Die letzten Glühwürmchen (1988)Hotaru no Haka / 火垂るの墓

Anime Beschreibung

Anime: Die letzten Glühwürmchen
© 2005-2016 STUDIO GHIBLI Inc.
Es ist das Jahr 1945. Japan wird von amerikanischen Bombern heimgesucht, die das Land zur Kapitulation zwingen sollen. Bomben prasseln vom Himmel und wo sie einschlagen, brennt die Erde. Im Inferno eines solchen Angriffs verlieren der 14-jährige Seita und seine 4-jährige Schwester Setsuko ihre Mutter. Ohne den Vater, der schon lange bei der Marine ist, sind die Kinder auf sich alleine gestellt. Zuerst kommen sie bei Verwandten unter, doch die hungrigen Mäuler sind in der Not des unerbittlichen Krieges nicht willkommen. So ziehen Seita und Setsuko in einen verlassenen Bunker und versuchen auf eigene Faust zu überleben.

Originalbeschreibung von Anime Virtual
Sprachauswahl: Deutsch, Englisch
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Anime Rezensionen

Avatar: sensi#1
Dieser Film gehört zu den ersten Anime die ich gesehen habe und als ich mir damals den Film auf Video kaufte wusste ich noch nicht, was mich erwartete. Ich war schon damals ein Fan von Dramen aber dieser Film hat auch für mich neue Maßstäbe gesetzt. Ein durchgehend trauriger Film der es einigen, auch Erwachsenen Zuschauern, nicht leicht macht ihn bis zu Ende zu gucken. Das liegt bei diesem Film weniger an brutalen Szenen als viel mehr an der dichten Atmosphäre die dieser Film bietet und dem Zuschauer ein mulmiges Gefühl in der Magengegend bereitet. Inzwischen habe ich diesen Film schon sehr oft gesehen und auch mit vielen verschiedenen Personen und eine Sache war immer gleich: Am Ende des Films herrschte immer eine bedrückende Stille um das gesehene zu verarbeiten.

Animationen

Für einen Film der 1988 gemacht wurde sind die Animationen absolut Top ,aber das ist man von Studio Ghibli auch nicht anders gewohnt. Vor allem die Landschaften im Film sind sehr schön Animiert worden, seien es die Überreste einer niedergebrannten Stadt oder ein See mit vielen Pflanzen und Tieren. Alles ist gut und flüssig animiert worden und kann mit so einigen neueren Anime noch gut mithalten. Auch die Charaktere sind ordentlich dargestellt und die Emotionen kommen immer sehr realistisch rüber. Insgesamt kann man also sagen, dass dieser Film animationstechnisch auf höchstem Niveau ist.

Soundtrack

Spitze! Dieser Soundtrack geht so unter die Haut und trägt damit einen großen Anteil an der Atmosphäre des Films. Der Soundtrack ist, passend zum Film, eher traurig gehalten und untermalt sehr schön und nicht zu aufdringlich die Geschehnisse im Film.

Story

Die Story von „Die letzen Glühwürmchen“ ist sehr traurig und nicht unbedingt etwas für nah am Wasser gebaute Personen. Es beginnt damit, dass die Hauptfigur, der Jugendliche Seita, sagt „Am 21. September 1945 bin ich gestorben“ und kurz darauf sieht man wie er in einem Bahnhof liegt und tot zusammensackt. Danach wird die Zeit zurückgedreht und man sieht wie es dazu gekommen ist. Das ganze wird von dem Geist von Seita beobachtet, so als ob er dem Zuschauer diese Geschichte erzählen wolle. Es beginnt mit einem Bombenangriff auf die Stadt in der Seita mit seiner Mutter und seiner kleinen Schwester Setsuko wohnt. Bei diesem Angriff wird die Mutter tödlich verletzt und die Stadt komplett zerstört sodass die beiden Waisen nun zu ihrer Tante in eine andere Stadt fliehen müssen wo sie zunächst unterkommen. Dort gibt es dann allerdings Probleme da sich Seita nicht der Situation anpassen will und er zieht mit seiner Schwester in eine Höhle etwas außerhalb der Stadt und versucht dort alleine auszukommen. Allerdings leidet kurz darauf seine kleine Schwester an Unterernährung und geht daran schlussendlich zu Grunde.
Die Geschichte zeigt, wie es der Zivilbevölkerung während des zweiten Weltkrieges ergangen ist und bleibt dabei ganz neutral ohne eine Bewertung zu dem Krieg selbst abzugeben. Aber es zeigt auch die Einstellung der Japaner die bis zum Schluss daran geglaubt haben das sie den Krieg gewinnen können. Es ist einer der wenigen „Anti-Kriegsfilme“ die sich nicht auf die Geschehnisse an der Front beschränken sondern auf das Elend in der Bevölkerung, welches durch den Krieg hervorgerufen wird. Eine sehr gut erzählte Geschichte die wohl keinen Zuschauer unberührt lässt.



