The Garden of Sinners: Mordverdacht (Teil 2) (Anime)Gekijouban Kara no Kyoukai: Satsujin Kousatsu (Go) / 劇場版 空の境界 - 殺人考察(後)

  • TypFilm
  • Episoden1 (~)
  • Veröffentlicht08. Aug 2009
  • HauptgenresDrama
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonLight Novel
  • ZielgruppeMännlich

Anime Beschreibung

Anime: The Garden of Sinners: Mordverdacht (Teil 2)
© 奈須きのこ / 星海社・アニプレックス・講談社・ノーツ・ufotable
Shiki und Mikiya haben schon einige gefährliche Situationen hinter sich gebracht, doch ihr neuester Fall ist sicher auch ihr gefährlichster. Mikiya glaubt, trotz aller Mordanschuldigungen seit dem Vorfall vor zwei Jahren, dass Shiki immer noch unschuldig sei und nie einen Menschen getötet hat. In diesem Glauben lässt er sich auch durch nichts und niemanden beirren. Doch als plötzlich von brutalen, geradezu sadistischen Morden in den Medien berichtet wird und das Täterprofil haargenau Shiki zu entsprechen scheint, gerät auch Mikiya ins Wanken. Hat Shiki wirklich skrupellos Menschen getötet oder steckt eine große Verschwörung hinter der ganzen Sache? Und was für eine Rolle spielt Mikiyas ehemaliger Schulkamerad Lio Shirazumi bei der ganzen Sache?

Anmerkung:
Sowohl in chronologischer Reihenfolge als auch gemessen an der Reihenfolge der Veröffentlichungen handelt es sich bei Satsujin Kousatsu (Go) um den siebten Film der „Kara no Kyoukai“-Reihe, der die Geschehnisse des Februar 1999 behandelt und die siebenteilige Reihe beendet. In Shuushou / Kara no Kyoukai findet sich noch eine weitere Fortsetzung, die jedoch mit Shikis und Mikiyas Arbeit der Aufklärung mysteriöser Vorfälle und Morde nichts mehr zu tun hat, sondern ausschließlich auf die enge Beziehung zwischen den beiden eingeht.
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Anime Rezensionen

Avatar: via#1
Hinweis: Diese Rezension bezieht sich nicht nur allein auf diesen Teil sondern auch über das Gesamtbild der Filmreihe. Die einzelnen Punkte sind jedoch weitestgehend getrennt.

Ich muss sagen, dass der letzte Kara no Kyoukai Teil genau meinen Nerv getroffen hat und mich in nahezu allen Belangen wahrhaft überzeugen konnte. Als letztes Puzzlestück fügt er sich passgenau in das Gesamtbild der Filmreihe ein und vor allen die Inszenierung des Ganzen übertrifft locker nahezu alles, was ich bisher im Bereich Anime bestaunen durfte. In Bezug auf einige Vorahnungen, die ich hatte, als ich den zweiten Teil erneut gesehen hatte und auf nahezu jedes Wort geachtet habe, kann ich nur sagen, dass jene vollends bestätigt wurden. Ich selbst hätte mir jedoch kein runderes und besseres Ende wünschen können, als dieses philosophisch-psychologische Meisterstück.


Handlung:

Zu der kompletten Reihe:

Nachdem ich die ersten drei Filme der Reihe gesehen hatte erschien mir noch alles ziemlich episodisch. Jeder Film scheint eine eigene Handlung zu besitzen. Die einzelnen Geschichten waren dabei weitem nicht schlecht. Dennoch hatte ich etwas mehr Substanz erwartet. Dies änderte sich mit dem vierten und erst recht mit dem fünften Film, welche nun zum Gegenangriff vorgehen und die einzelnen Teile zusammenfügen. Viele Zusammenhänge erscheinen nun logisch nachvollziehbar und man beginnt sich erstmalig eine feste Meinung über die gesamte Filmreihe zu bilden. Nach einem Rewatch schwanden die Zweifel. Die Filme besitzen um Längen mehr Substanz, als erstmalig erwartet. Mehr noch, als das; die Filme zeigen Antworten auf grundliegende Fragen des Lebens: Darf man töten, Was ist Schmerz, Was formt unsere Persönlichkeit. Fragen auf die man eigentlich bereits eine Antwort wissen sollte. Die Reihe möchte aber definitiv nicht, dass man die Antwort dieser Fragen erst neu kennen lernt. Dafür ist sie viel zu undurchsichtig, verworren und vor allem brutal. Immerhin sollte man bei einem Film mit einer Altersfreigabe von 16+ Jahren keinen Lebensgrundkurs durchgehen. Es geht einfach nur darum diese Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Es geht darum an den eigenen Prioritäten, welche man für selbstverständlich erachtet hat zu zweifeln ohne sie aus dem Blickwinkel zu verlieren. Und genau dieser Zweifel ist es, was die Reihe schlussendlich doch zu etwas handlungstechnisch besonderen macht.

