• TypTV-Serie
  • Episoden12 (~)
  • Veröffentlicht26. Jan 2010
  • HauptgenresAbenteuer
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonLight Novel
  • ZielgruppeMännlich

Anime Beschreibung

Anime: Katanagatari
© 西尾維新・講談社 / 「刀語」製作委員会
Der legendäre Schwertschmied Kiki Shikizaki schuf in seiner Karriere 1000 Schwerter. Je mehr der Schwerter ein Staat besitzt, desto größer sind seine Erfolge im Krieg. Als der Shogun als Sieger hervorging, sammelte er 988 der Schwerter, doch diese waren lediglich die „Übungsstücke“. Die letzten zwölf Schwerter waren die Krönung von Kikis Karriere. Jedes von ihnen ist so mächtig, dass ein einzelner Mann damit eine kleine Armee besiegen könnte.

Die Strategin des Shoguns, Togame, erhielt den Auftrag, diese Schwerter zu beschaffen. Zuerst heuerte sie einen Ninja an, doch der Wert der einzelnen Schwerter war derartig hoch, dass der gesamte Ninja-Clan abtrünnig wurde, sobald sie eines davon in den Händen hielten. Daraufhin setzte sie ihr Vertrauen in einen weiteren Krieger, der das Schwert jedoch für sich behielt. Ihre letzte Hoffnung ist nun Shichika, der siebte und letzte Schüler der Kyotoryuu Schule. Er und seine Schwester leben auf einer Insel abseits der Zivilisation und haben daher keine Verwendung für Geld. Seine Schwertschule kämpft ohne Schwerter und Shichika sieht keinen Grund darin, seine Hilfe anzubieten, doch das sollte sich schlagartig ändern …
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Anime Rezensionen

Avatar: Pilop
V.I.P.
#1
Ein Kämpfer und eine Militärstrategin durchstreifen die Lande um legendäre Kampfschwerter von verschiedenen Meistern diverser Kampfstile zurückzufordern, die diese nicht kampflos aufgeben wollen. Eine völlig korrekte Beschreibung von Katanagatari in einem Satz, in der nicht weniger als vier Mal der Begriff Kampf vorkommt… bei einem Anime, in dem Kampfszenen oft nur einen Bruchteil der Handlung ausmachen. Verrückt, möchte man meinen und Langeweile würde man sich erwarten. Leicht wäre das auch möglich, wäre da nicht NisiOisins Begabung für unterhaltsame Dialoge.


Bei Bakemonogatari kann man NisiOisins ganzes Talent für Dialoghumor bewundern, das auch in Katanagatari wieder deutlich zu spüren ist, wenn der Anime in diesem Punkt auch nicht an die Vergleichsserie herankommt. Ursache hierfür ist wohl der Charakter des Hauptpaares, das sich als Kombination aus enthusiastischer, aber leicht chaotischer Strategin und weltfremden, phlegmatischen Kämpfer präsentiert, wodurch hier die sexuellen Anzüglichkeiten aus Bakemonogatari fehlen und etwa durch Slapstickeinlagen ersetzt werden. Trotzdem wird die Serie die längste Zeit über die Charakterinteraktion in Gesprächsform getragen, denn inhaltlich sind die Episoden meist schnell erklärt und bis auf Ausnahmen nicht übermäßig spektakulär, auch wenn in einzelnen Punkten - für den Zuschauer überraschend - mit Shounen-Klischees gebrochen wird. Wie in der Einleitung schon angesprochen, machen wirkliche Kampfszenen in den Episoden teils nur einen verschwindend geringen Anteil aus, wobei es gegen Ende der Serie in diesem Bereich mehr zu sehen gibt. Ein wenig mehr Action hätte man sich aber mitunter trotzdem erhofft, denn sie wäre nicht nur nett anzusehen gewesen, sondern hätten auch den zahlreichen ansprechend skurrilen Gegenspielern – die ein Highlight der Serie sind – mehr Bühne geboten. Langweilig wird einem aber trotzdem nicht, denn dazu ist das Ersatzprogramm zu unterhaltsam. Das Ende bestätigt einem den mitunter unorthodoxen Verlauf des Anime noch ein letztes Mal, versteht es doch den Zuschauer wirklich zu überraschen und leistet sich dabei nur kleinere Unstimmigkeiten.

