• TypTV-Serie
  • Episoden12 (~)
  • Veröffentlicht09. Okt 2008
  • HauptgenresThriller
  • HerkunftJapan
  • Adaptiert vonVisual Novel
  • ZielgruppeMännlich

Anime Informationen

Anime Beschreibung

Chaos;Head ist eine Anime Adaption des gleichnamigen Spiels von 5pb.

Die Geschichte handelt von Takumi Nishijō, einem Highschool-Schüler an der privaten Suimei Akademie. In seiner Stadt Shibuya geschehen mysteriöse Ereignisse. Ein Mörder treibt sich herum und die Leute geraten in Panik. Eines Tages chattet er mit einem unbekannten Mann im Internet. Der Mann schickt ihm einen Link, dem Takumi natürlich folgt. Als er auf der Seite ankommt, findet er einen Blog, auf dem der nächste Mordfall zu sehen ist. Am nächsten Tag wird dieser Fall Realität. Nach diesem Vorfall lebt Takumi Nishijō durch die psychischen Erlebnisse abgeschieden von der Außenwelt als ein Hikikomori. Eines Tages trifft er durch eine neue Mordserie namens Neue Generation auf Mädchen mit Schwertern, die er natürlich anfangs für verrückt hält …
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
Hauptgenres / Nebengenres / Tags

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Anime Rezensionen

Avatar: Pilop
V.I.P.
#1
Manchmal kann man wirklich schon nach der ersten Episode die möglichen Schwachstellen eines Anime ausmachen, die ich bei Chaos;Head damals in etwa so zusammengefasst habe: Nette Mysteryatmosphäre, aber der Anime läuft Gefahr im späteren Verlauf an den oberflächlichen Charakteren sowie an der durch die magischen Schwerter angedeuteten etwaigen billigen Hintergrundgeschichte zu scheitern. Wie sich herausstellte war diese Prognose ein ziemlicher Volltreffer.


Zugegebenermaßen fällt es mir gerade schwer meinen Kommentar nicht auf einer „Ich habs euch ja gesagt“-Einstellung aufzubauen, denn die Kritik die ich für meine Befürchtungen nach der ersten Folge geerntet habe ließ mich den Anime daraufhin unkommentiert lassen. Aber ich will nicht unfair sein, denn lange Zeit sieht die Serie im Großen und Ganzen nach einem soliden Mystery-Anime aus, der atmosphärisch an Higurashi erinnert und auch spannend zu verfolgen ist. Positiv sticht die Hauptperson Takumi hervor, der mit seinen schizophrenen Wahnvorstellungen und seinem Semi-Hikkikomoridasein sicher abseits der üblichen Stereotype steht. Es entwickelt sich ein Verwirrspiel rund um brutale, mysteriöse Mordfälle, in die Takumi und ein Mädchen mit rosa Haaren verwickelt zu sein scheinen, bei denen aber die Grenze zwischen Realität und Schein immer mehr verschwimmt. Eine ansprechende Thriller/Horroratmosphäre wird aufgebaut, die die Spannung konstant hoch hält. Durch den anfangs noch durchaus gelungenen Aufbau der Story mit immer neuen Andeutungen über die Hintergründe sieht man auch über den restlichen (weiblichen) Cast hinweg, der mit dem Begriff Harembaukasten ausreichend beschrieben ist. Aber es funktioniert (zunächst), unterhält und die Geschichte entwickelt sich konstant weiter. Was allerdings in der zweiten Hälfte der Serie folgt kann man ruhig als einen storytechnischen Supergau bezeichnen, der es schafft in einer einzigen Episode die Atmosphäre des ganzen Anime zu pulverisieren und alle Schwächen offenzulegen. Es wird wohl auf ewig ein Rätsel bleiben, was die Produzenten dazu bewogen hat den Großteil der zuvor sorgfältig geheim gehaltenen Hintergründe dem Zuschauer plötzlich auf dem Silbertablett zu präsentieren. Die Folge davon ist, dass der Anime zusammenfällt wie ein Kartenhaus. Die mysteriöse Geschichte entpuppt sich als schlicht und einfach bescheuert und wirkt als hätte man sie sich nach einer durchzechten Nacht auf dem Weg zum Verleger ausgedacht, während man gerade eine populärwissenschaftliche Physikzeitschrift durchblättert. Was hier vielleicht intellektuell erscheinen soll verursacht beim Zuschauer allerhöchstens ein Schmunzeln oder ein resignierendes Kopfschütteln. Nicht anders verhält es sich bei den Charakteren, die natürlich alle über eine höchstdramatische Vergangenheit verfügen, die in der Form wie sie dargestellt wird aber wirkungslos bleibt und eher an Groschenromane erinnert. Ist ihre Vergangenheit erst einmal geklärt, sind sie genau das, nach dem sie auf den ersten Blick aussehen: billige, oberflächliche Figuren nach dem Haremschema, denen man absolut null Interesse entgegenbringt. In den späteren Episoden treten alle Schwächen von Visual Novel Adaptionen auf, indem man augenscheinlich versucht nahezu alle Enden und Handlungsstränge in einer Serie zu vereinen, was dazu führt, dass sie allesamt durch die Kürzung noch schlechter wirken, was zumindest von Kennern der Vorlage behauptet wird, die ebenfalls die schlechte Umsetzung verdammen und von einer weit besseren Inszenierung mancher Teile im Spiel sprechen.

