Drama ansehen kann denn sobald er wieder ein Teil des Puzzels gelößt hat beruhigt sich seine Verzweiflung wieder bzw. steigert es seinen Tatendrang ohne jedoch an Spannung und Storyfluss einzubüßen.

Ist dann der erste Lösungsabschnitt geschafft lässt "Back to the Future" grüßen und es liegt an ihm seine verlorene Welt wieder zu der zu machen die sie vorher war. Wie gesagt ist es sehr empfehlenswert die Serie gesehen zu haben weil man sonst manche Situation schlecht nachvollziehen kann.

Nun zu den Charakteren. Ohne zu viel verraten zu wollen kann ich euch sagen das ihr von manchen Chars überrascht sein werdet. Vor allem da diese ja jetzt normale Menschen sind. Vor allem Nagato sticht hier deutlich hervor. Sie ist die wichtigste Schlüsselfigur des Films. Und Kyon... hmm naja Kyon ist der einzige der so geblieben ist (obwohl er des öfteren ungewohnt emotional reagiert) wie er war auch wenn ihm durch die neue Situation seine zynischen Bemerkungen ein wenig im Hals stecken geblieben sind. Allerdings gibt es Momente in denen er wie gewohnt seinem Wesen freien Lauf lässt ^^ (ich sag nur "könntest du dir einen Pferdeschwanz binden...ah dein Charm ist gerade um 36% gestiegen" xD> ) Er erlebt auch eine Art von Selbstfindung in der er in einem inneren Monolog seine Zeit mit Haruhi und den anderen SOS Mitgliedern Revue passieren lässt und eine entscheidende Schlussfolgerung trifft. Serienkenner wie ich dürften aber weniger überrascht sein da diesbezüglich in den 28 Folgen das eine oder andere Mal schon etwas hervorgeblitzt ist.

Zeichnugstechnisch dürfte hier auch nichts zu bemängeln sein. Habs auf HD gesehen... war einfach ein Augenschmaus. ^^

Aber macht dies das Movie wirklich sehenswert? OH JA!!! Kyon's Suche nach Wahrheit und Ausweg ist wirklich ein Musterbeispiel für erzählerisches können. Die knapp 3 Stunden sind dermaßend schnell um das man es gar nicht merkt. Der rote Faden zieht sich vom Anfang bis Ende und nahezu lückenfrei durch und die Spannung und Storyfluss sind so gut geraten das man trotz der Länge des Films nie das Gefühl auch nur einer langweiligen Minute bekommt. Das Ende ist auch gut gelungen und ich bin mir sicher das in zukünftigen Staffeln, wie schon aus der Serie bekannt, noch auf das ein oder andere Geschehen zurückgegriffen wird.

Also zurücklehnen und mitfiebern. Hier gibts für alle Haruhi-Fans ne 100%ige Empfehlung! ;)

Auf Bald
The Ack
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Avatar: conaly
Moderator
#11
Der Film
Was will man groß über diesen Film sagen? Ich finde kaum Worte um die Genialität zu beschreiben. Ich saß nach dem Abspann erstmal nur steif mit offenem Mund da und war eigentlich nicht fähig auch nur irgendein Lebenszeichen von mir zu geben, so begeistert hat mich dieses Meisterwerk. Auf einer Skala von 1 bis 10 würde der Film die Anzeige sprengen. Während der gesamten 164 Minuten Laufzeit konnte man quasi nicht ein einziges Mal durchschnaufen. Drama ohne gleichen und mir gehen sicherlich die Superlative aus, wenn ich noch weiter schwärme. Was Kyoto Animation und alle am Film beteiligten Personen aus der wirklich genialen Buchvorlage auf die Leinwand gezaubert haben ist für mich der beste Animationsfilm, den ich je gesehen habe.

Inhaltlich geht es um Kyons erwachen in einer scheinbar parallel verlaufenden Zeitlinie, in der Haruhi scheinbar nichtmehr existent ist. Sein aktuelles Leben wird von einen Tag auf den anderen völlig auf den Kopf gestellt, denn die heile Welt vom Vortag ist nun einer anderen Realität gewichen. Seine einzige wirkliche Verbindung ist nun Nagato, doch auch sie ist nicht mehr die alte. Sein persönliches Ground Zero...
Damit beginnt Kyons Kampf gegen seinen Verstand. Ein Drama aus der Sicht eines Oberschülers, der versucht den einzigen roten Faden zu finden, um zu verstehen, was vorgefallen ist und noch wichtiger - was er noch tun kann!

Ich habe bei einzelnen Szenen mitgefiebert wie selten sonst, bei manchen Szenen war ich gar den Tränen nah. Die Charaktere haben in diesem einzelnen Film mehr Tiefgang, als manch andere in einer ganzen Serie. Besonders Kyon und Nagato, um die sich das geschehen hier hauptsächlich dreht zeigen Seiten von sich, die man so nie und nimmer erwartet hätte. Nagato... ihr Charakter ist derzeit meine absolute Lieblingsfigur. Ihre tragende Rolle im Film ist wohl eben einer der Hauptgründe für mich, sowohl den Film, als auch ihren Charakter so sehr zu lieben! Und bis zum großen Finale steigert sich eine derartige Spannung, einhergehend mit einer allgemeinen Verwirrung, die einen fast um den Verstand bringt...

Ich will eigentlich garnichtmehr viel über den Inhalt schreiben, jeder der die Serie kennt und mag (wichtig für ein volles Verständnis des Film ist neben der ersten Staffel auch unbedingt mindestens die erste Episode der zweiten Staffel!!!), muss sich zwangsläufig diesen Film anschauen. Diese einzelne Story übertrifft meiner Meinung nach alles, was die erste oder zweite Staffel je gezeigt hat.