Eine weitere Besonderheit des Anime ist sicher sein Ausstrahlungsrhythmus: Jedes Monat eine 50-Minuten Episode. Inzwischen kann ich dazu nur anmerken, dass ich schon jetzt ein Fan dieses Formats geworden bin. Es ermöglicht rund erzählte Geschichten mit ungestörtem Erzählfluss, der den Genuss des Anime eindeutig erhöht. Dafür nehme ich gerne eine umgerechnet nur halb so schnelle Veröffentlichung in Kauf.

Fazit:
Katanagatari hat Charme, in meinen Augen sogar viel Charme, hätte aber noch besser sein können, hätte man den Dialogen zwischen Togame und Shichika etwas mehr Tiefe verliehen. Ungeachtet dessen gewährleisten die Gespräche und der mitunter unorthodoxe Verlauf äußerst gute Unterhaltung.
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Avatar: Aodhan
V.I.P.
#2
Der auf einem Roman von Nisio Isin basierende Anime Katanagatari war für mich die Überraschung 2010, weil ich mit Bakemonogatari (vom gleichen Autor) nichts anfangen konnte und meine Erwartungen dementsprechend gering waren. Entgegen meiner Erwartungen hat mir die Serie aber sehr gut gefallen, mehr noch, sie ist ohne Zweifel die beste aus dem Jahr.

Die Handlung von Katanagatari klingt vergleichsweise einfach: im Prinzip geht es darum, dass die beiden Protagonisten Shichika, Meister einer schwertlosen Kampfkunst, und Togame, eine selbsternannt Strategin, durch Japan ziehen, um die zwölf Schwerter eines berühmten Schwertschmiedes zu suchen. Das alles spielt sich zur Zeit des japanischen Mittelalters ab und so könnte man schnell denken, der Anime wäre ein typischer Samuraifilm. Natürlich entdeckt man auch einige Anleihen an dieses Genre, aber im Mittelpunkt der Serie stehen weder Action noch Samurairomantik. Der Schwerpunkt liegt stattdessen auf den Charakteren und ihrer Reifung, was sicher auch unschwer an der gigantischen Dialogmenge erkannt werden kann. Ja, bei Katanagatari wird viel gesprochen und da Nisio Isin das ganz gut beherrscht, sind die Dialoge dementsprechend gewitzt und voller Ironie.

Wenn viel gesprochen wird, geht das natürlich auf Kosten der Action und damit komme ich auch schon zur einzigen großen Schwäche des Animes. Man sollte hier keinen Actionanime erwarten. Es gibt zwar ab und zu Kämpfe, die auch ganz gut animiert wurden, aber die Choreografie ist ziemlich fad. So richtig packend war eigentlich nur das Finale. Macht aber nichts, Katanagatari will sowieso kein Actionanime sein.

Neben den Fähigkeiten des Vorlagen-Autors, kommt der Serie auch zugute, dass es sich mal nicht um eine generische Adaption handelt. Der Regisseur ist mutig unkonventionelle Wege gegangen und hat sich viele kreative Freiheiten genommen. So kommt es schon mal vor, dass ein Dialog so wie in einer Visual Novel abläuft oder eine Kampfszene wie ein Videospiel aussieht. Aber nicht nur der Regisseur durfte sich austoben, sondern auch die Zeichner. Das Charakterdesign reicht von ungewöhnlich bis schräg (die Gegenspieler) und die Hintergründe orientieren sich teilweise an der klassischen japanischen Malerei. Für mich ist der Anime auch der visuell beeindruckenste von 2010.

Selbst wenn man den Charakteren schon ein wenig anmerkt, dass die Vorlage eine Light Novel ist, die das typische Publikum anpeilt, kann man nicht behaupten, dass es sich um 08/15-Figuren von der Stange handelt. Trotz der Dialogqualität sind sie jetzt nicht besonders gehaltvoll, aber dafür ausgesprochen skurril, ohne dass darunter die Sympathie leidet. Der Autor hat sich schon einiges einfallen lassen und weil er das Fünkchen - nein, eigentlich ist es schon ein sehr großer Funken - Selbstironie nie vermissen lässt, sind die Figuren wirklich charmant.

Von der durchschnittlichen Action mal abgesehen, gibt es also nichts was mich am Anime groß gestört hat und dementsprechend gut fällt meine Bewertung aus. Ich hoffe mal, dass Nisio Isin noch mehr solcher Geschichten schreibt und die von einem guten Regisseur bzw. Studio adaptiert werden.
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Avatar: Gatar#3
Story:10
Präsentation:10
Charaktere:9
Gesamt:10
Katanagatari kann ich wohl guten Gewissens als die größte positive Animeüberraschung meiner bisherigen (Fast-)Otakulaufbahn bezeichnen. Obwohl der allererste Eindruck ein wenig skeptisch machen mag, war ich schon bald gefesselt von der Serie und habe jede neue Episode mit Spannung erwartet. Hier wird praktisch nichts falsch gemacht und die Serie kann auf hohem Niveau unterhalten.