Fazit:

Nach einer durchaus gelungenen ersten Hälfte geht der Anime bedingt durch die bescheuerte Hintergrundgeschichte und die oberflächlichen Charaktere schlussendlich mit rasender Geschwindigkeit den Bach runter und überbietet sich gegen Ende mit jeder neuen Episode an Peinlichkeiten. Konstruierte Ereignisse, sprunghafte Charakter-“Entwicklung“ und platte Dialoge wandeln den einstigen Horror/Mystery-Anime so schon eher in Richtung Comedy und lassen einen verdutzten und vielleicht auch verärgerten Zuschauer zurück.
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Avatar: SuperSleeping#2
Choas;Head - psychopatisches Durcheinander, Nervenkitzel, Spannung und Gefühlsdurcheinander. Soweit in den ersten 6 Episoden.

Takumi, Hauptcharakter: ein Nerd, wie er im Buche steht. Er ist 17 Jahre alt, besucht (kaum) eine Privatschule. Stattdessen zieht er sich in sein abgedunkeltes Kämmerchen zurück und flüchtet sich in ein Online-Spiel, wo er zu Respekt und Annerkennung gelangt. Jeglicher Kontakt zu weiblichen Personen in seinem Umfeld wird gemieden, da diese Freundinnin des Teufelsmädchen seien und ihn töten wollen. Fiktive 2-D Anime-Girls seien die besseren Frauen, so wie man Takumi meint. Psychische Zusammenbrüche und Haluzinationen gehören zu seinem Alltag, so wie die Angst in einem misteriösen Mordfall verwickelt zu sein. Die Spannung steigt immer mehr von Episode zu Episode...

Man will das weitere kaum glauben! "Tja, Pech gehabt Leute, wir machen aus Chaos;Head kurzerhand einen Fantasy, Commedy, Magic Girl Shonen. Ätsch!!! Wir sind Japaner HAHA", das mögen die Produzenten bei der Arbeit an EP 7-12 gedacht haben -____-!!

Ep 7+: Takumi ist nicht mehr wiederzuerkennen. Er ist zum oberflächlichen Harem Helden geworden, der Kontakt zu allen möglichen Mädchen aus seiner Schule bekommt, die ihm wie die Kanninchen hinterherdackeln. Er hat plötzlich geheimnisvolle Fähigkeiten mit denen er wohl die ganze Welt retten könnte. Ein sympatischer und besonderer Kerl wird zu einem stinklangweiligen Shonenhelden, wie man ihn in jedem billiges Shonen sehen kann. Wie hoffnungslos!

Die Story ist noch herzzerreißender als Takumis Wandel. Materie wird zu Unmatarie, Telekommunikation und weitere uns allen gut bekannte Fantasy-Elemente werden nun in den Mittelpunkt gestellt. "Lustige" und "freche" Anime-Girls kämpfen mit Takumi gegen eine Organisation, dessen Mitglieder wie aus dem heiteren Himmel geflogen kommen und sich nun als die gefürchteten Bösewichte präsentieren. MÜLL! LANGWEILG! UNLUSTIG!