Die Veröffentlichung:
Da der Film mittlerweile auch in Deutschland lizenziert und auf DVD und BD verfügbar ist, noch ein paar Worte zur technischen Seite der BD:
erstmal ein Danke an Kaze für das Wendecover, damit man die BD-Box auch ohne das lästige FSK-Logo genießen kann. Die BD enthält neben dem Film auch einige weitere Features. Die zwei wichtigsten Bonus-Features sind wohl Ausschnitte aus dem Making-Of und die Premieren. Bei ersterem werden beispielsweise werden Szenen gezeigt, wie die beiden Regisseure sich einzelne Szenen nochmal ansehen und die Farben anpassen. Bei den Premieren wird gezeigt, wie die japanischen Synchronsprecher einige Worte an die Fans richten und auch ihre Emotionen bezüglich des Films ausdrücken. Nettes Feature, wobei ich noch nicht alles zu 100% gesehen habe (allein das sind fast drei Stunden Bonusmaterial!). Zusätzlich sind noch einige TV- und Kinotrailer des Films verfügbar, sowie Trailer zu anderen Filmen.

Der Film ist auf japanisch, deutsch und französisch verfügbar. Die japanische Synchro ist natürlich das Non-Plus-Ultra und sollte von jedem unbedingt angesehen werden. Für die Übersetzung der Untertitel hat man sich aber scheinbar viel Mühe gegeben, der Inhalt ist sinngemäß und verständlich rübergebracht (zumindest wenn ichs mit der englischen Übersetzung des Buchs vergleiche - japanisch kann ich leider nicht).
Mit der deutschen Synchro kann ich nicht viel anfangen, einiges wirkt auf mich leider nichtmehr annähernd so natürlich und mitreißend, wie mit der japanischen Synchro. Ich will die Leistung der deutschen Sprecher keines Falls schmälern, aber mir sagts einfach nicht zu. Außerdem hat man einige inhaltliche Dinge in der Synchro verändert. Beispiel: in einer Szene heißt es im Buch und in den Untertiteln soviel wie
"...wenn man sie allein lässt, isst sie nicht genug"


In der deutschen Synchro heißt es dann aber plötzlich
"...wenn man sie allein lässt, stopft sie sich nur so ungesundes Zeug rein."

Hier hätte man vielleicht etwas näher am Original bleiben sollen.

Der Sound ist in Dolby 2.0 und DTS 5.1 verfügbar. Da ich die BD über den PC schaue und derzeit keine passende 5.1 Anlage daran abgeschlossen habe, kann ich nur für die 2.0 Version sprechen, bei der der Sound sowohl auf deutsch, als auch auf japanisch völlig klar und gut ist. Auch das Bild in 1080p ist absolut perfekt und gestochen scharf - so stellt man sich High Definition vor.

Alles in allem ist die BD technisch wirklich super gelungen. Mir hätte es gar ausgereicht, wenn nur der Film drauf wäre, die Bonus-Features sind aber wirklich ein schönes Extra. Der Preis der BD ist zwar relativ hoch, aber das ist für Animes in Deutschland ja nichts wirklich neues. Richtige Fans sollten sich davon nicht abschrecken lassen, der Film ist sowas wie eine Insignie des Haruhiismus!
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Avatar: kindra2004#12
Story:9
Optik:10
Inszenierung:10
Charaktere:9
Musik:10
Das Verschwinden der Haruhi Suzumiya Review

Am 27. April ist nach der vom Teufel veranlassten und nur allzu Kazé-typischen Verschiebung um einen Monat nun endlich die Bluray zum Film The Disappearance of Haruhi Suzumiya in Deutschland erschienen. So schnell wie möglich schnappte ich mir ein Exemplar dieses wahrlich großartigen Films.

Story

Weihnachten steht vor der Tür. Das ist natürlich der perfekte Anlass für Haruhi, eine Feier im Klubraum der SOS-Brigade zu veranstalten. Schon bevor Haruhi ihre Pläne preisgibt, dreht sich bei Kyon der Magen um, denkt er auch nur eine Sekunde an Weihnachten. Zunächst scheint alles wie immer zu sein: Haruhi hat eine Idee und die wird dann ohne Wenn und Aber durchgesetzt (immerhin hat sie nachgefragt!). Auch die Arbeitsteilung fällt wie gewohnt aus: Kyon, der einzig normale in diesem Klub, muss den Raum dekorieren, während die aus der Zukunft stammende Asahina Mikuru eine knapp bekleidete Version des Weihnachtsmannes mimen muss, Alien Yuki Nagato still ein Buch liest, der übernatürlich Begabte Itsuki Koizumi irgendwelche philosophischen Kommentare abgibt und Haruhi alle von ihrem hohen Ross aus herumkommandiert. Bei der Dekoration gehen Kyon die Girlanden aus, die natürlich er selbst für den nächsten Tag besorgen muss. Doch mit dem nächsten Tag endet der Prolog und Kyon versteht die Welt nicht mehr. Der Titel suggeriert es ja bereits. Da ist mehr im Busch. Am nächsten Tag ist zu Kyons Entsetzen eine Grippewelle an der Schule ausgebrochen, sodass viele Schüler fehlen – sogar Haruhi Suzumiya. Doch nach einem Gespräch mit Kunikida, einem Klassenkameraden und Freund von Kyon, beginnt er, an sich und sein Umfeld zu zweifeln. Als dann auch noch eine Person auftaucht, die auf keinen Fall mehr da sein sollte, wird er langsam panisch und sucht die Mitglieder der SOS-Brigade auf, doch es kommt noch schlimmer: Diese scheinen Kyon allesamt nicht wieder zu erkennen und selbst ihre wahren Identitäten spielen keine Rolle mehr. Die Suche nach Antworten beginnt! Was ist hier los? Wo ist Haruhi? Wie bekomme ich mein altes Leben zurück? Will ich das überhaupt?