Story:
Japan im (alternativen) Mittelalter: Samurai, Ninjas und Shogune beherrschen das Land. Und eine junge Strategin zieht im Auftrag des Shoguns los, um die zwölf legendären Schwerter des Meisterschmieds Shikizaki Kiki zu sammeln. Dazu bedient sie sich der Hilfe eines jungen Kämpfers, der die Kunst des waffenlosen Schwertkampfes(!) zur Meisterschaft gebracht hat.
Die Beiden ziehen durch das Land und jede Episode handelt von dem Kampf um ein anderes der zwölf Schwerter. Dem zum Trotz steht die meiste Zeit nicht die Action im Vordergrund, sondern Dialoge und Charakterentwicklung. 50 Minuten pro Episode sind genug um die Geschichten der einzelnen Schwerter ausführlich genug zu erzählen, dabei bleibt die Serie aber immer abwechslungsreich. Allein die grundverschiedenen Arten der Schwerter (die teilweise kaum noch Schwerter genannt werden können) machen die Sache interessant. Bisweilen kommen auch Comedy- und Romanceelemente zwischen den Beiden Protagonisten vor, die auch sehr unterhaltsam sind. Trotz des leicht episodischen Verlaufs steigert sich die Handlung zum Ende hin spürbar - hat man am Anfang noch den Eindruck einer lockeren Abenteuerreise wird es später wesentlich ernster, bis hin zu einem dramatischen (und meiner Meinung nach hervorragenden) Finale.

Präsentation:
Der Zeichenstil der Serie ist ausgesprochen ungewöhnlich, er erinnert fast schon an kolorierte Skizzen, passt jedoch hervorragend zum Setting. Alle Episoden sind dabei auf hohem zeichnerischen Niveau, besonders die Actionszenen sind großartig gelungen mit flüssigen Bewegungsabläufen und dramaturgisch passenden Kampfchoreografien. Hier wurden offenbar weder Kosten noch Mühen gescheut um ein ansprechendes Werk zu produzieren.
Der Soundtrack ist fast so exotisch wie der Zeichenstil, mit Stücken, die teilweise an indianische Musik erinnern. Besonders das großartige erste Opening ist mir in guter Erinnerung geblieben, aber auch die übrigen Soundtracks passen prima zu der Serie.

Charaktere:
Die Charaktere sind eine der wichtigsten Säulen, auf die Katanagatari baut. Besonders zu erwähnen sind hier natürlich der lethargische, weltfremde (aber keineswegs dumme) Shichika und die eingebildete aber dennoch liebenswerte Togame. Die beiden sind überaus interessante Charaktere und man kann hervorragend miterleben wie die beiden sich von Episode zu Episode entwickeln. Dazu tragen vor allem die zahlreichen, oft fast schon ein wenig philosophisch angehauchten Dialoge bei.
Dazu kommen zahlreiche weitere Charaktere, nicht zuletzt in jeder Episode ein Gegner, den es zu besiegen gilt. Die sind zwar nicht so interessant wie Shichika und Togame, sind aber nie langweilig und unterscheiden sich allesamt stark voneinander. Desweiteren gibt es mehrere Ninjas und eine unbekannte Prinzessin als dauerhafte Antagonisten, über die man leider auch nicht allzu viel erfährt. Nichtsdestotrotz ist der Cast durchweg gelungen (und hat es deshalb auch schon in meine Favoritenliste geschafft).

Bonuspunkte:
+besonders gelungenes Finale

Fazit:
Eine ganz hervorragende Serie, die ich zu Anfang kläglich unterschätzt hatte, die mich nach einigen Episoden jedoch voll in ihren Bann zog. Wer nicht unbedingt ununterbrochenes Gemetzel haben muss, sondern auch mit interessanten Charakteren und Dialogen etwas anfangen kann, darf diese Serie auf keinen Fall verpassen!

uneingeschränkte Empfehlung, persönlicher Favorit
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Avatar: Broculi#4
”However, by that time you'll be torn to pieces!”
Ich weiß noch, als ich das erste mal Tengen Toppa Gurren-Lagann ansah. Wie ich gefesselt in meinem Sessel saß und die Spannung in der Luft zersägen konnte. Wie mir ein extrem dicker Klos im Hals bei bestimmten Szenen hervor kam. Ich habe mich seither nach einem Anime gesehnt, der mich dermaßen bewegen und erstaunen konnte, beides auf einmal.
Ich muss sagen, ich habe für meinen Teil solch einen Anime in Katanagatari wieder gefunden. Ich saß gefesselt in meinem Sessel, konnte aus voller Kehle lachen, musste mir aber zugleich Tränen verdrücken und war die ganze Zeit von immenser Spannung umgeben ...