Sound ist OK, bis auf einige Stellen, an denen plötzlich lustige Musik zu hören war, die nun gar nicht in die Atmosphäre passte. Das Ending hat mir bis zur siebten Episode gut gefallen, danach war ich nur wütend, weil es nicht mehr zu diesem halb Shonen passt.

Der Animation gibt es nichts auszusetzten. Entsprechend diesem Jahr, viele Details und schön anzusehen. "McDynals" und "Asos" haben mich ebenfalls amüsiert :D.

FAZIT: nachdem ich alles gesehen habe, hatte ich selbst ein Chaos Head: einerseits ein tiefer Eindruck und andereseits Wut und Ärgernis. Zum Schluss bleibt Enttäuschung und Unzufriedenheit. Ein ernster Tipp: guckt euch wirklich nur EP 1-6 an, auch wenn es so verlockend ist weiterzugucken!

Vielen Dank fürs Lesen!
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Avatar: Adad-Nirari#3
Chaos Head, ein Anime der einen super Start hinlegt und am Ende eine derbe Bruchlandung durchführt. Ich bin so sauer auf die Produzenten, dass wenn ich sie mal persönlich irgendwo treffe, ihnen eine verpasse und sie dann auch noch an irgendeinen Baum für min. 1 Woche festbinde. Wie kann man bloß einen Anime, der so gut angefangen hat, so morbide verhunzen, dass es einem sogar in Herz und Seele schmerzt. Chaos Head ist wohl das beste Beispiel, wie man mit nur einer Episode den kompletten Anime über Bord werfen kann. Was haben sich die Produzenten bloß dabei gedacht? Hatten die wirklich kein Bock mehr auf den Anime? Haben die sich vielleicht bei der Episodenanzahl verkalkuliert und haben später festgestellt „huch, der Anime braucht vielleicht doch 26 statt 12 Episoden“ oder wurden plötzlich die Produzenten ausgetauscht und durch irgendwelche Praktikanten ersetzt? Ich ärgere mich so dermaßen und bin total enttäuscht, da der Anime wirklich Potential gehabt hätte und mit klugen Köpfen im Hintergrund dies vielleicht sogar ein kleines Meisterwerk hätte sei n können und da trösten auch Animation und Sound bzw. der gutgemachte Charakter Takumi nicht über die verhunzte Story.


Story:

Chaos Head fährt zu Beginn auf der mysteriösen Schiene, was den Thriller-Effekt natürlich deutlich verstärkt und ihn um Längen spannender macht. Zusätzlich wird der Zuschauer mit psychisch labilen Charakteren konfrontiert, was die Horroratmosphäre verstärkt und den Anime zu einem grusligen, schaurigen Thriller macht. Man wird durch viele Ereignisse paralysiert und mit dutzenden Fragen im Regen stehen gelassen. So schafft es der Anime die Spannung immer auf einem hohen Level aufrecht zu erhalten. Ich konnte z.B. es nicht mehr aushalten, bis die nächste Folge kam und ich endlich mehr erfahren durfte bis schließlich die gefürchtete Episode 7 kam. Normalerweise werden ja die Fragen, mit den der Zuschauer bombardiert wird immer Stückchenweise beantwortet. Wie gesagt normalerweise. Nicht bei Chaos Head, da wird kurzer Hand fast die komplette Geschichte in einer Episode erzählt. Es tauchen Gestalten auf, die vorher noch NIE gesehen wurden und es wird einem so eine haarsträubende Geschichte aufgedrängt, dass man nicht weiß ob man lachen oder eher weinen soll. Nach dem dies geschehen ist und der Zuschauer völlig fassungslos und geschockt vor dem Bildschirm sitzt beginnt der „Action-Part“. Die ganze schöne düstere Stimmung die während der ersten 6 Episoden die Folgen schmückte ist somit dahin und durch diese Witzgeschichte ersetzt worden. So wurde aus einem grandiosem Thriller ein billiger Shounen. Die restlichen Episoden gehen dann gemeinsam mit der 7ten Episode langsam zu Grunde und der Zuschauer möchte nur noch von diesem Schund erlöst werden.