Charaktere

Auch bei den Charakteren wird alles richtig gemacht. Jeder der vorkommenden Personen hat seine eigenen Charakterzüge und unterscheidet sich so von den anderen. Außerdem möchte ich betonen, dass die 4-jährige Setsuko so realistisch rüberkommt wie kein anderes so junges Mädchen in einem anderen Anime. Mit 4 Jahren ist ein Kind sehr launisch und weint auch mal häufiger und genau das tut Setsuko auch in diesem Film. Sie versteht nicht alles was um sie herum passiert und hält sich deshalb immer an ihren großen Bruder und will ihm nicht mehr von der Seite weichen. Auch Seita verhält sich altersgemäß sehr realistisch. Er will zeigen, dass er schon in der Lage ist für sich selbst zu sorgen und scheitert dabei auf tragische Weise. Alles in allem eine sehr gute Charakterdarstellung in diesem Film.

Gesamt

Insgesamt es hervorragender Film der sehr realistisch dargestellt ist und die grausame Seite des Krieges gut wiedergibt. Jeder sollte diesen Film zu mindest einmal gesehen haben denn dieses Meisterwerk hat es definitiv verdient. Meiner Meinung nach der beste Anime-Film den ich bis jetzt gesehen habe.
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Avatar: b-s-v#2
Der beste Ghibli aller Zeiten? Sicher nicht, aber schon ein relativ ordentlicher Film über die Zustände in Japan während des zweiten Weltkrieges.


So wahnsinnig viele Anime über dieses Thema gibt es ja nun wirklich nicht und dieser hier beleuchtet ähnlich wie der etwas ältere Barfuß durch Hiroshima das Schicksal, mit dem Kinder zu jener Zeit zu kämpfen hatten - besonders die, die ihre Eltern verloren haben. Retrospektiv folgen wir der Lebensgeschichte von Seita, der sich mit seiner kleinen Schwester Setsuko nonkonform durch diese schwierige Zeit kämpft, bis er schlussendlich ausgebrannt und allein seinen letzten Atemzug tut.

Was diesen Film auszeichnet ist die Ausarbeitung des Konflikts, in dem Seita sich befindet: Setsuko eine heile Welt vorgaukeln und ihr ein so kindgerechtes Leben wie möglich zu ermöglichen, während er auf der anderen Seite seine eigene Kindheit dafür opfert, ethische Grundsätze über Bord schmeißt und in der Konsequenz einige falsche Entscheidungen trifft, die als Resultat (nicht nur) sein eigenes Leben zerstören. Bedrückend kommt das allemal rüber und die Charaktere wirken so weit man das beurteilen kann recht authentisch, doch ein Meisterwerk macht es nicht aus diesem Film. Dafür wäre meiner Meinung nach deutlich mehr Tiefgang von Nöten gewesen und auch auf moralischer Seite hat "Die letzten Glühwürmchen" klare Defizite. Zu wenig Bewertung, zu wenig Kritik, zu wenig Atmosphäre und zu wenig Einblick in die Hauptfiguren.

Optisch hingegen präsentiert sich der Film grundsolide und zählt auf diesem Gebiet sicher zu den besten Produktionen seiner Epoche. Flüssige Bewegungen, weiche Zeichnungen, schöne Umgebungsgestaltung und das altbekannte Charakterdesign. Ghibli in gewohnter Form, auch wenn man den Stil dieses Studios meiner Meinung nach nicht mögen muss.

Musikalisch ebenfalls sehr vernünftig, nicht so aufdringlich wie andere Werke aus diesem Hause und die Titel werden ausnahmsweise auch mal sanft ein- und ausgeblendet, statt einfach bei Szenenwechsel abgehackt zu werden. Die umgebende Geräuschkulisse wie beispielsweise Fallgeräusche von Bomben oder Explosionen klang ebenfalls sehr gut.