Speziell zu diesem Film:

Wie bereits erwähnt traf dieser Film genau meinen Geschmack. Die zuvor oben genannten Maßstäbe kommen hier in einer hervorragenden Mischung vor. Wie jeder Film der Reihe fängt auch dieser mit einer eher ruhigen Einleitung an und entwickelt sich im weiteren Verlauf zu einem genialen Action-Drama Spektakel. Und dieses Wort trifft auch genau das was dieser Film ist. Sowohl in Sachen Action, wie auch im Drama kann dieser Film überzeugen. Vor allem letzteres das Drama ist gelungener, als es in den vorherigen Filmen der Fall war. Der siebte Teil bezieht sich dabei vor Allem auf die Worte "besonders sein" und achtet dabei darauf, dass es nicht immer positiv ist eben Selbiges zu sein, aber auch die Themen "Mörder" und "mörderischer Verrückter" spielen eine nicht allzu geringe Rolle. Einige Wendungen der Geschichte üben zusätzlich Druck auf den Zuschauer aus, welcher das Gesamtbild des Filmes nur noch weiter verbessert. Denn die vorherigen Filme hatten nur einen geringfügigen Druck und griffen um diesen zu erzeugen eher auf extreme Gewaltdarstellung (Der Dritte und der Fünfte) zurück, als darauf zu achten, wie die einzelnen Szenen eingesetzt werden und die Handlung bloß noch ernster erscheint. In dieser Beziehung punktet der Film definitiv. Er ist ernsthaft um als Drama zu überzeugen aber noch flexibel genug um zusätzlich gute Action- und Mysteryelemente einzubinden. Einzelne Handlungsstränge erinnerten mich außerdem stark an den dritten Film der Reihe und auch das bisher offen stehende Ende des zweiten Teils wird geklärt, sodass sich die Reihe, als zusammenhängendes Wunderwerk entpuppt. Die in diesem Fall tatsächlich letzten offen geblieben Fragen, lassen sich problemlos selbst erdenken und Stellen kein ernstzunehmendes Problem dar.

Grafik und Animation:

In Sachen Inszenierung ist KnK zweifelsohne mit einer der Spitzenführer. Die The Garden of Sinners Reihe lässt in diesem Punkt keinerlei Wünsche offen. Die Hintergründe der Hafenstadt, wirken extrem realistisch. Dann macht die Kamera eine Drehung um eines der Hochhäuser und man kann durch die Fenster einzelne Möbel erkennen. Die Grashalme reflektieren aufgrund der Tautropfen das Licht, das mit einer Taschenlampe auf sie geworfen wird, das Wasser reflektiert den Himmel und das Bild verschwimmt wellenförmig, wenn es aufgewühlt wird. Dunkle Gassen und ein Bambushain lassen leichtes Unbehagen aufkommen und sorgen für einen gewissen Druck, wenn man weis, dass draußen ein skrupelloser Mörder herumläuft. Die Farben leuchten in prächtigen Orange, wenn es die Situation erfordert oder zeigen wunderbare kühle Blautöne. Bezüglich Hintergrund und Atmosphäre zeigt KnK mit die besten Bilder im Bereich Anime, die ich bisher gesehen habe. Die Actionkämpfe verlaufen flüssig und liefern teilweise rasante Kamerafahrten. Auch das Charakterdesign kann überzeugen. Die Körper der einzelnen Personen sind perfekt gelungen und liefern perfekte Proportionen für einen erwachseneren Anime. Wenn einigen Charakteren in die Augen sieht erkennt man sofort eine gewisse Leere, was sie fühlen oder was sie vorhaben und nicht nur, weil man die Charaktere nun gut genug kennt. Shikis zweites Augenpaar sticht dabei besonders hervor und man genießt es wirklich ihr zuzusehen, wie sie versucht die Schnittstellen zu treffen. Die Farben des Regenbogens liefern einfach allen Grund dazu. In Sachen Gewaltdarstellung ist dieser Film zwar auch nicht gerade zimperlich, man sollte ihn aber keineswegs mit dem Fünften vergleichen. Einzig und allein die Wirkungsweise ist eine andere. Der Film lebt nämlich nicht durch bloße Darstellung, sondern durch die Wirkung der Gewalt.