Animation:

Animationen sind auf einem soliden Niveau. Die Charaktere sind hübsch gezeichnet und der Hintergrund lässt auch keine Lücken offen. Die Farbpallette wechselt von düsteren Farben während der Gruselatmosphäre bis hin zu hellen und grellen Farben während dem Actionpart. Die CGI-Effekte der Di-Swords sind auf dem Standardniveau. Chaos Head ist animationstechnisch nichts neues und zeigt nur soliden durchschnitt. Für das Jahr 2008 aber dennoch ausreichend.


Sound:

Mit was Chaos Head glänzen kann ist Sound. Der OST ist brillant und sowohl das OP von Kanako Ito als auch das ED von Seira Kagami sind sehr schöne Lieder auch wenn mit das OP persönlich mehr im Blut lag. Schade, dass solche schönen Lieder für so einen Anime verwendet wurden. Auch die BGM zeigte sich von ihrer Schokoladenseite. Die düstere Atmosphäre anfangs wurde mit schöner Thrillerhintergrundmusik geschmückt und verstärkte die Gruselatmosphäre nochmals. Auch als dann der Actionpart kam gab es musikalisch nochmal ein paar Exquisitäten zu hören, besonders in den letzten beiden Episoden. Schade, das soviel Potential und Geld in Sound investiert wurde für einen Anime, der sie nicht mal verdient hat.


Charaktere:

Gut ich gebe zu, dass besonders der weibliche Cast aus der Klischeekiste herausgenommen wurde, aber so gut wie unser Protagonist Takumi gespielt wurde ist beeindruckend. Seine kranke Persönlichkeit war nicht nur beängstigend sondern auch erschreckend gut gemacht worden. Dem Sprecher von Takumi gehört ein Preis verliehen, so gut wie der Gefühle rübergebracht hat. Auch wenn Takumi manchmal wie ein Weichei rüberkam und dauernd an psychischer Verzweiflung litt, ist er ein Wahnsinns Charakter gewesen. Gut über die weiblichen Charaktere möchte ich jetzt nicht viel sagen. Nanami, die Schwester von Takumi hat den typischen „Schwester beschützt großen Bruder“-Instinkt aufgesetzt bekommen. Rimi ist die gut gelaunte Freundin unseres Protagonisten. Ayase ist der bekannte Rey-Klon und Sena hat in etwa den selben Charakterstil. Hab ich was vergessen? Ach ja den Loli-Charakter Kozue somit ist die Klischeekiste leer und die Charaktere an ihren Plätzen. Besondere Sympathie konnte ich bis auf Takumi keinem geben, da sie einfach schlicht und ergreifend stinklangweilige Charaktere gewesen sind, ohne viel Hintergrund. Sie dienten einfach nur als Füller, damit die Zuschauer nicht die ganze Zeit nur Takumi vor ihren Bildschirmen hatten.


Fazit:

Chaos Head startet als spannender Thriller mit einer gehörigen Portion Horror und entpuppt sich als billiger Shounen mit einer haarsträubenden Geschichte. Fans von Thrillern kann ich daher nur empfehlen bis zur 6ten Episode zu schauen und dann abzubrechen um nicht auch in so eine Absurdität an Nonsens zu fallen und sich lachend bzw. weinend den Rest antut.
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Avatar: Aodhan
V.I.P.
#4
Chaos;Head fängt gut an und erweckt den Eindruck eine interessante Mischung aus Science Fiction und Psychothriller zu sein, aber leider gelingt es dem Anime nicht die Spannung zu halten. Schlimmer noch, die prickelnde Thrilleratmosphäre muss bald der unfreiwilligen Komik weichen.

Gleich nach der ersten Episode wurde Chaos;Head mit Higurashi verglichen und tatsächlich besitzen die beiden Anime ein ähnlich morbides Setting. Higurash ist zwar eher ein Mystery-Thriller, aber auch dort wird der Protagonist aus heiterem Himmel mit erschütternden Ereignissen konfrontiert und muss mit ansehen, wie die Welt um ihn herum langsam auseinanderbricht. Aber genauso wie Higurashi macht Chaos;Head den Fehler, sich später immer weiter vom Thriller-Genre zu entfernen.