Wem das hier jetzt alles gar nichts sagt, dem verrate ich an dieser Stelle, dass es sich bei Disappearance nicht um einen typischen Anime-Film handelt, der auch für sich alleine stehen kann und unabhängig von der jeweiligen Serie funktioniert. Genau das Gegenteil ist hier der Fall. Der Film bemüht sich zwar durchaus, für sich alleine zu stehen und so viele Informationen wie möglich zu vermitteln und man versteht in Grundzügen bestimmt, was da vor sich geht, doch ohne die Kenntnis der ersten Staffel kann man den Film denke ich erstmal vergessen. Wenn man mit der Serie nicht allzu viel anfangen kann, den Film aber trotzdem sehen möchte, kommt man zusätzlich noch mit der ersten Folge der zweiten Staffel gerade so mit einem blauen Auge davon und versteht zumindest ausreichend, was da vor sich geht, denn diese Folge (Bambo Leaf Rhapsody) legt den Grundstein für die Geschichte dieses Films und ist daher ebenso wie die erste Staffel absolute Pflicht. Ich empfehle allerdings, auch die komplette zweite Staffel zu schauen (besonders Endless Eight ist nicht unwichtig), wenn man für sich selbst das meiste aus dem Film herausholen und die Charaktere vollends nachvollziehen möchte. Es gibt so viele Andeutungen, die immer wieder auf vorangegangene Ereignisse verweisen, dass da sicher das ein oder andere Flöten ginge.

Der Fokus verschiebt sich diesmal sehr deutlich, denn für sarkastische Kommentare hat Kyon in dieser Situation nicht mehr viel übrig. Nur der Prolog zeichnet sich noch durch den Haruhi-typischen Humor aus. Zwar mag dies einen Großteil des Unterhaltungswertes der ersten beiden Staffeln ausgemacht haben, doch lässt das hier gebotene Alternativprogramm dieses vermeintliche Markel schnell in Vergessenheit geraten. Wir verfolgen Kyon in diesem Film bei einer Art Selbstfindung. Er muss hinterfragen, was ihm die Geschehnisse rund um die SOS-Brigade und vor allem Haruhi wirklich bedeuten. Warum tut er sich den ganzen übernatürlichen Kram, über den er sich durchgehend zu beschweren wusste, eigentlich an? Dieser Frage stellt sich Kyon nun zwangsweise selbst und reflektiert die Existenz der SOS-Brigade, die Aktivitäten des Klubs und die Bedeutung Haruhis in seinem Leben. Aufgrund der völlig neuen Situation, in der sich Kyon nun befindet, ist die Stimmung natürlich eine ganz andere, was auch den Grund für das Fehlen von Kyons typischen Kommentaren darstellt. Der Film ist anders, viel ernster. Besonders in der ersten Hälfte nach dem Prolog kann diese pure Einsamkeit schon deprimieren.

Während der Suche nach einer Lösung für dieses durchaus komplexe Problem stimmt bei der Ausführung fast alles: Es gibt lediglich zwei Punkte, die ich ankreide bzw. ankreiden könnte. Zum einen wäre da die Laufzeit und zum anderen die Vorhersehbarkeit. Disappearance ist mit seinen ~165 Minuten locker bei den längsten Anime-Filmen dabei. Demnach sollte sich jeder, der sich nicht für einen größeren Haruhi-Fan hält, eine gemütliche Sitzmöglichkeit organisieren, damit die Länge nicht zur Qual wird. Für mich hatte aber jede einzelne Szene ihren Sinn, ihre Existenzberechtigung und ich kann nur befürworten, dass Kyoto Animation wirklich alles aus der Vorlage herausgeholt hat. Es gibt sogar Szenen, in denen über eine Minute lang kein einziges Wort fällt, aber das passt dann ziemlich gut und verstärkt nur die Wirkung.

In Bezug auf die Vorhersehbarkeit kann ein großer Fan, wie ich einer bin, dann aber auch mal Kritik laut werden lassen: Die für das Schlamassel verantwortliche Person hat man schon vor der eigentlichen Enthüllung längst ausgemacht. Das liegt allen voran daran, dass viele Möglichkeiten schon im voraus bewusst ausgeschlossen werden, indem jemand Kyon zum Beispiel verrät, dass der oder die Person auf jeden Fall nicht der Verbrecher sei. Alleine hierdurch kann man schon auf die Lösung kommen, da halt nicht viele andere Möglichkeiten übrig bleiben. Obwohl die Inszenierung während der Enthüllung des Täters (in welcher der Zuschauer noch im Dunkeln gelassen wird!) vollkommen überzeugend ist, ja sogar überragend und atemberaubend ausfällt, trägt auch diese zu diesem kleinen Problem bei. Den Unterhaltungswert mindert dies aber nur in sehr geringem Maße, denn in jeder anderen Kategorie überzeugt der Film definitiv. Es gibt diverse Mini-Twists und auch die Höhepunkte sind perfekt über die Länge des Films verteilt, bis es gegen Ende zum wohl besten inneren Monolog kommt, an dem ich bisher teilnehmen durfte, bevor es direkt darauf eine weitere, große Überraschung gibt, die mir völlig den Atem nahm, nur um dann eine Lösung zu präsentieren, die (im ersten Moment) nicht verwirrender hätte ausfallen können. Diese ist innerhalb des Films keinesfalls eindeutig bestimmt, was das Ganze noch interessanter macht. Der Film nimmt sich eine Menge Zeit. Für einige nimmt er sich besonders in der ersten Hälfte zu viel Zeit, bevor Kyon tatsächlich wirklich aktiv wird. Meines Erachtens aber stimmt die sehr gemächliche, ruhig ausgefallene Erzählweise wie die Faust aufs Auge.