Sound und Musik:

Ein weiterer Faktor auf den ich vor allem bei Thrillern, Mystery und Action-Animes (Ersteres fällt bei dieser Reihe weg) achte ist die Musik. Eine geniale musikalische Untermalung vermag es aus einem Anime noch einiges an zusätzlichem Potenzial rauszuholen. Die Filmreihe Kara no Kyoukai: The Garden of Sinners zählt ebenso dazu und die Musik war mit einer der Hauptgründe, warum ich mir die Filme angesehen habe. Denn diese Untermalung bekommt von mir definitiv den Zusatz Meisterhaft. Jede Melodie, wird an genau der richtigen Stelle eingesetzt. Seihen es nun sanfte Klavierklänge, melodische Chöre oder klangvolle Streicher. Der Stil der einzelnen Titel ändert sich, während des Filmes auch öfter. Mal sind es sanfte Klavierstücke oder Yuki Kajiura bringt ihren ganz eigenen Stil ein: Ein Trance orientierter Rhythmus mit melodiösen Streichern. Nicht allzu selten werden auch E-Gitarren eingesetzt. Einige Stücke haben keine Substanz und besitzen ebenso wenig keine Melodie. Kurzum es wäre unerträglich sie einzeln anzuhören. Im Film sind diese Stücke allerdings extrem passend eingesetzt, sodass sie die zugehörigen Szenen bloß noch besser untermalen. Ein Stück, welches mir ganz besonders gefällt und in fast jedem Teil aufgegriffen wurde, kommt hier auch in einer kurzen Sequenz vor, wenn auch nicht gerade in seiner besten Version. In vielerlei Hinsicht unterscheidet sich die Musikuntermalung dieses Teils von den Restlichen. Die Stücke sind von vornerein hier eher percussiv, als melodiös angelegt und wirken in dieser Hinsicht auch um einiges ernster, als in den vorherigen Teilen. Auch die Hintergrundgeräusche werden so eingesetzt, dass sie die einzelnen Szenen unterstützen, sowie sie sie realistischer wirken lassen. Und alles endet in einem wunderschönen ruhigen Stück: Einer gesungen Version einer bekannten Melodie aus der Filmreihe.

Charaktere:

Einzig und allein bei den Charakteren bin ich mir noch ein bisschen unschlüssig, wie ich sie nun bewerten soll. Allgemein kann man sie zwischen Sehr Gut und hervorragend einordnen. Einige Charaktere besitzen nämlich eine Menge Potential auf Anhieb (z.b. Shiki) oder können einen immer wieder überraschen (Touko). Schlussendlich wird dieses Potential allerdings nicht vollständig ausgespielt und selbst diese Charaktere fallen stellenweise eher flach aus. Mikiya schien mir lange Zeit nicht sonderlich hervorzustechen und wird zurecht im Anime selbst als gutmütiger Einfaltspinsel bezeichnet. Dennoch macht auch er sich im Anime seinen Platz. Immerhin, wäre ohne ihn der Anime gar nicht erst richtig ins Rollen gekommen, sondern wäre bereits nach dem chronologisch ersten (Der Zweite) Teil vorbei und bei einem anderen Anfang hätte die Serie gar nicht erst so weit ausarten können, wie es der Fall ist und gerade dieser Teil kann nur gänzlich platt fallen. Außerdem nimmt er in diesem Teil eine größere Rolle ein als in den Vorgängern mit Ausnahme des Zweiten und passt sich ebenso, wie der Rest, perfekt seiner Rolle an. Zusätzlich kann ich noch sagen, dass ich sowieso keine allzu großen Erwartungen an die männlichen Charaktere lege, da diese in vielen Fällen schwächer ausfallen, als die Weiblichen. Ich selbst hätte mir zwar selbst im Allgemeinen noch ein bisschen mehr Charaktertiefe gewünscht. Allerdings bleibt es auch dort wieder fraglich, ob dies wirklich von Vorteil gewesen wäre und nicht die Filme nur unnötig in die Länge ziehen würde. Der Gegner dieses Filmes ist auch gut gewählt, wenn man ihn nicht im wahrsten Sinne des Wortes als abartig böse bezeichnen kann. Auch die Tatsache, dass der Hauptcharakter Shiki unter Druck arbeiten muss, sorgt zusätzlich für Stimmung. Beim ersten Angucken des Filmes hatte sie dann doch anders gehandelt, als ich es erstmalig vermutete. Schlussendlich bleibt noch zu erwähnen, dass in diesem Teil die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren stärker im Vordergrund stehen.