Die ersten Episoden sind sehr spannend gemacht, man fragt sich zusammen mit Takumi was da gerade vor sich geht und seine Probleme zwischen Realität und Einbildung zu unterscheiden sind auf jeden Fall interessant, doch ehe man sich versieht, kommen die typischen Schwächen einer Visual-Novel-Adaption zum Vorschein. Natürlich gibt es einen Haufen Mädchen, die alle in die Geschichte eingebaut werden wollen und keine von ihnen gibt sich nur mit einem Gastauftritt zufrieden. Das führt dazu, dass die Geschichte immer weiter verwässert und von der Spannung bald nicht mehr viel übrig bleibt.

Der Höhepunkt, ich sollte lieber sagen Tiefpunkt, wurde mit Episode 7 erreicht, in der das Studio mal eben alles über Bord geworfen hat, was das Thriller-Genre ausmacht. Normalerweise erfährt der Protagonist dort nach und nach wer ihm ans Leder will und in was er da hineingeraten ist, aber nicht bei Chaos;Head. Anscheinend haben sich die Verantwortlichen gedacht: "Ach, nun wird es mal Zeit etwas zu erklären. Stück für Stück? Zu langweilig! Machen wir alles auf einen Schlag, dann kann die Action endlich beginnen!" So zeigt man dann kurzerhand mal eben so die Antagonisten (die vorher nie zu sehen waren) und lässt sie ihre Ziele erklären (der mitdenkende Zuschauer fragt sich, wieso die sich eigentlich ihre eigenen Ziele erzählen müssen). Dummerweise ist die Erklärung dann auch noch so hanebüchen und absurd - selbst für jemanden wie mich, der sich mit den Naturwissenschaften nicht besonders gut auskennt - dass ich mir das eine oder andere Schmunzeln nicht verkneifen konnte. Richtig lächerlich sind die letzten Episoden, in denen der Anime vollends von seinem Pfad abweicht und eher einem billigen Action-Anime als einem Thriller gleicht. Da die Animationen von Chaos;Head ziemlich schlecht sind, sorgen die Action-Szenen zudem auch nicht wirklich für Begeisterungsstürme.

Noch etwas zu den Charakteren. Da es sich bei der Vorlage um eine Visual Novel handelt, überrascht es nicht, dass die Figuren alle den üblichen Stereotypen nachempfunden wurden. Selbst wenn einige von ihnen am Anfang geheimnisvoll wirken, entpuppen sie sich dann später leider als weniger verrückt als man angenommen hat. Ähnlich wie bei Higurashi werden bei Chaos;Head die Stereotypen so wortgetreu nachgebetet, dass darunter die Stimmung merklich leidet. Man kann einen Thriller mit niedlichen, tollpatschigen Kindern und den Bruder verhätschelnden kleinen Schwestern einfach nicht ernst nehmen. Einziger Lichtblick ist der ungewöhnliche männliche Hauptcharakter. Einen schizophrenen, weltfremden und asozialen Protagonisten sieht man nicht alle Tage und dem Synchronsprecher gelingt es auch recht gut die Verzweiflung und den Wahnsinn des Helden rüberzubringen. Besonders gut ist der Charakter jedoch auch noch nicht, denn später im Anime macht er eine wundersame und unglaubwürdige Verwandlung durch. Und selbst mit interessanteren Charakteren wäre der Anime wohl nicht viel besser.
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Avatar: Zero-sama#5
Chaos;Head- Ein Name, der dem Anime alle Ehre macht...

Oder “From Hero to Zero” würde als Titel wohl auch passen. Das ist mal wieder so ein Anime, der sich anfangs sehen lässt und in der 2. Hälfte einen ganz neuen und nicht vorhersehbaren Weg einschlägt. Diese Entwicklung in Chaos;Head ist so rasant passiert(=>Die berüchtigte Episode 7^^), dass ich kaum Zeit zum Ausatmen hatte. Am Ende wusste ich nicht mehr ob ich überhaupt den selben Anime gucke, so gravierend waren die Veränderungen ! Die Produzenten hätten sich wohl eher auf 24 Episoden einigen sollen, denn die Geschichte hätte Potential gehabt, aber nicht für eine kurze 12 Episoden Serie. Tja, vielleicht wurde das Budget viel mehr in Sushi investiert, als in den Anime !!!