Handlung
Die Geschichte von Katanagatari fängt unscheinbar mit Togame, die auf einer verlassenen Insel Anker setzt um dort den Leiter der Kyotouryuu Schule, eine Schwertkunst, die ohne Schwert kämpft, aufzusuchen und ihn um Hilfe zu bitten, an, entwickelt sich im Laufe der Geschehnisse zu einem der besten von meiner Seite je gesehenen Plots und endet mit einem Finale, das mit Leichtigkeit mit Titeln wie Tengen Toppa Gurren-Lagann konkurriert.
Jede Folge von Katanagatari ist mit der Kernthematik bespickt, eines der legendären “Completed Deviant Blades“ zu finden und ist daher stark von Slice-of-Life Elementen geprägt, durch die sich jedoch ständig ein roter Faden zieht.
Auf der Suche nach eben diesem wird dem Zuschauer einfach alles geboten. Es beginnt mit Comedy zwischen den beiden Protagonisten Togame und Shichika, die nicht aufgesetzt und unnatürlich wirkt, sondern einfach nur lustig ist. Vor allem die gelegentlichen sexuellen Anspielungen sorgten für große Lacher. Dazu komm noch etwas Romance dazu, die dezent den ganzen Anime durchzieht und zu keiner Zeit unnatürlich und nervend erscheint. Meist schlägt dies in Comedy aufgrund Shichikas weltfremder Art um und ist einfach nur schön anzusehen. Um das ganze zu komplettieren, ist der Anime mit Action ausgestattet, die an das Niveau der Kara no Kyoukai Serie heran reicht.
Eine der größten Stärken des Plots ist neben der makellosen Verflechtung verschiedener Elemente zudem noch die Unberechenbarkeit, mit der die Story sich fortbewegt. Es geschehen extrem viele Intrigen im Hintergrund, die in einer Reihe von Twists resultieren und den Zuschauer immer wieder aufs Neue in eine andere Richtung lenkt und die Spannung so auf einem extrem hohen Niveau hält.
Nichtsdestotrotz muss erwähnt werden, dass die Story einige Hintergrundinformationen für sich behält und den Zuschauer im Dunkeln tasten lässt. Hierbei beziehe ich mich auf die Vergangenheit von Togame mit den Maniwani, deren Intrigen gegeneinander nicht beleuchtet wurden.


Charaktere
Nicht nur der Plot rund um die Completet Deviant Blades weiß zu überzeugen, auch die Charaktere sind große Sympathieträger. Angefangen mit Togame, die sich nach Außen hin intelligent, charmant, auffallend und gerissen gibt, doch im Inneren eine sehr kindische, verletzbare und misstrauische Persönlichkeit vorweist. Sie durchlebt im Laufe des Animes einen Wandel ihrer Werte und Vorstellungen und schlägt sich mit dem Ausruf “Cheerio!“ in des Zuschauers Herz.
Mit dem Protagonisten Shichika wurde etwas geschafft, was ich seit längerem in Animes vermisse: eine nachvollziehbare Charterentwicklungen. Er lebte alleine mit seiner Schwester auf einer einsamen Insel und ist anfangs total weltfremd. Eher einer lebenden Waffe als einem Menschen gleich. Doch im Laufe der Reise mit Togame vollzieht er eine Verwandlung von einer kaltherzigen Tötungsmaschine zu einem mitfühlenden Menschen. Jedes bestrittene Abenteuer bereichert ihn mit neuer Lebenserfahrung und lässt ihn immer menschlicher werden.
Der restliche Cast ist meist in Nebel gehüllt und dem Zuschauer wird nur wenig preisgegeben. Dies ist der geringen Screentime der meisten Nebencharaktere zu verantworten. Trotzdem erhalten die Charaktere, vor allem durch deren gezeigte Handlungen im Bezug auf Interaktionen mit den Protagonisten, ein einstimmiges Charakterprofil beim Zuschauer, das in den meisten Fällen Beweggründe und Motivation für bestimmte Taten erklärt.