Hinsichtlich der Geschichte konnte sich das Haruhi-Franchise in animierter Form vor Disappearance niemals auf einem so hohen Niveau bewegen, doch mit diesem Film ist es allen Beteiligten auch aufgrund der Fokussierung auf die Charakterentwicklung von Kyon endlich gelungen, das lange in Haruhi schlummernde Potential ausspielen und voll ausschöpfen zu können. Es gibt deutlich weniger bis gar keinen Humor mehr, doch fällt dies kaum negativ auf, da die mitreißende und spannende Story dafür zu gelungen umgesetzt worden ist. Die Stärken des Franchises kommen perfekt zusammen und besonders der Haruhi-typische Scifi-Teil ist der absolute Wahnsinn! In den Handlungsverlauf integrierte Geschehnisse aus Bambo Leaf Rhapsody kommen perfekt zur Geltung und sorgen oftmals für eine heruntergelassene Kinnlade und etwaige “AHA”-Effekte. Dadurch bekommen der 7. Juli sowie der 18. Dezember schon fast einen symbolischen Charakter. Diese Art “Symbolik” wird sogar zu Marketing-Zwecken verwendet, denn die japanische Bluray erschien am 18. Dezember 2010.

Story: 9/10


Optik & Inszenierung

Nach der Ausstrahlung der Folge Bambo Leaf Rhapsody von Haruhi (2009) war die Fanbase schon seelisch auf die Umsetzung von Disappearance vorbereitet. Allerdings bekam man dann acht Folgen Endless Eight spendiert, was natürlich für viel Unruhe sorgte. Umso größer fiel die Freude über den darauffolgenden Teaser zu Disappearance aus: Es solle ein Kinofilm werden. Im Nachhinein können mir wohl alle zustimmen, wenn ich behaupte, es sei ein Segen, dass man sich bei der Verwirklichung dieser Light Novel für Kinoqualität entschieden hatte. Die Vorteile sind schon im ersten Moment zu erkennen. Charaktere und Hintergründe strotzen nur so vor Details. Die Animationen sind unglaublich flüssig und übersteigen die Qualitäten der beiden Serien bei weitem. Beim Charakterdesign hat man sich glücklicherweise für einen Kompromiss entschieden: Das Design der 2009er-Folgen fiel ja deutlich “niedlicher” aus als das der ersten Staffel. Ähnlichkeiten zu K-ON waren nicht von der Hand zu weisen, was mir damals wirklich sauer aufgestoßen hatte. Haruhi mit Moe-Blick geht halt einfach gar nicht klar. Im Film bewegt sich das Charakterdesign wie gesagt irgendwo zwischen der ersten und der zweiten Staffel, nimmt also diesen übertriebenen Moe aus den Gesichtern heraus und ersetzt ihn durch einen hohen Detailreichtum. Dieser äußert sich unter anderem durch errötende Ohren und ähnliche Kleinigkeiten. Bei Produktionen dieses Kalibers widmen sich die Animatoren aber auch deutlich mehr Personen, die sich im Hintergrund befinden, sodass diese Statisten nie negativ durch das Fehlen von Details auffallen. Zudem ist immer etwas in Bewegung und man kann hin und wieder Gespräche anderer Schüler verfolgen, was das Ganze mit etwas mehr Leben füllt. Nur vorbeifahrende Autos wollen nicht ganz überzeugen. Aber die Autos wissen dieses Manko selbst auszugleichen, wenn das Licht der Autos bei Nacht wunderbar die Charaktere erhellt. Ansonsten erweist sich der Einsatz von CGI als gutes Hilfsmittel, um Spiegelungen darzustellen und opulente Kamerafahrten zu ermöglichen. Auch bezüglich der Kameraperspektiven bedient man sich allerlei Tricks, um Dialoge interessanter zu gestalten. Hier sei besonders der Auftritt einer gewissen Person zu Beginn des Films kurz nach dem Prolog hervorgehoben: Das ist großes Kino!

Die realistisch gestalteten Hintergründe geizen ebenfalls nicht mit Details. Hier dominieren eher graue und somit kalte, winterliche Farbtöne, welche die Atmosphäre des Films perfekt einfangen und unterstützen. Trotzdem stechen die Charaktere nicht zu heftig aus den Hintergründen hervor, da auch das Spiel mit Licht und Schatten gekonnt umgesetzt wird. Die Optik überzeugte mich voll und ganz. Selbiges gilt auch für die Inszenierung. Die bereits erwähnten Kameraperspektiven sind abwechslungsreich und teilweise erlebt man die Ereignisse sogar aus der Ich-Perspektive von Kyon, was in ausgewählten Szenen die Intensität in die Höhe steigen lässt. In Szenen, die sich im Grunde im Kopf von Kyon abspielen (also zum Beispiel bei einem bildlich dargestellten Monolog), hatte Kyoto Animation in Bezug auf die Inszenierung sehr viel Spielraum. Hier laufen sie zur Höchstform über, denn plötzlich wird man von der unglaublichen Bildgewalt überwältigt und könnte immer wieder Screenshots für einen perfekten Wallpaper erstellen. Das Zusammenspiel zwischen dem, was Kyon gerade sagt bzw. denkt und dem, was dargestellt wird, ist nahezu perfekt. Es gibt während dieser Monologe nicht den Spur eines Frames, der keine Bedeutung hätte oder keine Beziehung zu Kyons Worte herstellen könnte. Ich habe es schon vorher gesagt: Jede Szene hat ihre Existenzberechtigung. Das spiegelt sich im Handlungsverlauf ebenso wider wie in der Inszenierung.