Fazit:

Der siebte Garden of Sinners bildet das letzte Puzzlestück der Reihe und löst somit auch die letzten hängen gebliebenen Fragen, solange man in den vorherigen Teilen gut aufgepasst hat. Wahrhaftig ein spannender Mystery Anime mit einem großen Action und Drama Anteil. Von mir selbst bekommt er definitiv den Titel Meisterwerk verlieren. Wer allerdings mit keinem der genannten Genres in Einklang steht, dem kann ich nur abraten die Reihe überhaupt erst anzufangen. Oder: Er kann mit diesem Teil ebenso wenig anfangen, wie mit den Anderen.
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Avatar: Lpark
V.I.P.
#2
Kommentar wurde nach Abschluss der kompletten Reihe verfasst. Meine übergreifende Bewertung für die Filme würde wohl 3/5 Sterne lauten (Als Info um die Bewertung und den Kommentar zu diesem Film einordnen zu können).

Der letzte Film der Reihe war für mich leider der schlechteste überhaupt. Ein mehr als unbefriedigender Abschluss und die komplette Vereitelung dessen, dass ich mit "The Garden of Sinners" als Ganzes noch "ins Reine komme". Warum mir der Film so schlecht gefiel, kann ich nicht erklären ohne das Ende komplett zu spoilern.

Zunächst mal möchte ich darauf hinweisen, dass dieser Kommentar nicht aus Hass auf den Film oder seine Fans entstanden ist, sondern daraus, dass ich gerne meine Meinung loswerden will, besonders da sie stark von der Meinung der Masse (Platz 23!!) abweicht. Tja. Was ich aufgrund der Platzierung erwartet hatte, war logischerweise ein Film, der in etwa mit "Mujun Rasen" mithält. Davon ist "Satsujin Kousatsu (Go)" in meinen Augen leider meilenweit entfernt - und das nicht nur in dem Maße, dass es ein in sich schlechter Film ist, sondern schon in dem Maße, dass er der kompletten Reihe die Glaubwürdigkeit raubt. Fangen wir mal mit dem Antagonisten Rio an, der verglichen mit Mujun Rasens Souen nicht einfach nur den Kürzeren zieht, sondern schlicht komplett von eben diesem an­ni­hi­liert wird. Rio steht mal dermaßen im Schatten von Souen (ist ja auch nur einer von vielen, den Souen beeinflusst hat), dass es schon nicht mehr feierlich ist. Er ist bloß ein Verrückter, sein Beweggrund (die Liebe zu Shiki) ist vollkommen uninteressant und den Showdown mit ihm konnte ich nicht wirklich ernst nehmen. Er ist als finaler Antagonist schlicht eine komplette Enttäuschung.

Machen wir mit dem Handlungsverlauf weiter, an dem ich erstmal die Phase zu Beginn positiv hervorheben möchte, in der noch Shiki im Verdacht stand, die Morde begangen zu haben. Wo die Handlung aber dicke Schnitzer macht, die mich richtig aufgeregt haben, war gegen Ende. Mikiya will nicht, dass Shiki Rio tötet. Alles gut und schön, bis zu einem gewissen Grad verständlich, auch wenn es mir ziemlich auf die Nerven ging. Aber das große Manko ist, wie das alles aufgelöst wird, als Shiki schließlich von Rio festgehalten wird und Mikiya zur Hilfe kommt. Es beginnt für mich dabei (und da mag sich der ein oder andere wundern, dass mich so eine "Kleinigkeit" stört), dass Rio Shiki dann erzählt, Mikiya sei tot und Shiki nicht (was der eigentlich komplett logische Verlauf wäre) überprüft, ob das denn wirklich wahr ist. Vielmehr akzeptiert sie es einfach. Aber viel schlimmer als das ist, wie es dann endet. Shiki tötet Rio nun endlich entgegen Mikiyas Vorstellungen und hat dabei natürlich ein leichtes Spiel. Tja... und dann kommt Mikiya einfach angelaufen und ist entgegen aller Erwartungen nicht tot, obwohl man (oder ich zumindest) schon mit ihm abgeschlossen hatte. Beide überleben also und Mikiya sind seine Ideale wohl plötzlich völlig egal. Für mich ist das ein derart heftig gestelztes Happy-End, was nicht einfach nur unpassend ist, sondern sich destruktiv auf die ganze Reihe auswirkt.