Sonstiges (Opening / Ending / BGM, Animation, Zeichenstil, Besonderheiten)
In Katanagatari werden 2 Openings gezeigt, die sich in ihren Charakter völlig voneinander unterscheiden. So ist das Erste von einer etwas fröhlicheren Art, das Zweite hingegen eher von kämpferischer und drückender Natur. Deshalb sind beide passend für die Ereignisse der Geschichte, da der Charakter der Serie mit der Zeit sich von leichtfertig auf ernst ändert.
Das Ending hingegen ist lediglich ein Abspann, hinterlegt mit einer anderen BGM für jede Episode. Dabei recht die Variation von mysteriösen, dunklen über kämpferische bis hin zu emotionalen Klängen, die allesamt schön anzuhören sind.
Das am meisten auffallende an Katanagatari ist auf den ersten Blick dessen Zeichenstil, der recht simpel und einfach wirkt und auch ist. Doch in Kombination mit ausdrucksstarken Farben bei der Charaktergestaltung sowie im Hintergrund wird aus einem einfach ein erstaunlich. Das ganze ist sehr auf einer experimentellen Basis, so wird Episode 7 im Gegensatz zum Rest extrem simpel gehalten und zeigt sogar Anspielungen auf alte 2D Grafik von Computerspielen. Für manche mag der Zeichenstil daher recht abstoßend, einfach und alles andere als schön anzusehen erscheinen, doch ich war davon erstaunt, wie aus etwas einfachen in gezielter Kombination mit Farben ein Bild entsteht, das den Flair des altertümlichen Setting so perfekt einfängt. Dazu kommt noch der gelegentlich erscheinende weibliche Erzähler, die dem ganzen das gewisse Etwas verleiht. Das, was den Anime wie einen Epos vergangener Zeit erscheinen lässt.


Fazit
Katanagatari nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in ein altertümliches Japan, das von Krieg geprägt und von Frieden bewohnt ist. Auf dieser Reise durchlebt man die Bandbreite an Emotionen, die vereinzelt von Animes hervorgerufen werden. Man lacht, fiebert mit, weint, staunt und kann nicht warten, die nächste Episode zu sehen. Katanagatari hat es geschafft, all diese Emotionen hervorzurufen, mich an den Bildschirm zu fesseln und zu begeistern.

Uneingeschränkte Empfehlung an alle!

Cheerio

98/100
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Avatar: stinkytoast#5
  • Handlung
  • Animation
  • Charaktere
  • Musik

Katanagatari - Cheerio or no?

 

 

Vorwort:

Katanagatari hat mich zunächst auf aS angesprochen, als ich die Topliste (sehr weit) durchgegangen bin und mir dieser einprägsame Stil aufgefallen ist. Nach ein bisschen stöbern der Seite fiel mir (auch dank der Kommentarsektion) auf, das dieser Anime ebenfalls vom Nisio Isin ist. Dennoch war ich sehr verwundert, denn obwohl Isins Werke alle durchgängig bei SHAFT erschienen, ist gerade Katanagatari beim Studio White Fox produziert worden was mich zunächst skeptisch machte.

Voller elan machte ich mich auf gängige Seiten schlau und begann die Serie zu schauen. Ungefähr in der Mitte der ersten Folge fiel mir auf "hey...die Folge müsste schon lange zu ende sein"...und erblickte den Timecounter von geschlagenen 50! Minuten....so begann die Reise....

Story:

...durch die Epoche der Shoguns, Ninjas und Samurai. Die Strategin Togame will mit der Hilfe eines Einsieders, Shichika genannt 12 Schwerter einsammeln welche sie für Ihren Shogun einsammeln muss da er einen gewissen Wert für ihn besitzt.

 

Mit diesem einfachen Satz lässt sich die Grundprämisse von Katanagatari erklären. Dies reicht grundsätzlich auch komplett aus, da jede Folge eine abgeschlossene Geschichte rund um die Reise ist - welche dennoch ihr Ziel finden wird.

 

Grundlegend kann man erklären das jede der 50 Minuten eine Mischung aus Slice of Life/Comedy ist, mit einer Prise Action sowie sehr guten und wirklich langen (wirklich!) Dialogen. Dies ist nicht nur dem Ursprung zu verdanken, sondern auch der Tatsache das der Director einen anderen, als sonst üblichen Weg gegangen ist.