Fazit:
Nicht so schockierend wie Barefoot Gen, nicht so eindringlich wie Barefoot Gen, nicht so tragisch wie Barefoot Gen. Trotzdem allemal sehenswert.
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Avatar: Season#3
„Die letzten Glühwürmchen“ gilt als einer der erschütterndsten animierten Zeichentrickfilme überhaupt und ist unter den Hayao Reihen einer meiner Lieblingsanime. Die gut gewählte Animationen und Musikbeilagen, die sehr passend zu den Hintergrundsszene verlaufen, erzeugen eine sehr traurige und fast verzweifelte Atmosphäre. Die Handlung setzt unvermittelbar ein und versetzt deshalb das Publikum in die damalige Situation hinein, weshalb man als Zuschauer die Emotionen der Personen nachempfinden kann. Der Inhalt basiert auf einer wahren Geschichte, weshalb man die Handlungen der Personen in der Geschichte gut nachvollziehen kann.

Die Geschichte erzählt von einem hoffnungslosen Kampf eines noch sehr jungen Knaben Seita und seine kleine Schwester Setsuko um das Überleben in einer zerstörten Stadt in der Nachkriegszeit. Schon der krasse Anfang erzeugt bei den Zuschauern ein Entsetzen. Der Hauptperson stirbt unbemerkt in einer dunklen Bahnhofswartehalle. Vor seinem Tod werden die Zuschauern in einer Rückblende versetzt:

Durch den Tod ihrer Mutter gelangen die Geschwisterpaare auf ihre Tante. Wegen der schlechten Behandlung der Tante beschließen die Kinder, in einem alten Bunker zu ziehen und sich selbst zu versorgen. Seita versuchte anfangs Gemüse von fremden Felder zu stehlen um seine Schwester, die an einer Krankheit leidet, und ihn selbst zu ernähren. Da er bei einem Diebstahl erwischt und verhauen wurde, beschloss er sich bei einem Bombenangriff Häuser auszurauben, um den Diebesgut später zu verkaufen. Tragischerweise hatte er keinen Erfolg beim Wiederverkauf, weshalb die Nahrungsmittel für ihn und seine Schwester immer knapper wurde. Letztenendes stirbt das Mädchen an einer Unterernährung. Kurz davor hat er zufällig erfahren, dass sein Vater im Krieg gestorben ist. Dies hat schließlich sein Lebensmut genommen.

Die Geschichte hat einen sehr guten historischen Hintergrund. Die gehäuft vorkommene Bilder der Zerstörung macht den Film noch realistischer. Auch versetzten diese Bilder die Leute in Wut und Mitleid (bei mir war das so). Der Film zeigt uns, wie schwer das Überleben in der Nachkriegszeit waren. Vor allem Kinder waren sehr stark davon betroffen. Der Film endet zwar dramatisch dennoch nachvollziebar.

Wie üblich bei den Hayao Reihen so enthält auch dieser Film einen tiefen Sinn. Dieser Film zeigt uns wie sinnlos ein Krieg ist und welche schlimme Folgen dieser Krieg mit sich bringt.
Dieser Anime ist ein Antikriegsfilm und ist meiner Meinung nach nicht für jüngere Leute unter 16 gedacht, wegen der vielen brutalen und krassen Szenen.

Zwar kein absolutes „Muss“ für einen Animefan, dennoch sollte man diesen Meisterwerk, wenn man Zeit hat, mal ansehen. Dramatik pur und deshalb für mich ein 9.5
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Avatar: flumo#4
Wo "Ghibli" draufsteht, muss manchmal nicht zwangsläufig "Ghibli" drin sein. "Die letzten Glühwürmchen" fährt moralisch nur eine Schiene und entfaltet dadurch seine tragische Geschichte um das Schicksal zweier Geschwister im zweiten Weltkrieg. Ein hervorragender Film, der seine Wirkung erzielt.



Handlung:

Japan im Zeichen des zweiten Weltkriegs: amerikanische Flieger bombardieren die japanischen Küstenstädte. Die Menschen, verängstigt durch den ständigen Bombenalarm, flüchten mit ihrem Hab und Gut in den Schutzbunker.

Zu diesen schweren Zeiten lernen wir Seita, den 14-jährigen Bruder und Setsuko, die 4 Jahre alte Schwester kennen. Der Vater hat einen hochrangigen militärischen Dienstgrad bei der Marine inne und verteidigt das Vaterland auf der See, während sich die herzkranke Mutter um Seita und Setsuko. Das vermeintliche Familienglück nimmt ein vehementes Ende, als Seita's und Setsuko's Mutter bei einem Brandbombenangriff ums Leben kommt. Die Kinder finden Unterschlupf bei ihrer Tante, die erst bereitwillig, dann widerwillig die beiden in ihrem 3-Personen-Haushalt mit durchzufüttern versucht. Als es zu Spannungen kommt und sich auch der Vater bei der Marine nicht mehr meldet, entschließen sich Seita und Setsuko in einer Höhle am See unterzukommen, um auf ihren Vater zu warten.