ACHTUNG: Anime Zuschauer mit einem schwachen Herz sollten es sich ernsthaft überlegen, ob sie sich die berüchtigte Episode 7 antun. Ich betone, Eltern haften für ihre Kinder und die Krankenversicherung deckt nicht die anfälligen Kosten !!! Ich habe Sie gewarnt !!!^^


Story:
Delusion or Illusion ???

Oha...Diese Handlung kann man als reine Achterbahnfahrt bezeichnen mit einer berauschend langen Steigung und gleich danach einer endlosen Bergab-Fahrt, die nicht mehr zu bremsen ist ! Hinzu kommen dann noch ein paar Loopings, die den Handlungsstrang wahrlich um 180° drehen.
Takumi Nishijo ist ein typischer Otaku, der die ganze Zeit vor dem PC hockt und sich die Finger wund zockt. Dabei wohnt er alleine in einer Art Container und hat manchmal verrückte Halluzinationen. Zeitgleich passieren unheimliche Vorfälle in Shibuya, wo er sich auch befindet, die unter dem Namen „New Generation“ laufen.
Man wird von Anfang an in eine Higurashi-Like Atmosphäre hineinversetzt, die mit einzelnen Thrillerelementen kombiniert wurde. Die Stimmung ist sehr mysteriös und gruselig, was dem Anime zu Gute kommt. Anstatt die komischen Vorfälle im Verlauf der Serie zu erklären, entwickeln sich weiter mysteriöse Geschehnisse. Das ist eine geniale Masche, die die Produzenten erzeugt haben, denn dadurch gab es keinen Spannungsabfall, da man mehr Fragen, als Antworten auf den Tisch serviert bekommen hat. Ein Trumpf der Produzenten, könnte man sagen, die sie dummerweise einfach so verspielt haben.
Es hört sich eigentlich alles sehr viel versprechend an, wenn man bis zur berüchtigten Episode 7 kommt. Da fällt die gelungene Story, wie ein Kartenhaus, in sich zusammen. So etwas muss man gesehen haben !!! Doch es wird dem Zuseher nicht einmal Zeit gegeben alles zu verdauen, da platzt schon die nächste Bombe. Hier glänzt die Handlung nur noch mit hirnrissigen Behauptungen und es wird krampfhaft versucht den Anime in eine Hollywoodatmosphäre zu bringen mit viel Action und Drama.
Das Ende hab ich mir dann nicht mehr angetan, denn da war die Luft und die Geduld schon draußen.

Charaktere:
Charlie’s Angels

Das war schon etwa die halbe Miete, warum ich Chaos;Head nach der berüchtigten Episode 7 trotzdem weiterverfolgt habe.
Takumi Nishijo, wie oben schon erwähnt wurde, ist ein Otaku. Doch sein Charakter wird dadurch interessant, weil er das genaue Gegenteil von einem Helden ist. Er ist eine Null in der Schule und halluziniert von seiner imaginären Spielfreundin. Doch sein verzweifeltes Auftreten, die psychopatischen Anfälle und seine einzigartige Persönlichkeit machen in sehr realitätsnah und gefühlsecht. Eine sehr tolle Umsetzung, der trotzdem seine Tücken hat. Denn ab der berüchtigten Episode 7 macht er eine schlagartige Charakterentwicklung vom Superloser zum Badass-Superhero !!! Das erinnert mich ein wenig an “ Das Model und der Freak “, da durch den zahlenmäßig überlegenen weiblichen Cast er sich wahrlich zu einer Kämpfersau entwickelt.
Apropos weiblicher Cast, was soll man da noch sagen, die glänzen ja förmlich mit Klischees.
Hier wurde wohl fast gar keine Zeit investiert, denn es sah meistens so aus, als hätte man wahllos Charaktere aus einer Box voller klischeehafter Charaktere herausgenommen.