Weil ich mir sicher bin, dass kaum jemand versteht, was ich eigentlich für ein Problem habe: So würde für mich ein gelungenes Ende in etwa aussehen: Mikiya stirbt dort, wo man es sich eigentlich denkt einfach und Shiki geht für seine Ideale und aufgrund seiner Aufforderung, nicht zu töten selbst in den Tod. Das wäre für mich ein würdiger Abschluss, der der Reihe gerecht gewesen wäre, nicht so wie dieses unbefriedigende Happy End. Dem Leser des Kommentares sollte aber auffallen, dass die Bewertung mit 2,5/5 Sternen noch weit von katastrophal entfernt ist, woran man erkennen kann, dass dieser negative Kommentar auch dadurch bedingt ist, dass meine hohen Erwartungen weit unterboten wurden. Weniger als 2,5 Sterne kann ich diesem Film allein schon wegen den Animationen und der Musik nicht geben.
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Avatar: Thratron#3
>Garden of the Sinners: Mordverdacht (Teil 2)<. Nach meinen schnell hingeschleuderten Kommentar zum ersten Teil der Reihe >Garden oft the Sinners: Thanatos< bin ich nun beim letzten Kapitel der Saga angekommen und kann damit dieses Review dazu nutzen, nicht nur zu Film Nummer 7 im speziellen, sondern zu den Restlichen im allgemeinen meine Meinung kundzutun.


1. Animation

Der Zeichenstil ist durchgehend bei jedem Film auf einen Level der vollkommenen Perfektion getrieben, sodass man durchaus wirklich sagen, dass es einer der schönsten Animes ist. Nicht einmal andere hochrangig produzierte Werke wie die >Evangelion<-Reboots können richtig mit der Pracht hier mithalten. Extrem fotorealistische Hintergründe. Fantastische Regen-, Wasser-, und vor allem Lichteffekte, die einem den Atem rauben. Die Kämpfe sind äußerst flüssig und dynamisch, mit einem gut getimten Speed. Dazu kommt die große Dichte an separaten Bewegungen und Details in manchen Szenen und die Bildgewalt an sich würde ich als düster bezeichnen. Unbedingt erwähnenswert ist die teilweise sehr gelungene >Kamera<, die so effizient das Geschehen einfängt – unterstützt durch sehr intelligente Schnitte -, wie man es bisher nur von hochrangigen amerikanischen Produktionen der Spitzenklasse kennt. Besonders im 5. Film >Paradoxe Helix< ist dieser Aspekt äußerst stark.

2. Musik

Wie schon in Teil 1 erwähnt ist praktisch durchgehen >Yuki Kajiura< für den Soundtrack verantwortlich (>Puella Magi Madoka Magica< oder >Tsubasa Chronicle< sind auch von Werken von ihr unterlegt, wer noch nichts von ihr gehört hat). Ihre atmosphärischen Klänge, die irgendwo zwischen beruhigend, mystisch und antreibend episch pendeln, sind wahre Glanzstücke – immer und nicht nur hier. Der Soundtrack ist einfach super und passt zu jeder Zeit.