 

Jede Serie oder Film hat das Prinzip, vergangenes in eine Art Flashbacks oder dergleichen zu zeigen. Hier bricht Katanagatari mit den üblichen Regeln und verwendet die Dialoge zwischen den Charakteren als elementaren Punkt der Geschichtenerzählung. Während den Dialogen verharrt die Umwelt komplett auf einen (unscheinbaren) Punkt, welcher die Protagonisten als Treffpunkt oder Schauplatz nutzen. Desweiteren, dies betrifft auch die Story selbst - deshalb wird dies hier eingeführt - spielen die Charakter mit dem Wahrheitsgehalt der Informationen. Während den langen Unterhaltungen kann man NIE sicher sein ob die Person gerade die Wahrheit hier spricht, es gezielte Falschinformationen sind oder die Person nur das nacherzählt was andere erzählen.

 

Animation/ Optik:

White Fox muss man hier wirklich auf die Schulter klopfen. Katanagatari sieht wunderbar aus. Der Zeichenstil, welcher untypischer nicht sein kann ist nach kurzer Eingewöhnungsphase sooo gut. Die Hintergründe, so karg sie auch teilweise sind, wurden so gut umgesetzt das man teilweise glaubt ein Gemälde anzuschauen. Auch betonend ist der Farbton, welcher rebellisch wirkt. Keitaro Motonaga, dem Director der Serie ist wahrlich gelungen das Flair, welcher die Titel von Nishio Isin umgibt perfekt umzusetzen. Auch die (wenigen) Kampfszenen sind vom Directing her abwechslungsreich und sehr gut umgesetzt. Als Schmankerl gibt es hervorzuheben, das in beiden Openings kein Frame unbewegt ist und sich dadurch alles flüssig anfühlt. Ein weiterer Punkt das dies ein Isin-Werk ist, ist die Diskrepanz zwischen dem gezeigten und gesagtem. Wie im Story-Reiter erwähnt, spielt die Serie in gewisserweise mit den Erwartungen. Auch in der Optik ist dies anzumerken, da gerade bei den Dialogen oft die Mimik vollkommen anders ist, als das was gesagt wird.

 

Sound:

Wie bereits erwähnt, wechselt sich im Laufe der 12 Episoden das Opening genau einmal. Beide Lieder passen sowohl optisch als auch musikalisch hervorragend zum Titel und dem Szenario. Generell muss man erwähnen, wie gut einfach der Soundtrack ist. Die Titel sind alle fernöstlich angehaucht, mit einer Prise orientalischer Klänge. Bezeichnend hierfür ist der Titel "Bahasa Palus" aus der Schmiede (hehe) von Taku Iwasaki. Beim rerun in 2013 wurden jeweils das Opening und Ending aktualisiert.

 

Charaktere:
Die Charaktere sind sehr gut geschrieben. So könnte man das ganze sehr gut beschreiben, da durch den episodischen Aufbau sowie der langen Laufzeit jeder einzelne Folge jeder Charakter eine gewisse Entwicklung mitnimmt (Shichika, Togame) oder die Antagonisten mit ihren Absichten belichtet werden. Desweiteren sind wie in der Monogatari Series jeder Charakter individuell gezeichnet und haben sofortigen Wiedererkennungswert. Auch die Kampfarten der Protagonisten unterscheiden sich deutlich voneinander, wo man oft nur schätzen kann was denn nun für eine Attacke (wenn überhaupt) kommen wird.

 

Was man noch erwähnen sollte ist, das die Serie einem sich selbst überlässt, Charaktere wie Togame einzuordnen. Gerade dadurch, das sie sehr manipulativ ist weiß man nie so genau, ob sie denn nun Gutmütig ist oder doch einen geheimen, hinterlistigen Plan hat.

 

Fazit:

Generell muss ich sagen: Noch nie hab ich so einen guten, "kompletten" Anime gesehen. Die Charaktere sind sympathisch, die Kämpfe brennen sich in das Hirn rein, die Comedy ist gut gewählt und die Antagonisten erinnerungswürdig. Auch die Folgenlänge spricht für sich, da die Zeit effektiv gut genutzt wurde um Spannung aufzubauen damit dann der Klimax erreicht wird - und die Folge und gar das (sehr gute) Finale) beendet.

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Titel

  • Japanisch Katanagatari
    刀語
    Status: Abgeschlossen
    Veröffentlicht: 26.01.2010 ‑ 11.12.2010
    Studio: White Fox
  • Englisch Katanagatari
    Status: Abgeschlossen
    Veröffentlicht: 05.07.2011 ‑ 20.09.2011
  • xx Synonyme
    Katana Gatari

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