Animation:
“These eyes...whose eyes are they ?”

In den ersten Episoden wird uns eine tolle Animationqualität geboten, die dann nach und nach enttäuschend schlechter wird. Anfangs wird die düstere und mysteriöse Atmosphäre gelungen dargestellt, doch man merkt schon, dass die Visualizers die hohe Qualität nicht halten konnten. Trotzdem sind die Animationen später kein Schmerz für das menschliche Auge und man merkt nicht allzu gravierende Macken. Also, weder ein Augenschmaus noch ein Werk für die Mülltonne !!!

Musik:
YouTube alias MewTube

Wenigstens hier wurde die Qualität gehalten, was sicherlich nicht so schwierig gewesen ist. Ein tolles Opening, das schnell und rhythmisch unsere Ohren beglückt. Das Ending ist auch gelungen, obwohl es nicht mit dem Opening mithalten kann. Trotzdem neigen beide Musikstücke sehr in die Pop-Richtung, was anfangs eigentlich zur düsteren und mysteriösen Atmosphäre gar nicht gepasst hat. Doch im weiteren Verlauf hat sich ja bekanntlich das Blättchen gewendet und die Musikstücke passten 1:1 zum Anime.

ResumeE:
”Thank God, it’s over !!!”

Wer hätte gedacht, dass ein Anime mit so einem genialen Beginn und einem grandiosen Protagonisten so ins Fettnäpfchen tritt. Ich wurde vom Verlauf wirklich maßlos enttäuscht und habe es dann nicht mehr rübergebracht mir das Ende noch anzutun.
Trotzdem empfehle ich Chaos;Head den etwas “fortgeschrittenen” Anime-Zuschauern, die sicherlich das eine oder andere Mal lachen werden, wenn sie den Storyverlauf sehen. Und wer noch nicht eine 180° Drehung einer Handlung in einem Anime gesehen hat, kann ich Chaos;Head wirklich ans Herz legen.
Allen anderen rate ich nur----> Finger Weg !!!


"Sono me...dare no me?"
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Anime Kommentare

Avatar: AKAtenshi789#1
ein meiner meinung nach sehr schlechter Anime ohne höhen und tiefen und ohne wirkliches ende
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Avatar: Th3dArKn3o#2
Anspruch:wenig
Action:mittel
Humor:mittel
Spannung:mittel
Erotik:wenig
Die 70% gelten nur für die ersten 5 bzw. 6 Folgen bitte nicht mehr ankucken danach wird der Anime so schlecht das ihn keiner mehr anschauen will !
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Avatar: Calleja#3
Stark angefangen Stark nachgelassen.
Schade.
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Avatar: meow#4
Der Anime erinnert auf den ersten Blick an "Welcome to the NHK!", da Taku schlicht und einfach Irre zu sein scheint. Gleichzeitig wird dies von der ersten Episode widerlegt und Chaos Head wird richtig spannend. Das ganze Real - nicht Real Thema macht den Anime interessant und lässt den Zuschauer im Dunkeln tappen. Ab dem Zeitpunkt, an dem Chaos Head zum Sci-Fi-Superpower-Kristallschwert-Anime mutiert war mir alles klar. Aus der ernst zu nehmenden Story wird ein mehr oder weniger pseudo-psychologie-wissenschaftlicher Nachmittagsanime. Ich persönlich war etwas enttäuscht - so ein toller Auftakt und driftet so ab...
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Avatar: Cr4ck#5
Anspruch:7
Action:7
Humor:8
Spannung:9
Erotik:5
Ich muss schon sagen als ich die erste folge anschmiss hats mich richtig verlockt einzuschlafen...dieser eindruch ging aber mit den ersten 10 Minuten. Zeichnerisch ist der anime ganz ok. Im großen dreht es sich darum das der Hauptcharakter mit Morden überrant wird von denen er zu anfang glaubt nicht gewesen zu sein sondern ein mädchen das er beim morden beobachtete. Am nächsten Tag trifft er dieses mordende Mädchen in der schule und soll angeblich schon ewig mit ihr befreundet sein.... Der Anime ist nicht sehr komplex, gute Musik und der Zeichenstil ist sehr hübsch gemacht.
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