3. Inhalt

Die Filmreihe ist zwar nicht chronologisch produziert und auch nicht nummeriert, allerdings tut es auch nicht weh es in der richtigen Reihenfolge zu schauen. Im Prinzip würde ich sagen, dass sogar jede Reihenfolge egal ist, da jeder Film gut für sich alleine dasteht, wobei man diesen – also den letzten – dennoch immer auch zum Schluss gucken sollte.
Die dunkel präsentierte Geschichte über Magie, rätselhafte Morde, gestörten Persönlichkeiten und sich rivalisierende Zauberern war ganz nett und unterhaltend, mehr für mich aber auch nicht. Man sollte aber auch gewarnt werden, da es hier etwas morbide zugeht und man sich auf folgendes einstellen sollte: Sehr viele abgerissene Gliedmaßen, Folterungen, Innereien, Vergewaltigungen, Kannibalismus, Wahnsinn, Zombies und sogar angehauchter Inzest*.
Teilweise waren die Geschichten und die kranken Charaktere von manchen der Filme wirklich interessant und auch wenn man manches nicht wirklich perfekt ausgebaut hat, wurde es dennoch immer mit einer gewissen Konsequenz durchgezogen, sodass man schlussendlich doch zufrieden war. Selbst schlichtweg öde Stellen oder welche, die irgendwie ein wenig zu langgezogen wurden, schrammten nicht zu stark an meinem Geduldsfaden.
Der Grund ist ganz einfach die grandiose Inszenierung, die ich bereits in meinen Kommentar zu Teil 1 ansprach. Die ist nämlich auf einem Niveau, dass sie ohne Probleme selbst mittelmäßige Szenen aufwerten kann. Durchgehend ist eine Spannung vorhanden und es wird immer eine dunkle, zauberhafte Stimmung erzeugt.
Der Höhepunkt davon war der bereits erwähnte 5. Film >Paradoxe Helix<, mit seiner verschachtelten und sehr cleveren Handlung, die dem Zuschauer äußerst intensiv dargebracht wurde. Auch gut war an diesem Film der Bösewicht >Souren Araya<, der cool, stylisch und ohne Kompromisse vorgeht – so einen sehe ich immer wieder gerne.
Der einzige Teil, den ich ähnlich unterhaltend fand war >Verlorene Erinnerung<, der mit einer wunderbar mystischen, alteuropäischen Atmosphäre herhalten konnte, die mich an ein Märchen erinnerte.
Ich kann nicht sagen, welchen der beiden ich besser finde. Sie sind eindeutig meine Favoriten.
Wenn man noch die Kampfsequenzen mit reinnimmt hat man dann alle positiven Punkte.
Kommen wir nun zu den Negativen:
>Azaka Kokutou<. Mit der fange ich an. Wie kann man aus so einem Charakter, der so viel Potential besitzt, so wenig herausholen? Meistens ist sie kaum mehr als eine verdammte Statistin und nur in einem EINZIGEN Film hat sie eine nennenswerte Rolle. Kommt schon, da ging doch wohl mehr? Dieses aufbrausende Feuermädchen hätte in so einigen Szenen für die richtige Gewürzmischung gesorgt.
Ein weiteres Problem sind die beiden Hauptpersonen >Mikiya Kokutou< und >Shiki Ryougi<. Der Erste ist wieder einmal ein unverbesserlicher Gutmensch, der nicht mal das Offensichtliche vor seinen Augen wahrnehmen kann und irgendwie schrecklich fehlplatziert wirkt. Und die andere ist eine messerschwingende Amazone mit einem für mich bescheuerten Charakteraufbau. Ihre Beziehung konnte ich kaum ernst nehmen.
Dementsprechend sagte mir der letzte Teil eher weniger zu, da es hier zentral um diese beiden ging und ihren Kampf gegen das Letzte von >Arayas< erzeugte Übel und auch gegen sich selbst. Hier begann es dann wirklich lächerlich zu werden und trotz des durchaus dramatischen Finales, konnte ich bei einigen der Handlungsverläufen nur ungläubig mit den Kopf schütteln. Nebenbei bemerkt war das Ende einfach bescheuert. Punkt.
Sowieso wurden einige Stränge für mich nicht ganz zu Ende geführt…

4. Fazit

Wer auf psychologischen Horror made-in-Japan steht, der auch nicht vor extremer Gewalt zurückschreckt und die Inszenierung eines A1-Thrillers einsetzt, kann Spaß an >Garden of the Sinners< haben. Ich hatte ihn zumindest, trotz der eher bescheidenen Geschichte und den unausgegorenen Charakteren.
Die Optik ist eine Granate und verstreut wird man auch mit schönen Höhepunkten belohnt.
Unterm Strich sage ich mal: Eine Reihe, die ihren Klutstatus verdient, von der ich mir aber dennoch etwas mehr erhofft habe.
Es war es auf jeden Fall wert, schon allein wegen >Paradoxe Helix< und >Verlorene Erinnerung<.