Optik & Inszenierung: 10/10

Musik

Mit Musik kann man mich leicht ködern. Die musikalische Untermalung ist für mich ein wichtiger Aspekt. Musik kann einer Szene das gewisse Etwas bescheren. Ein klarer Vorteil, den dieses Medium gegenüber anderen hat. Ich komme schnell zur Sache und gebe zu, auch in dieser Kategorie nichts als Lob aussprechen zu können. Der Soundtrack ist grandios. Hier stimmt von vorne bis hinten einfach wirklich alles. Erstmal ist anzumerken, dass die Stücke von einem Orchester eingespielt worden sind, was den Soundtrack für mich schon automatisch aufwertet. Wir wissen alle, was für einen Mehrwert ein Orchester darstellen kann. Ich verstehe Kritiker in diesem Punkt ehrlich gesagt nicht, wenn sie meinten, diese “Star Wars“-Musik würde nicht passen. Es ist eine Bereicherung für den gesamten Film, das gesamte Erlebnis, denn auch der Einsatz der Musik fällt großartig aus. So werden die wichtigsten Szenen besonders intensiv von den Instrumenten begleitet und die jeweiligen Gefühle von Hoffnung bis zum Entsetzen perfekt eingefangen. Abseits dieser hält sich der Soundtrack aber zurück. Dabei werden nicht nur neue Stücke geboten, sondern auch altbekannte, sodass durchaus für Nostalgie gesorgt wird, sobald etwas aus der ersten Staffel zu hören ist – ebenfalls komplett orchestriert versteht sich. Bei der Wahl des Openings griff man übrigens auf das der ersten Staffel zurück: “Bouken de-show de-show?” von Aya Hirano. In der allerletzten Szene des Films vor den Credits ist es unter anderem auch die Musik, die mich vollends zufrieden grinsen lässt, ehe mich das Ending “Yasashii Boukyaku” von Minori Chihara, der Synchronsprecherin von Yuki Nagato, wieder an den Bildschirm fesselt, obwohl da gerade nur die Credits laufen. Die Intention, zu verhindern, dass der Zuschauer die Szene nach den Credits verpasst, ist bei mir zumindest voll aufgegangen. Es passt einfach in jeder Szene jede einzelne Note.

Musik: 10/10

Charaktere

Kyon steht im Mittelpunkt des Films. Für ihn wird alles auf den Kopf gestellt und er muss sich der Wahrheit stellen, vor welcher er sich womöglich lange gedrückt hat. Aufgrund der veränderten Ausgangssituation ist er es selbst, der aktiv werden muss, um die Sache wieder in den Griff zu bekommen. In Disappearance wird ein wichtiger Aspekt vertieft, der in den vorherigen beiden Staffeln teilweise etwas vernachlässigt worden ist: Charakterentwicklung und -tiefe. Durch das aufkommende Problem ergibt sich dieses Potential erst und wird zum Glück in den Fällen Yuki Nagato und Kyon voll ausgeschöpft. Auch Nagato spielt in diesem Film eine übergeordnete Rolle, über die ich hier aber kaum etwas schreiben kann, ohne zu spoilern. Es ist so ähnlich wie mit Rei Ayanami aus Evangelion 2.22: Man hat Nagato Persönlichkeit geschenkt, doch geht dies in Disappearance noch viel weiter und hat auch deutliche, einschneidende Konsequenzen.

Fakt ist, dass sich Kyon in einer anderen Welt befindet, wo beispielsweise aus der in der Zeit reisenden Asahina Mikuru eine ganz gewöhnliche Schülerin wird. Derlei Veränderungen gelten dann natürlich auch für viele andere Charaktere. Ein bestimmtes Detail in Bezug auf diese Tatsache, das gegen Ende enthüllt wird, vertieft das mit den Veränderungen noch ein wenig, was mir sehr gut gefällt, da etwaige Charaktereigenschaften auch woanders existieren. Koizumi, der wie immer absolut nichts zu melden hat, lässt trotzdem ein wenig Einblick in seine Gedankenwelt zu. Beim ersten Schauen war ich schon etwas verblüfft darüber, auch wenn es eigentlich naheliegend ist. Lustig, dass er sich seiner Nutzlosigkeit in diesem Fall in späteren Light Novels vollkommen bewusst wird. Die erwachsene Version von Asahina hat ebenfalls einige Auftritte, die unter anderem in einer wirklich genau an der richtigen Stelle platzierten “Verzögerung” des Handlungsverlaufes involviert ist, welche die Geschichte nicht unnötig streckt, sondern mich einfach kurz hat runterkommen lassen. Sie weiß natürlich ganz genau, was passiert ist, aber für tiefgreifendere Details steht eher Yuki Nagato zur Verfügung. Trotzdem ist Asahina gerade aufgrund ihrer Fähigkeiten alles andere als unwichtig.