Das tragische Schicksal der Protagonisten kündigt sich schon in der ersten Minute des Films an, als Seita sein Todesdatum mitteilt. Der erste Faustschlag in die Magengrube sitzt und man hat schonmal einen kleinen Einblick davon, was uns noch in diesem Film erwartet. Die traurige Geschichte erzielt seine Wirkung dadurch, dass uns Seita und Setsuko als ein normales Geschwisterpaar vorgestellt werden. Seita kümmert sich aufopferungs- und liebevoll um seine kleine Schwester und verdrängt dafür auch einen Großteil seiner Gefühle, um sie glücklich zu machen. Ihm wurde dies von seinen Eltern so beigebracht und er muss schnell feststellen das Setsuko das einzige ist was ihm in dieser Welt noch bleibt. Die kleine Setsuko hat ein typisch kindlich-naives Wesen, dessen Naivität später im Film geraubt wird: Seita hat Setsuko nie den Tod ihrer Mutter verraten, sondern immer wohlwollend abgeschweift. Als Setsuko ihm in eiserner Miene erklärt, dass ihre Tante ihr diese schlimme Nachricht mitgeteilt hat, fängt der bis dahin so besonnene Seita an zu weinen. Auch Setsuko begreift schnell das sie beide nur noch sich haben und verdrängt damit einen Großteil ihrer Kindlichkeit. Es ist diese Ungerechtigkeit, die den beiden während des Films zugefügt wird, die uns in die Magengrube schlägt. Sind es die Bombenangriffe im Allgemeinen, die Tante, oder das Pech das beide während ihrer Reise verfolgt - wir haben die Protagonisten von erster Minute an so gern, dass wir ihnen eigentlich nur alles Glück der Welt wünschen möchten.

Moralisch gesehen fährt der Film sehr eingleisig, indem er für Ghibli-Verhältnisse einen starken Gut-und-Böse-Kontrast herstellt. Das Böse, in persona die amerikanischen Flieger, die Tante im Allgemeine oder einige andere Charaktere im Film, haben zwar alle ihre berechtigten Gründe für ihr Handeln, dadurch das uns der Film direkt zu Beginn auf die Seite der Kinder stellt, ist ein objektiver Blick auf die Handlungen der Charaktere und der moralischen Ebene schwer möglich.

Natürlich lautet auch die Moral in diesem Film das der Krieg böse ist, was selbstverständlich seine Berechtigung hat. Allerdings gibt es einige Szenen im Film, die einen moralischen Grenzgang gehen. Zum Beispiel wird Seita im Laufe des Films die Glühwürmchen, die er für Setsuko fängt, um sie in ihrer Höhle als Beleuchtung zu nutzen, mit den Kampfbombern am Himmel vergleichen. Auch wird Seita jene Flugzeuge anjubeln, als er auf seinen Diebeszug durch die verlassenen Häuser nach Nahrungsmitteln für sich und seine Schwester sucht. Es sind diese euphemistischen Ansätze, die die moralischen Grenzen erweichen lassen, die aber auch dafür sorgen das sich die Tragik in uns selbst weiter genährt wird. Im Krieg gehen nicht nur Menschenleben verloren, die Menschlichkeit verliert sich schon viel eher.

Das Studio fährt handlungstechnisch nur eine Schiene, indem sie das Geschwisterpaar zum Überleben zwingt und jeder Menge Ungerechtigkeiten aussetzt. Das mag für einige sehr einfach gedacht klingen, das Resultat wird durch seine niederschmetternde Wirkung allerdings im vollsten Umfang erzielt. Die wechselnden Schauplätze und die vielen kleinen Lichtblicke die wir mit den Charakteren erleben (die Glühwürmchen e.g.) tragen ihr wesentliches dazu bei.

Das Ende des Films, obwohl schon vorher bekannt, trifft uns ganz tief. Die Hoffnungslosigkeit, die Ungerechtigkeit, die den beiden unschuldigen Kindern widerfahren ist, dürfte bei vielen für einige Tränen sorgen.