*Was hatte dieser Aspekt eigentlich hier zu suchen? Noch war er ausreichend ausgebaut und jegliche Entwicklung fehlte in der Richtung. Es war einfach da, weil man es konnte. Was haben die Japaner nur an diesem Thema?
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Avatar: Pilop
V.I.P.
#4
Gesamtkommentar und Gesamtbewertung für alle sieben Filme:

Wären doch nur alle Anime so gut produziert wie Kara no Kyoukai, man könnte wirklich geniale Werke hervorbringen, wenn diese im Gegensatz zu dieser Filmseptologie auch eine gute Story hätten. Kara no Kyoukai bleibt so leider auf eine gut unterhaltende Filmreihe beschränkt, deren Inszenierung bei weitem besser ist als der Inhalt, allerdings schon wieder so gut ist, dass der Anime trotzdem eine hohe Wertung verdient.


Eine leicht heruntergekommene Großstadt Ende der 90er, getaucht in das warme Licht der Abenddämmerung; ein nächtlicher Bambushain; eine einsame Person, die durch düstere Gassen voller zwielichtiger Gestalten streift. Kara no Kyoukai spielt in der absoluten Top-Liga was eine atmosphärisch dichte Präsentation und Inszenierung angeht. Die melancholisch-düstere Grundstimmung wird vom detaillierten, viel auf Licht- und Schattenverhältnissen aufbauenden Zeichenstil getragen, man schreckt kein bisschen vor Gewaltdarstellung zurück und auch beim Soundtrack bekommt man es mit Stücken von Yuki Kajiura mit einer der bekanntesten Persönlichkeiten in diesem Bereich zu tun, die schon oft genug unter Beweis gestellt hat, wie sehr sie es versteht die Handlung durch die Musik zu unterstreichen.

Kann man nun eigentlich nur lobende Worte über den Anime verlieren, wenn es um die Inszenierung geht, sieht es bei der Handlung schon anders aus. Kara no Kyoukai ist schon fast ein Paradebeispiel dafür, wie viel man aus einer durchschnittlichen Handlung herausholen kann, denn mehr als durchschnittlich ist sie nicht. Man erzählt die Geschichte nicht chronologisch, eine Erzählweise, die immer ein Risiko ist, denn es ist schwer ihre Qualitäten zu nutzen aber leicht dabei zu versagen. Letzten Endes gelingt es den Filmen mehr schlecht als recht diesen Stil umzusetzen, denn der Rätselfaktor, der aufkommt, wird durch die negativen Begleiterscheinungen ziemlich annulliert. Der erste Film wirft den Zuschauer ins eiskalte Wasser und lässt ihn völlig im Regen stehen, schon zu sehr, so dass der Frust gegenüber der Neugier überwiegt. Im Verlauf der weiteren Filme bekommt man dann nach und nach neue Informationen, aber man fühlt sich eigentlich chronisch unterversorgt was die Hintergründe der Charaktere angeht. Auch auf die Hauptfiguren als Gesamtes wird bis zum Schluss zu wenig eingegangen, so dass man als Zuschauer schlicht distanziert bleibt und irgendwann auch kein übermäßiges Interesse mehr an den Hintergründen hat, auch wenn besonders Shiki als ruppige Kämpfernatur mit herbem Charme durchaus ansprechend ist. Persönlich war mir das Gezeigte in diesem Punkt aber schlicht zu wenig, weshalb es auch keine besondere Überraschung ist, dass der zweite und siebente Film meine Favoriten aus der Reihe sind, da dort spürbar mehr Emotionen im Spiel sind. Was nun aber die allgemeine Handlung angeht, die ist nicht übermäßig innovativ und besteht neben fallweisen Rückblenden im Wesentlichen aus Konfrontationen mit diversen Widersachern mit übernatürlichen Kräften, in deren Verlauf fallweise einzelne Details über die Hintergründe der Gesamtgeschichte preisgegeben werden. Manche der Widersacher haben Erinnerungswert, andere sind eher schwach (leider auch der im finalen Film), allen wird aber immerhin eine eigene Geschichte spendiert, wo es allerdings ebenfalls zu Qualitätsschwankungen kommt.

Fazit:

Wie eingangs schon erwähnt, letzten Endes ist es schon fast eine Verschwendung wie gut die Inszenierung dieser mäßigen Vorlage ist. Für den Zuschauer bedeutet sie aber, dass die Filme trotz inhaltlicher Schwächen gut unterhalten.
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Avatar: AnimeChris#5
Anspruch:sehr viel
Action:viel
Humor:nichts
Spannung:viel
Erotik:wenig
Es ist Zeit für das große Finale in der Garden of Sinners Reihe. Die Erwartungen sind hoch nach den letzten Teilen der Serie. Übertrifft der 7. Film alles vorangegangene? Werden alle Fragen beantwortet? Gibt es ein Happy End für Shiki in Mikiya?