Yuki ist der geheime Held dieser Geschichte. Nach Disappearance hat man ein komplett anderes Bild von ihr und wenn Kyon unnötigerweise mal ziemlich fies wird, dann kann sie einem schon leid tun. Diese Aktion hat für ihn einen symbolischen Charakter, aber er hätte wissen müssen, dass er sie verletzen würde. Einige meinen, man hätte dies nur eingefügt, um Yuki ein bisschen Moe sein lassen zu können. Das kann natürlich auch sein, aber für mich steht fest, dass Kyon sich an dieser Stelle zumindest teilweise entscheidet und dies auf diese Art und Weise zum Ausdruck bringen will. Wirklich nachtragen kann ich dies Kyon aber nicht wirklich. Er hat im Verlauf des Films genug durchgemacht. Während seiner emotionalen Achterbahnfahrt ist die komplette Palette von Gefühlen vertreten und zu jedem Zeitpunkt vollkommen nachvollziehbar. Genau wie der Zuschauer wird er völlig desorientiert vom Rest der Welt im Stich gelassen. Ich wiederhole mich zwar, aber ich möchte nochmal betonen, wie zerschmetternd gerade das Gefühl von Einsamkeit in diesem Film rüber gebracht wird. Es geht über Verwirrung zu Verzweiflung, von Existenzängsten zu Hoffnung: Findet Kyon endlich einen Hinweis für seine Rettung, dann wird dies sehr intensiv dargestellt, wenn er sich vor lauter Freude zurückhalten muss, um vor nichts ahnenden Personen nicht völlig auszurasten. Es sind diese Momente, in denen auch im Zuschauer Hoffnung geweckt wird. Von der Hoffnung geht es nach einigem Hin und Her schließlich bis zur puren Entschlossenheit, um später dann alles in Frage zu stellen und Haruhi – und was viel wichtiger ist – auch sein eigenes Verhalten gegenüber bestimmten Personen zu reflektieren.

Die Reflexion dessen, was passiert ist, welche Bedeutung unter anderem Haruhi und die Existenz der SOS-Brigade für Kyon besitzt, bringt ihn eindeutig weiter. Wir bekommen einen sehr tiefen Einblick in seine Psyche, was man so im voraus von diesem Franchise möglicherweise gar nicht erwartet hätte. Die vermisste Haruhi Suzumiya selbst hat aufgrund des Umstandes, dass sie nun mal verschwunden ist^^, selbstverständlich weniger Screentime als gewohnt. Auch ein Grund für den über weite Strecken abwesenden Humor.

Da Haruhi eine fortlaufende Geschichte ist, zieht Disappearance natürlich auch einige Konsequenzen nach sich, die sich oft mit direktem Bezug im Verhalten einiger Charaktere widerspiegeln (Selbsteinschränkung sei hier mal ein nettes Stichwort). Die Tatsache, dass die Lösung nicht eindeutig ist, nimmt natürlich auch große Teile der Monologe von Kyon in späteren Light Novels ein. Man könnte nun meinen, dass sich der Film eine Schippe zu ernst nehme oder uferlos sei, doch hatte ich immer das Gefühl, dass dies nicht der Fall ist. Es wird einfach alles aus dem Potential der Scifi-Elemente und den Charakteren herausgeholt. Besonders bei letzterem hätte es kaum besser klappen können. Ich finde es grandios, wie eine Comedy-Serie ohne in bloße Lächerlichkeit zu enden, so viel Ernsthaftigkeit aus den Charakteren zieht, dass man mitfühlen und -fiebern kann.

Charakter: 9/10

Deutsche Synchronisation

Ja ja, die deutsche Synchronisation. Immer wieder ein leidiges Thema. Besonders im Bezug auf Haruhi, da bereits die Vertonung der ersten Staffel nicht unbedingt an der Besetzung, als viel mehr an der Regie dahinter scheiterte. Auch in diesem Film halte ich die Besetzung für in Ordnung (ist ja auch die Gleiche). Es ist sogar eine klare Steigerung aller Synchronsprecher im Vergleich zur deutschen Version der ersten Staffel zu erkennen. Eigentlich hätte ich kaum etwas an der Synchronisation auszusetzen, würde Michael Baral nicht erneut als Kyon versagen. Ich möchte ihm eine Steigerung nicht absprechen, das gefiel mir schon deutlich besser als vorher. Besonders in eher beiläufigen Szenen. Es sind die Schlüsselszenen, die diese Version für mich an kritischen Stellen fast unerträglich machen. Ich habe schon vorher befürchtet, dass der unheimlich hohe Sprechanteil von Kyon zu einem Problem werden würde. Allerdings trägt Baral da nicht die alleinige Schuld, denn teilweise kommt mir die Übersetzung selbst auch etwas eigenartig vor: Da wird ein kräftiges “Selbstverständlich” in einen kompletten Satz umgebaut oder abenteuerliche Dinge wie “kampieren” (ja, es ist richtig, aber völlig unpassend) gewählt oder extrem wichtige Sätze unterscheiden sich dermaßen von allen Versionen, die ich kenne (auch japanische Kinofassung mit englischem Untertitel – kein Fansub!), dass ich an der deutschen Version zweifeln muss, obwohl ich von japanisch keinen blassen Schimmer habe. Das ergänzt wunderbar die oftmals falsche Betonung. Besonders im inneren Monolog am Ende fehlt es der deutschen Version an eigentlich allem. Da wird die ganze Magie und Wirkung einer Szene gegen die Wand gefahren.