Charaktere:

Die beiden Hauptprotagonisten haben schon von Beginn an die Sympathien auf ihrer Seite. Sei es durch Seitas Hingabe zu seiner Schwester, oder Setsukos Kindlichkeit, die uns immer wieder ein kleines Lächeln auf dem Mund zaubert. Es fällt sehr schwer uns nicht auf deren Seite zu stellen. Die Nebencharaktere bekommen nur sehr wenig Screentime, sind aber maßgeblich für den Ton des Films mitverantwortlich. Sehr interessant ist hierbei der Charakter der Tante ausgefallen. Sie hat sich zu Zeiten des Friedens bereit erklärt die Geschwister bei einem Angriff aufzunehmen. Als dann die Lebensmittel und die Geduld der Mutter knapp werden, denkt sie nur an das eigene Überleben. Die Tante steht stellvertretend für den Verlust der Menschlichkeit, den jeden im Angesichts des Krieges passieren kann. Während das Geschwisterpaar für die Hoffnung steht, nämlich die Jugend, die mit solchen Ereignissen nicht hautnah konfrontiert werden sollte. In einer Szene schimpft die Tante über das Kinderspiel der beiden und sagt sie sollen weiter sein, da es nicht schicklich sei zu so schweren Zeiten zu lachen und Spaß zu haben. Die Tante ist keine wirklich böse Person, sie handelt nur aus Not heraus und wählt angesichts dieser prekären Situation die für sie einzig richtige Handelsweise.

Insgesamt eine gute Auswahl an Charakteren, die aufgrund der limitierten Laufzeit eines Spielfilms nicht die volle Entfaltung kriegt, was aber aufgrund der Qualität dieser Ausarbeitung nicht weiter erforderlich ist.

Zeichnungen:

Für einen Film von 1988 bietet der Film auch heute noch überraschend schöne Bildpaletten und sehr gute Animationen. Das eigentliche Highlight an sich sind die Charakteranimationen, speziell wenn Emotionen wie Spaß und Trauer gezeigt werden. Das hier Gezeigte darf man gerne als Genre-Referenz betrachten, so überzeugend wird den Charakteren Leben eingehaucht. Das Alter des Films merkt man kaum an, dafür versprüht es zuviel von diesem Zauber den das Studio Ghibli seit Jahrzehnten an die Zuschauer bringt.

Musikalische Untermalung:

Der Film besitzt mehrere herzzereissende Scores, welche an den passenden Stellen ihre volle Wirkung entfalten. Sei es der Score zu Beginn, wenn man Setsuko mit den Glühwürmchen sieht, oder der Score der bei den tragischsten Stellen gespielt wird, der Film wäre ohne die musikalische Untermalung nicht komplett gewesen. Die deutschen Synchronsprecher machen einen sehr guten Job. Speziell bei Setsuko bestand die Herausforderung darin, ihre Kindlichkeit kitschlos darzustellen, welches absolut gelungen ist. Eine wirklich herausragende musikalische Untermalung, mit einigen Scores die nicht nur im Anime-Genre herausragend sind.

Fazit:

Ein untypischer "Ghibli"-Film, dafür ein tieftrauriges und erschütterndes Dramen-Kleinod, welches den Zuschauer für mehrere Tage auf die Bretter legen kann. Wer im Rahmen eines Anti-Kriegsfilm-Themenabends Klassiker wie "Full Metal Jacket" oder "Apocalypse Now" zeigt, kann gerne mal diesen Genrebeitrag mit ins Boot nehmen, um die Audienz zu überraschen.
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Avatar: Conny#5
"Der Krieg und deren Kinder" (Vorsicht - Review enthält Spoiler!)

Mit "Hotaru no Haka" wurde ein absolutes Meisterwerk geschaffen. Kein Anime Film ging mir so sehr ans Herz wie dieses Werk.
Der Film zeigt Japan mitten im zweiten Weltkrieg. Im Mittelpunkt steht ein Junge mit seiner kleinen Schwester, die durch die ganze Situation obdachlos werden. Hungernot, Krankheiten, Trauer und noch viel schlimmere Dinge begleiten die beiden Kinder, bis das ganze schließlich ein tragisches Ende nimmt.

Die Animationen sind für ihr alter wirklich gut gemacht. Wer den Style von Hayato Miyazaki bzw den Style von Ghibli liebt, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Auch die Hintergrundzeichnungen und die Darstellung der Zerstörung, sind wirklich zeichnerisch grandios dargestellt worden.

Wie bereits erwähnt stehen im Mittelpunkt zwei Kinder. Was uns aber der Film sagen will, ist das es Millionen Kindern so ergangen ist, wie den beiden hier. Für mich ist und bleibt Hotaru no Haka ein ganz wichtiger Lehrfilm, den jeder Anime Fan gesehen haben MUSS.

Fazit : Für mich bleibt dieser Anime-Film unerreicht. Herzzerreißendes Drama mit viel Tiefgang und Dramatik.
Hotaru no Haka bekommt volle 10 von 10 leuchtenden Glühwürmchen.

10/10 - Meilenstein
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