In der Tat stellen sich einem vor dem großen Finale so einige Fragen, denn Garden of the Sinners hat es stets geschafft den Zuschauer zu verwirren oder ihn von der kompletten Wahrheit fern zu halten. Das hat natürlich zu mächtig Spannung geführt, verlangt aber auch nach einem zufriedenstellenden Finale.

Insgesamt muss man sagen, dass man sehr zufrieden nach dem Film sein wird. Es ist nicht der beste in der Serie, aber er macht seinem Namen alle Ehre. Grund dafür ist natürlich der geniale Zeichenstil und die tolle Atmosphäre, die einmal mehr durch einen tollen Soundtrack verstärkt wird. Beides habe ich schon so sehr bei den letzten Filmen gelobt, dass es gleich weiter zum nächsten Punkt geht.

Mit knapp 2 Stunden haben wir mal wieder ein längeres Vergnügen Shiki bei ihrem bis dato blutrünstigsten Fall über die Schulter zu schauen. Sie ist einem Kannibalen auf der Spur, der alles andere als zimperlich mit seinen Opfern umgeht. Irgendwie gerät die arme Shiki in Verdacht und Miyaki weiß schon gar nicht mehr wem er noch glauben kann. Das ganze ist von Anfang an mal wieder sehr ruhig und langsam erzählt. Das spiegelt sich so auch im ersten Kampf wieder, der Zeitlupeneffekte verwendet. Und so hat man spätestens zu diesem Zeitpunkt mal wieder einen alten nervigen Bekannten vor sich, der schon mehr als einen Sinners Film verhunst hat. So kommen einem die 2 Stunden noch länger vor und das ganze gipfelt in einer Dialogszene die atemberaubende 15 Minuten lang geht. Diese Szene ist vom Inhalt her wichtig, doch die Art mit welcher Langsamkeit sich das ganze vor dem Zuschauer abspielt finde ich sehr unnötig. Das hätte man auch in 5 Minuten rübergebracht.

Hat man aber diese Szene dann gemeistert beginnt das eigentliche Finale der Sinners Serie. Rio Shirazumi ist der kannibalische Bösewicht, ein alter Freund von Mikiya und er hat nur noch ein Ziel: Shiki zu ermorden. Und so dauert es auch nicht lange bis er und shiki aufeinandertreffen und es zu dem krassesten und vielleicht für manche auch besten Kämpfen der gesamten Filmreihe kommt. Hier wird man wirklich in vollem Maße verwöhnt und die Spannung steigert sich ins unermessliche und man zittert wirklich mit Shiki mit.

Nach knapp 2 Stunden ist es dann soweit: zum letzten mal sehen wir den Abspann, wieder mit toller Musik und wieder mit einer ganz wichtigen Szene danach. Für mich vielleicht die wichtigste Szene des gesamten Films, so dass man ja nicht zu früh ausschalten darf.

Allerdings sind immer noch viele Fragen offen geblieben. Natürlich kann man sich hier und da seinen Teil denken, aber das konnte ich auch vor Teil 7. Von daher hat man einen Grund mehr warum man ein nur fast perfektes Werk vor sich. Wäre der Film 20 Minuten kürzer, so wäre hier eindeutig großes Potential auf den besten Sinners Film gewesen, denn die Geschichte um Rio Shirazumi ist schaurig gut und mit ihm ein weltklasse Bösewicht auf der Bühne, den man einfach nur hassen kann.

ShShikis und Miyakis Reise ist hiermit zu Ende, doch ich bin mir sicher, dass ich das eine oder andere Kapitel der Garden of Sinners Reihe schon bald wieder schauen werde.
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Titel

  • Japanisch Gekijouban Kara no Kyoukai: Satsujin Kousatsu (Go)
    劇場版 空の境界 - 殺人考察(後)
    Status: Abgeschlossen
    Veröffentlicht: 08.08.2009
  • Englisch The Garden of Sinners: A Study in Murder – Part 2
    Status: Abgeschlossen
    Veröffentlicht: 08.02.2011
  • Deutsch The Garden of Sinners: Mordverdacht (Teil 2)
    Status: Abgeschlossen
    Veröffentlicht: 30.09.2011
  • xx Synonyme
    Boundary of Emptiness: Murder Speculation (Part 2), The Garden of Sinners: Chapter 7

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