Man hat der deutschen Version auch ein paar zusätzliche Zeilen verpasst: So liest Kyon alles vor, was zum Beispiel auf einem Zettel steht, damit auch Analphabeten wissen, was da steht. Das finde ich gar nicht so schlimm, aber an einigen Stellen passt es einfach überhaupt nicht. Ein absoluter Atmosphäre-Killer im Gegensatz zum O-Ton, wo diese (immer untertitelten!) Szenen nie gesprochen werden. Von der Betonung ganz zu Schweigen. Hach herrje. Ich kann jedem nur empfehlen, sich den Film auf japanisch mit Untertiteln anzusehen, obwohl ich den Dub viel besser fand als erwartet. Diesmal sind es eher die Kleinigkeiten, die mich neben den immer noch nicht geheilten Kinderkrankheiten aus der ersten Staffel stören. Man kann den Film auf jeden Fall auf deutsch schauen. Zumindest eher, als die erste Staffel und selbst die ging in Ordnung. Ich greife allerdings immer zum Originalton, wenn niemand mitschaut, der auf den deutschen Dub besteht.

Deutsche Synchronisation: 5/10

Fazit

The Disappearance of Haruhi Suzumiya ist genau das, was ich in Bezug auf Haruhi immer haben wollte. Genau das, was die Serie immer hätte sein können. Das zuvor aufgestellte Grundgerüst an schier unendlichem Potential wird hier bis zur letzten Konsequenz auf allerhöchstem Niveau ausgeschöpft. Das ist es, was das Haruhi-Franchise für mich wirklich ausmacht. Selten war ich dermaßen von einem Film begeistert, dass ich in einem Review wie diesem von Objektivität an keiner Stelle mehr sprechen kann. Ja, der Film hat eine lange Laufzeit von zweieinhalb Stunden, doch aufgrund der fesselnden Atmosphäre, die perfekt mit der kalten Winterzeit sowie den gräulichen Farbtönen harmoniert und der mitreißenden, immer spannenden Story kommt es zu keinem Zeitpunkt zu Durststrecken oder Langeweile. Es stimmt einfach alles: Von den aufgrund der Kinoqualität noch besseren Animationen und Hintergründen, der umwerfenden Inszenierung, der musikalischen Untermalung, bei welcher jede Note genau ins Schwarze trifft, bis hin zum neuen Schwerpunkt auf die Charakterentwicklung, Kyon und Nagato und der gesamten inhaltlichen Qualität ist einfach alles dermaßen gut gelungen, dass es mir schwer fällt, nicht den Fanboy raushängen zu lassen. Der Film macht einfach alles richtig und stellt den bisherigen Höhepunkt des Haruhi-Franchises dar. Von Anfang bis Ende bleibt man seiner Linie treu und vereint alle das Franchise ausmachende Elemente auf absurd gute Art und Weise, die Charaktere kommen endlich vollends zu tragen und das Ende fällt mehr als nur zufriedenstellend aus. Ein durch und durch unterhaltsames Meisterwerk, das kein Haruhi-Fan verpassen darf und gleichzeitig auch für Leute zu empfehlen ist, die nicht allzu viel von Haruhi halten, da der Fokus ein anderer ist und sich die Grundstimmung völlig von Selbiger der Serie unterscheidet und positiv abzuheben weiß. Das Verschwinden der Haruhi Suzumiya, um den deutschen Titel nochmal reinzubringen, ist somit schlicht und ergreifend mein absoluter Lieblingsfilm. Dies gilt Filme-übergreifend, beschränkt sich also nicht auf japanische Anime-Filme.

Fazit: 10/10

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Avatar: LaJoker#13
"Die Welt, wie ich sie kannte, wie ich sie erlebte, existiert nicht mehr."
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Eines sei gesagt. "Das Verschwinden der Haruhi Suzumiya" stellt nicht nur den Sequel zur tollen Anime Serie dar, sondern verkörpert außerdem einen der wunderschönsten Verfilmungen, die jemals an mein Auge dringen durften. Doch was macht diesen Film zu so etwas besonderem? Hier mein vollständiger Review:


Handlung:
Eine kurze Erläuterung zur Handlung. Weihnachten steht vor der Tür. Kyon verbringt seine Zeit, wie gewohnt mitsamt der gesamten SOS-Brigade in deren Clubzimmer. Ein ganz normaler Tagesablauf.. So dachte er. Jedoch weiß Kyon nicht, dass sich seine gesamte Welt und alles was in seinem Umkreis zur Gewohnheit wurde und was ihm so wichtig ist, schlagartig für immer verändern wird.
Um nichts vorweg zu nehmen, werde ich hier keine weiteren Storyelemente beschreiben.
Es lässt sich jedoch sagen, dass ich eine solche Handlung, mit einer derartigen Finesse und solch genialen Einfällen und Ideen, sowie Twists und Erlebnissen, in einer Form, die den Zuschauer vor dem Bildschirm gerade zu fesselt und mit jeder vergangenen Minute immer mehr in seinen Bann zieht, noch nie vorher sah. Als Zuschauer wird man von der Story einfach so sehr fasziniert dass man selbst in die gesehene Handlung einsteigt. Die Erzählweise und die dadurch entstehende Spannung und Dramatik sind für den Zuschauer so greifbar, dass er selbst sich in die Story hineinversetzen möchte, wodurch alles gesehene, nochmals um ein vielfaches lebendiger übermittelt wird. Storytechnisch ist "Das Verschwinden der Haruhi Suzumiya" aufgrund der eingebrachten Aspekte sensationell und lässt nahezu keinen Raum für etwaige Negativaspekte aufkommen.


Charaktere:
Alle Charakter der Serie bieten in ihrem Auftreten und in Ihrer Art der Erscheinung für den Zuschauer etwas, was jeden Einzelnen zu etwas ganz besonderem und einzigartigem macht. Haruhi, die exzentrische, energiegeladene Powerfrau. Kyon, ein oftmals in sich gekehrter, jedoch mit einem großen Herz ausgestatteter Charakter. Yuki, das schweigsame mysteriöse Mädchen und und und.
Während dem Storyverlauf wird jede vernommene Emotion, jedes Gefühl und jedes Gedankengut, welches von einem Charakter erlebt wird, absolut glaubwürdig und realistisch herübergebracht. Verzweiflung, Trauer, Wut, Fröhlichkeit, Sorge, Geborgenheit, Unsicherheit, Nervösität, Entschlossenheit.. All diese Gefühl werden in diesem Film perfekt übermittelt und lassen den Zuschauer so die gesehen Emotionen selbst miterleben. Und gerade diese Glaubwürdigkeit macht den Cast zu etwas ganz besonderem.


Soundtrack:
Der Soundtrack ist, wie auch schon in der Serie, sehr gut gelungen und fängt jede Szene mit einer passenden Soundkulisse so ab, dass die gesehenen Szenen und die darin enthaltenen Emotionen dadurch nochmals unterstrichen und untermalt werden. Sei es an bestimmten Augenblicken auch nur, um durch ausgeschaltete Hintergrundmusik die eben ablaufende Handlung in den Vordergrund zu stellen.
Die Art und Weise, wie und wann die Musikstücke gewählt wurden, passt perfekt in die ablaufende Handlung und unterstützt so in jeder Situation die gerade ablaufende Szene.

Fazit:
Die obenstehenden Aspekte verraten es bereits. Dieser Film hat es mir wirklich angetan. Ich habe mich von der grandiosen Story, den tollen Musikstücken und den glaubhaften Charakteren einfach mitziehen lassen.. Und bekam so den wohl besten Anime-Film zu sehen, den ich kenne. Eine ganz ganz große Empfehlung von meiner Seite. Ein besseres Beispiel für einen Must-Watch-Movie gibt es nicht.
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Avatar: Louiecux#14
Ich möchte mit meinem kurzen Kommentar zu dem Film lediglich zum Ausdruck bringen, dass ich das übertriebene Highrating (Platz 6) überhaupt nicht nachvollziehen kann.

Jemand, der die Serie nicht kennt und nur den Film aufgrund des Ratings sieht wird über alle Maße gelangweilt und enttäuscht sein. Aller Voraussicht nach wird besagte Person den Film garnicht erst zu Ende sehen und abbrechen.

Jemandem der die Serie zuvor gesehen hat und sich auf einen fast drei Stunden langen guten Film freut (meine Wenigkeit) wird ähnliches ergehen. Es gibt zahlreiche Verknüpfungen zu Ereignissen aus der Serie und die grundsätzliche Geschichte sowie deren Zusammenhänge sind wirklich gut, allerdings ist dass einer dieser Filme der eine völlig unnötige, kaugumieartige Überlänge hat, bei der der Zuschauer sich irgendwann anfängt zu fragen ob des denn irgendwann ein Ende nimmt.
Um es mal simpel auszudrücken: Der Anfang des Films ist lang und weilig, was der Film ironischer weise sogar selbst an einer Stelle zugibt. Der Mittelteil hingegen legt an Qualität durchaus zu, da wie Eingangs erwähnt das Thema durchaus interessant ist. Das Ende hätte man wiederum massiv kürzen können.

Wer detailierte Informationen dazu haben möchte, den möchte ich auf den Kommentar von Devilcooker verweisen. Er hat mich dazu inspiriert ebenfalls einen kritischen Kommentar zu hinterlassen, da soviel Kommentare existieren, die meines Erachtens nach den Leuten immer nur den Blickwinkel des "Haruhi Fanboys" zeigen.
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Avatar: RuriNeko#15
Nachdem ich mir die erste Staffel angesehen hatte und diese als Ok empfand dachte ich sich den Film zu kaufen/anzugucken kann ja nicht so verkehrt sein. War es am Ende auch nicht

Handlung:

Nunja der Prolog ist eigentlich wie gewohnt Haruhi Suzumiya wie man es aus der Serie kennt. Nach gut 20 Minuten (von der länge her 1. Folge) fängt die richtige Story an, auch wenn man keine ahnung hat was überhaupt passiert ist. Wie man dem Titel entnehmen kann ich Haruhi aufeinmal weg und wann sieht Kyons Leben wie es ohne Haruhi wäre. Mehr wird nicht verraten den "unzulässige Information"

Das Werk geht stolze 161 Minuten, was wirklich ein Kampf war in einem zu gucken vorallem die erste Stunde hat sich meiner Meinung nach gezogen wie Kaugummi danach ging es dann doch besser. Ich denke dort hat die Handlung dann wirklich angefangen Spannend und Interessant zu werden.

Synchro:

Die Synchro ist die gleich wie in der Serie was ich gut fand da man sich nicht an neue stimmen gewöhnen musste ABER was bitte haben die mit Kyons und auch Haruhis (bei ihr am Anfang) Stimme gemacht. Sie klangen total grausam und es hat einige Zeit gebraucht bis ich mich daran gewöhnt habe. Wobei ich Kyons Stimme in der Serie recht gut empfand.

Fazit:

Ich gebe dem Film 3,5 Sterne und damit 0,5 mehr als der ersten Staffel. Ich fand die Handlung ganz interessant und auch recht Spannend. Auch die Hintergrund Musik fand ich an einigen Stellen cool.
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